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	<title>Flat Flute Divers &#187; Rescue Diver</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Die Abenteuer der Flat Flute Divers: Was bisher geschah&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Scuba Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor die neue Staffel mit neuen Abenteuern der Flat Flute Divers beginnt, wollen wir kurz zusammenfassen, was bisher geschah:

Am Anfang entstand das Universum. Das wurde allenthalben kritisiert und als ein Schritt in die v&#246;llig falsche Richtung bezeichnet. Dann entstanden die Sonne und die Erde. auf der sich bald schon die Dinosaurier tummelten, bevor sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor die neue Staffel mit neuen Abenteuern der Flat Flute Divers beginnt, wollen wir kurz zusammenfassen, was bisher geschah:</p>
<p>Am Anfang entstand das Universum. Das wurde allenthalben kritisiert und als ein Schritt in die v&#246;llig falsche Richtung bezeichnet. Dann entstanden die Sonne und die Erde. auf der sich bald schon die Dinosaurier tummelten, bevor sie ausstarben. Und dann wurde es so richtig interessant&#8230;</p>
<p>Annette und Thorsten, zwei Humanoide &#228;ffischer Abstammung, wurden geboren. Doch es dauerte noch knapp 20 Jahre, bevor sie sich zum ersten Mal begegneten, und weitere knappe sieben Jahre, bevor sie bemerkten, dass sie eine Leidenschaft verbindet: das Wasser. Und von da an dauerte es nur noch zehn Jahre, bis sie es endlich auf die Reihe brachten, genau dieser Leidenschaft zu fr&#246;nen, indem sie zusammen schwimmen gingen. Nun mag der geneigte Leser der Meinung sein, dass Geschwindigkeit nicht eine St&#228;rke der beiden ist, doch was sie in diesen Jahren an Zeit verloren haben, holten sie danach um so schneller auf.</p>
<p>Die Schwimmtour wurde ausgedehnt auf einen Badeurlaub in El Gouna in &#196;gypten. Die Gr&#252;nde f&#252;r die Auswahl dieses Reiseziels sind vielf&#228;ltig und w&#252;rden an dieser Stelle den Rahmen sprengen, was den Gebr&#228;uchen eines R&#252;ckblicks krass widerspr&#228;che. Ebendort am Roten Meer kamen die beiden in Kontakt mit einer Tauchbasis. Sie lernten das Tauchen in der Ausbildungsstufe Scuba Diver. Doch ihr damaliger Tauchlehrer orakelte, dass das bald nicht mehr reichen wird. Dass sie bald schon eine eigene Ausr&#252;stung anschaffen w&#252;rden. Und dass sie &#252;berrascht w&#228;ren, wie viele tauchende Menschen es in ihrem Freundeskreis g&#228;be.</p>
<p>Annette und Thorsten hingegen orakelten, dass der Tauchlehrer offenbar einmal zu viel Stickstoff bei einem Tauchgang abbekommen hatte. Die Ausbildung weitermachen &#8211; warum? Eine eigene Tauchausr&#252;stung &#8211; wozu? Und Freunde, die auch tauchen &#8211; wer soll das sein?</p>
<p>Bald danach jedoch begannen sich einem Fluch gleich die Prophezeiungen des Tauchlehrers zu erf&#252;llen. Sie schafften sich ihre eigene Ausr&#252;stung an. Sie fanden immer mehr Freunde, die auch Spa&#223; am Tauchen hatten. Und letztlich war es einem anderen Tauchlehrer zu verdanken, dass sie mit dem Tauchen in deutschen Gew&#228;ssern anfingen, so dass sie schlie&#223;lich weitermachten: Open Water Diver, Enriched Air Diver, Advanced Open Water Diver, Peak Performance Buyoancy, Dry Suit und schlie&#223;lich der Rescue Diver.  Damit gab es nur noch den Master Scuba Diver als h&#246;chste Ausbildungsstufe. Es sei denn&#8230;</p>
<p>&#8230;ja, es sei denn, man w&#252;rde den Schritt in die Professionalit&#228;t wagen. Divemaster werden. Ermuntert vom Leiter der Tauchschule, bei der die beiden seit dem OWD ihre Tauchkarriere verfolgten, beschlossen sie, den Schritt zu machen. Noch dazu, da dessen Tauchschule gerade dabei war, sich um die Tauchbasis am Schluchsee zu erweitern.</p>
