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Pool Technik

Milena reitet THE WAVE – die stehende Welle in Düsseldorf

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https://youtu.be/Vh1x8w-ZSPQ

Auf der Boot 2017 gab es dieses Jahr eine große Premiere. Die stehende Welle THE WAVE wurde zum Highlight für viele Wasserverrückte in Düsseldorf.

 

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Freediving Technik

Extreme breathholding action while holding a pose – by freediving girl Doris

https://youtu.be/M–0Or-cRFk

Doris: „Hi, das ist ein Trainingsvideo für die hardcore Luftanhalten-Fans. Ich wollte sehen, wie lange ich den Atem beim Sitzen halten kann. Sauerstoffverbrauch ist höher, weil die Muskeln, die für das Sitzen benutzt werden, es verwenden. Ziemlich extrem. Meine Ziel war, 3 Minuten zu erreichen. … Keine Fische hier;) … Hoffe, es gefällt … Bis dann, Doris“

 

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Technik Unterwasser-Videofilmen

ProDRENALIN 2.0: ProDADS neue Version des Bildstabilisierungsprogramms

ProDAD ProDRENALIN

Vor knapp zwei Jahren brachte ProDAD mit ProDRENALIN eine Software auf den Markt, mit der man Filme aus der Action-Cam nachbearbeiten konnte. ProDRENALIN sorgte dafür, dass einige ungewünschte Effekte, die das Filmen mit einer solchen Kamera mit sich bringt, ausgeglichen wurden. Allen voran natürlich die Bildstabilisierung, aber auch der „Fischaugen“-Effekt oder den „Rolling-Shutter“-Ausgleich. Von dieser Software hat ProDAD nun die Version 2.0 herausgebracht, die ich mir im Rahmen eines Testes anschauen durfte.

Der erste Eindruck

ProDrenalin 2.0 - der Bildschirmaufbau wurde geändert und enthält neue Funktionen.
ProDrenalin 2.0 – der Bildschirmaufbau wurde geändert und enthält neue Funktionen.

An der Oberfläche, die sich nach dem Starten von ProDRENALIN zeigt, hat sich einiges geändert, manches ist gleich geblieben. Der Bildschirm, der das Video zeigt, ist immer noch groß in der Mitte, darüber ist die Bearbeitungsleiste angebracht. Noch immer kann man das zu bearbeitende Video auf zwei Arten in das Programm ziehen: Entweder, indem man es auf der Festplatte über den „Durchsuchen“-Button importiert, oder indem man das entsprechende Verzeichnis öffnet und das Video mit der Maus herüberzieht. Der Import verschiedener Videostandards funktioniert reibungslos.

Das Menü in der oberen Leiste wurde umgestellt. An seinem ursprünglichen Platz geblieben ist lediglich die Import-Möglichkeit ganz links, das Menü zur Bildstabilisierung und Kameraauswahl ist komfortabler geworden. Die Liste, in der man aus verschiedenen Action-Cams die eigene aussuchen kann, wurde natürlich entsprechend aktualisiert. Die Einstellungen können auch angepasst werden, zum Beispiel, wenn man zwar das Bild ruhig haben möchte, aber der Fischaugen-Effekt bleiben soll. Oder aber wenn das Modell der eigenen Kamera nicht explizit in der Liste auftaucht, dann kann man ein die Einstellungen für ein anderes Modell nehmen und korrigieren.

Direkt daneben befand sich in der ersten Version das Menü für verschiedene Bildeffekte. Dieses Menü wurde erweitert und ist an den linken Rand gewandert, deswegen dazu später mehr. Stattdessen finden sich Farbverstärker und ein Werkzeug-Menü an der Stelle. Direkt daneben das Feld für die Ansichten gab es schon in der ersten Version.

Neue Funktionen

ProDrenalin 2.0 - Überarbeitete und neue Menüs zum Bearbeiten der Videos.
ProDrenalin 2.0 – Überarbeitete und neue Menüs zum Bearbeiten der Videos.

Wenn man mit der Videobearbeitung beginnt, sieht man gleich die neuen Funktionen, die die Version 2.0 aufzuweisen hat. Beim Einlesen und Verarbeiten des jeweiligen Videos werden jetzt beispielsweise verschiedene Parameter angezeigt, etwa wie stark sich das Bild bewegt und ähnliches. Dann kann man die erste, bearbeitete Version begutachten. ProDRENALIN schafft es auch in dieser Version, aus einem ruckeligen Bild eine flüssige Bewegung zu generieren, die viel angenehmer anzusehen ist. Die Bewegung, die etwa die Kamera auf dem Helm eines Radfahrers macht oder ein Taucher beim Austarieren, wird sehr gut kompensiert. Neuerdings werden ja immer mehr Aufnahmen mit Drohnen gemacht, auch hier eignet sich das Programm zum Ausgleichen von ruckeligen Bewegungen.

Ebenfalls neu hinzugekommen ist eine weitere Ausgleichsfunktion: Wenn man mit einer Kamera eine heftige Bewegung macht, kann es sein, dass das Bild zusätzlich verzerrt wird, weil der Aufnahmesensor der Kamera erschüttert wird. Das zeigt sich als ein elektronisches „Wabbeln“ auf dem Bildschirm. ProDRENALIN 2.0 kann auch dieses „Wabbeln“ ausgleichen.

Betrachten wir die neuen Menüs: Links neben dem Videobild gibt es ein Vorlagenverzeichnis, mit dem man verschiedene Effekte auf den Film anwenden kann. Der bekannte „Alte-Film“-Effekt, mit dem das Bild in Schwarz-Weiß umgerechnet wird, gehört genauso dazu wie verschiedene Filmlooks, das Bild kann wärmer oder kälter gemacht werden, in eine Nacht-Aufnahme umgerechnet werden… und so weiter. Ich habe mit ein paar Möglichkeiten rumgespielt und es ist wirklich beeindruckend. Man kann sehr viel machen, damit das Bild heller, freundlicher oder einfach anders wirkt. Natürlich gibt es auch eine Reset-Möglichkeit, falls einem der Effekt dann doch nicht zusagt.

Rechts neben dem Videobild befindet sich das Menü für die Clipeinstellungen. Ein solches Menü hatte die erste Version auch schon, allerdings ist es gründlich überarbeitet und erweitert worden. Was einem als erstes auffällt, ist das Histogramm über dem eigentlichen Menü, das für das aktuelle Bild angezeigt wird. Im Menü kann man Farbeinstellungen verändern, und zwar im Feinbereich. Die Bedienung erfolgt dabei über Regler, und mit der enstprechenden Einstellung des Videobilds sieht man die Änderungen sofort.

Der geteilte Bildschirm erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Video.
Der geteilte Bildschirm erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Video.

Unter dem Videobild findet sich in der neuen Version ein Storyboard. Hier kann man mehrere Videos zu einem „Rohschnitt“ zusammenfassen und dann im eigentlichen Schnittprogramm weiter bearbeiten. Dazu kommt eine weitere, neue Funktion: Wenn man von einem Video nur eine Szene oder einen Ausschnitt bearbeiten möchte, kann man dieses direkt in ProDRENALIN zuschneiden. Damit vermeidet man, das ganze Video neu berechnen zu lassen, obwohl man eigentlich nur einen Teil davon braucht.

