Let's Wasser!

Kategorie: Leben im Meer (Seite 1 von 3)

WWF begrüßt WTO-Beschluss zur Begrenzung von Fischereisubventionen

“Grundstein für weitere Reform gelegt”

Die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO)
haben am Freitag nach einer Marathontagung ein Abkommen zu Fischereisubventionen beschlossen.  Der WWF begrüßt die wichtige und lang erwartete Entscheidung, einen Rahmen für das Verbot schädlicher Fischereisubventionen zu schaffen. Gleichzeitig fordert er die Mitglieder auf, die fehlenden Details auszuverhandeln, die gesündere Weltmeere, verbesserte Ernährungssicherheit und mehr Gerechtigkeit im Umgang mit dem Allgemeingut Fisch sichern sollen. Das Abkommen enthält Bestimmungen, die Subventionen für illegale, unregulierte und ungemeldete Fischerei und die Subventionierung von Fischerei auf unregulierter Hoher See eindämmen. Die Einigung zielt darauf ab, einen Teil der jährlichen Subventionen in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar, die als Treiber für die massive Überfischung gelten, zu reformieren und umzulenken.

Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland, sagt dazu: „Es wurde höchste Zeit für eine Einigung. In den zwei Jahrzehnten, in denen die WTO-Mitgliedstaaten über eine Reform der Fischereisubventionen verhandelten, haben wir einen katastrophalen Rückgang der biologischen Vielfalt und der Gesundheit des Ozeans erlebt. Es ist eine Erleichterung, dass es der WTO jetzt gelungen ist, wenigstens den ersten wichtigen Rahmen zu setzen. Die Vereinbarung stellt einen Kompromiss zwischen 164 Ländern dar, deshalb ist sie nicht perfekt. Dem Ozean und den von Fisch abhängigen Küstengemeinden läuft jedoch die Zeit davon, um auf eine perfekte Lösung zu warten. Die WTO hat eine Einigung erzielt, die als Katalysator für Subventions- und Fischereireformen dienen sollte. Um den globalen Teufelskreis subventionierter Überfischung zu beenden, müssen die WTO-Mitglieder diesen Rahmen gewissenhaft und zügig umzusetzen und die fehlenden Details nachverhandeln.”

Staatliche Finanzspritzen für Schiffsbau oder Treibstoff führen zu Flotten-Überkapazitäten und senken die Betriebskosten so weit, dass sich auch eigentlich unrentable Fischereiaktivitäten lohnen.  Nahezu 85 Prozent der kapazitätssteigernden Subventionen gehen an die industrielle Großfischerei, ohne dass handwerkliche Kleinfischer nachweislich davon profitieren. Dabei stammen etwa 90 Prozent der Fischer weltweit aus Entwicklungsländern. Die WTO-Mitglieder verpflichteten sich, die Gespräche über weitere Reformen fortzusetzen, insbesondere zu den Themen Überfischung, Überkapazitäten und Fischerei in anderen nationalen Gewässern.

Der Zustand der Fischbestände duldet aus Sicht des WWF keinen weiteren Aufschub: Ein Drittel der kommerziell bewirtschaften Fischbestände weltweit ist derzeit überfischt, weitere 60 Prozent werden bis an ihre biologischen Grenzen befischt. “Obwohl die Flotten technisch aufrüsten, stagniert die Menge des weltweit gefangenen Fischs seit Jahren bei knapp 85 Millionen Tonnen pro Jahr. Das zeigt: Die Weite des Ozeans täuscht, Fisch ist eine endliche Ressource in einem fein austarierten Ökosystem, das dramatisch aus der Balance zu geraten droht. Wir müssen die Zeit jetzt nutzen”, mahnt WWF-Expertin Heike Vesper.

Alte Fischernetze. Bild: Storyblocks

Hintergrund:
Der WWF drängte erstmals 1997 auf eine Reform der Subventionen und gehört zu den heute mehr als 180 Organisationen, die sich für die Abschaffung der schädlichen Fischereisubventionen einsetzen.

Quelle: WWF

Plastiktüten Counter: Wie viele Plastiktüten landen im Meer?

Immer häufiger werden auf Plastiktüten verzichtet. Seit 01. Januar 2022 sind auch leichte Plastiktüten und Bio-Plastiktüten im Kassenbereich eines Supermarktes verboten. Doch reicht das aus?

Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Noch immer werden 3 Milliarden Plastiktüten in Deutschland pro Jahr verbraucht.
  • 12 Minuten beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Plastiktüte.
  • 16.000 Plastiktüten landen weltweit pro Sekunde im Meer. Das entspricht 3 vollen LKW-Ladungen pro Minute.
  • 20 Jahre brauch eine Plastiktüte, ehe sie vom Ozean zersetzt wurde.
  • Mikroplastik im Meer kann niemals vollständig abgebaut werden.

Plastiktüten mit mengenmäßig größtem Anteil noch immer erlaubt.

Sehr leichte Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung, sowie für Wurst- und Fleischwaren sind vom Plastiktüten-Verbot ausgenommen. Doch diese Tüten machen mit jährlich 3 Milliarden Stück in Deutschland mengenmäßig den größten Anteil aus:

TütenGesamtverbrauch in Deutschland (2019)Anteil an Gesamt
Sehr dünne Tüten Selbstbedienungsbereich (< 0,015 mm)3 Milliarden63,6 %
Sehr dünne Tüten Kassenbereich (< 0,015 mm)619 Millionen13,1 %
Dünne Tüten Kassenbereich (0,015 bis < 0,05 mm)878 Millionen18,6 %
Dicke Tüten (> 0,05 mm)222 Millionen4,7 %
Insgesamt4,7 Milliarden Tüten100 %
Quelle: Umweltbundesamt, Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2019[1]
Anmerkung: Grau markiert bedeutet, dass diese Tüten seit dem 01.01.2022 in Deutschland verboten sind.


Verboten wurden nur Tüten im Kassenbereich mit einer Dicke von unter 0,015 mm und dünne Tüten mit max. 0,05 mm Dicke. Das bedeutet, die Mehrzahl der verwendeten Plastiktüten (68,3 %) ist weiterhin erlaubt und wird verwendet.

Plastiktüten gehören zu den häufigsten Müllfundstücken an Ost- und Nordsee.[2]

Bild: BeyondSurfing

BeyondSurfing hat sich die Mühe gemacht und einen Plastiktüten-Counter (https://www.beyondsurfing.com/plastiktueten-meer/) erstellt. Dieser zeigt, wie viele Plastiktüten weltweit pro Sekunde in unsere Ozeane gelangen.


Ungefähr 16.000 Plastiktüten landen weltweit pro Sekunde im Meer.

Derzeit landen 16.000 Plastiktüten pro Sekunde im Meer. Das entspricht pro Minute rund 3 volle LKW Ladungen an Plastiktüten, die ins Meer gekippt werden.

Besonders erschreckend ist, dass bereits 160.000 Plastiktüten eine Fläche abdecken, die doppelt so groß ist wie Frankreich.[3]

Die Nutzungsdauer einer Plastiktüte beträgt 12 Minuten.

Eine Plastiktüte wird im Schnitt nur 12 Minuten lang benutzt und danach weggeworfen.[4] Wohingegen eine Plastiktüte im Ozean bis zu 20 Jahre braucht, ehe sie zersetzt ist.[5] Das zersetzte Mikroplastik kann jedoch nie vollständig abgebaut werden.

Welche Lösungen gibt es?

Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, um das Plastiktüten Aufkommen in unseren Meeren zu reduzieren. So könnte z. B. beim Obst- und Gemüsekauf auf Plastiktüten verzichtet und wiederverwendbare leichte Stoffbeutel benutzt werden.

Quelle: BeyondSurfing


[1] Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aufkommen-verwertung-von-verpackungsabfaellen-in-15

[2] Quelle: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/11961.html

[3] Quelle: https://www.theworldcounts.com/challenges/planet-earth/waste/plastic-bags-used-per-year/story

[4] Quelle: https://www.theworldcounts.com/challenges/planet-earth/waste/plastic-bags-used-per-year/story

[5] Quelle: https://de.statista.com/infografik/17508/haltbarkeit-von-plastikmuell-im-meer/

Heisser, saurer, leerer – Der WWF zur Situation der Weltmeere am Tag der Ozeane

Zum Tag der Ozeane am 8. Juni warnt der WWF davor, die diesjährigen politischen Möglichkeiten zur Rettung der Meere verstreichen zu lassen. Seit Jahrzehnten leiden sie massiv unter menschgemachten Bedrohungen wie Überfischung, Verschmutzung, der Zerstörung von Boden- und Küstenlebensräumen sowie den dramatischen Auswirkungen der Klimakrise. „Die wissenschaftlichen Fakten liegen seit Jahren auf dem Tisch: Unsere Ozeane werden wärmer, saurer und immer leerer. Der Patient Meer ist auf dem direkten Weg auf die Intensivstation und wir brauchen einen konsequenten politischen Kurswechsel, um ihn zu retten“, erklärt Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland. In der zweiten Hälfte dieses Jahres hat die weltweite Staatengemeinschaft gleich mehrere Chancen, um die Bedrohungen der Meere bedeutend zu reduzieren.

