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	<title>Flat Flute Divers &#187; ABC</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Kleines Geschenk f&#252;r Annette: Herbert G&#246;rgens und seine neue Tauchausr&#252;stung</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 22:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute mal ein kleines Geschenk f&#252;r Annette von mir. Vielleicht erinnern sich ein paar der Anwesenden noch an die SAT1-Wochenshow mit Ingolf L&#252;ck und Bastian Pastewka (unter anderem!). Ein fester Bestandteil der Reihe war ein Sketch, in dem ein Reporter (Bastian Pastewka) den Fr&#252;hrentner, Vordenker und Vision&#228;r Herbert G&#246;rgens (Ingolf L&#252;ck) interviewt, was regelm&#228;&#223;ig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mal ein kleines Geschenk f&#252;r Annette von mir. Vielleicht erinnern sich ein paar der Anwesenden noch an die SAT1-Wochenshow mit Ingolf L&#252;ck und Bastian Pastewka (unter anderem!). Ein fester Bestandteil der Reihe war ein Sketch, in dem ein Reporter (Bastian Pastewka) den Fr&#252;hrentner, Vordenker und Vision&#228;r Herbert G&#246;rgens (Ingolf L&#252;ck) interviewt, was regelm&#228;&#223;ig im Chaos endete. Annette hat mir mal erz&#228;hlt, dass das immer ihre Lieblingsnummer gewesen sei, deswegen heute nur f&#252;r sie ein kleiner, spezieller Sketch &#252;ber das Tauchen&#8230;</p>
<p>&#8220;Hallo! Ich befinde mich hier im Wohnzimmer von Herrn Herbert G&#246;rgens&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Jau, hallo Tach auch! Von mir aus hier! An die Ger&#228;te zu Hause! Und an meinen Nachbarn Hein! Und anne Ilse von Spaamarkt, die mir immer so sch&#246;n lecker Fisch zur&#252;cklegen tut&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, also Herr G&#246;rgens hat ein neues Hobby angefangen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Jau! Das hab ich wohl!&#8221;</p>
<p>&#8220;&#8230;n&#228;mlich das Tauchen. Nun ist so eine Ausr&#252;stung ein ganz sch&#246;ner Batzen Geld, bis man mal alles beisammen hat, aber Herr G&#246;rgens hat da eine g&#252;nstige Alternative gefunden. Er hat sich seine Ausr&#252;stung n&#228;mlich selbst gebaut.&#8221;</p>
<p>&#8220;Jau! Und umweltfreundlich ist es auch! Weil da hab ich ganz viele Teile recy&#8230; risai&#8230; resi&#8230; wiederverwendet, ja-haa, das hab ich wohl!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, w&#252;rden Sie uns dann bitte Ihre selbstgebaute Ausr&#252;stung mal zeigen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, &#228;h&#8230; muss ich holen. Soll ich?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, nun bitte!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aaalso, hier ist das erste Teil meiner selbstgebauten Tauchausr&#252;stung!&#8221;</p>
<p>&#8220;Herr G&#246;rgens, was soll das denn? Das&#8230; das ist ja eine abges&#228;gte Leiter mit nur einer Sprosse! Was wollen Sie denn damit beim Tauchen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Na, das ist meine 1-A <em>Erste Stufe</em>! Aaaber ich hab noch was&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Herr G&#246;rgens&#8230;. was ist denn das? Das&#8230; ist ja eine Schachtel mit frittierten Tintenfischringen! Ist das f&#252;r den Hunger beim Tauchen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Neee, das is mein <em>Oktopus</em>! Und dann hab ich noch das da&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Herr G&#246;rgens, jetzt reicht es! Das da, das ist nur irgendso &#8216;ne bl&#246;de Sonnenbrille, bei der Sie CDs auf die Gl&#228;ser geklebt haben. Was soll das denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Na, das sind nicht nur irgendwelche CDs, das sind CDs von DJ Taucher, das is n&#228;mlich &#8216;ne <em>Taucher</em>-Brille! Komm ich jetz im Ferseh&#8217;n?&#8221;</p>
<p>&#8220;NEIN! Zur&#252;ck zu den Flat Flute Divers!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber wieso denn nicht&#8230;?&#8221;</p>
<p><strong>Alles Gute zum Geburtstag, Annette!</strong></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kleines+Geschenk+f%C3%BCr+Annette%3A+Herbert+G%C3%B6rgens+und+seine+neue+Tauchausr%C3%BCstung+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D137+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=137&amp;md5=9d34378cd55af00909a4466d9ead337d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Zwischen Pool und Meer &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC]]></category>
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		<category><![CDATA[Blei]]></category>
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		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun hatten die Poollektionen also gar nicht so schlecht geklappt, obwohl ich bei jeder neuen &#220;bung wieder nerv&#246;s war. An diesem Abend galt es, unser Wissen zusammen zu bringen, also das, was wir aus den Filmen und von unserem Tauchlehrer gelernt hatten, mit Hilfe des Lehrbuchs zu etwas vern&#252;nftigen zu vereinen. Erstmal jedoch gab ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hatten die Poollektionen also gar nicht so schlecht geklappt, obwohl ich bei jeder neuen &#220;bung wieder nerv&#246;s war. An diesem Abend galt es, unser Wissen zusammen zu bringen, also das, was wir aus den Filmen und von unserem Tauchlehrer gelernt hatten, mit Hilfe des Lehrbuchs zu etwas vern&#252;nftigen zu vereinen. Erstmal jedoch gab es Abendessen, und ich hatte auch Hunger. Man merkte es zwar nicht so direkt, aber es hei&#223;t nicht umsonst &#8220;Tauch<em>sport</em>&#8221; &#8211; es kostet Kraft, auch wenn wir nur im Pool herumgepaddelt waren. W&#228;hrend des Essens sprachen Annette und ich &#252;ber unsere Erlebnisse und Erfahrungen und dass die &#220;bungen so gut geklappt hatten. Und am n&#228;chsten Tag w&#252;rde es wirklich ins Meer gehen. Auf mindestens zehn Meter Tiefe&#8230; Da wurden wir dann ruhiger. Nachdenklicher.</p>
<p>So langsam fingen meine Zweifel an zu wachsen. Das war doch alles viel zu glatt gegangen. Als wir dann auf unserem Zimmer waren und das Buch durchackerten, wurde es noch schlimmer. Und so langsam kamen mir wieder die Dinge hoch, die mich bisher eigentlich davon abgehalten hatten, das Tauchen ernsthaft anzugehen. Worauf hatte ich mich da eingelassen? Nicht nur, dass ich in aller Ausf&#252;hrlichkeit an die m&#246;glichen Gefahren erinnert wurde, es kam noch mehr dazu. Der Druck nahm zu, je tiefer man ging, das wusste ich schon. Aber das Lehrbuch machte einen darauf aufmerksam, dass das Atmen schwerer wurde, je tiefer man kam. Und was die &#220;bungen f&#252;r den n&#228;chsten Tag betraf, da gab es keine Ausreden mehr. Um f&#252;r den Tauchschein g&#252;ltig zu sein, <em>mussten </em>diese in mindestens zehn Metern Tiefe gemacht werden.</p>
<p>Als wir am Abend zuvor den Entschluss gefasst hatten, den Kurs zu machen, war nat&#252;rlich auch die &#220;berlegung, wof&#252;r man so einen Schein brauchen k&#246;nnte. &#8220;Sch&#246;n-Wetter-Taucher&#8221;, das war der Begriff, den Annette ins Spiel brachte. Das war letztlich auch das, was mir sympathisch schien. Wenn man im Urlaub ist, an einem netten, warmen Gew&#228;sser mit guter Sicht (wie dem Roten Meer), einfach eine Ausr&#252;stung leihen und auf eine Exkursion gehen. Und da beim Scuba Diver der &#8220;Instructor&#8221; immer noch mit dabei sein musste, w&#228;re das ja alles kein Problem.</p>