Nicht nur der Export in ein Schnittprogramm ist möglich, auch das direkte Hochladen zu YouTube. Länger geworden ist zudem die Liste an Formaten, die das Programm verarbeiten und ausgeben kann.

Und noch eine neue Funktion: Der Snapshot. Man kann das aktuelle Videobild, das auf dem Monitor angezeigt wird, per Mausklick als Standbild abspeichern.

Der Praxistest

Zuallererst ein Hinweis: Zu diesem Test wird es noch ein Video geben, denn bewegte Bilder sieht man nun mal besser in bewegten Bildern. Bis dahin muss der geneigte Leser mein Wort dafür nehmen. Mein Testvideo entstand bei einem Schnorchelausflug in Griechenland. Es ist oben in den Bildschirmaufnahmen zu sehen. Das Original ist insgesamt unruhig von der Kameraführung her und hat ein paar heftige Bewegungen drin, da ich die Kamera in der Hand gehalten habe, anstatt sie irgendwo zu montieren. Als Schnorchler hat man da ja auch den Nachteil gegenüber den Gerätetauchern, dass man kaum etwas am Körper trägt, wo man eine solche Kamera montieren kann.

Der Einstieg in ProDRENALIN ist noch genauso intuitiv und einfach wie mit Version 1.0: Das Video aus dem Verzeichnis ins Programm ziehen, dann die Kamera auswählen, auf Stabilisierung klicken – und schon ist ein Großteil der Arbeit getan. Mit Hilfe der Funktion „Horizontal / Vertikal vergleichen“ kann der Bildschirm aufgeteilt werden, auf einer Seite sieht man das Video im Original, auf der anderen die korrigierte Version. Wie schon bei der ersten Version rechnet auch die neue das Video in ein Bild mit flüssigen Bewegungen um. Mit Hilfe der Effekte ließ sich das Aussehen noch etwas verändern, etwa dort, wo Farbe fehlte oder um die Tagaufnahme in eine Nachtaufnahme umzuwandeln. Allein damit hat man beim Schnitt schon einiges in der Hand.

Für die Nachbearbeitung von Bildfehlern habe ich mir dann ein anderes Video hergenommen, das in einem Pool aufgenommen wurde. In dieser Aufnahme, die eine am Boden des Pools befestigte Schatztruhe zeigt, waren die oben angesprochenen „Wabbler“ zu sehen. Um solche Bildfehler auszugleichen, muss man die Empfindlichkeit der Korrektur hochsetzen. Das Ausgleichen des Videos dauert entsprechend länger und leider kann ich das hier nicht in einem Bild darstellen, aber die Wabbler wurden entfernt.

Etwas anderes kann ich aber zeigen. Hier ein Originalbild aus dem beschriebenen Videoclip:

Das Bild wirkt kalt und blass, hervorgerufen durch mehrere Faktoren: Die blaue Umgebungsfarbe, der Pool, der an dieser stelle knapp 3 Meter tief ist und der Umstand, dass nur durch eine seitliche Öffnung von rechts Tageslicht hereingekommen ist, der ganze Bereich sich aber unter einem Dach befand. Ich habe die Farbtemperatur des Videos nachjustiert, und das Ergebnis sieht schon viel besser aus:

Man hätte das Bild noch mehr bearbeiten können, ich wollte allerdings nur mal einen Eindruck davon zeigen, was hier einstellbar ist. Mit Hilfe der Regler kann man für jedes Video sehr genaue Feineinstellungen vornehmen bis hin zum Licht und zu einzelnen Farbkanälen.

Fazit

Software muss sich weiter entwickeln, sonst passt sie bald nicht mehr zum Stand der Technik. Im Fall von ProDRENALIN wurde aber mehr getan, nicht nur weiter entwickelt, sondern die Funktionen im Ganzen sinnvoll erweitert. ProDRENALIN 2.0 ist daher für jeden, der mit Action-Cams filmt, sei es im Wasser (Taucher, Segler), an Land (Radfahrer, Motocross) oder in der Luft (Drohnen, Flieger) ein sehr gutes Hilfsmittel, um ein stabiles, von Bildfehlern befreites und farbmäßig angepasstes Video zu erhalten, das er entweder direkt auf YouTube hochladen oder im eigenen Videobearbeitungsprogramm weiterverarbeiten kann.

 

ProDRENALIN 2.0 gibt es derzeit mit einem Einführungsbonus von minus 20 % gegenüber dem regulären Preise bei ProDAD.

Mehr Informationen auf der Produktseite bei ProDAD.

 

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Produkteigenbeschreibung von ProDAD: Erleben Sie Ihre Action-Cam-Aufnahmen jetzt mit dynamischen Farben, knackigen Kontrasten und gleichzeitig perfekt stabilisiert! Außerdem neu in ProDRENALIN V2 Plus: Die bislang unerreichte Geschwindigkeit und Effizienz in der Korrektur von Verwacklungen, Verzerrungen sowie Rolling Shutter-Effekten. Darüber hinaus korrigiert ProDRENALIN V2 Plus erstmals auch das besonders störende Wobble/Wabbeln, verursacht durch Erschütterungen des CMOS-Sensors der Kamera.

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Technik Unterwasser-Videofilmen

Dehnen und Raffen: ProDAD ReSpeedr für Zeitlupe und Zeitraffer in Videos

Bei vielen Sportarten sind die kleinen Actioncams nicht mehr wegzudenken und trotz ihrer geringen Größe leisten sie Großartiges beim Aufnehmen. Doch gerade diese Kameras müssen einfach zu bedienen sein. Ihre Benutzer sind in Situationen, etwa beim Sport, wo ein einfacher Knopfdruck ausreichen muss, damit das Gerät losfilmt. Die Bilder aufzubereiten, das geschieht dann zu Hause beim Schnitt. Oft hat man dann Ausschnitte, die man gern mit einer Zeitlupe versehen würde, um Bewegungen besser sehen zu können. Zwar sind die meisten Schnittprogramme mit einer Zeitlupenfunktion ausgestattet, diese ist aber recht einfach gehalten und stößt ziemlich bald an ihre Grenzen. Von ProDAD (die bereits mit ProDRENALIN eine nützliche Software für Actioncam-Besitzer auf den Markt gebracht haben) gibt es da eine Lösung: ReSpeedr.

Schneller oder langsamer – ganz nach belieben, selbstverständlich

ReSpeedr ist eine Software für Windows, mit der man Zeitlupen und Zeitraffer von Digitalvideos erstellen kann. Dabei ist es nicht nötig, den Clip vorher irgendwie zu bearbeiten, zum Beispiel zu kürzen. Will man aus einem Clip nur ein begrenztes Stück als Zeitlupe oder Zeitraffer, kann man dieses in ReSpeedr selbst definieren. Schauen wir es uns mal genauer an.