Im Juni können die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) den globalen Teufelskreis subventionierter Überfischung beenden. Auf der Sitzung in Genf entscheiden sie über ein Abkommen zur Abschaffung schädlicher Fischereisubventionen. Diese sind ein zentraler Treiber der Überfischung und werden von Regierungen weltweit mit geschätzten 22 Milliarden US-Dollar pro Jahr finanziert. Seit mehr als zwanzig Jahren laufen die Verhandlungen und sind inzwischen zur Bewährungsprobe für die WTO selbst geworden. „Die Rufe nach einem verbindlichen, multilateralen Abkommen waren nie lauter. Die Staatengemeinschaft darf dieses Momentum nicht verstreichen lassen”, so Vesper.

Im August verhandeln die Vereinten Nationen die Unterschutzstellung der Hohen See. Um besonders sensible marine Ökosysteme zu retten und das Artensterben zu stoppen, fordert der WWF, bis zum Jahr 2030 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen. Dies kann nur gelingen, wenn ein internationales und rechtsverbindliches Abkommen zum Schutz und
zur nachhaltigen Nutzung der marinen biologischen Vielfalt auf der Hohen See zustande kommt. Sie macht etwa zwei Drittel der weltweiten Meeresfläche aus. „Seit Jahrzehnten wird der Schutz der Hohen See auf UN-Ebene diskutiert. Die Zeit ist reif für beherztes Handeln. Wir brauchen diese gemeinschaftliche politische Verpflichtung, um das Ruder herumzureißen und die Hohe See vor der Plünderung zu bewahren“, so Heike Vesper.

Die Tiefen des Meeres. Bild: Thorsten Reimnitz

Auch Deutschland steht aus Sicht des WWF in der Verantwortung, mehr für den Meeresschutz zu tun. Vor der eigenen Haustür ist die Lage prekär. Die Nord- und Ostsee sind durch Überfischung, Schifffahrt, Ressourcenabbau, Vermüllung und Schadstoffeintrag stark belastet. Der Ausbau der Offshore -Windkraft ist für die Bewältigung der Klimakrise unumstritten nötig, trotzdem darf der Biodiversitätsverlust im Meer nicht aus dem Blick geraten. Konkrete Maßnahmen in vielen deutschen Meeresschutzgebieten sind unzureichend. „Deutsche Meeresschutzgebiete existieren seit Jahren nur auf dem Papier. Die Bundesregierung muss die flächendeckende Fischerei aus Schutzgebieten heraushalten und so tatsächlich einen Rückzugsort für bedrohte Arten wie den Schweinswal oder dezimierte Fischbestände schaffen”, so Vesper. Auch werde es Zeit, die im Koalitionsvertrag angekündigte Zukunftskommission Fischerei ins Leben zu rufen. Fischerei ist ein Haupttreiber für den Verlust von mariner Artenvielfalt. Nur wenn Fischerei in Nord- und Ostsee nachhaltig betrieben und wirksam kontrolliert wird, führt sie zu gesunden Meeren, die Fischerei wieder zukunftsfähig machen.

„Wir verdanken den Sauerstoff für jeden zweiten Atemzug dem Meer. Der Ozean ist unser Lebenserhaltungssystem, das gerade angesichts der Klimakrise besser zu schützen ist. Die Zukunft der Meere wird für die Zukunft von uns Menschen entscheidend sein“, fasst Heike Vesper zusammen. „Vereinzelte, zögerliche Schritte werden die Meere nicht retten können. Die internationale Meerespolitik muss jetzt die Weichen in die richtige Richtung stellen, bevor die marinen Ökosysteme kollabieren und Deutschland muss endlich das seit 15 Jahren Versäumte beim Meeresschutz nachholen.“

Quelle: WWF Deutschlad / lifePR

Flat Flute Divers #36: Tauchgang an der Isla Cozumel, Teil 2 | Pasa de Cedral

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Die Flat Flute Divers sind immer noch an der Isla Cozumel. Der zweite Tauchgang des Tages führt sie in ein Gebiet, das “Paso de Cedral” genannt wird. An diesem Riff haben sie mehrere Begegnungen.

