Willkommen!

Willkommen bei den Flat Flute Divers, dem etwas anderen Blog über das Tauchen. Wenn Sie den ganzen Hintergrund verstehen wollen, empfehlen wir Ihnen, die ersten Beiträge zu lesen, die den Blick auf den Anfang einer etwas ungewöhnlichen Taucherkarriere bieten. Den Einstieg finden Sie hier, in der Einleitung, eine Übersicht finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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Archiv für die Kategorie „Freiwassertauchgang“

Tauchbasis Schluchsee ist Dive Resort

Nach längerer Zeit mal vermelden wir mal wieder etwas Aktuelles: Die Tauchbasis Schluchsee, die Stammtauchbasis der Flat Flute Divers, ist seit diesem Frühjahr ganz offiziell ein “PADI Dive Resort”. Mehr gibt es auf der Webseite der Tauchbasis und auf der Webseite der Tauchschule AQUAplus, die die Basis betreibt.

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Schweinswale in der Weser: immer noch ein Rätsel – Walbeobachter gesucht!

(pur). Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) sucht dieses Jahr wieder aufmerksame Beobachter, damit das Rätsel um die Schweinswale in der Weser gelöst werden kann.

“Seit 5 Jahren schwimmen die bis zu 1,50 Meter großen, grauen Meeressäuger jedes Frühjahr die Weser flussaufwärts, manchmal sogar die 65 Kilometer bis nach Bremen”, so die Biologin Denise Wenger von der GRD. Vermutlich folgen sie attraktiven Futterquellen, Fischarten wie Finte, Stint oder Hering, die aus der Nordsee zum Ablaichen in die großen Flüsse kommen. Einen Anhaltspunkt für diese These bieten die Daten der vor einem Jahr im Fluss installierten Hydrophone (Unterwassermikrophone, sog. Klickdetektoren), die die Ultraschalllaute der Schweinswale aufzeichnen. “Eindeutige Lautfolgen (“click trains”) für Futtersuche und Kommunikation wurden bei der Auswertung gefunden”, so der Schweinswalexperte Sven Koschinski.

Aber noch weiß man nicht genau, wie viele dieser heimischen, geschützten Kleinwale sich in der Weser aufhalten, was sie eigentlich hier tun und welche Bedeutung die verschiedenen Weserabschnitte für die Meeressäuger haben. Deshalb bittet die Projektleiterin Denise Wenger dieses Jahr besonders alle Segler, Bootsfahrer, Fischer, Anwohner und Osterurlauber, die auf oder an der Weser unterwegs sind, sich ein wenig Zeit für “Whale Watching” zu nehmen und nach den Kleinen Tümmlern Ausschau zu halten. Meldungen telefonisch an 089-741 604 10 oder per E-Mail unter info@delphinschutz.org oder mithilfe eines Meldebogens unter www.weserwale.de.
Nur wenn wir mehr über die Lebensgewohnheiten unserer einzigen heimischen Wale wissen, können sie gezielt geschützt werden.

Das Projekt wird unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe und der Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch.

Quelle: djd

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Unterwasserparadies Rotes Meer: Auf Tauchstation in El Gouna

Tauchen im Roten Meer vor El Gouna.

Tauchen im Roten Meer vor El Gouna.

Die Küste vor El Gouna gilt vollkommen zurecht als wahres Tauch- und Schnorchelparadies: Die eindrucksvolle Unterwasserwelt des Roten Meeres vor Ägypten lockt seit Jahren viele Meeresfreunde unter die Wasseroberfläche. Neben der faszinierenden Tierwelt und besonderen Unterwasser-Szenarien wie Schiffswracks und Canyons punktet El Gouna auch durch exzellente Ausbildungsmöglichkeiten: In den momentan neun Tauchbasen vor Ort wird auch auf Deutsch das Tauchen vermittelt und die PADI Tauchausbildung angeboten. Trotz der vielen hervorragenden Dive-Spots für Anfänger und Profis ist die Küste vor El Gouna noch nicht überlaufen. Die Chancen stehen somit gut, auch seltene Meeresbewohner anzutreffen.