Die Oberfläche von ReSpeedr ist sehr aufgeräumt, geradezu spartanisch. Aber mehr braucht es auch nicht. Das Programm hat zwei Hauptfunktionen, und die sind damit abgedeckt. Sehr angenehm ist mir aufgefallen, dass die Handhabung extrem intuitiv ist. Wer schon einmal mit einem Videoschnittprogramm gearbeitet hat, dürfte keine Probleme haben, sich in die Funktionen dieses Programms einzuarbeiten. Alles wird einem so einfach wie möglich gemacht, sogar der Start: Auf dem roten Balken steht, dass man einfach ein Video in den schwarzen Bereich ziehen kann, um anzufangen. Und genau so geht’s. Video im entsprechenden Verzeichnis mit dem Cursor „aufnehmen“, in ReSpeedr ziehen, fertig. Jetzt kann es bearbeitet werden.

Die Kopfzeile zeigt: Es gibt exakt zwei Tabs für die Funktionen, einen für die Bearbeitung des Clips und einen für das Exportieren. Die Bearbeitungsleiste zeigt die verschiedenen Einstellmöglichkeiten. Wie man an der rechten Seite sieht, verfügt ReSpeedr sogar über die Möglichkeit, das Video zu stabilisieren, damit der Bildablauf noch ruhiger ist.

Für die Zwischenbilder, die bei einer Zeitlupe eingefügt werden müssen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder werden die Einzelbilder überblendet, was etwas ruckhaft wirken kann, oder das Programm berechnet einen „Optical-Flow“, also einen Bewegungsablauf.

Unter dem eigentlichen Video befinden sich zwei Leisten: Die obere schwarze ist für die Marker. Hier kann man den Ausschnitt aus dem Clip auswählen, der bearbeitet werden soll. Der rote Strich zeigt an, an welcher Stelle des Videos man sich gerade befindet. Wenn man auf Play drückt, wird der ausgewählte Bereich abgespielt. So kann man sicher gehen, dass man alles gewählt hat, was man wählen wollte.

Die untere Leiste ist für die eigentliche Regulierung der Geschwindigkeit des Videos. Durch verschieben der bunten Leiste nach links (langsamer) oder nach rechts (schneller) wird das Video entweder in Zeitlupe oder in Zeitraffer umgerechnet. In beide Richtungen ist eine Änderung des Geschwindigkeitsfaktors bis zu maximal 50 (!) möglich. Schiebt man den Regler ganz nach links, werden also aus einer Sekunde 50 Sekunden, schiebt man ihn ganz nach rechts, werden aus 50 Sekunden eine Sekunde. Das ganze ist dabei nicht stufenlos möglich, da es gerade bei hoher Verzögerung oder Beschleunigung keinen nennenswerten Unterschied macht, ob das nun um den Faktor 41 oder 42 geschah. Zwischen Faktor 1 und 9 gibt es 1er-Schritte, dann kommen 11, 15, 20, 29, 37 und 50.

Über „Play“ kann man sich das Ergebnis in einer Vorschau ansehen, allerdings in einer anderen Qualität. Will man wissen, wie der Clip am Schluss herauskommt, gibt es den blauen Knopf über den zwei Leisten. Der Clip wird berechnet und auf einem externen Player angezeigt, ist aber nur im temporären Speicher vorhanden.

Während der Vorschau auf dem Bildschirm werden einem verschiedene Werte angezeigt, unter anderem, mit welcher Bildrate das Video gerade läuft.

Der letzte Schritt ist dann das tatsächliche Berechnen, das je nach Länge des Clips unterschiedlich Zeit benötigt. Und diese Zeit ist natürlich auch davon abhängig, in welcher Qualität man das Video abspeichern möchte.

Sobald die Berechnung beendet ist, wird ein Button angezeigt, mit dem man sich das Ergebnis in einem externen Player anschauen kann. Die Dateien können im MPEG-4- oder im QuickTime-Format abgespeichert werden.

ReSpeedr erstellt also Zeitlupen nicht einfach, indem Bilder verdoppelt werden oder Zeitraffer, indem Bilder rausgelöscht werden, die Bewegung, die gerade auf dem Bildschirm stattfindet, wird nachvollzogen und umgerechnet.

Die Grenzen von ReSpeedr

Die Grenzen von ReSpeedr sind recht einfach ausgemacht: Es handelt sich um das Ausgangsmaterial. Wenn das Video in einer zu niedrigen Bildrate abgespeichert wurde oder sich Unschärfen eingeschlichen haben, kann ReSpeedr das natürlich nicht immer ausgleichen. Deswegen sollte man sich angewöhnen, Videos mit einer Bildrate von mindestens 50 fps oder mehr aufzuzeichnen (ProDAD empfiehlt mindestens 30 fps), je nachdem was die eigene Kamera leisten kann. Je höher die Bildrate des Ausgangsmaterials ist, desto mehr kann man die Bewegung verzögern.

Der Test: Zeitlupe

Die Bilder, die man oben sieht, stammen aus einem Video mit Kunstspringern. Obwohl die Springerin sehr weit weg ist und das Video nur mit 24 fps aufgenommen wurde, hat ReSpeedr seine Aufgabe sehr gut gelöst. Ich habe verschiedene Videos ausprobiert, bei denen die Qualität sehr unterschiedlich war, teils von der Aufnahme her, teils vom verwendeten Material. Auch bei dem schlechteren Ausgangsmaterial hat ReSpeedr immer noch brauchbare Clips berechnet. Man muss zwar natürlich Abzüge beim Bild machen (wenn das Ausgangsmaterial unscharf ist, weil die Bewegung für die Kamera zu schnell ist, zeigen sich in der Zeitlupe teilweise kurze Randunschärfen) und man kann die höchstmögliche Zeitlupe nicht ausreizen, aber die Qualität ist immer noch gut. Selbst beim Extremtest, einem Unterwasservideo aus dem Jahr 1994, das analog mit Video 8 aufgenommen und später digitalisiert wurde, machte ReSpeedr noch eine ordentliche Zeitlupe. Teilweise ergab sich durch die Berechnung der Verzögerung ein recht interessanter Bewegungseffekt, der etwas unreal wirkte, aber auch reizvoll war.

Wann immer das Ausgangsmaterial die entsprechenden Bedingungen hatte, die moderne Kameras haben, war die Zeitlupe klar und man konnte die Bewegungsdetails sehen.

Der andere Test: Zeitraffer

Für ein Video, das ich kürzlich produzierte, brauchte ich noch einen Gag. Es ging um eine Fahrt durch einen so genannten „Darkride“, also eine Fahrattraktion in einem Vergnügungspark innerhalb eines Gebäudes. Ich wollte das Video nicht einfach so laufen lassen, denn erstens war die Fahrt mehrere Minuten lang und zweitens sollen die Zuschauer nicht alles genau sehen, wenn jemand die Attraktion zum ersten Mal fährt, soll er ja auch noch überrascht werden. Da kam mir der Gedanke, den Zeitraffer mal auszuprobieren. Durch ReSpeedr wurden aus mehreren Minuten Fahrt insgesamt 20 Sekunden.

Dabei wurde der große Vorteil von ReSpeedr deutlich. Ich habe eine Kamera, die Zeitrafferaufnahmen machen kann. Doch die macht alle paar Sekunden (abhängig von der Einstellung) exakt 1 Bild. Wenn man sich den Zeitraffer dann anschaut, wirken Bewegungen im Video sehr ruckelig, ähnlich einem Daumenkino. Das Video von ReSpeedr hat eine sehr flüssige Bewegung, es wirkt gerade zu so, als würde man mit hoher Geschwindigkeit durch den Darkride gleiten.

