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	<title>Flat Flute Divers &#187; Regulator</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Gedanken zur ersten eigenen Ausr&#252;stung &#8211; der Lungenautomat</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 07:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
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		<category><![CDATA[Oktopus]]></category>
		<category><![CDATA[Regulator]]></category>
		<category><![CDATA[Apeks]]></category>

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		<description><![CDATA[An dieser Stelle m&#246;chte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich blutjunger Anf&#228;nger bin und mir keinesfalls anma&#223;e, &#252;ber Technik zu sprechen oder Empfehlungen zu Lungenautomaten abgebe. Auch hier erz&#228;hle ich lediglich, wie ich zu meinem Automaten gekommen bin.

Der Lungenautomat besteht aus erster Stufe, die den Druck der Flasche auf ungef&#228;hr 10 bar reduziert. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle m&#246;chte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich blutjunger Anf&#228;nger bin und mir keinesfalls anma&#223;e, &#252;ber Technik zu sprechen oder Empfehlungen zu Lungenautomaten abgebe. Auch hier erz&#228;hle ich lediglich, wie ich zu meinem Automaten gekommen bin.</p>
<p>Der Lungenautomat besteht aus erster Stufe, die den Druck der Flasche auf ungef&#228;hr 10 bar reduziert. Daran montiert ist die zweite Stufe, die ihrerseits den Druck auf die jeweilige Umgebung anpasst. Ebenfalls sollte (zumindest beim Kauf) der Oktopus (Ersatz-Zweitstufe) dabei sein. So hatte ich das gelernt und so etwas wollte ich haben. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass ich etwas eigen bin, was Hygiene angeht. St&#228;ndig auf einem Mundst&#252;ck der zweiten Stufe herumzukauen, auf dem schon Hunderte vor mir herum gekaut hatten, bereiteten mir unangenehme Gef&#252;hle.</p>
<p>Auch hier sah ich mich  &#8211; wie beim Kauf meines Jackets &#8211; vielen Angeboten gegen&#252;bergestellt. Und auch die Meinungen diverser Artikel im Internet best&#228;tigten meinen Verdacht: Es war wie beim Jacket. Selbst der bestgelobteste Automat hatte irgendwann mal abgeblasen oder ein Besitzer war aus anderen Gr&#252;nden nicht zufrieden. Mein Tauchbuddy kannte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Instructor, und er fragte ihn um seine Meinung. Die Antwort war wenig hilfreich, wenn auch beruhigend: Alle Automaten w&#228;ren tauglich, es g&#228;be keine Automaten, sozusagen keine &#8220;schwarzen Schafe&#8221;, was díe Sicherheit unter Wasser anbetrifft.  Also war das hier wohl wieder eine Frage des pers&#246;nlichen Geschmacks.</p>
<p>Daraufhin brachen wir wieder zu unserem &#8220;Tauchshop-hopping&#8221; auf. In verschiedenen L&#228;den wurden uns die unterschiedlichsten Modell erkl&#228;rt und gezeigt. Doch nur in einem Tauchshop durften wir die Automaten auch ausprobieren. Dazu holte der Besitzer eine Flasche und lie&#223; uns einfach mal atmen. Das war eine wertvolle Erfahrung. Das Luftholen aus den Automaten sollte immer einfach und ohne Widerstand gehen. Das war bei allen Automaten der Fall. Ich pers&#246;nlich aber sp&#252;rte an den Apeks Automaten nochmals einen feinen Unterschied. Ich kann es gar nicht genau in Worte fassen, das Atmen erschien mir &#8220;fl&#252;ssiger&#8221;. Es lief wie geschmiert. Ich merkte mir das. An dem Tag kaufte ich mir keinen Automaten. Ich wollte mir die Anschaffung nochmals durch den Kopf gehen lassen.</p>
<p>Um einfach mal die Auswahl und Angebote zu testen, lie&#223; ich mir verschiedene Kataloge von Internetanbietern schicken. Hier konnte ich mir auch mal ein Bild &#252;ber die unterschiedlichen Preisklassen machen. Schlie&#223;lich stolperte ich &#252;ber ein &#8220;Komplettset&#8221;. Der Firma Apeks. Zu einem &#8211; wie will ich sagen &#8211; Spottpreis. Hastig &#252;berlegte ich. Wie konnte das sein, dass dieses Gesch&#228;ft den Regler f&#252;r fast die H&#228;lfte weniger anbot als die anderen Gesch&#228;fte? Ich brauchte nicht lange zu suchen: Apeks hatte einen nagelneuen Automaten auf den Markt gebracht, und von daher wurden die Vorg&#228;ngermodelle billiger. So war es auch. Im Laufe der n&#228;chsten Wochen stolperte ich immer wieder &#252;ber die billigere Variante.</p>
<p>In mir arbeitete es. Es ist zwar nicht die feine Art, etwas in einem Gesch&#228;ft auszuprobieren, um es dann hinterher im Internet zu bestellen, aber das Angebot war zu verlockend. Schlie&#223;lich &#8220;schlug ich zu&#8221;.</p>
<p>Seitdem tauche ich mit dem <strong>Apeks XTX 200</strong> und dem <strong>Oktopus 40.</strong> Ein sehr angenehmes Ger&#228;t. Und wenn ich den Aussagen der Tauchlehrer trauen darf, die ich seitdem kennen gelernt habe, habe ich ein goldenes H&#228;ndchen gehabt.</p>
<p>&#8230;und hier meine Tips f&#252;r Euch:</p>
<ol>