Die Flat Flute Divers im Internet:

► Newsletter: http://www.flatflutedivers.de/newsletter/
► Fanshop: kommt bald!
► Twitter: https://twitter.com/flatflutedivers
► Facebook: https://www.facebook.com/FlatFluteDivers/

Die Flat Flute Divers sind ein Teil des Phantastischen Projekts:

► Das Phantastische Projekt: https://phan.pro

Hans Hass Fifty Fathoms Award für Prof. Dr. Franz Brümmer

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Alle zwei Jahre wird eine dem Meer verbundene Person mit dem Hans Hass Fifty Fathoms Award geehrt. In diesem Jahr, zum 100. Geburtstag von Hans Hass, findet die Verleihung im Rahmen der 50. Messe boot in Düsseldorf und im Aquazoo Düsseldorf statt. Die internationale Jury wählte in Prof. Dr. Franz Brümmer einen wissenschaftlichen Weggefährten des VDST-Ehrenmitglieds Hans Hass. Im Beisein von Honoratioren der Stadt, wie u.a. Klaudia Zepuntke, Bürgermeisterin von Düsseldorf, und geladenen Gästen wurde der Award festlich überreicht.

Die faszinierende Welt der Fische: Süßwasser- und Meerwasseraquarien haben unterschiedliche Anforderungen

Praktisch: Komplettsets enthalten bereits alle technischen Geräte, um ein Meerwasser-Aquarium erfolgreich zu betreiben. Foto: djd/Eheim

Praktisch: Komplettsets enthalten bereits alle technischen Geräte, um ein Meerwasser-Aquarium erfolgreich zu betreiben.
Foto: djd/Eheim

(djd). Ein Aquarium mit bunten und exotischen Fischen, die zwischen den Wasserpflanzen und der Dekoration hin- und herflitzen, übt immer eine besondere Faszination aus. Besonders interessant finden viele Menschen vor allem ein tropisches Meerwasser-Aquarium. Doch wie unterscheidet sich dieses eigentlich von einem Süßwasser-Aquarium und was muss bei dem jeweiligen Typ beachtet werden?

Süßwasser-Aquarium: Einfache und unkomplizierte Technik

Das Süßwasser-Aquarium gehört zu den am meisten verbreiteten Aquarium-Varianten. Die Technik ist hier relativ unkompliziert und die Pflege nicht besonders aufwendig. Das Wasser kommt aus der Wasserleitung, wird gefiltert und aufbereitet. Ein effektiver Filter sowie ein Aquarienheizer und die passende Beleuchtung gehören zur Grundausstattung. Nach einer kurzen Einfahrphase kann das Aquarium mit Süßwasserfischen und Pflanzen besetzt werden. Zu den ersten Becken-Bewohnern sollten ein paar Algenvertilger wie Rüsselbarben, Antennenwelse oder Guppys gehören. Nach rund zwei Wochen können weitere Zierfische dazukommen. Ob Süßwasser- oder Meerwasseraquarium: Praktisch für Einsteiger sind komplette Aquarien-Sets, bei denen alle Teile der Grundausstattung optimal aufeinander abgestimmt sind. Mehr Infos sowie kostenlose Ratgeber zum Downloaden gibt es etwa unter www.eheim.com.

Meerwasser-Aquarium: Komplexerer Lebensraum mit simulierter Strömung

Ein Meerwasseraquarium stellt etwas höhere Ansprüche. Der größte Unterschied liegt im Salzgehalt des Wassers, der bei etwa 3,5 Prozent liegen sollte. Bei der Einrichtung des Aquariums wird das Leitungswasser zunächst über eine Umkehrosmoseanlage entmineralisiert und anschließend mit Salzmischungen angereichert. Ganz wichtig ist eine Strömungspumpe wie etwa die Eheim streamON+. Sie simuliert natürliche Wasserbewegungen, wälzt das Wasser um und sorgt für eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts. Auch ein Eiweißabschäumer, der das Wasser filtert, darf bei der Grundausstattung nicht fehlen. Grundsätzlich sollten Meerwasser-Aquarien tiefer sein als Süßwasserbecken, um verschiedene Lichtzonen für die unterschiedlichen Lebewesen schaffen zu können. Ein wichtiger Bestandteil im Aquarium sind Korallen und Seeanemonen, die allerdings keine Pflanzen sind und genauso viel Pflege brauchen wie Fische. Da Korallen mit den Jahren wachsen – langsam aber stetig – muss das Becken möglichst groß sein. Empfohlen werden Becken von 250 bis 500 Liter oder mehr. Die Wassertemperatur sollte um 25 Grad Celsius liegen. Vor allem zu hohe Temperaturen sind schädlich für Fische und Korallen.