Und es gibt noch einen zweiten Vorteil: Das Video, das ich mit der Kamera mit Zeitraffer aufgenommen habe, bleibt ein Zeitraffervideo. Ich kann mir nicht Teile davon in Normalgeschwindigkeit ansehen. Wenn das Video aber erst im Nachhinein bearbeitet wird, habe ich viel mehr Möglichkeiten, was ich letztlich mache, ich kann Teile in Normalgeschwindigkeit laufen lassen und andere Teile in Zeitraffer.

Das Fazit

ProDAD hat seiner breiten Palette an Videobearbeitungsprogrammen (unter anderem Adorage, Heroglyph, ProDRENALIN oder Mercalli) ein weiteres hervorragendes Produkt zu einem guten Preis hinzugefügt. Hier kann man seine Videos ziemlich einfach mit detailreichen Zeitlupen und flüssigen Zeitraffern aufbessern. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielfältig. Gerade die Zeitlupe kann durch die Stabilisierungsfunktion auch dazu verwendet werden, Videos vom letzten Tauchgang ruhiger in der Bewegung zu machen, indem man sie verlangsamt und das Bild stabilisiert. Oder man kann die Bewegungen von Unterwasserbewohnern genauer heraustellen.

Oder… oder… oder…

Videos mit direkten Beispielen, wie Zeitlupen und Zeitraffer von ReSpeedr herauskommen, gibt es auf der Website von ProDAD hier. Dort kann man sich auch eine Testversion herunterladen und das Programm mal ausprobieren.

 

 

 

 

 

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Technik Unterwasser-Videofilmen

Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus!

In der Sekunde, da dieser Beitrag auf dem Blog erscheint, ist unser Wettbewerb um drei Softwarelizenzen des Programms „ProDrenalin“ zu Ende gegangen. Sollten jetzt noch Mails auf unserer Gewinnspiel-Adresse eingehen, werden diese umgehend gelöscht. Einsendeschluss ist Einsendeschluss und es wäre unfair denjenigen Mitspielern gegenüber, die uns rechtzeitig geschrieben haben.

Im Verlauf der nächsten Woche werden wir die Gewinner ermitteln und mit ihnen Kontakt aufnehmen. Weiteres folgt dann in einem neuen Beitrag.

Auf jeden Fall schon mal danke für die  zahlreiche Teilnahme!

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Ausrüstung Technik Unterwasser-Videofilmen

FFD: ProDrenalin im Test – mit Gewinnpiel [Video]

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http://youtu.be/Fj7Wmjf19Uc

ActionCams sind klein und handlich und ihre Bauart und Verwendung bedingt, dass sich ein paar Widrigkeiten zeigen: Der Fischaugen-Effekt, das Bild ist unruhig und es tauchen Unschärfen auf. ProDAD hat dafür eine Software entwickelt: ProDrenalin, das diese Effekte ausgleichen kann und noch mehr.
Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem drei Software-Lizenzen für ProDrenalin verlost werden.
Mehr über ProDrenalin erfährt man hier: www.actioncamtools.de
Zum Gewinnspiel geht es hier: http://www.flatflutedivers.de/gewinnspiel/

Direkter Link zum Video hier!

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ProDRENALIN: ActionCam-Filme entzerren auf die einfache Art – Software zu gewinnen

Wir stellen die Software „ProDRENALIN“ vor und verlosen drei Vollversionen davon

Bild: Rollei
Bild: Rollei

Am Anfang war das schwere Riesengerät: Wer Unterwasserfilme erstellen wollte, musste sich mit einer schweren Ausrüstung herumschlagen, die in mehrfach verschraubten wasserdichten Behältern untergebracht war, die eine eigene Tarierung brauchten. Doch so wie die Videokameras kleiner wurden, wurde auch die Aussrüstung kleiner. Schließlich traten die so genannten „ActionCams“ auf den Plan, kleinste Videokameras, die mühelos zum Tauchen mitgenommen werden können, aber auch beim Radfahren auf dem Helm oder beim Surfen aufs Board montiert werden können. Die GoPro Hero ist hier sicherlich ein Vorreiter der Reihe, mittlerweile sind auch andere Hersteller nachgezogen. Und die Aufnahmequalität steht denen der größeren Kameras in nichts nach.

Doch bedingt durch die Größe der Kamera und ihrem Einsatzgebiet ergaben sich ein paar Probleme, die auf den Filmen zu sehen waren: das Bild ist verzerrt, es ist verwackelt und es gibt kleine Bildfehler. Leider lassen sich diese Dinge nicht immer vermeiden. Aber dafür gibt es jetzt eine Lösung: die Software ProDRENALIN von ProDAD.

ProDAD ProDRENALINDas „Fischaugen-Problem“
Filme, die mit einer ActionCam aufgenommen worden, sind perspektivisch verzerrt. Das kommt daher, dass das Objektiv recht klein ist, aber einen relativ großen Winkel im Bild erfasst. Der Effekt, der zustande kommt, wird auch „Fischaugen-Effekt“ genannt, weil Fische mit ihren Augen einen sehr großen Radius wahrnehmen. Dadurch wirken eigentlich gerade Linien mehr oder weniger stark gekrümmt. ProDRENALIN entfernt diesen Effekt und macht den Bildausschnitt wieder gerade.

Das „Geschüttelt, nicht gerührt“-Problem
Der Name „ActionCam“ sagt es eigentlich schon: Die Kamera wird dort benutzt, wo „Action“ ist. Zum Beispiel montieren sich Mountainbiker die Kamera gern oben auf ihrem Helm und filmen auf diese Weise spektakuläre Strecken. Allerdings wird auch jeder Schlag vom Boden und jede plötzliche Bewegung auf die Kamera übertragen, was das Bild sehr unruhig macht. ProDRENALIN gleich das Bild aus und macht die Kamerafahrt ruhiger.

Rauschunterdrückung und noch mehr
Mit „Fischauge“ und dem „Entschüttler“ sind schon mal zwei große Probleme erledigt, aber ProDRENALIN kann noch mehr: Bildrauschen oder „Rolling Shutter“ können entfernt werden, außerdem kann nachträglich Helligkeit, Farbtemperatur und Weißabgleich korrigieren.

Die Korrekturvorgänge sind dabei weitgehend automatisiert. Dazu gibt es im Programm verschiedene Profile von unterschiedlichen ActionCams, wobei das Augenmerk eindeutig auf der GoPro Hero liegt. Wie einfach ProDRENALIN zu bedienen ist und wie die Videos am Ende herauskommen, kann man hier auf YouTube nachschauen.

Und mit nicht ganz 50 Euro kann ProDRENALIN auch beim Preis Punkte sammeln. Das Programm kann sofort auf der ActionCam-Webseite von ProDAD heruntergeladen werden, natürlich auch als Demoversion zum Ausprobieren. Und wer Gefallen an dem Programm findet, der findet vielleicht diese Verlosung ganz interessant:

 

Wir verlosen drei Vollversionen von „ProDRENALIN“

Anlässlich des Neustarts der FlatFluteDivers im November und des Release von ProDRENALIN verlosen wir drei Vollversionen der Software. Dafür muss nur die Gewinnspielfrage beantwortet werden:

Was für ein Tier ist das Maskottchen der „Flat Flute Divers“ und wie heißt es mit Namen?