<p>Doch je mehr ich mich in die Materie vertiefte, desto mehr beschlichen mich Zweifel, ob ich nach dem n&#228;chsten Tag &#252;berhaupt weitermachen w&#252;rde. Immerhin w&#252;rde ich dann wissen, ob es nichts f&#252;r mich ist und ich k&#246;nnte mich in Zukunft wieder auf meine bequeme Position zur&#252;ckziehen, wenn das Gespr&#228;ch darauf kommen sollte. Aber den n&#228;chsten Tag w&#252;rde ich noch durchziehen. Krieg ihn einfach rum! Das sagte ich immer wieder zu mir selbst. Doch das wurde zunehmend schwieriger. Schlie&#223;lich las ich, dass es Menschen gab, denen unter Wasser schwindlig wurde, wenn sie &#8220;schwebend&#8221; in einigen Metern H&#246;he &#252;ber dem Grund hingen. Vor allem, wenn die Sicht gut war. Wie zum Beispiel im Roten Meer. Na gro&#223;artig. Ich bin bestimmt einer der Kandidaten, denen schwindlig wird, dachte ich mir. Immerhin hatte mein Gleichgewichtssinn mir fr&#252;her dahingehend Probleme bereitet, dass ich beim Autofahren reisekrank wurde. Das verschwand zwar grundlos, als ich ein Teenager war, aber wenn ich von gro&#223;en H&#246;hen herunterblicke, kann es sein, dass mir immer noch schwindlig wird. Das hatte mit meiner H&#246;henangst zu tun.</p>
<p>Ich muss hier grunds&#228;tzlich mal etwas ausf&#252;hren. Falls es Sie nicht interessiert, dann &#252;berspringen Sie diesen Absatz einfach. Aber ich m&#246;chte nat&#252;rlich, dass Sie nach der Lekt&#252;re dieses Artikels zu sich sagen k&#246;nnen: &#8220;Mensch, bei den FlutFluteDivers, da hab ich was gelernt!&#8221; Es ist n&#228;mlich so, dass die Umgangssprache mit bestimmten Begrifflichkeiten der Psychologie sehr schludrig umgeht. Banal gesagt sind einige Dinge, die man so umgangssprachlich sagt, falsch. Zum Beispiel wenn man sagt, jemand w&#228;re &#8220;manisch depressiv&#8221;. Die meisten Menschen denken, so jemand w&#228;re &#8220;besessen&#8221;, also extrem depressiv (eben manisch). In Wirklichkeit bedeutet es aber, dass sich Phasen der Hochstimmung (Manie) mit Phasen der Niedergeschlagenheit (Depression) abwechseln. &#196;hnliches gilt, wenn jemand von &#8220;Platzangst&#8221; spricht, und dabei die &#8220;Klaustrophobie&#8221; meint, also die Angst in geschlossenen R&#228;umen. Der Begriff &#8220;Platzangst&#8221; ist ungenau und kann mit der Agoraphobie, der Angst vor gro&#223;en, leeren Pl&#228;tzen verwechselt werden.</p>
<p>Worauf will ich eigentlich hinaus? Nun, mit der &#8220;H&#246;henangst&#8221; verh&#228;lt es sich ganz &#228;hnlich. Bei der Akrophobie ist es nicht die H&#246;he an sich, sondern das Gef&#252;hl, abst&#252;rzen zu k&#246;nnen, das die Angst ausl&#246;st. Wenn ich am Rand eines Abgrunds stehe und nach unten schaue, habe ich das Gef&#252;hl, die Schwerkraft sei hier st&#228;rker, als wenn ich einen Schritt zur&#252;ck mache. Ich habe das Gef&#252;hl, die Schwerkraft hat mich am Kragen gepackt und versucht, mich herunter zu ziehen. Dabei ist es unerheblich, ob ich auf einer gerade mal zwei Meter hohen Mauer stehe oder auf einem vierzig Meter hohen Turm. Die &#8220;H&#246;henangst&#8221; sollte daher vielleicht eher &#8220;Fallangst&#8221; oder &#8220;Sturzangst&#8221; hei&#223;en.</p>
<p>Und wenn ich versuche, trotzdem nach unten zu sehen, kann es passieren, dass mir schwindlig wird. Ich konnte mir daher sehr gut vorstellen, dass das gleiche auch passiert, wenn ich schwebend &#252;ber dem Meeresboden h&#228;nge. Immerhin macht es ja nicht &#8220;plumps!&#8221; und man ist auf zehn Metern Tiefe. Man muss ja irgendwie dahin kommen. Na, das konnte ja heiter werden.</p>
<p>Was Annette betraf, so merkte ich eine gewisse Aufgeregtheit, aber wenn wir uns unterhielten, hatte ich den Eindruck, es war nicht mehr als eine Aufgeregtheit, wie sie ein Sch&#252;ler vor einer wichtigen Klassenarbeit hatte. Sie sprach zwar von den Booten und den Wracks, wegen derer sie Bedenken hatte, aber das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir waren Anf&#228;nger! Man w&#252;rde uns doch nicht sofort auf ein Wrack loslassen! Und vom Boot aus lostauchen &#8211; wir fuhren doch zu einem Riff und w&#252;rden dort irgendwo festmachen und dann von Land aus ins Wasser. Tauchboote landen doch an, oder? Bei irgendeiner Insel. Es gab doch Inseln im Roten Meer? Nat&#252;rlich gab es die, aber wurden die auch angefahren?</p>
<p>Ich hatte keine Ahnung.</p>
<p>Irgendwann half alles nichts mehr. Es war zu sp&#228;t und wir sollten schlafen. Immerhin w&#252;rde es am n&#228;chsten Morgen beizeiten losgehen. Die Nacht war unruhig, aber ich wollte mir nichts anmerken lassen. Wir gingen zum Fr&#252;hst&#252;ck, allerdings nicht ohne uns gegenseitig noch nerv&#246;ser zu machen, als wir schon waren. Die magische Zahl des Morgens war die &#8220;10&#8243;. So tief w&#252;rde es heute runtergehen. War die Decke des Speisesaals wohl zehn Meter hoch? Schon ganz sch&#246;n viel&#8230; Schlie&#223;lich kam der Schweizer noch an unserem Tisch vorbei und fragte, ob wir auch so unruhig geschlafen h&#228;tten und aufgeregt w&#228;ren. Und das fragte er, der nur auf f&#252;nf Meter gehen w&#252;rde? Sch&#246;n, dass andere Menschen auch Bedenken hatten, aber es beruhigte mich nicht wesentlich. Dann fiel mir der Tipp ein, den unser Tauchlehrer noch gegeben hatte &#8211; da wir einige Zeit mit dem Boot fahren w&#252;rden, w&#228;re es schlauer, nicht so schwer und viel zu essen, das f&#246;rdert nur die Seekrankheit. Aber es war egal &#8211; ich konnte sowieso kaum was essen.</p>
<p>Mein Kreislauf lief entgegen seiner sonstigen Gewohnheit (ich bin Hypotoniker) schon den ganzen Morgen auf Hochtouren. Und so kamen wir bei der Tauchbasis an. &#8220;Jetzt geht es loo-os!&#8221;, grinste unser Tauchlehrer breit. Der hatte gut lachen. Unsere Ausr&#252;stung war mittlerweile in Plastikkisten verstaut und wurde von uns an Bord unseres Bootes gebracht. Dann ging es tats&#228;chlich los. Schnell lie&#223;en wir das Ufer von El Gouna hinter uns. Wir fuhren irgendwo aufs Rote Meer hinaus. Gleich zu Beginn der Fahrt gab uns unser Tauchlehrer jeder einen Tauchcomputer. Ich war froh, dass ich etwas hatte, an dem ich mich festhalten konnte. W&#228;re der Tauchcomputer ein Tier gewesen, ich h&#228;tte es wahrscheinlich aus Versehen mit meinem Griff erw&#252;rgt.</p>
<p>Nach einiger Zeit setzten wir uns in der gro&#223;en Kabine des Bootes an einen Tisch. Theorie wurde wiederholt. Dann wurde das &#8220;Briefing&#8221; gemacht. Nachdem die erfahrenen Taucher, die auch mit auf der Tour waren, ihre Einf&#252;hrung &#252;ber den Tauchplatz schon erhalten hatten, kam unser Tauchlehrer zu uns. Er klappte eine in Plastik laminierte Karte auf, die&#8230;</p>
<p>&#8230;ein <em>Schiffswrack</em> zeigte.</p>
<p>Wenn mich in dem Moment jemand gefragt h&#228;tte, ob ich aus der Kirche austreten wollte &#8211; ich h&#228;tt&#8217;s gemacht. Das war ja mal wieder toll. Typisch f&#252;r die Ironie des Lebens. Und daf&#252;r zahl ich auch noch Kirchensteuern? Das Schiff hie&#223;, als es die Meere noch befahren hatte, Ghiannis D. Dann war es auf die Nordseite eines Riffs mit Namen Shab Abu Nuhas geprallt und gesunken. Ich &#228;ugte vorsichtig r&#252;ber zu Annette. Sie hatte mir von ihren Problemen mit Wracks erz&#228;hlt, lie&#223; sich aber irgendwie nichts anmerken. Oder war sie schon erstarrt? Doch es kam noch schlimmer. Unser Tauchlehrer deutete auf einen Aufbau mit Quertr&#228;ger, der von den Aufbauten hochstand und meinte, genau dort w&#252;rde unser Boot festmachen. Es w&#252;rde also genau &#252;ber dem Wrack lagern. Wir w&#252;rden vom Boot springen und an einem Seil, das unter dem Boot hing, senkrecht f&#252;nf Meter in die Tiefe in die Tiefe tauchen. Na klasse! Annette hatte Probleme mit Wracks und mit der Tatsache, unter einem Boot zu tauchen &#8211; und jetzt w&#252;rden wir bei unserem ersten Freiwassertauchgang auch noch alles beides haben? Ich war bereits so in der Rolle des &#8220;Buddys&#8221;, dass ich nicht bedachte, dass auf mich eventuell auch die eine oder andere Herausforderung zukommen k&#246;nnte.</p>
