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	<title>Flat Flute Divers &#187; Neopren</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Blogparade: &#8220;Macht das Web zu einem schlaueren Ort!&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 08:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Divemaster]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Schreiber vom Blog "Karriebibel" haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: "Macht das Web zu einem schlaueren Ort!" Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schreiber vom Blog &#8220;Karriebibel&#8221; haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: &#8220;<a title="Karrierebibel" href="http://karrierebibel.de/mach-das-web-zu-einem-schlaueren-ort-die-blogparade/" target="_blank">Macht das Web zu einem schlaueren Ort!</a>&#8221; Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser bei Google, Yahoo oder anderen eingegeben hat, um die Seite zu finden. Viele Menschen geben dabei Fragen ein, auf die sie Antworten suchen. Die Idee von &#8220;Karrierebibel&#8221; ist nun, dass man sich diese Fragen aus der Statistik vornimmt und versucht, sie in einem Blogbeitrag zu beantworten.</p>
<p>Das versuche ich heute mal. Es sind leider nicht sehr viele konkrete Fragen bei den &#8220;Flat Flute Divers&#8221;, aber doch einiges, das einer Antwort bedarf. Und es ist auch interessant zu sehen, mit welchen Suchw&#252;nschen die Leute bei uns landen. Solche Dinge wie &#8220;mit Neopren gefesselt&#8221; hinterlassen eher bei mir eine Frage. Aber beginnen wir mit dem Frage-und-Antwort-Spiel:</p>
<h3>Wieviel Blei beim Tauchen?</h3>
<p>So. Schon die erste Frage ist eine, auf die es keine konkrete Antwort gibt. Oder man k&#246;nnte es mit <a title="Wikipedia: Radio Eriwan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Eriwan" target="_blank">Radio Eriwan</a> halten: &#8220;Im Prinzip ja&#8230;&#8221; Welche Bleimenge man beim Tauchen braucht, h&#228;ngt davon ab, wo man taucht (S&#252;&#223;- oder Salzwasser), welche Ausr&#252;stung man hat (Trockentauchanzug, Halbtrocken oder Nass, und bei den beiden letzteren, wie dick sie sind; beim ersteren, welcher Unterzieher verwendet wird) und wie schwer man selbst ist. Au&#223;erdem muss man ber&#252;cksichtigen, wie gro&#223; die Pressluftflasche ist, mit der man taucht, und ob sie aus Stahl oder Aluminium ist. Wenn man Ver&#228;nderungen an der eigenen Ausr&#252;stung vorgenommen hat oder zum ersten Mal taucht, wird einem der Tipp gegeben, mit etwa 5 bis 10 Prozent des eigenen K&#246;rpergewichts in Blei zu beginnen und bei einer Bleikontrolle vor dem Abtauchen zu &#252;berpr&#252;fen, ob das passt, zu viel oder zu wenig ist. Bei der Bleikontrolle l&#228;sst der Taucher an der Oberfl&#228;che alle Luft aus dem Jacket (und dem Trockentauchanzug, falls er einen tr&#228;gt) und h&#228;lt einen normalen Atemzug an. Der Taucher m&#252;sste bei korrekter Bleimenge so im Wasser treiben, dass die Augen auf H&#246;he der Wasseroberfl&#228;che sind. Schaut er &#252;ber die Wasseroberfl&#228;che, ist es zu wenig Blei, wenn er mit den Augen darunter oder den Kopf ganz unter Wasser hat, ist es zu viel.</p>
<h3>Wie ist die Hintergrundgeschichte vom Tauchsportcenter Divers in Aufkirchen?</h3>
<p>Genau genommen hei&#223;t es &#8220;Diver&#8217;s Indoor Tauchsportzentrum&#8221;. Die Hintergrundgeschichte klingt ein bisschen skurril: Es handelt sich dabei um eine ehemalige Sauerkrautfabrik. In den Becken, in denen heute Taucher tauchen, wurde fr&#252;her Wei&#223;kohl zu Sauerkraut verarbeitet. Davon merkt man aber nichts mehr. <a title="EP-Blog: DIVER'S Indoor Tauchsportzentrum und Hotel Mercure" href="http://www.ep-blog.de/2009/05/28/mercure-airport-hotel-munchen-divers-indoor-tauchsportzentrum/" target="_blank">Mehr &#252;ber das &#8220;Diver&#8217;s&#8221; und das dazu geh&#246;rige Hotel Mercure kann man hier nachlesen</a>.</p>
<h3>Wie taucht man mit Schwimmflossen?</h3>
<p>Sehr gut, m&#246;chte ich sagen. Aber ich glaube, darum geht die Frage nicht. Wahrscheinlich ging es dem Frager um die richtige Technik. Also, der erste Punkt ist, den Flossenschlag langsam durchzuf&#252;hren. Da die Flossenbl&#228;tter nat&#252;rlich einen erh&#246;hten Widerstand im Wasser haben, erm&#252;det man sehr schnell, wenn man die Beine zu schnell bewegt. Auf welche Art man die Flossen bewegt, muss man ausprobieren &#8211; was einem besser liegt. Man kann entweder die Beine auf und ab bewegen (dabei ist wichtig zu beachten, dass die Bewegung aus den H&#252;ftgelenken kommt, und nicht aus den Knien &#8211; hier gelt das Hebelgesetz: je l&#228;nger der Hebel, desto gr&#246;&#223;er die Kraft) oder wie beim Brustschwimmen mit den Beinen einen &#8220;Froschschlag&#8221; (englisch &#8220;frog kick&#8221;) ausf&#252;hren (hier ist zu beachten, dass man beim Tauchen die Arme nicht bewegt, mit Flossen reicht die Beinbewegung, um einen vorw&#228;rts zu bringen).</p>
<h3>Wie ist die Geschichte der Tarierweste beim Tauchen?</h3>
<p>Die ersten Tarierwesten f&#252;r Taucher kamen in den 1960er Jahren auf und waren eigentlich nicht mehr als eine modifizierte Rettungsweste. Das hei&#223;t, es handelte sich um einen Luftschlauch, der um den Hals gelegt wurde. Wegen ihrer Form wurden sie auch &#8220;Klodeckel&#8221; genannt und man benutzte sie nur an der Oberfl&#228;che. Sie hatten einen Schlauch, &#252;ber den der Taucher die Weste mit dem Mund aufblasen musste. Die erste Weiterentwicklung kam noch in den 1960er Jahren mit der von Maurice Fenzy entwickelten &#8220;Fenzy Tarierweste&#8221;, die einen gr&#246;&#223;eren Schlauch hatte, &#252;ber den Luft nicht nur eingelassen, sondern auch einfach wieder abgelassen werden konnte. Damit konnte sie auch unter Wasser verwendet werden. In Deutschland erhielt sie deswegen auch den Namen &#8220;RTW&#8221;, &#8220;Rettungs- und Tarierweste&#8221;. Das AT-Pack in den fr&#252;hen 1970er Jahren kombinierte nun erstmals Auftriebsmittel und Flaschenhalterung in einem (bisher waren diese getrennt). Das &#8220;Jacket Design&#8221;, das grundlage aller nachfolgenden Modelle wurde, wurde jedoch von Scubapro mit dem &#8220;Stabilizing Jacket&#8221; eingef&#252;hrt. Die Luftblase wurde bei den neuen Designs nicht vorne, sondern in den R&#252;ckenteil eingebaut, was die Lage im Wasser stabilisierte. 1984 f&#252;hrte die Firma seaQuest das erste ADV-Jacket vor, kurz darauf kommt Dive Rite mit dem ersten Wing-Jacket auf den Markt. Beide Jacketformen bleiben bis in die Jetztzeit ma&#223;geblich, das Wing-Jacket haupts&#228;chlich bei Tec-Tauchern. 1990 f&#252;hrte wiederum seaQuest eine weitere Neuerung ein: das Blei wurde nicht mehr an einem G&#252;rtel getragen, sondern in separate Taschen im Jacket selbst gegeben, die man im Notfall mit Hilfe eines Schnellverschlusses abwerfen konnte. Die letzte gro&#223;e Neuerung waren die so genannten &#8220;Hybrid-Jackets&#8221;, eine Mischung aus Wing und ADV.</p>
<h3>Wie bekomme ich die Mindestoberfl&#228;chenpause beim Tauchen raus?</h3>
<p>Zwei M&#246;glichkeiten: Entweder man hat eine Tabelle oder einen elektronischen RDP. Ich kann hier leider nur f&#252;r die Modell von PADI sprechen, mit den anderen bin ich nicht vertraut. Bei der Tabelle geht das folgenderma&#223;en: Man muss Tiefe und Zeit des vergangenen Tauchgangs wissen, und welche Tiefe und Grundzeit man bei dem n&#228;chsten Tauchgang machen m&#246;chte. Auf der Vorderseite der Tabelle bestimmt man vom vergangenen Tauchgang die Wiederholungsgruppe, indem man in der Spalte mit der Tiefe bis zur entsprechenden Grundzeit herunterf&#228;hrt (wenn die Tiefe und/oder Zeit nicht exakt dasteht, wird immer die n&#228;chsth&#246;here Tiefe und/oder Zeit genommen). Dann dreht man die Tabelle um. Hier geht man auf die geplante Tiefe des n&#228;chsten Tauchgangs und f&#228;hrt die Spalte entlang, bis man die geplante Grundzeit findet (in der Spalte als &#8220;Restnullzeit&#8221; <em>blau </em>unterlegt). Auch hier kann man einen Buchstaben der Wiederholungsgruppe bestimmen. Dann geht man wieder auf die Vorderseite der Tabelle. Im rechten Teil stehen die verschiedenen Oberfl&#228;chenpausen. In der horizontalen Spalte legt man nun den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des gemachten Tauchgangs an, in der vertikalen Spalte (unten an der Tabelle) den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des geplanten Tauchgangs. Und in dem Feld, wo sich beide Spalten kreuzen, steht die Mindestoberfl&#228;chenpause.<br />
Mit den elektronischen RDP ist das ganze etwas einfacher: Einschalten, mit &#8220;Mode&#8221; auf &#8220;Surface Interval&#8221; gehen, dann die Daten vom vergangenen und vom geplanten Tauchgang eingeben &#8211; voilà, die Mindestoberfl&#228;chenpause wird als &#8220;MIN SI&#8221; ausgegeben.</p>
<h3>Ist Hurghada von der &#214;lpest betroffen?</h3>
<p>Nein, nicht mehr. Nach Angaben der HEPCA war das Hauptverbreitungsgebiet der &#214;lpest 2010 im Roten Meer El Gouna und n&#246;rdliche Teile Hurghadas, aber mittlerweile sind wohl alle Folgen beseitigt.</p>
<h3>Einengung durch Tarierweste?</h3>
<p>Kommt vor. ADV- und Hybrid-Jackets haben eine Luftblase, die bis in die Seiten des Jackets geht. Wenn man sie aufbl&#228;st, k&#246;nnen sie den Taucher einengen. Bei einem Wing-Jacket befindet sich die Luftblase komplett auf dem R&#252;cken und kann den Taucher nicht einengen.</p>
<h3>Taucher flutet seinen Trockenanzug unter Wasser?</h3>
<p>Das kommt vor und kann zwei Gr&#252;nde haben: Entweder hat der Anzug einen Defekt und es dringt Wasser ein, ohne dass der Taucher das beabsichtigt, oder ein Ventil hat einen Defekt, so dass die Luft aus dem Anzug nicht mehr abgelassen werden kann. In letzterem Fall muss der Taucher, um ein unkontolliertes Aufsteigen zu verhindern, die Luft durch die Manschette an seinem Hals entweichen lassen. Dabei dringt nat&#252;rlich Wasser ein.</p>
<h3>Wie ist die Wassertemperatur vom Aquafun am Schluchsee?</h3>
<p>Gute Frage &#8211; hab ich auch nirgends gefunden.</p>
<h3>Halsmanschette zu eng &#8211; was passiert?</h3>