<p>Als wir unsere Helden das letzte Mal verlie&#223;en, waren sie gerade dabei, sich auf eine weitere Tour an den Tauchsee Horka vorzubereiten. Diesmal allerdings, um einen OWD- und einen AOWD-Kurs als Praktikum zu verfolgen. Auf dem Weg zum Divemaster. Hier geht die Geschichte weiter&#8230;</p>
<p>Oh, vor lauter verga&#223; ich, mich vorzustellen: Ich bin Theo, Theo der Fl&#246;tenfisch. Und &#252;ber meine Klugheit werden Sie bald noch mehr erfahren. Montags werden wir uns allerdings dem weiteren Werdegang der Flat Flute Divers zuwenden, in ganz neuen Abenteuern.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Abenteuer+der+Flat+Flute+Divers%3A+Was+bisher+geschah%E2%80%A6+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1300+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1300&amp;md5=a9eefe99fc93da90cfd7c7449d0383b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade: &#8220;Macht das Web zu einem schlaueren Ort!&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 08:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Divemaster]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schreiber vom Blog "Karriebibel" haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: "Macht das Web zu einem schlaueren Ort!" Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schreiber vom Blog &#8220;Karriebibel&#8221; haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: &#8220;<a title="Karrierebibel" href="http://karrierebibel.de/mach-das-web-zu-einem-schlaueren-ort-die-blogparade/" target="_blank">Macht das Web zu einem schlaueren Ort!</a>&#8221; Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser bei Google, Yahoo oder anderen eingegeben hat, um die Seite zu finden. Viele Menschen geben dabei Fragen ein, auf die sie Antworten suchen. Die Idee von &#8220;Karrierebibel&#8221; ist nun, dass man sich diese Fragen aus der Statistik vornimmt und versucht, sie in einem Blogbeitrag zu beantworten.</p>
<p>Das versuche ich heute mal. Es sind leider nicht sehr viele konkrete Fragen bei den &#8220;Flat Flute Divers&#8221;, aber doch einiges, das einer Antwort bedarf. Und es ist auch interessant zu sehen, mit welchen Suchw&#252;nschen die Leute bei uns landen. Solche Dinge wie &#8220;mit Neopren gefesselt&#8221; hinterlassen eher bei mir eine Frage. Aber beginnen wir mit dem Frage-und-Antwort-Spiel:</p>
<h3>Wieviel Blei beim Tauchen?</h3>
<p>So. Schon die erste Frage ist eine, auf die es keine konkrete Antwort gibt. Oder man k&#246;nnte es mit <a title="Wikipedia: Radio Eriwan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Eriwan" target="_blank">Radio Eriwan</a> halten: &#8220;Im Prinzip ja&#8230;&#8221; Welche Bleimenge man beim Tauchen braucht, h&#228;ngt davon ab, wo man taucht (S&#252;&#223;- oder Salzwasser), welche Ausr&#252;stung man hat (Trockentauchanzug, Halbtrocken oder Nass, und bei den beiden letzteren, wie dick sie sind; beim ersteren, welcher Unterzieher verwendet wird) und wie schwer man selbst ist. Au&#223;erdem muss man ber&#252;cksichtigen, wie gro&#223; die Pressluftflasche ist, mit der man taucht, und ob sie aus Stahl oder Aluminium ist. Wenn man Ver&#228;nderungen an der eigenen Ausr&#252;stung vorgenommen hat oder zum ersten Mal taucht, wird einem der Tipp gegeben, mit etwa 5 bis 10 Prozent des eigenen K&#246;rpergewichts in Blei zu beginnen und bei einer Bleikontrolle vor dem Abtauchen zu &#252;berpr&#252;fen, ob das passt, zu viel oder zu wenig ist. Bei der Bleikontrolle l&#228;sst der Taucher an der Oberfl&#228;che alle Luft aus dem Jacket (und dem Trockentauchanzug, falls er einen tr&#228;gt) und h&#228;lt einen normalen Atemzug an. Der Taucher m&#252;sste bei korrekter Bleimenge so im Wasser treiben, dass die Augen auf H&#246;he der Wasseroberfl&#228;che sind. Schaut er &#252;ber die Wasseroberfl&#228;che, ist es zu wenig Blei, wenn er mit den Augen darunter oder den Kopf ganz unter Wasser hat, ist es zu viel.</p>