Kleiner Tipp: In der Einleitung des Blogs stellt das Tier sich selbst vor, nennt seinen Namen und seine Spezies. Schickt die Lösung in einer eMail mit dem Betreff „ProDRENALIN Verlosung“ bis zum 31. Oktober 2014 an
verlosung@flatflutedivers.de.
In dieser Mail brauchen wir weiter keine Angaben, im Falle eines Gewinnes werden wir Euch über die Absender-eMail kontaktieren.

Teilnahmebedingungen

Veranstalter des Gewinnspiels ist das Blog „Flat Flute Divers„. Teilnehmen darf jeder Leser dieses Blogs ab 18 Jahren. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter des „Phantastischen Projekts“ einschließlich aller zum Projekt gehörenden Teile und Webseiten.

Die Lösung kann ab sofort an verlosung@flatflutedivers.de geschickt werden. Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2014 um 0.00 Uhr. Einsendungen, die später eintreffen, werden bei der Verlosung nicht berücksichtigt. Bei mehr als drei richtigen Einsendungen entscheidet das Los, einen Anspruch auf einen Gewinn gibt es nicht. Zur Gewinnspielteilnahme ist nur die Einsendung der Teilname-Mail notwendig, ein gleichzeitiges Abonnement unseres Newsletters oder eine Bestellung über eine der Werbeanzeigen unserer Webseite beeinflusst die Gewinnchance nicht.

Verlost werden drei Software-Lizenzen für das Programm „ProDRENALIN“, das in obigem Artikel beschrieben ist. Mit dieser Lizenzen kann der Gewinner das Programm, das er bei ProDAD heruntergeladen hat, zur uneingeschränkten Nutzung freischalten. Für die Lizenz gelten bezüglich Ausführung, Laufzeit und ähnlichem die Bedingungen von ProDAD. Die Gewinner erhalten den Lizenzschlüssel per eMail auf die Adresse geschickt, die in ihrer Teilnehmer-Mail als Absender angegeben ist.

Die Verlosung findet in der Woche nach dem 3. November 2014 statt. Die Gewinner werden per eMail benachrichtigt. Eine Benachrichtigung der Nicht-Gewinner findet nicht statt.

Datenschutz: Für die Teilnahme am Gewinnspiel wird lediglich die Teilnahme-eMail gespeichert, und zwar so lange, bis die Verlosung stattgefunden hat. Danach werden sämtlich Mails wieder gelöscht. Die Angabe eines Namens ist in der Teilnehmer-eMail selbst noch nicht nötig. Die Daten, die wir durch das Gewinnspiel erhalten, werden nicht für Werbezwecke verwendet und nicht weitergegeben. Entsprechend bestätigen wir den Erhalt der Teilnahme-eMail auch nicht.

Wir übernehmen keine Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Einsendung per eMail, da Daten auch verloren gehen können. Die Verlosung findet nur unter den Mails statt, die uns bis zum 31. Oktober 2014 vorliegen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Da wir nach Abschluss der Verlosung einen weiteren Artikel veröffentlichen möchten, werden wir in der Gewinnmail nachfragen, ob und wenn ja, in welcher Form wir einen Namen veröffentlichen dürfen. Dabei sind vollständige Namensnennung („Hans Müller aus Maierhofen“), Abkürzungen („Hans M. aus Maierhofen“) oder Anonymisierungen („Ein Taucher aus Maierhofen“) möglich.

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Kontaktlinsen – die freie Sicht genießen

Vor allem Kontaktlinsenträger leiden oftmals unter trockenen Augen und Lidrandreizungen.  Foto: djd/thx/Optima
Vor allem Kontaktlinsenträger leiden oftmals unter trockenen Augen und Lidrandreizungen. Foto: djd / thx / Optima

Bei Irritationen nicht tropfen, sondern fetten

(djd/pt). Immer mehr Menschen tendieren dazu, ihre Brille durch Kontaktlinsen zu ersetzen. Das ist nur allzu verständlich, denn oft stört die Brille beim Sport, drückt auf der Nase oder wird verlegt. Kontaktlinsen schwimmen auf einem Tränenfilm direkt auf der Hornhaut und passen sich den Augenbewegungen an. Sie sind leicht einzusetzen, fallen kaum auf und beschlagen nicht, was gerade beim Sport sehr vorteilhaft sein kann.

Kontaktlinsen vom Fachmann

Kontaktlinsen sollten fachmännisch angepasst werden – andernfalls könnten sich diese beim Tragen unangenehm anfühlen oder das Auge auf Dauer sogar schädigen. Wer sich für den Erwerb von Kontaktlinsen entschieden hat, sollte sich daher beim Optiker beraten und die Augen ausmessen lassen. Das Ausprobieren von Probelinsen entscheidet darüber, ob der Träger gut mit den neuen Sehhilfen zurechtkommt und die verwendeten Pflegemittel verträgt. Trotz ihrer leichten Handhabung und guten Verträglichkeit stellen die Kontaktlinsen für die Augen einen Fremdkörper dar. Zu langes Tragen kann die Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff stören. Regelrechte Ausschlusskriterien für das Tragen von Kontaktlinsen waren in der Vergangenheit oftmals trockene Augen und entzündete Lidränder.

Auf die Pflege kommt es an

Neuere Studien haben gezeigt, dass im Tränenfilm von Kontaktlinsenträgern häufig eine zu geringe Menge an Fetten, sogenannten Lipiden, enthalten ist. Diese fehlenden Fette lassen sich mittels liposomaler Augensprays wie etwa Lipo Nit zuführen und können so den Tränenfilm stabilisieren und schützen. Für Menschen, die unter Lidrandentzündungen leiden, hat es sich bewährt, täglich eine gezielte Lidrandpflege durchzuführen. Entzündungen werden gelindert oder entstehen erst gar nicht. Das erhöht den Tragekomfort der Kontaktlinsen. Für eine professionelle Lidrandhygiene empfehlen sich Produkte ohne Tenside, wie etwa Lipo Nit Lidpflege, die exklusiv beim Augenoptiker erhältlich ist. Unter www.liponit.de gibt es nähere Informationen.

Augen brauchen Fett

Am inneren Rand des Augenlids befinden sich sogenannte Meibom-Drüsen, welche die Fettschicht (Lipidschicht) des Tränenfilms produzieren. Das ölige Sekret wird bei jedem Lidschlag auf der Augenoberfläche verteilt und verzögert die Verdunstung des Tränenfilms. Wenn die Funktion dieser Drüsen durch eine Verstopfung gestört ist, kann nicht genügend ölige Substanz auf den Tränenfilm gelangen – er verdunstet zu schnell. Das Auge fühlt sich trocken an. Eine Verstopfung der Drüsen kann zu einer Lidrandentzündung führen.

In einem weiteren Artikel wollen wir auf das Tauchen mit Kontaktlinsen eingehen.

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang

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Ausrüstung Technik

Die Probleme der Erstanschaffung eines Trockentauchanzuges

Heute möchte ich keinen Vortrag über die Bauweise, Funktion oder etwagige Gefahren eines Trockentauchanzuges referieren, sondern über unsere Entscheidungsfindung zu unseren Anzügen.

