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	<title>Flat Flute Divers &#187; Schnorcheln</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Thorsten Reimnitz: Fast schon vergessen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Reimnitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche erscheint der Artikel mal um einen Tag vom &#252;blichen verschoben. Warum ist das so, mag der regelm&#228;&#223;ige Leser fragen. Nun, schuld daran bin ich... irgendwie. Zwar wurde ich an einem Dienstag geboren, aber mein Geburtstag f&#228;llt dieses Jahr auf einen Mittwoch. Da es sich noch dazu um einen "runden" handelt, habe ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche erscheint der Artikel mal um einen Tag vom &#252;blichen verschoben. Warum ist das so, mag der regelm&#228;&#223;ige Leser fragen. Nun, schuld daran bin ich&#8230; irgendwie. Zwar wurde ich an einem Dienstag geboren, aber mein Geburtstag f&#228;llt dieses Jahr auf einen Mittwoch. Da es sich noch dazu um einen &#8220;runden&#8221; handelt, habe ich mir die kleine Eitelkeit herausgenommen, heute mal mich so ganz in den Mittelpunkt zu setzen.</p>
<div id="attachment_1091" class="wp-caption aligncenter" style="width: 355px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_schnorchel.jpg"><img class="size-full wp-image-1091" title="Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_schnorchel.jpg" alt="Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)" width="345" height="460" /></a><p class="wp-caption-text">Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)</p></div>
<p>Zu Geburtstagen schaut man gern mal zur&#252;ck auf das, was war und wie es sich im &#8220;Jetzt&#8221; darstellt. Zumindest ich mache das gern. Immer wieder mal. Und zu runden Geburtstagen ganz besonders. Da es hier um das Tauchen geht, werde ich nur diesen Aspekt meines Lebens beleuchten, die anderen finden anderswo statt. Nat&#252;rlich bin ich schon auf meine &#8220;Taucher-Geschichte&#8221; eingegangen zu Beginn dieses Blogs, aber wie ich von einer Freundin erinnert wurde, habe ich etwas vergessen. Sowieso scheinen mir bei der Beschreibung lauter kleine Details &#8220;rausgegangen&#8221; zu sein. Es ist halt schon sehr lang her. Und seit heute wieder ein St&#252;ckchen mehr l&#228;nger her. Oder so. Bevor ich fortfahre, allerdings noch eine kleine Warnung: das hier soll keine Chronologie sein, nur eine pers&#246;nliche Reflektion. Der Text wird wohl so sprunghaft sein, wie meine Gedanken manchmal sind.</p>
<p>Gehen wir etwas mehr ins Detail, was meine Jugendzeit betrifft. Schon als Kind war ich eine so genannte Wasserratte. Dass wir am Bodensee wohnten, kam dem sehr entgegen. Durch Fernsehberichte und Serien wie &#8220;Flipper&#8221; war ich vom Tauchen fasziniert, aber auf der anderen Seite durch Berichte &#252;ber t&#246;dliche Tauchunf&#228;lle auch wieder abgeschreckt. In den 1970er Jahren war beispielsweise das Tauchen am Teufelstisch, einer Felsnadel im &#220;berlinger See in der N&#228;he von Wallhausen, noch erlaubt. Und der Name &#8220;Teufelstisch&#8221; bekam f&#252;r mich eine zweite Bedeutung dadurch, dass dort so viele Unf&#228;lle passierten. Schlie&#223;lich wurde das Tauchen dort verboten, aber man las immer wieder von Unf&#228;llen. Nat&#252;rlich war das mein rein subjektives Empfinden, da ich keine Ahnung hatte, wie viel Tauchg&#228;nge am Bodensee stattfanden, ohne dass es zu Unf&#228;llen kam. Aber das mulmige Gef&#252;hl blieb. Genauso wie die Faszination. Da ich also nicht Ger&#228;tetauchen wollte &#8211; was dann? Dann eben so. Maske, Flossen, Schnorchel. Aber wie macht man sowas richtig?</p>
<p>Zu dem Zeitpunkt hatte ich &#252;ber die Schule eine Jugendzeitschrift abonniert, die einem die Natur und den Menschen etwas n&#228;herbringen sollte (tut mir leid, den Namen habe ich schon vergessen). Als der Sommer n&#228;her kam, wurde in dieser Zeitschrift eine Serie &#252;ber das Schnorcheln ver&#246;ffentlicht und was man dazu wissen musste: den richtigen Flossenschlag, Druckausgleich, Schnorchel ausblasen und so weiter. Gleichzeitig wurden einem gewisse physiologische Kenntnisse vermittelt, warum man zum Beispiel vor dem Abtauchen nicht hyperventilieren sollte oder warum der Schnorchel nicht zu lang sein darf. Die genaue Ausr&#252;stung von damals habe ich nicht mehr vollst&#228;ndig, da ich verschiedene Teile ersetzen musste, aber sie sah ungef&#228;hr so aus, wie oben auf dem Bild. Die wasserdichte Lampe in der Mitte ist sogar noch ein Originalteil von damals, die hatte es in einer anderen Jugendzeitschrift (<a title="YPS" href="http://www.yps.de/" target="_blank">YPS</a>) gegeben. So war ich ausgestattet, zumindest einen Teil der Unterwasserwelt zu erkunden.</p>
<div id="attachment_1092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/westbad_fische.jpg"><img class="size-full wp-image-1092" title="Fische im Westbad &#220;berlingen" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/westbad_fische.jpg" alt="Fische im Westbad &#220;berlingen" width="460" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Fische im Westbad &#220;berlingen</p></div>
<p>Selbst eine einfache (da wegwerfbare) Unterwasser-Kamera geh&#246;rte irgendwann zu meiner Ausstattung. Man sieht, irgendwie versuchte ich, so nah wie m&#246;glich ans Tauchen heranzukommen. Auch in meiner rettungsdienstliche Ausbildung interessierte ich mich unter anderem sehr f&#252;r physiologische Vorg&#228;nge beim Tauchen und welche Arten Tauchunf&#228;lle es gibt. Dann, 1992, kam der Moment, wo ich es wirklich mal ausprobieren durfte. Im Panorama-Bad in Freudenstadt im Schwarzwald wurde ein Schnuppertauchen veranstaltet.  Und es war genau so faszinierend, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es ging nur nicht sehr lang, einmal eine L&#228;nge im Schwimmerbecken hin und wieder zur&#252;ck.</p>
<p>Und ich dachte, dass ich dann eine lange Zeit von dem Gedanken Abschied genommen hatte. Aber eine Freundin erinnerte mich daran, dass dem nicht so war. Etwas, das ich fast schon vergessen hatte, als ich meine pers&#246;nliche Einf&#252;hrung zu diesem Blog schrieb. Als ich 1997 den <a title="Center Parcs Het Heijderbos" href="http://cp.summertimeparcs.de/het_heijderbos.html" target="_blank">Center Parc Het Heijderbos</a> besuchte, stie&#223; ich im Magazin, das damals jeder Besucher bekam, damit er wusste, welche Veranstaltungen und Sportm&#246;glichkeiten es im Park geben w&#252;rde, auf folgenden Abschnitt:</p>
<p><em>Tauchen-Einf&#252;hrung</em></p>
<p><em>(ab 8 Jahre, und mind. 1,50 m lang)</em></p>
<p><em>Unter der Leitung eines fachkundigen Lehrers werden Ihnen die Anf&#228;nge des Tauchens mit einer Sauerstoffflasche beigebracht. Sie beginnen gleich im Wasser, so dass Sie die Zeit optimal ausn&#252;tzen k&#246;nnen. Subtropisches Schwimmparadies. Anmeldungsgeb&#252;hr hfl 40.00. Zuerst wird die erste Einf&#252;hrung vollgebucht.</em></p>
<p><em>He</em>, dachte ich mir, <em>&#228;lter als 8 Jahre bist Du schon und l&#228;nger als 1,50 m auch.</em> Ja, okay, der Abschnitt enth&#228;lt ein paar sprachliche Merkw&#252;rdigkeiten, so zum Beispiel auch, dass ein gew&#246;hnlicher Sporttaucher nicht mit einer &#8220;Sauerstoffflasche&#8221; taucht, aber was soll&#8217;s? Einem zweiten Prospekt entnahm ich, dass es sich um einen Kurs handelte, der eine kleine Einf&#252;hrung ins Tauchen geben sollte und den man &#8211; wenn man dann wollte &#8211; innerhalb eines Jahres bei jeder Tauchschule fortsetzen k&#246;nne. Aha.</p>
<div id="attachment_1093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 268px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_cp_tr.jpg"><img class="size-full wp-image-1093" title="Schnorchelbad im Center Parc" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_cp_tr.jpg" alt="Schnorchelbad im Center Parc" width="258" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Schnorchelbad im Center Parc</p></div>
<p>Ich habe besagtes Magazin noch. Meine damalige Freundin und Reisebegleiterin hat verschiedene Sportangebote angekreuzt, die wir w&#228;hrend <a title="Summertime Parcs Blog: Wie ich Center Parcs entdeckte und was daraus folgte" href="http://blog.summertimeparcs.de/2010/08/04/thorsten-reimnitz-wie-ich-center-parcs-entdeckte-und-was-daraus-folgte/" target="_blank">unseres Aufenthalts im Center Parc</a> machen wollten. Bei dem Abschnitt &#8220;Tauchen-Einf&#252;hrung&#8221; hat sie ein &#8220;T&#8221; dazu geschrieben. Das hei&#223;t, <em>ich</em> wollte das machen. Sie &#252;berlegte sich, ob sie wohl mit ins Schwimmbad kommen und Fotos machen sollte. Weiter kam die Planung allerdings nicht. Wir waren nur eine Woche da und die Zeiten f&#252;r die Tauch-Einf&#252;hrung waren denkbar ung&#252;nstig f&#252;r uns. So belie&#223;en wir es beim Schnorcheln im Schnorchelbad.</p>
<p>Ab da schien sich das Thema f&#252;r mich erst wirklich erledigt zu haben. Ich verschwendete keinen Gedanken mehr daran, das Tauchen &#8220;mal&#8221; auszuprobieren. Bei meinem ersten Urlaub in &#196;gypten 2004 erlebte ich die Unterwasserwelt des Roten Meeres beim Schnorcheln und auf einer Tour mit dem Glasbodenkatamaran. Erst viel sp&#228;ter sollte sich das &#228;ndern.</p>
<div id="attachment_1094" class="wp-caption aligncenter" style="width: 355px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_ausruestung.jpg"><img class="size-full wp-image-1094" title="Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_ausruestung.jpg" alt="Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil" width="345" height="460" /></a><p class="wp-caption-text">Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil</p></div>
