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	<title>Flat Flute Divers &#187; See</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Tauchbasis Schluchsee ist Dive Resort</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2011/05/05/tauchbasis-schluchsee-ist-dive-resort/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
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		<category><![CDATA[Schluchsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach l&#228;ngerer Zeit mal vermelden wir mal wieder etwas Aktuelles: Die Tauchbasis Schluchsee, die Stammtauchbasis der Flat Flute Divers, ist seit diesem Fr&#252;hjahr ganz offiziell ein "PADI Dive Resort". Mehr gibt es auf der Webseite der Tauchbasis und auf der Webseite der Tauchschule AQUAplus, die die Basis betreibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2011/05/padi_dive_resort.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1283" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2011/05/padi_dive_resort.jpg" alt="" width="241" height="309" /></a>Nach l&#228;ngerer Zeit mal vermelden wir mal wieder etwas Aktuelles: Die <a href="http://www.tauchbasis-schluchsee.de" target="_blank">Tauchbasis Schluchsee</a>, die Stammtauchbasis der Flat Flute Divers, ist seit diesem Fr&#252;hjahr ganz offiziell ein &#8220;PADI Dive Resort&#8221;. Mehr gibt es auf der Webseite der Tauchbasis und auf der Webseite der <a href="http://www.aquaplus-wehr.de" target="_blank">Tauchschule AQUAplus</a>, die die Basis betreibt.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Tauchbasis+Schluchsee+ist+Dive+Resort+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1281+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1281&amp;md5=d58b8bc0c1fc2ad6522eb337f9417b60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schweinswale in der Weser: immer noch ein R&#228;tsel &#8211; Walbeobachter gesucht!</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2011/04/28/schweinswale-in-der-weser-immer-noch-ein-raetsel-walbeobachter-gesucht/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 07:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben im Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Leben im Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinswale]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[(pur). Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) sucht dieses Jahr wieder aufmerksame Beobachter, damit das R&#228;tsel um die Schweinswale in der Weser gel&#246;st werden kann.

"Seit 5 Jahren schwimmen die bis zu 1,50 Meter gro&#223;en, grauen Meeress&#228;uger jedes Fr&#252;hjahr die Weser flussaufw&#228;rts, manchmal sogar die 65 Kilometer bis nach Bremen", so die Biologin Denise ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pur). Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) sucht dieses Jahr wieder aufmerksame Beobachter, damit das R&#228;tsel um die Schweinswale in der Weser gel&#246;st werden kann.</p>
<p>&#8220;Seit 5 Jahren schwimmen die bis zu 1,50 Meter gro&#223;en, grauen Meeress&#228;uger jedes Fr&#252;hjahr die Weser flussaufw&#228;rts, manchmal sogar die 65 Kilometer bis nach Bremen&#8221;, so die Biologin Denise Wenger von der GRD. Vermutlich folgen sie attraktiven Futterquellen, Fischarten wie Finte, Stint oder Hering, die aus der Nordsee zum Ablaichen in die gro&#223;en Fl&#252;sse kommen. Einen Anhaltspunkt f&#252;r diese These bieten die Daten der vor einem Jahr im Fluss installierten Hydrophone (Unterwassermikrophone, sog. Klickdetektoren), die die Ultraschalllaute der Schweinswale aufzeichnen. &#8220;Eindeutige Lautfolgen (&#8220;click trains&#8221;) f&#252;r Futtersuche und Kommunikation wurden bei der Auswertung gefunden&#8221;, so der Schweinswalexperte Sven Koschinski.</p>
<p>Aber noch wei&#223; man nicht genau, wie viele dieser heimischen, gesch&#252;tzten Kleinwale sich in der Weser aufhalten, was sie eigentlich hier tun und welche Bedeutung die verschiedenen Weserabschnitte f&#252;r die Meeress&#228;uger haben. Deshalb bittet die Projektleiterin Denise Wenger dieses Jahr besonders alle Segler, Bootsfahrer, Fischer, Anwohner und Osterurlauber, die auf oder an der Weser unterwegs sind, sich ein wenig Zeit f&#252;r &#8220;Whale Watching&#8221; zu nehmen und nach den Kleinen T&#252;mmlern Ausschau zu halten. Meldungen telefonisch an 089-741 604 10 oder per E-Mail unter info@delphinschutz.org oder mithilfe eines Meldebogens unter <a href="http://www.weserwale.de" target="_blank">www.weserwale.de</a>.<br />
Nur wenn wir mehr &#252;ber die Lebensgewohnheiten unserer einzigen heimischen Wale wissen, k&#246;nnen sie gezielt gesch&#252;tzt werden.</p>
<p>Das Projekt wird unterst&#252;tzt von der Deutschen Umwelthilfe und der Naturschutzbeh&#246;rde des Landkreises Wesermarsch.</p>
<p><em>Quelle: djd</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Schweinswale+in+der+Weser%3A+immer+noch+ein+R%C3%A4tsel+%E2%80%93+Walbeobachter+gesucht%21+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1277+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1277&amp;md5=7d56a10b0d5987728a04b2cdae676270" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>RESCUE DIVER, die Zweite: Uuuuuuuund…. ACTION!</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/10/19/rescue-diver-die-zweite-uuuuuuuund-action/</link>
		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2010/10/19/rescue-diver-die-zweite-uuuuuuuund-action/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 07:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Crostwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Rescue Diver schritt voran. Szenario folgte auf Szenario. Ich hob Annette vom Grund auf, ganz ohne auf irgendwelche Kaugummis zu sto&#223;en, sie schleppte mich an Land, ohne Probleme mit dem Tarierhebel von meinem Jacket zu haben, wir retteten Taucher in Panik &#252;ber und unter Wasser. Dann schrieben wir die schriftliche Pr&#252;fung, die wir ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rescue Diver schritt voran. Szenario folgte auf Szenario. Ich hob Annette vom Grund auf, <a title="RESCUE DIVER: Poollektionen" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/29/rescue-diver-die-poollektionen/" target="_blank">ganz ohne auf irgendwelche Kaugummis zu sto&#223;en</a>, sie schleppte mich an Land, ohne Probleme mit dem Tarierhebel von meinem Jacket zu haben, wir retteten Taucher in Panik &#252;ber und unter Wasser. Dann schrieben wir die schriftliche Pr&#252;fung, die wir beide bestanden. Dann stand noch ein Szenario an.</p>
<ul>
<li>Rettung eines Tauchers an der Oberfl&#228;che vom Land aus</li>
</ul>
<p>Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass man von einem Tauchgang bereits an Land / aufs Boot zur&#252;ckgekehrt ist und einen Taucher entfernt an der Oberfl&#228;che entdeckt, der um Hilfe winkt. Da man die Ausr&#252;stung bereits abgelegt hat, muss man nach einer Alternative schauen und mindestens zwei Versuche von Land aus unternehmen, bevor man wieder ins Wasser steigt. Der Tauchsee Horka ist f&#252;r eine solche &#220;bung ideal, denn direkt neben der Treppe f&#252;r den Einstieg befindet sich eine Schwimmplattform. Hier standen also Annette, Babsi und ich, w&#228;hrend Majki sich gef&#252;hlte 200 Meter drau&#223;en auf dem Wasser befand und um Hilfe winkte. Doch gemach! Wir hatten auf der Plattform die Markierungsboje &#8211; nicht jene, die uns beim &#8220;vermissten Taucher&#8221; schon so gute Dienste geleistet hatte. Diese Boje glich von der Form her einem holl&#228;ndischen Gouda. An ihr war ein Seil befestigt und ich stellte mir vor, dass sie bestimmt gute Flugeigenschaften hatte.</p>
<p><em>Annette: Schwimmt K&#228;se eigentlich? Ich meine, im Rescue Diver Buch steht, man kann alles werfen, was an der Oberfl&#228;che schwimmt. Somit bek&#228;me der &#8220;fliegende Holl&#228;nder&#8221; eine neue Bedeutung. Ich m&#246;chte mir die Auswirkungen allerdings nicht vorstellen. Die Bild Schlagzeilen:</em></p>
<p><em>&#8220;Tauchlehrer von fliegendem Gouda erschlagen&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Opfer w&#228;hrend der Rettungsaktion mit K&#228;se gef&#252;ttert&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Gallenoperation notwendig nach Rettung eines Tauchers mittels K&#228;selaib&#8221;</em></p>
<p><em>Ist doch alles K&#228;se!<br />
</em></p>
<p>W&#228;hrend Babsi und Annette beruhigend auf Majki einredeten &#8211; obwohl man bei der Distanz eher sagen kann, sie br&#252;llten beruhigend auf ihn ein &#8211; bereitete ich mich auf meinen Wurf vor.</p>
<p><em>Was blieb uns auch anderes &#252;brig? Ich meine, wir k&#246;nnen den armen Majki ja schlie&#223;lich nicht seinem Schicksal &#252;berlassen. Insofern f&#252;hlten wir uns verpflichtet, ihn zu warnen! &#8220;Pa&#223; auf, Majki, pa&#223; auf, Thorsten wirft gleich! Zieh den Kopf ein! Tauch notfalls ab!&#8221;</em></p>
<p>Fr&#252;her am Strand habe ich auch immer Frisbee gespielt, das w&#252;rde ich ja wohl noch hinkriegen. Ich nahm die Boje wie ein griechischer Diskuswerfer, holte Schwung, schleuderte sie davon und&#8230;</p>
<p>&#8230;traf daneben um etwa zehn Meter.  <em>V&#8230;</em>! W&#228;hrend ich die Boje mittels ihres Seils wieder einholte, dachte ich nach. Da hatte ich doch mal was in der Schule gelernt&#8230; vor langer Zeit&#8230; Vor meinem geistigen Auge baute sich ein Bild auf:</p>
<div id="attachment_1082" class="wp-caption aligncenter" style="width: 406px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/Wurfparabel.jpg"><img class="size-full wp-image-1082 " src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/Wurfparabel.jpg" alt="Wurfparabel - Bild: Geof at the German language Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/User:Geof)" width="396" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Wurfparabel - Bild: Geof at the German language Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/User:Geof)</p></div>
<p>Die <strong>Wurfparabel</strong>! Genau! Und der Scheitelpunkt der Wurfparabel wird erreicht, wenn die vertikale  Geschwindigkeitskomponente ihren Nulldurchgang hat, das hei&#223;t, wenn sich  eine zuerst nach oben gerichtete Bewegung in eine nach unten gerichtete  Bewegung umkehrt. Den Scheitel kann man berechnen, da der Wurf eine Parabelform hat, und  der Scheitel somit zwischen den Nullstellen 0 und <em>R</em> liegt:</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1085" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel.png" alt="" width="304" height="47" /></a></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1086" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel2.png" alt="" width="127" height="48" /></a>Damit war mir alles klar! Ich wusste nun, was ich zu tun hatte. Ich nahm die Boje, versetzte sie in Schwung, schleuderte sie davon&#8230;</p>
<p>&#8230;und traf ganz exakt! Google! &#196;h&#8230; YAHOO!</p>
<p><em>Ich m&#246;chte hier an der Stelle zweierlei oder auch mehr anmerken!</em></p>
<p><em>Erstens: Wissen die Leser eigentlich, dass du vor Kurzem an einem Mathematik-Quizz teilgenommen hast und dass als Ergebnis ein Bild von Paris Hilton erschien? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Nein, das wissen sie nicht, und das aus gutem Grund: Ich hab es ihnen verheimlicht. Aber Du musst ja alles ausposaunen!</p>
<p><em>Zweitens: Du hast ja wieder mal deinem Quizz Ergebnis alle Ehre gemacht. Du hast zwar mit der Wurfparabel gerechnet, allerdings hast du es dir zu einfach gemacht. Schlie&#223;lich hast du den Luftwiderstand wieder mal au&#223;er Acht gelassen, und somit ist es kein WUnder, dass du dich um 10 m verzielt hast. Den Luftwiderstand muss man nun schon auch miteinbeziehen, n&#228;mlich so:</em></p>
<h2>Wurfparabel  mit Luftwiderstand</h2>
<blockquote><p>Die Luftreibung und ein inhomogenes Schwerefeld nehmen Einfluss auf  die Flugbahn. Dieser Einfluss ist Gegenstand der <a title="Ballistik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ballistik">Ballistik</a>.</p>
<ul>
<li><em>Luftwiderstand</em>: Die Atmosph&#228;re wirkt bremsend; je h&#246;her die  Geschwindigkeit ist, desto st&#228;rker ist die Abweichung – denn der <a title="Luftwiderstand" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> nimmt mit <em>v<sup>2</sup></em> zu, die Bahnkr&#252;mmung (d. h.: die horizontale Streckung der Parabel  durch h&#246;here horizontale Geschwindigkeit) aber nur mit <em>v</em> ab. Die  absteigende Kurve wird deutlicher gek&#252;rzt als die aufsteigende und  verl&#228;uft daher steiler. Die maximale Wurfweite wird nicht mehr bei <img src="http://upload.wikimedia.org/math/1/c/1/1c1b65c812f002df915f1905b027d370.png" alt="\beta = 45^\circ" /> erreicht. Au&#223;erdem muss beachtet werden, dass die Dichte der Luft in  h&#246;heren Lagen geringer ist und damit ist auch der Luftwiderstand im  Scheitelpunkt kleiner als am Boden.</li>
<li><em>Inhomogenit&#228;t des Schwerefelds</em>
<ul>
<li><em>Kugelform der Erde</em>: Die <a title="Lotlinie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lotlinie">Lotlinien</a> sind nicht parallel, sondern laufen im  Erdzentrum zusammen. Daher w&#252;rde auch im <a title="Vakuum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vakuum">Vakuum</a> keine Parabel resultieren, sondern eine <a title="Keplerellipse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keplerellipse">Keplerellipse</a> mit dem <a title="Brennpunkt (Ellipse)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brennpunkt_%28Ellipse%29">Brennpunkt</a> im <a title="Geozentrum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geozentrum">Geozentrum</a>.  Der Unterschied zur Parabel ist zwar bei &#252;blichen Anwendungen nur im  Millimeter-Bereich, w&#228;chst bei <a title="Rakete" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rakete">Raketen</a> aber auf Kilometer an.</li>
<li><em>Lokale Variationen der <a title="Erdschwerebeschleunigung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschwerebeschleunigung">Erdschwerebeschleunigung</a></em>: F&#252;r  Abweichungen der Schwerebeschleunigung auf der Erdoberfl&#228;che vom  Schwerefeld einer idealen Kugel sorgen die <a title="Zentrifugalkraft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrifugalkraft">Zentrifugalkraft</a> der Erdrotation, die <a title="Erdabplattung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdabplattung">Erdabplattung</a> (welche letztendlich eine Folge dieser Zentrifugalkraft ist), das <a title="H&#246;henprofil" href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henprofil">H&#246;henprofil</a> (Gebirge = gro&#223;e Masse, aber auch  gr&#246;&#223;ere Entfernung vom Geozentrum) und die Massenverteilung im  Untergrund (siehe <a title="Gravimetrie (Geophysik)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gravimetrie_%28Geophysik%29">Gravimetrie</a>).  Beispielsweise betr&#228;gt die Schwerebeschleunigung am &#196;quator <img src="http://upload.wikimedia.org/math/2/5/a/25a34408f9160b46be1d07a9369e27f3.png" alt="9{,}780\, \mathrm{m}/\mathrm{s}^2" />,  an den Polen jedoch <img src="http://upload.wikimedia.org/math/e/c/8/ec886eeebbed61485854943c065828e6.png" alt="9{,}832\,\mathrm{m}/\mathrm{s}^2" />.  Findet der Wurf komplett in einem Bereich statt, in dem man die  Schwerebeschleunigung als konstant annehmen kann, wird die Parabelform  (bzw. Ellipsenform) zwar beibehalten, jedoch wird die Parabel durch eine  geringere Schwerebeschleunigung weiter und durch eine h&#246;here  Schwerebeschleunigung enger. Ansonsten ergeben sich Abweichungen von der  Parabelform.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Differentialgleichungen</h3>
<p>Ein K&#246;rper werde mit der Geschwindigkeit <em>v</em><sub>gesamt</sub> unter dem Winkel <em>β</em> (zur Horizontalen) schr&#228;g nach oben geworfen.  Um den <a title="Luftwiderstand" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> <em>F</em><sub>Reibung</sub> berechnen zu k&#246;nnen, m&#252;ssen im Gegensatz zur idealisierten Wurfparabel  auch Form (<em>C</em><sub>w</sub>-Wert), Masse <em>m</em> und  Querschnittsfl&#228;che <em>A</em> des K&#246;rpers bekannt sein.</p>
<p>Die horizontale und vertikale Komponente der Anfangsgeschwindigkeit  lauten</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/4/7/9/4794d84693b8dd93e86931f4bcfa7180.png" alt="v_x = v_\mathrm{gesamt} \cdot \cos\beta" /></dd>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/0/7/e/07e3c77d3b85d45af60bd6d4e21d12a7.png" alt="v_y = v_\mathrm{gesamt} \cdot \sin\beta" /></dd>
</dl>
<p>Im Laufe des Flugs &#228;ndern sich beide Komponenten der Geschwindigkeit  unter dem Einfluss von Gravitation und Luftreibung. Die Luftreibung ist  proportional zum Quadrat des Betrags der Geschwindigkeit:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/c/4/7/c47a57d8a9f95a83164de93421f85f9a.png" alt="F_\mathrm{Reibung}(t) = 0{,}5 \cdot  \rho_\mathrm{Luft} \cdot C_\mathrm{w} \cdot A \cdot (v_x^2(t) +  v_y^2(t))" /></dd>
</dl>