<p>Wenn die Halsmanschette eines Trockentauchanzugs (oder auch einer Neopren-Kopfhaube) zu eng ist, wird der Hals des Taucher komprimiert. Entweder wird dabei der Druck auf den Kehlkopf so stark, dass der Taucher keine Luft mehr bekommt (wie bei einer Strangulation) oder der Druck geht auf die Halsschlagadern. In den Halsschlagadern sitzen Rezeptoren, die den Druck von au&#223;en als gestiegenen Blutdruck missinterpretieren und als Gegenma&#223;nahme den Blutdruck senken. Durch den abfallenden Blutdruck kann es zu einer Bewusstlosigkeit kommen.</p>
<h3>Gibt es einen Sketch &#252;ber das Tauchen?</h3>
<p>Ja &#8211; <a title="FFD: Herbert G&#246;rgens und seine neue Tauchausr&#252;stung" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/09/07/kleines-geschenk-fuer-annette-herbert-goergens-und-seine-neue-tauchausruestung/" target="_blank">hier zum Beispiel</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das waren die Fragen, soweit ich sie aus der Webseiten-Statistik entnehmen konnte. Vielleicht komme ich mal wieder auf das Thema zur&#252;ck, wenn sich gen&#252;gend neue Fragen angesammelt haben. Die Idee finde ich nicht schlecht.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Blogparade%3A+%E2%80%9CMacht+das+Web+zu+einem+schlaueren+Ort%21%E2%80%9D+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1145+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1145&amp;md5=df1562bc50c007243ef8c930750bee0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Intermezzo: Freiwassertauchversuch, die Erste! Und bitte&#8230;</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/08/15/intermezzo-freiwassertauchversuch-die-erste-und-bitte/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 07:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
		<category><![CDATA[Scuba Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir also im "DIVER'S" gewesen waren, hatten wir den Entschluss gefasst, es doch mal in Deutschland mit dem Freiwasser zu probieren. Ich wandte mich an meinen Kollegen, der einen Baggersee heraussuchte. Das l&#228;utete die "Hab-Ihr?"-Phase unserer Tauchkarriere ein. Vor jedem Freiwassertauchgang wurden wir n&#228;mlich gefragt "Habt Ihr...?", und zwar nach Ausr&#252;stungsgegenst&#228;nden, die wir ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir also im &#8220;DIVER&#8217;S&#8221; gewesen waren, hatten wir den Entschluss gefasst, es doch mal in Deutschland mit dem Freiwasser zu probieren. Ich wandte mich an meinen Kollegen, der einen Baggersee heraussuchte. Das l&#228;utete die &#8220;Hab-Ihr?&#8221;-Phase unserer Tauchkarriere ein. Vor jedem Freiwassertauchgang wurden wir n&#228;mlich gefragt &#8220;Habt Ihr&#8230;?&#8221;, und zwar nach Ausr&#252;stungsgegenst&#228;nden, die wir eben nicht hatten. Blei zum Beispiel. Oder wie bei diesem Tauchgang sehr deutlich notwendig war, Kopfhauben. Es war Anfang Juni, trotzdem hatte der See in gewissen Tiefen gerade mal 12 ° C. Ich hatte keine Kopfhaube. Annette h&#228;tte eine gehabt, hatte diese aber nicht dabei. Selbst schuld.</p>
<p><em>Annette: Jahaa! Ich h&#228;tte eine gehabt! Aber was ein richtiger Flatflutediver ist, der taucht auch bei geringen Temperaturen OHNE Haube! Man macht seinem Namen schlie&#223;lich alle Ehre! Zudem bist du ja nur neidisch, weil ICH eine Haube hatte und DU nicht! Aber ich habe mir die Haube auch schwer erarbeitet! Das war mein Lohn! Schlie&#223;lich hab ich mich beim Kauf des Neoprenanzuges um ein Haar im Schaufenster umgezogen, da musste die Haube schon drin sein! </em></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/baggersee_pflanzen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-396" title="Baggersee-Pflanzen" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/baggersee_pflanzen-300x225.jpg" alt="Baggersee-Pflanzen" width="210" height="158" /></a>Diesen Tauchgang sollten wir sozusagen &#8220;online&#8221; machen, oder um diesen Kalauer noch weiter auszuwalzen: &#8220;on lein&#8221;. Wir wurden n&#228;mlich mit einer Buddy-Leine am Tauchlehrer gesichert, <em>(*wuff! Um nicht zu sagen, ANGELEINT!) </em>weil dies unser erster Tauchgang in einem See war. Tats&#228;chlich war das eine gute Idee, denn sich hier zurecht zu finden, war etwas v&#246;llig anderes als das, was wir bisher kannten. Die Sicht war eingeschr&#228;nkt, au&#223;erdem war der See extrem bewachsen mit Pflanzen, die einem bei Kontakt den Neoprenanzug versauten (was hab ich geschrubbt hinterher!).</p>
<p><em>Nun ja&#8230; ich war etwas irritiert durch die Leine. Erstmal kam ich mir vor wie ein Hund, dann hatte ich ein &#8220;kleines&#8221; Problem. Man reichte mir kein intrigan&#8230;integriertes Blei, sondern einen BLEIGURT! Kaum im Wasser vollf&#252;hrte ich eine neue Tauchvariante, auch &#8220;Deegrol&#8221; genannt (niederl&#228;ndisch f&#252;r &#8220;Teigrolle&#8221;). Ich drehte mich wie ein H&#228;hnchen am Spie&#223; im Wasser, und ich konnte kaum dagegen ankommen. Wie sich herausstellte, drehte sich dieser bl&#246;de Gurt um mich und ich mich gerade mit dem Blei mit! Erschwerend kommt meine etwas &#8220;chaotische&#8221; Tauchweise hinzu&#8230;ich neige dazu, begeistert von einem Tauchort zum n&#228;chsten zu hetzen und vergesse dabei gerne, dass ich eine LEINE habe. Oder dass es vielleicht au&#223;er mir noch andere Taucher geben k&#246;nnte. Oder da&#223; wir mal urspr&#252;nglich eine &#8220;Formation&#8221; hatten. Du rechts, TL in der Mitte, ich links. Kam aber vor, dass ich mal rechts von dir war. Ups. Wie konnte das denn passieren?  Dementsprechend mussten wir uns ab und zu entwirren. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </em></p>
<div id="attachment_397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/deegroll-manoever.jpg"><img class="size-full wp-image-397" title="&quot;Deegroll-Man&#246;ver&quot;" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/deegroll-manoever.jpg" alt="&quot;Deegroll-Man&#246;ver&quot;" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Deegroll-Man&#246;ver&quot;</p></div>
<p>Mehr als zur Orientierung konnte dieser Tauchgang leider nicht dienen, denn nach etwa 20 Minuten kam etwas hinzu&#8230; wir waren in etwa zehn Metern Tiefe, das Wasser hatte 12 ° C &#8211; und meine Stirnh&#246;hlen meldeten sich. Vielleicht kennt einer aus der geneigten Leserschaft dieses schmerzhafte Gef&#252;hl, wenn man beim Eisessen zu schnell ist und die K&#228;lte hochkriecht und in der Stirn wehtut. Genau das habe ich da empfunden, nur mit dem Unterschied, dass es nicht aufh&#246;rte, solange wie in der Tiefe waren. Wir hatten, das hatte ich deutlich gesp&#252;rt, eine so genannte &#8220;Sprungschicht&#8221; durchquert und die Tatsache, keine Kopfhaube zu haben, r&#228;chte sich nun.</p>
<p><em>Memme! ICH h&#228;tte das durchgestanden&#8230; DU bist gar kein Flatflutediver!</em></p>
<p><em><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/thorsten_baggersee.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-399" title="Thorsten im Baggersee" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/thorsten_baggersee-300x273.jpg" alt="Thorsten im Baggersee" width="210" height="191" /></a></em>Wo-ohl! Au&#223;erdem war der Tauchgang an der Stelle nur deswegen beendet, weil man uns beim Kurs zwar das Zeichen f&#252;r &#8220;Auftauchen&#8221; (Daumen nach oben) gezeigt hat, aber nicht wie man andeutet, dass man nur &#8220;h&#246;her&#8221; m&#246;chte. Ich wollte nur aus der Sprungschicht raus. Ein paar Meter h&#246;her war es ja schon wieder besser. Aber unser Instructor bestand darauf, aufzutauchen. Und dass wir an der Oberfl&#228;che zur&#252;ckschwimmen sollten, war nicht meine Idee. Man sieht, die T&#252;cken h&#246;rten nicht auf. Beim Rausgehen bin ich im Flachwasser bis zu den Knien im Schlamm versunken, bevor es mich am Ufer noch in den Kies warf. Aber he, ein echter &#8220;Flat Flute Diver&#8221; h&#228;lt sowas aus.</p>
<p><em>&#8230;Momentn&#8230;hab ich da was verpasst? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Nein, ich hab es live miterleben d&#252;rfen und dachte, na klasse. Der erste Tauchgang und Mr Buddy muss gleich ins Geb&#252;sch bei&#223;en. Aber ich war auch nicht besser dran. Ich kam n&#228;mlich gar nicht mehr aus dem Wasser raus&#8230; peinlich peinlich, aber man musste mich aus dem T&#252;mpel ZIEHEN&#8230; aber zumindest hast du mit dem Auftritt bewiesen, dass du ein echter Flatflutediver bist! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/annette_baggersee.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-398" title="Annette im Baggersee" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/08/annette_baggersee.jpg" alt="Annette im Baggersee" width="460" height="263" /></a></p>
<p>Als wir &#252;ber den Tauchgang sprachen, waren wir uns einig, dass wir das weiterhin versuchen sollten. Leider hatte mein Kollege in n&#228;chster Zeit nicht wirklich Zeit, also kontaktierte ich den Tauchlehrer, den wir in Aufkirchen kennengelernt hatten. Tats&#228;chlich konnte er uns einen Tauchtermin erm&#246;glichen, und zwar am Echinger Weiher. Um nicht ganz so bl&#246;d dazustehen, ging ich vorher in den Tauchladen und besorgte mir eine Kopfhaube. Doch der Tauchlehrer stellte schon die n&#228;chste &#8220;Hab-Ihr?&#8221;-Frage: &#8220;Habt Ihr Handschuhe?&#8221; &#196;h, nein? Okay, die w&#252;rde er uns leihen. Genauso wie das Blei, das wir ja auch nicht hatten. Langsam wurde es nervig. Aber mehr dar&#252;ber gibt es im n&#228;chsten Teil unseres Tauchabenteuers&#8230;</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Intermezzo%3A+Freiwassertauchversuch%2C+die+Erste%21+Und+bitte%E2%80%A6+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D362+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=362&amp;md5=aad5f09bfec52b4cbdd103272c239ef6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zur ersten eigenen Ausr&#252;stung &#8211; Der Neoprenanzug</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/08/04/gedanken-zur-ersten-eigenen-ausruestung-der-neoprenanzug/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 07:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
		<category><![CDATA[Cressi]]></category>
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		<description><![CDATA[Was kann man zu einem Neoprenanzug denn schreiben werdet Ihr Euch fragen. Entweder er passt oder er passt nicht.

So ist es.