Thorsten und ich hatten nach unserem Ägypten Urlaub beschlossen, den Rescue Diver so bald wie möglich in Angriff zu nehmen. Vorteil ist, dass wir einen großen Teil der Übungen auch im Schwimmbad absolvieren konnten, das kam uns gelegen, denn eigentlich hatten wir vor, das Thema Trockentauchen auf das kommende Jahr zu verschieben.

Aber – wie der ein oder andere Leser es vielleicht schon bemerkt haben dürfte… es kommt bei uns doch immer anders als wir es eigentlich geplant haben.

Und so auch hier. In der theoretischen Vorbesprechung einigten wir uns darauf, im April 2010 ins Freiwasser nach Horka zu gehen, um dort den Kurs zum Abschluss zu bringen, mit den noch fehlenden Skills und der Prüfung. Wir bildeten uns ein, dass es im April schon wieder möglich war, im Nassanzug tauchen zu gehen.

Trotzdem überlegten wir, ob wir nicht doch schon mal Ausschau nach einem Trocki halten sollten. Dabei kam uns eins zu Gute: Unser Tauchlehrer verfügt über einen Freund, der hin und wieder günstige Angebote für Trockis bekommt. Da wir es ja nicht eilig hatten, nahmen wir uns einen Tag vor Silvester vor, dem Herrn mal einen Besuch abzustatten, uns kundig zu machen und ihm den Auftrag zu erteilen, die Augen für uns offen zu halten.

Der Taucher, der sich zum ersten Mal mit dem Gedanken trägt, einen Trockentauchanzug anzuschaffen, sieht sich im allgemeinen mehreren Problemen gegenüber gestellt.

1. Der Trockentauchanzug ist eine teure Angelegenheit.

2. Welche ART nimmt man denn am Besten? Es gibt grob gesagt zwei Ausführungen: Crash Neopren und Trilaminat/Cordura.

3. Reißverschluss auf dem Rücken oder eher Frontreißverschluss?

Das sind nur drei kleinere Probleme. Das eigentliche Problem liegt hier: Wenn man vernünftigerweise beschließt, auch noch einen Trockentauchanzuglehrgang zu belegen, dann steht bei den meisten Tauchschulen: Kurs im EIGENEN Anzug. Aber wie soll man sich denn für einen entscheiden, wenn man ihn nicht ausprobieren kann? Denn hier liegt das nächste Problem: Die allermeisten Menschen werden nicht in einen Anzug „von der Stange“ passen. Irgendetwas muss meistens geändert werden, entweder sind die Halsmanschetten zu eng oder zu weit oder die Stiefel haben nicht die richtige Größe. Das erklärt vermutlich auch, warum Tauchschulen selber keine große „Leihausrüstung“ haben… das A und O des Trockis ist der richtige Sitz!

Von diesen und ähnlichen Sorgen geplagt machten sich Thorsten und ich also vor Silvester auf, um dem kleinen Laden einen Besuch abzustatten. Da der Besitzer des Ladens auch noch Neoprenschneider ist, brachten wir auch gleich noch was zum Reparieren mit.

Wir wurden sehr herzlich empfangen. Nachdem wir unsere Sachen zur Reparatur abgegeben hatten weihten wir den Besitzer in unser Anliegen ein. Leider konnte er uns aber auch nicht sagen, ob Crash Neopren oder Trilaminat, er meinte, das sei Geschmackssache. Crash Neopren hat natürlich den Vorteil, dass es besser isoliert gegen die Kälte als Trilaminat… dafür hat der Anzug aber mehr Auftrieb. Trilaminat erlaubt mehr Bewegunsfreiheit, doch man braucht dickere Unterzieher, die einen auch wieder einschränken können.

Da war guter Rat teuer. Ich entschied mich, aus meinem Bauchgefühl zu entscheiden. Zufällig hatte der Besitzer einen Trocki in meiner Größe da, Crash Neopren. Ich zog ihn also an. Zuerst einmal fiel mir auf, dass es mich enorme Kraft kostete, den Anzug überhaupt hochzuziehen. Abgesehen davon, dass die Halsmanschette derart eng war, dass ich befürchten musste, stranguliert zu werden, passte mir der Anzug vom Prinzip her schon. Er hatte einen Rückenreißverschluss. Doch was war das? Als der Reißverschluss zugezogen wurde hatte ich plötzlich den Eindruck, dass es mir beidseitig die Arme von selber in Waagerechte zog, so wie der Reißverschluß am Rücken waagerecht verläuft. Das paßte mir nicht. Ich kam mir vor wie in einem Uboot.

Ich zog einen Trilaminat an. Der war mir zwar ein paar Nummern zu groß, aber schon beim Anziehen hatte ich ein besseres Gefühl. Wenn man in dem Anzug steckt, dann fühlte sich das gut an. Wie gesagt, er war natürlich zu groß, und das machte den Einstieg einfach, aber ich konnte sofort bestätigen, dass die Bewegungsfreiheit besser war.

Für mich war die Entscheidung hiermit gefallen. Ich wollte einen Trilaminat. Ich sagte dem Besitzer Bescheid, Thorsten hatte bis dahin nur den Trilaminat probiert (der Neopren war zu klein), und enthielt sich vorerst mal.

Aber wir hätten ja noch genug Zeit… dachten wir jedenfalls.

Der Rescue Diver ging zügig voran, und siehe da, der April kam immer näher. In Deutschland war es immer noch schmuddelig, kalt, es schneite sogar noch.

Thorsten: Ja, auf der Webseite vom Tauchsee Horka wurde sogar erst kurz vor Ostern jubelnd verkündet, dass der See „JETZT“ endlich eisfrei sei. Und das Prädikat „eisfrei“ sagte ja lediglich aus, dass es nicht mehr kalt genug war zum Gefrieren. Trotzdem war das Wasser mit Sicherheit immer noch ARSCHKALT!

So langsam kamen uns die Bedenken, was das Nasstauchen in Horka anging. Ein Tauchgang wäre möglich, aber 2 oder gar 3 am Tag? Nie im Leben würden wir es schaffen, in die eiskalten, nicht trocken gewordenen Anzüge zu steigen!

Da fällt mir immer wieder der eine Divemaster aus Ägypten ein, der bei 30 ° Luft- und 25 ° Wassertemperatur im Roten Meer beim täglichen zweiten Tauchgang beim Anziehen des Neos immer jammerte, das sei ja sooooooooo kalt. Junge, komm mal nach Deutschland – DAS ist KALT!

Eben! Alles Softeggs in Ägypten!

Ich unterhielt mich mit Thorsten. Leider hatte sich der Neoprenschneider noch nicht gemeldet, offenbar hatte er gerade nichts Günstiges da. Verflixt. Dabei hatten wir den Anzug so nötig. Je näher der Zeitpunkt der Abreise kam, desto schwärzer sahen wir. Schließlich einigten wir uns darauf, einem Tauchshop in der Nähe einen Besuch abzustatten, der von sich behauptete, Trockis zu verleihen. Mit ein klein bisschen Glück könnte uns ein Anzug irgendwie passen, Hauptsache Horka war gerettet.