<p>Unser Tauchlehrer erkl&#228;rte unsere Route, vom Startpunkt aus in Richtung Bug des Schiffes, der in zehn Metern Tiefe liegt. Von da wieder zur&#252;ck Richtung Heck, einmal um die Br&#252;ckenaufbauten herum. Das m&#252;ssten dann so ungef&#228;hr 45 Minuten sein (mir schoss durch den Kopf: &#8220;Oh Gott, die l&#228;ngsten 45 Minuten meines Lebens!&#8221;). Anschlie&#223;end auftauchen und Fahrt zum n&#228;chsten Tauchplatz f&#252;r den zweiten Tauchgang, doch zwischen den beiden Tauchg&#228;ngen w&#252;rde es Essen geben. Essen? Ach, werft meine Portion doch gleich ins Meer. Ich w&#252;rde sowieso nichts essen k&#246;nnen. Und die Fische freuen sich bestimmt.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-113" title="Der Kampf mit dem Oktopus" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/kampf_oktopus.jpg" alt="Der Kampf mit dem Oktopus" width="322" height="405" /></a>Shab Abu Nuhas kam n&#228;her. Irgendwann mussten wir unsere Ausr&#252;stung fertig machen. Und zwar m&#246;glichst bevor die Situation eintritt, dass alle anderen schon im Wasser sind und wir noch beim Aufbauen. Also machten wir uns irgendwann dran. Bei den erfahrenen Tauchern sah das irgendwie professionell aus. Doch das, was ich tat, lie&#223; sich mehr mit &#8220;der Kampf mit dem Oktopus*&#8221; umschreiben. Endlich sa&#223; die Tarierweste auf der Flasche und schlie&#223;lich auch die Erste Stufe auf dem Ventil. Alle Schl&#228;uche waren dort, wo sie sein sollten. Schlie&#223;lich sahen wir es. Genau genommen ist Shab Abu Nuhas nicht wirklich zu &#8220;sehen&#8221;, da sich das ganze Gebilde unter Wasser befindet, aber man konnte es trotzdem gut erkennen. In einiger Entfernung von uns lagen sogar Metalltr&#252;mmer auf dem Dach des Riffs und ragten in die H&#246;he.</p>
<p>Einer der M&#228;nner von der Tauchbasis sprang ins Wasser, um unser Boot mit den Aufbauten der Ghiannis D. zu vert&#228;uen. Unser Tauchlehrer machte uns aufmerksam, dass man das Schiff schon sehen k&#246;nnte &#8211; und tats&#228;chlich! Obwohl das Wrack mindestens f&#252;nf bis zehn Meter unter uns lag, war es zu sehen. Ich hatte zwar von der guten Sicht im Roten Meer geh&#246;rt, aber das &#252;bertraf doch alles. Nun mussten wir uns endg&#252;ltig fertigmachen. Also zuallererst wieder den Neoprenanzug an. Das ging nicht wirklich besser als am Tag zuvor. Die Tarierweste nebst Flasche auf. Und so schwer bepackt gingen wir zum Heck des Tauchbootes, wo sich eine Plattform befand. Von hier aus sollte es losgehen. Der Tauchlehrer und Annette waren auch schnell im Wasser. Ich nicht.</p>
<p>Erinnern Sie sich, was ich oben &#252;ber die Schwerkraft und H&#246;henangst sagte? Man hat das Gef&#252;hl, als sei die Schwerkraft aus irgendeinem Grund st&#228;rker, wenn man am Rand steht. Nun stand ich am Rand der Plattform und hatte eine exzellente Sicht nach unten. Zwanzig Meter in die Tiefe. Und womit ich nicht gerechnet hatte, trat ein: Noch bevor wir im Wasser waren, meldete sich meine H&#246;henangst lautstark zu Wort und p&#246;belte rum. Das Gef&#252;hl, nach unten gezogen zu werden, wurde durch die schwere Ausr&#252;stung noch verst&#228;rkt. Und dann sollte ich tats&#228;chlich mit einem gro&#223;en Schritt reinspringen. Das lie&#223; mich endg&#252;ltig verkrampfen, denn das letzte, was jemand, der einen akuten H&#246;henangst-Anfall hat, m&#246;chte, ist <em>springen</em>! Genau davor hat man ja Angst.</p>
<p>Wenn ich jetzt versuche, mir ins Ged&#228;chtnis zu rufen, was genau der Tauchlehrer und / oder Annette mir in der Situation zuriefen &#8211; das gelingt mir nicht. Ich wei&#223; es nicht mehr. Ich wei&#223; nur, dass irgendwann der Gedanke die Oberhand gewann, dass es jetzt weitergehen musste. Au&#223;erdem w&#252;rde die mich von hinten bestimmt schubsen, wenn ich nicht bald freiwillig reingehe. Und das wollte ich auf keinen Fall. Wenn schon, dann von selbst!</p>
<p>Also dann! Tarierweste aufgepumpt, Regulator in den Mund, Regulator und Maske festhalten, uuuuund&#8230;</p>
<p>&#8230;ein kleiner Schritt f&#252;r die Menschheit, aber ein gro&#223;er Schritt f&#252;r mich.</p>
<p>Meine Bef&#252;rchtungen, wie ein Meteorit auf dem Deck der Ghiannis D. aufzuschlagen, bewahrheiteten sich nicht. Meine Tarierweste trug mich. Endlich war ich drin. Mir war auch schon warm geworden, so im Neopren in der prallen Sonne. Nun, unserem eigentlichen Tauchgang stand nichts mehr im Weg.</p>
<p>* F&#252;r die Nichtkenner: Als &#8220;Oktopus&#8221; wird der Ersatzregulator bezeichnet, der im Notfall f&#252;r den Partner gedacht ist, wenn diesem die Luft ausgeht. Auf dem Bild oben ist der Oktopus der Regulator mit dem gelben Schlauch, der ganz nach unten h&#228;ngt.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Scuba+Diver%3A+Zwischen+Pool+und+Meer+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D111+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=111&amp;md5=b455d8d64998ed15aa9bc9bbf1a3a5f1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scuba Diver: Der Pooltauchgang &#8211; Annettes Version</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 07:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir standen nun vor der Tauchschule. Fast so, wie bestellt und nicht abgeholt. Unsicher, was nun zu tun sei, blieben wir erst einmal stehen. Schlie&#223;lich kam der Basisleiter vorbei und schickte uns zum Einkleiden.

Ich pers&#246;nlich hatte mich vorher noch nicht einmal theoretisch mit dem Tauchen besch&#228;ftigt, insofern wu&#223;te ich nicht, was mit erwarteten w&#252;rde ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir standen nun vor der Tauchschule. Fast so, wie bestellt und nicht abgeholt. Unsicher, was nun zu tun sei, blieben wir erst einmal stehen. Schlie&#223;lich kam der Basisleiter vorbei und schickte uns zum Einkleiden.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich hatte mich vorher noch nicht einmal theoretisch mit dem Tauchen besch&#228;ftigt, insofern wu&#223;te ich nicht, was mit erwarteten w&#252;rde bzw was &#252;berhaupt alles zu einer Ausr&#252;stung geh&#246;rt. Ein junger Mann, der wohl kein deutsch sprach, reichte uns diverse Ausr&#252;stungsgegenst&#228;nde zum Anprobieren. Zuerst den Neoprenanzug. Okay, von dem hatte ich schon mal geh&#246;rt. Dann ein eigenartiges &#8220;Jacket&#8221;, eine Art Nylonweste, ein G&#252;rtel, Flossen, Brille, Schnorchel. Wir probierten und probierten. Gerade, als ich meinen auftriebsgeplagten Hintern dem Eingang entgegenstreckte, um die Flossen anzuziehen, h&#246;rte ich die freundliche Stimme eines Mannes.</p>
<p>&#8220;Hallo, ich bin euer Tauchlehrer! Wie ich sehe, probiert ihr schon eure Ausr&#252;stung an. Wie hei&#223;t ihr denn?&#8221;</p>
<p>Ich fuhr hoch. <em>Ein Mann?</em> Ehrlich gesagt war ich in dem Moment ein klein bisschen entt&#228;uscht. Ich hatte mich so auf die Tauchlehrer<em>in </em>gefreut. Vor der w&#228;re es mir nicht peinlich gewesen, meine Unsicherheiten zuzugeben. Kritisch musterte ich den Mann. Okay, er wirkte sehr sympathisch, jung war er, aber eben nicht diese vertrauenserweckende Schweizerin.</p>
<p>Was soll&#8217;s. Man muss nehmen, was man kriegt. Ich beschloss, erst mal abzuwarten bevor ich mir ein Urteil erlauben w&#252;rde.</p>
<p>Schlie&#223;lich waren wir fertig mit der Einkleiderei. Unsere Sachen wurden in eine Kiste gepackt und auf einen Handwagen verladen. Unser Tauchlehrer (TL) f&#252;hrte uns nach drau&#223;en und setzte uns an einen Tisch. Vor uns landete ein dicker Ordner, darin waren Fragen nach dem <em>mulitpe choice</em> System. 3 Seiten lang. Die sollten wir beantworten. Er m&#252;sse eben noch mit 2 anderen Tauchsch&#252;lern reden, sagte er.  Der eine war ein Mann mittleren Alters, der den Discover Scuba Diver machte, der andere war bereits Scuba Diver und wollte weitermachen. Da sein Kurs aber schon l&#228;nger her war, wollte er mit uns noch einmal mitgehen.</p>
<p>Thorsten und ich warfen uns Blicke zu. &#8220;&#196;hm&#8221;, sagte ich, &#8220;wir haben das Buch gerade mal eine Stunde und in der Zeit haben wir es wirklich nicht geschafft, es zu lesen&#8221; , widersprach ich. &#8220;Ihr habt doch den Film gesehen oder?&#8221;, fragte der TL. &#8220;Ja&#8221;, antworteten wir im Chor, &#8220;aber der war auf englisch&#8221;. Unser TL grinste. &#8220;Na, dann werden wir ja gleich mal feststellen, wir gut euer Englisch ist&#8221;, antwortete er.</p>