Das richtige Licht fürs Aquarium

Zur Grundausstattung eines Süß- oder Meerwasseraquariums gehört die richtige Beleuchtung. Im Meerwasser-Aquarium beeinflusst das Licht unter anderem Wachstum und Färbung von Korallen. Ideal auf Pflanzen und Korallen abgestimmte Spektren und kombinierte Lichtfarben bieten beispielsweise die powerLED+-Leuchten von Eheim. Sie umfassen die komplette Bandbreite, von Sonnenlicht Vollspektrum bis zum aktinischen Licht, welches die zooxanthellaten Korallen im Meerwasseraquarien versorgt. Weitere Infos gibt es unter www.eheim.com.

 

Zuchterfolg: Nachwuchs bei den Blaupunktrochen im SEA LIFE Hannover

Vor einigen Wochen ist ein kleiner Blaupunktrochen, die erste erfolgreiche Nachzucht in diesem Jahr, im SEA LIFE Hannover auf die Welt gekommen

 

SEA LIFE - Tauchen Sie ein!

Schon einige Wochen vor der Geburt stellten die Biologen des SEA LIFE Hannover eine Veränderung im Rochenbecken fest. Schnell kam der Verdacht auf, dass eines der Blaupunktrochen-Weibchen tragend sein könnte. Die Bestätigung brachte ein Ultraschall, der von einer Tierärztin der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt wurde. Die Schwangerschaft verlief reibungslos und so kam es am 16. Juli zur Geburt eines kleinen, 125 Gramm schweren und 14,3 Zentimeter großen, Blaupunktrochens im SEA LIFE Hannover*. Björn Eckardt, aquaristischer Leiter im SEA LIFE Hannover erklärt: „Besonders spannend ist, dass Rochen lebendgebärend sind. Nach einer Tragzeit von etwa vier Monaten bis zu einem Jahr bringt das Weibchen ein bis zwei Jungtiere auf die Welt.“

Um den besonderen Anforderungen des Zöglings gerecht werden zu können, wurde es isoliert und mit mundgerechtem Spezialfutter, wie Krill und kleine Muscheln, liebevoll von Hand aufgezogen. Seit einigen Tagen kann man das Baby, dass nun schon ein Gewicht von 155 Gramm bei einer Größe von 15,5 Zentimetern auf die Waage bringt, in der Ausstellung des SEA LIFE Hannover bestaunen.

Die Blaupunktrochen im SEA LIFE Hannover sind ein Teil des Europäischen Nachzuchtprogramms für gefährdete Tierarten (European Studbook ESB), denn die Tiere wurden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) in die Rote Liste der gefährdeten Arten aufgenommen. Die weltweiten Bestände an Blaupunktrochen sind rückläufig. Einerseits liegt das an der allgemein dramatischen Situation vieler Korallenriffe. Zum anderen werden die Tiere als Speisefische und für die Aquaristik bejagt. Um Inzucht zu vermeiden, wird der kleine Rochen im Rahmen der Nachzucht das Aquarium voraussichtlich in ein paar Monaten verlassen, um sein neues zu Hause in einem anderen Aquarium zu finden.

Sind Blaupunktrochen für Menschen gefährlich?

Mit ihren leuchtenden Punkten signalisieren Blaupunktrochen: „Vorsicht, komm mir nicht zu nahe.“ Allerdings sind sie nicht aggressiv, sondern eher scheu. Treibt man die bis zu 70 Zentimeter langen Blaupunktrochen in die Enge, schlagen die Tiere peitschenartig mit ihrem giftigen, stachelbewehrten Schwanz um sich. Das Gift ist zwar für Menschen nicht tödlich, seine Wirkung ist jedoch extrem schmerzhaft. Wie auch das Rochen-Mädchen im SEA LIFE Hannover, besitzen Blaupunktrochen von Geburt an einen kleinen giftigen Stachel.

Die Rochenart mit den blauen Punkten lebt vorzugsweise in Korallenriffen des Indopazifiks. Man findet sie in den tropischen Gewässern vom Roten Meer bis nach Australien und Japan. Die Tiere bevorzugen die sandigen Bereiche des Riffs, wo sie sich oft bis zu den Augen im Sand vergraben. Die kleinen Meister der Wahrnehmung besitzen Sinneszellen zur Wahrnehmung elektrischer Reize, wie zum Beispiel den Pulsschlag eines Fressfeindes. Mit Hilfe der sogenannten Lorenzinischen Ampullen nehmen sie aber auch elektromagnetische Felder versteckter Beutetiere, wie Muscheln, Schnecken, Krebsen und Würmern, auf der Jagd wahr.