<p>Diese Reibungskraft bewirkt eine Beschleunigung, die der Bewegung  immer genau entgegengesetzt gerichtet ist. Die Flugrichtung β(<em>t</em>) zum Zeitpunkt <em>t</em> ist:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/5/1/b/51bddfd2457cf705df8a9b3b67815121.png" alt="\begin{align}  \beta(t) &amp; =\arctan (v_y(t)/v_x(t))  \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Damit l&#228;sst sich die Beschleunigung <em>a</em>(<em>t</em>)  in zueinander senkrechte Komponenten zerlegen:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/8/e/b/8ebe1e16647b8a6444c72a2ac68bc20b.png" alt="\begin{align} a_x(t) &amp; = -\cos(\beta(t))\cdot F_\mathrm{Reibung}(t)/m \\ a_y(t) &amp; = -g-\sin(\beta(t))\cdot F_\mathrm{Reibung}(t)/m \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Damit k&#246;nnen aus dem Ort und der Geschwindigkeit zur Zeit <em>t</em> die Geschwindigkeit und Ort zur Zeit <em>t</em> + d<em>t</em> berechnet werden. Dabei ist  d<em>t</em> ein <a title="Differential (Mathematik)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Differential_%28Mathematik%29">Differential</a> der Zeit:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/d/c/4/dc4c34328e2646d833d20427a4ae80a1.png" alt="\begin{align} x(t+dt) &amp; = x(t) + v_x(t) \mathrm{d}t \\ y(t+dt) &amp; = y(t) + v_y(t) \mathrm{d}t \\ v_{x}(t+dt) &amp; = v_{x}(t) + a_x(t) \mathrm{d}t \\ v_{y}(t+dt) &amp; = v_{y}(t) + a_y(t) \mathrm{d}t \\ \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Dieses gekoppelte System von <a title="Differentialgleichung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Differentialgleichung">Differentialgleichungen</a> hat keine  geschlossene analytische L&#246;sung. Eine L&#246;sung kann jedoch <a title="Numerische Mathematik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Mathematik">numerisch</a> berechnet werden.</p>
<p><em>Quelle: Wikipedia</em></p></blockquote>
<p><em>Jetzt ist klar, oder? Insofern musst du das oben korrigieren. Du hast den ersten Wurf  mit deiner Rechnung ausgef&#252;hrt und DESHALB hast du dich verworfen. </em></p>
<p><em>Hatte ich erw&#228;hnt, dass ich in dem gleichen Quizz das Ergebnis &#8220;Albert Einstein&#8221; hatte? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Nein, hattest Du nicht. Und warum hast Du es nicht dabei belassen?</p>
<p><em>Um dem allgemeinen Vorurteil, &#8220;Frauen k&#246;nnen nicht rechnen&#8221; etwas entgegensetzen zu k&#246;nnen. Deshalb!</em></p>
<p>Jedenfalls, zu dritt zogen wir dann an dem Seil und holten Majki mit einem Tempo rein, mit dem andere Wasserski fahren k&#246;nnen. Auch diese Aufgabe war damit gel&#246;st&#8230; &#228;h, k&#246;nnte ich bitte eine Fanfare haben?</p>
<p><em>NEIN! Nicht schon wieder!</em></p>
<p>Also guuut&#8230; Ja, und damit war der Rescue Diver abgeschlossen. Ende. Aus. Finito. Bei den Ausbildungsg&#228;ngen von PADI gab es auf der &#8220;Hobby-Seite&#8221; nur noch eine &#8220;Stufe&#8221;, die nicht wirklich eine &#8220;Stufe&#8221; ist &#8211; der &#8220;Master Scuba Diver&#8221;, den man verliehen bekommt, wenn man f&#252;nf Spezialkurse abgeleistet hat. Von der Ausbildung her hatten wir das Ende der Fahnenstange im Hobby-Bereich erreicht.</p>
<p>Wow!</p>
<p>Tja, das war&#8217;s dann wohl. Den &#8220;Deep Diver&#8221; wollten wir noch machen und vielleicht noch den einen oder anderen Spezialkurs, aber sonst&#8230;</p>
<p>Glauben Sie das wirklich, liebe Leserin, lieber Leser? Nein, die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende&#8230;</p>
<p>[Die Texte und Grafiken zur Berechnung der Wurfparabel stammen aus dem Artikel "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wurfparabel" target="_blank">Wurfparabel</a>" der Deutschen Wikipedia und sind unter der Creative Commons Lizenz AttributionSharealike 3.0 Unported (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbestimmungen_Commons_Attribution-ShareAlike_3.0_Unported" target="_blank">CC-by-SA-3.0</a>) verf&#252;gbar. Die Autoren des Textes finden sich <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wurfparabel&amp;action=history" target="_blank">hier</a>.]</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=RESCUE+DIVER%2C+die+Zweite%3A+Uuuuuuuund%E2%80%A6.+ACTION%21+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1080+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1080&amp;md5=81e2e1a070affdea3ac1889937b2fa26" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>RESCUE DIVER: Uuuund… ACTION!</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Crostwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon am ersten Tag der Rescue-Diver-Freiwasser-&#220;bungen konnten wir die Annehmlichkeiten des Trockentauchanzugs am eigenen Leib erfahren. Es war zwar Mitte April, aber das Wetter war nicht so &#252;berragend, und das Wasser des Tauchsees hatte um die 6 ° C. W&#228;hrend des Tauchgangs hielt der Trocki w&#228;rmer als sein Nass-Kollege, und f&#252;r den zweiten Tauchgang ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon am ersten Tag der Rescue-Diver-Freiwasser-&#220;bungen konnten wir die Annehmlichkeiten des Trockentauchanzugs am eigenen Leib erfahren. Es war zwar Mitte April, aber das Wetter war nicht so &#252;berragend, und das Wasser des Tauchsees hatte um die 6 ° C. W&#228;hrend des Tauchgangs hielt der Trocki w&#228;rmer als sein Nass-Kollege, und f&#252;r den zweiten Tauchgang mussten wir nicht in die nassen Sachen steigen. Und es mussten mindestens zwei Tauchg&#228;nge pro Tag sein, denn wir hatten ein straffes Programm mit den verschiedenen Notfall-Szenarien, die wir zu bestehen hatten. Teilweise war es zwar eine Wiederholung dessen, was wir schon im Pool gemacht hatten, aber es gibt Dinge, die kann man gar nicht oft genug &#252;ben. Au&#223;erdem war es schon ein wenig anders, im Pool war das Wasser angenehm warm &#8211; hier nicht. Und so retteten wir Taucher in Panik an der Oberfl&#228;che, beatmeten an der Oberfl&#228;che, schleppten, halfen und schoben. Da wurde einem auch warm. Kommen wir zu den Rettungsaktionen, die wir im Pool noch nicht gemacht hatten&#8230;</p>
<ul>
<li>Der vermisste Taucher</li>
</ul>
<p>Das Szenario &#8220;der vermisste Taucher&#8221; ist im Pool deswegen sinnlos, weil der Ort zum einen von seiner Gr&#246;&#223;e her recht &#252;berschaubar ist, zum anderen, weil man im Pool so gut sehen kann, dass man den Taucher bald wiedergefunden hat. Bei dem Szenario im Freiwasser tauchen die Rescue-Diver-Anw&#228;rter los, meistens mit der Ansage, dass sie sich eine Zeit lang nicht zu dem hinter ihnen tauchenden Instructor umdrehen d&#252;rfen. Dieser trennt sich irgendwann von der Gruppe. Ist die angegebene Zeit um, liegt es an den Rescue Divern, ihren verschwundenen Kameraden plangem&#228;&#223; zu suchen.</p>
<p>Wir hatten vorher ausgemacht, dass wir eine Boje an die Oberfl&#228;che starten w&#252;rden. Babsi w&#252;rde dann nach oben gehen und nach Luftblasen Ausschau halten, w&#228;hrend Annette und ich am Ende der Leine in etwa 5 m Tiefe warten. Als n&#228;chstes w&#252;rde Babsi dann in Richtung der gesichteten Blasen schwimmen, wobei es an mir lag, Seil zu geben, bis sie stehenblieb. Dann w&#252;rden wir das Seil wieder aufrollen und ihr somit folgen, bis wir wieder direkt unter ihr w&#228;ren. Auf diese Weise sollten wir uns St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck dem vermissten Taucher n&#228;hern. H&#228;tten wir ihn gefunden, sollten wir mit dem Seil Signal geben und Babsi k&#228;me wieder zu uns. So &#228;hnlich jedenfalls.</p>
<p>Guter Plan! Aber Moment mal&#8230; Boje schie&#223;en? Da war doch was, da war doch was&#8230; ach ja, <a title="FFD: Das Abschie&#223;en einer Boje" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/20/shaab-el-erg-kabir-aegypten-rotes-meer-und-das-abschiessen-einer-boje/" target="_blank">ich erinnere mich</a>! Oje. Mir war klar, dass ich mich vorher mit meiner Boje auseinander setzen musste. Also nahm ich sie zur Seite und meinte zu ihr: &#8220;Boje, wir hatten in der Vergangenheit so unsere Schwierigkeiten. Vielleicht hast Du ab und zu das Gef&#252;hl, dass ich Dich an der kurzen Leine lasse. Aber Du musst auch mal meine Perspektive sehen. Mir kommt es so vor, dass Du ausgerechnet dann, wenn&#8217;s drauf ankommst, Dich aufplusterst und abhaust. Und dann kann nichts Dich halten. Aber diesmal ist es wirklich wichtig. Tu mir den Gefallen und halt Dich an die Abmachungen, okay?&#8221; Damit war alles gesprochen.</p>
<p><em>Annette: Du f&#252;hrst Gespr&#228;che mit einer Boje?  Es reicht ja schon, dass du MICH st&#228;ndig vollschwallst, aber die Boje kann sich ja nicht mal wehren!</em></p>
<p>Eine Boje widerspricht mir auch nicht dauernd, so!</p>
<p>Warum auch immer Majki auf die Idee gekommen ist, <a title="FFD: Die &quot;Ohne Luft&quot;-Situation" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/06/sakwa-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-ohne-luft-situation/">dass mir die Luft nicht reichen k&#246;nnte</a>, <em>(*r&#228;usper) </em> ist mir ein totales Mysterium, jedenfalls bekam ich f&#252;r das F&#252;llen meiner Boje noch eine kleine Pressluftflasche mit, eine so genannte &#8220;Pony Bottle&#8221;. Beh&#228;ngt mit Boje, Reel (Seilwinde) und Flasche sah ich aus wie ein halber Tec Diver&#8230; na gut, vielleicht kein halber, ein viertel vielleicht&#8230; auch nicht wirklich. Sagen wir, ich hatte auf der Tec-Diver-Bewertungsskala einen Wert von 0,1 Nil. Das hei&#223;t, &#8220;sieht zwar cool aus, bricht aber auf dem Weg zum Wasser unter dem Gewicht schier zusammen&#8221;. Immerhin konnte ich auf diese Weise nicht pl&#246;tzlich weggeweht werden, falls Wind aufgekommen w&#228;re.</p>
<p><em>Ich unterbreche nur ungern, wenn du dich selber anschw&#228;rzt, was die Luftknappheit bei dir angeht, aber ich muss dir leider widersprechen. Du bekamst die Pony Flasche nicht aus Gr&#252;nden deines fragw&#252;rdigen Luftverbrauchs sondern weil sich Majki wegen der Wassertemperatur Sorgen machte und bef&#252;rchtete, dass dein Automat abblasen k&#246;nnte wenn du gleichzeitig atmest und die Boje f&#252;llst.</em></p>
<p>Da, schon wieder! Hast Du gesehen, Boje, sie widerspricht mir schon wieder! Und da wundert sie sich, dass ich mich mit Dir unterhalte.</p>
<p><span style="color: #ff9900;">Boje: &#8212;-</span></p>
<p>Was sagst Du, Boje? Ich soll einfach weitererz&#228;hlen? Sch&#246;n, wenigstens eine, die sich f&#252;r meine Heldentaten interessiert. Also, wie gesagt, ich hatte an der Pony Bottle ganz sch&#246;n zu schleppen. <em></em></p>
<p><em>Wirklich? Wieviel wiegt die? 800 Gramm? Oder doch ein ganzes Kilo? </em></p>
<p>Da geht sie fl&#246;ten, meine Reputation. Jetzt wollte ich den &#8220;Coolness-Faktor&#8221; nur etwas erh&#246;hen, aber nein&#8230; Jedenfalls war ich froh, als ich endlich im Wasser war. Kein Gewicht mehr und&#8230; aaaah, diese angenehme K&#252;hle&#8230;</p>
<p><em>Dass du auf der Treppe unter dem Gewicht fast kollabiert w&#228;rst und wir ungef&#228;hr eine dreiviertel Stunde Oberfl&#228;chenpause nach dem Einstieg einlegen mussten, damit du wieder anst&#228;ndig atmen konntest ist dir wohl geflissentlich entfallen, was? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ich habe beim Einstieg lediglich mit Absicht etwas schneller geatmet, um&#8230; meine Lungen zu reinigen. Damit ich den Luftvorrat besser ausnutzen kann. Als ich fertig war, ging&#8217;s los. Wir tauchten die Strecke, die uns links vom Einstieg an den Felsw&#228;nden entlang f&#252;hrte. Dort kamen wir zu dem Felsvorsprung, wo wir eigentlich erwartet h&#228;tten, die Biertischgarnitur vom September zuvor zu finden. Doch da war nichts mehr. Nur noch einzelne Teile, die daran erinnerten, was sich hier einmal befunden hatte.</p>
<p><em>Richtig &#228;rgerlich war es allerdings, weil wir Babsi den Ort eigentlich zeigen wollten. Sie hatte ihn noch nie gesehen und wir erz&#228;hlten ihr im Vorfeld, wie nett sie den Ort hergerichtet hatten. Um so seltsamer war es f&#252;r sie, als sie die &#220;berreste eines rostigen Grills fand und eine Figur sah. Vermutlich dachte sie, wir wollten sie ver&#228;ppeln.</em></p>
<p>Ein gro&#223;es R&#228;tsel Aber gut, wir hatten die Aufgabe, Majki zu finden, nicht die Biertischgarnitur. Obwohl&#8230; vielleicht h&#228;tten wir f&#252;r das Finden der Biertischgarnitur eine Auszeichnung wegen Originellit&#228;t bekommen. Egal, jedenfalls begaben wir uns auf den Vorsprung und ich versuchte, mich hinzuknien. Dummerweise zog die Pony Bottle mich an der rechten Seite immer nach unten. Erst als ich mich hinstellte, war ich stabil genug, um weiterzumachen.</p>
<p><em>*r&#228;usper r&#228;usper!!!!</em></p>
<p><em>VETO!</em></p>
<p><em>Wie war das bitte? Du hast dich hingestellt???! In deiner Fantasie vielleicht, die Realit&#228;t war allerdings ein klein bisschen anders. Nachdem du derart viel Dreck aufgewirbelt hattest, weil du st&#228;ndig drohtest, von dem Felsvorsprung abzurutschen habe ICH mich schlie&#223;lich deiner erbarmt und dir die entscheidende Hilfestellung geleistet. ICH habe dich festgehalten!</em></p>
<p>Ach, deswegen hast Du das gemacht? Ich habe mich schon gefragt, warum Du auf einmal anf&#228;ngst, an mir rumzugrabschen. Ich fand es eigentlich ganz&#8230; angenehm, deswegen wollte ich Dich nicht davon abbringen. Ich musste mich dann schon ziemlich auf die Aufgabe konzentrieren. Babsi half mir freundlicherweise, und es war wieder das gleiche Prozedere wie beim letzten Mal: Boje entfalten und ein bisschen Luft reinblasen. Diesmal ging es einfacher, da ich nicht meinen Oktopus nehmen musste, denn die Pony Bottle hatte nat&#252;rlich ihren eigenen Regulator. Ich gab etwas Seil und Babsi f&#252;llte etwas mehr Luft nach&#8230;</p>
<p>&#8230;und SCHWUPPS! Kam Zug auf die Boje und sie rauschte davon. HE! SO HABEN WIR NICHT GEWETTET! KOMM SOFORT ZUR&#220;CK!</p>
<p>Dann bemerkte ich Babsis Blick, der zu sagen schien: Was hat er denn? Ach, das war okay so? &#196;h, ich meine, nat&#252;rlich war das okay so! Genau, wie wir es zuvor besprochen hatten, hurra. Oder um es mit Hannibal vom A-Team zu sagen:</p>
<p><object width="420" height="261"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/yxryykx-veM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/yxryykx-veM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="261"></embed></object></p>
<p>Nun stieg Babsi auf, w&#228;hrend Annette und ich warteten. Irgendwann kam Zug aufs Seil und ich gab die Winde frei. Irgendwann kam das Seil zum Stillstand. Dann fing ich an, das Seil mit der Winde wieder aufzuwickeln, so dass wir Babsi folgen konnten. Mit andern Worten: Ich drehte mir den Wolf, w&#228;hrend Annette an mir dranhing und sich ziehen lie&#223;.</p>
<p><object width="420" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/bGMsAYgoL3Y?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/bGMsAYgoL3Y?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="340"></embed></object></p>
<p><em>W-Wa-Waaaas?? Also da h&#246;rt sich doch alles auf! Ich habe mich ziehen lassen, dass ich nicht lache. Ich hatte die &#252;beraus wichtigere Rolle als du mein Freund. Statt einfach simpel einem Seil hinterherzutauchen trug ich die VERANTWORTUNG! Ich war diejenige, die dich immer wieder aus der Tiefe rei&#223;en musste, da du nur auf das Seil fixiert warst und dabei gar nicht gemerkt hast, dass du st&#228;ndig tiefer kamst. So ist das mit euch Kerlen. Ihr seid einfach nicht in der Lage, zwei Dinge parallel zu machen. </em></p>
<p>Ich hab doch zwei Dinge gleichzeitig gemacht: Ich musste kurbeln und auf das Seil achten, dass es sich nirgends verf&#228;ngt. Der hochdramatische Moment, als das Seil &#252;ber eine scharfe Felsenkante ging und ich zusehen musste, dass es dort nicht versehentlich durchtrennt wird, ist Dir nicht mehr in Erinnerung, oder? Und &#252;berhaupt:  Noch am n&#228;chsten Tag merkte ich meinen rechten Arm, aber habe ich mich beschwert? Nein. Nein, das habe ich nicht.</p>
<p><em>Zur Gen&#252;ge. Ich erinnere nur an den Artikel, als du im Schluchsee mal die Lampe halten musstest. Ein GANZER Artikel nur &#252;ber deine Schmerzen im Arm!</em></p>
<p>Nein, ich habe lediglich auf den leichten Schmerzzustand meines Musculus Biceps Brachii hingewiesen. Und das auch nur deswegen, damit die anderen sich keine Sorgen um meinen Zustand machen.<em></em></p>
<p><em>Sehr heldenhaft von dir. Wenn ich das gewusst h&#228;tte, dann h&#228;tte ich mich selbstverst&#228;ndlich mit meinen bissigen Kommentaren zur&#252;ckgehalten. H&#228;tte ich? Hm&#8230;.. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Schritt f&#252;r Schritt folgten wir so der Spur der Blasen, die Babsi herausfand, <em>(weibliche Intuition!) </em>obwohl mittlerweile auch noch andere Taucher ins Wasser gekommen waren. Schlie&#223;lich hatten wir Majki erreicht. Nun war es an mir, einen Ruck nach oben zu geben, so dass Babsi wieder zu uns sto&#223;en konnte. Der Vermisste war gefunden und gerettet. &#196;hm&#8230; k&#246;nnte ich bitte eine Fanfare haben?</p>
<p><object width="420" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/CgF9kmOhupc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/CgF9kmOhupc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="340"></embed></object></p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>Mit der bravur&#246;sen L&#246;sung dieses Szenarios waren wir frohgemut. Die anderen Aufgaben konnten nun kommen, aber davon berichte ich das n&#228;chste Mal. Habe ich eigentlich schon erw&#228;hnt, dass mir mein rechter Arm fast nicht wehtut?</p>
<p><em>Zustand&#8230;das Wort gef&#228;llt mir irgendwie nicht. Zumutung find ich passender&#8230;du bist eine Zumutung! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Mir bleibt auch nichts erspart!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=RESCUE+DIVER%3A+Uuuund%E2%80%A6+ACTION%21+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1065+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1065&amp;md5=5a569239e7bb1bb5675e74ac898573cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der erste Tauchgang im Trocki</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/07/13/der-erste-tauchgang-im-trocki/</link>
		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2010/07/13/der-erste-tauchgang-im-trocki/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dry Suit Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Trocki]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Trocki war gekauft. Gott sei Dank rechtzeitig vor dem Horkaaufenthalt, denn wir hatten im Rahmen des Resue Divers noch einige Tauchg&#228;nge vor uns.