<li>Ich kann mich nur wiederholen: geht in die Gesch&#228;fte und probiert die Automaten aus! Es gibt vielleicht von der Sicherheit keine gro&#223;en Unterschiede, aber von der Form und vom Gewicht her. Probiert die Mundst&#252;cke aus. Ihr habt nichts von einer zweiten Stufe, die zu schwer ist oder anatomisch nicht pa&#223;t.</li>
<li>Bei der Auswahl sollte man nicht zu sehr aufs Geld schauen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt eben Gl&#252;ck, dass der Automat runtergesetzt war. Ich h&#228;tte mich aber vermutlich trotzdem nicht anders entschieden. Ich h&#228;tte nur noch ein bisschen l&#228;nger sparen m&#252;ssen. Denkt dran: Der Automat da unten ist Eure Lebensversicherung, und das mu&#223; einem das Geld wert sein.</li>
<li>Ihr taucht auch in k&#228;lteren Gew&#228;ssern? Dann achtet unbedingt drauf, dass der Automat &#8220;kaltwassertauglich&#8221; ist. Zwar sch&#252;tzt das aufgedruckete Wort &#8220;kaltwassergeeignet&#8221; nicht vor dem Vereisen, das kann trotzdem passieren, aber zumindest ist das Risiko deutlich geringer.</li>
<li>Achtet darauf, dass Ihr &#252;ber die zweite Stufe spielend leicht atmen k&#246;nnt. Das lernt man bereits in der ersten Tauchstunde, dass das das wichtigste Merkmal eines Automaten ist.</li>
</ol>
<p>Und ganz zum Schlu&#223;: Die einwandfreie Funktion und die Sicherheit des Automaten &#8211; egal von welcher Firma -  ist letzlich auch eine Frage der Pflege und der Wartung. Daf&#252;r sind wir alle selber verantwortlich, nicht die Firma, die den Automaten gebaut hat.  Die Stufen geh&#246;ren nach jedem Tauchgang gesp&#252;lt, mit  einem moderatem Wasserstrahl, kein &#8220;volles Rohr&#8221;. Und die regelm&#228;&#223;ige Wartung versteht sich von selbst!</p>
<p>Viel Erfolg!</p>
<p>[Werbung]</p>
<p>Lungenautomaten von Apeks finden sich auch bei&#8230;</p>
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<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Gedanken+zur+ersten+eigenen+Ausr%C3%BCstung+%E2%80%93+der+Lungenautomat+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D289+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=289&amp;md5=7fd4ca155e205be7bfa57e8ff7fc55f3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Zeit von Dezember 08 bis April 09</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/07/17/die-zeit-von-dezember-08-bis-april-09/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 07:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
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		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
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		<description><![CDATA[Anfang Dezember waren wir wieder in Deutschland. Aber das Erlebte in &#196;gypten hatte uns nachhaltig gepr&#228;gt. Schon auf dem Heimflug sprachen wir &#252;ber nichts anderes mehr als &#252;ber das Tauchen. Und wie sehr uns das gefallen hatte. So beschlossen wir, uns einmal umzuh&#246;ren und Kontakte zu kn&#252;pfen, damit man wenigstens einmal im Monat einen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Dezember waren wir wieder in Deutschland. Aber das Erlebte in &#196;gypten hatte uns nachhaltig gepr&#228;gt. Schon auf dem Heimflug sprachen wir &#252;ber nichts anderes mehr als &#252;ber das Tauchen. Und wie sehr uns das gefallen hatte. So beschlossen wir, uns einmal umzuh&#246;ren und Kontakte zu kn&#252;pfen, damit man wenigstens einmal im Monat einen Schwimmbadtauchgang machen k&#246;nnte.</p>
<p>Zu Hause angekommen berichtete ich jedem, der es h&#246;ren wollte oder auch nicht, dass ich jetzt unter die Taucher gegangen war. Das wurde von meinen Freunden mit gemischten Gef&#252;hlen aufgenommen. Tats&#228;chlich, der Mann einer Freundin von mir besa&#223; auch den Tauchschein &#8211; das wu&#223;te ich nicht &#8211; aber er hatte das Tauchen nicht weiter verfolgt. Andere wiederum waren gar nicht begeistert von meinem Plan. Da w&#252;rde doch so viel passieren&#8230;</p>
<p>Dem Fa&#223; den Boden schlug es aus, als ich erfuhr, dass der Vater des Freundes meiner besten Freundin Tauchlehrer mit eigener Tauchschule war. Dummerweise war der aber schon in Rente. Also hie&#223; es f&#252;r mich&#8230; abwarten. Und hoffen, dass Thorsten etwas finden w&#252;rde. Den traf ich kurze Zeit sp&#228;ter, um Fotos zu tauschen. Und er berichtete mir, dass er tats&#228;chlich jemanden gefunden hatte. Ein Kollege von ihm war Instructor. Und Rettungstaucher. Er versprach uns, uns mit ins Schwimmbad zu nehmen, da dort die Rettungstaucher &#252;ber Winter trainierten. Das war ja perfekt. F&#252;r die Ausr&#252;stung w&#252;rde auch gesorgt werden. Besser konnte es nicht laufen.</p>
<p>Thorsten und ich sprachen an diesem Nachmittag nochmals &#252;ber viele Dinge. Wie es der Zufall so wollte, war ich gerade aus dem Urlaub wieder da, da musste ich schon meinen Jahresurlaub f&#252;r das folgende Jahr eintragen. Ich trug mich wieder im November f&#252;r zwei Wochen ein. Warum? Wei&#223; ich nicht. Ich machte es einfach. Irgendjemanden w&#252;rde ich schon finden, der mit mir nach &#196;gypten gehen w&#252;rde. Da war es so toll. Da erz&#228;hlte mir Thorsten, dass er genau die gleichen Wochen angegeben hatte. Auch eigentlich ohne feste Absichten. Wir sahen das als Zeichen. Obwohl wir so gesehen nicht geplant hatten, nochmals zusammen zu verreisen, stand die Entscheidung innerhalb von Sekunden: Wir w&#252;rden nochmals nach &#196;gypten fliegen und dort unseren OWD fertig machen. Wir waren Feuer und Flamme.</p>