<p>Also gut. Wir machten uns an die Arbeit. Und waren erstaunt. Wir hatten doch wirklich viel von dem Film behalten. Bis auf 2-3 Fragen, bei denen wir wirklich raten mussten, klappte es ganz gut.</p>
<p>Unser TL kam zur&#252;ck. Er ging mit uns Frage f&#252;r Frage durch und erkl&#228;rte alles nochmal genau. Schlie&#223;lich hatten wir es geschafft. Endlich durften wir zum Pool. Dort angekommen wollten wir nat&#252;rlich sofort loslegen. Aber&#8230;weit gefehlt. Unser TL fragte uns doch tats&#228;chlich, ob wir schwimmen k&#246;nnten.</p>
<p><em>Wie bitte?</em></p>
<p>Ich hielt das f&#252;r einen Witz. &#8220;Klar&#8221;, sagte ich. &#8220;Ja? Na dann zeigt mal&#8221;, kam von ihm zur&#252;ck.</p>
<p>Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: <em>Wie bitte?</em></p>
<p>&#8220;Das ist doch nicht dein Ernst&#8221;, sagte ich. &#8220;Doch klar, meinte er, &#8221; ihr m&#252;sst jetzt 10 min ohne Unterbrechung schwimmen. Davon muss ich mich &#252;berzeugen. Schlie&#223;lich gibt es hier Leute, die tauchen lernen wollen und bis zu dem Zeitpunkt nur bis zur Brust im Wasser waren.&#8221;</p>
<p>Ich war mir immer noch nicht sicher, ob er nur scherzte. Es war aber kein Scherz. Also gut. Wir gingen in den Pool und fingen an zu schwimmen. 10 min lang. Ohne Unterbrechung!</p>
<p>Nachdem wir die erste H&#252;rde zum Tauchschein mit Bravour genommen hatten, mussten wir uns als n&#228;chstes mit nasser Haut in unsere zweite Haut (Neopren) quetschen. Nun ging es aber endlich richtig los. Wir bekamen das Tauchger&#228;t erkl&#228;rt und mussten &#252;ben, es zusammenzubauen. Jetzt war mir immerhin mal klar, wozu man dieses omin&#246;se &#8220;Jacket&#8221; brauchte. Logischerweise musste man ja irgendwo die Flasche festmachen. Zudem sollte man unter Wasser auch auf verschiedenen H&#246;hen tauchen k&#246;nnen, und auch dazu brauchte man das Jacket, um Luft ein- und auszulassen. Klar. Wenn man es mal von der Seite betrachtet.</p>
<p>Schnapp &#8211; alle Tauchsch&#252;ler hatten ihre Flaschen am Jacket. Alle? Nein! Eine gewisse Sch&#252;lerin k&#228;mpfte mit der Schnalle. Hier m&#246;chte ich eins dazu erkl&#228;ren. Ich bin ein spezielles Pers&#246;nchen, wenn es ums Lernen geht. Ich m&#246;chte bitte NICHT auffallen, am Besten merkt man gar nicht, dass ich dabei bin. Ich m&#246;chte auch bitte NICHT, dass alle auf mich warten m&#252;ssen, und ich die Gruppe aufhalte. Und ich m&#246;chte bitte NICHT beobachtet werden, wenn ich mich dumm anstelle.</p>
<p>Die Schnalle wollte nicht umklappen. Das hei&#223;t, sie wollte schon, nur hatte ich nicht die Fertigkeit, diese widerspenstige Teil einfach umzulegen. Das Jacket rutschte &#252;ber den Boden statt dass sich die Schnalle schlo&#223;. Ungl&#252;cklicherweise merkte ich bereits die Blicke der anderen, was es nicht besser machte. Und unser TL feuerte mich auch noch mit flotten Spr&#252;chen an! Schlie&#223;lich hatte er wohl Mitleid und hielt mir das Jacket fest. Endlich klappte es.</p>
<p>Anziehen durften wir uns aber erst im Wasser. Da das Becken flach war, bef&#252;rchtete unser TL, dass wir mit Blei und Flasche die Kacheln kaputt machen k&#246;nnten, wenn wir so einfach reinspringen. Endlich war die ganze Ausr&#252;stung am Mann/Frau. Es folgte eine kleine Einf&#252;hrung, was wir unter Wasser &#252;ben w&#252;rden. Brille ausblasen, wenn Wasser eingedrungen war, Brille absetzen und ohne Brille eine Minute atmen, Unterwasserzeichen, Lungenautomaten aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen, Lungenautomaten &#8220;verlieren und wiederfinden&#8221;, Tarier&#252;bungen, atmen aus dem Automaten des anderen&#8230; da gab es eine Menge zu tun.</p>
<p>Jetzt war es soweit. Der erste Atemzug unter Wasser. Alle waren auf den Grund abgetaucht, da sollten wir uns hinsetzen. Ich blieb noch eine Sekunde l&#228;nger an der Oberfl&#228;che und lie&#223; die Sache auf mich wirken. Hoffentlich klappte alles. Ich konnte zwar stehen und w&#228;re im Notfall gleich oben, aber es war schon ein komisches Gef&#252;hl. Ich l&#228;chelte in mich hinein und tauchte ab. Im Abtauchen nahm ich den ersten Zug. Es ging! Das war ja lustig! Und ich hatte kein Wasser geschluckt! Kaum hatte ich diesen Satz zuende gedacht schluckte ich auch schon meine erste Ladung Wasser. Warum wei&#223; ich nicht. Jedenfalls bekam ich eine Hustenattacke und richtete mich sofort auf. &#220;ber Wasser hustete ich mich erst mal aus. Unser TL erschien an der Oberfl&#228;che. &#8220;Alles klar?&#8221; , fragte er. &#8221; Jaja, schon gut&#8221;, brummte ich. Ich war ver&#228;rgert. War das denn zu glauben?  Wieso musste mir immer so ein Schei&#223; passieren? Alle anderen waren doch problemlos runter gekommen. Ich lie&#223; die Luft aus dem Jacket und tauchte ab. Hoppala. Ungeschickt plumste ich b&#228;uchlings auf den Boden. Alle anderen sa&#223;en bereits. Umst&#228;ndlich rappelte ich mich auf und setzte mich dazu.</p>
<p>Nachdem wir nun endlich alle unseren Platz gefunden hatten begann der Unterricht. Was wir nacheinander taten, wei&#223; ich nicht mehr so genau. Ich wei&#223; nur, dass ich wirklich aufgeregt war. Obwohl ich wu&#223;te, dass ich mit einem Satz aus dem Wasser gewesen w&#228;re war es doch eine &#220;berwindung, seine technischen Hilfsmittel einfach abzulegen. Ich beobachtete die anderen dabei. Da ich immer die 4. in der &#220;bungsreihe war, hatte ich genug Zeit dazu. Ich stellte fest, dass alle die &#220;bungen ruhig und problemlos machten. Auch Thorsten wirkte sehr ruhig und souver&#228;n. So wollte ich das auch machen. Trotzdem merkte ich, wie mir das Adrenalin hochschoss als ich das erste Mal die Brille befluten musste. Aber erstaunlicherweise gelangen mir alle &#220;bungen genauso gut wie den anderen.</p>
<p>Wir &#252;bten lange und gr&#252;ndlich. So langsam bekam man eine Art Sicherheit, die erste Nervosit&#228;t unter Wasser hatte sich gelegt und ich begann, mich an das Medium Wasser zu gew&#246;hnen. Ich atmete einfach ohne dr&#252;ber nachzudenken, dass ich das hier eigentlich nicht k&#246;nnen d&#252;rfte. Auch wenn es etwas ungewohnt ist, durch den Mund zu atmen, mit Taucherbrille kann man nicht durch die Nase atmen. Und so langsam wurde der Mund ganz sch&#246;n trocken.</p>
<p>Schlie&#223;lich begannen die Tarier&#252;bungen. Dazu legten wir uns auf den Bauch, lie&#223;en etwas Luft in das Jacket und mussten so lange ein und ausatmen, bis wir einen 45 Grad Winkel erreichten, die Flossen blieben auf dem Boden. Das bereitete mir deutliche Schwierigkeiten. Ich &#8220;hob&#8221; zwar ab, jedoch bekam ich einen starken Rechtsdrall. St&#228;ndig drohte ich, mich &#252;ber meine rechte Schulter auf den R&#252;cken zu drehen. Mit aller Gewalt versuchte ich, mich in der Lage zu halten, es ging nicht. Ich denke, es lag daran, dass das Jacket nicht eng genug sa&#223; und mir die Flasche nach rechts verrutschte. So einfach war das also doch nicht, diese Tariererei.</p>
<p>Inzwischen wurde es immer dunkler. Ich hatte das Gef&#252;hl f&#252;r die Zeit v&#246;llig verloren. S&#228;mtliche Badeg&#228;ste waren inwzischen weg. Wir &#252;bten noch den kontrollierten Notaufstieg in der Horizontalen, aufsteigen ging nun wegen der fehlenden Tiefe nicht. Jetzt war es so dunkel, dass man seine Hand vor den Augen nicht mehr erkennen konnte. Wir tauchten auf. An der Wasseroberfl&#228;che &#252;bten wir noch das gegenseitige Abschleppen. Das war angenehm. Thorsten zog mich gerade durch den Pool, da blickte ich in den Sternenhimmel. Ich &#252;berlegte. H&#228;tte ich mir das je tr&#228;umen lassen? Dass ich mal tauchen w&#252;rde? Nein. Ich war positiv &#252;berrascht. Gelinde ausgedr&#252;ckt. Ich war eher begeistert.  Gut, die anf&#228;nglichen Patzer&#8230; aber das passierte halt. Daf&#252;r ist man Sch&#252;ler. Und das Atmen unter Wasser gefiel mir. Alles in allem war das ein sehr sch&#246;ner Tag gewesen fand ich. Diese Investition hatte sich gelohnt.</p>