F&#252;r unter den Trocki hatte man uns einen mittleren Unterzieher sowie Skiunterw&#228;sche empfohlen. Die Wassertemperatur war noch ziemlich k&#252;hl, denn erst drei Wochen zuvor war ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Trocki war gekauft. Gott sei Dank rechtzeitig vor dem Horkaaufenthalt, denn wir hatten im Rahmen des Resue Divers noch einige Tauchg&#228;nge vor uns.</p>
<p>F&#252;r unter den Trocki hatte man uns einen mittleren Unterzieher sowie Skiunterw&#228;sche empfohlen. Die Wassertemperatur war noch ziemlich k&#252;hl, denn erst drei Wochen zuvor war das Eis vom See weggetaut.</p>
<p>Wie schon das letzte Mal beluden wir unser Auto und machten uns auf den Weg nach Ostdeutschland. Kaum hatten wir &#220;berlingen hinter uns gelassen, fing es an zu regnen. Was sage ich? Es regnete nicht, es sch&#252;ttete. Na klasse. Und kalt war es auch.</p>
<p>Hinter Ulm h&#246;rte es wieder auf und etwas Hoffnung keimte in uns, dass es in Ostdeutschland vielleicht ein bisschen w&#228;rmer war als bei uns, aber leider fing es wieder an zu sch&#252;tten, nachdem wir Dresden erreicht hatten.</p>
<p>Wir erreichten als erste die Basis in Horka. Man lie&#223; uns schon mal hinein, doch da wir die ersten Basisbewohner in dem Jahr waren, war sie noch nicht richtig beheizt. Wir froren ziemlich, trauten uns nicht, die Jacken auszuziehen, und warteten auf Majki. Knapp eine Stunde sp&#228;ter kam er, mit Babsi nebst Hunden. Wir liefen zum See, aber so richtig einladend war es ehrlich gesagt nicht. Wir dachten mit Grauen daran, in das kalte Wasser zu steigen und waren doppelt froh, dass es dieses Mal trocken sein sollte.</p>
<p><em>Thorsten: Ja, da war uns das Gl&#252;ck wirklich hold. Im Nass-Tauchanzug w&#228;re das eine verdammt ungem&#252;tliche Angelegenheit geworden.</em></p>
<p>An dem Abend machten wir nicht mehr viel. Wir gingen essen, dann schlafen. Die Zimmer waren immerhin sch&#246;n warm und es gab keine <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/11/05/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-1/" target="_blank">M&#252;cken</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen war es dann soweit. Nach einer Einweisung in die Anz&#252;ge zogen wir uns das erste Mal komplett trocken an. Bis dahin ging soweit erst mal alles problemlos. Sich ins Jacket zu zwingen erforderte bei mir zumindest etwas Geschick, dann ging es los.</p>
<p><em>Ich werde nie dieses komische Gef&#252;hl vergessen, wenn man den Anzug angelegt hat und in die Knie geht, um s&#228;mtliche Luft herauszupressen. Der Trocki saugt sich dann quasi an einem fest. Das f&#252;hlt sich an wie&#8230; &#228;h&#8230; ja, mir f&#228;llt gerade kein Vergleich ein. Ich sag Bescheid, falls sich das &#228;ndert.</em></p>
<p>Eitler Fatzke! Du bist auch mit nix zufrieden. Mal saugt sich der Trocki an, dann ist man wieder nicht fotogen weil der Rei&#223;verschluss am R&#252;cken einen Buckel vort&#228;uscht&#8230; und da hei&#223;t es immer Frauen seien so eitel&#8230;</p>
<p><em>Hallo?? Ich werde dieses Jahr 40. Ich kriege Falten und verliere meine Haare. Da muss ich doch schauen, dass ich anderweitig gut aussehe.</em></p>
<p>Wir liefen in Richtung Seeeinstieg. Auf dem Weg fiel mir auf, dass ich irgendwie seltsam lief. Man hatte einem zwar beigebracht, aufrecht zu laufen, Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch rein, aber f&#252;r meinen Geschmack hatte ich die Schultern zu weit hinten. Dieser Verdacht best&#228;tigte sich, als ich versuchte, meine Flossen anzuziehen. Hier machte sich der erste Haken des Trilaminat Trockis bemerkbar. Er ist nicht elastisch! Und da die Stiefel direkt an den Hosenbeinen angebracht sind, gestaltete es sich etwas schwierig, im Stehen an die Flossen zu kommen. Knie anziehen ging nur bis zu einem gewissen Grad. Erschwerend kam bei mir die ungew&#246;hnliche &#8220;Schulterzur&#252;ckposition&#8221;, die es mir gar nicht erm&#246;glichte, an die Clipverschl&#252;sse der Flossen zu kommen. Nerv! Schlie&#223;lich gab ich auf und lie&#223; mir helfen.</p>
<p>Dann: Blei in die Taschen. Bei dem Gedanken an die Bleimenge wurde ich schon kurzluftig. Im Na&#223;tauchanzug brauche ich mit meiner 12 l Flasche maximal 2 kg, hier packte ich schon 8 Kilo ein. Inclusive Fu&#223;blei, denn die F&#252;&#223;e sollen im Trocki unten bleiben. V&#246;llig geschafft vom Anziehen begab ich mich auf die letzte Stufe.</p>
<p><em>Neben dem Fu&#223;blei hatten wir kurz vor der Fahrt nach Horka noch den Tipp bekommen, uns Flossen mit weniger Auftrieb zu besorgen, was wir brav getan hatten.</em></p>
<p>(Korrektur: DEINE Flossen hatten zu viel Auftrieb, meine nicht! Ich hab mir dekanterweise Splitfins geleistet, die weniger Wasserwiderstand haben. Haben sie auch. Wenn man flosselt sp&#252;rt man sie fast nicht. Hach, das geht ja richtig leicht. Angenehm leicht. Sehr leicht. ZU leicht!!!!! Ich hab meine Flosse verloren!!!!!!!!!!!)</p>
<p>Ehrlich gesagt war ich mehr als nerv&#246;s. Man h&#246;rt Geschichten &#252;ber Taucher, die Luft vom Trocki in die Beine bekommen und so unter Wasser einen Kopfstand machen und ungebremst an die Oberfl&#228;che schie&#223;en. Da ich aus leidlicher Erfahrung wei&#223;, dass ich zu solch bl&#246;den Zwischenf&#228;llen besonders am Anfang neige, sah ich es schon kommen, dass ich von der letzten Stufe ins Wasser glitt um sofort Kopf zu stehen.</p>
<p>Es half aber nichts. Den Mutigen geh&#246;rt die Welt. Also wagte ich den Schritt ins Wasser. Hier fiel mir zweierlei auf:</p>
<p>Erstens: Aaaaah&#8230;.kalt. Sehr kaltes Wasser. Igitt!!! Nein, nicht was Sie jetzt denken. Der Anzug war dicht. Aber trotzdem sp&#252;rte ich die umgebende K&#228;lte sehr deutlich. UUhhh! (Memo an mich: f&#252;r solche Aktionen in Zukunft dickere Unterzieher!!!!)</p>
<p><em>Okay, an dieser Stelle schalten wir mal schnell um in die Sendezentrale zum Zentralsender, und zwar zur&#8230;</em></p>
<h1>Hobbythek<em><br />
</em></h1>
<p><em>Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der &#8220;Hobbythek&#8221;, liebe Bastelfreunde! F&#252;r diejeningen unter unseren Lesern, die noch nie einen Trockentauchanzug im Wasser anhatten: Da hab ich mal was vorbereitet! Falls Sie das Gef&#252;hl mal nachvollziehen wollen, dann nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh (zum Beispiel aus dem Verbandskasten),</em> &#8230;</p>
<p>Gute Idee! N&#228;chste Verkehrskontrolle: &#8220;Zeigen Sie mal Ihren Verbandskasten! Wo sind denn die Handschuhe?&#8221; &#8211; &#8220;&#196;h&#8230; ich habe da ein Flat Flute Diver Experiment gemacht&#8230;&#8221; &#8211; &#8220;WAS haben Sie gemacht???&#8221;</p>
<p><em>&#8230; nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh, zur Not tut&#8217;s auch ein Haushaltshandschuh, f&#252;llen Sie ein Waschbecken mit 10 ° C kalten Wasser (zur Not tut&#8217;s auch 10 ° warmes Wasser) und halten Sie die Hand rein, und zwar so, dass kein Wasser in den Handschuh l&#228;uft. Genau so ist das Gef&#252;hl im Trockentauchanzug am ganzen K&#246;rper. Danke f&#252;r die Aufmerksamkeit, zur&#252;ck zu meiner liebreizenden Kollegin. </em></p>
<p>Zweitens: Die praktische Anwendung der Tauchphysik in Bezug auf den Wasserdruck. Wenn wir also im Na&#223;tauchanzug tauchen, merken wir vom Druck au&#223;er an den Ohren nicht wirklich etwas. Auch ein Schwimmer w&#252;rde den Wasserdruck an den Beinen im Wasser nicht merken. Aber! Der Trilaminat-Trockentaucher merkt ihn bereits an der Oberfl&#228;che! Ich trieb wie ein Korken an der Wasseroberfl&#228;che und wartete noch auf Thorsten, da merkte ich bereits, dass der Trockentauchanzug an meinen Beinen  klebte wie ein l&#228;stiger Duschvorhang, der elektrostatisch aufgeladen ist und den arglosen Duscher nervt. Na, das konnte ja heiter werden. Denn bereits an der Oberfl&#228;che bewirkte der klebende Trocki, dass die Bewegungsfreiheit der Beine zum flosseln eingeschr&#228;nkt ist.</p>
<p>Wir tauchten ab. Das erste Mal. Leider war die Sicht sehr milchig, was daran lag, dass es in Horka auch tagelang vorher geregnet hatte. Wir wollten erst mal auf 7 m bleiben und ein bisschen rumtauchen, um erst mal ein Gef&#252;hl f&#252;r den Trocki zu kriegen. Ich tauchte mit Majki, Thorsten mit Babsi. Los gings.</p>
<p>Es war, wie ich bef&#252;rchtet hatte. Je tiefer wir kamen, desto mehr klebte dieser Trocki an den Beinen und desto steifer wurde er. Ich lie&#223; zwar Luft hinein, aber die drang nicht bis zu den Beinen vor. Sollte sie nach M&#246;glichkeit auch nicht. Sie erinnern sich? Kopfstand! Ich ertrug es und tauchte weiter. Inzwischen war ich allerdings tiefer, als ich eigentlich wollte, ein Blick auf meinen Tauchcomputer zeigte mir 16 m an. Das merkte ich daran, dass ich den Eindruck hatte, dass es mir die Schuhsohlen in die Zehenzwischenr&#228;ume ziehen w&#252;rde.</p>
<p><em>Das Gesetz von Boyle besagt, dass das Volumen eines Gases sich umgekehrt proportinal zum Druck verh&#228;lt.</em></p>
<p>Sabbel doch nicht so geschwollen rum. Man k&#246;nnte ja meinen, du h&#228;ttest Physik studiert. Au&#223;erdem hei&#223;t der Typ Boyle-Mariotte nur zur Information!</p>
<p><em>Okay, irgendso ein physikalischer Grundsatz sagt, dass sich irgendwas irgendwie verh&#228;lt, wenn irgendwas passiert. Was genau, das diskutieren wir dann noch aus. In unserer Situation beim Tauchen jedoch galt: je mehr Druck, desto weniger Volumen. Das bekommt man im Trocki sehr deutlich mit. Und ich war sowieso noch sehr vorsichtig, da das Ablassen der Luft aus dem Anzug &#252;ber das Ventil im Oberarm eine sehr ungewohnte Sache war. Es galt nicht nur zu vermeiden, dass Luft in den Beinen daf&#252;r sorgte, dass man sich auf dem Kopf stellte, sondern auch dass die sich beim Aufstieg wieder ausdehnende Luft einen aufpumpte wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bibendum" target="_blank">Michelin-M&#228;nnchen</a> und man mit Impulsgeschwindigkeit gen Oberfl&#228;che schoss. Also lieber nicht zu viel Luft reinlassen und oft ablassen.</em></p>
<p>Insgesamt war es eine interessante Erfahrung, aber ich merkte schnell, dass das Trockentauchen noch sehr viel &#220;bung braucht. Alleine das Tarieren mit dem Anzug ist nicht so leicht, wie man sich das vorstellt. Arm hoch, um Luft aus dem Anzug zu lassen? In der Theorie vielleicht&#8230; Das wollte nicht klappen, und schon stieg ich ungewollt auf. Mit der Zeit lernte ich, dass ich nicht nur den Arm hochnehmen muss, sondern auch den Arm anwinkeln sollte, dann klappt es schon viel besser.</p>
<p><em>Dabei zeigte sich ein Nachteil meines <a href="../2009/07/24/thorstens-gedanken-zur-ersten-eigenen-ausruestung-das-jacket/" target="_blank">Jackets</a>:  es hat keinen Tarierschlauch, sondern einen an der linken Seite  angebrachten Tarierhebel.  Um Luft sowohl aus dem Jacket als auch aus  dem Anzug abzulassen, musste ich zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen machen:  Nach oben, um Luft aus dem Anzug zu lassen, nach unten, um an den  Tarierhebel zu kommen.</em></p>
<p>Verstehe. Zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen &#252;berfordern Dich. Du bist wohl nicht belastbar was? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Es ist nur geringf&#252;gig schwierig, den Arm gleichzeitig hochzunehmen <strong>und</strong> nach unten an den Tarierhebel zu greifen. Das eine schlie&#223;t das andere aus. Das ist fast wie in diesem Gedicht: &#8220;&#8230;drinnen sa&#223;en stehend Leute, schweigend ins Gespr&#228;ch vertieft&#8230;&#8221;</em></p>
<p>L&#228;nger als 30 Minuten war bei dem Tauchgang nicht drin. Es war einfach zu kalt. Wir tauchten wieder auf. Offenbar zog ich ne Schnute, denn Majki merkte gleich, dass ich mit der ersten Trockierfahrung nicht zufrieden war. Er meinte, ich solle mich nicht aufregen, die ersten Male seien nun mal gew&#246;hnungsbed&#252;rftig und nach ein paar Tauchg&#228;ngen w&#252;rde man das Engegef&#252;hl an den Beinen gar nicht mehr merken. Er behielt Recht. Also, nicht dass man es nicht merken w&#252;rde, aber man gew&#246;hnt sich dran.</p>
<p><em>Au&#223;erdem w&#252;rde man sich daran gew&#246;hnen, dass man am Anfang immer so eine gewisse Unsicherheit hat: Warum ist es gerade kalt? Ist es einfach nur kalt &#8211; oder hat der Anzug ein Loch, und es ist deswegen kalt, weil man gerade geflutet wird, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tauchzelle" target="_blank">Tauchzelle</a> eines U-Boots?</em></p>
<p>Was sich bei mir noch als Problem herausstellte: Ich hatte halbtrockene Handschuhe an. Der Gr&#246;&#223;e S, jedoch stellte sich heraus, dass ich trotzdem noch einen &#220;berstand von 2 cm an den Fingerkuppen hatte. Somit gestaltete es sich ziemlich schwierig, das Lufteinla&#223;ventil des Trockis zu bedienen. Auch hier m&#252;sste ich in K&#252;rze Abhilfe schaffen, also kam das Problem auf die &#8220;to do Liste for diving&#8221;.</p>
<p>Jetzt hatten wir noch eine Herausforderung vor uns: Der Ausstieg. Dazu in der kompletten, nassen Ausr&#252;stung knapp 100 Treppen hoch. Ich schnaufte aus dem Wasser, und *Trommelwirbel&#8230; schon stand ich wieder da wie das Topmodel* pers&#246;nlich. Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch <span style="text-decoration: line-through;">raus </span>rein. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8-)' class='wp-smiley' />   Da stimmte doch was nicht. Am Abend merkte ich auch sehr deutlich meine Schultergelenke. Inzwischen wei&#223; ich auch, woran das liegt. Mein Jacket ist mir zu gro&#223; und sagen wir eher mal: zu breit. Ich musste k&#252;nftig die Brustschnalle zuerst zumachen und maximal anziehen, bevor ich den Rest schlie&#223;en konnte, dann klappte es auch mit dem Flossenanziehen&#8230;</p>