<h3>Wie ist die Hintergrundgeschichte vom Tauchsportcenter Divers in Aufkirchen?</h3>
<p>Genau genommen hei&#223;t es &#8220;Diver&#8217;s Indoor Tauchsportzentrum&#8221;. Die Hintergrundgeschichte klingt ein bisschen skurril: Es handelt sich dabei um eine ehemalige Sauerkrautfabrik. In den Becken, in denen heute Taucher tauchen, wurde fr&#252;her Wei&#223;kohl zu Sauerkraut verarbeitet. Davon merkt man aber nichts mehr. <a title="EP-Blog: DIVER'S Indoor Tauchsportzentrum und Hotel Mercure" href="http://www.ep-blog.de/2009/05/28/mercure-airport-hotel-munchen-divers-indoor-tauchsportzentrum/" target="_blank">Mehr &#252;ber das &#8220;Diver&#8217;s&#8221; und das dazu geh&#246;rige Hotel Mercure kann man hier nachlesen</a>.</p>
<h3>Wie taucht man mit Schwimmflossen?</h3>
<p>Sehr gut, m&#246;chte ich sagen. Aber ich glaube, darum geht die Frage nicht. Wahrscheinlich ging es dem Frager um die richtige Technik. Also, der erste Punkt ist, den Flossenschlag langsam durchzuf&#252;hren. Da die Flossenbl&#228;tter nat&#252;rlich einen erh&#246;hten Widerstand im Wasser haben, erm&#252;det man sehr schnell, wenn man die Beine zu schnell bewegt. Auf welche Art man die Flossen bewegt, muss man ausprobieren &#8211; was einem besser liegt. Man kann entweder die Beine auf und ab bewegen (dabei ist wichtig zu beachten, dass die Bewegung aus den H&#252;ftgelenken kommt, und nicht aus den Knien &#8211; hier gelt das Hebelgesetz: je l&#228;nger der Hebel, desto gr&#246;&#223;er die Kraft) oder wie beim Brustschwimmen mit den Beinen einen &#8220;Froschschlag&#8221; (englisch &#8220;frog kick&#8221;) ausf&#252;hren (hier ist zu beachten, dass man beim Tauchen die Arme nicht bewegt, mit Flossen reicht die Beinbewegung, um einen vorw&#228;rts zu bringen).</p>
<h3>Wie ist die Geschichte der Tarierweste beim Tauchen?</h3>
<p>Die ersten Tarierwesten f&#252;r Taucher kamen in den 1960er Jahren auf und waren eigentlich nicht mehr als eine modifizierte Rettungsweste. Das hei&#223;t, es handelte sich um einen Luftschlauch, der um den Hals gelegt wurde. Wegen ihrer Form wurden sie auch &#8220;Klodeckel&#8221; genannt und man benutzte sie nur an der Oberfl&#228;che. Sie hatten einen Schlauch, &#252;ber den der Taucher die Weste mit dem Mund aufblasen musste. Die erste Weiterentwicklung kam noch in den 1960er Jahren mit der von Maurice Fenzy entwickelten &#8220;Fenzy Tarierweste&#8221;, die einen gr&#246;&#223;eren Schlauch hatte, &#252;ber den Luft nicht nur eingelassen, sondern auch einfach wieder abgelassen werden konnte. Damit konnte sie auch unter Wasser verwendet werden. In Deutschland erhielt sie deswegen auch den Namen &#8220;RTW&#8221;, &#8220;Rettungs- und Tarierweste&#8221;. Das AT-Pack in den fr&#252;hen 1970er Jahren kombinierte nun erstmals Auftriebsmittel und Flaschenhalterung in einem (bisher waren diese getrennt). Das &#8220;Jacket Design&#8221;, das grundlage aller nachfolgenden Modelle wurde, wurde jedoch von Scubapro mit dem &#8220;Stabilizing Jacket&#8221; eingef&#252;hrt. Die Luftblase wurde bei den neuen Designs nicht vorne, sondern in den R&#252;ckenteil eingebaut, was die Lage im Wasser stabilisierte. 