<p>Wir stiegen aus dem Wasser. Augenblicklich fing ich an zu frieren. Die Sonne war weg und ein Wind war aufgekommen. Ich wollte mich so schnell wie m&#246;glich anziehen. Doch jetzt stand ich vor einem neuen Problem. Mittags hatte ich mich in den Neopren zw&#228;ngen m&#252;ssen, jetzt wollte er nicht mehr von mir weg. Was war das denn nun wieder? Stellte ich mich schon wieder bl&#246;d an? Unser TL hatte seinen bereits aus. Ich wand mich auf der Stelle hin und her, es n&#252;tzte nichts, der Anzug blieb da, wo er war. &#196;rgerlich sah ich mich um. Thorsten ging es &#228;hnlich. Dem Neopren-Breakdance nach zu urteilen schien auch er nicht mehr aus seinem Anzug  rauszukommen. Unser TL am&#252;sierte sich erst mal, dann verriet er, dass das kein unbekanntes Problem sei. Er half uns aus der Klamotte. Gott sei dank war dieses l&#228;stige Ding von meiner Haut!</p>
<p>Wir verluden unsere Sachen auf den Handkarren und gingen zur&#252;ck zum Hotelzimmer. Der n&#228;chste Tag war Feuerprobe. Unsere ersten zwei Freiwassertauchg&#228;nge standen bevor. Zuerst gl&#252;cklich &#252;ber den Tag schwatzen Thorsten und ich auf dem &#8220;Heimweg&#8221; &#252;ber das Erlebte, doch dann&#8230; wurden wir nachdenklich. Mehr dazu das n&#228;chste Mal!</p>
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		<title>Scuba Diver: Der Pooltauchgang &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir also die Theorie mit Selbststudium unterf&#252;ttert hatten, soweit uns das m&#246;glich war, machten wir uns erneut auf zur Tauchbasis, wo uns dann unser Tauchlehrer vorgestellt wurde. Nein, es war nicht die Schweizerin. Es war ein "Freelancer". Im ersten Moment war mir das gar nicht so recht, denn so langsam merkte ich, dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir also die Theorie mit Selbststudium unterf&#252;ttert hatten, soweit uns das m&#246;glich war, machten wir uns erneut auf zur Tauchbasis, wo uns dann unser Tauchlehrer vorgestellt wurde. Nein, es war nicht die Schweizerin. Es war ein &#8220;Freelancer&#8221;. Im ersten Moment war mir das gar nicht so recht, denn so langsam merkte ich, dass ich nerv&#246;s wurde. Und etwas wortkarg.</p>
<p>Die erste H&#252;rde, die wir zu &#252;berwinden hatten, war die Ausr&#252;stung. Wir mussten etwas finden, das uns passt, ein passender Neoprenanzug, eine Tarierweste, Flossen, Brille&#8230; Ich zog an, was man mir reichte und letztlich passte auch irgendwas. Gleichzeitig wurden wir unseren &#8220;Kurskollegen&#8221; vorgestellt. Mit Annette und mir sollten noch ein Schweizer und ein Niederl&#228;nder dabei sein. Der Schweizer hatte allerdings nur das &#8220;Discover Scuba Diving&#8221;-Paket gebucht, das bedeutete, er w&#252;rde nicht alle Poollektionen mitmachen und am n&#228;chsten Tag nur einen Tauchgang machen, und nur bis f&#252;nf Meter Tiefe. Aber f&#252;nf Meter, das war ja nichts. Das hatte ich auch schon ohne Tauchausr&#252;stung geschafft. Andererseits, 12 Meter, das war mehr als doppelt so tief&#8230;</p>
<p>Der Niederl&#228;nder hingegen brauchte wohl nur noch einen &#8220;Auffrischkurs&#8221;, denn er hatte bereits einen Tauchschein. W&#228;hrend wir dann die Ausr&#252;stung anprobierten, bekam ich auf einem Ohr ein Gespr&#228;ch zwischen dem Niederl&#228;nder und unserem Tauchlehrer mit, die sich auf englisch dar&#252;ber unterhielten, dass Annettes Neoprenanzug nicht passte. &#8220;She gonna have problems with that&#8221;, sagte der Niederl&#228;nder. &#8220;I know&#8221;, war die Antwort unseres Tauchlehres, &#8220;but she wants it that way.&#8221; Hm, dachte ich mir, Annette wird schon wissen, was sie tut. Ich war viel zu sehr mit mir selbst besch&#228;ftigt, als dass ich mir darum auch noch Gedanken machen konnte.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/sheraton_miramar_pool.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-97" title="Sheraton Miramar Resort: Der Pool" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/sheraton_miramar_pool-300x225.jpg" alt="Sheraton Miramar Resort: Der Pool" width="300" height="225" /></a>Nach einer Wiederholung des Gelernten in Form von einen Test, wobei sich unter Tauchlehrer ausreichend Zeit nahm, alles mit uns durchzugehen, bis es klar war, wurde unsere Ausr&#252;stung zum Pool gebracht. Ein wirklich komisches Gef&#252;hl, diesmal auf der <em>anderen Seite</em> zu stehen, denn nun sahen andere Hotelg&#228;ste interessiert zu, was wir denn da taten. Wir fingen also an, unsere Ausr&#252;stung zu richten. Der Tauchlehrer stand uns zur Seite und erkl&#228;rte den Anf&#228;ngern geduldig, wie man das richtig macht, wie man die Pressluftflasche am Jacket befestigt, wie die Erste Stufe angeschlossen wird und so weiter. Poseidon sei Dank (oder wer auch immer im Pantheon daf&#252;r verantwortlich ist) hatte auch er, so wie seine Kollegin, eine angenehm ruhige Art an sich und erkl&#228;rte die Dinge mit viel Humor. Das Problem war nur, zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht wirklich richtig dar&#252;ber lachen. Die Nervosit&#228;t war bereits viel zu gro&#223;. Immerhin sorgte unser Tauchlehrer so auf seine ganz eigene Art daf&#252;r, dass sie nicht &#252;berhand nahm.</p>
<p>Dann kam die erste neue Erfahrung &#8211; Neopren. Man muss kr&#228;ftig dran ziehen, damit man reinkommt. Wenn man den Anzug endlich anhat und an Land steht, wird einem sehr schnell verdammt warm, vor allem in der Sonne &#196;gyptens. Sogleich kam die n&#228;chste Erfahrung, die ich bisher immer nur beschrieben bekommen hatte und die ich mir so gar nicht vorstellen konnte. Es sei n&#228;mlich, hatte man mir immer erz&#228;hlt, gar nicht so schlimm, im Neoprenanzug ins Wasser zu steigen, wenn es eine gewisse Temperatur hatte. Diese Temperatur musste nicht mal sonderlich hoch sein. Und was soll ich sagen &#8211; es ist tats&#228;chlich so. Nun hatte der Pool nat&#252;rlich trotzdem noch angenehme Temperaturen, aber auch aus anderen Erfahrungen, die ich mittlerweile gemacht habe, kann ich best&#228;tigen: Auch wenn man es nicht glaubt, das Neopren erf&#252;llt seinen Zweck. Selbst wenn es nur 5 Millimeter hat.</p>
<p>Schlie&#223;lich, ein paar Erkl&#228;rungen sp&#228;ter, kam der gro&#223;e Moment: zum ersten Mal unter Wasser gehen mit dem Regulator. Nun, eigentlich hatte ich sowas ja schon mal gemacht, aber das war zu dem Zeitpunkt etwas mehr als 15 Jahre her. Und die Situation war eine andere &#8211; diesmal wusste ich, was ich tat. Ungef&#228;hr jedenfalls. So&#8217;n bisschen. Trotzdem musste ich konzentriert bleiben, um nicht gewohnheitsm&#228;&#223;ig die Luft anzuhalten. Siehe da, es ging. Es dauerte, bis ich mich zurecht gefunden hatte mit der Ausr&#252;stung, oder sagen wir, bis die Ausr&#252;stung nicht immer nur das machte, was sie wollte, sondern ab und an auch mal auf mich h&#246;rte. Dann kamen wir zu den spezifischen &#220;bungen.</p>
<p>Der gro&#223;e Vorteil vom Pooltauchgang ist, dass man im Ernstfall schnell an der Oberfl&#228;che ist, falls etwas schiefgeht. Aber was soll ich sagen? Es ging nichts schief. Das war mir schon wieder unheimlich. Maske abnehmen, wieder aufsetzen und sie ausblasen &#8211; klappte beim ersten Mal. H&#228;? Regulator aus dem Mund nehmen, fallenlassen, wiederfinden und wieder zur&#252;ck in den Mund &#8211; klappte. Selbst die &#220;bung, bei der man die Maske abnehmen und mindestens eine Minute ohne diese durch den Regulator atmen musste, funktionierte. He, ich bin Anf&#228;nger! Ich verlange, Fehler zu machen! Ich will mich bl&#246;d anstellen! Okay, letzteres h&#228;tte ich vielleicht nicht so laut fordern sollen, denn das kam noch. Tats&#228;chlich war meine Stimmung zum ersten Mal eher positiv. Aber Zweifel blieben. Kleine, niedliche Zweifel. Zweifel, die noch wachsen sollten. Und das schneller, als mir lieb war.</p>
<p>Wir machten die Poollektionen so ausf&#252;hrlich, dass es l&#228;ngst dunkel war, als wir zum letzten Mal aus dem Wasser stiegen. Die letzten &#220;bungen hatten wir im gedimmten Licht der &#8220;kleinen&#8221; Poolbeleuchtung durchgef&#252;hrt. Jetzt, da wir rausgingen und uns des Neoprenanzugs entledigten, schaltete man die gro&#223;en Unterwasserscheinwerfer ein. Arrgh! Warum jetzt? Warum nicht fr&#252;her?</p>