Die ägyptische Ferienregion El Gouna bietet die perfekten Voraussetzungen für einen Tauchgang. Ob absoluter Neuling oder erfahrener Unterwasser-Profi – im Roten Meer vor der Küste El Gounas findet sich stets der ideale Dive-Spot. Gut Geschulte Tauchlehrer und Guides begleiten Anfänger bei ihren ersten Tauchversuchen im Hotelpool, um danach mit den erfahreneren und zertifizierten Tauchern in die faszinierenden Unterwasserwelt des Roten Meeres hinab zu gleiten. Gemeinsame Tagestouren im Rahmen eines Schnupper-Tauch- oder eines Schnorcheltags runden das Programm ab. Ausgehend von der Marina El Gounas mit ihren bunten Cafés und Geschäften sind es lediglich fünfzehn Minuten bis zu den ersten Riffen. Nach einem gemeinsamen Tauchgang, einem leckeren Mittagessen auf einem der geräumigen Tauchboote und einer verdienten Siesta dürfen sich die Teilnehmer am Nachmittag nochmals ausgiebig hinab zu Korallen & Co. begeben.

Neulinge im Tauchsport können in dem ägyptischen Ferienort auch ihren PADI Open Water Tauchschein machen, der ihnen erlaubt, sich in über 175 Ländern in bis zu 18 Meter Meerestiefe zu wagen. Momentan beherbergt El Gouna neun Tauchbasen. Darunter befinden sich die drei deutschen Anbieter Blue Brothers Diving, Orca und The Dive Connection. Wer so richtig Gefallen am Tauchen gefunden hat, kann sich in El Gouna weiterbilden, Dive-Specialties erlernen, sich beim technischen Tauchen versuchen oder sich sogar zum Tauchlehrer ausbilden lassen. Auch die Kleinsten werden nicht vergessen, denn viele Tauchstationen haben spezielle Kurse für Kinder im Programm.

Für erfahrene Unterwassersportler bieten sich rund um El Gouna auch ausgefallene Tauchreviere an. Etwa zwei Stunden entfernt liegt der Schiffsfriedhof Abu Nuhas mit seinen vielen geheimnisvollen Wracks. Auch die faszinierenden Canyons von Shabaha oder das so genannte Blind Reef voll farbenprächtiger Meeresbewohner ist nur zwei Stunden von El Gouna entfernt und lädt Wagemutige auf Tauchgänge ein. Trotz diesem vielfältigen Angebot ist das Rote Meer vor El Gouna nicht mit anderen Booten und Tauchern überlaufen, was gute Chancen für eine Begegnung mit exotischen Fischen, Meeresschildkröten oder Delfinen verspricht.

Mehr Informationen zum Tauchen und den in El Gouna ansässigen Tauchschulen findet man auf www.elgouna.com in der Kategorie http://www.elgouna.com/BrowseSection~SubSectionID~27~Lang~de.html.





Quelle: El Gouna Tourimus Information

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seaQuest DSV – Die Serie

“Das 21. Jahrhundert… der Mensch hat den letzten Lebensraum der Erde kolonisiert: den Ozean. Als Besatzung der seaQuest sind wir für den Schutz der Meere verantwortlich. Denn unter der Wasseroberfläche liegt die Zukunft…”
Captain Nathan Bridger im Vorwort der 1. Staffel von “seaQuest DSV”

Am 19. Januar 1994, das heißt, heute vor 17 Jahren startete im deutschen Fernsehen die Erstausstrahlung einer Serie, die für damalige Begriffe höchst innovativ war. Sie verwendete Computergrafiken als Spezialeffekte, sollte Science Fiction sein, aber auch einen realistischen Hintergrund haben. Heute nennt man das “Edutainment”. Die Serie, der leider nur ein kurzes Leben beschieden war, war “seaQuest DSV”. Ich persönlich war ein Fan der ersten Stunde und habe selbst die verschiedenen Wandlungen, die die Serie im Lauf ihrer kurzen “Lebensdauer” durchlief, mitgemacht. Mein Taucherlogbuch ziert das Logo der UEO, an meiner Pressluftflasche hängt der Mannschaftsaufnäher der seaQuest.