<p>Das klingt jetzt sentimental, aber auch das sei mir an einem solchen Tag erlaubt &#8211; ohne Annette w&#228;re es vermutlich dabei geblieben. Sie h&#228;tte mich nat&#252;rlich nie dazu &#252;berreden k&#246;nnen, den &#8220;Scuba Diver&#8221;-Kurs zu machen, wenn ich nicht vorher schon auf eine gewisse Weise &#8220;gefangen&#8221; gewesen w&#228;re. Aber sie hat den entscheidenden Impuls dazu gegeben. Und wenn ich heute sehe, was das alles nach sich gezogen hat, war es eine gute Entscheidung von ihr, die Frage in den Raum zu stellen, ob wir den Kurs machen sollen. Wir hatten nat&#252;rlich keine Ahnung, wo uns das hinf&#252;hren w&#252;rde. Geschweige denn, was daraus alles entstehen w&#252;rde. Wir haben seither viel erlebt und neue Menschen kennengelernt. Wir haben Herausforderungen gemeistert und uns neuen gestellt, Herausforderungen, die auch noch vor uns liegen.</p>
<p>Es war ein gro&#223;er Schritt, der sich am besten durch das erste und das letzte Bild oben in diesem Artikel verdeutlichen l&#228;sst &#8211; die Ausr&#252;stung &#8220;damals&#8221;, und die Ausr&#252;stung heute. Ich bin schon sehr gespannt, was wir noch alles erleben werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend, denn neue Ideen haben wir auch schon. Aber davon wird hier noch berichtet werden. Ganz sicher&#8230;</p>
<p>Ach ja, auch fast vergessen: Danke, Annette! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Thorsten+Reimnitz%3A+Fast+schon+vergessen+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1088+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1088&amp;md5=6401fdfb8ace51f066bde6ab0a51d524" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unterwasserfotografie &#8211; Eine Einf&#252;hrung</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 08:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasser-Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Als der Tauchsport anfing, f&#252;r breitere Massen interessant zu werden, gab es bereits Souvenirj&#228;ger, die an ihre Tauchg&#228;nge unbedingt Andenken haben wollten und dies damit erreichten, dass sie Fische fingen oder harpunierten oder Korallen, Steine, Muscheln, ja, ganze Wrackteile mit sich nahmen. Im Laufe der Zeit wurde dieser Trend durch die Unterwasserfotografie verdr&#228;ngt, zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als der Tauchsport anfing, f&#252;r breitere Massen interessant zu werden, gab es bereits Souvenirj&#228;ger, die an ihre Tauchg&#228;nge unbedingt Andenken haben wollten und dies damit erreichten, dass sie Fische fingen oder harpunierten oder Korallen, Steine, Muscheln, ja, ganze Wrackteile mit sich nahmen. Im Laufe der Zeit wurde dieser Trend durch die Unterwasserfotografie verdr&#228;ngt, zum Gl&#252;ck, muss man sagen, denn wie wir heute wissen, sind Fischbest&#228;nde gef&#228;hrdet und Korallen brauchen eine sehr lange Zeit, um nachzuwachsen, nachdem jemand etwas abgebrochen hat. Doch die Unterwasserfotografie musste &#8211; genauso wie das Tauchen selbst &#8211; erst einmal &#8220;Massetauglich&#8221; werden. Die erste Zeit gab es nur sehr teure und sehr schwere, hinderliche Ausr&#252;stung. Allein die Tatsache, dass moderne Kameras nur noch einen Bruchteil der Gr&#246;&#223;e alter Kameras haben und trotzdem sehr gute Bilder liefern, hat hier sehr geholfen. Und auch die Hersteller haben mittlerweile das Potential erkannt, das hier steckt. Doch bevor man drauflos geht (bzw. im Internet drauflos surft) und sich eine Ausr&#252;stung zulegt, sollte man gewisse &#220;berlegungen anstellen. Hier im FFD-Blog wollen wir mit diesem Artikel eine Reihe &#252;ber die Unterwasserfotografie beginnen und mit eigenen Erfahrungen anreichern. Zuerst aber ein paar allgemeine Dinge.</p>
<div id="attachment_793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/03/uw_fotografie.jpg"><img class="size-full wp-image-793" title="Unterwasserfotografie" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/03/uw_fotografie.jpg" alt="Unterwasserfotografie" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Unterwasserfotografie</p></div>
<p>Das Fotografieren unter Wasser bringt ein paar T&#252;cken mit sich, die man an Land nicht unbedingt hat. T&#252;cke Nummer 1: Man ist unter Wasser. Fotoapparate m&#246;gen das nicht. Stumm leidend hauchen sie ihr elektronisches Leben aus, wenn Wasser in sie eindringt. Daher braucht man entweder eine wasserdichte Kamera oder aber eine wasserdichte H&#252;lle f&#252;r den Apparat. T&#252;cke Nummer 2: Um ein ruhiges Bild zu bekommen, kann man sich nicht immer einfach mal irgendwo abst&#252;tzen, etwa wenn das zu fotografierende Objekt mitten in einem Korallenriff sitzt. T&#252;cke Nummer 3: Das Wasser &#228;ndert Licht- und Farbverh&#228;ltnisse, worauf man sich einstellen muss.</p>
<ul>
<li><strong>Unter Wasser</strong></li>
</ul>
<p>Wasser bringt f&#252;r den Fotograf gleich mehrere Probleme mit sich: Nicht nur, dass das Wasser selbst seiner Kamera schaden kann, wenn man sich darin aufh&#228;lt, es selbiges sogar noch im Nachhinein tun. Besonders Salzwasser ist hier zu nennen. Es kann auch Teile, die nicht mit ihm direkt in Kontakt kamen, zum Korrodieren bringen. Daher bedarf die Kameraausr&#252;stung gerade nach Salzwassertauchg&#228;ngen einer besonderen Pflege. Au&#223;erdem ist es wichtig, einen kleinen Beutel mit Trockensalz (Silica) w&#228;hrend des Tauchgangs im Geh&#228;use zu haben. Das Trockensalz nimmt Feuchtigkeit auf, die durch Temperaturunterschiede entstehen kann (Kondenswasser). Der Beutel sollte regelm&#228;&#223;ig gewechselt werden, da das Salz irgendwann &#8220;ges&#228;ttigt&#8221; ist und keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann.</p>
<ul>
<li><strong>Mit ruhiger Hand fotografieren</strong></li>
</ul>
<p>Wie an Land auch wird ein Bild, das man nicht mit ruhiger Hand fotografiert, unscharf &#8211; es verwackelt. Und das ganz unabh&#228;ngig davon, ob man Blende und Verschlusszeit selbst einstellt, oder die Einstellung der Kameraautomatik &#252;berl&#228;sst. Da es in manchen F&#228;llen sogar notwendig sein kann, m&#246;glichst nah an ein Objekt heranzukommen, ohne damit zusammen zu sto&#223;en, ist Tarierungskontrolle sehr wichtig. Und auch, damit die Umgebung beim Fotografieren durch den Fotografen keinen Schaden nimmt. Hier sollte man in &#8220;ungef&#228;hrlichen&#8221; Umgebungen den Umgang mit der Kamera &#252;ben oder vielleicht auch einen Kurs belegen (wie z. B. &#8220;<a title="PPB - Tarierung in Perfektion" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/03/16/ppb-tarierung-in-perfektion/" target="_blank">Peak Performance Buoyancy</a>&#8221; von PADI).</p>
<ul>
<li><strong>Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten</strong></li>
</ul>
<p>Was die Optik betrifft, so sind es zwei Faktoren, die das Wasser beeinflusst. Zum einen filtert das Wasser das Licht, so dass mit zunehmender Tiefe die Farben verloren gehen, zum anderen befinden sich in nat&#252;rlichen Gew&#228;ssern zumeist Schwebeteilchen. Das Problem mit der Farbe f&#228;ngt schon bei wenigen Metern an, rot geht als erstes verloren, so dass die anderen Farben &#252;berhand zu nehmen scheinen. Rote Muster zum Beispiel auf der Haut von Fischen erscheinen blass oder gar nicht mehr. Dem kann man nur durch eine eigene Lichtquelle, eine Unterwasserlampe oder einen Blitz, entgegen wirken. Doch dann bekommt man es mit den Schwebeteilchen zu tun, gerade im Licht von Blitzen leuchten diese kleinen Teilchen hell auf und sind auf dem Bild deutlich zu sehen. Au&#223;erdem irritieren sie den Autofokus der Kamera, wenn man zu weit vom zu fotografierenden Objekt weg ist.</p>
<ul>
<li><strong>Beherrscher der Technik</strong></li>
</ul>
<p>Zuletzt ist es noch wichtig, dass man die Technik der Fotoausr&#252;stung beherrscht. An Land ist es weniger das Problem, hier kann man jederzeit im Handbuch nachsehen, wenn etwas unklar ist. Unter Wasser wird auch das Handbuch seinen Dienst versagen und sich in seine Bestandteile aufl&#246;sen, mal ganz davon abgesehen, dass man h&#228;ufiger mit Situationen konfrontiert ist, wo man einfach keine Zeit hat, irgendwas nachzuschlagen. Fische, die man selten zu sehen bekommt, bekommt man in den meisten F&#228;llen deswegen so selten zu sehen, weil sie so scheu sind. Da hei&#223;t es: schnell sein! Ein kleiner Kniff, den Fotografen gerne mal verwenden, wenn sie in tieferen Gew&#228;ssern ab etwa 18 bis 20 Meter fotografieren: Sie verwenden &#8220;Enriched Air&#8221; bzw Nitrox, weil der niedrigere Stickstoffgehalt den Kopf in diesen Tiefen klarer bleiben l&#228;sst. Allerdings muss man den Umgang mit der mit Sauerstoff angereicherten Luft in einem <a title="FFD: Horka - EAN-Kurs" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/11/12/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-2/" target="_blank">Spezialkurs</a> lernen.</p>
<p>Die folgenden Artikel dieser Reihe behandeln die unterschiedliche Ausr&#252;stung einschlie&#223;lich Zubeh&#246;r, die es f&#252;r Unterwasser-Fotografen so gibt, und pers&#246;nliche Erfahrungen. Dabei geht es nicht nur um Unterwasserausr&#252;stung direkt, sondern auch um sonstiges n&#252;tzliches Zubeh&#246;r. Wenn Sie am rechten Rand auf &#8220;Kategorien&#8221; gehen, finden Sie alle Artikel zu dem Thema unter &#8220;<a title="Kategorie: Unterwasser-Fotografie" href="http://www.flatflutedivers.de/category/unterwasser-fotografie/" target="_blank">Unterwasser-Fotografie</a>&#8220;.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Unterwasserfotografie+%E2%80%93+Eine+Einf%C3%BChrung+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D792+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=792&amp;md5=06405cc3801da1157cbfe91eccc6384a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schnorcheln mit der Galatea, Annettes Version</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/07/10/schnorcheln-mit-der-galatea-annettes-version/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 07:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wurden mit dem Bus zu dem Segelboot "Galatea" gebracht, das uns an diesem Tag zweimal im Roten Meer zum Schnorcheln absetzen sollte.