1984 f&#252;hrte die Firma seaQuest das erste ADV-Jacket vor, kurz darauf kommt Dive Rite mit dem ersten Wing-Jacket auf den Markt. Beide Jacketformen bleiben bis in die Jetztzeit ma&#223;geblich, das Wing-Jacket haupts&#228;chlich bei Tec-Tauchern. 1990 f&#252;hrte wiederum seaQuest eine weitere Neuerung ein: das Blei wurde nicht mehr an einem G&#252;rtel getragen, sondern in separate Taschen im Jacket selbst gegeben, die man im Notfall mit Hilfe eines Schnellverschlusses abwerfen konnte. Die letzte gro&#223;e Neuerung waren die so genannten &#8220;Hybrid-Jackets&#8221;, eine Mischung aus Wing und ADV.</p>
<h3>Wie bekomme ich die Mindestoberfl&#228;chenpause beim Tauchen raus?</h3>
<p>Zwei M&#246;glichkeiten: Entweder man hat eine Tabelle oder einen elektronischen RDP. Ich kann hier leider nur f&#252;r die Modell von PADI sprechen, mit den anderen bin ich nicht vertraut. Bei der Tabelle geht das folgenderma&#223;en: Man muss Tiefe und Zeit des vergangenen Tauchgangs wissen, und welche Tiefe und Grundzeit man bei dem n&#228;chsten Tauchgang machen m&#246;chte. Auf der Vorderseite der Tabelle bestimmt man vom vergangenen Tauchgang die Wiederholungsgruppe, indem man in der Spalte mit der Tiefe bis zur entsprechenden Grundzeit herunterf&#228;hrt (wenn die Tiefe und/oder Zeit nicht exakt dasteht, wird immer die n&#228;chsth&#246;here Tiefe und/oder Zeit genommen). Dann dreht man die Tabelle um. Hier geht man auf die geplante Tiefe des n&#228;chsten Tauchgangs und f&#228;hrt die Spalte entlang, bis man die geplante Grundzeit findet (in der Spalte als &#8220;Restnullzeit&#8221; <em>blau </em>unterlegt). Auch hier kann man einen Buchstaben der Wiederholungsgruppe bestimmen. Dann geht man wieder auf die Vorderseite der Tabelle. Im rechten Teil stehen die verschiedenen Oberfl&#228;chenpausen. In der horizontalen Spalte legt man nun den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des gemachten Tauchgangs an, in der vertikalen Spalte (unten an der Tabelle) den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des geplanten Tauchgangs. Und in dem Feld, wo sich beide Spalten kreuzen, steht die Mindestoberfl&#228;chenpause.<br />
Mit den elektronischen RDP ist das ganze etwas einfacher: Einschalten, mit &#8220;Mode&#8221; auf &#8220;Surface Interval&#8221; gehen, dann die Daten vom vergangenen und vom geplanten Tauchgang eingeben &#8211; voilà, die Mindestoberfl&#228;chenpause wird als &#8220;MIN SI&#8221; ausgegeben.</p>
<h3>Ist Hurghada von der &#214;lpest betroffen?</h3>
<p>Nein, nicht mehr. Nach Angaben der HEPCA war das Hauptverbreitungsgebiet der &#214;lpest 2010 im Roten Meer El Gouna und n&#246;rdliche Teile Hurghadas, aber mittlerweile sind wohl alle Folgen beseitigt.</p>
<h3>Einengung durch Tarierweste?</h3>
<p>Kommt vor. ADV- und Hybrid-Jackets haben eine Luftblase, die bis in die Seiten des Jackets geht. Wenn man sie aufbl&#228;st, k&#246;nnen sie den Taucher einengen. Bei einem Wing-Jacket befindet sich die Luftblase komplett auf dem R&#252;cken und kann den Taucher nicht einengen.</p>
<h3>Taucher flutet seinen Trockenanzug unter Wasser?</h3>
<p>Das kommt vor und kann zwei Gr&#252;nde haben: Entweder hat der Anzug einen Defekt und es dringt Wasser ein, ohne dass der Taucher das beabsichtigt, oder ein Ventil hat einen Defekt, so dass die Luft aus dem Anzug nicht mehr abgelassen werden kann. In letzterem Fall muss der Taucher, um ein unkontolliertes Aufsteigen zu verhindern, die Luft durch die Manschette an seinem Hals entweichen lassen. Dabei dringt nat&#252;rlich Wasser ein.</p>