Ich möchte daher dieser Serie gern Tribut zollen. Leider hatte sie nicht die Chance, ihr volles Potential zu entwickeln, aber vielleicht wird aus dem, was man heute auf DVD bewundern kann, klar, was hätte sein können. Beginnen möchte ich mit dieser Einführung über die Serie und ihre Charaktere im Allgemeinen, um dann in den folgenden Wochen auf die einzelnen Geschichten einzugehen.

Die Situation: Die Welt am Abgrund und die Gründung der UEO

Die Geschichte beginnt im Jahr 2017 mit einen Zwischenfall, der zeigen soll, wohin sich das Leben entwickelt hat: der Mensch hat im Ozean Kolonien in verschiedenen Untersee-Basen gegründet, wobei dabei eher wirtschaftliche als wissenschaftliche Interessen im Vordergrund stande. Konzerne haben den Meeresboden aufgeteilt und sind Willens, ihre Territorien mit Waffengewalt zu verteidigen. Als es zu einer Krise kommt, in der ein U-Boot-Kommandant, der beinahe einen Befehl von Vorgesetzten missachtet und eine Kolonie zerstört hätte, findet ein Umdenken statt: die Vereinten Nationen erklären sich auch für den Meeresgrund zuständig und eine neue, weltumspannende Organisation wird gegründet: die UNITED EARTH / OCEANS ORGANIZATION, kurz UEO.

Die seaQuest und Nathan Bridger

Captain Nathan Bridger (Roy Scheider) / (c) by UNIVERSAL & AMBLIN ENTERTAINMENT

Captain Nathan Bridger (Roy Scheider) / (c) by UNIVERSAL & AMBLIN ENTERTAINMENT

Das modernste U-Boot der neu gegründeten Flotte der UEO ist die “seaQuest”, die zuvor der Regionalmacht NORPAC diente. Als er noch in der Navy war, hat ein gewisser Nathan Bridger das Boot mit geplant. Doch als sein Sohn bei einem Einsatz der Navy ums Leben kommt, schwört Bridger seiner Frau, nie mehr etwas mit der Navy zu tun zu haben. Mittlerweile ist auch seine Frau verstorben und Bridger lebt auf einer einsamen Insel, wo er seinen zahmen Delfin Darwin trainiert. Admiral Noyce, ein alter Bekannter von Bridger, versucht nun, diesen wieder “ins Boot zu holen”, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die seaQuest wird von Militärboot zu einem Wissenschaftsboot umgerüstet und soll für die UEO den Frieden erhalten. Bridger ist davon nicht sonderlich begeistert – und erst recht nicht, als er herausfindet, dass der “unverbindliche” Besuch an Bord der seaQuest von Noyce organisiert wurde, um ihn zu überzeugen, doch zu bleiben. Aber nach einer erneuten Krise um ein Piraten-U-Boot überlegt er es sich anders und wird der neue Captain.

Dargestellt wurde Nathan Bridger von Roy Scheider, den die meisten aus dem Film “Der weiße Hai” kennen dürften, wo er Polizeichef Brody spielte. Scheider war angetan von der Idee, mit Hilfe der Serie auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Als die Serie nicht so lief, wie sich das Studio das versprach und man immer mehr phantastische Elemente einbaute, wollte Scheider damit nichts mehr zu tun haben. In der letzten, der dritten Staffel übernahm Captain Oliver Hudson das Steuer der seaQuest. Bridger ist als “untypischer Militärtyp” angelegt, er hat es in der Navy zwar zum Captain gebracht, aber seine Vorliebe gilt der Wissenschaft, nicht dem Kriegführen. Er hadert sehr mit sich, ob er auf der seaQuest bleiben soll, denn immerhin hat er seiner Frau versprochen, es nicht mehr zu tun. Scheider selbst fand übrigens, dass man es in der Serie sehr gut wagen könnte, solche persönlichen Geschichten auch als Handlungsbogen über mehrere Episoden laufen zu lassen, was das Studio ablehnte, da man Science-Fiction-Fans eher als “Gelegenheitszuschauer” sah (dass es anders geht, demonstrierte die Serie “Babylon 5″ wenige Jahre später sehr eindrucksvoll). Erst in der dritten Staffel und nach Scheiders Weggang wagte man sich an einen Storybogen, der jedoch wegen des Absetzens der Serie nie vollendet wurde. Roy Scheider starb am 10. Februar 2008 an den Komplikationen einer Krebstherapie.