Da wir sp&#228;t dran waren, mussten wir die Pl&#228;tze nehmen, die &#252;brig waren. Das Segelboot verf&#252;gte &#252;ber zwei Sonnendecks, auf denen man liegen konnte  eine Art Matratze wurde gestellt) bis das Schiff ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wurden mit dem Bus zu dem Segelboot &#8220;Galatea&#8221; gebracht, das uns an diesem Tag zweimal im Roten Meer zum Schnorcheln absetzen sollte.</p>
<p>Da wir sp&#228;t dran waren, mussten wir die Pl&#228;tze nehmen, die &#252;brig waren. Das Segelboot verf&#252;gte &#252;ber zwei Sonnendecks, auf denen man liegen konnte  eine Art Matratze wurde gestellt) bis das Schiff anlegte. Wir lagen ziemlich am Rand. Was sich als etwas l&#228;stig herausstellte, da ich ununterbrochen die Abgase des Schiffes einatmete. Es setzte erst auf hoher See die Segel.</p>
<p>Das Schiff fuhr aus dem Hafen. Wie der Zufall es so will, fuhren wir direkt neben unserer Tauchbasis aufs Meer hinaus. Ich warf einen Blick r&#252;ber. Das Tauchboot, das wir noch vor ein paar Minuten da hatten liegen sehen, hatte inzwischen auch abgelegt. Ich sah nach vorne. Es war aber nicht in Sicht. Ich legte mich auf die Matratze und genoss die Sonne und den Wind. Ich konnte mir nicht erkl&#228;ren warum, aber mir war nicht zum Reden zumute. Das hatte nichts mit Thorsten zu tun, der neben mir lag. Ich hatte einfach mit mir zu tun, ich suchte nach der Ursache f&#252;r meine aufkommende schlechte Laune. Lag es daran, dass der Urlaub in zwei Tagen vorbei war, auf den wir uns so lange gefreut hatten? Dann ging das Arbeiten wieder los, und das ist sehr sehr anstrengend. Ich wusste es nicht. Also hielt ich lieber Augen und Mund geschlossen und versuchte, abzuschalten.</p>
<p>Wir fuhren eine ganze Weile, dann erreichten wir schlie&#223;lich unseren ersten Schnorchelplatz. Nun war es so: Wir mussten ein motorisiertes Schlauchboot besteigen um zu dem Riff zu gelangen. Da wir ein Haufen Leute waren, gab es sozusagen 2 Fuhren. Thorsten und ich fuhren bei der ersten Fuhre mit. Wir lie&#223;en uns ins Wasser fallen und durften unter der Aufsicht eines F&#252;hrers ein bisschen herumschnorcheln bis die zweite Fuhre eintreffen w&#252;rde. Das taten wir auch. Neugierig blickte ich nach unten. Das Riff war so &#228;hnlich wie das, was wir beim zweiten Tauchgang betaucht hatten. Nur&#8230; alles erschien so weit weg. In der Tiefe sah ich Zebrafische und noch viele andere Lebewesen, aber das war eindeutig zu weit weg. Ich hatte mir f&#252;r diesen Ausflug extra eine Einmal-Unterwasserkamera gekauft. Ich knipste wie wild, aber ich konnte mir schon denken, dass die Fische im Nachhinein sehr klein herauskommen w&#252;rden. Das hob meine eh schon angeschlagene Stimmung nicht sonderlich.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/zebrafische_aegypten2008.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-261" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/zebrafische_aegypten2008.jpg" alt="Zebrafische vor einem Korallenriff" width="460" height="345" /></a></p>
<p>So langsam trudelten die anderen ein. Ich trieb auf der Stelle, da kam Thorsten vorbei. Ich sagte irgendwas zu ihm, da unterbrach er mich pl&#246;tzlich und schnellte nach vorne. &#8220;Vorsicht!&#8221; , fiel er mir ins Wort, &#8221; du bist zu dicht am&#8230;&#8221; *ditsch. &#8220;Riff!&#8221;. Das war eine Sekunde zu sp&#228;t. In der Bewegung war ich mit dem Unterschenkel an das Riff gekommen. Eigentlich nicht so schlimm, k&#246;nnte man meinen, aber in dem Moment durchfuhr mich ein stechender Schmerz. Ich paddelte nach vorne. &#8221; K&#246;nntest du das das n&#228;chste Mal vielleicht eine Sekunde fr&#252;her sagen?&#8221;, fragte ich ironisch nach. &#8221; Tut mir leid&#8221;, sagte Thorsten, &#8220;ich hab es auch gerade erst gesehen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/schnorcheln_annette.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-262" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/schnorcheln_annette.jpg" alt="Annette beim Schnorcheln" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Inzwischen war die zweite Fuhre auch im Wasser. Unser F&#252;hrer legte los. Wir schnorchelten. Ich sah wieder runter ins Wasser. Konnte mich aber erstmal nicht konzentrieren. Mein Unterschenkel brannte wie Feuer. Ich nahm an, dass ich mir am Riff irgendwas aufgeschnitten hatte und nun das Salzwasser sein &#220;briges dazu beitrug. Ich schnorchelte weiter. Es wurde nicht besser. Nach zehn Minuten dachte ich, dass der Schmerz jetzt vielleicht mal langsam nachlassen k&#246;nnte. Entsetzt fiel mir ein, was unser TL sagte&#8230; es g&#228;be auch giftige Tiere und Pflanzen, daher: NICHTS ANFASSEN. Klasse, dachte ich, bei meinem Gl&#252;ck&#8230; aber den Gedanken verdr&#228;ngte ich ganz schnell. Ich hatte keine Atemnot, ich konnte alles bewegen, da hei&#223;t mein Patentrezept: Aggressives Zuwarten. Wird schon weg gehen.</p>
<p>Ich blickte wieder nach unten. Und traute meinen Augen nicht. Da unten war ein Taucher! Mit Unterwasservideokamera! Er filmte die Schnorchler. (Es handelte sich um einen Angestellten, der anschlie&#223;end die CDs verkaufte.). &#8220;Hat der es gut&#8221;, schoss es mir durch den Kopf, &#8220;der kann sich alles aus der N&#228;he ansehen&#8221;. Ich merkte, wie ich den Mann da unten zutiefst beneidete. Ich konnte doch auch schon auf die Tiefe, in der er war. Und ich musste jetzt hier oben an der Oberfl&#228;che rumschnorcheln. Meine Laune verschlechterte sich immer mehr.</p>
<p>Wir bogen um das Riff herum ab wieder Richtung Segelschiff. Pl&#246;tzlich bemerkte ich, dass ich &#252;berhaupt nichts von dem Riff gesehen hatte, ich hatte tats&#228;chlich die ganze Zeit auf den Taucher gestiert. Da wurde es mir klar. Das war der entscheidende Moment, in dem es mir bewusst wurde, dass DAS ganz sicher nicht das letzte Mal war, dass ich tauchen ging. Und dass ich auch keine Lust hatte, den n&#228;chsten Tauchgang lange vor mir herzuschieben.</p>
<p>Als wir wieder auf dem Boot waren, zeigte ich Thorsten meinen Unterschenkel. Er war entsetzt. Eine Qualle war das nicht gewesen. Ich hatte feuerrote Pusteln, mit roten H&#246;fen drum herum, und es brannte immer noch h&#246;llisch. Da ich aber immer noch nicht reanimationspflichtig war, befolgte ich weiter mein Konzept. Aggressives Zuwarten. Sie wissen schon!</p>
<p>Jetzt war es soweit. Ich vertraute mich Thorsten an. Dazu muss man wissen, dass wir bis dato schon immer &#252;ber Gott und die Welt geredet haben, aber den <em>aktuellen</em> Gef&#252;hlszustand und unser emotionales Erleben hatten wir bisher au&#223;en vor gelassen. Insofern war das Neuland. Ich fragte ihn, ob er den Taucher auch gesehen h&#228;tte und ebenfalls Neid empfunden h&#228;tte. Er bejahte. Dann sagte ich ihm, dass ich mich entschlossen h&#228;tte, sehr wohl in Deutschland das Tauchen weiter zu verfolgen. Nicht im Freiwasser. Aber ich w&#252;rde gerne pro Monat einmal ins Schwimmbad gehen und die Technik &#252;ben &#252;ben &#252;ben, damit man dann im Falle eines weitern Urlaubs im darauffolgenden Jahr die Sache sicher beherrscht. Thorsten ging es genauso. Er r&#252;ckte zwar damit nicht so emotional raus wie ich, aber man merkte sehr, dass ihn diese &#8220;&#252;berraschende&#8221; Begegnung mit einem Taucher ebenfalls sehr nachdenklich gestimmt hatte.</p>
<p>Der Rest des Tages verlief unterschiedlich. Wir bekamen Essen, das sehr gut war, dann sollten wir den zweiten Schnorchelplatz aufsuchen. Leider sprang aber unser &#8220;Kahn&#8221; nicht mehr an. Ein Tauchboot(!) kam uns zur Hilfe. Schlie&#223;lich tuckerten wir los.</p>
<p>Inzwischen war eine Brise aufgekommen. Ich fing an zu frieren. Selbstverst&#228;ndlich hatte ich keine Jacke dabei. Hey! Wir sind in &#196;gypten! Da ist es warm!</p>