<h3>Wie ist die Wassertemperatur vom Aquafun am Schluchsee?</h3>
<p>Gute Frage &#8211; hab ich auch nirgends gefunden.</p>
<h3>Halsmanschette zu eng &#8211; was passiert?</h3>
<p>Wenn die Halsmanschette eines Trockentauchanzugs (oder auch einer Neopren-Kopfhaube) zu eng ist, wird der Hals des Taucher komprimiert. Entweder wird dabei der Druck auf den Kehlkopf so stark, dass der Taucher keine Luft mehr bekommt (wie bei einer Strangulation) oder der Druck geht auf die Halsschlagadern. In den Halsschlagadern sitzen Rezeptoren, die den Druck von au&#223;en als gestiegenen Blutdruck missinterpretieren und als Gegenma&#223;nahme den Blutdruck senken. Durch den abfallenden Blutdruck kann es zu einer Bewusstlosigkeit kommen.</p>
<h3>Gibt es einen Sketch &#252;ber das Tauchen?</h3>
<p>Ja &#8211; <a title="FFD: Herbert G&#246;rgens und seine neue Tauchausr&#252;stung" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/09/07/kleines-geschenk-fuer-annette-herbert-goergens-und-seine-neue-tauchausruestung/" target="_blank">hier zum Beispiel</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das waren die Fragen, soweit ich sie aus der Webseiten-Statistik entnehmen konnte. Vielleicht komme ich mal wieder auf das Thema zur&#252;ck, wenn sich gen&#252;gend neue Fragen angesammelt haben. Die Idee finde ich nicht schlecht.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Blogparade%3A+%E2%80%9CMacht+das+Web+zu+einem+schlaueren+Ort%21%E2%80%9D+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1145+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1145&amp;md5=df1562bc50c007243ef8c930750bee0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Was in der Zwischenzeit und davor geschah…</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/10/26/was-in-der-zwischenzeit-und-davor-geschah/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Divemaster]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Scuba Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir hatten also den Rescue Diver abgeschlossen. Und hier muss ich ein Gest&#228;ndnis machen: Aus purer Absicht haben wir bei den bisherigen Artikeln kleine Details ausgelassen. Meine Motivation dabei war - Dramatik. Ausgelassen haben wir beispielsweise eine Bemerkung beim OWD-Kurs &#252;ber unsere Tauchfertigkeiten und was wir damit noch erreichen k&#246;nnen w&#252;rden, oder Majkis Antwort ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten also den Rescue Diver abgeschlossen. Und hier muss ich ein Gest&#228;ndnis machen: Aus purer Absicht haben wir bei den bisherigen Artikeln kleine Details ausgelassen. Meine Motivation dabei war &#8211; Dramatik. Ausgelassen haben wir beispielsweise eine Bemerkung beim OWD-Kurs &#252;ber unsere Tauchfertigkeiten und was wir damit noch erreichen k&#246;nnen w&#252;rden, oder Majkis Antwort auf die eMail, dass wir den AOWD-Kurs abgeschlossen hatten, die lautete, dass wir uns doch bitte beeilen m&#246;gen mit unserer weiteren Ausbildung (sinngem&#228;&#223; wiedergegeben).</p>
<p><em>Annette: Gehe ich Recht in der Annahme, dass Du diese Kommentare auch weiter verheimlichen willst?</em></p>
<p>Ich m&#246;chte sie zur&#252;ckstellen, um Spannung zu erzeugen und die Leser neugierig zu machen. Ansonsten interessiert sich doch keiner f&#252;r das, was wir schreiben.</p>