<p>Soweit stand der Plan. &#196;gypten November 2009. Bis dahin wollten wir das Gelernte immer und immer wieder &#252;ben, damit das richtig sa&#223;. Darin waren wir uns einig. Dann &#252;berlegten wir&#8230; wie war das noch gleich mit der eigenen Ausr&#252;stung? Ich sagte zu Thorsten, dass ich mir einen Tauchcomputer zulegen w&#252;rde. Das ist ein pers&#246;nlicher Gegenstand und eine gute Anlage. Irgendwann dann w&#252;rde ich mir noch einen Lungenautomaten besorgen, denn st&#228;ndig auf Mundst&#252;cken herumzukauen, die schon Hunderte vor mir im Mund hatten, fand ich ekelig. Aber das hatte ja Zeit.</p>
<p>So viel Zeit nun auch wieder nicht. Weihnachten stand vor der T&#252;r. Mein Vater schenkte mir Geld, und noch w&#228;hrend ich mir &#252;berlegte, wie ich meinen neu erworbenen Reichtum verwalten k&#246;nnte, fiel mir sofort der Tauchcomputer ein. Schlie&#223;lich entschied mich mich f&#252;r den Viper 2 von Suunto. Doch damit war es nicht getan. Eine Freundin schenkte mir ein wundersch&#246;nes Logbuch, eine andere ein sehr interessantes Buch &#252;ber das Tauchen. Ich fing an zu lesen. Und kam immer tiefer in die Materie hinein. Ich las, was das Zeug hielt. Im Internet. B&#252;cher. Und konnte es kaum erwarten, dass endlich Januar war. Denn da sollten wir uns das erste Mal mit den Rettungstauchern treffen. Doch im Leben kommt immer alles anders, als man es erwartet. Und so auch hier. Denn drei Tage bevor wir uns mit den Rettungstauchern h&#228;tten treffen sollen brannte das Schwimmbad bis auf die Grundmauern ab. Kein Witz. Ein technischer Defekt. Und so zerplatze der Traum.</p>
<p>Wir waren frustiert. Der Sommer lag noch in weiter Ferne, denn sonst h&#228;tte man ja in ein Freibad gehen k&#246;nnen, aber dazu war es noch zu kalt. Auch die Rettungstaucher mussten erst nach einer Ausweichm&#246;glichkeit suchen. Und so blieb uns nichts anderes &#252;brig, als uns weiter mit der Theorie zu besch&#228;ftigen. Nicht nur mit der Tauchtheorie. Auch mit der Ausr&#252;stungstheorie. Zwischen Thorsten und mir entbrannte fast eine Art Wettstreit, wer mehr zu einem Thema wu&#223;te. Ohne dass es uns selbst so bewusst geworden w&#228;re, hatten wir l&#228;ngst die Enscheidung getroffen, uns doch die komplette Ausr&#252;stung anzuschaffen. Das war aber gar nicht so einfach. Wir hatten nur bedingt Hilfe. Und so entschlossen wir uns, die Zeit bis zum endg&#252;ltigen Tauchtermin zu verk&#252;rzen, indem wir das &#8220;Tauchshop-Hopping&#8221; begannen. Wir besuchten so ziemlich alle L&#228;den in unserer Umgebung, um uns erst mal kundig zu machen, was es denn alles gab. Die Besitzer der L&#228;den waren alle sehr zuvorkommend und erkl&#228;rten uns Anf&#228;ngern von A bis Z alles, worauf man achten muss, worin die Unterschiede lagen. Das war sehr angenehm. St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck wuchs die Ausr&#252;stung, erst gedanklich, schlie&#223;lich auch materiell. So einfach war das freilich nicht. Besonders ich hatte aufgrund meiner K&#246;rperl&#228;nge mehr als einmal Probleme, etwas Passendes zu finden. So albern es auch klingt, ich hatte die reinste Odyssee vor mir, was den Neoprenanzug anbelangt. Ich wollte einfach nicht in so einen Anzug passen, und dabei lie&#223; ich keine Peinlichkeit aus. Man zog mich mit Druckluft an, rupfte und r&#252;ttelte an mir herum, es ging nicht. Die Anz&#252;ge waren zu klein. Im Internet machte ich mich kundig und erfuhr, dass die durchschnittliche europ&#228;ische Taucherin gef&#228;lligst nicht gr&#246;&#223;er als 172 cm zu sein hat. Leider bin ich fast 180 cm, und was ich am Anzug in die L&#228;nge zog, fehlte mir nachher entweder in der Breite oder ich bekam die Arme nicht mehr hoch. Nach langem Suchen jedoch wurde auch ich f&#252;ndig, die Italiener (Cressi)  hatten ein Herz f&#252;r mich, und zu meinem Erstaunen und Unglauben durfte ich einen Anzug w&#228;hlen, der noch nicht einmal die gr&#246;&#223;te Gr&#246;&#223;e hatte. Vor lauter Gl&#252;ck und Dankbarkeit kleidete ich mich dort komplett ein. Gut, das ist jetzt geschwindelt&#8230; ich hatte sowieso vor, mir von Cressi das Jacket zu kaufen. Das tat ich auch. Und lag damit goldrichtig wie ich im Nachhinein feststellen durfte. Nur&#8230; l&#228;cherlicherweise hatten Thorsten und ich die komplette Ausr&#252;stung bereits zusammen<em> bevor</em> wir &#252;berhaupt wenigstens einmal tauchen waren! Was hatte unser TL gesagt? Es dauert nicht lange, dann w&#252;rden wir <em>anfangen</em>, unsere eigene Ausr&#252;stung zu kaufen? Da hatte er wohl die Rechnung ohne uns &#252;bereifrige Menschen gemacht. Die zwei Tauchnieten, von denen er sicher am wenigsten gedacht hatte, sie &#252;berzeugt zu haben, waren mehr als nur einfach infiziert. Wir sprachen fast &#252;ber nichts anderes mehr. Da wir uns nur selten sehen, hatten wir doch pl&#246;tzlich einen intensiven email Kontakt aufgebaut, und es gab sicher keine einzige email, in der wir nicht &#252;ber das Tauchen sprachen. Ich tr&#228;umte stellenweise sogar davon. Ich, die Angst vor Wracks hat, tr&#228;umte davon, dass ich zur Thistlegorm tauchen w&#252;rde! Ich tr&#228;umte von der Salem Express! Es verging kein Tag, an dem ich nicht intensiv an&#8217;s Tauchen dachte. Ich wurde immer unruhiger. Und hoffte darauf, dass es bald soweit sein w&#252;rde.</p>