<p>* = <em>GNTTM, oder wie? &#8220;Germany&#8217;s Next Tauch-Topmodel&#8221; Ich stell mir das schon vor, wir &#228;chzen die Treppen hinauf, und oben steht Heidi Klum und kritisiert unsere Gangart. Die war nat&#252;rlich nicht sonderlich elegant, aber: Alles Gewohnheitssache. Hoffe ich jedenfalls. Denn es stand uns ja noch was bevor: den Abschluss des RESCUE DIVER &#8211; Pr&#252;fung und Freiwassertauchg&#228;nge.</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Der+erste+Tauchgang+im+Trocki+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D986+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=986&amp;md5=5c988f168256a3fa5b248ddaeceec438" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unterwasserfotografie &#8211; Eine Einf&#252;hrung</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 08:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwasser-Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Als der Tauchsport anfing, f&#252;r breitere Massen interessant zu werden, gab es bereits Souvenirj&#228;ger, die an ihre Tauchg&#228;nge unbedingt Andenken haben wollten und dies damit erreichten, dass sie Fische fingen oder harpunierten oder Korallen, Steine, Muscheln, ja, ganze Wrackteile mit sich nahmen. Im Laufe der Zeit wurde dieser Trend durch die Unterwasserfotografie verdr&#228;ngt, zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als der Tauchsport anfing, f&#252;r breitere Massen interessant zu werden, gab es bereits Souvenirj&#228;ger, die an ihre Tauchg&#228;nge unbedingt Andenken haben wollten und dies damit erreichten, dass sie Fische fingen oder harpunierten oder Korallen, Steine, Muscheln, ja, ganze Wrackteile mit sich nahmen. Im Laufe der Zeit wurde dieser Trend durch die Unterwasserfotografie verdr&#228;ngt, zum Gl&#252;ck, muss man sagen, denn wie wir heute wissen, sind Fischbest&#228;nde gef&#228;hrdet und Korallen brauchen eine sehr lange Zeit, um nachzuwachsen, nachdem jemand etwas abgebrochen hat. Doch die Unterwasserfotografie musste &#8211; genauso wie das Tauchen selbst &#8211; erst einmal &#8220;Massetauglich&#8221; werden. Die erste Zeit gab es nur sehr teure und sehr schwere, hinderliche Ausr&#252;stung. Allein die Tatsache, dass moderne Kameras nur noch einen Bruchteil der Gr&#246;&#223;e alter Kameras haben und trotzdem sehr gute Bilder liefern, hat hier sehr geholfen. Und auch die Hersteller haben mittlerweile das Potential erkannt, das hier steckt. Doch bevor man drauflos geht (bzw. im Internet drauflos surft) und sich eine Ausr&#252;stung zulegt, sollte man gewisse &#220;berlegungen anstellen. Hier im FFD-Blog wollen wir mit diesem Artikel eine Reihe &#252;ber die Unterwasserfotografie beginnen und mit eigenen Erfahrungen anreichern. Zuerst aber ein paar allgemeine Dinge.</p>
<div id="attachment_793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/03/uw_fotografie.jpg"><img class="size-full wp-image-793" title="Unterwasserfotografie" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/03/uw_fotografie.jpg" alt="Unterwasserfotografie" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Unterwasserfotografie</p></div>
<p>Das Fotografieren unter Wasser bringt ein paar T&#252;cken mit sich, die man an Land nicht unbedingt hat. T&#252;cke Nummer 1: Man ist unter Wasser. Fotoapparate m&#246;gen das nicht. Stumm leidend hauchen sie ihr elektronisches Leben aus, wenn Wasser in sie eindringt. Daher braucht man entweder eine wasserdichte Kamera oder aber eine wasserdichte H&#252;lle f&#252;r den Apparat. T&#252;cke Nummer 2: Um ein ruhiges Bild zu bekommen, kann man sich nicht immer einfach mal irgendwo abst&#252;tzen, etwa wenn das zu fotografierende Objekt mitten in einem Korallenriff sitzt. T&#252;cke Nummer 3: Das Wasser &#228;ndert Licht- und Farbverh&#228;ltnisse, worauf man sich einstellen muss.</p>
<ul>
<li><strong>Unter Wasser</strong></li>
</ul>
<p>Wasser bringt f&#252;r den Fotograf gleich mehrere Probleme mit sich: Nicht nur, dass das Wasser selbst seiner Kamera schaden kann, wenn man sich darin aufh&#228;lt, es selbiges sogar noch im Nachhinein tun. Besonders Salzwasser ist hier zu nennen. Es kann auch Teile, die nicht mit ihm direkt in Kontakt kamen, zum Korrodieren bringen. Daher bedarf die Kameraausr&#252;stung gerade nach Salzwassertauchg&#228;ngen einer besonderen Pflege. Au&#223;erdem ist es wichtig, einen kleinen Beutel mit Trockensalz (Silica) w&#228;hrend des Tauchgangs im Geh&#228;use zu haben. Das Trockensalz nimmt Feuchtigkeit auf, die durch Temperaturunterschiede entstehen kann (Kondenswasser). Der Beutel sollte regelm&#228;&#223;ig gewechselt werden, da das Salz irgendwann &#8220;ges&#228;ttigt&#8221; ist und keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann.</p>
<ul>
<li><strong>Mit ruhiger Hand fotografieren</strong></li>
</ul>
<p>Wie an Land auch wird ein Bild, das man nicht mit ruhiger Hand fotografiert, unscharf &#8211; es verwackelt. Und das ganz unabh&#228;ngig davon, ob man Blende und Verschlusszeit selbst einstellt, oder die Einstellung der Kameraautomatik &#252;berl&#228;sst. Da es in manchen F&#228;llen sogar notwendig sein kann, m&#246;glichst nah an ein Objekt heranzukommen, ohne damit zusammen zu sto&#223;en, ist Tarierungskontrolle sehr wichtig. Und auch, damit die Umgebung beim Fotografieren durch den Fotografen keinen Schaden nimmt. Hier sollte man in &#8220;ungef&#228;hrlichen&#8221; Umgebungen den Umgang mit der Kamera &#252;ben oder vielleicht auch einen Kurs belegen (wie z. B. &#8220;<a title="PPB - Tarierung in Perfektion" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/03/16/ppb-tarierung-in-perfektion/" target="_blank">Peak Performance Buoyancy</a>&#8221; von PADI).</p>
<ul>
<li><strong>Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten</strong></li>
</ul>
<p>Was die Optik betrifft, so sind es zwei Faktoren, die das Wasser beeinflusst. Zum einen filtert das Wasser das Licht, so dass mit zunehmender Tiefe die Farben verloren gehen, zum anderen befinden sich in nat&#252;rlichen Gew&#228;ssern zumeist Schwebeteilchen. Das Problem mit der Farbe f&#228;ngt schon bei wenigen Metern an, rot geht als erstes verloren, so dass die anderen Farben &#252;berhand zu nehmen scheinen. Rote Muster zum Beispiel auf der Haut von Fischen erscheinen blass oder gar nicht mehr. Dem kann man nur durch eine eigene Lichtquelle, eine Unterwasserlampe oder einen Blitz, entgegen wirken. Doch dann bekommt man es mit den Schwebeteilchen zu tun, gerade im Licht von Blitzen leuchten diese kleinen Teilchen hell auf und sind auf dem Bild deutlich zu sehen. Au&#223;erdem irritieren sie den Autofokus der Kamera, wenn man zu weit vom zu fotografierenden Objekt weg ist.</p>
<ul>
<li><strong>Beherrscher der Technik</strong></li>
</ul>
<p>Zuletzt ist es noch wichtig, dass man die Technik der Fotoausr&#252;stung beherrscht. An Land ist es weniger das Problem, hier kann man jederzeit im Handbuch nachsehen, wenn etwas unklar ist. Unter Wasser wird auch das Handbuch seinen Dienst versagen und sich in seine Bestandteile aufl&#246;sen, mal ganz davon abgesehen, dass man h&#228;ufiger mit Situationen konfrontiert ist, wo man einfach keine Zeit hat, irgendwas nachzuschlagen. Fische, die man selten zu sehen bekommt, bekommt man in den meisten F&#228;llen deswegen so selten zu sehen, weil sie so scheu sind. Da hei&#223;t es: schnell sein! Ein kleiner Kniff, den Fotografen gerne mal verwenden, wenn sie in tieferen Gew&#228;ssern ab etwa 18 bis 20 Meter fotografieren: Sie verwenden &#8220;Enriched Air&#8221; bzw Nitrox, weil der niedrigere Stickstoffgehalt den Kopf in diesen Tiefen klarer bleiben l&#228;sst. Allerdings muss man den Umgang mit der mit Sauerstoff angereicherten Luft in einem <a title="FFD: Horka - EAN-Kurs" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/11/12/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-2/" target="_blank">Spezialkurs</a> lernen.</p>
<p>Die folgenden Artikel dieser Reihe behandeln die unterschiedliche Ausr&#252;stung einschlie&#223;lich Zubeh&#246;r, die es f&#252;r Unterwasser-Fotografen so gibt, und pers&#246;nliche Erfahrungen. Dabei geht es nicht nur um Unterwasserausr&#252;stung direkt, sondern auch um sonstiges n&#252;tzliches Zubeh&#246;r. Wenn Sie am rechten Rand auf &#8220;Kategorien&#8221; gehen, finden Sie alle Artikel zu dem Thema unter &#8220;<a title="Kategorie: Unterwasser-Fotografie" href="http://www.flatflutedivers.de/category/unterwasser-fotografie/" target="_blank">Unterwasser-Fotografie</a>&#8220;.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Unterwasserfotografie+%E2%80%93+Eine+Einf%C3%BChrung+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D792+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=792&amp;md5=06405cc3801da1157cbfe91eccc6384a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dreik&#246;nigstauchen am Bodensee in &#220;berlingen</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/01/06/dreikoenigstauchen-am-bodensee-in-ueberlingen/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 18:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchgebiete]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dreikönigstauchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutsche Gew&#228;sser haben im Sommer aus tauchtechnischer Sicht gesehen mithin ein Problem: Das warme Wetter regt das Algenwachstum an. Das &#228;u&#223;ert sich zum einen darin, dass man im Sommer sehr viel mehr Grundbewuchs hat. Teilweise wachsen regelrechte W&#228;lder aus dem Grund, in denen sich ausgewachsene Taucher verstecken k&#246;nnen. Aber auch das Wachstum von Kleinalgen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Gew&#228;sser haben im Sommer aus tauchtechnischer Sicht gesehen mithin ein Problem: Das warme Wetter regt das Algenwachstum an. Das &#228;u&#223;ert sich zum einen darin, dass man im Sommer sehr viel mehr Grundbewuchs hat. Teilweise wachsen regelrechte W&#228;lder aus dem Grund, in denen sich <a title="FFD: Tauchversuch, die Erste!" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/08/15/intermezzo-freiwassertauchversuch-die-erste-und-bitte/" target="_blank">ausgewachsene Taucher verstecken k&#246;nnen</a>. Aber auch das Wachstum von Kleinalgen wird verst&#228;rkt, was dazu f&#252;hrt, dass die Schwebeteile stark zunehmen. Die Sichtweite wird stark eingeschr&#228;nkt und Bilder gelingen nicht immer so ganz gut, wie uns dieses in einem deutschen See gemachte Symbolbild verdeutlichen soll:</p>
<div id="attachment_767" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_symbol.JPG"><img class="size-full wp-image-767" title="Schwebeteilchen verhindern die klare Sicht im Sommer" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_symbol.JPG" alt="Schwebeteilchen verhindern die klare Sicht im Sommer" width="460" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Schwebeteilchen verhindern die klare Sicht im Sommer</p></div>
<p>Danke, Rosi. &#196;h&#8230; das bist doch Du, Rosi? Nun ja, ich denke, das Problem wird deutlich. Im Winter hingegen &#228;ndert sich die Situation schlagartig, die Algenw&#228;lder sterben ab und die Schwebeteile verschwinden. Viele Taucher sch&#228;tzen diese Komponente des Winters, auch wenn das Wasser wesentlich k&#228;lter ist als im Sommer. Auf der anderen Seite kann es jedoch sein, dass das Wasser wiederum eine h&#246;here Temperatur hat als die Luft drau&#223;en. Wasser kann n&#228;mlich &#8211; zumindest in den Tiefen, in denen sich Sporttaucher rumtreiben* &#8211; niemals Minusgrade haben, sonst w&#252;rde es gefrieren.</p>
<p>Mitten im Winter nun, einmal im Jahr am 6. Januar, dem Drei-K&#246;nigs-Tag, treffen sich Taucher aus Deutschland und ganz Europa am Bodensee, genauer gesagt, in &#220;berlingen, um das mittlerweile zur Tradition gewordene &#8220;Dreik&#246;nigstauchen&#8221; zu veranstalten. Urspr&#252;nglich war das ganze eine einmalige Aktion im Jahr 1970, die sich 1971 wiederholte, dann 1972&#8230; und so weiter. Geblieben ist es bis heute, organisiert wird es seit jeher von der <a title="Tauchgruppe &#220;berlingen e.V." href="http://www.tgue.de" target="_blank">Tauchgruppe &#220;berlingen</a>. 2010 ist damit ein rundes Jubil&#228;um, es handelt sich um das 40. Treffen dieser Art.</p>
<div id="attachment_769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_01.JPG"><img class="size-full wp-image-769" title="Parkhaus Post - Zur Tauchbasis umfunktioniert" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_01.JPG" alt="Parkhaus Post - Zur Tauchbasis umfunktioniert" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Parkhaus Post - Zur Tauchbasis umfunktioniert</p></div>