Die seaQuest wurde nach tatsächlichen modernsten Erkenntnissen mit einem Schuss Science Fiction “gemischt”. Bei vielen Ideen brachte man tatsächliche Forschungsergebnisse ein (wie etwa die Satelitten, die die seaQuest immer begleiten und deren “Augen und Ohren” sind), bei manchen spekulierte man (zum Beispiel bei der Außenhaut des Bootes, die aus einem Biomaterial bestehen sollte, das sich selbst regenerieren kann). Das ganze gab ein recht realistisch wirkendes “Gesamtbild”, was das Studio zu der Aussage verleitete, die Serie seaQuest sei quasi “STAR TREK unter Wasser, nur besser!” Damit hatte man die Latte selbst und ohne Not recht hoch gelegt. Die Serie hatte es schwer, diesen Ansprüchen gerecht zu werden, obwohl sie mit modernster Technik produziert wurde. In der Tat gab es kaum Modellaufnahmen, alle Spezialeffekte kamen aus dem Computer (was man nach heutigen Gesichtspunkten auch deutlich sieht, aber damals war das der Stand der Technik).

Darwin der Delfin

Darwin ist ein Delfin, der von Nathan Bridger dazu trainiert wurde, auf Handzeichen zu reagieren und verschiedene Kommandos auszuführen. An Bord der seaQuest erlebt Bridger dann eine Überraschung: Dort gibt es ein System, das Darwins Laute in Sprache übersetzen kann – und umgekehrt. Dass es sich dabei nicht um einen Trick handelt, erfährt Bridger, als er Darwin nach der Farbe seiner Badehose fragt und Darwin wahrheitsgemäß antwortet, Bridger trage keine Badehose – “Haut!” Das Übersetzungssystem ist noch nicht perfekt, manche Übersetzungen ergeben keinen Sinn, da man noch nicht wirklich weiß, wie ein Delfin genau denkt. Darwin kann sich innerhalb der seaQuest über ein Labyrinth von wassergefüllten Rohren fortbewegen bis hin zum “Moonpool”, wo sich die “Übersetzungsanlage” befindet.

Darwin wurde im Vorspann mit genau diesem Namen vorgestellt – Darwin. Das hatte den Hintergrund, dass es kein echter Delfin war, der ihn darstellte. Bei den Aufnahmen im Innern der seaQuest und immer dann, wenn die Schauspieler direkt mit ihm interagieren mussten, handelte es sich um eine Animatronic-Figur, bei den Aufnahmen außerhalb der seaQuest war er eine Computergrafik. In einigen wenigen Szenen wurden auch Archivaufnahmen von echten Delfinen verwendet.

Die Besatzung der seaQuest in Staffel 1: Ganz hinten Ford, davor O'Neill (links) und Ortiz; links versetzt Krieg, vordere Reihe (von links) Crocker, Westphalen, Bridger, Wolenczak; ganz vorne Hitchcock. / (c) by UNIVERSAL & AMBLIN ENTERTAINMENT

Die Besatzung der seaQuest in Staffel 1: Ganz hinten Ford, davor O'Neill (links) und Ortiz; links versetzt Krieg, vordere Reihe (von links) Crocker, Westphalen, Bridger, Wolenczak; ganz vorne Hitchcock. / (c) by UNIVERSAL & AMBLIN ENTERTAINMENT

Commander Jonathan Ford

Jonathan Ford war schon unter der ersten Kommandantin der seaQuest erster Offizier an Bord. Als das Boot vom Militär- zum Wissenschaftsboot umgerüstet wird, steht er zwischen allen Stühlen, findet sich aber bald zurecht. In der zweiten Staffel bekommt er Konkurrenz durch den aufstrebenden Lieutenant James Brody, der der Meinung ist, die Besatzung könnte “effektiver” arbeiten, aber Ford hat die Lage im Griff. Seine schwerste Entscheidung war, gegen die Kommandantin der seaQuest vorzugehen, als diese entgegen der Anweisung vom Hauptquartier einen Krieg mit einer Unterwasser-Kolonie beginnen wollte.