Das Glück hat uns in dem Punkt allerdings sehr schnell verlassen – der Laden, der sich sogar als „Trockentauchcenter“ bezeichnet hatte, schien auf einmal nicht mehr zu existieren. Damit war guter Rat teuer.

Und dann kam es wieder. Das sprichwörtliche Glück.

Zwei Wochen bevor wir abreisen sollten, rief unser Neoprenschneider an. Er hätte Anzüge zum Probieren da. Innerhalb kürzester Zeit rasten Thorsten und ich förmlich zu ihm. Unterwegs berichtete mir Thorsten, dass es sich allerdings um Crash Neopren Anzüge handeln würde. Das trübte meine Hochstimmung zwar etwas, aber ich dachte mir – ehrlich gesagt – scheißegal. Hauptsache, Horka findet statt.

Wir betraten die Schneiderei. Und – bevor unser Schneider überhaupt etwas sagen konnte, fiel mein Blick auf einen Karton. Da lag er. MEIN Trocki. Davon war ich überzeugt. Ein abschätzender Blick sagte mir: Der passt. Und: Es war ein TRILAMINAT. Ich griff zu dem Trocki und stieg hinein. Er passte. Gut – die Manschette am Hals war zu eng, aber das ließ sich sicher machen. Ich war so glücklich, dass ich sofort rausposaunte: DEN nehm ich.

Der Neoschneider wollte mir ihn aber nicht verkaufen. Dreimal musste er meinen Redeschwall unterbrechen, um mir klarzumachen, dass genau DIESER Trocki leider schon verkauft war. Aber er könne mir genau so einen bestellen, das sei kein Problem. Ich war erleichtert. Wir suchten die passende Halsmanschette für mich heraus, und mir fiel ein Stein vom Herzen. Horka war gerettet, und zwar auf die beste Art und Weise, die man nur träumen konnte.

Toll. Hurra. Frenetischer Jubel der Menge. Aber hast Du nicht in Deiner adrenalingeschwängerten Euphorie irgendwas vergessen? Oder irgendwen?

Thorsten, von mir komplett überfahren (ein Hoch auf seine Geduld), erinnerte zaghaft daran, dass ER noch keinen Trocki hatte. Also schlüpfte er ebenfalls in den Trilaminat, und auch ihm passte er perfekt. Gut, die Halsmanschette, das scheint wohl so zu sein, dass die gerne mal zu eng ist, aber er hatte noch das Problem, dass er auf zu großem Fuße lebt. Zu deutsch: Er brauchte noch andere Stiefel an den Anzug.

Da unser Verkäufer aber wie gesagt auch Neoprenschneider ist, war das nun das geringste Problem. Er verprach uns, noch die entsprechenden Unterzieher zu bestellen, und zwei gut gelaunte Kunden verließen strahlend den Laden.

Und hier ist unser „Prachtstück“ (ohne Schleichwerbung zu machen….)

Im nächsten Artikel: War es wirklich die richtige Entscheidung, den Trilaminat zu kaufen? Die ersten Taucherfahrungen im Trocki…. bleiben Sie dran!

Bleiben Sie dran, ich pfeif‘ auf Sie!

THORSTEN!!!

Was’n?

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Shaab El Erg Kabir – Ägypten – Rotes Meer und das Abschießen einer Boje

Shaab El Erg ist eigentlich ein weitläufiges, hufeisenförmiges Riff mit der Öffnung nach Süden. In der Mitte des Hufeisens befindet sich eine Lagune, in der man Unmegen von kleinen Riffplattformen, den so genannten „Ergs“ finden kann. Shaab El Erg bietet mehrere sehenswerte Unterwasserlandschaften an den verschiedenen Riffkanten oder an einem fast separaten Riff an der südwestlichen Spitze, genannt „Gota Shaab El Erg“. Man kann hier an verschiedenen Punkten mit dem Boot anlanden, aber es gibt noch eine Variante, die das Vergnügen hier kennenzulernen wir hatten…

Es war an diesem Tag der zweite Tauchgang, als die uns zugewiesene Divemaster zu uns kam und uns etwas über den Tauchgang erzählte – und das vor dem offiziellen Briefing. Das kam mir merkwürdig vor, doch sehr bald klärte sich das auf: Die Divemaster fragte, ob wir eine Boje hätten. Ja, hatten wir. Die hatte ich zusammen mit meinem Kompass gebraucht (bzw. eher „nie gebraucht“) von einer Taucherin gekauft, die das Tauchen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Das ist gut, wurde uns erklärt, denn der Tauchgang, den wir gleich machen würden, sei ein Drifttauchgang. Wir würden also vom Boot springen, das Boot würde weiterfahren, während wir unseren Tauchgang machten, vom Riff aus in südliche Richtung. Kurz vor Erreichen der Reserve des Luftvorrats sollten wir dann die Boje „schießen“, an deren Seil den Sicherheitsstopp in 5 m Tiefe machen, dann auftauchen und abwarten. Das Boot würde Ausschau nach den Tauchern halten und uns dann abholen. Aha.

Ein Rotfeuerfisch im offenen Wasser bei Shaab El Erg Kabir.
Ein Rotfeuerfisch im offenen Wasser bei Shaab El Erg Kabir.

Vielleicht sei das aber auch gar nicht nötig, meinte sie schließlich, denn natürlich würde auch sie eine Boje dabei haben, und wenn unser Luftvorrat so lang reichte wie ihrer, dann würden wir den Stopp mit ihr machen und sie würde die Boje schießen. Dann erklärte sie uns noch, wie genau man das macht, eine „Boje schießen“. Im Stillen betete ich, dass unsere Luft so lang reichen würde wie ihre, denn immerhin hatten wir sowas noch nie gemacht, ja, noch nicht einmal geübt. Und dann gleich der Ernstfall? Oje, oje.

Der Tauchgang selber war mal wieder sehr entspannt, wir hatten eine maximale Tiefe von 13,7 m und tauchten „so ungefähr“ in Richtung Süden durch das Feld mit den Korallenbänken. Es gab auch hier wieder sehr viel zu sehen, von Schnecken über Rotfeuerfische bis hin zu einer Muräne, der einer der anderen Taucher aus unserer Gruppe mit dem Fotoapparat so nahe kam, dass ich schon dachte, gleich kriegt das arme Tier das Objektiv auf die Nase. Die Muräne indessen guckte nur empört, so wie Muränen das immer machen (sie sind immer schlecht gelaunt, deswegen nennt man sie ja „Mur(r)“änen).

"Na, willst Du mir vielleicht auch Deine Kamera auf die Nase hauen? Komm nur her, Du!" - "Äh, nein danke, ich bleib lieber hier!"

Annette: Die Muräne war keineswegs die einzige, die schlecht gelaunt war. ICH war es ebenfalls. Und zwar genau wegen diesem aufdringlichen Fotografen. Er war ursprünglich als Buddy des Divemasters eingeteilt worden, nahm aber die Aufgabe nicht sehr ernst. Statt neben ihr zu tauchen, tauchte er…ja einfach überall. Links von mir, rechts von mir, über mir, UNTER mir (sehr nett, wenn man im Blasenmeer anderer taucht). Ich will es fast nicht öffentlich sagen, aber der Kerl brachte mich fast so weit, dass ich ihm am liebsten unter Wasser die Flasche zugedreht hätte. Einen so rücksichtslosen Taucher hatte ich bis dato noch nie erlebt.