<p>Doch es sollte noch dauern, genau genommen bis April. Durch Zufall entdeckte eine Bekannte von Thorsten eine Internetadresse mit einem Indoortauchzentrum bei M&#252;nchen. DAS war genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Und nat&#252;rlich buchten wir uns da ein. Endlich war der Tag gekommen, an dem wir tauchen &#8211; und auch unsere eigene Ausr&#252;stung testen konnten! Wir waren gespannt,  was uns in M&#252;nchen erwarten w&#252;rde. Aber davon erz&#228;hle ich dann das n&#228;chste Mal!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Zeit+von+Dezember+08+bis+April+09+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D295+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=295&amp;md5=7501370f799c17abdca8eb7715142790" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Was danach kam</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Stufe]]></category>
		<category><![CDATA[Indoor-Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
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		<category><![CDATA[Tauch-Theorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwie k&#246;nnte die Geschichte damit zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Zu Ende war lediglich unser Urlaub in &#196;gypten. Oder sie k&#246;nnte langweilig werden. Tut sie aber nicht. Auf dem R&#252;ckflug von Hurghada gab es f&#252;r uns haupts&#228;chlich ein Gespr&#228;chsthema: Tauchen. Wir wollten uns um Trainingstauchg&#228;nge im Schwimmbad bem&#252;hen, um wenigstens "drin" zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie k&#246;nnte die Geschichte damit zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Zu Ende war lediglich unser Urlaub in &#196;gypten. Oder sie k&#246;nnte langweilig werden. Tut sie aber nicht. Auf dem R&#252;ckflug von Hurghada gab es f&#252;r uns haupts&#228;chlich ein Gespr&#228;chsthema: Tauchen. Wir wollten uns um Trainingstauchg&#228;nge im Schwimmbad bem&#252;hen, um wenigstens &#8220;drin&#8221; zu bleiben.</p>
<p>Zur&#252;ck in Deutschland geschahen zwei Dinge: Zum einen stand bei mir sofort die Urlaubsplanung f&#252;r das kommende Jahr an, zum anderen bekam ich einen Hinweis auf einen Kollegen, der selber Taucher war und uns m&#246;glicherweise bei unseren Schwimmbadtauchg&#228;ngen w&#252;rde helfen k&#246;nnen.</p>
<p>Dann geschahen nochmal zwei Dinge: Ich konnte mich bei der Urlaubsplanung nicht mit Annette absprechen und nahm auf gut Gl&#252;ck den gleichen Zeitraum wie im Vorjahr f&#252;r einen Urlaub. Bei einem Treffen stellte sich heraus, dass sie das gleiche gemacht hatte &#8211; f&#252;r den gleichen Zeitraum. Hier entstand eine neue Idee: Wir w&#252;rden weitermachen &#8211; die n&#228;chste Stufe auf der Leiter, den &#8220;Open Water Diver&#8221; (OWD). In &#196;gypten, im November. Wieder waren wir elektrisiert, so wie an dem Tag, als wir die Entscheidung f&#228;llten, den Tauchkurs zu machen. Allerdings wussten wir diesmal, dass wir nicht ganz so nerv&#246;s werden w&#252;rden. Hoffentlich!</p>
<p>Mein Kollege entpuppte sich als Instructor, genau das, was wir brauchten, um uns auf den &#8220;Open Water Diver&#8221; vorzubereiten. Er hatte sogar die M&#246;glichkeit, uns Leihausr&#252;stungen zu besorgen, da er bei einem Rettungstaucherzug war. Und er w&#252;rde es organisieren, dass wir mit ihm zum Training in ein Hallenbad kommen k&#246;nnten.</p>
<p>Gleichzeitig &#252;berlegten Annette und ich, ob es nicht gut w&#228;re, den einen oder anderen Ausr&#252;stungsgegenstand doch anzuschaffen. Also begannen wir, verschiedene Tauchshops aufzusuchen und lie&#223;en uns beraten. Umfassend. Obwohl es eigentlich nicht n&#246;tig war. Schlie&#223;lich wollten wir nur das eine oder andere. Oder? Also zum Beispiel einen eigenen Tauchcomputer&#8230; vielleicht Regulatoren&#8230;</p>
<p>In der Folgezeit ging ich meinem Umfeld auf die Nerven mit meiner doch sehr stark vorhandenen Begeisterung f&#252;r das im Urlaub begonnene Tauchabenteuer. Ich begann, mich tiefer in die Materie einzuarbeiten, bestellte Kataloge und suchte mein Arbeitsmaterial von der Rettungsdienstschule wieder zusammen. Das war allerdings nicht hilfreich, da es mittlerweile hoffnungslos veraltet war. Und dann war da Weihnachten. Von meiner Familie bekam ich ein Tauch-Diorama geschenkt, das als Dekoration f&#252;r ein Geldgeschenk diente (das in einen Ausr&#252;stungsgegenstand investiert werden sollte). Und von Annette ein Buch &#252;ber die Fische des Roten Meeres. Das hat mich sehr &#252;berrascht, aber nat&#252;rlich auch sehr gefreut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/diorama.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-300" title="Tauch-Diorama" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/diorama.jpg" alt="Tauch-Diorama" width="322" height="193" /></a></p>