<p>Nat&#252;rlich hatten wir uns immer die Frage gestellt, wie weit wir mit dem Tauchen gehen w&#252;rden. Am Anfang wollten wir ja gar nicht mehr haben als den Scuba Diver, irgendwann &#8211; als wir doch weitergemacht hatten &#8211; stand mal der Rescue Diver als Fernziel am Horizont. Dann die &#220;berlegung, &#8220;vielleicht irgendwann mal&#8221; auch noch den Divemaster zu machen. Annette sah das dabei mehr als eine Art Herausforderung an, der sie sich stellen wollte. Ich sah zun&#228;chst keinen Sinn dahinter, Divemaster zu werden, wenn man dann nicht auch etwas in der Richtung machen wollte. Die Divemaster bei PADI assistieren bei der Ausbildung von Tauchsch&#252;lern, f&#252;hren Tauchtouren und &#228;hnliches. Wollten wir sowas wirklich machen?</p>
<p><em>Mich trieb bei der fr&#252;hen Entscheidung, den Divemaster zu machen, etwas anderes an. Wenn ich eins hasse, dann ist es, wenn man etwas erlernt, was stufenweise aufgebaut ist und man immer zu h&#246;ren bzw zu lesen bekommt: Das lernst du dann sp&#228;ter. Nehmen wir doch einmal das praktische Beispiel zur Hand: Ich kann mein Leben lang Scuba Diver bleiben oder OWD, aber schon bei meinen ersten Tauchg&#228;ngen k&#246;nnte ich auf einen leblosen Taucher ober- oder unterhalb des Wassers treffen. Was soll ich nun tun? Dem Taucher zufl&#252;stern: &#8220;Sorry, aber ich bin nur OWD, wie ich dich rette lerne ich erst im n&#228;chsten Kurs.&#8221;??? </em></p>
<p><em>Au&#223;erdem war ich der Meinung, je tiefer ich in die Materie eindringe, desto sicherer k&#246;nnte ich werden. Nat&#252;rlich ist Tauchen vorwiegend praktisch, aber viel Input kann nicht schaden. Denken wir nur mal an die Selbstrettungstechniken. Konfrontation mit unangenehmen Situationen. Einfach das Verstehen war mir wichtig.<br />
</em></p>
<p>Dann geschah etwas, das zumindest ich so nicht sehr h&#228;ufig erfahren hatte: Wir wurden gef&#246;rdert und ermuntert.  Uns wurde nahegelegt, nicht aufzuh&#246;ren und nach dem Rescue Diver keine zu lange Pause zu machen. W&#252;rden wir den Divemaster &#8211; den ersten Schritt zum &#8220;Professional&#8221; &#8211; machen, m&#252;ssten wir auf vieles vom Rescue Diver zur&#252;ckgreifen. Es war also besser, &#8220;drin&#8221; zu bleiben. Der Divemaster w&#252;rde allerdings l&#228;ngere Zeit in Anspruch nehmen, da man hier bei verschiedenen (auch Anf&#228;nger-)Kursen mit dabei sein muss, insgesamt 8 schriftliche Pr&#252;fungen absolvieren und verschiedene Skills demonstrieren musste. Und fast wie von selbst stand auf einmal im Raum, doch auch noch einen Schritt weiter zu gehen &#8211; zum Tauchlehrer. Der Plan sah dann vor, einen Sommer mit viel Tauchen und Kursen zu verbringen, und dabei den Divemaster zu machen. Aber wenn Sie sich durch unsere ganze Geschichte bisher durchgew&#252;hlt haben, werden Sie schon wissen: Pl&#228;ne sind bei uns eine grobe Richtungsangabe, die regelm&#228;&#223;ig umgeworfen werden.</p>
<p><em>Annette: <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Dann allerdings gab es einen kleinen Tiefschlag. Noch bevor wir f&#252;r den Rescue Diver nach Horka fuhren, wurde uns erz&#228;hlt, dass der bisherige Betreiber der Tauchbasis am Schluchsee diese aufgeben w&#252;rde. Zwar w&#252;rde Majkis Tauchschule die Lehrr&#228;ume behalten, aber so einfach tauchen wie bisher, das w&#228;re nicht mehr m&#246;glich gewesen. Au&#223;erdem hatte es uns auf der Basis gefallen. Dass das nicht mehr so sein w&#252;rde, erschien uns irgendwie&#8230; irreal.</p>
<p><em>Das war in der Tat ein Tiefschlag. Zwar waren wir noch nicht lange auf der Basis zu Hause, aber wir hatten uns schon irgendwie dran gew&#246;hnt. Die Leute waren nett, und es war immer sch&#246;n, zwischen zwei Tauchg&#228;ngen mal hinsitzen zu k&#246;nnen um abzutrocknen und zu quatschen. In dem Fall h&#228;tten wir zwar tauchen k&#246;nnen, aber unsere Sachen h&#228;tten wir im Auto lassen m&#252;ssen und zum Aufh&#228;ngen w&#228;re auch keine Alternative da gewesen.</em></p>