Im SEA LIFE Hannover kostet der Eintritt 13,50 Euro pro Kind und 17,50 Euro pro Erwachsenen. Besucher, die ihre Tickets online buchen sparen bis zu 40 Prozent. Die Unterwasserwelt hat täglich ab 10.00 Uhr geöffnet. Noch bis zum 13. November können die Gäste das „Helden der Meere“ Event erleben und die Leinwandhelden, wie den Rochen, persönlich treffen.

Weitere Informationen sowie Details zu Preisen und Öffnungszeiten gibt es auf www.sealife.de*.

Quelle: SEA LIFE Hannover

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seaQuest DSV – In neuem Glanz auf Blu-Ray

(c) Koch Media

(c) Koch Media

In diesem Blog habe ich eine Reihe mit Rezensionen zur Science-Fiction-Serie “seaQuest DSV” angefangen und ja, ich bin etwas nachlässig geworden. Dafür hat sich dieses Jahr tatsächlich etwas getan, es gibt zwar keine neuen Abenteuer mit dem U-Boot, aber dafür die alten Abenteuer neu herausgebracht auf Blu-Ray. Ein Grund mehr, die Reihe der Rezensionen endlich fortzusetzen und hier einen Blick auf das Blu-Ray-Set der Staffel 1 zu werfen.

Die Geschichte der seaQuest

Die Handlung der Serie und die bisher rezensierten Episoden finden sich hier:

seaQuest DSV – Blu-Ray-Set Staffel 1

Hier möchte ich das Wort an J-P übergeben, der gerade die technischen Änderungen bezüglich Bildqualität und Ton besser beurteilen kann als ich.

Sein erster Eindruck vom Set und einem Kontrollblick in die Episoden:

OPTIK VERPACKUNG:
Es sind 5 BDs in einer Plastikbox, jede Disc hat eine eigene Halterung (es gibt auch Serien- und Filmboxen wo alle übereinander gestapelt sind).
Auf den Disc ist jeweils einer der Character vom Cover abgebildet, beginnend mit Captain Bridger. Es gibt ein Wendecover ohne das FSK-Logo, die Box selbst steckt wiederum in einem recht stabilen Pappschuber mit (vorsichtig) abziebarem FSK-Logo. Der Schuber der Season 1 ist dabei schmaler als die alten DVD-Boxen und nur ca. 1,75 cm breit.
Alles in allem kommt die seaQuest – Season 1 – Box doch recht ordentlich daher, kann man nicht meckern.
BONUS:
Es gibt kein Booklet, aber ca. 30 Min an nicht verwendeten Szenen, wie schon bei der DVD-Erstausgabe.
MENUE:
Es gibt keine Trailer, nur die üblichen Hinweistafeln. Das Menue selbst ist recht einfach, ein statisches Bild mit der im Hintergrund laufenden Titelmusik. Es gibt jeweils einen Punkt für die Episoden, einen für die Einstellungen (Sprache, Untertitel) sowie, je nach Disc, einen für das Bonusmaterial.
TON:
Der Ton ist in Deutsch und Englisch jeweils im Format DTS-HD-Master Audio 2.0, also verlustfreies Stereo. Die Tonqualität ist für das Alter doch ziemlich gut. Da der Stereoton hier, im Gegensatz zu den DVDs, nicht komprimiert ist gibt es durchaus etwas mehr an Geräuschen, desweiteren lässt sich der HD-Ton auch sehr schön von einem AV-Receiver in einen 5.1-Ton umwandeln. Ist natürlich nicht vergleichbar mit einer richtigen 5.1-HD-Tonspur, macht aber eine Menge her. Wer eher nostalgisch eingestellt ist kann sich den Ton natürlich auch im Original-Stereo anhören.
BILD:
Ich habe den Pilot gestartet, der Eindruck war zunächst recht ernüchternd. Die Bildqualität der Eröffnungsszene mit der Titelsequenz und der Ansprache von Kennedy war doch recht, sagen wir mal, schrottig!
Nachdem aber das Überstanden war und der eigentliche Film begann erhellte sich meine Mine zusehends. Ja, das war was ich erwartet hatte, die Realaufnahmen mit den Schauspielern sind hervorragend remastered. Schön scharf und detailliert, mit kräftigen Farben und einem minimalem Filmkorn.
In ein paar Szenen neigt das Korn zwar zum Rauschen (ähnlich wie bei STAR TREK – TNG), ist aber nicht wirklich störend. Natürlich gibt es auch immer mal wieder einige weichere Shots, aber das ist definitiv NICHT auf die HD-Restaurierung zurückzuführen, sondern auf die damaligen Dreharbeiten. Da die Realaufnahmen der Serie glücklicherweise auf Film und nicht auf Videomaterial gedreht wurde, konnte man hier ein sehr schönes HD-Bild generieren.
Die Effektshots sind ebenfalls exzellent remastered und von SD auf HD hochkonvertiert worden, die haben sich da wirklich Mühe gegeben. Natürlich gibt es auch hier den einen oder anderen Ausreißer, was aber kaum erwähnenswert ist. Die seaQuest selbst kommt doch recht detailliert rüber. Schon die Effekte auf den DVDs hatten bei der Hochkonvertierung durch meinen Player ordentlich zugelegt, aber die professionelle Bearbeitung macht hier definitiv noch mehr her.
Der Pilot hatte ja schon auf DVD diverse Schwächen, was die Bildqualität anging, leider sind diese Schwächen hier noch deutlicher zu sehen, gerade im Vergleich zu den HD-Szenen. Besonders gegen Schluss des Piloten gibt es eine Szene wo die Bildqualität geradezu in ein schwarzes Loch abrutscht, aber glücklicherweise sind dies nur wenige Sekunden. Nachdem Bridger und Lucas miteinander geredet haben kommt ein Anruf von der Brücke, dass seine Anwesenheit erforderlich wäre. Waren die Vorgängersequenzen noch in schönem HD, ist hier die Bildqualität auf dem Niveau einer VCR-Longplay-TV-Aufnahme, wenn nicht sogar die Videokopie einer Kopie einer Kopie. Wahrscheinlich war hier die Originalfilmrolle nicht mehr aufzufinden und man hat sich mit dem besten begnügt, was man hatte, was in diesem Fall nicht viel war.
Des weiteren habe ich auch in einige Folgen, wenngleich auch nur kurz, hineingeschaut, mir kam es so vor, als wenn das Bild hier erheblich besser war als im Piloten. Natürlich muss ich mir die Serie mal in Ruhe anschauen, aber mein bisheriges Fazit lautet:
Die BD-Box ist ein hervorragendes Upgrade geworden, so können die Seasons 2 und 3 gerne aussehen!