<p>Und dann passierte eine von den Merkw&#252;rdigkeiten, die das Leben manchmal bereith&#228;lt: das Hallenbad, in dem wir unser &#8220;Training&#8221; abhalten sollten, brannte im Januar ab, nur Tage bevor wir dort sein wollten. Damit fiel das Training erstmal flach, eine Ausweichm&#246;glichkeit gab es nicht. Ab Mai w&#252;rde das Freibad &#246;ffnen und es sah so aus, als w&#252;rden wir uns bis dahin vertr&#246;sten m&#252;ssen. Mittlerweile waren unsere Gedanken &#252;ber die eigene Ausr&#252;stung weiter gediehen. Weiter als gedacht. Ein Neoprenanzug war mit &#8220;auf die Liste&#8221; gekommen, au&#223;erdem war ich entfacht f&#252;r eine spezielle Tarierweste, die ich in einem Tauchladen gesehen hatte. Unser Plan war nun, bis November St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck anzuschaffen, damit wir f&#252;r den &#196;gypten-Urlaub die Sachen beisammen haben w&#252;rden.</p>
<p>Doch wieder wurde alles &#252;ber den Haufen geworfen, respektive, ich warf meine Ideen &#252;ber den Haufen. Unabl&#228;ssig sagte eine leise Stimme in meinem Hinterkopf: &#8220;Wenn Du es willst, dann tu es doch!&#8221; Warum auch nicht? Ich informierte mich weiter, besonders &#252;ber die Tarierweste, die ich ins Auge gefasst hatte. Die war teuer, aber andererseits genau das, was einer ganz speziellen Eigenart von mir entgegen kam. Der erste wirkliche &#8220;Ausr&#252;stungsgegenstand&#8221;, den ich mir dann anschaffte, war jedoch ein Neoprenanzug. Das hatte recht pragmatische Gr&#252;nde, er gefiel mir, er passte und ich sah gut drin aus. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber damit fing es an. Einen Monat sp&#228;ter hatte ich den Gro&#223;teil meiner Ausr&#252;stung zusammen, einschlie&#223;lich der Tarierweste, die mir ins Auge gefallen war. So viel zum Thema &#8220;bis zum November&#8221;.</p>
<p>Ein Problem bestand aber weiter: Was w&#252;rde aus unseren Trainingstauchg&#228;ngen werden? Ich hatte mich mittlerweile weiter erkundigt nach Tauchschulen und lernte etwas kennen, das ich die &#8220;Drei-Minuten-Regel&#8221; nannte &#8211; wann immer ich unsere Situation erkl&#228;rte und nach Schwimmbadtauchg&#228;ngen fragte, wurde ich nach sp&#228;testens drei Minuten gefragt, ob wir nicht gleich hier in Deutschland den OWD fertig machen wollen. Zu dem gew&#252;nschten Training kamen wir nicht. Dann kam mir eine Kollegin und gute Freundin zu Hilfe, aber eigentlich unfreiwillig &#8211; was wieder eine jener Geschichten war, die von Zeit zu Zeit passieren. Besagte Freundin war eigentlich auf der Suche nach Hotels in und um M&#252;nchen. Dabei war sie auf ein Hotel gesto&#223;en, an dem ein so genanntes Indoor-Tauchcenter angeschlossen war. Ich hatte einige Dinge zu kl&#228;ren, denn immerhin brauchten wir immer noch einen Instructor als Begleitung, aber schlie&#223;lich war es so weit &#8211; wir sollten endlich zu unserem ersten Tauchgang machen nach unserem Kurs. Mittlerweile war es April. Annette hatte leider nicht ganz so viel Gl&#252;ck gehabt wie ich, denn zum Teil scheiterte der Erwerb ihrer Ausr&#252;stung daran, dass sie einfach nichts passendes fand. Aber sie machte einen Laden in der N&#228;he von M&#252;nchen ausfindig und wir sollten unseren Tauchausflug gleich mit einem &#8220;Kaufausflug&#8221; verbinden. Aber das soll sie selbst berichten.</p>
<p>Die Situation hatte sich nun v&#246;llig ver&#228;ndert &#8211; mal wieder. Bevor wir &#252;berhaupt einen einzigen Tauchgang in Deutschland hinter uns hatten, hatten wir tats&#228;chlich unsere Ausr&#252;stung soweit zusammen. Kleinigkeiten fehlten nur noch, aber dem Tauchen stand nichts mehr im Weg. Unsere &#220;berlegung war nun, falls uns das Indoor-Tauchcenter zusagen sollte und das mit den Tauchlehrern dort reibungslos funktionieren, dass wir bis November ein paar Mal dort hinfahren und unser geplantes Training doch noch durchziehen. Ja. Gute Idee. Aber vielleicht kennt jemand noch dieses Sprichwort:</p>
<p><em>&#8220;Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt&#8230;&#8221;</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Was+danach+kam+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D293+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=293&amp;md5=64037c6f95cadf183819bfb85dfa4503" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Zwischen Pool und Meer &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hatten die Poollektionen also gar nicht so schlecht geklappt, obwohl ich bei jeder neuen &#220;bung wieder nerv&#246;s war. An diesem Abend galt es, unser Wissen zusammen zu bringen, also das, was wir aus den Filmen und von unserem Tauchlehrer gelernt hatten, mit Hilfe des Lehrbuchs zu etwas vern&#252;nftigen zu vereinen. Erstmal jedoch gab es Abendessen, und ich hatte auch Hunger. Man merkte es zwar nicht so direkt, aber es hei&#223;t nicht umsonst &#8220;Tauch<em>sport</em>&#8221; &#8211; es kostet Kraft, auch wenn wir nur im Pool herumgepaddelt waren. W&#228;hrend des Essens sprachen Annette und ich &#252;ber unsere Erlebnisse und Erfahrungen und dass die &#220;bungen so gut geklappt hatten. Und am n&#228;chsten Tag w&#252;rde es wirklich ins Meer gehen. Auf mindestens zehn Meter Tiefe&#8230; Da wurden wir dann ruhiger. Nachdenklicher.</p>