Meine pers&#246;nliche Neopren-Odyssee begann mit der Entscheidung, einen Neoprenanzug zu kaufen. Nicht dass das sofort notwendig gewesen w&#228;re. Aber nachdem ich h&#246;rte, dass der ein oder andere in einen geliehenen Anzug auch schon mal ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was kann man zu einem Neoprenanzug denn schreiben werdet Ihr Euch fragen. Entweder er passt oder er passt nicht.</p>
<p>So ist es.</p>
<p>Meine pers&#246;nliche Neopren-Odyssee begann mit der Entscheidung, einen Neoprenanzug zu kaufen. Nicht dass das sofort notwendig gewesen w&#228;re. Aber nachdem ich h&#246;rte, dass der ein oder andere in einen geliehenen Anzug auch schon mal seiner Notdurft freien Lauf l&#228;sst, wollte ich dann doch lieber einen Eigenen. Auch wenn Urin an sich steril ist. Trotzdem ein unangenehmer Gedanke.</p>
<p>Wenn man einen Anzug kaufen will, so sollte man sich vorher &#252;berlegen, in welchen Gew&#228;ssern man den Anzug tragen will. Ist man vorwiegend Urlaubstaucher und taucht in warmen Gew&#228;ssern, so reicht ein 3-5 mm Anzug, je nachdem wie tief man taucht. Hier in den deutschen Gew&#228;ssern kann das schon zu k&#252;hl sein. Die meisten Tauchshopbesitzer empfahlen uns, einen 7 mm Anzug zu kaufen.</p>
<p>Nun ist der Anzug an sich nicht ganz billig, und f&#252;r zwei Anz&#252;ge reichte das Geld erst mal nicht. Da ich aber auch vor hatte, in w&#228;rmeren Gew&#228;ssern zu tauchen und hier 7 mm eindeutig zu warm sind, entschied ich mich doch f&#252;r den 5 mm Anzug. Im Falle des Falles k&#246;nnte man sich auch eine Eisweste dazu kaufen, die man dr&#252;ber zieht. Da ich aber noch nicht &#8220;so tief&#8221; getaucht bin muss ich sagen, reicht mir der 5 mm Anzug vollkommen. Selbst bei 9 Grad Wassertemperatur hab ich nicht gefroren. Allerdings bin ich auch nicht so k&#228;lteempfindlich.</p>
<p>Mein Problem begann damit, dass ich nicht den &#8220;normalen&#8221; Ma&#223;en entspreche. Ich bin einfach zu gro&#223; f&#252;r die Damengr&#246;&#223;en. Das, was ich an Neopren mehr in die L&#228;nge ziehen musste, fehlte mir entweder in der Breite oder der Anzug lie&#223; sich einfach nicht so &#8220;lang&#8221; ziehen. Der Kragen des Anzuges sa&#223; mir entweder auf den Schl&#252;sselbeinen oder ich kriegte die Arme nicht mehr hoch. Ein Tauchshopbesitzer wollte das nicht glauben und steckte mir sogar die Druckluftpistole in den &#196;rmel, um so eventuell noch ein paar Zentimeter herauszukriegen, aber das konnte ja nicht die Endl&#246;sung sein. Man riet mir, bei meinem n&#228;chsten Besuch (irgendwann war ich v&#246;llig fertig von der Durchprobiererei) es mit einem M&#228;nneranzug zu probieren. Ich sei einfach zu gro&#223; f&#252;r die Damengr&#246;&#223;en.</p>
<p>Frustriert durchforstete ich das Internet nach Informationen von Frauen, die vielleicht ein &#228;hnliches Problem hatten wie ich, aber ich fand nichts. Schlie&#223;lich versuchte ich mich, durch die verschiedenen Gr&#246;&#223;enangaben durchzubei&#223;en und m&#246;glicherweise auf eine Firma zu sto&#223;en, die auch Gr&#246;&#223;en f&#252;r mich hatten.</p>
<p>Gleichzeitig hatte ich mich f&#252;r ein Jacket der Firma Cressi entschieden. Da ich eh vor hatte, nach M&#252;nchen zum Indoortauchen zu fahren, wollte ich in einem dortigen Tauchshop einen Abstecher wagen, denn hier bei uns am See vertreibt sonst keiner Cressi. Vorher nahm ich Kontakt zu dem Besitzer auf und schilderte ihm meine W&#252;nsche. Auf seine h&#246;fliche Nachfrage hin, was ich sonst noch brauchen w&#252;rde, sch&#252;ttete ich ihm per eMail mein Herz aus und berichtete ihm, dass ich leider keinen Neoprenanzug finden w&#252;rde. Er empfahl mir den Cressi comfort plus Anzug, und zwar noch nicht mal den Gr&#246;&#223;ten f&#252;r Damen, denn er war der Meinung, dass ich daf&#252;r das Gewicht nicht auf die Waage bringen w&#252;rde. Im selben Satz erw&#228;hnte er allerdings, dass die Italiener immer etwas kleiner schneidern w&#252;rden als der Rest der Welt. Ich lachte innerlich in mich hinein. Wo dachte der Mann denn hin? Hatte ich ihm denn nicht geschrieben, dass ich schon so in keinen Damenanzug passen w&#252;rde und dann wollte er mir einen verkaufen, der KLEINER war?</p>
<p>Und wisst Ihr was? Ich fuhr dorthin - erst mal wegen meinem bestellen Jacket &#8211; und er hatte Recht. Der Anzug ist superbequem, der Rei&#223;verschluss ist auf dem R&#252;cken, so dass man auch ohne fremde Hilfe ein und aussteigen kann. Ich bin noch nie so derartig leicht in einen Anzug &#8220;hineingeglitten&#8221; wie in diesen! Innen ist er spiegelglatt, so dass das l&#228;stige Gezerre und Geziehe entf&#228;llt. Ich habe diesen Anzug angezogen und gekauft. Ich habe nichts anderes mehr probiert.</p>
<p>Fazit: Anprobieren! Der Neopren sollte sitzen wie die zweite Haut. Falten sind zu vermeiden. Welche Firma den Anzug herstellt, ist v&#246;llig unwichtig. Man zieht den Anzug an und sp&#252;rt, dass es der Richtige ist. So ging es Thorsten auch. Er stieg in ein Modell der Firma ScubaPro und hatte ebenfalls das Gef&#252;hl, dass DAS sein Anzug ist. Und f&#252;r die &#8220;l&#228;ngeren&#8221; Damen unter uns, wenn ihr sonst nichts findet, versucht es  mit Cressi&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viel Erfolg</p>
<p>[Werbung]</p>
<p>Neoprenanz&#252;ge von Cressi gibt es auch bei&#8230;</p>
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<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Gedanken+zur+ersten+eigenen+Ausr%C3%BCstung+%E2%80%93+Der+Neoprenanzug+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D316+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=316&amp;md5=f2dfd8a1d8d7639908c63415d35cdb86" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Zeit von Dezember 08 bis April 09</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/07/17/die-zeit-von-dezember-08-bis-april-09/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 07:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Stufe]]></category>
		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
		<category><![CDATA[Oktopus]]></category>
		<category><![CDATA[Regulator]]></category>
		<category><![CDATA[Tarierweste]]></category>
		<category><![CDATA[Tauch-Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Dezember waren wir wieder in Deutschland. Aber das Erlebte in &#196;gypten hatte uns nachhaltig gepr&#228;gt. Schon auf dem Heimflug sprachen wir &#252;ber nichts anderes mehr als &#252;ber das Tauchen. Und wie sehr uns das gefallen hatte. So beschlossen wir, uns einmal umzuh&#246;ren und Kontakte zu kn&#252;pfen, damit man wenigstens einmal im Monat einen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Dezember waren wir wieder in Deutschland. Aber das Erlebte in &#196;gypten hatte uns nachhaltig gepr&#228;gt. Schon auf dem Heimflug sprachen wir &#252;ber nichts anderes mehr als &#252;ber das Tauchen. Und wie sehr uns das gefallen hatte. So beschlossen wir, uns einmal umzuh&#246;ren und Kontakte zu kn&#252;pfen, damit man wenigstens einmal im Monat einen Schwimmbadtauchgang machen k&#246;nnte.</p>
<p>Zu Hause angekommen berichtete ich jedem, der es h&#246;ren wollte oder auch nicht, dass ich jetzt unter die Taucher gegangen war. Das wurde von meinen Freunden mit gemischten Gef&#252;hlen aufgenommen. Tats&#228;chlich, der Mann einer Freundin von mir besa&#223; auch den Tauchschein &#8211; das wu&#223;te ich nicht &#8211; aber er hatte das Tauchen nicht weiter verfolgt. Andere wiederum waren gar nicht begeistert von meinem Plan. Da w&#252;rde doch so viel passieren&#8230;</p>
<p>Dem Fa&#223; den Boden schlug es aus, als ich erfuhr, dass der Vater des Freundes meiner besten Freundin Tauchlehrer mit eigener Tauchschule war. Dummerweise war der aber schon in Rente. Also hie&#223; es f&#252;r mich&#8230; abwarten. Und hoffen, dass Thorsten etwas finden w&#252;rde. Den traf ich kurze Zeit sp&#228;ter, um Fotos zu tauschen. Und er berichtete mir, dass er tats&#228;chlich jemanden gefunden hatte. Ein Kollege von ihm war Instructor. Und Rettungstaucher. Er versprach uns, uns mit ins Schwimmbad zu nehmen, da dort die Rettungstaucher &#252;ber Winter trainierten. Das war ja perfekt. F&#252;r die Ausr&#252;stung w&#252;rde auch gesorgt werden. Besser konnte es nicht laufen.</p>
<p>Thorsten und ich sprachen an diesem Nachmittag nochmals &#252;ber viele Dinge. Wie es der Zufall so wollte, war ich gerade aus dem Urlaub wieder da, da musste ich schon meinen Jahresurlaub f&#252;r das folgende Jahr eintragen. Ich trug mich wieder im November f&#252;r zwei Wochen ein. Warum? Wei&#223; ich nicht. Ich machte es einfach. Irgendjemanden w&#252;rde ich schon finden, der mit mir nach &#196;gypten gehen w&#252;rde. Da war es so toll. Da erz&#228;hlte mir Thorsten, dass er genau die gleichen Wochen angegeben hatte. Auch eigentlich ohne feste Absichten. Wir sahen das als Zeichen. Obwohl wir so gesehen nicht geplant hatten, nochmals zusammen zu verreisen, stand die Entscheidung innerhalb von Sekunden: Wir w&#252;rden nochmals nach &#196;gypten fliegen und dort unseren OWD fertig machen. Wir waren Feuer und Flamme.</p>
<p>Soweit stand der Plan. &#196;gypten November 2009. Bis dahin wollten wir das Gelernte immer und immer wieder &#252;ben, damit das richtig sa&#223;. Darin waren wir uns einig. Dann &#252;berlegten wir&#8230; wie war das noch gleich mit der eigenen Ausr&#252;stung? Ich sagte zu Thorsten, dass ich mir einen Tauchcomputer zulegen w&#252;rde. Das ist ein pers&#246;nlicher Gegenstand und eine gute Anlage. Irgendwann dann w&#252;rde ich mir noch einen Lungenautomaten besorgen, denn st&#228;ndig auf Mundst&#252;cken herumzukauen, die schon Hunderte vor mir im Mund hatten, fand ich ekelig. Aber das hatte ja Zeit.</p>