<p>Als ich an diesem Morgen in das Parkhaus &#8220;Post&#8221; in &#220;berlingen einfahre, sehe ich schon die ersten Taucher. An den meisten Fahrzeugen, die auf der ersten Ebene abgestellt sind, stehen Frauen und M&#228;nner, die gerade dabei sind, ihre Ausr&#252;stungen anzulegen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein Dreik&#246;nigstauchen besuche, doch diesmal habe ich ein komisches Gef&#252;hl dabei. Noch bis vor einem Jahr erschien es mir v&#246;llig abwegig, &#252;berhaupt in Deutschland tauchen zu gehen, egal zu welcher Jahreszeit. Nun, nachdem ich eine aufregende Sommersaison hinter mich gebracht habe, steht fest: der Sommer ist nicht genug. &#8220;Sieh sie Dir nur gut an&#8221;, scheint eine leise Stimme in meinem Kopf zu sagen, &#8220;irgendwann stehst Du auch mal so da.&#8221; Aber dieses Jahr noch nicht. F&#252;r das Tauchen im Winter braucht man spezielle Ausr&#252;stung, mit der man umgehen k&#246;nnen sollte &#8211; beides ist bei mir nicht der Fall. Noch nicht.</p>
<p>Direkt beim Parkhaus &#8220;Post&#8221; befindet sich einer der &#220;berlinger Tauchpl&#228;tze. Man &#252;berquert die Stra&#223;e und geht am Minigolfplatz an den See. Dort befindet sich eine Treppe, die hinab ins Wasser f&#252;hrt. Ein Schild mahnt: &#8220;Tauchen nur nach links&#8221;. Und f&#252;r den Fall, dass einer nicht wei&#223;, wo &#8220;links&#8221; ist, ist das Wort auch noch mit einem Pfeil eingerahmt, der in die entsprechende Richtung zeigt. Das hat einen Grund, rechts von dem Einstieg befindet sich der Mantelhafen, und damit eine Schifffahrtsrinne. Das Tauchen ist hier viel zu gef&#228;hrlich. Zumindest sonst. Aber an Dreik&#246;nig ist alles ein wenig anders.</p>
<div id="attachment_771" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_02.JPG"><img class="size-full wp-image-771" title="Warnschild am Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot; in &#220;berlingen." src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_02.JPG" alt="Warnschild am Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot; in &#220;berlingen." width="460" height="476" /></a><p class="wp-caption-text">Warnschild am Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot; in &#220;berlingen.</p></div>
<p>Der 6. Januar ist der einzige Tag im Jahr, an denen es den Tauchern erlaubt ist, an dieser Stelle nach rechts abzubiegen. Im restlichen Jahr ist der gesamte Uferbereich in &#220;berlingen zwischen dem Mantelhafen und dem Hafen beim Westbad absolute Sperrzone f&#252;r Taucher. Und hier befindet sich auch einer der beiden St&#228;nde, bei denen sich die Taucher beim Einstieg in eine Liste eintragen, und bei der R&#252;ckkehr wieder austragen lassen k&#246;nnen. Das dient der Sicherheit, damit gew&#228;hrleistet ist, dass auch alle wieder an die Oberfl&#228;che kommen. Au&#223;erdem gibt es eine Regel, die besagt, dass der Tauchgang nicht l&#228;nger als 60 Minuten gehen darf. Meldet man sich nach sp&#228;testens 60 Minuten nicht zur&#252;ck, r&#252;cken die Rettungstaucher der DLRG aus, die schon vor Ort Stellung bezogen haben.</p>
<div id="attachment_773" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_04.JPG"><img class="size-full wp-image-773" title="Sicher ist sicher: Die DLRG in Stellung." src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_04.JPG" alt="Sicher ist sicher: Die DLRG in Stellung." width="420" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Sicher ist sicher: Die DLRG in Stellung.</p></div>
<p>Die meisten Taucher, die sich im Meldebuch des Postens am Einstieg &#8220;Parkhaus Post&#8221; eintragen lassen, versichern, dass sie auf keinen Fall l&#228;nger als 60 Minuten im Wasser bleiben wollen. Ich kann es ihnen nachempfinden, da es auch au&#223;erhalb des Wassers extrem kalt ist. Eine Gruppe von drei Tauchern geht an mir vorbei. Wieder erfolgt die Mahnung: Nicht l&#228;nger als eine Stunde! &#8220;Auf gar keinen Fall!&#8221;, versichert einer der Taucher und deutet auf seine beiden Kameraden: &#8220;H&#246;chstens drei&#223;ig Minuten. In Eurer Ausr&#252;stung eher zwanzig.&#8221; Der Taucher, der das sagt, tr&#228;gt einen Trockentauchanzug, seine beiden Kameraden sind &#8220;halbtrocken&#8221; unterwegs. Das Wasser des Sees hat 5 ° Celsius. Ich versuche, mir das vorzustellen. Die k&#228;lteste Temperatur, die ich bei meinen Tauchg&#228;ngen bisher hatte, war 8 ° beim <a title="FFD: Horka, Teil 4" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/01/06/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-4/" target="_blank">Tieftauchgang in Horka</a>. Ich war zwar auch im Halbtrocken-Anzug unterwegs, aber wir sind aus der w&#228;rmeren Oberfl&#228;chenschicht in die Tiefe gegangen. In der Tiefe selbst haben wir uns nur kurz aufgehalten, bevor wir wieder ins W&#228;rmere sind. Das war schon nicht gerade angenehm. Nein, bei solchen Temperaturen werde ich wohl eher ein &#8220;Trockentaucher&#8221; sein. Fr&#252;her oder sp&#228;ter.</p>
<div id="attachment_775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_03.JPG"><img class="size-full wp-image-775" title="Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot;" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_03.JPG" alt="Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot;" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Tauchplatz &quot;Parkhaus Post&quot;</p></div>
<p>Solche Begegnungen zeigen auch, dass es gemeinhin doch mehr vern&#252;nftige Taucher gibt, als man vielleicht glauben mag. Leider finden haupts&#228;chlich die Geschichten ihren Weg in die Medien, in denen sich Taucher unvorsichtig, ja verantwortungslos verhalten haben. Die Tauchg&#228;nge, bei denen dann irgendetwas schief gegangen ist. Die vielen Tauchg&#228;nge, bei denen gar nichts passiert, sind dazu nicht spektakul&#228;r genug.</p>
<p>Meine Finger werden klamm, und das trotz Handschuhen. Die Luft hat Minusgrade, die Wetterstationen sind sich nicht einig, zwischen &#8211; 4 ° und &#8211; 7° C schwanken die Angaben. Egal, es ist kalt. Um mich ein wenig zu bewegen, gehe ich zum zweiten Einstiegspunkt direkt am Mantelhafen. Dazu muss ich das Hafenbecken umrunden. Auf meinem Weg kommen mir zwei Taucher in Ausr&#252;stung entgegen. Einer vom beiden atmet ob der  Ausr&#252;stung auf seinem R&#252;cken schwer und setzt sich auf die Betonhalterung einer Sitzbank, um zu verschnaufen. Die Bank selbst wurde f&#252;r den Winter abmontiert. Ich bin erleichtert, dass es nicht nur mir so geht mit der Ausr&#252;stung, vor allem, nachdem ich auf eine 15-Liter-Flasche umgestiegen bin.</p>
<div id="attachment_778" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_05.JPG"><img class="size-full wp-image-778" title="Einstieg &quot;Mantelhafen&quot;" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_05.JPG" alt="Einstieg &quot;Mantelhafen&quot;" width="420" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Einstieg &quot;Mantelhafen&quot;</p></div>
<p>Auf der anderen Seite des Hafens wurde ein zweiter Stand errichtet, an dem sich Taucher ins Meldebuch eintragen lassen k&#246;nnen. Urspr&#252;nglich gab es nur diesen Einstiegsplatz, aber nachdem die Zahl der Taucher zugenommen hatte, wurde beschlossen, einen zweiten &#8220;offiziellen&#8221; Einstieg zu erm&#246;glichen. In fr&#252;heren Jahren gab es hier auch so eine Art Wettbewerb, von dem ich allerdings in den letzten Jahren nichts mehr mitbekommen habe: Besonders draufg&#228;ngerische Schwimmer konnten hier ins Wasser einsteigen &#8211; und zwar in Badekleidung. Wer es trotz der K&#228;lte schaffte, eine Runde im Hafenbecken zu schwimmen, bekam einen Preis und eine hei&#223;e Dusche. Aber a propros &#8220;Preis&#8221;: Einer der H&#246;hepunkte des Dreik&#246;nigstauchen ist die &#8220;Schatzsuche&#8221;. Irgendwo in dem Bereich, der an diesem Tag betaucht wird, wird eine Schatztruhe versteckt. In ihr befinden sich neben Edelmetall und S&#228;cken mit Goldsand auch zwei Flaschen mit &#8220;Taucherwasser&#8221;, wie es auf der Webseite vom Dreik&#246;nigstauchen charmant umschrieben wird. Das Edelmetall und die Golds&#228;cke sind nat&#252;rlich nur Zierde, es geht dabei rein um den Spa&#223; &#8211; und nat&#252;rlich das &#8220;Taucherwasser&#8221;. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Nat&#252;rlich haben die &#8220;alten Hasen&#8221; da einen gewissen Vorteil, da sie das Gebiet und alle m&#246;glichen Verstecke schon kennen. Und jene, die fr&#252;h dran sind. Das Tauchen beginnt offiziell um 7.00 Uhr in der Fr&#252;h, und tats&#228;chlich finden sich auch schon vorher Taucher ein.</p>
<div id="attachment_779" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_06.JPG"><img class="size-full wp-image-779" title="&quot;Mein... Schatzzzzzzz! Gollum!&quot;" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_06.JPG" alt="&quot;Mein... Schatzzzzzzz! Gollum!&quot;" width="460" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Mein... Schatzzzzzzz! Gollum!&quot;</p></div>
<p>Direkt neben dem Mantelhafen-Einstieg ist ein Bratwurststand aufgebaut, wo auch Gl&#252;hwein ausgeschenkt wird. Nat&#252;rlich dient diese Wegzehrung auch der Versorgung der Taucher, aber ebenso f&#252;r die Neugierigen, die dem Spektakel beiwohnen wollen, und die Vertreter der Presse, die man heutzutage &#8220;Medien&#8221; nennt. Es werden Bilder f&#252;r die Lokalzeitung geschossen und Leute f&#252;rs Radio interviewt. Nach all den Jahren ist das Dreik&#246;nigstauchen doch immer noch ein Ereignis. Das spiegelt sich auch in den Nummernschildern der Autos wieder, die auf dem Parkplatz am Mantelhafen und im Parkhaus Post stehen. Selbst der Norden der Republik ist vertreten.</p>
<p>Und auch als Zuschauer bekommt man ein bisschen was mit. So kann man zum Beispiel die Taucher tats&#228;chlich durch die Wasseroberfl&#228;che sehen. Das Wasser ist extrem klar, im Uferbereich sieht man den Grund auch in mehr als zwei Metern Tiefe sehr deutlich, etwas, das etwa im Sommer ein Ding der Unm&#246;glichkeit ist.</p>
<div id="attachment_780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_07.JPG"><img class="size-full wp-image-780" title="Gute Sicht in kaltem Wasser." src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/3koenig_07.JPG" alt="Gute Sicht in kaltem Wasser." width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Gute Sicht in kaltem Wasser.</p></div>
<p>Mir wird immer k&#228;lter. Das Wetter ist doch nicht so angenehm. Ich werde darum gebeten, eine Gruppe Taucher zu fotografieren, die ein Souvenir an diesen Tag haben wollen. Das erledige ich nat&#252;rlich gern. Wie ich gelesen habe, gibt es von der Tauchgruppe &#220;berlingen f&#252;r jeden teilnehmenden Taucher an Dreik&#246;nig einen speziellen Stempel f&#252;rs Logbuch. Ein weiteres nettes Souvenir. Ich trage mich mit dem Gedanken, langsam aufzubrechen, als ein Taucher zum Meldestand zur&#252;ckkehrt, der berichtet, dass er wegen eines technischen Defekts einen unkontrollierten Aufstieg aus 40 Metern Tiefe gemacht hat. Er wird den Leuten von der DLRG &#252;bergeben, die ihn durchchecken und &#252;berwachen.</p>
<p>Dann mache ich mich endg&#252;ltig auf den Weg. Im Parkhaus komme ich wieder an vielen Tauchern vorbei, die meisten davon haben jetzt allerdings ihren Tauchgang schon beendet und ziehen ihre Anz&#252;ge aus. Wieder &#252;berkommt mich ein komisches Gef&#252;hl, als ich im Geiste das vergangene Jahr Revue passieren lasse. Es hat sich verdammt viel getan (die regelm&#228;&#223;igen Leser dieses Blogs wissen, wovon ich rede), und 2010 wird wohl genau so weitergehen. Und m&#246;glicherweise werde auch ich in einem Jahr dastehen und mich meiner nassen Sachen entledigen, wer wei&#223;? Noch ein Jahr zuvor erschien mir der Gedanke abwegig. Ich werde mich einfach &#252;berraschen lassen, was in den n&#228;chsten 365 Tagen so alles passiert. Und wenn es so sein soll, dann m&#246;chte ich aber auch so einen Stempel f&#252;r mein Logbuch. Und dann gibt es an dieser Stelle einen Bericht aus der Sicht eines Teilnehmenden, nicht nur eines Zuschauers.</p>
<p>&#8220;Die Taucher sind schon ein eigenes Volk.&#8221;<br />
(Kommentar eines Tauchers auf die Frage eines Journalisten)</p>
<p>Mehr Informationen gibt es unter <a title="www.dreikoenigstauchen.de" href="http://www.dreikoenigstauchen.de/" target="_blank">www.dreikoenigstauchen.de</a>.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>* = F&#252;r das kurze Klugschei&#223;en zwischendurch: Es ist sehr wohl m&#246;glich, dass Wasser Minusgrade hat, ohne zu gefrieren. Das findet aber nur in extremen Tiefen statt. Dort gefriert das Wasser wegen des hohen Drucks nicht, allerdings treiben sich in diesen Tiefen in den allerseltensten F&#228;llen Sporttaucher rum.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Dreik%C3%B6nigstauchen+am+Bodensee+in+%C3%9Cberlingen+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D766+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=766&amp;md5=e4f281db69a3b95e6d89f006d5971371" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 2</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/11/12/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildungsstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Enriched Air Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[50 % der Flat Flute Divers hatte die erste Nacht in Horka damit verbracht, M&#252;cken zu jagen. Die anderen 50 % hatten geringf&#252;gige Einschlafschwierigkeiten aus Gr&#252;nden, die wie immer nicht ausreichend genug erforscht wurden. Wahrscheinlich, weil es so ruhig war im Zimmer.