<p>Die Bilanz des Tages war durchaus positiv. Der Tauchlehrer war sehr bem&#252;ht und manchmal konnte man den Eindruck bekommen, er machte bestimmte Dinge nur, um uns ein L&#228;cheln zu entlocken. Selbst unter Wasser, aber l&#228;cheln Sie mal, wenn Sie einen Regulator im Mund haben. Was mich an dem Tag allerdings sehr irritierte, war der Punkt, dass wir dem Tauchlehrer demonstrieren mussten, dass wir in der Lage waren, nicht nur zu schwimmen, sondern das auch noch zehn Minuten ohne Pause. Dabei war schwimmen doch genau das, was ich so konnte. Leichteste &#220;bung! Wie Mark Spitz! Na gut, wie ein in die Jahre gekommener Mark Spitz, der nie an Olympia teilgenommen hatte. Oder sagen wir, wie ein Badewannen-Mark-Spitz. Das trifft&#8217;s. Meine Frage, ob es denn was gebracht h&#228;tte, wenn ich mein Freischwimmerzeugnis (von 1983 oder so) mitgebracht h&#228;tte, wurde seitens des Tauchlehrers abschl&#228;gig beschieden. Der Tauchlehrer habe sich, so die Vorschriften, &#8220;pers&#246;nlich&#8221; davon zu &#252;berzeugen, dass die Sch&#252;ler schwimmen k&#246;nnen.</p>
<p>Im Dunkeln und der dadurch bedingten aufziehenden K&#228;lte mussten wir uns unserer Sachen entledigen. Also das gleiche wie am Mittag, nur umgekehrt: Raus aus dem Neopren. Hmja. Also, den Rei&#223;verschluss kriegte ich auf. Und dann? Keine Chance &#8211; ich kam nicht raus (f&#252;r die Kenner unter den Lesern: Mein Anzug hatte den Rei&#223;verschluss vorne). Ich drehte mich zu unserem Tauchlehrer um. &#8220;Gibt es da einen Trick?&#8221;, fragte ich und hoffte insgeheim, seine Antwort w&#252;rde nicht lauten: &#8220;Nein, da gibt es keinen Trick. Jeder Idiot kommt aus einem Neoprenanzug raus!&#8221; Doch tats&#228;chlich l&#228;chelte er mild und meinte: &#8220;Ja, da gibt es einen Trick: Lass Dir vom Buddy helfen!&#8221; Da Annette genug mit ihrem Anzug zu k&#228;mpfen hatte, sprang der Tauchlehrer kurzfristig in die Rolle des Buddys und zog mir das Neopren von den Schultern. Danach ging es <span style="text-decoration: line-through;">ganz einfach</span> <span style="text-decoration: line-through;">ohne Probleme</span> <span style="text-decoration: line-through;">wie geschmiert</span> zwar auch nur mit viel ziehen und zerren weiter, aber irgendwann war ich den Anzug los.</p>
<p>Nachdem wir wieder trocken waren, ging es direkt zum Abendessen und daran, das Erlebte zu verarbeiten und durch B&#252;cherstudien zu vertiefen. Wir waren jetzt &#8220;Buddys&#8221;, das hatte ich heute gelernt &#8211; Tauchpartner, die auf einander zu achten hatten. Wenn sie nicht gerade zu sehr mit sich selbst besch&#228;ftigt waren. Ooookaaaay&#8230;</p>
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		<title>Wie alles begann&#8230; &#8211; Annettes Version</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 07:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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		<description><![CDATA[Tauchen...

...abtauchen in eine andere Welt.

Wie kommt man zu so einer Sportart?

Thorsten erz&#228;hlte mir von dieser neuen Webseite und der Idee, unseren taucherischen Werdegang zu dokumentieren. Ungeschminkt und unzensiert. Ich hielt das f&#252;r eine gute Idee. Erst einmal wird der ein oder andere Leser, der selber schon taucht, herzlich &#252;ber uns lachen k&#246;nnen, genauso wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Tauchen&#8230;</em></strong></p>
<p><em>&#8230;abtauchen in eine andere Welt</em>.</p>
<p>Wie kommt man zu so einer Sportart?</p>
<p>Thorsten erz&#228;hlte mir von dieser neuen Webseite und der Idee, unseren taucherischen Werdegang zu dokumentieren. Ungeschminkt und unzensiert. Ich hielt das f&#252;r eine gute Idee. Erst einmal wird der ein oder andere Leser, der selber schon taucht, herzlich &#252;ber uns lachen k&#246;nnen, genauso wie wir selber &#252;ber uns lachen. Und vielleicht findet auch ein Nicht-Taucher daraufhin den Mut, es doch mal auszuprobieren.</p>
<p>Nun&#8230; die Grundvoraussetzung zum Tauchen ist nat&#252;rlich die Vorliebe zum Wassersport. Diese scheint bei mir in den Genen zu liegen. Meine Mutter erz&#228;hlte mir einmal, dass es sehr einfach war, mich als Baby zu beruhigen, wenn ich schrie. Einfach Wasser in die Wanne laufen lassen und das Kind hineinsetzen&#8230; schon hatte ich wohl alles, was ich damals brauchte.</p>
<p>Ich wohnte damals mit meinen Eltern und meiner Schwester in der N&#228;he von D&#252;sseldorf. In den Sommerferien fuhren wir alle Mann jedes Jahr an den Bodensee&#8230; meine Mutter war dort aufgewachsen. Als ich gerade mal zwei Jahre alt war, ging meine Mutter mit mir und meiner Schwester im Sommer zum Baden. Sie ging zum Strand, stellte mich bis zu den Knien ins Wasser, damit ich mich schon mal an die K&#228;lte gew&#246;hnen konnte, und drehte sich um, um meiner Schwester die Schwimmfl&#252;gel anzulegen. Danach wollte sie sich zu mir runter b&#252;cken &#8211; und erschrak. Annettchen war weg. Sie trieb kopfunter auf der Wasseroberfl&#228;che. Und paddelte wie ein Hund. Nur der Hintern guckte noch aus dem Wasser heraus. Tja&#8230;. vermutlich hatte damals mein Hintern schon den gr&#246;&#223;ten Auftrieb.</p>
<p>Entsetzt riss sie mich aus dem Wasser. Damit tat sie mir aber keinen Gefallen. Ich schrie wie am Spie&#223;. Und wollte wieder unter Wasser. Damit war der Grundstein zum Tauchen gelegt.</p>
<p>Wieso also habe ich erst mit 39 Jahren angefangen zu tauchen, wenn ich schon so fr&#252;h Ambitionen dazu hatte? Die Frage ist einfach zu beantworten. <em>Der gr&#246;&#223;te Feind des Menschen ist er selbst</em>! Die Hindernisse hatte ich mir selbst in den Weg gelegt.</p>
<p>Aus v&#246;llig ungekl&#228;rten Umst&#228;nden entwickelte ich als Kind eine gro&#223;e Furcht vor Schiffen. Nicht vor den Schiffen, die man <em>&#252;ber</em> Wasser sehen kann, nein, ich hatte Horror vor der Vorstellung, ein Schiff von <em>unten </em>zu sehen. Und nat&#252;rlich die Wracks. Das war mir unheimlich, gruselig, und ich wollte das gar nicht sehen. H&#228;tte man mir zu der Zeit eine Million Euro geboten, ich h&#228;tte es nicht fertig gebracht, unter einem stehenden, kleinen Tauchboot durchzutauchen. NIEMALS!</p>
<p>Statt dessen lernte ich als Jugendliche Windsurfen. Das hat mir auch sehr viel Spa&#223; gemacht. Und es war <em>&#252;ber</em> Wasser!</p>
<p>Selbst mit zunehmenden Alter und - man sollte meinen &#8211; zunehmender Vernunft &#8211; konnte ich mir diese bl&#246;de Schiffsangst nicht abgew&#246;hnen. 1997 kam der &#8220;neue&#8221; Titanic Film im Kino. Ich &#252;berlegte mir wirklich, ob ich mir das &#252;berhaupt antun kann. Oder ob ich dann wieder n&#228;chtelang kein Auge zu kriegen w&#252;rde wegen der Untergangsszene. Leider war aber eine meiner Freundinnen so begeistert von dem Film ( er sei ja <em>sooo</em> realistisch), dass sie f&#252;r das kommende Wochenende Karten f&#252;rs Kino besorgt hatte. Auch f&#252;r mich. Ich m&#252;sse das sehen.</p>
<p><em>Wirklich?</em></p>
<p>Davon war ich noch gar nicht so &#252;berzeugt. Im Kino sieht alles noch realistischer aus. Allein durch die Gr&#246;&#223;e des Bildes. Aber&#8230;ich konnte ihr doch nicht sagen, dass ich <em>Angst</em> davor hatte! Also, ein bisschen Stolz besitze sogar ich!</p>
<p>Tapfer kam ich an diesem Wochenende zum verabredeten Kino. Der Film war sch&#246;n gemacht, doch dann&#8230; kam die Untergangsszene. Das ganze Kino schwieg betroffen, w&#228;hrend ich hektisch an den Fingern&#228;geln kaute und nur hoffte, dass diese Szene dann bald vorbei ist. Ich fokussierte noch nicht einmal richtig, ich konnte die Szene so nur verschwommen sehen, aber das reichte mir schon. Mehr wollte ich doch gar nicht.</p>
<p>Das Tauchen war noch weit entfernt. Aber die Liebe zum Wassersport war schon immer da. Und &#8211; ich war erstaunt als ich davon erfuhr, bei Thorsten auch.</p>