<p>So viel Zeit nun auch wieder nicht. Weihnachten stand vor der T&#252;r. Mein Vater schenkte mir Geld, und noch w&#228;hrend ich mir &#252;berlegte, wie ich meinen neu erworbenen Reichtum verwalten k&#246;nnte, fiel mir sofort der Tauchcomputer ein. Schlie&#223;lich entschied mich mich f&#252;r den Viper 2 von Suunto. Doch damit war es nicht getan. Eine Freundin schenkte mir ein wundersch&#246;nes Logbuch, eine andere ein sehr interessantes Buch &#252;ber das Tauchen. Ich fing an zu lesen. Und kam immer tiefer in die Materie hinein. Ich las, was das Zeug hielt. Im Internet. B&#252;cher. Und konnte es kaum erwarten, dass endlich Januar war. Denn da sollten wir uns das erste Mal mit den Rettungstauchern treffen. Doch im Leben kommt immer alles anders, als man es erwartet. Und so auch hier. Denn drei Tage bevor wir uns mit den Rettungstauchern h&#228;tten treffen sollen brannte das Schwimmbad bis auf die Grundmauern ab. Kein Witz. Ein technischer Defekt. Und so zerplatze der Traum.</p>
<p>Wir waren frustiert. Der Sommer lag noch in weiter Ferne, denn sonst h&#228;tte man ja in ein Freibad gehen k&#246;nnen, aber dazu war es noch zu kalt. Auch die Rettungstaucher mussten erst nach einer Ausweichm&#246;glichkeit suchen. Und so blieb uns nichts anderes &#252;brig, als uns weiter mit der Theorie zu besch&#228;ftigen. Nicht nur mit der Tauchtheorie. Auch mit der Ausr&#252;stungstheorie. Zwischen Thorsten und mir entbrannte fast eine Art Wettstreit, wer mehr zu einem Thema wu&#223;te. Ohne dass es uns selbst so bewusst geworden w&#228;re, hatten wir l&#228;ngst die Enscheidung getroffen, uns doch die komplette Ausr&#252;stung anzuschaffen. Das war aber gar nicht so einfach. Wir hatten nur bedingt Hilfe. Und so entschlossen wir uns, die Zeit bis zum endg&#252;ltigen Tauchtermin zu verk&#252;rzen, indem wir das &#8220;Tauchshop-Hopping&#8221; begannen. Wir besuchten so ziemlich alle L&#228;den in unserer Umgebung, um uns erst mal kundig zu machen, was es denn alles gab. Die Besitzer der L&#228;den waren alle sehr zuvorkommend und erkl&#228;rten uns Anf&#228;ngern von A bis Z alles, worauf man achten muss, worin die Unterschiede lagen. Das war sehr angenehm. St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck wuchs die Ausr&#252;stung, erst gedanklich, schlie&#223;lich auch materiell. So einfach war das freilich nicht. Besonders ich hatte aufgrund meiner K&#246;rperl&#228;nge mehr als einmal Probleme, etwas Passendes zu finden. So albern es auch klingt, ich hatte die reinste Odyssee vor mir, was den Neoprenanzug anbelangt. Ich wollte einfach nicht in so einen Anzug passen, und dabei lie&#223; ich keine Peinlichkeit aus. Man zog mich mit Druckluft an, rupfte und r&#252;ttelte an mir herum, es ging nicht. Die Anz&#252;ge waren zu klein. Im Internet machte ich mich kundig und erfuhr, dass die durchschnittliche europ&#228;ische Taucherin gef&#228;lligst nicht gr&#246;&#223;er als 172 cm zu sein hat. Leider bin ich fast 180 cm, und was ich am Anzug in die L&#228;nge zog, fehlte mir nachher entweder in der Breite oder ich bekam die Arme nicht mehr hoch. Nach langem Suchen jedoch wurde auch ich f&#252;ndig, die Italiener (Cressi)  hatten ein Herz f&#252;r mich, und zu meinem Erstaunen und Unglauben durfte ich einen Anzug w&#228;hlen, der noch nicht einmal die gr&#246;&#223;te Gr&#246;&#223;e hatte. Vor lauter Gl&#252;ck und Dankbarkeit kleidete ich mich dort komplett ein. Gut, das ist jetzt geschwindelt&#8230; ich hatte sowieso vor, mir von Cressi das Jacket zu kaufen. Das tat ich auch. Und lag damit goldrichtig wie ich im Nachhinein feststellen durfte. Nur&#8230; l&#228;cherlicherweise hatten Thorsten und ich die komplette Ausr&#252;stung bereits zusammen<em> bevor</em> wir &#252;berhaupt wenigstens einmal tauchen waren! Was hatte unser TL gesagt? Es dauert nicht lange, dann w&#252;rden wir <em>anfangen</em>, unsere eigene Ausr&#252;stung zu kaufen? Da hatte er wohl die Rechnung ohne uns &#252;bereifrige Menschen gemacht. Die zwei Tauchnieten, von denen er sicher am wenigsten gedacht hatte, sie &#252;berzeugt zu haben, waren mehr als nur einfach infiziert. Wir sprachen fast &#252;ber nichts anderes mehr. Da wir uns nur selten sehen, hatten wir doch pl&#246;tzlich einen intensiven email Kontakt aufgebaut, und es gab sicher keine einzige email, in der wir nicht &#252;ber das Tauchen sprachen. Ich tr&#228;umte stellenweise sogar davon. Ich, die Angst vor Wracks hat, tr&#228;umte davon, dass ich zur Thistlegorm tauchen w&#252;rde! Ich tr&#228;umte von der Salem Express! Es verging kein Tag, an dem ich nicht intensiv an&#8217;s Tauchen dachte. Ich wurde immer unruhiger. Und hoffte darauf, dass es bald soweit sein w&#252;rde.</p>
<p>Doch es sollte noch dauern, genau genommen bis April. Durch Zufall entdeckte eine Bekannte von Thorsten eine Internetadresse mit einem Indoortauchzentrum bei M&#252;nchen. DAS war genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Und nat&#252;rlich buchten wir uns da ein. Endlich war der Tag gekommen, an dem wir tauchen &#8211; und auch unsere eigene Ausr&#252;stung testen konnten! Wir waren gespannt,  was uns in M&#252;nchen erwarten w&#252;rde. Aber davon erz&#228;hle ich dann das n&#228;chste Mal!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Zeit+von+Dezember+08+bis+April+09+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D295+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=295&amp;md5=7501370f799c17abdca8eb7715142790" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Was danach kam</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/07/17/scuba-diver-was-danach-kam/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Stufe]]></category>
		<category><![CDATA[Indoor-Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
		<category><![CDATA[Oktopus]]></category>
		<category><![CDATA[Regulator]]></category>
		<category><![CDATA[Tarierweste]]></category>
		<category><![CDATA[Tauch-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchcomputer]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwie k&#246;nnte die Geschichte damit zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Zu Ende war lediglich unser Urlaub in &#196;gypten. Oder sie k&#246;nnte langweilig werden. Tut sie aber nicht. Auf dem R&#252;ckflug von Hurghada gab es f&#252;r uns haupts&#228;chlich ein Gespr&#228;chsthema: Tauchen. Wir wollten uns um Trainingstauchg&#228;nge im Schwimmbad bem&#252;hen, um wenigstens "drin" zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie k&#246;nnte die Geschichte damit zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Zu Ende war lediglich unser Urlaub in &#196;gypten. Oder sie k&#246;nnte langweilig werden. Tut sie aber nicht. Auf dem R&#252;ckflug von Hurghada gab es f&#252;r uns haupts&#228;chlich ein Gespr&#228;chsthema: Tauchen. Wir wollten uns um Trainingstauchg&#228;nge im Schwimmbad bem&#252;hen, um wenigstens &#8220;drin&#8221; zu bleiben.</p>
<p>Zur&#252;ck in Deutschland geschahen zwei Dinge: Zum einen stand bei mir sofort die Urlaubsplanung f&#252;r das kommende Jahr an, zum anderen bekam ich einen Hinweis auf einen Kollegen, der selber Taucher war und uns m&#246;glicherweise bei unseren Schwimmbadtauchg&#228;ngen w&#252;rde helfen k&#246;nnen.</p>
<p>Dann geschahen nochmal zwei Dinge: Ich konnte mich bei der Urlaubsplanung nicht mit Annette absprechen und nahm auf gut Gl&#252;ck den gleichen Zeitraum wie im Vorjahr f&#252;r einen Urlaub. Bei einem Treffen stellte sich heraus, dass sie das gleiche gemacht hatte &#8211; f&#252;r den gleichen Zeitraum. Hier entstand eine neue Idee: Wir w&#252;rden weitermachen &#8211; die n&#228;chste Stufe auf der Leiter, den &#8220;Open Water Diver&#8221; (OWD). In &#196;gypten, im November. Wieder waren wir elektrisiert, so wie an dem Tag, als wir die Entscheidung f&#228;llten, den Tauchkurs zu machen. Allerdings wussten wir diesmal, dass wir nicht ganz so nerv&#246;s werden w&#252;rden. Hoffentlich!</p>
<p>Mein Kollege entpuppte sich als Instructor, genau das, was wir brauchten, um uns auf den &#8220;Open Water Diver&#8221; vorzubereiten. Er hatte sogar die M&#246;glichkeit, uns Leihausr&#252;stungen zu besorgen, da er bei einem Rettungstaucherzug war. Und er w&#252;rde es organisieren, dass wir mit ihm zum Training in ein Hallenbad kommen k&#246;nnten.</p>
<p>Gleichzeitig &#252;berlegten Annette und ich, ob es nicht gut w&#228;re, den einen oder anderen Ausr&#252;stungsgegenstand doch anzuschaffen. Also begannen wir, verschiedene Tauchshops aufzusuchen und lie&#223;en uns beraten. Umfassend. Obwohl es eigentlich nicht n&#246;tig war. Schlie&#223;lich wollten wir nur das eine oder andere. Oder? Also zum Beispiel einen eigenen Tauchcomputer&#8230; vielleicht Regulatoren&#8230;</p>
<p>In der Folgezeit ging ich meinem Umfeld auf die Nerven mit meiner doch sehr stark vorhandenen Begeisterung f&#252;r das im Urlaub begonnene Tauchabenteuer. Ich begann, mich tiefer in die Materie einzuarbeiten, bestellte Kataloge und suchte mein Arbeitsmaterial von der Rettungsdienstschule wieder zusammen. Das war allerdings nicht hilfreich, da es mittlerweile hoffnungslos veraltet war. Und dann war da Weihnachten. Von meiner Familie bekam ich ein Tauch-Diorama geschenkt, das als Dekoration f&#252;r ein Geldgeschenk diente (das in einen Ausr&#252;stungsgegenstand investiert werden sollte). Und von Annette ein Buch &#252;ber die Fische des Roten Meeres. Das hat mich sehr &#252;berrascht, aber nat&#252;rlich auch sehr gefreut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/diorama.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-300" title="Tauch-Diorama" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/07/diorama.jpg" alt="Tauch-Diorama" width="322" height="193" /></a></p>