<p>Leider nicht. Ich fror wie ein Schlosshund. Als wir schlie&#223;lich den zweiten Schnorchelplatz erreichten war mir so kalt, dass ich f&#252;r nichts in der Welt nochmal ins Wasser gegangen w&#228;re. Zudem reichte mir mein Unterschenkel immer noch, der zwar inzwischen nicht mehr so weh tat, aber ich wollte nichts riskieren. Thorsten blieb mir zu liebe auch auf dem Schiff. Ich starrte aufs Meer. Am zweiten Schnorchelplatz lagen 3-4 Tauchboote. Ich merkte, wie der &#196;rger in mir hochstieg. Na Gott sei Dank war ich nicht ins Wasser gegangen, wenn unter mir eine Armee Taucher herumgeschwommen w&#228;re, dann h&#228;tte ich wom&#246;glich einen &#220;berfall gestartet. Die anderen kamen zur&#252;ck. Nun war die Heimfahrt angesagt.</p>
<p>Fazit: Ein sch&#246;ner Ausflug. Ich bin mir zu 100% sicher, h&#228;tten wir diesen Ausflug VOR dem Tauchkurs gemacht, dann h&#228;tte ich ihn in vollen Z&#252;gen genossen. Das Essen war super, die Leute nett, die Schnorchelpl&#228;tze gut ausgesucht. Aber ich konnte es nicht genie&#223;en. Es ging einfach nicht. F&#252;r mich wird dieser Ausflug trotzdem in die Geschichte eingehen als der Ausflug, bei dem ich feststellte, dass ich keine Schnorchlerin, sondern eine TAUCHERIN bin!</p>
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		<title>Schnorcheln mit der Galatea, Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun sollten wir also auf eine Schnorcheltour gehen. Und bevor hier der falsche Eindruck entsteht: Es war ein sehr sch&#246;ner Ausflug, gut organisiert mit netten Leuten und gutem Essen. Ich kann so eine Tour nur jedem empfehlen, der schnorchelt oder es mal probieren m&#246;chte (wenn Sie mal in El Gouna sind: das Schiff hei&#223;t ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun sollten wir also auf eine Schnorcheltour gehen. Und bevor hier der falsche Eindruck entsteht: Es war ein sehr sch&#246;ner Ausflug, gut organisiert mit netten Leuten und gutem Essen. Ich kann so eine Tour nur jedem empfehlen, der schnorchelt oder es mal probieren m&#246;chte (wenn Sie mal in El Gouna sind: das Schiff hei&#223;t &#8220;Galatea&#8221;, die Tour kann man sicherlich bei Ihrem Reisef&#252;hrer buchen). Vor allen Dingen, da man so an Riffe kommt, die weiter von der K&#252;ste entfernt sind und es wirklich einiges zu sehen gibt. Unser Problem war, dass wir unter einem v&#246;llig neuen Eindruck standen. Wir h&#228;tten diese Tour besser <em>vor </em>unserem Tauchkurs machen sollen&#8230;</p>
<p>Wir wurden vom Hotel abgeholt, zum Hafen gebracht und gingen an Bord des Segelbootes. Pl&#228;tze auf dem Deck, auf gepolsterten Unterlagen. Es war wirklich sch&#246;n. Der Chef pers&#246;nlich gab uns eine Einf&#252;hrung dar&#252;ber, was wir zu beachten hatten, und er hatte einen Humor, der mir gefiel. Dann ging es los. Doch etwas war komisch. Annette und ich redeten schon wieder nicht. Teilweise hing das damit zusammen, dass wir einen phantastischen Blick &#252;ber das Rote Meer hatten. Dass uns hier, auf dem Deck, der Wind direkt um die Nase blies. Segeln auf hoher See. Der andere Teil zumindest meines Schweigens war, dass ich immer noch an den Eindr&#252;cken vom Tauchkurs arbeitete. Und jetzt, genau auf diesem Ausflug, kamen wieder viele Gedanken in mir hoch. Vielleicht, weil es wieder ins Meer gehen sollte.</p>
<p>Wir steuerten ein Riff an und wurden mit dem Schlauchboot ausgesetzt. Dann umrundeten wir das Riff schnorchelnd. Wie schon bei unseren Tauchg&#228;ngen gab es einiges zu sehen. Aber anders&#8230;</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/korallen_aegypten2008.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-264" title="Korallen im Roten Meer" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/korallen_aegypten2008.jpg" alt="Korallen im Roten Meer" width="460" height="345" /></a></p>
<p>&#8230;wir hingen an der Wasseroberfl&#228;che rum und konnten nur ab und zu mal kurz runter, so lange eben der Atem reichte. Ich fotografierte drauflos, versuchte zu zoomen&#8230; und dann sah ich: Unter uns aber schwamm&#8230; ein Taucher. Jemand von der Besatzung des Segelbootes, der von uns Filmaufnahmen machte. Ja, der darf tauchen, und wir nicht. Komisches Gef&#252;hl. Abgelenkt wurde ich irgendwann, als ich merkte, dass Annette ziemlich weit drau&#223;en war. Ich rief ihr zu, dass sie doch ein St&#252;ck n&#228;her ans Riff kommen soll. Wir sollten das Riff umrunden wie gesagt, und so weit drau&#223;en w&#252;rde sie nat&#252;rlich eine weitere Strecke zu schwimmen haben als wir alle. Tats&#228;chlich kam sie zur&#252;ck &#8211; und &#252;bertrieb in die andere Richtung!</p>
<p>&#8220;&#196;h, Annette, Vorsicht, jetzt bist Du aber zu dicht am Riff!&#8221;</p>
<p>Rumpel! &#8220;Aua!&#8221;</p>
<p><em>Arrgh! Grad mach ich&#8217;s Maul zu!</em></p>
<p>Annette hatte bei ihrer Kollision mit dem Riff ein paar rote Striemen davon getragen. Was genau, konnte ich im Wasser nicht erkennen. Im Neoprenanzug w&#228;re das nicht passiert.</p>
<p>Wir beendeten unseren <span style="text-decoration: line-through;">Tauchg</span>&#8230; Verdammt! Das war <em>kein </em>Tauchgang! Meine Gedanken schwirrten immer wieder ums Tauchen. Zur&#252;ck auf dem Boot brauchte man mich nicht auffordern, die Ausr&#252;stung mit Wasser aus einem Schlauch abzusp&#252;len. War doch logisch! Ich mach sowas ja nicht zum ersten Mal.</p>
<p>Wir legten uns auf unsere Pl&#228;tze und Annette sagte mir, dass ihr der Unterschenkel, wo sie mit dem Riff kollidiert war, immer noch weh t&#228;te. Ich sah mir das an und mein innerer <a title="Wikipedia: Sherlock Holmes" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock_Holmes" target="_blank">Sherlock Holmes</a> wurde wach. &#8220;Kombiniere!&#8221;, sagte er &#8211; obwohl, das ist eigentlich mehr <a title="Wikipedia: Nick Knatterton" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Knatterton">Nick Knatterton</a> &#8211; jedenfalls sagte er: &#8220;Kombiniere, das war kein gew&#246;hnlicher Zusammensto&#223; mit einem Korallenriff.&#8221; Annettes Verletzung wies ein Muster auf, es waren Pusteln, die sich &#252;ber den Unterschenkel verteilten. Sie bluteten auch nicht, die Haut war ger&#246;tet und gereizt und Annette meinte, es w&#252;rde immer noch brennen. Dem Bild nach schloss ich, dass meine <span style="text-decoration: line-through;">Tauchpartnerin</span> Schnorchelpartnerin offenbar nicht mit dem Riff selbst, sondern mit einem Riffbewohner, einer <a title="Wikipedia: Seeanemonen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seeanemonen" target="_blank">Seeanemone</a> Kontakt gehabt hatte. Das machte mir etwas Sorgen, aber Annette versicherte mir, dass es ihr sonst gut ginge.</p>
<p>Sie wechselte das Thema. Ob ich denn auch den Taucher gesehen h&#228;tte. Was f&#252;r eine Frage! Aber ich merkte, dass da mehr dahinter steckte. Tats&#228;chlich fragte sie mich dann, ob ich nicht neidisch gewesen w&#228;re.  Ich seufzte. Doch, schon. Aber war das nicht verr&#252;ckt? Wir hatten den Urlaub angetreten, um schwimmen und schnorcheln zu gehen &#8211; dann machen wir den Tauchkurs, und schon ist reicht schnorcheln nicht mehr? Das lie&#223; mich etwas bedeckt halten. Doch nur Sekunden sp&#228;ter merkte ich, dass ich das gar nicht h&#228;tte sein m&#252;ssen, denn Annette sprach davon, zur&#252;ck in Deutschland vielleicht doch weiter zu machen. Regelm&#228;&#223;ige Trainingstauchg&#228;nge im Schwimmbad. Damit wir im n&#228;chsten Urlaub alles immer noch beherrschten und nicht ganz so bl&#246;d aussahen, wenn wir zum ersten Mal wieder ins Freiwasser gehen w&#252;rden.</p>