Annette: 50% der Flat Flute Divers schlugen am n&#228;chsten Morgen die Augen auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>50 % der Flat Flute Divers hatte die erste Nacht in Horka damit verbracht, M&#252;cken zu jagen. Die anderen 50 % hatten geringf&#252;gige Einschlafschwierigkeiten aus Gr&#252;nden, die wie immer nicht ausreichend genug erforscht wurden. Wahrscheinlich, weil es so ruhig war im Zimmer.</p>
<p><em>Annette: 50% der Flat Flute Divers schlugen am n&#228;chsten Morgen die Augen auf und sahen auf die unz&#228;hligen Leichen an den W&#228;nden. Erschreckend, dass ein Flat Flute Diver zu so etwas &#252;berhaupt f&#228;hig ist. Das schlechte Gewissen kroch in mir hoch, dass ich so viele Leben in nur einer Nacht ausl&#246;schen musste. Mit dem Vorsatz, meinen Weg nicht mit noch mehr Leichen zu pflastern, stand ich auf und beschloss als Zeichen meines guten Willens nicht auch noch Majki umzubringen f&#252;r sein Geschnarche, sondern ausnahmsweise mal Gnade vor Recht walten zu lassen&#8230;</em></p>
<p>Doch am n&#228;chsten Tag ging es los! Gest&#228;rkt durch ein Selbstversorgerfr&#252;hst&#252;ck machten wir uns an die erste praktische Einweisung des &#8220;Enriched Air Diver&#8221;-Kurs. Muss ich erw&#228;hnen, dass wir beide die Kursunterlagen in den Wochen vor dem Kurs f&#246;rmlich aufgesogen hatten (das Resultat davon sollte sich am gleichen Abend zeigen <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )? &#8220;Nitrox&#8221; oder &#8220;enriched Air&#8221; ist Luft, deren Sauerstoffanteil erh&#246;ht wurde, wodurch der Stickstoffanteil verringert wird. Da es sehr wichtig ist, genau zu wissen, mit was f&#252;r einer Mischung man taucht, ist das erste, was der Taucher macht, die Luft in seiner Flasche zu analysieren. Zwar kann man sich bei einem guten Gasmischer darauf verlassen, dass er keinen Pfusch baut, Kontrolle ist aber trotz allem besser. Und sogleich bekamen wir demonstriert, warum es wichtig ist, ein eigenes Analyseger&#228;t zu haben. Majki hatte eine 32%-Mischung bestellt und es sollte eigentlich auch eine sein. Nachdem das Ger&#228;t auf 21 % kalibriert war, konnte man sehen, wie die Anzeige, sobald es an die Flasche angeschlossen war, stieg: 25 %&#8230; 30 %&#8230; 32 %&#8230; 33 %&#8230; okay, noch innerhalb der Toleranz&#8230; 34%&#8230; h&#228;? In der Tat blieb die Messung erst bei 37 % stehen. Wie sich bei einem Vergleich herausstellte, funktionierte das Ger&#228;t nicht richtig.</p>
<p>Dann machten wir uns daran, unsere Ausr&#252;stung anzulegen. Dabei stellte sich heraus, dass an Annettes Anzug ein Faden hing; eine Naht an der Schulter war aufgegangen. Aus der Spurenlage kombinierte ich folgerichtig, dass der Faden wohl nicht so fest sa&#223; und vom Klett des Nackenverschlusses aufgerissen worden war.</p>
<p>(<em>Also wenn ich dich nicht h&#228;tte&#8230; Sherlock&#8230; dann w&#252;&#223;te ich wirklich nicht, was ich tun sollte. Deine detektivischen F&#228;higkeiten sind unglaublich. Es w&#228;re jedoch praktischer, wenn du dir mal handwerkliche F&#228;higkeiten aneignen w&#252;rdest. Dann h&#228;ttest du den Faden gleich mal wieder ann&#228;hen k&#246;nnen.)</em></p>
<p>Frauen! Mit nichts zufrieden. Immerhin habe ich mich eingebracht.</p>
<p>Dann aber stand die erste Herausforderung an: in voller Montur (die &#252;ber 20 kg wiegt) die Treppe am Steinbruch heruntergehen, um zum Wasser zu gelangen.</p>
<div id="attachment_661" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_aufbruch.jpg"><img class="size-full wp-image-661" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_aufbruch.jpg" alt="Auf dem Weg von der Basis Horka zum Tauchsee" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg von der Basis Horka zum Tauchsee</p></div>
<p>Ein Fr&#252;hsport der besonderen Art, eine Kombination aus Gewichtheben und Hindernis-Gehen. Schlie&#223;lich aber kamen wir unten an. Die Treppe f&#252;hrt bis ins Wasser und dort sogar noch weiter bis in drei Meter Tiefe. Neben der Treppe befindet sich eine Schwimmplattform, die&#8230; &#228;h&#8230; ja&#8230; ganz nett ist, um Sachen drauf abzulegen<em> (bei Bedarf auch fotografierende Schweizer).</em> Und f&#252;r andere n&#252;tzliche Zwecke.</p>
<p>Wir richteten uns, um die Ausr&#252;stung in Position zu bringen und&#8230;</p>
<p><em>&#8220;Geh doch da rein je-hetzt!&#8221;</em></p>
<p>Okay, Madame hatte ihr Blei noch nicht gerichtet. So wurde es zu meiner Aufgabe, mit HANDSCHUHEN (!!!!) <em>(und zwei linken H&#228;nden, hast du vergessen zu erw&#228;hnen) </em>ihr Trimmblei in die entsprechenden Taschen im Jacket zu stecken. Nun, nicht dass nicht gern an ihr rumfummle, wenn man mich schon dazu auffordert, aber die Tatsache, dass ich Handschuhe trug und sie in einem Neoprenanzug steckte, d&#228;mpfte die erotische Komponente erheblich.* Noch dazu, da dieses Hagel-und-Granaten-Blei einfach nicht in die Tasche reinwollte!! Mit Eidgen&#246;ssischer Hilfe in Form des AOWD-Sch&#252;lers Jonathan, der mit an die Plattform gekommen war, schafften wir es aber dann doch, die Gewichte in s&#228;mtlichen Taschen zu verstauen.</p>
<div id="attachment_662" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_trimmbleistopfen.jpg"><img class="size-full wp-image-662" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_trimmbleistopfen.jpg" alt="&quot;$*#@! Bl&#246;des Blei, gehst Du jetzt da rein?&quot;" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;$*#@! Bl&#246;des Blei, gehst Du jetzt da rein?&quot;</p></div>
<p>*<em>Ich wu&#223;te ja schon immer, dass Du anders bist als alle anderen Menschen. Aber wie man doch auf diesem Bild erkennt, (danke &#252;brigens, ich liebe es, mit dieser bekloppten Kopphaube abgelichtet zu werden) befindet sich das Trimmblei hinten in meinem Jacket. Insofern w&#252;rde ich gerne mal wissen, was daran EROTISCH sein soll! Dein hei&#223;er Atem in meinem Genick? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Nicht mal das funktioniert ja, wenn man die ganze Ausr&#252;stung anhat. Ich sagte es ja. Jedenfalls, dann ging es ab ins Wasser. Beim Abtauchen h&#246;rte ich das Surren eines Motors &#8211; es waren Aquascooter-Fahrer unterwegs. Sowas. Und wir mussten uns mit Muskelkraft fortbewegen.</p>
<p>Der &#8220;Enriched Air Diver&#8221; ist eigentlich &#8211; zumindest f&#252;r den Lehrer &#8211; ein relativ undankbarer Kurs. Wenn man mit Nitrox richtig umgeht, merkt man n&#228;mlich eigentlich keinen Unterschied zu einem anderen Tauchgang. Es ist die Vorbereitung, auf die es ankommt und die aufw&#228;ndiger ist, au&#223;erdem muss man auf die f&#252;r die eigene Mischung geltende Tiefe achten. Aber w&#228;hrend des Tauchens ist eigentlich nichts anders. Den &#8220;Effekt&#8221; von Nitrox kann man nicht vorf&#252;hren, und mal einfach so die Sicherheitstiefe unterschreiten, um dem Sch&#252;ler zu zeigen, wie sich so ein Krampfanfall anf&#252;hlt, ist keine gute Idee. Andererseits ist es auch entspannt, weil man sich auf den Tauchgang konzentrieren kann. Und so erforschten wir den Tauchsee von Horka.</p>
<p>Die Sicht war an diesem Tag gut, aber nicht ganz gut. Nachdem wir ein paar Meter getaucht waren, nahm ich in der Ferne einen Schatten war. Und dann brach er durch die Diese und kam auf uns zu: der K&#246;nig der Meere, Carcharadon carcharias, der &#8220;gro&#223;e wei&#223;e Hai&#8221;, das Maul halb ge&#246;ffnet und seine gewaltigen Z&#228;hne pr&#228;sentierent. Zur Sicherheit bewegte ich mich in eine aufrechte Position, um diesen schnellen J&#228;ger nicht zu provozieren und legte meine linke Hand an mein Tauchermesser, wohlwissend, dass ich diesem Giganten damit nichts entgegenzusetzen hatte, aber es gab mir ein beruhigendes Gef&#252;hl. Ich hatte Gl&#252;ck, es war ein kleines Exemplar, nur ungef&#228;hr zwei bis zweieinhalb Meter lang; sollte es zu einer gef&#228;hrlichen Situation kommen, w&#252;rde ich vielleicht doch eine Chance haben.  Ich positionierte mich vor Annette, um ihr im Notfall Schutz zu geben. Dann achtete ich darauf, ob der Hai Zeichen zeigte, dass er uns aus seinem Revier haben wollte.</p>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_weisserhai.jpg"><img class="size-full wp-image-663" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_weisserhai.jpg" alt="Auge in Auge mit dem &quot;R&#228;uber der Meere&quot;" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Auge in Auge mit dem &quot;R&#228;uber der Meere&quot;</p></div>
<p><em>Bereits vor dem Tauchgang erkl&#228;rte uns Majki, dass in dem Tauchsee Haipuppen installiert worden waren, und bei schlechterer Sicht kann man erschrecken, denn sie tauchen urpl&#246;tzlich aus der Dunkelheit auf. Wir tauchten ein Weilchen, bis wir sie erreichten. Aus der Entfernung sahen sie richtig echt aus. Ich lie&#223; mich absinken und begab mich auf Augenh&#246;he, um die Attrappen zu fotografieren, da schoss pl&#246;tzlich Thorsten mit einem Messer bewaffnet an mir vorbei und schlug mir fast die Kamera aus der Hand. Mir war nicht klar, was ihn in diesem Moment gebissen hatte, der Hai konnte es nicht sein, Attrappen bei&#223;en ja nicht. Leider trug sein merkw&#252;rdiges Verhalten dazu bei, dass mir die Bilder verwackelten.</em></p>
<p>He, ich bin ein Held! Bisse von Plastikhaien k&#246;nnen ganz sch&#246;n gef&#228;hrlich sein, weil&#8230; weil&#8230; darum eben! Zur Deiner gepflegten Information, ich habe Dich unter Einsatz meines eigenen Lebens und meiner Gesundheit gerettet! Ich habe die Haie in Schach gehalten, damit Du sie fotografieren konntest. Und weil Du dabei vor Aufregung so gezittert hast, deswegen sind die Bilder verwackelt!</p>
<p><em>Ich habe h&#246;chstens vor Wut gezittert weil die Bilder nichts geworden sind!</em></p>
<p>Dieser Tauchgang war jedenfalls eine ziemliche Abwechslung zum Schluchsee, nicht nur wegen der v&#246;llig anderen Unter-Wasser-Landschaft, auch wegen der Sichtweiten. Nachdem wir unsere erste Erkundungsrunde beendet hatten, durften wir die Stufen wieder nach oben steigen und uns an der Basis unserer Ausr&#252;stung entledigen. Danach wurde der Tauchgang nachbesprochen. Wir legten eine Pause ein, w&#228;hrend Majki sich um seinen AOWD-Sch&#252;ler k&#252;mmerte.</p>
<p>Dann brachen wir zu einem &#8220;normalen&#8221; Tauchgang auf. Die erste &#220;berraschung brachten unsere beiden Tauchcomputer, die sich weigerten, von Nitrox auf Luft zur&#252;ckgestellt zu werden. Wir mussten sie auf &#8220;Nitrox 21 %&#8221; einstellen (21 % = normaler Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft), wie wir erfuhren, ist das Absicht. Dann erkundeten wir den See auf eigene Faust. Es gibt einige Installationen f&#252;r Taucher, die Haie sind nur eine davon. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber es gibt diverse Figuren, in gr&#246;&#223;erer Tiefe auch ein Fahrrad und ein Motorrad. Mal ganz davon abgesehen ist die Umgebung faszinierend, die steil abfallenden W&#228;nde, die gebrochenen Steine, die so daliegen, als h&#228;tte man die Arbeit an dem Steinbruch einfach eingestellt &#8211; und bei genauerer Betrachtung ist ja genau das passiert. Und nat&#252;rlich jede Menge echte Fische, die sich wiederum als sehr geduldig f&#252;r Taucher herausstellten.</p>
<p>Da ich nun endlich meinen Kompass hatte, fiel mir die ehrenhafte Aufgabe zu, die F&#252;hrung zu &#252;bernehmen und zu navigieren. Auf der Basis unseres Nitrox-Tauchgangs hatte ich einen Bogenkurs <em>(WAS? Das ist mir ja das Neueste!)</em> berechnet und geplant, der uns ein St&#252;ck in den See hinein-, und dann wieder in Richtung der Basis zur&#252;ckf&#252;hren sollte. Punktgenau wie ich es berechnet hatte, landeten wir eine Bucht links neben dem Ein- und Ausstieg, ungef&#228;hr f&#252;nfzehn Meter von der Treppe weg.* Das war eine kleine Herausforderung, die ich in meine Kursberechnung mit aufgenommen hatte. Zur&#252;ck zum Ausgangspunkt zu navigieren, das w&#228;re ja einfach gewesen. Ich wollte es etwas schwieriger haben und hab es auch geschafft. Ja-ha, das hab ich wohl.</p>
<div id="attachment_575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/horka_09.jpg"><img class="size-full wp-image-575" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/horka_09.jpg" alt="Tauschee Horka: Einstieg und Schwimmplattform vom Wasser aus gesehen" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Tauschee Horka: Einstieg und Schwimmplattform vom Wasser aus gesehen</p></div>
<p>*<em>So. Dann darf der werte Herr heute mal navigieren. Der Mann, der Bauchkr&#228;mpfe vor Lachen hatte, weil ich im Schluchsee Schwierigkeiten hatte. Der Mann, der keine Gelegenheit ausl&#228;&#223;t, mich mit meinen Schw&#228;chen aufzuziehen. Na dann&#8230; ICH hab Navigationspause! ER hat ja jetzt einen eigenen Kompass. Und kann ja eh alles besser als ich!  Ich schwimme nur deinen Flossen hinterher! Jaja. &#214;hm&#8230; wo sind wir denn jetzt? Das hier kenn ich noch nicht! Aha, und jetzt kommt das Auftauchzeichen. Kenn ich. Hab ich auch immer so gemacht, wenn ich nicht mehr wusste, wo wir waren. Aber, aber&#8230; Herr Supernavigator, was machen wir denn hier in der Bucht NEBEN dem  Ausstieg! Sind wir vom Kurs abgekommen? Und das in einem so begrenzten Gew&#228;sser wie der Tauchsee Horka? Ach nein, oben schriebst du ja was von einem &#8220;Bogenkurs&#8221;. Punktgenaue Berechnung&#8230; ist klar. </em></p>
<p>Sabotage! Ich habe alles genau berechnet! Es muss sich um technisches Versagen handeln! Ja genau, das Eisen in der Treppe am Ein- und Ausstieg hat die Kompassnadel abgelenkt!</p>
<p><em>Bestimmt sogar. Aber es k&#246;nnte auch ein Tauchkollege gewesen sein, der sich zuf&#228;llig in deiner N&#228;he aufhielt und auch noch ein stark eisenhaltiges Mittagessen zu sich genommen hatte. Erbseneintopf zum Beispiel&#8230; Das Leben ist ja richtig gemein zu dir!</em></p>
<p>Ja. *Schluchz!</p>
<p>Am Abend war die Theorie dran. Sie erinnern sich, dass ich was davon schrieb, dass wir die Theorie schon vorher aufgesogen hatten? Wir bekamen einen Vortrag, rechneten Beispiele durch &#8211; und dann machten wir die Pr&#252;fung, die wir mit Bravour bestanden. Hat mich nur ein paar Nerven gekostet, aber mein Gott, jeder Mensch hat 760.000 Kilometer Nervenfasern in seinem K&#246;rper, was bedeuten da schon ein paar weniger? Aber sie war geschafft. Nun mussten wir die Theorie mit Praxis so weit wie m&#246;glich unterf&#252;ttern. Und dazu sollten die n&#228;chsten Tage dienen. Da man uns einen Tauchgang mehr als eigentlich f&#252;r den Kurs vorgesehen war angedeihen lassen wollte, w&#252;rde wir auch Notfallman&#246;ver &#252;ben.</p>
<p><em>Kurzbericht des Notfallman&#246;vers 1: Flat Flute Diver (m&#228;nnlich) in Panik (die gr&#246;&#223;te Anzahl an Tauchunf&#228;llen erfolgt &#220;BER Wasser, Lehrbuch &#8220;Rescue Diver&#8221; Seite sowieso)</em></p>
<p><em>Am Abend diskutierten wir die Theorie. Ich habe gerne Pr&#252;fungen hinter mir, deshalb bestand ich drauf, die Pr&#252;fung sofort zu machen. Der Tag war lang gewesen und anstrengend, und leider war es auf der Basis auch laut. Das lenkte zugegebenerma&#223;en ab, aber ICH, das Konzentrationsgenie, hatte damit keine Probleme. Im Gegensatz zu Thorsten. Von Minute zu Minute sah man seine Stirnadern anschwellen, weil er sich &#8220;verzettelt&#8221; hatte. Leider hatte er den kritischen Punkt bereits &#252;berschritten, in dem er sich durch einen Moment Ruhe h&#228;tte wieder fangen k&#246;nnen. Bei den Diskussionen hallte seine Stimme immer lauter von den W&#228;nden wider, und inwischen sah ich sogar das Mobiliar in Gefahr. Zusammengeballte F&#228;uste, pochende Stirngef&#228;&#223;e, wutverzerrtes Gesicht! GEFAHR! STOPPEN, DENKEN, HANDELN! / Lehrbuch PADI Rescue Diver Seite sowieso).  Da hilft nur eins: Bergen aus der Gefahrenzone, Unterbringung in einer Isozelle (T&#252;r zu!) und Ablenkung. Beruhigende Stimme. Sanfte Worte. Bei Bedarf auch Psychopharmaka, bereits in der Fertigspritze aufgezogen in meiner Hosentasche. Mit Notfallsituationen kenn ich mich aus! Aber dank meiner psychologischen F&#228;higkeiten konnte ich die Situation ohne medikament&#246;se Hilfe in den Griff bekommen. Die T&#252;r wurde wieder ge&#246;ffnet und die Pr&#252;fung war bestanden!</em></p>
<p>Sie erwarten nicht allen Ernstes, dass ich dazu was sage? N&#246;. Tu ich nicht. Ich bin die Ruhe selbst&#8230;. grrrrrrrrrrrrrrrrr&#8230; *Z&#228;hneknirsch</p>
<p><em>Notfallman&#246;ver 2: Flat Flute Diver (weiblich) NICHT in Panik (oder: vorbildliches Verhalten in einer kritischen Situation)(Lehrbuch: Rescue Diver f&#252;r Flat Flute Diver, Seite sowieso)</em></p>
<p><em>Die Situation: Ein M&#228;dchen geht nach erfolgreicher Pr&#252;fung in ihre Schlafunterkunft und wird mit einer Spinne konfrontiert. Gelassen klopft sie an die T&#252;ren der m&#228;nnlichen Mittaucher und bittet einen, die Spinne zu entfernen. Ach, Jonathan&#8230; mein Held! *schmacht</em></p>
<p>An dieser Stelle k&#246;nnte ich mich lang und breit dar&#252;ber echauffieren, dass &#8220;Madame Ungeduld&#8221; es nicht abwarten konnte, bis <em>ich</em> das Problem gel&#246;st h&#228;tte<em> (6 Wochen sp&#228;ter bei deiner &#8220;ausgepr&#228;gten Ruhe&#8230;.&#8221;, bis dahin w&#228;re die Spinne l&#228;ngst von selbst verstorben und ich h&#228;tte eine weitere Leiche in meinem Zimmer gehabt!) </em>, sondern gleich Rotalarm auf der ganzen Basis ausgel&#246;st hat. Ich tu&#8217;s aber nicht, denn ich bin die Ruhe selbst. Denn wissen Sie, wenn Madame dann beim Schreiben aus Versehen ein Bild aus einem Artikel unserer Webseite l&#246;scht (oder so), dann bin ich wieder der Held, der es richten darf. Ja, bin ich. Ich hab ja schlie&#223;lich auch Narben (man beachte die Mehrzahl: Narb<em>en</em>). <em>(von Plastikhaien wohlgemerkt&#8230;)</em></p>
<p>Immerhin, so weit waren wir den Kurs mit Erfolg angegangen. Und zwei Tauchtage warteten noch auf uns. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=HORKA+%E2%80%93+Das+Tauchparadies+in+Sachsen+Teil+2+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D650+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=650&amp;md5=fabd55f79e59861d0629caaaf6e26ba5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 1</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/11/05/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoreise]]></category>
		<category><![CDATA[Enriched Air Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kurse]]></category>
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		<description><![CDATA[Die erste Tauchausfahrt unseres Taucherlebens...