<p>Thorsten und ich lernten uns vor 20 Jahren beruflich kennen. Damals hatten wir aber kaum Kontakt. Mitte der 90ger Jahre trafen wir wieder aufeinander, und da lernten wir uns richtig kennen. Schnell merkten wir, dass wir uns gegenseitig inspirieren konnten, oft redeten wir n&#228;chtelang &#252;ber Gott und die Welt. Und dann kam es raus: Auch Thorsten liebte das Wasser. Daraufhin versuchten wir &#8211; ungelogen &#8211; einmal zusammen schwimmen zu gehen. Wie lange wir versuchten, einen gemeinsamen Termin zu finden wollen Sie wissen? Och&#8230; so 4 bis 5 Jahre vielleicht&#8230;</p>
<p>2008 hatten wir dann genug. So ging das doch nicht weiter! Die Buchungskataloge kamen auf den Tisch, es w&#228;re doch gelacht, wenn wir nicht einmal zusammen schwimmen gehen w&#252;rden! Und wenn es nicht in Deutschland ist&#8230; dann eben woanders. Unsere Wahl fiel auf die Isla Maguerita (Venezuela) in der Karibik. Baden und schnorcheln&#8230; das hatte ich zwar auch noch nie gemacht (es k&#246;nnte ja ein Schiff vorbeifahren, wenn ich den Kopf grad unter Wasser hab), aber das w&#252;rde ich hinkriegen. Bestimmt sogar.</p>
<p>Leider&#8230; wurde aber die politische Lage in Venezuela etwas unberechenbar zu der Zeit, zu der wir dort hin wollten. Also entschlossen wir uns kurzerhand um, und buchten &#196;gypten &#8211; das Rote Meer. Auch gut zum Schnorcheln. Perfekt! Der Abflugtag r&#252;ckte n&#228;her&#8230; da fiel mir ein, dass man zum Schnorcheln vielleicht auch noch einen Schnorchel braucht. Wie Sie merken, bin ich manchmal etwas unsortiert. Daf&#252;r kann ich aber in den folgenden Berichten noch bessere Beispiele liefern. Also, um auf den Schnorchel zur&#252;ckzukommen, hetzte ich am letzten Tag vor dem Abflug noch in das ans&#228;ssige Sportgesch&#228;ft und deckte mich mit Brille und Schnorchel ein. Flossen? Also bitte &#8211; ein Flatflutediver braucht doch zum Schnorcheln keine Flossen! An die hatte ich gar nicht gedacht.</p>
<p>Zu Hause angekommen packte ich selbstverst&#228;ndlich auf den letzten Dr&#252;cker meinen Koffer. Ein Wunder, dass ich alles dabei hatte. Und dann ging es Richtung Flughafen. Das Abenteuer konnte beginnen!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Wie+alles+begann%E2%80%A6+%E2%80%93+Annettes+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D33+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=33&amp;md5=3dd25e9a6dbb61899cb28fea0a8af0b2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie alles begann&#8230; &#8211; Thorstens Version</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 07:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA["Vier Wochen sp&#228;ter las ich in der Illustrierten dann
v&#246;llig sprachlos, wie das alles mit mir begann!"

Reinhard Mey: "Die Homestory"

Wenn man den Werdegang betrachten will, wie wir zum Tauchen kamen, muss man nat&#252;rlich zur&#252;ckgehen bis an die Anf&#228;nge. Unser Tauchlehrer erz&#228;hlte uns, er h&#228;tte schon Tauchsch&#252;ler gehabt, die sich bis zum Tauchkurs noch nicht mal ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Vier Wochen sp&#228;ter las ich in der Illustrierten dann<br />
v&#246;llig sprachlos, wie das alles mit mir begann!&#8221;</p>
<p>Reinhard Mey: &#8220;Die Homestory&#8221;</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/tr_1972_klein.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-55" title="Anfang 1970er Jahre - die Anf&#228;nge" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/06/tr_1972_klein-146x300.jpg" alt="Anfang 1970er Jahre - die Anf&#228;nge" width="146" height="300" /></a>Wenn man den Werdegang betrachten will, wie wir zum Tauchen kamen, muss man nat&#252;rlich zur&#252;ckgehen bis an die Anf&#228;nge. Unser Tauchlehrer erz&#228;hlte uns, er h&#228;tte schon Tauchsch&#252;ler gehabt, die sich bis zum Tauchkurs noch nicht mal getraut h&#228;tten, den Kopf unter Wasser zu nehmen, aber unbedingt tauchen lernen wollten. Was Annette und mich betrifft, war das ein wenig anders und es ist ein Wunder, dass es so lange dauerte, bis wir dieses Hobby &#252;berhaupt anfingen.</p>
<p>Was mich betrifft, irgendwie hatte ich immer schon eine besondere Affinit&#228;t zum Wasser. 1972 fanden die Olympischen Spiele in M&#252;nchen statt und wie man mir berichtete (ich kann mich daran leider nicht mehr so genau erinnern), sa&#223; ich im zarten Alter von zwei Jahren mit meiner Mutter vor dem Bildschirm und feuerte <a title="Wikipedia: Mark Spitz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Spitz" target="_blank">Mark Spitz</a> an, den bekannten amerikanischen Schwimmer. Beim n&#228;chsten Wannenbad versuchte ich, ihm nachzueifern und durchpfl&#252;gte die Wanne in einer Art improvisierten Kraulstil. Stolz verk&#252;ndete ich meiner Oma, die zu dem Zeitpunkt die Badeaufsicht hatte, ich w&#252;rde schwimmen wie Mark Spitz. Nun war meine Oma w&#228;hrend der Olympiade im Krankenhaus gewesen, und damals war es noch nicht so, dass es Fernseher in den Krankenzimmern gegeben h&#228;tte. Sie hatte die ganzen Spiele verpasst und wusste daher nicht, wer Mark Spitz war. Und ich war pickiert. Wie konnte sie sowas nicht wissen?</p>
<p>Tats&#228;chlich bekam ich nur wenige Jahre sp&#228;ter meine erste Schnorchelausr&#252;stung, an die ich mich noch erinnere, als w&#228;r&#8217;s gestern gewesen. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es so war, aber ich vermute, sie war ein Merchandise-Artikel der Fernsehserie &#8220;<a title="Wikipedia: Flipper (Fernsehserie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flipper_(Fernsehserie)" target="_blank">Flipper</a>&#8220;. Es war eine ovale, blaue Taucherbrille mit durchgehendem Glas, ein blauer Schnorchel und genauso blaue Flossen. Zumindest auf der Taucherbrille, ich glaube aber, auf den Flossen ebenso, war ein Logo angebracht, in dem der Schriftzug &#8220;Flipper&#8221; stand. Au&#223;erdem benutzen die beiden Jungs aus &#8220;Flipper&#8221; immer solche Masken, wenn sie tauchen gingen. Meine neue Ausr&#252;stung er&#246;ffnete ganz neue Badewannen-Dimensionen, vom Schwimmbad mal ganz abgesehen. Schlie&#223;lich auch im Bodensee, denn dort wohnten wir seit dem Jahr in dem besagte Olympiade stattgefunden hatte. Irgendwann jedoch war das Gummi der Maske so br&#252;chig, dass das Maskenband riss, au&#223;erdem war sie undicht. Sie ging den Weg allen Irdischen.</p>
<p>Zum ersten Mal &#8211; ich war mittlerweile irgendwo zwischen sieben und zehn Jahren alt &#8211; erwachte in mir die Faszination f&#252;r den Tauchsport. Damals lief im Fernsehen (zu einer Zeit, in der es nur ein paar wenige Sender gab) eine Serie, in der die verschiedenen Aspekte des Tauchens abgehandelt wurden, wie es funktioniert, was man so machen und sehen kann und welche Ausr&#252;stung es gibt. Diese Serie verfolgte ich mit Begeisterung, nur die Folge &#252;ber Tauchunf&#228;lle fand ich gruselig. Tauchen ist nicht ungef&#228;hrlich, das lernte ich damals.</p>
<p>Und wie gesagt, wir lebten am Bodensee. Es verging kein Jahr, in dem nicht &#252;ber mindestens einen Tauchunfall gro&#223; berichtet wurde, noch dazu, da das Gebiet um den so genannten &#8220;<a title="Wikipedia: Teufelstisch (Bodensee)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelstisch_(Bodensee)" target="_blank">Teufelstisch</a>&#8221; damals noch nicht gesperrt war und dort immer wieder Taucher verloren gingen. Das fl&#246;&#223;te mir einigerma&#223;en Respekt vor dem See ein. Meine Oma meinte mal, sie sei immer der Ansicht gewesen, dass ich irgendwann das Tauchen anfangen w&#252;rde, aber auch sie h&#228;tte Sorge gehabt, wenn sie gewusst h&#228;tte, ich w&#228;re im Bodensee unterwegs. Nun, immerhin sollte sie sp&#228;t recht behalten, aber zu den Zeitpunkt leider nicht mehr lang genug leben, um es richtig mitzubekommen.</p>