Meine persönlichen Anmerkungen: Die grobkörnigen Szenen sind sogar mir aufgefallen. Beim Vorspann gibt es allerdings eine Erklärung, denn während wir die Rede von John F. Kennedy über das Meer hören, werden Dokumentaraufnahmen gezeigt, die wahrscheinlich nicht in passender Qualität vorlagen. Die Szene am Schluss sticht ebenfalls ins Auge, weil die Bildqualität von einem Moment zum anderen schlagartig nachlässt, aber das ist von der Pilotepisode nur ein kleiner Teil.

J-Ps Meinung über die Qualität änderte sich nicht, nachdem er das Set durchgeschaut hatte:

Habe mir gestern noch die anderen Discs durchgesehen und kann meine gestrige Einschätzung nur bestätigen, was Ton und Bild angeht. Das Bonusmaterial besteht aus ca. 28 – 30 Min an entfallenen/nicht verwendeten Szenen und befindet sich ausschließlich zusammen mit den letzten Folgen auf der Disc 5.

Der Meinung kann ich mich nur anschließen. Ob der Kauf der seaQuest-Blu-Rays notwendig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, obwohl ich bereits das Komplettset besitze, habe ich den Kauf nicht bereut.

Das Blu-Ray-Set von Staffel 2 soll am 27. Oktober dieses Jahres erscheinen.

seaQuest Season 1 (Blu-Ray) wird vertrieben von Koch Media und kann unter anderem hier bestellt werden.*

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Riesenschildkröten stürmen das Buffet auf den Seychellen #3

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Mit Silhouette Cruises geht es mit der Sea Star Yacht auf die Seychellen. Tolle Tauchgebiete, Riesen-Schildkröten und Tee-Plantage.