Ja, so war es wirklich. Gerade war ich von &#196;gypten wiedergekommen, kaum zwei Tage zu Hause, und schon durfte ich wieder tauchen gehen. Doch dieses Mal war es etwas Besonderes, denn wir &#252;bernachteten auf einer Tauchbasis und durften das erste mal den "Lifestyle des Tauchens" hautnah miterleben. Wir waren richtig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Tauchausfahrt unseres Taucherlebens&#8230;</p>
<p>Ja, so war es wirklich. Gerade war ich von &#196;gypten wiedergekommen, kaum zwei Tage zu Hause, und schon durfte ich wieder tauchen gehen. Doch dieses Mal war es etwas Besonderes, denn wir &#252;bernachteten auf einer Tauchbasis und durften das erste mal den &#8220;Lifestyle des Tauchens&#8221; hautnah miterleben. Wir waren richtig gespannt.</p>
<p>Da wir eh vor hatten, den Nitrox-Kurs noch vor unserem Tauchurlaub im November zu machen, bot es sich an, ihn in <a title="Tauchgebiete: Horka" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a> zu machen. Doch bevor es soweit war, galt es erst einmal einige andere kleineren Hindernisse zu nehmen.</p>
<p>Zuerst einmal &#8211; Horka liegt um die 700 km von uns entfernt. Das hei&#223;t, Koffer packen, Tauchausr&#252;stung samt Flaschen, und nat&#252;rlich Verpflegung, denn die Basis ist f&#252;r Selbstversorger ausgerichtet.</p>
<p>Thorsten f&#228;hrt einen Lupo, in den zwar erstaunlich viel hereingeht, aber indiskutabel f&#252;r eine Fahrt mitsamt dem halben Hausrat ist. Ich fahre einen Audi, schon besser, aber dank des Stufenhecks brauchte ich auch nicht einmal im Traum dran zu denken, die Gegenst&#228;nde alle unterzubringen. H&#246;chstens mit offenem Dach. Und Thorsten h&#228;tte auch noch auf Koffern sitzen m&#252;ssen. Thorsten? &#196;h&#8230; Thooorsten! Das mit dem offenen Dach war wohl doch keine so gute Idee&#8230;</p>
<p>Da war guter Rat teuer. Aber&#8230; wie es der Zufall so will, sprach mich mein Vater an. Er f&#228;hrt noch einen uralten Passat Kombi. Und den wollte er wegtun, da er selber nicht mehr fahren kann. Wegtun? Ja, war er von allen guten Geistern verlassen? Das PERFEKTE Flat Flute Diver Auto wurde an diesem denkw&#252;rdigen Tag geboren!</p>
<p><em>Thorsten: Auf zum Flat Flute Diver Mobil! Nanana nanana &#8211; Flate Flute!</em></p>
<p>Und Leute, lacht nicht, selbst der Passat Kombi war genagelt voll. Alles nur wegen Thorsten. Ihr macht Euch kein Bild, was der alles mitgeschleppt hat. Mein Gep&#228;ck war dezent&#8230;aber Mr. &#8220;Ich-mu&#223;-immer-&#252;bertreiben&#8221; hatte an (fast) alles gedacht. Und da hei&#223;t es immer, Frauen w&#252;rden so viel Zeug mitschleppen &#8211; weit gefehlt! Meine Augen wurden umgekehrt proportional immer gr&#246;&#223;er zum Platz im Kofferraum&#8230;</p>
<p><em>&#8230;so, jetzt mal schauen, Abendgarderobe f&#252;r Galaempf&#228;nge, Taschenlampe, Ersatztaschenlampe, Taschenlampe als Ersatz, falls die Ersatztaschenlampe ausf&#228;llt, Neoprenreparaturset, N&#228;hmaschine, Dampfb&#252;gelstation, Kuckucksuhr (des Heimatgef&#252;hls wegen; ich wohne zwar nicht im Schwarzwald, aber ist halt ein St&#252;ck St&#252;ddeutschland), Notfallapotheke, Werkzeugkasten, um die Notfallapotheke aufzukriegen, 200 Liter Wasser, falls der See Niederigstand hat&#8230;</em></p>
<p>(du hattest ein Neoprenreparaturset dabei? Und ne N&#228;hmaschine? Wieso sagst du nichts? Dabei hast DU doch festgestellt, dass an meinem Neopren ein Faden aufgegangen ist!)</p>
<p><em>(Dabei ja &#8211; aber leider kenn ich mich mit dem Zeugs nicht aus. H&#228;tte ja sein k&#246;nnen, dass uns ein Schneider &#252;ber den Weg l&#228;uft.)</em></p>
<p>Aber immerhin. Innerhalb kurzer Zeit waren wir startklar (nachdem Herr Reimnitz selbstverst&#228;ndlich 15 Minuten zu sp&#228;t kam&#8230;) und konnten abfahren. &#220;ber Ravensburg Richtung Ulm, weiter Richtung Hof, Dresden, so war die grobe Route vorgesehen. Gl&#252;cklicherweise gibt es heutzutage Navigationssysteme.</p>
<p><em>Bij de rotonde links afslage&#8230; wie bitte?</em></p>
<p>(Wer bitte hat das Navigationssystem auf holl&#228;ndisch eingestellt??)</p>
<p><em>(Das war ich. Noch nie was vom &#8220;fliegenden Holl&#228;nder&#8221; geh&#246;rt? Ich dachte, so kommen wir schneller ans Ziel.)</em></p>
<p>Die Fahrt verlief soweit st&#246;rungsfrei. Thorsten entpuppte sich als schlechter Beifahrer, da er bei jeder Gelegenheit nerv&#246;s zusammenzuckte, entweder mitbremste oder schon die Hand an der T&#252;r zum Aussteigen hatte. Dummerweise verga&#223; er, den Sicherheitsgurt vorher zu l&#246;sen, so konnte er nicht abspringen. H&#228;h&#228;.</p>
<p><em>He, w&#252;rden Sie einer Frau trauen, die mit einem v&#246;llig &#252;berladenen Auto durch die Gegend f&#228;hrt? Und dass ich nicht abgesprungen bin, hat nur einen Grund: Weil Du die Kindersicherung in der T&#252;r aktiviert hattest!</em></p>
<p>&#220;berladen? Sag mal gehts noch? Was kann ich daf&#252;r wenn DU den halben Hausrat einpackst?? Ich h&#228;tte doch den Audi nehmen und das Dach offen lassen sollen&#8230;</p>
<p>Nachdem wir ungef&#228;hr dreiviertel der Strecke zur&#252;ckgelegt hatten, erreichte uns ein haarstr&#228;ubender Anruf von Majki. Stolz, p&#252;nktlich weggekommen zu sein, w&#228;hnten wir uns kilometerweise vor ihm, doch es stellte sich heraus, dass ER kilometerweise uns voraus war. Ich konnte mir das nicht erkl&#228;ren. Kann nur an der Zeitverz&#246;gerung wegen dem Beladen des Autos gelegen haben&#8230; tzzzz&#8230;</p>
<p><em>Frauen! &#8220;M&#228;nner sind doch alle gleich&#8221;, hei&#223;t es immer. Und wenn mal einer nicht gleich ist, ist es auch nicht recht. Ha! Daf&#252;r daf&#252;r benutz ich mein Hochleistungsm&#252;ckenradar jetzt allein! So!</em></p>
<p>Kurz vor dem Ziel mussten wir leider nochmal tanken, denn mein Tank lie&#223; uns netterweise 20 km vor Horka im Stich. Dadurch verz&#246;gerte sich unsere Ankunft nochmal, was Mr &#8220;Ungeduld-Majki&#8221; veranlasste, sich noch einmal telefonisch zu erkundigen, ob wir noch leben w&#252;rden. Ich schon&#8230; Thorsten auch, denn er hatte es ja nicht geschafft, aus dem fahrenden Auto zu springen <em>(die Kindersicherung, Sie erinnern sich?)</em>. Aber ich will nicht schimpfen, er hat sich auch n&#252;tzlich gemacht. Als ich getankt habe, reinigte er vorbildlich meine Scheiben. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Reiner Selbstschutz! So viele M&#252;cken und Fliegen und sonstige Insekten, die da von draufklebten&#8230; kein Wunder, dass Du die letzten paar Kilometer</em> <em>schon Schlangenlinien gefahren bist. </em></p>
<p>Endlich da!</p>
<p>Wir begr&#252;&#223;ten uns erst einmal herzlich, dann lernten wir &#8220;Knoppers&#8221; kennen, (zu dem Zeitpunkt hie&#223; er noch Jonathan), der vor lauter Hunger schon fast vom Fleisch gefallen war. Nach einer kurzen Essenspause begannen wir mit dem gem&#252;tlichen Teil des Abends. Schw&#228;tzen, trinken, spielen. Und zwar Karten. Man nennt das Spiel auch &#8220;Arschloch&#8221;. Die Rollen waren bald klar verteilt. ICH war nat&#252;rlich Dauerk&#246;nig, Thorsten und Majki abwechselnd <span style="text-decoration: line-through;">Dauerarschloch (zensiert)</span> die ewigen Verlierer. Der Abend war wirklich lustig, auch wenn wir unseren schweizer Eidgenossen erst mal kaum verstanden haben.</p>
<p><em>&#8220;WIR&#8221;? Ich h&#246;re immer &#8220;wir&#8221;&#8230; DU hast den Eidgenossen nicht verstanden! Ich bin famili&#228;r vorbelastet, was Schwyzerd&#252;&#252;tsch betrifft, mir war jedes Wort so klar wie&#8230; Fischsuppe!</em></p>
<p>Moment mal! Du hast gesagt, du seiest ein Preu&#223;e? Und jetzt dann noch Schweizer? Ich glaub ich spinne! Was bist du denn f&#252;r ein Mischling h&#228;? Hast du ne Steuermarke am Halsband? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Ich hab nicht gesagt, dass ICH Preu&#223;e bin, meine Familie kommt aus dem Eck. Aber das ist schon lang her. Und Schweizer eigentlich auch nicht &#8211; Grenzgebiet Deutschland-Schweiz, aber deutsche Seite. Und au&#223;erdem, wenn Du ein bisschen mehr Interesse f&#252;r unsere s&#252;dlichen Nachbarn zeigen w&#252;rdest, h&#228;ttest Du die Sprache auch lernen k&#246;nnen. Nimm Dir ein Beispiel an mir! Ich bin n&#228;mlich in Rheinland-Pfalz geboren und hab ihn trotzdem verstanden! B&#228;h!<br />
</em></p>
<p>Tu ich doch! Hab ich doch! Hyv&#228;&#228; p&#228;iv&#228;&#228;! Puhutko saksaa? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <em>Kyll&#228;, mutta valitettavasti puhun vain v&#228;h&#228;n suomea. Wij spreken juist van het Zwitserse Duits!</em></p>
<p>Dann bezogen wir unsere &#8220;Zimmer&#8221;. Spartanisch eingerichtet, aber nett und sauber. Nachdem ich erst mal 17   M&#252;cken totgeschlagen hatte, begab ich mich zur Nachtruhe. Wohlig kuschelte ich mich unter die Decke und wollte gerade den Lichtschalter ausmachen, da h&#246;rte ich ein dezentes S&#228;gen in meinem Ohr. WER SCHNARCHT HIER? Das darf echt nicht wahr sein! Thorsten ist das nicht, das wei&#223; ich von good old egypt her, das kann ja nur&#8230; EINER sein. MAJKI! Ich &#252;berlegte. Was tun? W&#252;ste Handzeichen w&#252;rden hier nicht weiterhelfen, aber ich wu&#223;te auch nicht, an welche T&#252;r ich h&#228;mmern sollte. Das Schnarchen schwoll crescendom&#228;&#223;ig an, dann wurde es wieder leiser. So kann ich nicht schlafen. *grummelgrummel. Ich versuchte es mit &#8220;Tauchflaschenz&#228;hlen&#8221;. Nutzte nix. Zudem, welche Flasche springt schon &#252;ber einen Zaun&#8230;dann kam mir die rettende Idee. Ich bezog die leere Bettdecke neben mir, zog sie hoch, so, dass sie &#252;ber meinem Ohr lag. Das S&#228;gen wurde augenblicklich leiser. Sehr gut. So schlief ich dann ein, gespannt auf den n&#228;chsten Tag und mit dem Vorsatz, Majki erst mal am n&#228;chsten Morgen ordentlich den Rost runter zu machen&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Dann bezogen wir unsere &#8220;Zimmer&#8221;. Spartanisch eingerichtet, aber nett und sauber. Nachdem ich keine M&#252;cken erledigen musste, begab ich mich sofort zur Nachtruhe. Wohlig kuschelte ich mich unter die Decke und l&#246;schte das Licht. Dann schlief ich ein, ich hatte einen tiefen, gesunden Schlaf. &#196;TSCH!</em></p>
<p>WER will das wissen??? WO ist der Bus mit den Leuten, die das interessiert? Und zudem konntest du nicht sofort einschlafen, das ist gelogen. Du hast ja immerhin gedacht, dass du auf ner Baustelle mit Presslufthammer schl&#228;fst, weil ich dauernd gegen die Wand geschlagen hab (M&#252;cken&#8230;). Seliger Schlaf&#8230; dass ich nicht lache&#8230;</p>
<p><em>Du g&#246;nnst einem aber auch gar nichts. Ich m&#246;chte wetten, Du hattest gar keine M&#252;cken im Zimmer, Du hast einfach so an die Wand gehauen, weil Du mir den ruhigen Schlaf nicht geg&#246;nnt hast. Deswegen ist auch bei jedem Rumpler ein St&#252;ck Putz von der Wand gefallen. Na, die n&#228;chsten Tage k&#246;nnen ja lustig werden.<br />
</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=HORKA+%E2%80%93+Das+Tauchparadies+in+Sachsen+Teil+1+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D615+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=615&amp;md5=b0d30be82f0dcf029aeee4c9e66aff44" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erfahrungen: Noch mehr Freiwassertauchg&#228;nge</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/10/29/erfahrungen-noch-mehr-freiwassertauchgaenge/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Schluchsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser erster Tauchgang "ohne Aufpasser" hatte uns (mal wieder) eins vor Augen gef&#252;hrt: Aller Anfang ist schwer. Immerhin hatten wir schon gesehen, dass wir als Team zumindest in so weit gut zusammen arbeiteten, dass wir uns in grenzwertigen Situationen an das hielten, was abgemacht war und kein Risiko eingingen, wo es nicht zu verantworten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erster Tauchgang &#8220;ohne Aufpasser&#8221; hatte uns (mal wieder) eins vor Augen gef&#252;hrt: Aller Anfang ist schwer. Immerhin hatten wir schon gesehen, dass wir als Team zumindest in so weit gut zusammen arbeiteten, dass wir uns in grenzwertigen Situationen an das hielten, was abgemacht war und kein Risiko eingingen, wo es nicht zu verantworten war.</p>