Don Franklin, der Darsteller von Commander Ford, ist in Deutschland nicht so bekannt. Er spielte hauptsächlich in Fernsehserien mit und in wenigen Kinoproduktionen. 2005 war er beispielsweise in der Serie “CSI: Miami” zu sehen.

Lucas Wolenczak

Lucas Wolenczak ist ungefähr das, was Wesley Crusher in “Star Trek – The Next Generation” war, ein hochbegabter Jugendlicher mit einer Vorliebe für die Technik. Er bestand bereits an einer Wissenschaftsuniversität mit Auszeichnung und kam an Bord der seaQuest, nachdem sich seine Eltern scheiden ließen. Er ist der Erfinder des “Vocoders”, das Gerät, mit dessen Hilfe Darwin “sprechen” kann. Er ist ein bisschen vorlaut und sich seiner Fähigkeiten sehr wohl bewusst, allerdings akzeptiert er Captain Bridger sehr schnell als Vorgesetzten.

Neben Roy Scheider und Ted Raimi dürfte Lucas-Darsteller Jonathan Brandis noch der in Deutschland bekannteste Schauspieler der seaQuest-Darsteller sein. Er spielte unter anderem die Hauptrolle des Bastian Balthasar Bux in “Die unendliche Geschichte 2: Auf der Suche nach Fantásien”, außerdem war er in Filmen wie “Stephen King’s ES” oder “Fatal Attraction” zu sehen. Im Fernsehen trat er in verschiedenen Serien auf, dazu gehören “Full House”, “Wer ist hier der Boss?” und “Mord ist ihr Hobby”. Jonathan Brandis starb am 12. November 2003 im Alter von nur 27 Jahren infolge von Verletzungen, die er sich bei einem Selbstmordversuch zugezogen hatte.

Dr. Kristin Westphalen

Dr. Westphalen führt an Bord der seaQuest gleich zwei Funktionen aus: Sie ist Ärztin und wissenschaftliche Leiterin. Als letztere ist sie sehr energisch vor allem im Umgang mit den Militärs auf dem Boot, mit denen sie ab und zu aneinander gerät (besonders, wenn es um Prioritäten geht). Captain Bridger kannte sie zuvor nur von Berichten und wollte schon mal mit ihm Kontakt aufnehmen, um ein wissenschaftliches Problem zu erläutern. Das scheiterte jedoch an der Marine. Jetzt unter seinem Kommando auf seinem Schiff zu arbeiten ist für sie etwas besonderes.

Auch Stephanie Beacham dürfte außer in ihrer Rolle bei “seaQuest DSV” dem deutschen Publikum relativ unbekannt sein. Sie war in einer Folge der britischen Science-Fiction-Serie “UFO” von Gerry Anderson zu sehen, sowie in “Charmed”, “Beverly Hills 90210″, dem “Denver-Clan”-Ableger “Die Colbys”, sowie im “Denver-Clan” selbst. Da Stephanie Beacham in England lebt, ist sie in letzter Zeit hauptsächlich in britischen Fernsehproduktionen zu sehen.

Lieutenant Commander Katherine Hitchcock

Katherine Hitchcock war – lange vor B’Elana Torres von “Star Trek – Voyager” – eine der ersten weiblichen Chefingenieure in einer Fernsehserie. Sie nimmt ihre Arbeit sehr ernst und macht mehr als das “Soll”. Einen Punkt in ihrer Vergangenheit würde sie aber am liebsten auslöschen: Sie war ein Jahr lang mit Lieutenant Benjamin Krieg verheiratet. Lucas Wolenczak hatte ein paar jugendliche Fantasien über sie.

Stacy Haiduk ist ebenfalls eine Schauspielerin, die hauptsächlich Fernsehrollen spielt. Auch wenn ihr Name nicht so bekannt ist, im deutschsprachigen Raum hat man sie bestimmt außer bei “seaQuest” schon mal gesehen. Sie spielte unter anderem in “Parker Lewis – Der Coole von der Schule”, “Profiler”, “Charmed”, “The Sentinel”, “Akte X”, “er – emergency room”, “CSI: Miami”, “NCIS”, “Crossing Jordan – Pathologin mit Profil”, “Cold Case”, “CSI: NY”, “Heroes”, “Prison Break” und “Burn Notice” mit.