<p>So langsam fingen meine Zweifel an zu wachsen. Das war doch alles viel zu glatt gegangen. Als wir dann auf unserem Zimmer waren und das Buch durchackerten, wurde es noch schlimmer. Und so langsam kamen mir wieder die Dinge hoch, die mich bisher eigentlich davon abgehalten hatten, das Tauchen ernsthaft anzugehen. Worauf hatte ich mich da eingelassen? Nicht nur, dass ich in aller Ausf&#252;hrlichkeit an die m&#246;glichen Gefahren erinnert wurde, es kam noch mehr dazu. Der Druck nahm zu, je tiefer man ging, das wusste ich schon. Aber das Lehrbuch machte einen darauf aufmerksam, dass das Atmen schwerer wurde, je tiefer man kam. Und was die &#220;bungen f&#252;r den n&#228;chsten Tag betraf, da gab es keine Ausreden mehr. Um f&#252;r den Tauchschein g&#252;ltig zu sein, <em>mussten </em>diese in mindestens zehn Metern Tiefe gemacht werden.</p>
<p>Als wir am Abend zuvor den Entschluss gefasst hatten, den Kurs zu machen, war nat&#252;rlich auch die &#220;berlegung, wof&#252;r man so einen Schein brauchen k&#246;nnte. &#8220;Sch&#246;n-Wetter-Taucher&#8221;, das war der Begriff, den Annette ins Spiel brachte. Das war letztlich auch das, was mir sympathisch schien. Wenn man im Urlaub ist, an einem netten, warmen Gew&#228;sser mit guter Sicht (wie dem Roten Meer), einfach eine Ausr&#252;stung leihen und auf eine Exkursion gehen. Und da beim Scuba Diver der &#8220;Instructor&#8221; immer noch mit dabei sein musste, w&#228;re das ja alles kein Problem.</p>
<p>Doch je mehr ich mich in die Materie vertiefte, desto mehr beschlichen mich Zweifel, ob ich nach dem n&#228;chsten Tag &#252;berhaupt weitermachen w&#252;rde. Immerhin w&#252;rde ich dann wissen, ob es nichts f&#252;r mich ist und ich k&#246;nnte mich in Zukunft wieder auf meine bequeme Position zur&#252;ckziehen, wenn das Gespr&#228;ch darauf kommen sollte. Aber den n&#228;chsten Tag w&#252;rde ich noch durchziehen. Krieg ihn einfach rum! Das sagte ich immer wieder zu mir selbst. Doch das wurde zunehmend schwieriger. Schlie&#223;lich las ich, dass es Menschen gab, denen unter Wasser schwindlig wurde, wenn sie &#8220;schwebend&#8221; in einigen Metern H&#246;he &#252;ber dem Grund hingen. Vor allem, wenn die Sicht gut war. Wie zum Beispiel im Roten Meer. Na gro&#223;artig. Ich bin bestimmt einer der Kandidaten, denen schwindlig wird, dachte ich mir. Immerhin hatte mein Gleichgewichtssinn mir fr&#252;her dahingehend Probleme bereitet, dass ich beim Autofahren reisekrank wurde. Das verschwand zwar grundlos, als ich ein Teenager war, aber wenn ich von gro&#223;en H&#246;hen herunterblicke, kann es sein, dass mir immer noch schwindlig wird. Das hatte mit meiner H&#246;henangst zu tun.</p>
<p>Ich muss hier grunds&#228;tzlich mal etwas ausf&#252;hren. Falls es Sie nicht interessiert, dann &#252;berspringen Sie diesen Absatz einfach. Aber ich m&#246;chte nat&#252;rlich, dass Sie nach der Lekt&#252;re dieses Artikels zu sich sagen k&#246;nnen: &#8220;Mensch, bei den FlutFluteDivers, da hab ich was gelernt!&#8221; Es ist n&#228;mlich so, dass die Umgangssprache mit bestimmten Begrifflichkeiten der Psychologie sehr schludrig umgeht. Banal gesagt sind einige Dinge, die man so umgangssprachlich sagt, falsch. Zum Beispiel wenn man sagt, jemand w&#228;re &#8220;manisch depressiv&#8221;. Die meisten Menschen denken, so jemand w&#228;re &#8220;besessen&#8221;, also extrem depressiv (eben manisch). In Wirklichkeit bedeutet es aber, dass sich Phasen der Hochstimmung (Manie) mit Phasen der Niedergeschlagenheit (Depression) abwechseln. &#196;hnliches gilt, wenn jemand von &#8220;Platzangst&#8221; spricht, und dabei die &#8220;Klaustrophobie&#8221; meint, also die Angst in geschlossenen R&#228;umen. Der Begriff &#8220;Platzangst&#8221; ist ungenau und kann mit der Agoraphobie, der Angst vor gro&#223;en, leeren Pl&#228;tzen verwechselt werden.</p>
<p>Worauf will ich eigentlich hinaus? Nun, mit der &#8220;H&#246;henangst&#8221; verh&#228;lt es sich ganz &#228;hnlich. Bei der Akrophobie ist es nicht die H&#246;he an sich, sondern das Gef&#252;hl, abst&#252;rzen zu k&#246;nnen, das die Angst ausl&#246;st. Wenn ich am Rand eines Abgrunds stehe und nach unten schaue, habe ich das Gef&#252;hl, die Schwerkraft sei hier st&#228;rker, als wenn ich einen Schritt zur&#252;ck mache. Ich habe das Gef&#252;hl, die Schwerkraft hat mich am Kragen gepackt und versucht, mich herunter zu ziehen. Dabei ist es unerheblich, ob ich auf einer gerade mal zwei Meter hohen Mauer stehe oder auf einem vierzig Meter hohen Turm. Die &#8220;H&#246;henangst&#8221; sollte daher vielleicht eher &#8220;Fallangst&#8221; oder &#8220;Sturzangst&#8221; hei&#223;en.</p>