 

Paukenschlag im Mittelmeer: Zivilgesellschaft setzt sich gegen Ölindustrie durch

Ainhoa Pérez Puyol (links), Vertreterin des spanischen Umweltministeriums erhält am 4. August 2014 von Sigrid Lüber (rechts), Präsidentin von OceanCare, die Petition von OceanCare und AVAAZ überreicht. Bild: OceanCare

Ainhoa Pérez Puyol (links), Vertreterin des spanischen Umweltministeriums erhält am 4. August 2014 von Sigrid Lüber (rechts), Präsidentin von OceanCare, die Petition von OceanCare und AVAAZ überreicht. Bild: OceanCare

Der britische Ölkonzern Cairn Energy zieht seine vier Ölexplorationslizenzen für den Golf von Valencia vor den Balearen, Spanien, zurück. Es handelt sich dabei um den zweiten grossen Rückschlag für die Ölindustrie in Spanien binnen weniger Monate, nachdem Repsol seine Ölförderpläne vor den Kanaren gestoppt hatte. Denn beide Entscheidungen erfolgten vor dem Hintergrund intensiver Bürgerproteste, getragen von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Lokalpolitikern und dem Privatsektor, die sich in der Alianza Mar Blava (Balearen) beziehungsweise Save Canarias zusammenschlossen und von zahlreichen internationalen Umweltschutzgruppen unterstützt wurden, darunter OceanCare.

Die Schweizer Meeresschutzorganisation OceanCare und der Natural Resources Defense Council (NRDC) mit Sitz in den USA begrüssen die Entscheidung von Cairn Energy. Beide Organisationen betonen aber, dass die Umsetzung internationaler Beschlüsse in Bezug auf seismische Öl- und Gasexploration unbedingt verbessert werden müsse.

„Viele Staaten drücken bei diesen Aktivitäten beide Augen zu und bahnen der Ölindustrie den Weg zu möglichen Bohrungen, da es hier um sehr grosse Geldsummen geht. Die Gefährdung von Arten und der Meeresumwelt durch den Unterwasserlärm seismischer Luftdruckkanonen wird in keiner Weise angemessen behandelt oder genügend ernst genommen“, kritisiert Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Bei der Suche nach Ölvorkommen im Meeresboden erzeugen diese Luftdruckkanonen alle 10 bis 15 Sekunden Explosionen mit bis zu 260 dB, und das über mehrere Wochen oder sogar Monate.

„Manche Staaten verlangen nicht einmal ordentliche, im Vorhinein durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs). Und das obwohl die Ölindustrie in immer sensiblere Gebiete vordringt, wie die Tiefsee oder sogar in anerkannte Schutzgebiete mit grossem ökologischen Stellenwert. Diese Situation ist nicht haltbar und inakzeptabel“, sagt Michael Jasny, Direktor des Marine Mammal Protection Projects von NRDC. So erteilten beispielsweise die kroatischen Behörden dem Explorationsunternehmen Spectrum die Bewilligung für seismische Explorationen in der Adria ohne vorherige UVP. Die Explorationen begannen im August 2013 und dauerten mehrere Monate. Auch die griechischen Behörden forderten keine UVP vor seismischen Aktivitäten im Hellenischen Graben, einem für Wale wichtigen Tiefsee-Canyon.

Die Initiativen von OceanCare, NRDC und Alianza Mar Blava für den Schutz der Meerestiere vor den Balearen vor dem tödlichen Unterwasserlärm wurden unter anderem von der Kampagnenorganisation AVAAZ unterstützt. Im Sommer 2014 konnten mehr als 150 000 Protestunterschriften an das spanische Umweltministerium übergeben werden. Im Zuge der öffentlichen Begutachtung erhoben 128 000 Personen – davon 117 000 Bewohner der Balearen – schriftlich Einspruch gegen das Projekt von Cairn Energy. Diese Resonanz zeigt den grossen Widerstand der Inselbewohner gegen Ölsuche und Ölförderung in einer der weltweit attraktivsten Tourismusdestinationen.

Die Gefahr ist allerdings noch nicht gebannt. Zwei weitere Ansuchen anderer Unternehmen, vor den Balearen und im Golfe du Lion nach Öl zu suchen, sind hängig. Auch Cairn Energy hat erklärt, weiterhin an der Suche nach Kohlenwasserstoffen im Golfe du Lion und im Golf von Biskaya interessiert zu sein und auch die Gewässer vor Senegal ins Visier zu nehmen. Daher bleibt das Problem bestehen, solange die Entscheidungsträger keine angemessene Regulierung der Aktivitäten der Ölindustrie auf globaler Ebene in die Wege leiten. Die zivilgesellschaftlichen Bewegungen und die lokalen Gemeinden blieben die Hüter der Meere, während gerade in Zeiten des Klimawandels über die Fortsetzung der Suche nach fossilen Brennstoffen diskutiert werden müsse, so Lüber.

Links und weiterführende Informationen

Quelle: OceanCare

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