<p>Und dann passierte eine von den Merkw&#252;rdigkeiten, die das Leben manchmal bereith&#228;lt: das Hallenbad, in dem wir unser &#8220;Training&#8221; abhalten sollten, brannte im Januar ab, nur Tage bevor wir dort sein wollten. Damit fiel das Training erstmal flach, eine Ausweichm&#246;glichkeit gab es nicht. Ab Mai w&#252;rde das Freibad &#246;ffnen und es sah so aus, als w&#252;rden wir uns bis dahin vertr&#246;sten m&#252;ssen. Mittlerweile waren unsere Gedanken &#252;ber die eigene Ausr&#252;stung weiter gediehen. Weiter als gedacht. Ein Neoprenanzug war mit &#8220;auf die Liste&#8221; gekommen, au&#223;erdem war ich entfacht f&#252;r eine spezielle Tarierweste, die ich in einem Tauchladen gesehen hatte. Unser Plan war nun, bis November St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck anzuschaffen, damit wir f&#252;r den &#196;gypten-Urlaub die Sachen beisammen haben w&#252;rden.</p>
<p>Doch wieder wurde alles &#252;ber den Haufen geworfen, respektive, ich warf meine Ideen &#252;ber den Haufen. Unabl&#228;ssig sagte eine leise Stimme in meinem Hinterkopf: &#8220;Wenn Du es willst, dann tu es doch!&#8221; Warum auch nicht? Ich informierte mich weiter, besonders &#252;ber die Tarierweste, die ich ins Auge gefasst hatte. Die war teuer, aber andererseits genau das, was einer ganz speziellen Eigenart von mir entgegen kam. Der erste wirkliche &#8220;Ausr&#252;stungsgegenstand&#8221;, den ich mir dann anschaffte, war jedoch ein Neoprenanzug. Das hatte recht pragmatische Gr&#252;nde, er gefiel mir, er passte und ich sah gut drin aus. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber damit fing es an. Einen Monat sp&#228;ter hatte ich den Gro&#223;teil meiner Ausr&#252;stung zusammen, einschlie&#223;lich der Tarierweste, die mir ins Auge gefallen war. So viel zum Thema &#8220;bis zum November&#8221;.</p>
<p>Ein Problem bestand aber weiter: Was w&#252;rde aus unseren Trainingstauchg&#228;ngen werden? Ich hatte mich mittlerweile weiter erkundigt nach Tauchschulen und lernte etwas kennen, das ich die &#8220;Drei-Minuten-Regel&#8221; nannte &#8211; wann immer ich unsere Situation erkl&#228;rte und nach Schwimmbadtauchg&#228;ngen fragte, wurde ich nach sp&#228;testens drei Minuten gefragt, ob wir nicht gleich hier in Deutschland den OWD fertig machen wollen. Zu dem gew&#252;nschten Training kamen wir nicht. Dann kam mir eine Kollegin und gute Freundin zu Hilfe, aber eigentlich unfreiwillig &#8211; was wieder eine jener Geschichten war, die von Zeit zu Zeit passieren. Besagte Freundin war eigentlich auf der Suche nach Hotels in und um M&#252;nchen. Dabei war sie auf ein Hotel gesto&#223;en, an dem ein so genanntes Indoor-Tauchcenter angeschlossen war. Ich hatte einige Dinge zu kl&#228;ren, denn immerhin brauchten wir immer noch einen Instructor als Begleitung, aber schlie&#223;lich war es so weit &#8211; wir sollten endlich zu unserem ersten Tauchgang machen nach unserem Kurs. Mittlerweile war es April. Annette hatte leider nicht ganz so viel Gl&#252;ck gehabt wie ich, denn zum Teil scheiterte der Erwerb ihrer Ausr&#252;stung daran, dass sie einfach nichts passendes fand. Aber sie machte einen Laden in der N&#228;he von M&#252;nchen ausfindig und wir sollten unseren Tauchausflug gleich mit einem &#8220;Kaufausflug&#8221; verbinden. Aber das soll sie selbst berichten.</p>
<p>Die Situation hatte sich nun v&#246;llig ver&#228;ndert &#8211; mal wieder. Bevor wir &#252;berhaupt einen einzigen Tauchgang in Deutschland hinter uns hatten, hatten wir tats&#228;chlich unsere Ausr&#252;stung soweit zusammen. Kleinigkeiten fehlten nur noch, aber dem Tauchen stand nichts mehr im Weg. Unsere &#220;berlegung war nun, falls uns das Indoor-Tauchcenter zusagen sollte und das mit den Tauchlehrern dort reibungslos funktionieren, dass wir bis November ein paar Mal dort hinfahren und unser geplantes Training doch noch durchziehen. Ja. Gute Idee. Aber vielleicht kennt jemand noch dieses Sprichwort:</p>
<p><em>&#8220;Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt&#8230;&#8221;</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Was+danach+kam+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D293+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=293&amp;md5=64037c6f95cadf183819bfb85dfa4503" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Zwischen Pool und Meer &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hatten die Poollektionen also gar nicht so schlecht geklappt, obwohl ich bei jeder neuen &#220;bung wieder nerv&#246;s war. An diesem Abend galt es, unser Wissen zusammen zu bringen, also das, was wir aus den Filmen und von unserem Tauchlehrer gelernt hatten, mit Hilfe des Lehrbuchs zu etwas vern&#252;nftigen zu vereinen. Erstmal jedoch gab es Abendessen, und ich hatte auch Hunger. Man merkte es zwar nicht so direkt, aber es hei&#223;t nicht umsonst &#8220;Tauch<em>sport</em>&#8221; &#8211; es kostet Kraft, auch wenn wir nur im Pool herumgepaddelt waren. W&#228;hrend des Essens sprachen Annette und ich &#252;ber unsere Erlebnisse und Erfahrungen und dass die &#220;bungen so gut geklappt hatten. Und am n&#228;chsten Tag w&#252;rde es wirklich ins Meer gehen. Auf mindestens zehn Meter Tiefe&#8230; Da wurden wir dann ruhiger. Nachdenklicher.</p>
<p>So langsam fingen meine Zweifel an zu wachsen. Das war doch alles viel zu glatt gegangen. Als wir dann auf unserem Zimmer waren und das Buch durchackerten, wurde es noch schlimmer. Und so langsam kamen mir wieder die Dinge hoch, die mich bisher eigentlich davon abgehalten hatten, das Tauchen ernsthaft anzugehen. Worauf hatte ich mich da eingelassen? Nicht nur, dass ich in aller Ausf&#252;hrlichkeit an die m&#246;glichen Gefahren erinnert wurde, es kam noch mehr dazu. Der Druck nahm zu, je tiefer man ging, das wusste ich schon. Aber das Lehrbuch machte einen darauf aufmerksam, dass das Atmen schwerer wurde, je tiefer man kam. Und was die &#220;bungen f&#252;r den n&#228;chsten Tag betraf, da gab es keine Ausreden mehr. Um f&#252;r den Tauchschein g&#252;ltig zu sein, <em>mussten </em>diese in mindestens zehn Metern Tiefe gemacht werden.</p>
<p>Als wir am Abend zuvor den Entschluss gefasst hatten, den Kurs zu machen, war nat&#252;rlich auch die &#220;berlegung, wof&#252;r man so einen Schein brauchen k&#246;nnte. &#8220;Sch&#246;n-Wetter-Taucher&#8221;, das war der Begriff, den Annette ins Spiel brachte. Das war letztlich auch das, was mir sympathisch schien. Wenn man im Urlaub ist, an einem netten, warmen Gew&#228;sser mit guter Sicht (wie dem Roten Meer), einfach eine Ausr&#252;stung leihen und auf eine Exkursion gehen. Und da beim Scuba Diver der &#8220;Instructor&#8221; immer noch mit dabei sein musste, w&#228;re das ja alles kein Problem.</p>
<p>Doch je mehr ich mich in die Materie vertiefte, desto mehr beschlichen mich Zweifel, ob ich nach dem n&#228;chsten Tag &#252;berhaupt weitermachen w&#252;rde. Immerhin w&#252;rde ich dann wissen, ob es nichts f&#252;r mich ist und ich k&#246;nnte mich in Zukunft wieder auf meine bequeme Position zur&#252;ckziehen, wenn das Gespr&#228;ch darauf kommen sollte. Aber den n&#228;chsten Tag w&#252;rde ich noch durchziehen. Krieg ihn einfach rum! Das sagte ich immer wieder zu mir selbst. Doch das wurde zunehmend schwieriger. Schlie&#223;lich las ich, dass es Menschen gab, denen unter Wasser schwindlig wurde, wenn sie &#8220;schwebend&#8221; in einigen Metern H&#246;he &#252;ber dem Grund hingen. Vor allem, wenn die Sicht gut war. Wie zum Beispiel im Roten Meer. Na gro&#223;artig. Ich bin bestimmt einer der Kandidaten, denen schwindlig wird, dachte ich mir. Immerhin hatte mein Gleichgewichtssinn mir fr&#252;her dahingehend Probleme bereitet, dass ich beim Autofahren reisekrank wurde. Das verschwand zwar grundlos, als ich ein Teenager war, aber wenn ich von gro&#223;en H&#246;hen herunterblicke, kann es sein, dass mir immer noch schwindlig wird. Das hatte mit meiner H&#246;henangst zu tun.</p>
<p>Ich muss hier grunds&#228;tzlich mal etwas ausf&#252;hren. Falls es Sie nicht interessiert, dann &#252;berspringen Sie diesen Absatz einfach. Aber ich m&#246;chte nat&#252;rlich, dass Sie nach der Lekt&#252;re dieses Artikels zu sich sagen k&#246;nnen: &#8220;Mensch, bei den FlutFluteDivers, da hab ich was gelernt!&#8221; Es ist n&#228;mlich so, dass die Umgangssprache mit bestimmten Begrifflichkeiten der Psychologie sehr schludrig umgeht. Banal gesagt sind einige Dinge, die man so umgangssprachlich sagt, falsch. Zum Beispiel wenn man sagt, jemand w&#228;re &#8220;manisch depressiv&#8221;. Die meisten Menschen denken, so jemand w&#228;re &#8220;besessen&#8221;, also extrem depressiv (eben manisch). In Wirklichkeit bedeutet es aber, dass sich Phasen der Hochstimmung (Manie) mit Phasen der Niedergeschlagenheit (Depression) abwechseln. &#196;hnliches gilt, wenn jemand von &#8220;Platzangst&#8221; spricht, und dabei die &#8220;Klaustrophobie&#8221; meint, also die Angst in geschlossenen R&#228;umen. Der Begriff &#8220;Platzangst&#8221; ist ungenau und kann mit der Agoraphobie, der Angst vor gro&#223;en, leeren Pl&#228;tzen verwechselt werden.</p>
<p>Worauf will ich eigentlich hinaus? Nun, mit der &#8220;H&#246;henangst&#8221; verh&#228;lt es sich ganz &#228;hnlich. Bei der Akrophobie ist es nicht die H&#246;he an sich, sondern das Gef&#252;hl, abst&#252;rzen zu k&#246;nnen, das die Angst ausl&#246;st. Wenn ich am Rand eines Abgrunds stehe und nach unten schaue, habe ich das Gef&#252;hl, die Schwerkraft sei hier st&#228;rker, als wenn ich einen Schritt zur&#252;ck mache. Ich habe das Gef&#252;hl, die Schwerkraft hat mich am Kragen gepackt und versucht, mich herunter zu ziehen. Dabei ist es unerheblich, ob ich auf einer gerade mal zwei Meter hohen Mauer stehe oder auf einem vierzig Meter hohen Turm. Die &#8220;H&#246;henangst&#8221; sollte daher vielleicht eher &#8220;Fallangst&#8221; oder &#8220;Sturzangst&#8221; hei&#223;en.</p>
<p>Und wenn ich versuche, trotzdem nach unten zu sehen, kann es passieren, dass mir schwindlig wird. Ich konnte mir daher sehr gut vorstellen, dass das gleiche auch passiert, wenn ich schwebend &#252;ber dem Meeresboden h&#228;nge. Immerhin macht es ja nicht &#8220;plumps!&#8221; und man ist auf zehn Metern Tiefe. Man muss ja irgendwie dahin kommen. Na, das konnte ja heiter werden.</p>