<p>Und wenn ich versuche, trotzdem nach unten zu sehen, kann es passieren, dass mir schwindlig wird. Ich konnte mir daher sehr gut vorstellen, dass das gleiche auch passiert, wenn ich schwebend &#252;ber dem Meeresboden h&#228;nge. Immerhin macht es ja nicht &#8220;plumps!&#8221; und man ist auf zehn Metern Tiefe. Man muss ja irgendwie dahin kommen. Na, das konnte ja heiter werden.</p>
<p>Was Annette betraf, so merkte ich eine gewisse Aufgeregtheit, aber wenn wir uns unterhielten, hatte ich den Eindruck, es war nicht mehr als eine Aufgeregtheit, wie sie ein Sch&#252;ler vor einer wichtigen Klassenarbeit hatte. Sie sprach zwar von den Booten und den Wracks, wegen derer sie Bedenken hatte, aber das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir waren Anf&#228;nger! Man w&#252;rde uns doch nicht sofort auf ein Wrack loslassen! Und vom Boot aus lostauchen &#8211; wir fuhren doch zu einem Riff und w&#252;rden dort irgendwo festmachen und dann von Land aus ins Wasser. Tauchboote landen doch an, oder? Bei irgendeiner Insel. Es gab doch Inseln im Roten Meer? Nat&#252;rlich gab es die, aber wurden die auch angefahren?</p>
<p>Ich hatte keine Ahnung.</p>
<p>Irgendwann half alles nichts mehr. Es war zu sp&#228;t und wir sollten schlafen. Immerhin w&#252;rde es am n&#228;chsten Morgen beizeiten losgehen. Die Nacht war unruhig, aber ich wollte mir nichts anmerken lassen. Wir gingen zum Fr&#252;hst&#252;ck, allerdings nicht ohne uns gegenseitig noch nerv&#246;ser zu machen, als wir schon waren. Die magische Zahl des Morgens war die &#8220;10&#8243;. So tief w&#252;rde es heute runtergehen. War die Decke des Speisesaals wohl zehn Meter hoch? Schon ganz sch&#246;n viel&#8230; Schlie&#223;lich kam der Schweizer noch an unserem Tisch vorbei und fragte, ob wir auch so unruhig geschlafen h&#228;tten und aufgeregt w&#228;ren. Und das fragte er, der nur auf f&#252;nf Meter gehen w&#252;rde? Sch&#246;n, dass andere Menschen auch Bedenken hatten, aber es beruhigte mich nicht wesentlich. Dann fiel mir der Tipp ein, den unser Tauchlehrer noch gegeben hatte &#8211; da wir einige Zeit mit dem Boot fahren w&#252;rden, w&#228;re es schlauer, nicht so schwer und viel zu essen, das f&#246;rdert nur die Seekrankheit. Aber es war egal &#8211; ich konnte sowieso kaum was essen.</p>
<p>Mein Kreislauf lief entgegen seiner sonstigen Gewohnheit (ich bin Hypotoniker) schon den ganzen Morgen auf Hochtouren. Und so kamen wir bei der Tauchbasis an. &#8220;Jetzt geht es loo-os!&#8221;, grinste unser Tauchlehrer breit. Der hatte gut lachen. Unsere Ausr&#252;stung war mittlerweile in Plastikkisten verstaut und wurde von uns an Bord unseres Bootes gebracht. Dann ging es tats&#228;chlich los. Schnell lie&#223;en wir das Ufer von El Gouna hinter uns. Wir fuhren irgendwo aufs Rote Meer hinaus. Gleich zu Beginn der Fahrt gab uns unser Tauchlehrer jeder einen Tauchcomputer. Ich war froh, dass ich etwas hatte, an dem ich mich festhalten konnte. W&#228;re der Tauchcomputer ein Tier gewesen, ich h&#228;tte es wahrscheinlich aus Versehen mit meinem Griff erw&#252;rgt.</p>
<p>Nach einiger Zeit setzten wir uns in der gro&#223;en Kabine des Bootes an einen Tisch. Theorie wurde wiederholt. Dann wurde das &#8220;Briefing&#8221; gemacht. Nachdem die erfahrenen Taucher, die auch mit auf der Tour waren, ihre Einf&#252;hrung &#252;ber den Tauchplatz schon erhalten hatten, kam unser Tauchlehrer zu uns. Er klappte eine in Plastik laminierte Karte auf, die&#8230;</p>
<p>&#8230;ein <em>Schiffswrack</em> zeigte.</p>
<p>Wenn mich in dem Moment jemand gefragt h&#228;tte, ob ich aus der Kirche austreten wollte &#8211; ich h&#228;tt&#8217;s gemacht. Das war ja mal wieder toll. Typisch f&#252;r die Ironie des Lebens. Und daf&#252;r zahl ich auch noch Kirchensteuern? Das Schiff hie&#223;, als es die Meere noch befahren hatte, Ghiannis D. Dann war es auf die Nordseite eines Riffs mit Namen Shab Abu Nuhas geprallt und gesunken. Ich &#228;ugte vorsichtig r&#252;ber zu Annette. Sie hatte mir von ihren Problemen mit Wracks erz&#228;hlt, lie&#223; sich aber irgendwie nichts anmerken. Oder war sie schon erstarrt? Doch es kam noch schlimmer. Unser Tauchlehrer deutete auf einen Aufbau mit Quertr&#228;ger, der von den Aufbauten hochstand und meinte, genau dort w&#252;rde unser Boot festmachen. Es w&#252;rde also genau &#252;ber dem Wrack lagern. Wir w&#252;rden vom Boot springen und an einem Seil, das unter dem Boot hing, senkrecht f&#252;nf Meter in die Tiefe in die Tiefe tauchen. Na klasse! Annette hatte Probleme mit Wracks und mit der Tatsache, unter einem Boot zu tauchen &#8211; und jetzt w&#252;rden wir bei unserem ersten Freiwassertauchgang auch noch alles beides haben? Ich war bereits so in der Rolle des &#8220;Buddys&#8221;, dass ich nicht bedachte, dass auf mich eventuell auch die eine oder andere Herausforderung zukommen k&#246;nnte.</p>