<p>Auf dem Weg zum zweiten <span style="text-decoration: line-through;">Tauchgebiet</span> Schnorchelgebiet gab es Essen. Das brachte uns auf andere Gedanken, es waren einheimische Spezialit&#228;ten, die sehr gut waren. Ja, das war wirklich Urlaub. Und wir fanden tats&#228;chlich auch ein paar andere Sachen, &#252;ber die wir reden konnten. Schlie&#223;lich erreichten wir das Zielgebiet, wo unser zweiter <span style="text-decoration: line-through;">Tauchgang</span> Schnorchelgang stattfinden sollte. Annette wollte nicht mehr mit. Sie hatte bedenken wegen ihrem Unterschenkel, au&#223;erdem war mittlerweile ein kalter Wind aufgekommen und so angenehm das Wasser war, so unangenehm w&#252;rde es sicherlich hinterher sein, wieder rauszukommen. Und so ganz allein mitgehen? N&#246;. Ich blieb an Bord und verfolgte den <span style="text-decoration: line-through;">Tauch </span>Schnorchelgang vom Boot aus. Aber wir waren nicht die einzigen, neben uns blieben noch ein paar andere Passagiere.</p>
<p>An der Stelle, an der wir uns befanden, lagerten noch andere <span style="text-decoration: line-through;">Schnorchel</span> &#8230;nein, diesmal waren es wirklich <em>Tauch</em>boote. Ich hielt Ausschau, ob vielleicht das Boot von &#8220;unserer&#8221; Tauchbasis dabei war, aber ich zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dessen Name vergessen hatte. Nachdem bei uns alle wieder an Bord waren, ging es an den Heimweg. Wieder lagen wir schweigend nebeneinander, denn das Panorama, wenn man sich der K&#252;ste des Roten Meeres n&#228;hert, war faszinierend, vor allen Dingen, da hunderte von Kite-Surfern unterwegs waren. Als ich die sah, wurde ich an etwas erinnert, das Annette irgendwann, entweder vor unserem Urlaub oder w&#228;hrend des Fluges nach &#196;gypten erw&#228;hnt hatte, n&#228;mlich dass sie das Kite-Surfen mal ausprobieren wollte. Das hatte sie gar nicht getan. Da w&#228;re ich vermutlich nicht mitgekommen. Ich sah zu Annette, die auf ihrem Platz neben mir lag. Sie hatte ihre Sonnenbrille auf, von daher konnte ich nicht sehen, ob sie die Augen offen oder geschlossen hatte, aber ich fragte mich, was sie wohl dachte. Gerade im Bezug auf das Tauchen. Ihr schien es ja &#228;hnlich zu gehen wie mir, aber wie &#228;hnlich? Was genau dachte ich &#252;berhaupt? Oder was f&#252;hlte ich? Weitermachen mit dem Tauchen&#8230; das fand ich gut. Aber ich erinnerte mich schmerzlich daran, wie wir versucht hatten, uns nur zum Schwimmen zu verabreden und das nicht hingekriegt hatten. Und schwimmen war ja noch einfach. Tauchen, das w&#252;rde bedeuten, wir m&#252;ssten uns einen Lehrer organisieren, und Ausr&#252;stung w&#252;rden wir auch irgendwie leihen m&#252;ssen. Und wo &#252;berhaupt w&#252;rden wir die Schwimmbadtauchg&#228;nge machen k&#246;nnen? Wir k&#246;nnten ja nicht mal eben im Neoprenanzug ins n&#228;chste Erlebnisbad stiefeln. Gro&#223;e Hindernisse galt es zu &#252;berwinden und ich hatte die Bef&#252;rchtung, dass wir das so einfach nicht hinkriegen w&#252;rden. Ich merkte, wie ich melancholisch wurde. Und die Abendstimmung verst&#228;rkte das noch. Aber ich behielt es lieber f&#252;r mich.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/abendstimmung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-265" title="Abendstimmung am Roten Meer" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/abendstimmung.jpg" alt="Abendstimmung am Roten Meer" width="460" height="345" /></a></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Schnorcheln+mit+der+Galatea%2C+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D246+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=246&amp;md5=c53b168657e350f1e91430ecf4f85379" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Der Entschluss &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 07:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Tauch-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Bedenken zum Tauchen waren im Lauf der Zeit zu einer stattlichen Sammlung angewachsen. Nicht ungef&#228;hrlich, klar. Besonders am Bodensee. Kaltes Wasser. Das Anschaffen der Ausr&#252;stung verschlang ein Verm&#246;gen.

Dann jedoch kam der Moment, in dem das alles herausgefordert wurde. Eines Abends in der Haupthalle unseres Hotels sa&#223;en wir da und warteten, dass das Abendessen-Buffet ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Bedenken zum Tauchen waren im Lauf der Zeit zu einer stattlichen Sammlung angewachsen. Nicht ungef&#228;hrlich, klar. Besonders am Bodensee. Kaltes Wasser. Das Anschaffen der Ausr&#252;stung verschlang ein Verm&#246;gen.</p>
<p>Dann jedoch kam der Moment, in dem das alles herausgefordert wurde. Eines Abends in der Haupthalle unseres Hotels sa&#223;en wir da und warteten, dass das Abendessen-Buffet er&#246;ffnet werden w&#252;rde. Es arbeitete in Annette, das konnte ich sehr deutlich merken, wusste aber nicht genau, wieso. In der Hotelhalle, genau vor dem Buffet-Restaurant, stand eine Reihe von Tischen. An einem konnte man eine Immobilie in El Gouna k&#228;uflich erwerben, an einem anderen hatte die Tauchbasis des Hotels ihr Lager aufgeschlagen und versuchte, Ausfl&#252;ge und Kurse an den Mann (und die Frau) zu bringen. Annette hatte sich ein Prospekt von der Tauchbasis geholt und studierte es. Pl&#246;tzlich drehte sie sich zu mir um.</p>
<p>&#8220;Wolltest Du nicht auch schon immer mal tauchen lernen?&#8221;</p>
<p>Was bitte? Bevor ich meinen Katalog mit allen m&#246;glichen Bedenken auspacken konnte, fragte sie mich, ob ich w&#252;sste, was bei den ganzen Tauchscheinen, die man machen kann, denn der Unterschied sei. Ja nun, &#228;h&#8230; keine Ahnung. Ich hatte mich mit dem Thema zwar besch&#228;ftigt, aber so tief war ich in die Materie dann doch nicht eingedrungen. Annette jedoch wollte sich erkundigen und ging her&#252;ber zum Tisch der Tauchbasis, um mal nachzufragen. Ich war etwas verwirrt. Worauf lief das jetzt raus? Von schwimmen war die Rede gewesen vor unserem Urlaub, vom Schnorcheln&#8230; was sollte das werden? Annette kam kurz darauf zur&#252;ck und hatte &#8211; offenbar unfreiwillig &#8211; einen Typ von der Tauchbasis im Schlepptau. Nachdem sie &#252;ber eine Teppichkante gestolpert war, schaffte er es auch, sie einzuholen. Dann erkl&#228;rte er uns, was genau der Tauchschein &#8220;Scuba Diver&#8221; beinhaltete: Tauchg&#228;nge sind beschr&#228;nkt auf eine Tiefe von 12 Metern und nur in Begleitung eines &#8220;Professional&#8221;, sprich: eines Tauchlehrers. Sch&#246;n, jetzt wissen wir das ja. Und jetzt geh sch&#8230;</p>
<p><em>Hallo!</em></p>
<p>Was? Wer spricht da?</p>
<p><em>Hier spricht Dein Tatendrang. Wenn Du so fasziniert vom Tauchen bist, warum probierst Du es nicht mal? Jetzt hast Du die Chance dazu.</em></p>
<p>&#8220;Ich mach den Scuba Diver!&#8221;, verk&#252;ndete Annette in dem Moment. &#8220;Machst Du mit?&#8221;</p>
<p><em>Na siehst Du. Und schon h&#228;ttest Du die passende Partnerin dazu.</em></p>
<p>Was mich in dem Moment noch z&#246;gern lie&#223;, verstand ich erst sp&#228;ter vollst&#228;ndig. Mein ganzes Leben lang hatte ich mich auf eine bequeme Position zur&#252;ckgezogen, was das Tauchen betraf. Immer hatte ich Gr&#252;nde in den Vordergrund geschoben, warum es besser war, das nicht anzufangen. Gefahr, K&#228;lte, Geld&#8230; Aber so? Hier in &#196;gypten k&#246;nnte man es wenigstens mal soweit ausprobieren, dass man wirklich sagen konnte, ob es etwas f&#252;r einen war oder nicht. Aber wie es so ist, der R&#252;ckzug auf die bequeme Position war eine alte Gewohnheit, und mit alten Gewohnheiten bricht man nicht so leicht. Auch wenn man sp&#252;rt, dass eigentlich nur etwas Gutes dabei herauskommen kann. Man m&#246;chte den &#8220;sicheren Hafen&#8221; lieber nicht verlassen. Annette merkte das und bohrte nach. Dabei konnte ich ihr zu dem Zeitpunkt nicht mal genau sagen, was mich z&#246;gern lie&#223;. Mir fehlte der Einblick.</p>
<p><em>Komm schon, h&#246;r auf Deinen Tatendrang!</em></p>
<p>Was ist mit meinen Bedenken?</p>
<p><em>Oh, das ist kein Problem. Courage und ich, wir haben die Bedenken &#252;berw&#228;ltigt, gefesselt und geknebelt. Die melden sich so schnell nicht wieder.</em></p>