<p>F&#252;r den zweiten Tauchgang hatten wir uns dann eine andere Route ausgesucht. Nachdem wir beim ersten unser Ziel glorreich verfehlt hatten, wollten wir eine Stufe zur&#252;ckgehen: Wir wollten einmal quer durch die Bucht bei Seebrugg navigieren. Respektive, das Navigieren sollte Annettes Aufgabe werden. Ich hatte ja noch keinen Kompass. Die Rolle des Chefnavigators &#252;bernahm sie mit gro&#223;er Ernsthaftigkeit und bei diesem Tauchgang lieferte sie gleich zwei Punktlandungen: einmal quer durch die Bucht zur anderen Seite und wieder zur&#252;ck zum Einstieg! Genau wie geplant.  Meine Bewunderung hatte sie damit &#8211; und meinen Neid. Ich wollte auch so toll navigieren*. Nun, dass ich keinen Kompass hatte, habe ich schon erw&#228;hnt, und den von Annette konnte ich nicht nehmen, da sie eine Konsole hat, wo Finimeter, Tauchcomputer und Kompass fest zusammengebaut sind. Ich wollte mir eigentlich dann ein Angebot f&#252;r eine solche Konsole machen lassen, aber &#8211; um hier mal vorzugreifen &#8211; daraus wurde nichts.</p>
<p>*Annette: <em>ich err&#246;te gleich vor Scham! Und das kommt selten bei mir vor! Das kann ja nur ironisch gemeint sein. Ich trau dir nicht&#8230;aber war auch nicht n&#246;tig. Vor lauter Neid wolltest du mir ja erschwerte Bedingungen verschaffen und hast einfach das Licht ausgeknipst. (Flat Flute Adventure Dive No 1: Navigieren in der Dunkelheit!) Sie erinnern sich an die Bilder vom Schluchsee? Thema Nachttauchgang am Tag? Dann k&#246;nnen Sie sich vorstellen, dass Kompasslesen ohne Licht nicht so einfach ist. Ich habe die Situation auf  meine Art gel&#246;st. Eine schallende Ohrfeige sp&#228;ter leuchtete die Funzel wieder <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>HE, normalerweise haut man das Ger&#228;t, das nicht mehr funktioniert, und nicht den, der es tr&#228;gt! So weit ist es gekommen, ich bin der Funzeltr&#228;ger f&#252;r Madame und darf mich auch noch schlagen lassen. Nicht genug damit, dass die Lampe selber einiges Gewicht hatte. Mein armes Handgelenk!</p>
<p>Eine Woche sp&#228;ter war unser n&#228;chster Tauchtag, und wieder musste Annette den Chefnavigator machen. Das Wetter war diesmal wesentlich schlechter und wir erfanden spontan den &#8220;Flat Flute Diver Adventure Dive No. 2: Tauchen im Regen&#8221;. Ich vermute mal, dass sich Annette nach dem Erfolg der Woche zuvor keine Bl&#246;&#223;e geben wollte und war noch konzentrierter, als wir wieder quer durch die Bucht tauchten. Nun ist es so: Auf der Strecke quer durch die Bucht liegt die &#220;bungsplattform der &#246;rtlichen Tauchschule. Diese tauchte pl&#246;tzlich vor uns auf. Ich sah sie rechtzeitig und wich aus, doch Annette war so auf den Kompass konzentriert, dass es zu folgender Situation kam, die auf Video festgehalten ist:</p>
<p><object width="445" height="364"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DAjvmTHfWlg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DAjvmTHfWlg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"></embed></object></p>
<p><em>So. Dieses Mal genau nach der Nadel schwimmen&#8230;ich werde sie keine Sekunde aus den Augen lassen, damit sie keine Chance hat, sich heimlich in einem schwachen Moment zu verstellen um mich in die Irre zu f&#252;hren&#8230;</em></p>
<p>In letzter Sekunde konnte ich Annette warnen, bevor sie mit dem Kopf genau an die Stahlumrandung der Plattform gerumpelt w&#228;re.</p>
<p><em>W&#228;re ein kurzer Tauchgang geworden. Das jedenfalls steht fest. H&#228;tte sicher eine nette Platzwunde gegeben. Quatratisch in Form des Metalltr&#228;gers. &#8220;Wo hast du die Platzwunde her?&#8221; &#8211; &#8220;Vom Tauchen!&#8221; &#8211; &#8220;Ja klaaaaar&#8230;.&#8221; . Eigentlich m&#252;sste ich dir dankbar sein. Aber mir kommt so spontan eine Frage: Mu&#223;t du eigentlich jeden Schei&#223; filmen? Seltsamerweise bekomme ich immer die Patzer nachher auf Video vorgef&#252;hrt, ich glaube, das besprechen wir nochmal unter 4 Augen Freundchen&#8230;</em></p>
<p>F&#252;rher gab&#8217;s mal so Fernsehsendungen, die haben Geld f&#252;r solche Szenen gezahlt&#8230; &#8220;Pleiten, Pech und Pannen&#8221; und so&#8230; man kann ja nie wissen, wenn die wieder Konjunktur haben, dann werde ich reich&#8230; &#228;h&#8230; ich meine, WIR werden reich.</p>
<p>Davon abgesehen war es aber wieder eine Punktlandung <em>(logisch!).</em> Im str&#246;menden Regen tauchten wir auf der anderen Seite der Bucht auf. Wir besprachen den Weg, dann visierte Annette den Ausstieg an und wir machten uns auf den R&#252;ckweg. Auf dem Weg kamen wir an einem Fisch vorbei, der sich an einem Torfballen versteckt hatte und machten einen Halt f&#252;r Fotos.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/geduldiger_fisch.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-656" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/geduldiger_fisch.jpg" alt="Ein geduldiger Schluchsee-Fisch" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Dabei fiel mir etwas unangenehm auf: So richtig konnte ich die Position nicht halten. Den Fisch st&#246;rte es zum Gl&#252;ck nicht, aber ich hatte nun definitiv das Gef&#252;hl, mit der eigenen Flasche viel zu schwer zu sein.</p>
<p><em>&#8220;Fischus Geduldicus&#8221;. So war die genaue, lateinische Bezeichnung. Diese spezielle Sorte eignet sich definitiv nicht f&#252;r Seebebenwarnungen, denn sie sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Noch nicht mal durch dich! </em></p>
<p>Tarieren in Perfektion sah anders aus. Und dann noch die schwere Lampe dazu, die ich f&#252;r Madame tragen durfte. Doch angespornt von dem Erfolg des &#8220;Quer-durch-die-Bucht-Tauchens&#8221; versuchten wir beim Wiederholungstauchgang nun noch einmal das versunkene Boot zu finden. Um es kurz zu machen &#8211; nein, wir haben es wieder nicht gefunden.</p>
<p><em>Aber die Galerie! Die haben wir gefunden. Auf der Basis fragte man taktvollerweise schon gar nicht mehr nach, ob wir &#8220;DAS BOOT&#8221; gefunden h&#228;tten. &#8220;DAS BOOT&#8221; kann mich langsam mal am&#8230;</em></p>
<p>&#8230;am Seegrund liegen bleiben, wolltest Du wohl sagen, oder? Nun, unsere weiteren Pl&#228;ne standen zu dem Zeitpunkt schon ziemlich fest: Als n&#228;chstes kam der &#8220;Enriched Air Diver&#8221; dran, da wir vorhatten, beim n&#228;chsten Aufenthalt in &#196;gypten, eine ziemliche Anzahl von Tauchg&#228;ngen zu machen und wollten die Stickstoffbelastung etwas reduzieren. Unser Tauchlehrer hatte uns schon beim Pooltauchgang vom OWD zu einer Tauchtour in einen Ort mit Namen &#8220;<a title="Tauchgebiete: Horka in Sachsen" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a>&#8221; eingeladen. Im Rahmen dieser Tour w&#252;rden wir nun den neuen Kurs machen. F&#252;r unseren &#196;gypten-Urlaub stand der &#8220;Advanced Open Water Diver&#8221; fest.</p>
<p><em>Red doch nicht so geschwollen daher! Von wegen, &#8220;wir wollten die Stickstoffbelastung in Grenzen halten&#8230;.*fl&#246;t!&#8221;. Du warst doch nur scharf auf ein K&#228;rtchen von PADI! Damit du, wenn du nach deinem Brevet gefragt wirst, gleich mal ne Palette Karten rausholen kannst&#8230;&#8221;Welches m&#246;chten Sie denn sehen&#8230;?&#8221;</em></p>
<p>Na und? In Amerika brauchst Du ja schlie&#223;lich auch mehr als eine Kreditkarte, und&#8230; he, Moment, was red ich denn da? Nat&#252;rlich lag mir nur Deine Gesundheit am Herzen. Ich rette Dich vor Kopfplatzwunden, bin ein Licht in der Dunkelheit und sorge mich um Deine Stickstoffbelastung &#8211; und wie dankst Du mir das? GAR NICHT! So, b&#228;h!</p>
<p>Au&#223;erdem ist das mit den K&#228;rtchen ganz nett, je mehr Gold im Logbuch ist, desto&#8230;</p>
<p><em>Ich bin ger&#252;hrt, dass Du Dich so sehr um mich sorgst&#8230; mmmhhhhhppppffwuahaha&#8230;.  Nein ehrlich&#8230; buahah&#8230; STOP jetzt. Ich werde ausnahmsweise mal einen Pluspunkt f&#252;r dich in mein &#8220;schwarzes Buch&#8221; notieren&#8230;</em></p>
<p>&#196;HM! Zur&#252;ck zu den wichtigen Dingen: Den n&#228;chsten Tauchgang machten wir wieder mit meinem Kollegen, um uns der als OWD erlaubten Tiefe von 18 Metern etwas mehr zu n&#228;hern. Danach gingen wir getrennt auf Tauchgang &#8211; Annette verbrachte mit einer Freundin einen Kurzurlaub in &#196;gypten und nutzte diesen f&#252;r einen Ausflug.</p>
<p><em>Ja! Ich bin dir entkommen! Und es war trotzdem sch&#246;n. So! Mein Buddy beim ersten Tauchgang hie&#223; Kamel, und der Buddy beim zweiten Tauchgang stellte sich an wie ein Kamel! Wie du siehst, hab ich dich gar nicht vermisst! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ach so?? Pah, ich hab Dich noch mehr nicht vermisst als Du mich, ich ging n&#228;mlich wieder an den Schluchsee und machte diesmal einen Tauchgang mit Babsi, Majkis Frau. Das ehrgeizige Ziel war, diesmal endlich das versunkene Boot zu finden. Okay&#8230; es war Babsis Ziel, ich hatte ja noch immer keinen Kompass (<span style="text-decoration: line-through;">Himmelherrgottnochmal! </span>Zensiert!). Aber was soll ich sagen? Wir fanden die Galerie &#8211; und das Boot!</p>
<p><em>War ja klar! Aber &#8220;DAS BOOT&#8221; ist ja l&#228;cherlich gegen &#8220;<a title="Rotes Meer: Wrack der Giannis D" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/08/shaab-abu-nuhas-wrack-der-giannis-d-rotes-meer-aegypten/" target="_blank">DAS BOOT</a>&#8220;, was ICH in &#196;gypten betaucht habe&#8230;.*angeb <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Wie sie sich aufplustert&#8230; zu Deiner gef&#228;lligen Information, &#8220;DAS BOOT&#8221; hab <a title="Das Wrack der Giannis D - Thorstens Version" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/03/scuba-diver-der-erste-tauchgang-das-wrack-der-ghiannis-d-thorstens-version/" target="_blank">ich auch schon mal betaucht</a>, wie Du Dich vielleicht erinnerst. Aber nur vielleicht.</p>
<p><em>Vielleicht erinnerst DU dich, dass ich zu dem Zeitpunkt <a title="Wrack der Giannis D - Annettes Version" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/03/scuba-diver-der-erste-tauchgang-das-wrack-der-ghiannis-d-annettes-version/" target="_blank">andere Sorgen hatte</a> als darauf zu achten, ob du bei dem BOOT dabei warst oder nicht&#8230;</em></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/schluchsee_boot_gefunden.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-657" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/schluchsee_boot_gefunden.jpg" alt="Das ber&#252;hmte &quot;Schluchsee-Boot&quot;." width="460" height="345" /></a></p>
<p>(Das Foto ist leider nicht sehr gut geworden.) <em>(Wen wunderts? Du bist Hobbyjournalist nicht Fotograf.)</em></p>
<p>Auf dem R&#252;ckweg kamen wir wieder an der Galerie vorbei, tauchten ein St&#252;ck weiter und&#8230; kamen wieder an der Galerie vorbei&#8230; h&#228;? Wann bitte sind wir denn die Schleife geschwommen? Visuelle Navigation kann man hier wirklich vergessen. Na ja, macht nichts, dank meiner gro&#223;en Flasche reichte mir die Luft und schlie&#223;lich kamen wir auch beim Ausstieg wieder an &#8211; nach einem Tauchgang von 61 Minuten. Ich hatte bei diesem Tauchgang das Trimmblei weg gelassen und lag wesentlich besser im Wasser. Aber noch nicht so ganz gut.</p>
<p><em>Ich w&#252;rde mal spontan sagen, dass du die Situation wieder mal typisch m&#228;nnlich v&#246;llig missverstanden hast. Babsi hat sich nicht vernavigiert. Sie war lediglich dein ewiges Gejammer leid. &#8220;Ich find noch nicht mal die Galerie&#8230;&#8221; Daraufhin ist sie in einer Endlosschleife um die Galerie getaucht. &#8220;Da ist sie, siehste, DA!&#8221;</em></p>
<p>Das hast Du jetzt typisch weiblich v&#246;llig missverstanden. Ich hab ja nichts von &#8220;vernavigiert&#8221; gesagt. Ich war nur &#252;berrascht, weil mir meine Orientierung wohl auch einen Streich gespielt hatte. Doch damit sollte nun Schluss sein! Denn es stand Horka an. In der Zwischenzeit hatte ich Kontakt zu einer ehemaligen Taucherin gefunden, die Teile ihrer Ausr&#252;stung verkaufte &#8211; darunter eine Schreibtafel und &#8211; ein <strong>Kompass</strong>! Na endlich!</p>
<p><em>DU hast einen Kompass&#8230;wenn&#8217;s hilft&#8230;da bin ich ja mal gespannt&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ja-ha, das hab ich wohl! Muss ich navigieren &#8211; soll ich?</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Erfahrungen%3A+Noch+mehr+Freiwassertauchg%C3%A4nge+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D637+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=637&amp;md5=7e67e00fb3864793cbe2c44b503432be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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