Lieutenant Benjamin Krieg

Krieg ist der typische Offizier, der zwar beim Militär ist, sich aber nicht so richtig unterordnen kann. Während der Ausbildung hat er ein Navy-Maskottchen bunt angemalt und an Bord der seaQuest versteht er sich als “Versorgungsoffizier”. Soll heißen, er besorgt alles, was man haben möchte – zum entsprechenden Preis. Er denkt auch in erster Linie ans Geld, wenn es um irgenwelche Sachen geht. Seine kurze Ehe mit Lieutenant Commander Hitchcock versucht er, mit Humor zu nehmen, allerdings lässt sie ihm nicht immer Gelegenheit dazu. Während der Ausbildung hat Krieg mit Bridgers Sohn Robert gedient.

John D’Aquino gehört auch in die Reihe der Darsteller, die man “schon mal gesehen” hat. Er spielte in unzähligen Serien mit, dazu gehören “Xena”, “Mord ist ihr Hobby”, “Seinfeld”, “Silders”, “Crossing Jordan – Pathologin mit Profil”, “Baywatch”, “Matlock” und zuletzt “Monk”.

Lieutenant Junior Grade Tim O’Neill

O’Neill ist der Kommunikationsoffizier der seaQuest und verdient den Namen wirklich: Er spricht mindestens ein Dutzend Sprachen fließend und mehrere weitere zumindest so, dass er sich verständlich machen kann. Wegen seiner Begabung war er als Kind nicht sonderlich beliebt – und die Tatsache, dass er Brillenträger ist, mag noch dazu beigetragen haben. Schlechte Erfahrungen in der Kindheit haben ihn zu einem nervösen, übervorsichtigen Mann gemacht, der aber auch über sich hinauswachsen kann. Wie Commander Ford, so diente auch er bereits unter der ersten Kommandantin der seaQuest.

Schauspieler Ted Raimi dürfte deutschen Zuschauern noch aus den Serien “Hercules” und “Xena” bekannt sein, wo er den unvergleichlichen Joxer (“den Mächtigen”) spielte. Zuletzt war er in den neuen “Spiderman”-Filmen zu sehen.

Chief Manilow Crocker

Crocker ist einer der Älteren der seaQuest und kennt Bridger noch von seiner ersten Karriere bei der Navy. Die beiden verbindet eine Freundschaft, auch wenn Crocker nach Bridgers “Abtauchen” nichts mehr von diesem gehört hat. Crockers Aufgaben an Bord sind vielfältig und hin und wieder profitieren die jüngeren Offiziere von seiner Erfahrung.

Royce D. Applegate war in verschiedenen Filmen und Serien zu sehen, unter anderem in “Mel Brook’s Verrückte Geschichte der Welt”, “JAG”, “Splash” oder dem Pilofilm von “CSI: Den Tätern auf der Spur”. Er starb am 1. Januar 2003 bei einem Feuer in seinem Wohnhaus 63jährig.

Senior Chief Miguel Ortiz

Ortiz gehörte ebenfalls zur ursprünglichen Besatzung der seaQuest und blieb auch unter Captain Bridger auf seinem Posten. Er ist für die Außenüberwachung verantwortlich, die bei der seaQuest über so genannte WSKERs funktioniert. Außerdem spricht er Spanisch und kennt die griechische Mythologie.