<p>&#8220;Thorsten, man lebt nur einmal&#8221;, h&#246;rte ich Annette in dem Moment sagen. &#8220;Wenn du das genauso willst wie ich, dann mach es doch einfach. Was sollte dich denn daran hindern?&#8221; Und sie streckte mir die Hand hin. Das war ein Wort. Ich nahm sie an und wir sprangen auf, um uns am Tisch der Tauchbasis f&#252;r den Kurs anzumelden. Der junge Mann rechnete im Kopf durch. Wir sollten am n&#228;chsten Tag zur Tauchbasis selbst gehen und uns anmelden. Einen Tag sp&#228;ter w&#252;rde der Kurs selbst losgehen.</p>
<p>Wollte man unseren Zustand beschreiben, so ist &#8220;elektrisiert&#8221; sicherlich das richtige Wort. Tats&#228;chlich blieben meine Bedenken stumm. Wir &#252;berlegten uns, ob wir wohl die Schweizerin als Lehrerin bekommen w&#252;rden und stellten fest, dass wir schon wieder die gleichen Gedanken gehabt hatten &#8211; die hatte eine angenehme, ruhige Art an sich, da w&#228;re das sicherlich kein Problem f&#252;r uns. Doch erstmal stand die Theorie an. Und die kam schneller, als wir gedacht hatten. Am n&#228;chsten Tag gingen wir gleich nach dem Fr&#252;hst&#252;ck zur Tauchbasis, k&#228;mpften uns durch die Anmeldeformulare, bevor es hie&#223;: &#8220;And now theory!&#8221; Damit begann alles einen Tag fr&#252;her als wir gedacht hatten.</p>
<p>Tats&#228;chlich hatte das was von Schule, als man uns die Lehrfilme &#252;ber das Tauchen vorf&#252;hrte, insgesamt &#252;ber zwei Stunden. Erfreulich f&#252;r mich war, dass das meiste in der Theorie eigentlich Wiederholung dessen war, das ich schon gelernt hatte im Zusammenhang mit Tauchnotf&#228;llen, gerade was physikalische Vorg&#228;nge betraf. Da Annette und ich beide aus dem medizinischen Sektor kommen, sind uns gewisse Dinge sowieso eher vertraut. Dummerweise eben gerade die Negativen, aber dazu kommen wir noch.</p>
<p>Ausger&#252;stet mit dem Lehrbuch f&#252;r den Kurs kehrten wir in unseren Bungalow zur&#252;ck und fingen an, das gesehene zu verarbeiten, soweit uns das m&#246;glich war. Die Sache ist nun mal die, dass man das Tauchen nicht nur mit Theorie lernen kann. Man muss sich auch gewisse Fertigkeiten aneignen. Und der erste Pool-Tauchgang sollte schon an gleichen Nachmittag stattfinden. Dazu sollten wir etwas fr&#252;her zur Tauchbasis zur&#252;ckkehren, denn wir mussten noch die richtige Ausr&#252;stung finden, Neopren-Anzug, Tarier-Jacket&#8230; all sowas.</p>
<p>Beim Nachlesen im Buch fielen mir besonders wiederum ein paar negative Dinge auf. Stichworte wie &#8220;Luftembolie&#8221;, &#8220;Lungenriss&#8221; oder &#8220;Barotrauma&#8221;. Und auf einmal h&#246;rte ich eine leise Stimme in meinem Hinterkopf.</p>
<p><em>Worauf hast Du Dich da eingelassen?</em></p>
<p>Oh, hallo Bedenken. Habt Ihr Euch befreien k&#246;nnen?</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Der+Entschluss+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D73+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=73&amp;md5=622922ac90bd3e23b04c95b9e50a9838" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie alles begann&#8230; &#8211; Annettes Version</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 07:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Tauchen...

...abtauchen in eine andere Welt.

Wie kommt man zu so einer Sportart?

Thorsten erz&#228;hlte mir von dieser neuen Webseite und der Idee, unseren taucherischen Werdegang zu dokumentieren. Ungeschminkt und unzensiert. Ich hielt das f&#252;r eine gute Idee. Erst einmal wird der ein oder andere Leser, der selber schon taucht, herzlich &#252;ber uns lachen k&#246;nnen, genauso wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Tauchen&#8230;</em></strong></p>
<p><em>&#8230;abtauchen in eine andere Welt</em>.</p>
<p>Wie kommt man zu so einer Sportart?</p>
<p>Thorsten erz&#228;hlte mir von dieser neuen Webseite und der Idee, unseren taucherischen Werdegang zu dokumentieren. Ungeschminkt und unzensiert. Ich hielt das f&#252;r eine gute Idee. Erst einmal wird der ein oder andere Leser, der selber schon taucht, herzlich &#252;ber uns lachen k&#246;nnen, genauso wie wir selber &#252;ber uns lachen. Und vielleicht findet auch ein Nicht-Taucher daraufhin den Mut, es doch mal auszuprobieren.</p>
<p>Nun&#8230; die Grundvoraussetzung zum Tauchen ist nat&#252;rlich die Vorliebe zum Wassersport. Diese scheint bei mir in den Genen zu liegen. Meine Mutter erz&#228;hlte mir einmal, dass es sehr einfach war, mich als Baby zu beruhigen, wenn ich schrie. Einfach Wasser in die Wanne laufen lassen und das Kind hineinsetzen&#8230; schon hatte ich wohl alles, was ich damals brauchte.</p>
<p>Ich wohnte damals mit meinen Eltern und meiner Schwester in der N&#228;he von D&#252;sseldorf. In den Sommerferien fuhren wir alle Mann jedes Jahr an den Bodensee&#8230; meine Mutter war dort aufgewachsen. Als ich gerade mal zwei Jahre alt war, ging meine Mutter mit mir und meiner Schwester im Sommer zum Baden. Sie ging zum Strand, stellte mich bis zu den Knien ins Wasser, damit ich mich schon mal an die K&#228;lte gew&#246;hnen konnte, und drehte sich um, um meiner Schwester die Schwimmfl&#252;gel anzulegen. Danach wollte sie sich zu mir runter b&#252;cken &#8211; und erschrak. Annettchen war weg. Sie trieb kopfunter auf der Wasseroberfl&#228;che. Und paddelte wie ein Hund. Nur der Hintern guckte noch aus dem Wasser heraus. Tja&#8230;. vermutlich hatte damals mein Hintern schon den gr&#246;&#223;ten Auftrieb.</p>
<p>Entsetzt riss sie mich aus dem Wasser. Damit tat sie mir aber keinen Gefallen. Ich schrie wie am Spie&#223;. Und wollte wieder unter Wasser. Damit war der Grundstein zum Tauchen gelegt.</p>
<p>Wieso also habe ich erst mit 39 Jahren angefangen zu tauchen, wenn ich schon so fr&#252;h Ambitionen dazu hatte? Die Frage ist einfach zu beantworten. <em>Der gr&#246;&#223;te Feind des Menschen ist er selbst</em>! Die Hindernisse hatte ich mir selbst in den Weg gelegt.</p>
<p>Aus v&#246;llig ungekl&#228;rten Umst&#228;nden entwickelte ich als Kind eine gro&#223;e Furcht vor Schiffen. Nicht vor den Schiffen, die man <em>&#252;ber</em> Wasser sehen kann, nein, ich hatte Horror vor der Vorstellung, ein Schiff von <em>unten </em>zu sehen. Und nat&#252;rlich die Wracks. Das war mir unheimlich, gruselig, und ich wollte das gar nicht sehen. H&#228;tte man mir zu der Zeit eine Million Euro geboten, ich h&#228;tte es nicht fertig gebracht, unter einem stehenden, kleinen Tauchboot durchzutauchen. NIEMALS!</p>
<p>Statt dessen lernte ich als Jugendliche Windsurfen. Das hat mir auch sehr viel Spa&#223; gemacht. Und es war <em>&#252;ber</em> Wasser!</p>
<p>Selbst mit zunehmenden Alter und - man sollte meinen &#8211; zunehmender Vernunft &#8211; konnte ich mir diese bl&#246;de Schiffsangst nicht abgew&#246;hnen. 1997 kam der &#8220;neue&#8221; Titanic Film im Kino. Ich &#252;berlegte mir wirklich, ob ich mir das &#252;berhaupt antun kann. Oder ob ich dann wieder n&#228;chtelang kein Auge zu kriegen w&#252;rde wegen der Untergangsszene. Leider war aber eine meiner Freundinnen so begeistert von dem Film ( er sei ja <em>sooo</em> realistisch), dass sie f&#252;r das kommende Wochenende Karten f&#252;rs Kino besorgt hatte. Auch f&#252;r mich. Ich m&#252;sse das sehen.</p>
<p><em>Wirklich?</em></p>
<p>Davon war ich noch gar nicht so &#252;berzeugt. Im Kino sieht alles noch realistischer aus. Allein durch die Gr&#246;&#223;e des Bildes. Aber&#8230;ich konnte ihr doch nicht sagen, dass ich <em>Angst</em> davor hatte! Also, ein bisschen Stolz besitze sogar ich!</p>
<p>Tapfer kam ich an diesem Wochenende zum verabredeten Kino. Der Film war sch&#246;n gemacht, doch dann&#8230; kam die Untergangsszene. Das ganze Kino schwieg betroffen, w&#228;hrend ich hektisch an den Fingern&#228;geln kaute und nur hoffte, dass diese Szene dann bald vorbei ist. Ich fokussierte noch nicht einmal richtig, ich konnte die Szene so nur verschwommen sehen, aber das reichte mir schon. Mehr wollte ich doch gar nicht.</p>