<p>Was Annette betraf, so merkte ich eine gewisse Aufgeregtheit, aber wenn wir uns unterhielten, hatte ich den Eindruck, es war nicht mehr als eine Aufgeregtheit, wie sie ein Sch&#252;ler vor einer wichtigen Klassenarbeit hatte. Sie sprach zwar von den Booten und den Wracks, wegen derer sie Bedenken hatte, aber das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir waren Anf&#228;nger! Man w&#252;rde uns doch nicht sofort auf ein Wrack loslassen! Und vom Boot aus lostauchen &#8211; wir fuhren doch zu einem Riff und w&#252;rden dort irgendwo festmachen und dann von Land aus ins Wasser. Tauchboote landen doch an, oder? Bei irgendeiner Insel. Es gab doch Inseln im Roten Meer? Nat&#252;rlich gab es die, aber wurden die auch angefahren?</p>
<p>Ich hatte keine Ahnung.</p>
<p>Irgendwann half alles nichts mehr. Es war zu sp&#228;t und wir sollten schlafen. Immerhin w&#252;rde es am n&#228;chsten Morgen beizeiten losgehen. Die Nacht war unruhig, aber ich wollte mir nichts anmerken lassen. Wir gingen zum Fr&#252;hst&#252;ck, allerdings nicht ohne uns gegenseitig noch nerv&#246;ser zu machen, als wir schon waren. Die magische Zahl des Morgens war die &#8220;10&#8243;. So tief w&#252;rde es heute runtergehen. War die Decke des Speisesaals wohl zehn Meter hoch? Schon ganz sch&#246;n viel&#8230; Schlie&#223;lich kam der Schweizer noch an unserem Tisch vorbei und fragte, ob wir auch so unruhig geschlafen h&#228;tten und aufgeregt w&#228;ren. Und das fragte er, der nur auf f&#252;nf Meter gehen w&#252;rde? Sch&#246;n, dass andere Menschen auch Bedenken hatten, aber es beruhigte mich nicht wesentlich. Dann fiel mir der Tipp ein, den unser Tauchlehrer noch gegeben hatte &#8211; da wir einige Zeit mit dem Boot fahren w&#252;rden, w&#228;re es schlauer, nicht so schwer und viel zu essen, das f&#246;rdert nur die Seekrankheit. Aber es war egal &#8211; ich konnte sowieso kaum was essen.</p>
<p>Mein Kreislauf lief entgegen seiner sonstigen Gewohnheit (ich bin Hypotoniker) schon den ganzen Morgen auf Hochtouren. Und so kamen wir bei der Tauchbasis an. &#8220;Jetzt geht es loo-os!&#8221;, grinste unser Tauchlehrer breit. Der hatte gut lachen. Unsere Ausr&#252;stung war mittlerweile in Plastikkisten verstaut und wurde von uns an Bord unseres Bootes gebracht. Dann ging es tats&#228;chlich los. Schnell lie&#223;en wir das Ufer von El Gouna hinter uns. Wir fuhren irgendwo aufs Rote Meer hinaus. Gleich zu Beginn der Fahrt gab uns unser Tauchlehrer jeder einen Tauchcomputer. Ich war froh, dass ich etwas hatte, an dem ich mich festhalten konnte. W&#228;re der Tauchcomputer ein Tier gewesen, ich h&#228;tte es wahrscheinlich aus Versehen mit meinem Griff erw&#252;rgt.</p>
<p>Nach einiger Zeit setzten wir uns in der gro&#223;en Kabine des Bootes an einen Tisch. Theorie wurde wiederholt. Dann wurde das &#8220;Briefing&#8221; gemacht. Nachdem die erfahrenen Taucher, die auch mit auf der Tour waren, ihre Einf&#252;hrung &#252;ber den Tauchplatz schon erhalten hatten, kam unser Tauchlehrer zu uns. Er klappte eine in Plastik laminierte Karte auf, die&#8230;</p>
<p>&#8230;ein <em>Schiffswrack</em> zeigte.</p>
<p>Wenn mich in dem Moment jemand gefragt h&#228;tte, ob ich aus der Kirche austreten wollte &#8211; ich h&#228;tt&#8217;s gemacht. Das war ja mal wieder toll. Typisch f&#252;r die Ironie des Lebens. Und daf&#252;r zahl ich auch noch Kirchensteuern? Das Schiff hie&#223;, als es die Meere noch befahren hatte, Ghiannis D. Dann war es auf die Nordseite eines Riffs mit Namen Shab Abu Nuhas geprallt und gesunken. Ich &#228;ugte vorsichtig r&#252;ber zu Annette. Sie hatte mir von ihren Problemen mit Wracks erz&#228;hlt, lie&#223; sich aber irgendwie nichts anmerken. Oder war sie schon erstarrt? Doch es kam noch schlimmer. Unser Tauchlehrer deutete auf einen Aufbau mit Quertr&#228;ger, der von den Aufbauten hochstand und meinte, genau dort w&#252;rde unser Boot festmachen. Es w&#252;rde also genau &#252;ber dem Wrack lagern. Wir w&#252;rden vom Boot springen und an einem Seil, das unter dem Boot hing, senkrecht f&#252;nf Meter in die Tiefe in die Tiefe tauchen. Na klasse! Annette hatte Probleme mit Wracks und mit der Tatsache, unter einem Boot zu tauchen &#8211; und jetzt w&#252;rden wir bei unserem ersten Freiwassertauchgang auch noch alles beides haben? Ich war bereits so in der Rolle des &#8220;Buddys&#8221;, dass ich nicht bedachte, dass auf mich eventuell auch die eine oder andere Herausforderung zukommen k&#246;nnte.</p>
<p>Unser Tauchlehrer erkl&#228;rte unsere Route, vom Startpunkt aus in Richtung Bug des Schiffes, der in zehn Metern Tiefe liegt. Von da wieder zur&#252;ck Richtung Heck, einmal um die Br&#252;ckenaufbauten herum. Das m&#252;ssten dann so ungef&#228;hr 45 Minuten sein (mir schoss durch den Kopf: &#8220;Oh Gott, die l&#228;ngsten 45 Minuten meines Lebens!&#8221;). Anschlie&#223;end auftauchen und Fahrt zum n&#228;chsten Tauchplatz f&#252;r den zweiten Tauchgang, doch zwischen den beiden Tauchg&#228;ngen w&#252;rde es Essen geben. Essen? Ach, werft meine Portion doch gleich ins Meer. Ich w&#252;rde sowieso nichts essen k&#246;nnen. Und die Fische freuen sich bestimmt.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-113" title="Der Kampf mit dem Oktopus" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg" alt="Der Kampf mit dem Oktopus" width="322" height="405" /></a>Shab Abu Nuhas kam n&#228;her. Irgendwann mussten wir unsere Ausr&#252;stung fertig machen. Und zwar m&#246;glichst bevor die Situation eintritt, dass alle anderen schon im Wasser sind und wir noch beim Aufbauen. Also machten wir uns irgendwann dran. Bei den erfahrenen Tauchern sah das irgendwie professionell aus. Doch das, was ich tat, lie&#223; sich mehr mit &#8220;der Kampf mit dem Oktopus*&#8221; umschreiben. Endlich sa&#223; die Tarierweste auf der Flasche und schlie&#223;lich auch die Erste Stufe auf dem Ventil. Alle Schl&#228;uche waren dort, wo sie sein sollten. Schlie&#223;lich sahen wir es. Genau genommen ist Shab Abu Nuhas nicht wirklich zu &#8220;sehen&#8221;, da sich das ganze Gebilde unter Wasser befindet, aber man konnte es trotzdem gut erkennen. In einiger Entfernung von uns lagen sogar Metalltr&#252;mmer auf dem Dach des Riffs und ragten in die H&#246;he.</p>
<p>Einer der M&#228;nner von der Tauchbasis sprang ins Wasser, um unser Boot mit den Aufbauten der Ghiannis D. zu vert&#228;uen. Unser Tauchlehrer machte uns aufmerksam, dass man das Schiff schon sehen k&#246;nnte &#8211; und tats&#228;chlich! Obwohl das Wrack mindestens f&#252;nf bis zehn Meter unter uns lag, war es zu sehen. Ich hatte zwar von der guten Sicht im Roten Meer geh&#246;rt, aber das &#252;bertraf doch alles. Nun mussten wir uns endg&#252;ltig fertigmachen. Also zuallererst wieder den Neoprenanzug an. Das ging nicht wirklich besser als am Tag zuvor. Die Tarierweste nebst Flasche auf. Und so schwer bepackt gingen wir zum Heck des Tauchbootes, wo sich eine Plattform befand. Von hier aus sollte es losgehen. Der Tauchlehrer und Annette waren auch schnell im Wasser. Ich nicht.</p>
<p>Erinnern Sie sich, was ich oben &#252;ber die Schwerkraft und H&#246;henangst sagte? Man hat das Gef&#252;hl, als sei die Schwerkraft aus irgendeinem Grund st&#228;rker, wenn man am Rand steht. Nun stand ich am Rand der Plattform und hatte eine exzellente Sicht nach unten. Zwanzig Meter in die Tiefe. Und womit ich nicht gerechnet hatte, trat ein: Noch bevor wir im Wasser waren, meldete sich meine H&#246;henangst lautstark zu Wort und p&#246;belte rum. Das Gef&#252;hl, nach unten gezogen zu werden, wurde durch die schwere Ausr&#252;stung noch verst&#228;rkt. Und dann sollte ich tats&#228;chlich mit einem gro&#223;en Schritt reinspringen. Das lie&#223; mich endg&#252;ltig verkrampfen, denn das letzte, was jemand, der einen akuten H&#246;henangst-Anfall hat, m&#246;chte, ist <em>springen</em>! Genau davor hat man ja Angst.</p>
<p>Wenn ich jetzt versuche, mir ins Ged&#228;chtnis zu rufen, was genau der Tauchlehrer und / oder Annette mir in der Situation zuriefen &#8211; das gelingt mir nicht. Ich wei&#223; es nicht mehr. Ich wei&#223; nur, dass irgendwann der Gedanke die Oberhand gewann, dass es jetzt weitergehen musste. Au&#223;erdem w&#252;rde die mich von hinten bestimmt schubsen, wenn ich nicht bald freiwillig reingehe. Und das wollte ich auf keinen Fall. Wenn schon, dann von selbst!</p>
<p>Also dann! Tarierweste aufgepumpt, Regulator in den Mund, Regulator und Maske festhalten, uuuuund&#8230;</p>
<p>&#8230;ein kleiner Schritt f&#252;r die Menschheit, aber ein gro&#223;er Schritt f&#252;r mich.</p>
<p>Meine Bef&#252;rchtungen, wie ein Meteorit auf dem Deck der Ghiannis D. aufzuschlagen, bewahrheiteten sich nicht. Meine Tarierweste trug mich. Endlich war ich drin. Mir war auch schon warm geworden, so im Neopren in der prallen Sonne. Nun, unserem eigentlichen Tauchgang stand nichts mehr im Weg.</p>
<p>* F&#252;r die Nichtkenner: Als &#8220;Oktopus&#8221; wird der Ersatzregulator bezeichnet, der im Notfall f&#252;r den Partner gedacht ist, wenn diesem die Luft ausgeht. Auf dem Bild oben ist der Oktopus der Regulator mit dem gelben Schlauch, der ganz nach unten h&#228;ngt.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Zwischen+Pool+und+Meer+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D111+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=111&amp;md5=b455d8d64998ed15aa9bc9bbf1a3a5f1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Der Pooltauchgang &#8211; Annettes Version</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/06/29/scuba-diver-der-pooltauchgang-annettes-version/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 07:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir standen nun vor der Tauchschule. Fast so, wie bestellt und nicht abgeholt. Unsicher, was nun zu tun sei, blieben wir erst einmal stehen. Schlie&#223;lich kam der Basisleiter vorbei und schickte uns zum Einkleiden.