<p>Zur&#252;ck in die Vergangenheit: Mein Respekt vor dem Bodensee war gro&#223; genug, den Tauchsport nie ernsthaft in Erw&#228;gung zu ziehen. Als Teenager hatte ich dann eine Jugendzeitschrift abonniert, in der es eine Serie &#252;ber das Schnorcheln gab. Dort wurde einem alles erkl&#228;rt, wie man mit Flossen richtig schwimmt, Druckausgleich macht&#8230; und so weiter. Seit meiner &#8220;Flipper&#8221;-Ausr&#252;stung hatte ich immer nur Taucherbrillen gehabt, nun war aber wieder eine ganze Schnorchelausstattung f&#228;llig. Mit einem Freund erforschte ich die Unterwasser-Welt des &#220;berlinger Strandbad West in Bereichen, wo ich mich sicher f&#252;hlte, nicht ahnend, dass dort auch eine junge Dame zum Schwimmen ging, die ich erst etwas sp&#228;ter kennenlernen sollte.</p>
<p>Die junge Dame hie&#223; Annette. Anfang der 1990er Jahre traf ich sie zum ersten Mal aus beruflichen Gr&#252;nden: Ich war Zivildienstleistender beim Rettungsdienst, sie eine Ehrenamtliche. Aber wirklich kennengelernt haben wir uns damals nicht, ich wusste zwar, wer sie war, mehr aber auch nicht. Nach dem Zivildienst machte ich weiter beim Rettungsdienst und musste erst einmal die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren. Daher verloren wir uns aus den Augen. Und das Tauchen? Nun, eine gewisse Faszination war geblieben. Auf der Rettungsdienstschule gab es ein paar Pflichtb&#252;cher und ein paar &#8220;kann man sich anschaffen, wenn man sich daf&#252;r interessiert&#8221;-B&#252;cher. Die Pflichtb&#252;cher bekamen wir nat&#252;rlich alle. Und von den anderen B&#252;chern schaffte ich mir neben einem fotografischen Atlas der menschlichen Anatomie ausgerechnet ein Buch &#252;ber Tauchnotf&#228;lle an. Auch noch eins, das auf Spezialpapier gedruckt war &#8211; es war n&#228;mlich eigentlich f&#252;r Taucher gedacht, die es f&#252;r den Ernstfall dabei haben sollten (nicht unter Wasser, falls Sie das fragen! Es war aber wassergesch&#252;tzt, damit ihm Spritzwasser nichts ausmacht).</p>
<p>Dann kam die Pr&#252;fungswoche auf der Rettungsdienstschule. Zu diesem Zeitpunkt feierte das <a title="Panorama-Bad Freudenstadt / Schwarzwald" href="http://www.panorama-bad.de/" target="_blank">Panorama-Bad in Freudenstadt</a> gerade ein Jubil&#228;um. Freudenstadt lag in der der N&#228;he der Rettungsdienstschule und ein paar der Azubis gingen eines Nachmittags zum Schwimmen. Just an diesem Nachmittag veranstaltete die &#246;rtliche DLRG im Hauptbecken des Bads ein &#8220;Schnuppertauchen&#8221;. Und diesmal packte es mich, es endlich mal auszuprobieren. Es war faszinierend, auf den Grund des Beckens abzusinken und einfach weiterzuatmen. Und dann schwamm ich &#8211; begleitet von einer Sicherheitstaucherin und einem weiteren Schnuppertaucher &#8211; die ganze L&#228;nge des Beckens durch uns wieder zur&#252;ck. Ich war elektrisiert, aber offenbar nicht genug. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass wir eben mitten in den Pr&#252;fungen waren, und ich andere Dinge im Kopf hatte, als auch noch das Tauchen anzufangen. &#220;berhaupt &#8211; wo denn? Etwa im Bodensee?</p>
<p>Denn was den See betraf, da hatte ich bald drauf ein unsch&#246;nes Erlebnis, als wir w&#228;hrend meines Praktikums einen Notfall mit einem Taucher hatten. Wir &#252;bernahmen ihn von einer Rettungsbesatzung eines Polizeibootes und brausten mit Signal zum Krankenhaus nach &#220;berlingen, w&#228;hrend ich unabl&#228;ssig seinen Brustkorb komprimierte. Doch er schaffte es nicht. Tauchen war nicht ungef&#228;hrlich, das wurde mir auf diese Weise wieder vor Augen gef&#252;hrt.</p>
<p>Meine folgende Karriere beim Rettungsdienst verlief aus verschiedensten Gr&#252;nden, auf die ich keinen Einfluss hatte, etwas wirr. Doch ob es nun Schicksal war oder nicht, es f&#252;hrt dazu, dass sich mein Weg erneut mit dem von Annette kreuzte, wieder beruflich, doch diesmal an einem anderen Ort. Diesmal lernten wir uns besser kennen und merkten, wie wir auf einer Wellenl&#228;nge lagen. Im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur, dass wir die Nachtdienste davonreden konnten, wenn gerade nichts los war, sondern auch weil wir durch Zufall feststellten, dass wir beide rechte &#8220;Wasserratten&#8221; waren (eine Bezeichnung, die man eigentlich nur Kindern zuteil werden l&#228;sst, da ich aber leider keine entsprechende Bezeichnung f&#252;r Erwachsene gefunden habe, verwende ich sie hier einfach mal). Da sollte man doch eigentlich zusammen schwimmen gehen&#8230; irgendwann&#8230;</p>
<p>Jahr f&#252;r Jahr im Flug verging. Nein, ich scherze nicht. Wir kriegten es nicht auf die Reihe. Bis pl&#246;tzlich die Idee entstand, wenn schwimmen, dann vielleicht richtig. In einem Urlaub. Schwimmen, schnorcheln&#8230; Meer, Sonne&#8230; Malediven, Seychellen&#8230; so was in der Art. Das hatte sich allerdings ziemlich schnell erledigt, als die Preise f&#252;r den Urlaub, den wir uns vorstellten, in astronomische H&#246;hen schnellten. Unser n&#228;chstes Ziel war die Karibik, Venezuela. Dann jedoch brach der <a title="Wikipedia: Georgienkonflikt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georgienkonflikt" target="_blank">Georgienkonflikt</a> aus und der Pr&#228;sident Venezuelas wollte seine Verbundenheit zu Russland durch ein gro&#223; angelegtes Seeman&#246;ver demonstrieren &#8211; ausgerechnet in der Zeit, in der wir unseren Urlaub nehmen wollten. Au&#223;erdem gab es noch ein paar andere Dinge, die einen entspannten Urlaub st&#246;ren k&#246;nnten. Nun, das Man&#246;ver fand dann doch nicht statt, aber wir hatten bereits umgebucht auf &#196;gypten. &#196;gypten kannte ich schon, da war ich zuvor schon mal gewesen. Rotes Meer. Hurghada. Durch einen Zufall waren wir auf ein Hotel in El Gouna gekommen (<a title="Sheraton Miramar Resort, El Gouna" href="http://www.ep-blog.de/2009/05/10/sheraton-miramar-resort-el-gouna-venedig-am-roten-meer/" target="_blank">mehr &#252;ber den Zufall und das Hotel lesen Sie hier</a>), das &#252;ber einen eigenen Strand verf&#252;gte und mit einer Poollandschaft ausgestattet war. Schwimmen, schnorcheln, ausspannen. Das war der Plan. Ich musste mir da weiters keine Gedanken machen, denn ich hatte eine Schnorchelausr&#252;stung. Zwar aus einem Angebot von einem Discounter, aber immerhin! Ich hatte diese immer mal wieder gebraucht, so etwa in den <a title="Center Parcs: Schnorchelbad" href="http://cp.summertimeparcs.de/schnorchelbad.html" target="_blank">Schnorchelb&#228;dern</a> der &#8220;<a title="Center Parcs Info" href="http://cp.summertimeparcs.de/" target="_blank">Center Parcs</a>&#8221; Ferienparks. Die waren ideal, wenn man nicht weit fahren, aber doch tropische Unterwasser-Landschaften sehen wollte.</p>
<p>Annette musste sich ihre Ausr&#252;stung noch holen. Ich staunte, als sie mir eine kleine, durchsichtige Plastikbox zeigte, in der die Taucherbrille steckte. Als mein Blick auf das Preisschild fiel, musste ich schlucken. Annette hatte sich eine Taucherbrille gekauft, wie sie Sporttaucher verwenden. In der Tat hatte sie mehr gekostet, als mein ganzes Schnorchelset. V&#246;llig overdressed, fand ich. Wir wollten doch nur schwimmen und so ein wenig schnorcheln. Mehr nicht. Was Annette an der Taucherbrille mehr gezahlt hatte, machte sie dadurch wett, dass sie keine Flossen hatte. Aber kein Problem, dachte ich mir, die kann man sich im Zweifelsfall leihen.</p>
<p>Dann konnte es endlich losgehen. Ich freute mich auf diesen Urlaub, denn mein letzter &#8220;richtiger&#8221; Urlaub war Jahre her. Ich war l&#228;nger nicht mehr gewesen. Endlich mal wieder weiter weg, in eine andere Welt. Wie sehr sich letzter Satz bewahrheiten w&#252;rde, ahnte ich nicht, als wir uns auf den Weg zum Flughafen machten.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Wie+alles+begann%E2%80%A6+%E2%80%93+Thorstens+Version+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D54+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=54&amp;md5=07080e75da889f0c443bc87a5f685550" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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