<p>Das Tauchen war noch weit entfernt. Aber die Liebe zum Wassersport war schon immer da. Und &#8211; ich war erstaunt als ich davon erfuhr, bei Thorsten auch.</p>
<p>Thorsten und ich lernten uns vor 20 Jahren beruflich kennen. Damals hatten wir aber kaum Kontakt. Mitte der 90ger Jahre trafen wir wieder aufeinander, und da lernten wir uns richtig kennen. Schnell merkten wir, dass wir uns gegenseitig inspirieren konnten, oft redeten wir n&#228;chtelang &#252;ber Gott und die Welt. Und dann kam es raus: Auch Thorsten liebte das Wasser. Daraufhin versuchten wir &#8211; ungelogen &#8211; einmal zusammen schwimmen zu gehen. Wie lange wir versuchten, einen gemeinsamen Termin zu finden wollen Sie wissen? Och&#8230; so 4 bis 5 Jahre vielleicht&#8230;</p>
<p>2008 hatten wir dann genug. So ging das doch nicht weiter! Die Buchungskataloge kamen auf den Tisch, es w&#228;re doch gelacht, wenn wir nicht einmal zusammen schwimmen gehen w&#252;rden! Und wenn es nicht in Deutschland ist&#8230; dann eben woanders. Unsere Wahl fiel auf die Isla Maguerita (Venezuela) in der Karibik. Baden und schnorcheln&#8230; das hatte ich zwar auch noch nie gemacht (es k&#246;nnte ja ein Schiff vorbeifahren, wenn ich den Kopf grad unter Wasser hab), aber das w&#252;rde ich hinkriegen. Bestimmt sogar.</p>
<p>Leider&#8230; wurde aber die politische Lage in Venezuela etwas unberechenbar zu der Zeit, zu der wir dort hin wollten. Also entschlossen wir uns kurzerhand um, und buchten &#196;gypten &#8211; das Rote Meer. Auch gut zum Schnorcheln. Perfekt! Der Abflugtag r&#252;ckte n&#228;her&#8230; da fiel mir ein, dass man zum Schnorcheln vielleicht auch noch einen Schnorchel braucht. Wie Sie merken, bin ich manchmal etwas unsortiert. Daf&#252;r kann ich aber in den folgenden Berichten noch bessere Beispiele liefern. Also, um auf den Schnorchel zur&#252;ckzukommen, hetzte ich am letzten Tag vor dem Abflug noch in das ans&#228;ssige Sportgesch&#228;ft und deckte mich mit Brille und Schnorchel ein. Flossen? Also bitte &#8211; ein Flatflutediver braucht doch zum Schnorcheln keine Flossen! An die hatte ich gar nicht gedacht.</p>
<p>Zu Hause angekommen packte ich selbstverst&#228;ndlich auf den letzten Dr&#252;cker meinen Koffer. Ein Wunder, dass ich alles dabei hatte. Und dann ging es Richtung Flughafen. Das Abenteuer konnte beginnen!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Wie+alles+begann%E2%80%A6+%E2%80%93+Annettes+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D33+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=33&amp;md5=3dd25e9a6dbb61899cb28fea0a8af0b2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie alles begann&#8230; &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 07:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA["Vier Wochen sp&#228;ter las ich in der Illustrierten dann
v&#246;llig sprachlos, wie das alles mit mir begann!"

Reinhard Mey: "Die Homestory"

Wenn man den Werdegang betrachten will, wie wir zum Tauchen kamen, muss man nat&#252;rlich zur&#252;ckgehen bis an die Anf&#228;nge. Unser Tauchlehrer erz&#228;hlte uns, er h&#228;tte schon Tauchsch&#252;ler gehabt, die sich bis zum Tauchkurs noch nicht mal ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Vier Wochen sp&#228;ter las ich in der Illustrierten dann<br />
v&#246;llig sprachlos, wie das alles mit mir begann!&#8221;</p>
<p>Reinhard Mey: &#8220;Die Homestory&#8221;</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/tr_1972_klein.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-55" title="Anfang 1970er Jahre - die Anf&#228;nge" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/tr_1972_klein-146x300.jpg" alt="Anfang 1970er Jahre - die Anf&#228;nge" width="146" height="300" /></a>Wenn man den Werdegang betrachten will, wie wir zum Tauchen kamen, muss man nat&#252;rlich zur&#252;ckgehen bis an die Anf&#228;nge. Unser Tauchlehrer erz&#228;hlte uns, er h&#228;tte schon Tauchsch&#252;ler gehabt, die sich bis zum Tauchkurs noch nicht mal getraut h&#228;tten, den Kopf unter Wasser zu nehmen, aber unbedingt tauchen lernen wollten. Was Annette und mich betrifft, war das ein wenig anders und es ist ein Wunder, dass es so lange dauerte, bis wir dieses Hobby &#252;berhaupt anfingen.</p>
<p>Was mich betrifft, irgendwie hatte ich immer schon eine besondere Affinit&#228;t zum Wasser. 1972 fanden die Olympischen Spiele in M&#252;nchen statt und wie man mir berichtete (ich kann mich daran leider nicht mehr so genau erinnern), sa&#223; ich im zarten Alter von zwei Jahren mit meiner Mutter vor dem Bildschirm und feuerte <a title="Wikipedia: Mark Spitz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Spitz" target="_blank">Mark Spitz</a> an, den bekannten amerikanischen Schwimmer. Beim n&#228;chsten Wannenbad versuchte ich, ihm nachzueifern und durchpfl&#252;gte die Wanne in einer Art improvisierten Kraulstil. Stolz verk&#252;ndete ich meiner Oma, die zu dem Zeitpunkt die Badeaufsicht hatte, ich w&#252;rde schwimmen wie Mark Spitz. Nun war meine Oma w&#228;hrend der Olympiade im Krankenhaus gewesen, und damals war es noch nicht so, dass es Fernseher in den Krankenzimmern gegeben h&#228;tte. Sie hatte die ganzen Spiele verpasst und wusste daher nicht, wer Mark Spitz war. Und ich war pickiert. Wie konnte sie sowas nicht wissen?</p>
<p>Tats&#228;chlich bekam ich nur wenige Jahre sp&#228;ter meine erste Schnorchelausr&#252;stung, an die ich mich noch erinnere, als w&#228;r&#8217;s gestern gewesen. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es so war, aber ich vermute, sie war ein Merchandise-Artikel der Fernsehserie &#8220;<a title="Wikipedia: Flipper (Fernsehserie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flipper_(Fernsehserie)" target="_blank">Flipper</a>&#8220;. Es war eine ovale, blaue Taucherbrille mit durchgehendem Glas, ein blauer Schnorchel und genauso blaue Flossen. Zumindest auf der Taucherbrille, ich glaube aber, auf den Flossen ebenso, war ein Logo angebracht, in dem der Schriftzug &#8220;Flipper&#8221; stand. Au&#223;erdem benutzen die beiden Jungs aus &#8220;Flipper&#8221; immer solche Masken, wenn sie tauchen gingen. Meine neue Ausr&#252;stung er&#246;ffnete ganz neue Badewannen-Dimensionen, vom Schwimmbad mal ganz abgesehen. Schlie&#223;lich auch im Bodensee, denn dort wohnten wir seit dem Jahr in dem besagte Olympiade stattgefunden hatte. Irgendwann jedoch war das Gummi der Maske so br&#252;chig, dass das Maskenband riss, au&#223;erdem war sie undicht. Sie ging den Weg allen Irdischen.</p>
<p>Zum ersten Mal &#8211; ich war mittlerweile irgendwo zwischen sieben und zehn Jahren alt &#8211; erwachte in mir die Faszination f&#252;r den Tauchsport. Damals lief im Fernsehen (zu einer Zeit, in der es nur ein paar wenige Sender gab) eine Serie, in der die verschiedenen Aspekte des Tauchens abgehandelt wurden, wie es funktioniert, was man so machen und sehen kann und welche Ausr&#252;stung es gibt. Diese Serie verfolgte ich mit Begeisterung, nur die Folge &#252;ber Tauchunf&#228;lle fand ich gruselig. Tauchen ist nicht ungef&#228;hrlich, das lernte ich damals.</p>
<p>Und wie gesagt, wir lebten am Bodensee. Es verging kein Jahr, in dem nicht &#252;ber mindestens einen Tauchunfall gro&#223; berichtet wurde, noch dazu, da das Gebiet um den so genannten &#8220;<a title="Wikipedia: Teufelstisch (Bodensee)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelstisch_(Bodensee)" target="_blank">Teufelstisch</a>&#8221; damals noch nicht gesperrt war und dort immer wieder Taucher verloren gingen. Das fl&#246;&#223;te mir einigerma&#223;en Respekt vor dem See ein. Meine Oma meinte mal, sie sei immer der Ansicht gewesen, dass ich irgendwann das Tauchen anfangen w&#252;rde, aber auch sie h&#228;tte Sorge gehabt, wenn sie gewusst h&#228;tte, ich w&#228;re im Bodensee unterwegs. Nun, immerhin sollte sie sp&#228;t recht behalten, aber zu den Zeitpunkt leider nicht mehr lang genug leben, um es richtig mitzubekommen.</p>