<p>Unser Tauchlehrer erkl&#228;rte unsere Route, vom Startpunkt aus in Richtung Bug des Schiffes, der in zehn Metern Tiefe liegt. Von da wieder zur&#252;ck Richtung Heck, einmal um die Br&#252;ckenaufbauten herum. Das m&#252;ssten dann so ungef&#228;hr 45 Minuten sein (mir schoss durch den Kopf: &#8220;Oh Gott, die l&#228;ngsten 45 Minuten meines Lebens!&#8221;). Anschlie&#223;end auftauchen und Fahrt zum n&#228;chsten Tauchplatz f&#252;r den zweiten Tauchgang, doch zwischen den beiden Tauchg&#228;ngen w&#252;rde es Essen geben. Essen? Ach, werft meine Portion doch gleich ins Meer. Ich w&#252;rde sowieso nichts essen k&#246;nnen. Und die Fische freuen sich bestimmt.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-113" title="Der Kampf mit dem Oktopus" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg" alt="Der Kampf mit dem Oktopus" width="322" height="405" /></a>Shab Abu Nuhas kam n&#228;her. Irgendwann mussten wir unsere Ausr&#252;stung fertig machen. Und zwar m&#246;glichst bevor die Situation eintritt, dass alle anderen schon im Wasser sind und wir noch beim Aufbauen. Also machten wir uns irgendwann dran. Bei den erfahrenen Tauchern sah das irgendwie professionell aus. Doch das, was ich tat, lie&#223; sich mehr mit &#8220;der Kampf mit dem Oktopus*&#8221; umschreiben. Endlich sa&#223; die Tarierweste auf der Flasche und schlie&#223;lich auch die Erste Stufe auf dem Ventil. Alle Schl&#228;uche waren dort, wo sie sein sollten. Schlie&#223;lich sahen wir es. Genau genommen ist Shab Abu Nuhas nicht wirklich zu &#8220;sehen&#8221;, da sich das ganze Gebilde unter Wasser befindet, aber man konnte es trotzdem gut erkennen. In einiger Entfernung von uns lagen sogar Metalltr&#252;mmer auf dem Dach des Riffs und ragten in die H&#246;he.</p>
<p>Einer der M&#228;nner von der Tauchbasis sprang ins Wasser, um unser Boot mit den Aufbauten der Ghiannis D. zu vert&#228;uen. Unser Tauchlehrer machte uns aufmerksam, dass man das Schiff schon sehen k&#246;nnte &#8211; und tats&#228;chlich! Obwohl das Wrack mindestens f&#252;nf bis zehn Meter unter uns lag, war es zu sehen. Ich hatte zwar von der guten Sicht im Roten Meer geh&#246;rt, aber das &#252;bertraf doch alles. Nun mussten wir uns endg&#252;ltig fertigmachen. Also zuallererst wieder den Neoprenanzug an. Das ging nicht wirklich besser als am Tag zuvor. Die Tarierweste nebst Flasche auf. Und so schwer bepackt gingen wir zum Heck des Tauchbootes, wo sich eine Plattform befand. Von hier aus sollte es losgehen. Der Tauchlehrer und Annette waren auch schnell im Wasser. Ich nicht.</p>
<p>Erinnern Sie sich, was ich oben &#252;ber die Schwerkraft und H&#246;henangst sagte? Man hat das Gef&#252;hl, als sei die Schwerkraft aus irgendeinem Grund st&#228;rker, wenn man am Rand steht. Nun stand ich am Rand der Plattform und hatte eine exzellente Sicht nach unten. Zwanzig Meter in die Tiefe. Und womit ich nicht gerechnet hatte, trat ein: Noch bevor wir im Wasser waren, meldete sich meine H&#246;henangst lautstark zu Wort und p&#246;belte rum. Das Gef&#252;hl, nach unten gezogen zu werden, wurde durch die schwere Ausr&#252;stung noch verst&#228;rkt. Und dann sollte ich tats&#228;chlich mit einem gro&#223;en Schritt reinspringen. Das lie&#223; mich endg&#252;ltig verkrampfen, denn das letzte, was jemand, der einen akuten H&#246;henangst-Anfall hat, m&#246;chte, ist <em>springen</em>! Genau davor hat man ja Angst.</p>
<p>Wenn ich jetzt versuche, mir ins Ged&#228;chtnis zu rufen, was genau der Tauchlehrer und / oder Annette mir in der Situation zuriefen &#8211; das gelingt mir nicht. Ich wei&#223; es nicht mehr. Ich wei&#223; nur, dass irgendwann der Gedanke die Oberhand gewann, dass es jetzt weitergehen musste. Au&#223;erdem w&#252;rde die mich von hinten bestimmt schubsen, wenn ich nicht bald freiwillig reingehe. Und das wollte ich auf keinen Fall. Wenn schon, dann von selbst!</p>
<p>Also dann! Tarierweste aufgepumpt, Regulator in den Mund, Regulator und Maske festhalten, uuuuund&#8230;</p>
<p>&#8230;ein kleiner Schritt f&#252;r die Menschheit, aber ein gro&#223;er Schritt f&#252;r mich.</p>
<p>Meine Bef&#252;rchtungen, wie ein Meteorit auf dem Deck der Ghiannis D. aufzuschlagen, bewahrheiteten sich nicht. Meine Tarierweste trug mich. Endlich war ich drin. Mir war auch schon warm geworden, so im Neopren in der prallen Sonne. Nun, unserem eigentlichen Tauchgang stand nichts mehr im Weg.</p>
<p>* F&#252;r die Nichtkenner: Als &#8220;Oktopus&#8221; wird der Ersatzregulator bezeichnet, der im Notfall f&#252;r den Partner gedacht ist, wenn diesem die Luft ausgeht. Auf dem Bild oben ist der Oktopus der Regulator mit dem gelben Schlauch, der ganz nach unten h&#228;ngt.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Zwischen+Pool+und+Meer+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D111+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=111&amp;md5=b455d8d64998ed15aa9bc9bbf1a3a5f1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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