Ich pers&#246;nlich hatte mich vorher noch nicht einmal theoretisch mit dem Tauchen besch&#228;ftigt, insofern wu&#223;te ich nicht, was mit erwarteten w&#252;rde ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir standen nun vor der Tauchschule. Fast so, wie bestellt und nicht abgeholt. Unsicher, was nun zu tun sei, blieben wir erst einmal stehen. Schlie&#223;lich kam der Basisleiter vorbei und schickte uns zum Einkleiden.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich hatte mich vorher noch nicht einmal theoretisch mit dem Tauchen besch&#228;ftigt, insofern wu&#223;te ich nicht, was mit erwarteten w&#252;rde bzw was &#252;berhaupt alles zu einer Ausr&#252;stung geh&#246;rt. Ein junger Mann, der wohl kein deutsch sprach, reichte uns diverse Ausr&#252;stungsgegenst&#228;nde zum Anprobieren. Zuerst den Neoprenanzug. Okay, von dem hatte ich schon mal geh&#246;rt. Dann ein eigenartiges &#8220;Jacket&#8221;, eine Art Nylonweste, ein G&#252;rtel, Flossen, Brille, Schnorchel. Wir probierten und probierten. Gerade, als ich meinen auftriebsgeplagten Hintern dem Eingang entgegenstreckte, um die Flossen anzuziehen, h&#246;rte ich die freundliche Stimme eines Mannes.</p>
<p>&#8220;Hallo, ich bin euer Tauchlehrer! Wie ich sehe, probiert ihr schon eure Ausr&#252;stung an. Wie hei&#223;t ihr denn?&#8221;</p>
<p>Ich fuhr hoch. <em>Ein Mann?</em> Ehrlich gesagt war ich in dem Moment ein klein bisschen entt&#228;uscht. Ich hatte mich so auf die Tauchlehrer<em>in </em>gefreut. Vor der w&#228;re es mir nicht peinlich gewesen, meine Unsicherheiten zuzugeben. Kritisch musterte ich den Mann. Okay, er wirkte sehr sympathisch, jung war er, aber eben nicht diese vertrauenserweckende Schweizerin.</p>
<p>Was soll&#8217;s. Man muss nehmen, was man kriegt. Ich beschloss, erst mal abzuwarten bevor ich mir ein Urteil erlauben w&#252;rde.</p>
<p>Schlie&#223;lich waren wir fertig mit der Einkleiderei. Unsere Sachen wurden in eine Kiste gepackt und auf einen Handwagen verladen. Unser Tauchlehrer (TL) f&#252;hrte uns nach drau&#223;en und setzte uns an einen Tisch. Vor uns landete ein dicker Ordner, darin waren Fragen nach dem <em>mulitpe choice</em> System. 3 Seiten lang. Die sollten wir beantworten. Er m&#252;sse eben noch mit 2 anderen Tauchsch&#252;lern reden, sagte er.  Der eine war ein Mann mittleren Alters, der den Discover Scuba Diver machte, der andere war bereits Scuba Diver und wollte weitermachen. Da sein Kurs aber schon l&#228;nger her war, wollte er mit uns noch einmal mitgehen.</p>
<p>Thorsten und ich warfen uns Blicke zu. &#8220;&#196;hm&#8221;, sagte ich, &#8220;wir haben das Buch gerade mal eine Stunde und in der Zeit haben wir es wirklich nicht geschafft, es zu lesen&#8221; , widersprach ich. &#8220;Ihr habt doch den Film gesehen oder?&#8221;, fragte der TL. &#8220;Ja&#8221;, antworteten wir im Chor, &#8220;aber der war auf englisch&#8221;. Unser TL grinste. &#8220;Na, dann werden wir ja gleich mal feststellen, wir gut euer Englisch ist&#8221;, antwortete er.</p>
<p>Also gut. Wir machten uns an die Arbeit. Und waren erstaunt. Wir hatten doch wirklich viel von dem Film behalten. Bis auf 2-3 Fragen, bei denen wir wirklich raten mussten, klappte es ganz gut.</p>
<p>Unser TL kam zur&#252;ck. Er ging mit uns Frage f&#252;r Frage durch und erkl&#228;rte alles nochmal genau. Schlie&#223;lich hatten wir es geschafft. Endlich durften wir zum Pool. Dort angekommen wollten wir nat&#252;rlich sofort loslegen. Aber&#8230;weit gefehlt. Unser TL fragte uns doch tats&#228;chlich, ob wir schwimmen k&#246;nnten.</p>
<p><em>Wie bitte?</em></p>
<p>Ich hielt das f&#252;r einen Witz. &#8220;Klar&#8221;, sagte ich. &#8220;Ja? Na dann zeigt mal&#8221;, kam von ihm zur&#252;ck.</p>
<p>Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: <em>Wie bitte?</em></p>
<p>&#8220;Das ist doch nicht dein Ernst&#8221;, sagte ich. &#8220;Doch klar, meinte er, &#8221; ihr m&#252;sst jetzt 10 min ohne Unterbrechung schwimmen. Davon muss ich mich &#252;berzeugen. Schlie&#223;lich gibt es hier Leute, die tauchen lernen wollen und bis zu dem Zeitpunkt nur bis zur Brust im Wasser waren.&#8221;</p>
<p>Ich war mir immer noch nicht sicher, ob er nur scherzte. Es war aber kein Scherz. Also gut. Wir gingen in den Pool und fingen an zu schwimmen. 10 min lang. Ohne Unterbrechung!</p>
<p>Nachdem wir die erste H&#252;rde zum Tauchschein mit Bravour genommen hatten, mussten wir uns als n&#228;chstes mit nasser Haut in unsere zweite Haut (Neopren) quetschen. Nun ging es aber endlich richtig los. Wir bekamen das Tauchger&#228;t erkl&#228;rt und mussten &#252;ben, es zusammenzubauen. Jetzt war mir immerhin mal klar, wozu man dieses omin&#246;se &#8220;Jacket&#8221; brauchte. Logischerweise musste man ja irgendwo die Flasche festmachen. Zudem sollte man unter Wasser auch auf verschiedenen H&#246;hen tauchen k&#246;nnen, und auch dazu brauchte man das Jacket, um Luft ein- und auszulassen. Klar. Wenn man es mal von der Seite betrachtet.</p>
<p>Schnapp &#8211; alle Tauchsch&#252;ler hatten ihre Flaschen am Jacket. Alle? Nein! Eine gewisse Sch&#252;lerin k&#228;mpfte mit der Schnalle. Hier m&#246;chte ich eins dazu erkl&#228;ren. Ich bin ein spezielles Pers&#246;nchen, wenn es ums Lernen geht. Ich m&#246;chte bitte NICHT auffallen, am Besten merkt man gar nicht, dass ich dabei bin. Ich m&#246;chte auch bitte NICHT, dass alle auf mich warten m&#252;ssen, und ich die Gruppe aufhalte. Und ich m&#246;chte bitte NICHT beobachtet werden, wenn ich mich dumm anstelle.</p>
<p>Die Schnalle wollte nicht umklappen. Das hei&#223;t, sie wollte schon, nur hatte ich nicht die Fertigkeit, diese widerspenstige Teil einfach umzulegen. Das Jacket rutschte &#252;ber den Boden statt dass sich die Schnalle schlo&#223;. Ungl&#252;cklicherweise merkte ich bereits die Blicke der anderen, was es nicht besser machte. Und unser TL feuerte mich auch noch mit flotten Spr&#252;chen an! Schlie&#223;lich hatte er wohl Mitleid und hielt mir das Jacket fest. Endlich klappte es.</p>
<p>Anziehen durften wir uns aber erst im Wasser. Da das Becken flach war, bef&#252;rchtete unser TL, dass wir mit Blei und Flasche die Kacheln kaputt machen k&#246;nnten, wenn wir so einfach reinspringen. Endlich war die ganze Ausr&#252;stung am Mann/Frau. Es folgte eine kleine Einf&#252;hrung, was wir unter Wasser &#252;ben w&#252;rden. Brille ausblasen, wenn Wasser eingedrungen war, Brille absetzen und ohne Brille eine Minute atmen, Unterwasserzeichen, Lungenautomaten aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen, Lungenautomaten &#8220;verlieren und wiederfinden&#8221;, Tarier&#252;bungen, atmen aus dem Automaten des anderen&#8230; da gab es eine Menge zu tun.</p>
<p>Jetzt war es soweit. Der erste Atemzug unter Wasser. Alle waren auf den Grund abgetaucht, da sollten wir uns hinsetzen. Ich blieb noch eine Sekunde l&#228;nger an der Oberfl&#228;che und lie&#223; die Sache auf mich wirken. Hoffentlich klappte alles. Ich konnte zwar stehen und w&#228;re im Notfall gleich oben, aber es war schon ein komisches Gef&#252;hl. Ich l&#228;chelte in mich hinein und tauchte ab. Im Abtauchen nahm ich den ersten Zug. Es ging! Das war ja lustig! Und ich hatte kein Wasser geschluckt! Kaum hatte ich diesen Satz zuende gedacht schluckte ich auch schon meine erste Ladung Wasser. Warum wei&#223; ich nicht. Jedenfalls bekam ich eine Hustenattacke und richtete mich sofort auf. &#220;ber Wasser hustete ich mich erst mal aus. Unser TL erschien an der Oberfl&#228;che. &#8220;Alles klar?&#8221; , fragte er. &#8221; Jaja, schon gut&#8221;, brummte ich. Ich war ver&#228;rgert. War das denn zu glauben?  Wieso musste mir immer so ein Schei&#223; passieren? Alle anderen waren doch problemlos runter gekommen. Ich lie&#223; die Luft aus dem Jacket und tauchte ab. Hoppala. Ungeschickt plumste ich b&#228;uchlings auf den Boden. Alle anderen sa&#223;en bereits. Umst&#228;ndlich rappelte ich mich auf und setzte mich dazu.</p>
<p>Nachdem wir nun endlich alle unseren Platz gefunden hatten begann der Unterricht. Was wir nacheinander taten, wei&#223; ich nicht mehr so genau. Ich wei&#223; nur, dass ich wirklich aufgeregt war. Obwohl ich wu&#223;te, dass ich mit einem Satz aus dem Wasser gewesen w&#228;re war es doch eine &#220;berwindung, seine technischen Hilfsmittel einfach abzulegen. Ich beobachtete die anderen dabei. Da ich immer die 4. in der &#220;bungsreihe war, hatte ich genug Zeit dazu. Ich stellte fest, dass alle die &#220;bungen ruhig und problemlos machten. Auch Thorsten wirkte sehr ruhig und souver&#228;n. So wollte ich das auch machen. Trotzdem merkte ich, wie mir das Adrenalin hochschoss als ich das erste Mal die Brille befluten musste. Aber erstaunlicherweise gelangen mir alle &#220;bungen genauso gut wie den anderen.</p>
<p>Wir &#252;bten lange und gr&#252;ndlich. So langsam bekam man eine Art Sicherheit, die erste Nervosit&#228;t unter Wasser hatte sich gelegt und ich begann, mich an das Medium Wasser zu gew&#246;hnen. Ich atmete einfach ohne dr&#252;ber nachzudenken, dass ich das hier eigentlich nicht k&#246;nnen d&#252;rfte. Auch wenn es etwas ungewohnt ist, durch den Mund zu atmen, mit Taucherbrille kann man nicht durch die Nase atmen. Und so langsam wurde der Mund ganz sch&#246;n trocken.</p>
<p>Schlie&#223;lich begannen die Tarier&#252;bungen. Dazu legten wir uns auf den Bauch, lie&#223;en etwas Luft in das Jacket und mussten so lange ein und ausatmen, bis wir einen 45 Grad Winkel erreichten, die Flossen blieben auf dem Boden. Das bereitete mir deutliche Schwierigkeiten. Ich &#8220;hob&#8221; zwar ab, jedoch bekam ich einen starken Rechtsdrall. St&#228;ndig drohte ich, mich &#252;ber meine rechte Schulter auf den R&#252;cken zu drehen. Mit aller Gewalt versuchte ich, mich in der Lage zu halten, es ging nicht. Ich denke, es lag daran, dass das Jacket nicht eng genug sa&#223; und mir die Flasche nach rechts verrutschte. So einfach war das also doch nicht, diese Tariererei.</p>
<p>Inzwischen wurde es immer dunkler. Ich hatte das Gef&#252;hl f&#252;r die Zeit v&#246;llig verloren. S&#228;mtliche Badeg&#228;ste waren inwzischen weg. Wir &#252;bten noch den kontrollierten Notaufstieg in der Horizontalen, aufsteigen ging nun wegen der fehlenden Tiefe nicht. Jetzt war es so dunkel, dass man seine Hand vor den Augen nicht mehr erkennen konnte. Wir tauchten auf. An der Wasseroberfl&#228;che &#252;bten wir noch das gegenseitige Abschleppen. Das war angenehm. Thorsten zog mich gerade durch den Pool, da blickte ich in den Sternenhimmel. Ich &#252;berlegte. H&#228;tte ich mir das je tr&#228;umen lassen? Dass ich mal tauchen w&#252;rde? Nein. Ich war positiv &#252;berrascht. Gelinde ausgedr&#252;ckt. Ich war eher begeistert.  Gut, die anf&#228;nglichen Patzer&#8230; aber das passierte halt. Daf&#252;r ist man Sch&#252;ler. Und das Atmen unter Wasser gefiel mir. Alles in allem war das ein sehr sch&#246;ner Tag gewesen fand ich. Diese Investition hatte sich gelohnt.</p>