Marco Sanchez war auch schon in verschiedenen Serienrollen zu sehen: “JAG”, “Charmed”, “ENTERPRISE”, “24″, “er – emergency room”, “CSI: NY”, “Two and a Half Man”, “CSI: Miami” und “NCIS”. Ein für 2011 angekündigter Film mit ihm als Darsteller trägt den Titel “Super 8″.

seaQuest DSV – Das Abenteuer beginnt…

Nächste Woche beginnen wir hier im Blog mit den einzelnen Episoden. Zwischen den Staffeln wird es einen “Einschub” geben, in dem die neue Situation erklärt wird, die leider von Staffel zu Staffel wechselte, außerdem werden die neuen Darsteller vorgestellt. Und so beginnt es…

“seaQuest DSV” und “seaQuest 2032″: (c) by UNIVERSAL & AMBLIN ENTERTAINMENT

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Gedanken zum Jahreswechsel

Wenn dieser Artikel erscheint, sind es gerade noch 5 Minuten bis Mitternacht, und dann ist 2010 vorbei. Zeit für ein paar Gedanken zum letzten Jahr, denn in mancher Hinsicht ist es wirklich 5 vor 12. Es hat sich eine Menge getan bei den Flat Flute Divers, auch wenn man das hier nicht so gemerkt hat. Aber das wird noch kommen, denn ein paar wesentliche Veränderungen werden folgen. Und eine spannende Zeit steht uns 2011 bevor. Aber davon werden wir noch berichten.

Leider gab es das vergangene Jahr auch ein paar nicht so ganz schöne Dinge. Da war die Ölkatastrophe im Roten Meer, als viele Strände und Riffe mit Erdöl verschmutzt wurden, das aus einem Leck einer Bohrplattform austrat. Mit dem Roten Meer sind wir Flat Flute Divers besonders verbunden, denn dort hat alles angefangen, und es gibt wohl kaum ein Meer mit einem vergleichbaren Artenreichtum.

Doch durch eine andere unschöne Sache ist dieser Artenreichtum nun gefährdert. Ende November und Anfang Dezember kam es um Sharm El Sheik zu insgesamt fünf Hai-Angriffen auf Schwimmer, beziehungsweise Schnorchler. Allerdings herrscht im Bezug auf die Gesamtzahl immer noch etwas Unklarheit, da in den ersten Tagen vier Angriffe gemeldet wurden, von denen einer sich als blinder Alarm entpuppte. Durch Fotomaterial stellten Meeresforscher fest, dass es sich bei dem Angreifer um einen so genannten Weißspitzen-Hochseehai (Carcharhinus Longimanus) handelte, ein Weibchen, um genau zu sein. Sein Verhalten war dabei mehr als ungewöhnlich, da der Hai das “Hochsee” in seinem Namen nicht umsonst trägt, er lebt in tiefen Gewässern, nicht in Küstennähe. In mindestens einem der Fälle stellte sich im Nachhinein heraus, dass der angegriffene Schwimmer Futter bei sich hatte, auf das es der Hai abgesehen hatte. Das erklärt auch zum Teil sein Verhalten, man vermutet weiterhin, dass Haie großen Schiffen folgen, die Essensreste im Meer entsorgen; oder dass Tiertransporte verendete Tiere einfach ins Meer werfen, wo sie von den Haien gefressen werden. Schließlich gibt es auch Tauchsafaris, bei denen Haien mit Ködern angelockt werden, was eigentlich strengstens verboten ist. Genauso streng verboten ist es eigentlich, Futter mit ins Wasser zu nehmen, um kleinere Fische anzulocken. Doch es ist eine verbreitete Unsitte, die Annette und ich bei unserem letzten Tauchurlaub am Roten Meer selbst erleben durften. An der Tauchbasis unseres Hotels erzählte man uns, dass manche Taucher sogar hartgekochte Eier vom Frühstücksbuffet des Hotels ins Meer mitnehmen, um sie an den Napoleon-Lippfisch zu verfüttern. Der Napoleon-Lippfisch beherrscht da ein besonderes “Kunststück”, er verschluckt das Ei im Ganzen und spuckt die Schale wieder aus. Das Problem ist nur: hartgekochte Eier gehören nicht zum natürlichen Speiseplan des Fisches. Oder hat jemand schon mal davon gehört, dass der Napoleon-Lippfisch Nachts in Hühnerställe einbricht und dort die hartgekochten (!) Eier stiehlt? Das traurige Resultat dieses Schauspiels ist, dass der Fisch elendig verendet. Napoleon-Lippfische können bis zu 2,30 m groß werden und sind faszinierende Tiere, wenn man ihnen im Freiwasser begegnet.