<p>Zur&#252;ck in die Vergangenheit: Mein Respekt vor dem Bodensee war gro&#223; genug, den Tauchsport nie ernsthaft in Erw&#228;gung zu ziehen. Als Teenager hatte ich dann eine Jugendzeitschrift abonniert, in der es eine Serie &#252;ber das Schnorcheln gab. Dort wurde einem alles erkl&#228;rt, wie man mit Flossen richtig schwimmt, Druckausgleich macht&#8230; und so weiter. Seit meiner &#8220;Flipper&#8221;-Ausr&#252;stung hatte ich immer nur Taucherbrillen gehabt, nun war aber wieder eine ganze Schnorchelausstattung f&#228;llig. Mit einem Freund erforschte ich die Unterwasser-Welt des &#220;berlinger Strandbad West in Bereichen, wo ich mich sicher f&#252;hlte, nicht ahnend, dass dort auch eine junge Dame zum Schwimmen ging, die ich erst etwas sp&#228;ter kennenlernen sollte.</p>
<p>Die junge Dame hie&#223; Annette. Anfang der 1990er Jahre traf ich sie zum ersten Mal aus beruflichen Gr&#252;nden: Ich war Zivildienstleistender beim Rettungsdienst, sie eine Ehrenamtliche. Aber wirklich kennengelernt haben wir uns damals nicht, ich wusste zwar, wer sie war, mehr aber auch nicht. Nach dem Zivildienst machte ich weiter beim Rettungsdienst und musste erst einmal die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren. Daher verloren wir uns aus den Augen. Und das Tauchen? Nun, eine gewisse Faszination war geblieben. Auf der Rettungsdienstschule gab es ein paar Pflichtb&#252;cher und ein paar &#8220;kann man sich anschaffen, wenn man sich daf&#252;r interessiert&#8221;-B&#252;cher. Die Pflichtb&#252;cher bekamen wir nat&#252;rlich alle. Und von den anderen B&#252;chern schaffte ich mir neben einem fotografischen Atlas der menschlichen Anatomie ausgerechnet ein Buch &#252;ber Tauchnotf&#228;lle an. Auch noch eins, das auf Spezialpapier gedruckt war &#8211; es war n&#228;mlich eigentlich f&#252;r Taucher gedacht, die es f&#252;r den Ernstfall dabei haben sollten (nicht unter Wasser, falls Sie das fragen! Es war aber wassergesch&#252;tzt, damit ihm Spritzwasser nichts ausmacht).</p>
<p>Dann kam die Pr&#252;fungswoche auf der Rettungsdienstschule. Zu diesem Zeitpunkt feierte das <a title="Panorama-Bad Freudenstadt / Schwarzwald" href="http://www.panorama-bad.de/" target="_blank">Panorama-Bad in Freudenstadt</a> gerade ein Jubil&#228;um. Freudenstadt lag in der der N&#228;he der Rettungsdienstschule und ein paar der Azubis gingen eines Nachmittags zum Schwimmen. Just an diesem Nachmittag veranstaltete die &#246;rtliche DLRG im Hauptbecken des Bads ein &#8220;Schnuppertauchen&#8221;. Und diesmal packte es mich, es endlich mal auszuprobieren. Es war faszinierend, auf den Grund des Beckens abzusinken und einfach weiterzuatmen. Und dann schwamm ich &#8211; begleitet von einer Sicherheitstaucherin und einem weiteren Schnuppertaucher &#8211; die ganze L&#228;nge des Beckens durch uns wieder zur&#252;ck. Ich war elektrisiert, aber offenbar nicht genug. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass wir eben mitten in den Pr&#252;fungen waren, und ich andere Dinge im Kopf hatte, als auch noch das Tauchen anzufangen. &#220;berhaupt &#8211; wo denn? Etwa im Bodensee?</p>
<p>Denn was den See betraf, da hatte ich bald drauf ein unsch&#246;nes Erlebnis, als wir w&#228;hrend meines Praktikums einen Notfall mit einem Taucher hatten. Wir &#252;bernahmen ihn von einer Rettungsbesatzung eines Polizeibootes und brausten mit Signal zum Krankenhaus nach &#220;berlingen, w&#228;hrend ich unabl&#228;ssig seinen Brustkorb komprimierte. Doch er schaffte es nicht. Tauchen war nicht ungef&#228;hrlich, das wurde mir auf diese Weise wieder vor Augen gef&#252;hrt.</p>
<p>Meine folgende Karriere beim Rettungsdienst verlief aus verschiedensten Gr&#252;nden, auf die ich keinen Einfluss hatte, etwas wirr. Doch ob es nun Schicksal war oder nicht, es f&#252;hrt dazu, dass sich mein Weg erneut mit dem von Annette kreuzte, wieder beruflich, doch diesmal an einem anderen Ort. Diesmal lernten wir uns besser kennen und merkten, wie wir auf einer Wellenl&#228;nge lagen. Im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur, dass wir die Nachtdienste davonreden konnten, wenn gerade nichts los war, sondern auch weil wir durch Zufall feststellten, dass wir beide rechte &#8220;Wasserratten&#8221; waren (eine Bezeichnung, die man eigentlich nur Kindern zuteil werden l&#228;sst, da ich aber leider keine entsprechende Bezeichnung f&#252;r Erwachsene gefunden habe, verwende ich sie hier einfach mal). Da sollte man doch eigentlich zusammen schwimmen gehen&#8230; irgendwann&#8230;</p>
<p>Jahr f&#252;r Jahr im Flug verging. Nein, ich scherze nicht. Wir kriegten es nicht auf die Reihe. Bis pl&#246;tzlich die Idee entstand, wenn schwimmen, dann vielleicht richtig. In einem Urlaub. Schwimmen, schnorcheln&#8230; Meer, Sonne&#8230; Malediven, Seychellen&#8230; so was in der Art. Das hatte sich allerdings ziemlich schnell erledigt, als die Preise f&#252;r den Urlaub, den wir uns vorstellten, in astronomische H&#246;hen schnellten. Unser n&#228;chstes Ziel war die Karibik, Venezuela. Dann jedoch brach der <a title="Wikipedia: Georgienkonflikt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georgienkonflikt" target="_blank">Georgienkonflikt</a> aus und der Pr&#228;sident Venezuelas wollte seine Verbundenheit zu Russland durch ein gro&#223; angelegtes Seeman&#246;ver demonstrieren &#8211; ausgerechnet in der Zeit, in der wir unseren Urlaub nehmen wollten. Au&#223;erdem gab es noch ein paar andere Dinge, die einen entspannten Urlaub st&#246;ren k&#246;nnten. Nun, das Man&#246;ver fand dann doch nicht statt, aber wir hatten bereits umgebucht auf &#196;gypten. &#196;gypten kannte ich schon, da war ich zuvor schon mal gewesen. Rotes Meer. Hurghada. Durch einen Zufall waren wir auf ein Hotel in El Gouna gekommen (<a title="Sheraton Miramar Resort, El Gouna" href="http://www.ep-blog.de/2009/05/10/sheraton-miramar-resort-el-gouna-venedig-am-roten-meer/" target="_blank">mehr &#252;ber den Zufall und das Hotel lesen Sie hier</a>), das &#252;ber einen eigenen Strand verf&#252;gte und mit einer Poollandschaft ausgestattet war. Schwimmen, schnorcheln, ausspannen. Das war der Plan. Ich musste mir da weiters keine Gedanken machen, denn ich hatte eine Schnorchelausr&#252;stung. Zwar aus einem Angebot von einem Discounter, aber immerhin! Ich hatte diese immer mal wieder gebraucht, so etwa in den <a title="Center Parcs: Schnorchelbad" href="http://cp.summertimeparcs.de/schnorchelbad.html" target="_blank">Schnorchelb&#228;dern</a> der &#8220;<a title="Center Parcs Info" href="http://cp.summertimeparcs.de/" target="_blank">Center Parcs</a>&#8221; Ferienparks. Die waren ideal, wenn man nicht weit fahren, aber doch tropische Unterwasser-Landschaften sehen wollte.</p>
<p>Annette musste sich ihre Ausr&#252;stung noch holen. Ich staunte, als sie mir eine kleine, durchsichtige Plastikbox zeigte, in der die Taucherbrille steckte. Als mein Blick auf das Preisschild fiel, musste ich schlucken. Annette hatte sich eine Taucherbrille gekauft, wie sie Sporttaucher verwenden. In der Tat hatte sie mehr gekostet, als mein ganzes Schnorchelset. V&#246;llig overdressed, fand ich. Wir wollten doch nur schwimmen und so ein wenig schnorcheln. Mehr nicht. Was Annette an der Taucherbrille mehr gezahlt hatte, machte sie dadurch wett, dass sie keine Flossen hatte. Aber kein Problem, dachte ich mir, die kann man sich im Zweifelsfall leihen.</p>
<p>Dann konnte es endlich losgehen. Ich freute mich auf diesen Urlaub, denn mein letzter &#8220;richtiger&#8221; Urlaub war Jahre her. Ich war l&#228;nger nicht mehr gewesen. Endlich mal wieder weiter weg, in eine andere Welt. Wie sehr sich letzter Satz bewahrheiten w&#252;rde, ahnte ich nicht, als wir uns auf den Weg zum Flughafen machten.</p>
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