Unsere Divemaster erkundigte sich immer nach unserem Luftvorrat, der diesmal bei Annette und mir relativ gleich war – der großeren Flasche auf meinem Rücken sei Dank. Leider bekamen wir nicht mit, wie der Verbrauch unserer Divemaster war. Und leider hatte ich bei meinem Gebet, sie möge doch die Boje für uns schießen, eins vergessen: Die Divemaster tauchten alle mit einer 15-Liter-Flasche. Und sie war eine Frau und im Tauchen erfahren, das heißt, ihr Verbrauch war sowieso niedriger als unserer. So kam es schließlich, dass wir das Zeichen bekamen, die Boje zu schießen und aufzutauchen. Die Divemaster führte währendessen die Gruppe weiter.

Okay, dann also galt’s. Nun denn! Sind wir Männer oder ein Karton Chicken Nuggets?

He! Ich war auch dabei! Wenn auch nicht wirklich nützlich, aber falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: ICH BIN WEIBLICH!!

Mensch, Du gönnst einem aber auch gar nichts. Nicht mal übertriebenen Pathos. Also gut, ein neuer, heroischer Spruch… Noch nie hatten so viele so vieles so wenigen zu verdanken! …ne, das passt nicht. Für Krone und Königreich! …ne, auch nicht. Wie wär’s damit: VIEL GLÜCK!

Fischreichtum (Zebrafische) vor Shaab El Erg Kabir.
Fischreichtum (Zebrafische) vor Shaab El Erg Kabir.

Zuerst mal auf etwa 5 m Tiefe gehen und schwebend die Boje entrollen (es handelte sich dabei um eine der länglichen Bojen, mit denen Taucher an der Oberfläche auf sich aufmerksam machen können). Dann die daran befestigte Leine in die Hand nehmen und etwas Luft in die Boje lassen mit Hilfe des Oktopus. Der Plan sah dann vor, die Boje an der Leine zu halten, so dass sie sich entfalten konnte, um sie anschließend mit noch mehr Luft zu füllen und sie dann langsam zur Oberfläche steigen zu lassen. Aber andererseits sah mein Plan auch vor, mit 39 längst reich zu sein und nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Die beiden Pläne hatten eins gemeinsam: Sie funktionierten nicht. Nun gut, reich kann ich immer noch werden, aber das mit der Boje war so eine Sache. Denn kaum hatte sie sich ganz entfaltet, zog sie zur Oberfläche. Und nach dem Motto „Reisende soll man nicht aufhalten“ beschloss ich, sie gehen zu lassen. Ich hatte genug Mühe, das Seil schnell genug abzuwickeln. So erreichte sie die Wasseroberfläche. Und hätte ich die Möglichkeit gehabt, sie richtig mit Luft zu füllen, hätte sie dort senkrecht aus dem Wasser geragt und unsere Position damit angezeigt. Doch so knickte sie auf ungefähr der Hälfte ab, weil ihr die Stabilität fehlte. Was für ein Glück, dass nicht „Viagra“ draufstand – Pfizer hätte mich für diese Art Anti-Werbung verklagt.

Nun gut, wir hingen also unter einer nicht ganz aufgeblasenen Boje in 5 m Tiefe und machten unseren Sicherheitsstopp. Das größte Abenteuer würde uns ja noch bevorstehen: Zurück an Bord der ABYDOS 2 zu kommen. Wie würde das wohl funktionieren? Nachdem wir den Sicherheitsstopp erledigt hatten, tauchten wir auf. An der Oberfläche hielten wir Ausschau nach unserem Boot, während ich unsere Boje so weit mit Luft füllte, dass sie nun weithin sichtbar war (und Pfizer stolz gemacht hätte, mal nebenbei bemerkt).

Das Boot war ein ganzes Stück weg von uns. Wir fragten uns, ob die uns wohl sahen und woran wir sehen würden, dass sie uns sahen. Denn irgendwie war auf dem Boot kein Mensch zu erkennen. Dann hatte ich das Gefühl, dass es sich bewegte. Tatsächlich, nach ein paar weiteren Sekunden konnte man deutlich sehen, dass das Boot näher kam. Ja, äh… aber hatte der uns jetzt gesehen, oder fuhr er nur zufällig in unsere Richtung? Aber nein, man hatte uns gesehen, denn das Boot drehte bei, als es nahe bei uns war, so dass wir in Richtung des Hecks schwimmen konnten. Dort warf man uns eine Strömungsleine mit Boje zu. Ich dachte, dass nun Muskelarbeit gefragt war und wollte mich schon an der Leine entlang hangeln, doch da rief man uns von der Besatzung zu: „Relax!“ Schön, dass man die Klassiker von „Frankie Goes To Hollywood“ auch in Ägypten kennt, dachte ich mir, als ein Ruck durch die Leine ging und wir bis zu den Leitern am Heck des Bootes gezogen wurden. Nur aus dem Wasser raussteigen, das mussten wir noch selbst.

Dazu kann ich noch folgendes erwähnen: Als wir so an der Wasseroberfläche trieben und uns überlegten, ob uns das Boot denn auch sehen kann, überkam mich schon ein seltsames Gefühl. Wo man auch hinsah: Nur Wasser. Keine kleine Insel in Sicht, gar nichts. Ist schon merkwürdig. Man kommt sich fast vor wie ein Schiffsbrüchiger. Ich hatte Sorge, dass wir auseinandergetrieben würden, daher hielt ich mich hinten an Thorstens Flasche fest. Gleichzeitig versuchte ich mit Gewalt, die Melodie vom „Weißen Hai“ aus dem Kopf zu bekommen. Im Geiste sah ich schon mehrere dreieckige Flossen auftauchen, die in immer enger werdenen Kreisen um uns herumschwammen. Aber dann kam das Boot auf uns zu und ich stellte mir vor, dass das die Haie verscheuchen würde. Aber die Ängste waren nicht wie weggeblasen… das Boot kam direkt auf uns zu und ich fürchtete schon, dass es über uns drüber rauschen würde. Aber es drehte ja bei und warf die Strömungsleine aus. Wir waren angewiesen worden, dieses Mal MIT Flossen die Leiter hochzusteigen da das Boot die Motoren laufen ließ (bloß nicht an die Schraube dicht zu meinen Füßen denken… nein nein… jetzt aber flott hoch die Leiter….).

Abendstimmung auf dem Rückweg.
Abendstimmung auf dem Rückweg.

Als wir zurück an Bord waren und uns der nassen Sachen entledigten, erschienen die Taucher einer nach dem anderen an der Oberfläche und wurden ebenfalls von der ABYDOS 2 aufgenommen. Und wir hatten ein weiteres Abenteuer erlebt. Oder sagen wir: eine Herausforderung gemeistert. Nehmen Sie das „gemeistert“ jetzt nicht wörtlich, es war keine Spitzenvorstellung, aber he – wir waren wieder an Bord zurück und um eine Erfahrung reicher. Und der Urlaub war noch lange nicht beendet.


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