Ich selbst habe mich schon länger mit dem Gedanken getragen, auch hier im Blog etwas dafür zu tun, um Informationen weiterzuverbreiten, gerade was das Leben im Meer betrifft und wie wichtig die Vielfalt an Fischen und Korallen dort ist. Auf der anderen Seite war ich mir unsicher, ob die Idee, die ich im Kopf hatte, die richtige wäre, denn sie hat auch etwas mit Gesellschaftskritik zu tun – und das hier ist ein Taucherblog. Außerdem geht es um Science Fiction. Passt das alles zusammen?

Am 18. Dezember diesen Jahres aber erreichte mich eine Pressemitteilung der HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association), die sich um die Belange des Schutzes des Roten Meeres kümmert. Unter dem Bild eines toten Hais wurden die Praktiken der Wasserschutzbehörden angeprangert, die offenbar im Zuge der Haiangriffe angefangen haben, wahllos Haie zu töten, was für das natürliche Gleichgewicht des Meeres absolut schädlich ist. Haie sind ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Nahrungskette, und ein “haifreies” Meer keine Lösung. Die Ignoranz, mit der die Sache angegangen wird, sowie die Ignoranz, die ich vor Ort selbst erleben durfte, brachten mich auf meine ursprüngliche Idee zurück, und ich beschloss, diese für 2011 durchzuziehen.

Am 19. Januar 2011 ist es nämlich exakt 17 Jahre her, dass in Deutschland eine Science-Fiction-Serie anlief, die einen neuen Ansatz verfolgte: “seaQuest DSV”. Sie versuchte zum Teil das zu verwirklichen, was man heute unter dem Stichwort “Edutainment” kennt. “Edutainment” ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus “education” (Erziehung, Bildung) und “entertainment” (Unterhaltung). Die Serie wollte Unterhaltung liefern und dabei gleichzeitig Bildung vermitteln. Die seaQuest war ein U-Boot, das die Weltmeere einer nicht weit entfernten Zukunft befuhr und dort einige Abenteuer erlebte. Man versuchte auch, das Bewusstsein der Menschen für die Ozeane zu schärfen, wie es in dem letzten Satz des Vowortes, “unter der Oberfläche liegt die Zukunft” ausgedrückt wurde. Ich war sofort ein Fan der Serie und musste schmerzlich miterleben, wie das Desinteresse der Menschen zuschlug: nach drei Staffeln wurde sie sang- und klanglos eingestellt. In der Zwischenzeit hatte man zweimal versucht, das Konzept zu ändern und war eigentlich auf gar keinem so schlechten Weg. Aber wie es nun mal so ist, wenn es keine Quote bringt, kippt man es in den Gully.

Die Idee, mit der ich spielte, war, die Serie hier im Blog zu würdigen und den reellen Hintergrund etwas zu beleuchten. Wie gesagt, ich war mir nicht so recht schlüssig, ob ein Taucherblog der richtige Ort ist für eine Science-Fiction-Serie. Meine eigene Erfahrung in Ägypten und das, was nun im Zuge der Hai-Angriffe geschieht (sowie die von der Boulevardpresse natürlich völlig unangemessene Berichterstattung) hat meine Meinung geändert. Ich bin, wie gesagt, ein Fan der ersten Stunde, und ich bin noch immer ein Fan. Auf meinem Tauchlogbuch prangt das Wappen der UEO, der “United Earth / Oceans Organization”, eine Art “UN für die Weltmeere”, und im Netz meiner Pressluftflasche findet sich das Abzeichen der seaQuest selbst. Vielleicht kann ich auf diese Weise dem einen oder anderen die Serie, sowie den Blick für die Meeres unseres Planeten nahebringen, denn:

“Als Besatzung der seaQuest sind wir für den Schutz der Meere verantwortlich.”
Captain Nathan Bridger im Vorwort von “seaQuest DSV”

Aber natürlich kommen die anderen Dinge, Artikel über Ausrüstung, Tauchplätze oder unsere neuesten “Abenteuer” weiterhin nicht zu kurz. Die Geschichte geht weiter…

In diesem Sinne: Auf ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2011!

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