<p>Wir stiegen aus dem Wasser. Augenblicklich fing ich an zu frieren. Die Sonne war weg und ein Wind war aufgekommen. Ich wollte mich so schnell wie m&#246;glich anziehen. Doch jetzt stand ich vor einem neuen Problem. Mittags hatte ich mich in den Neopren zw&#228;ngen m&#252;ssen, jetzt wollte er nicht mehr von mir weg. Was war das denn nun wieder? Stellte ich mich schon wieder bl&#246;d an? Unser TL hatte seinen bereits aus. Ich wand mich auf der Stelle hin und her, es n&#252;tzte nichts, der Anzug blieb da, wo er war. &#196;rgerlich sah ich mich um. Thorsten ging es &#228;hnlich. Dem Neopren-Breakdance nach zu urteilen schien auch er nicht mehr aus seinem Anzug  rauszukommen. Unser TL am&#252;sierte sich erst mal, dann verriet er, dass das kein unbekanntes Problem sei. Er half uns aus der Klamotte. Gott sei dank war dieses l&#228;stige Ding von meiner Haut!</p>
<p>Wir verluden unsere Sachen auf den Handkarren und gingen zur&#252;ck zum Hotelzimmer. Der n&#228;chste Tag war Feuerprobe. Unsere ersten zwei Freiwassertauchg&#228;nge standen bevor. Zuerst gl&#252;cklich &#252;ber den Tag schwatzen Thorsten und ich auf dem &#8220;Heimweg&#8221; &#252;ber das Erlebte, doch dann&#8230; wurden wir nachdenklich. Mehr dazu das n&#228;chste Mal!</p>
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		<title>Scuba Diver: Der Pooltauchgang &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neopren]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir also die Theorie mit Selbststudium unterf&#252;ttert hatten, soweit uns das m&#246;glich war, machten wir uns erneut auf zur Tauchbasis, wo uns dann unser Tauchlehrer vorgestellt wurde. Nein, es war nicht die Schweizerin. Es war ein "Freelancer". Im ersten Moment war mir das gar nicht so recht, denn so langsam merkte ich, dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir also die Theorie mit Selbststudium unterf&#252;ttert hatten, soweit uns das m&#246;glich war, machten wir uns erneut auf zur Tauchbasis, wo uns dann unser Tauchlehrer vorgestellt wurde. Nein, es war nicht die Schweizerin. Es war ein &#8220;Freelancer&#8221;. Im ersten Moment war mir das gar nicht so recht, denn so langsam merkte ich, dass ich nerv&#246;s wurde. Und etwas wortkarg.</p>
<p>Die erste H&#252;rde, die wir zu &#252;berwinden hatten, war die Ausr&#252;stung. Wir mussten etwas finden, das uns passt, ein passender Neoprenanzug, eine Tarierweste, Flossen, Brille&#8230; Ich zog an, was man mir reichte und letztlich passte auch irgendwas. Gleichzeitig wurden wir unseren &#8220;Kurskollegen&#8221; vorgestellt. Mit Annette und mir sollten noch ein Schweizer und ein Niederl&#228;nder dabei sein. Der Schweizer hatte allerdings nur das &#8220;Discover Scuba Diving&#8221;-Paket gebucht, das bedeutete, er w&#252;rde nicht alle Poollektionen mitmachen und am n&#228;chsten Tag nur einen Tauchgang machen, und nur bis f&#252;nf Meter Tiefe. Aber f&#252;nf Meter, das war ja nichts. Das hatte ich auch schon ohne Tauchausr&#252;stung geschafft. Andererseits, 12 Meter, das war mehr als doppelt so tief&#8230;</p>
<p>Der Niederl&#228;nder hingegen brauchte wohl nur noch einen &#8220;Auffrischkurs&#8221;, denn er hatte bereits einen Tauchschein. W&#228;hrend wir dann die Ausr&#252;stung anprobierten, bekam ich auf einem Ohr ein Gespr&#228;ch zwischen dem Niederl&#228;nder und unserem Tauchlehrer mit, die sich auf englisch dar&#252;ber unterhielten, dass Annettes Neoprenanzug nicht passte. &#8220;She gonna have problems with that&#8221;, sagte der Niederl&#228;nder. &#8220;I know&#8221;, war die Antwort unseres Tauchlehres, &#8220;but she wants it that way.&#8221; Hm, dachte ich mir, Annette wird schon wissen, was sie tut. Ich war viel zu sehr mit mir selbst besch&#228;ftigt, als dass ich mir darum auch noch Gedanken machen konnte.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/sheraton_miramar_pool.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-97" title="Sheraton Miramar Resort: Der Pool" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/sheraton_miramar_pool-300x225.jpg" alt="Sheraton Miramar Resort: Der Pool" width="300" height="225" /></a>Nach einer Wiederholung des Gelernten in Form von einen Test, wobei sich unter Tauchlehrer ausreichend Zeit nahm, alles mit uns durchzugehen, bis es klar war, wurde unsere Ausr&#252;stung zum Pool gebracht. Ein wirklich komisches Gef&#252;hl, diesmal auf der <em>anderen Seite</em> zu stehen, denn nun sahen andere Hotelg&#228;ste interessiert zu, was wir denn da taten. Wir fingen also an, unsere Ausr&#252;stung zu richten. Der Tauchlehrer stand uns zur Seite und erkl&#228;rte den Anf&#228;ngern geduldig, wie man das richtig macht, wie man die Pressluftflasche am Jacket befestigt, wie die Erste Stufe angeschlossen wird und so weiter. Poseidon sei Dank (oder wer auch immer im Pantheon daf&#252;r verantwortlich ist) hatte auch er, so wie seine Kollegin, eine angenehm ruhige Art an sich und erkl&#228;rte die Dinge mit viel Humor. Das Problem war nur, zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht wirklich richtig dar&#252;ber lachen. Die Nervosit&#228;t war bereits viel zu gro&#223;. Immerhin sorgte unser Tauchlehrer so auf seine ganz eigene Art daf&#252;r, dass sie nicht &#252;berhand nahm.</p>
<p>Dann kam die erste neue Erfahrung &#8211; Neopren. Man muss kr&#228;ftig dran ziehen, damit man reinkommt. Wenn man den Anzug endlich anhat und an Land steht, wird einem sehr schnell verdammt warm, vor allem in der Sonne &#196;gyptens. Sogleich kam die n&#228;chste Erfahrung, die ich bisher immer nur beschrieben bekommen hatte und die ich mir so gar nicht vorstellen konnte. Es sei n&#228;mlich, hatte man mir immer erz&#228;hlt, gar nicht so schlimm, im Neoprenanzug ins Wasser zu steigen, wenn es eine gewisse Temperatur hatte. Diese Temperatur musste nicht mal sonderlich hoch sein. Und was soll ich sagen &#8211; es ist tats&#228;chlich so. Nun hatte der Pool nat&#252;rlich trotzdem noch angenehme Temperaturen, aber auch aus anderen Erfahrungen, die ich mittlerweile gemacht habe, kann ich best&#228;tigen: Auch wenn man es nicht glaubt, das Neopren erf&#252;llt seinen Zweck. Selbst wenn es nur 5 Millimeter hat.</p>
<p>Schlie&#223;lich, ein paar Erkl&#228;rungen sp&#228;ter, kam der gro&#223;e Moment: zum ersten Mal unter Wasser gehen mit dem Regulator. Nun, eigentlich hatte ich sowas ja schon mal gemacht, aber das war zu dem Zeitpunkt etwas mehr als 15 Jahre her. Und die Situation war eine andere &#8211; diesmal wusste ich, was ich tat. Ungef&#228;hr jedenfalls. So&#8217;n bisschen. Trotzdem musste ich konzentriert bleiben, um nicht gewohnheitsm&#228;&#223;ig die Luft anzuhalten. Siehe da, es ging. Es dauerte, bis ich mich zurecht gefunden hatte mit der Ausr&#252;stung, oder sagen wir, bis die Ausr&#252;stung nicht immer nur das machte, was sie wollte, sondern ab und an auch mal auf mich h&#246;rte. Dann kamen wir zu den spezifischen &#220;bungen.</p>
<p>Der gro&#223;e Vorteil vom Pooltauchgang ist, dass man im Ernstfall schnell an der Oberfl&#228;che ist, falls etwas schiefgeht. Aber was soll ich sagen? Es ging nichts schief. Das war mir schon wieder unheimlich. Maske abnehmen, wieder aufsetzen und sie ausblasen &#8211; klappte beim ersten Mal. H&#228;? Regulator aus dem Mund nehmen, fallenlassen, wiederfinden und wieder zur&#252;ck in den Mund &#8211; klappte. Selbst die &#220;bung, bei der man die Maske abnehmen und mindestens eine Minute ohne diese durch den Regulator atmen musste, funktionierte. He, ich bin Anf&#228;nger! Ich verlange, Fehler zu machen! Ich will mich bl&#246;d anstellen! Okay, letzteres h&#228;tte ich vielleicht nicht so laut fordern sollen, denn das kam noch. Tats&#228;chlich war meine Stimmung zum ersten Mal eher positiv. Aber Zweifel blieben. Kleine, niedliche Zweifel. Zweifel, die noch wachsen sollten. Und das schneller, als mir lieb war.</p>
<p>Wir machten die Poollektionen so ausf&#252;hrlich, dass es l&#228;ngst dunkel war, als wir zum letzten Mal aus dem Wasser stiegen. Die letzten &#220;bungen hatten wir im gedimmten Licht der &#8220;kleinen&#8221; Poolbeleuchtung durchgef&#252;hrt. Jetzt, da wir rausgingen und uns des Neoprenanzugs entledigten, schaltete man die gro&#223;en Unterwasserscheinwerfer ein. Arrgh! Warum jetzt? Warum nicht fr&#252;her?</p>
<p>Die Bilanz des Tages war durchaus positiv. Der Tauchlehrer war sehr bem&#252;ht und manchmal konnte man den Eindruck bekommen, er machte bestimmte Dinge nur, um uns ein L&#228;cheln zu entlocken. Selbst unter Wasser, aber l&#228;cheln Sie mal, wenn Sie einen Regulator im Mund haben. Was mich an dem Tag allerdings sehr irritierte, war der Punkt, dass wir dem Tauchlehrer demonstrieren mussten, dass wir in der Lage waren, nicht nur zu schwimmen, sondern das auch noch zehn Minuten ohne Pause. Dabei war schwimmen doch genau das, was ich so konnte. Leichteste &#220;bung! Wie Mark Spitz! Na gut, wie ein in die Jahre gekommener Mark Spitz, der nie an Olympia teilgenommen hatte. Oder sagen wir, wie ein Badewannen-Mark-Spitz. Das trifft&#8217;s. Meine Frage, ob es denn was gebracht h&#228;tte, wenn ich mein Freischwimmerzeugnis (von 1983 oder so) mitgebracht h&#228;tte, wurde seitens des Tauchlehrers abschl&#228;gig beschieden. Der Tauchlehrer habe sich, so die Vorschriften, &#8220;pers&#246;nlich&#8221; davon zu &#252;berzeugen, dass die Sch&#252;ler schwimmen k&#246;nnen.</p>
<p>Im Dunkeln und der dadurch bedingten aufziehenden K&#228;lte mussten wir uns unserer Sachen entledigen. Also das gleiche wie am Mittag, nur umgekehrt: Raus aus dem Neopren. Hmja. Also, den Rei&#223;verschluss kriegte ich auf. Und dann? Keine Chance &#8211; ich kam nicht raus (f&#252;r die Kenner unter den Lesern: Mein Anzug hatte den Rei&#223;verschluss vorne). Ich drehte mich zu unserem Tauchlehrer um. &#8220;Gibt es da einen Trick?&#8221;, fragte ich und hoffte insgeheim, seine Antwort w&#252;rde nicht lauten: &#8220;Nein, da gibt es keinen Trick. Jeder Idiot kommt aus einem Neoprenanzug raus!&#8221; Doch tats&#228;chlich l&#228;chelte er mild und meinte: &#8220;Ja, da gibt es einen Trick: Lass Dir vom Buddy helfen!&#8221; Da Annette genug mit ihrem Anzug zu k&#228;mpfen hatte, sprang der Tauchlehrer kurzfristig in die Rolle des Buddys und zog mir das Neopren von den Schultern. Danach ging es <span style="text-decoration: line-through;">ganz einfach</span> <span style="text-decoration: line-through;">ohne Probleme</span> <span style="text-decoration: line-through;">wie geschmiert</span> zwar auch nur mit viel ziehen und zerren weiter, aber irgendwann war ich den Anzug los.</p>
<p>Nachdem wir wieder trocken waren, ging es direkt zum Abendessen und daran, das Erlebte zu verarbeiten und durch B&#252;cherstudien zu vertiefen. Wir waren jetzt &#8220;Buddys&#8221;, das hatte ich heute gelernt &#8211; Tauchpartner, die auf einander zu achten hatten. Wenn sie nicht gerade zu sehr mit sich selbst besch&#228;ftigt waren. Ooookaaaay&#8230;</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Der+Pooltauchgang+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D84+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=84&amp;md5=81246a4ab2edc61a385dbfa95c2eed62" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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