<p>Doch nach der Tour nach Horka f&#252;r den Rescue Diver, als wir zum ersten Mal bei einem Kurs bei den Pool-Lektionen dabei waren, hatte sich das wieder ge&#228;ndert: Majkis Tauchschule w&#252;rde die Basis in Zukunft betreiben. Damit w&#252;rde sie im Sommer wieder ge&#246;ffnet sein. Dem Divemaster stand damit nichts mehr im Weg. Nach einigen Poolmodulen war eine weitere Tour nach Horka geplant, wo die Freiwasserlektionen von zwei Kursen stattfinden sollten. Und wir waren mit dabei. Auf dem Weg zum Divemaster! Wer h&#228;tte das gedacht?</p>
<p><em>Ja, wer h&#228;tte das gedacht. Und wer h&#228;tte auch gedacht, dass in Horka eine weitere, &#228;u&#223;erst wichtige Entscheidung getroffen wurde? Hups, hab ich zu viel verraten? </em></p>
<p>Jetzt werden es unsere Leser vor Spannung kaum noch aushalten! Wohlan denn, auf ins n&#228;chste Kapitel unserer gar schr&#246;cklichen Abenteuer!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Was+in+der+Zwischenzeit+und+davor+geschah%E2%80%A6+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1103+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1103&amp;md5=389c3199473d850abc232944cf248888" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>RESCUE DIVER, die Zweite: Uuuuuuuund…. ACTION!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 07:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Crostwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Rescue Diver schritt voran. Szenario folgte auf Szenario. Ich hob Annette vom Grund auf, ganz ohne auf irgendwelche Kaugummis zu sto&#223;en, sie schleppte mich an Land, ohne Probleme mit dem Tarierhebel von meinem Jacket zu haben, wir retteten Taucher in Panik &#252;ber und unter Wasser. Dann schrieben wir die schriftliche Pr&#252;fung, die wir ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rescue Diver schritt voran. Szenario folgte auf Szenario. Ich hob Annette vom Grund auf, <a title="RESCUE DIVER: Poollektionen" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/29/rescue-diver-die-poollektionen/" target="_blank">ganz ohne auf irgendwelche Kaugummis zu sto&#223;en</a>, sie schleppte mich an Land, ohne Probleme mit dem Tarierhebel von meinem Jacket zu haben, wir retteten Taucher in Panik &#252;ber und unter Wasser. Dann schrieben wir die schriftliche Pr&#252;fung, die wir beide bestanden. Dann stand noch ein Szenario an.</p>
<ul>
<li>Rettung eines Tauchers an der Oberfl&#228;che vom Land aus</li>
</ul>
<p>Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass man von einem Tauchgang bereits an Land / aufs Boot zur&#252;ckgekehrt ist und einen Taucher entfernt an der Oberfl&#228;che entdeckt, der um Hilfe winkt. Da man die Ausr&#252;stung bereits abgelegt hat, muss man nach einer Alternative schauen und mindestens zwei Versuche von Land aus unternehmen, bevor man wieder ins Wasser steigt. Der Tauchsee Horka ist f&#252;r eine solche &#220;bung ideal, denn direkt neben der Treppe f&#252;r den Einstieg befindet sich eine Schwimmplattform. Hier standen also Annette, Babsi und ich, w&#228;hrend Majki sich gef&#252;hlte 200 Meter drau&#223;en auf dem Wasser befand und um Hilfe winkte. Doch gemach! Wir hatten auf der Plattform die Markierungsboje &#8211; nicht jene, die uns beim &#8220;vermissten Taucher&#8221; schon so gute Dienste geleistet hatte. Diese Boje glich von der Form her einem holl&#228;ndischen Gouda. An ihr war ein Seil befestigt und ich stellte mir vor, dass sie bestimmt gute Flugeigenschaften hatte.</p>
<p><em>Annette: Schwimmt K&#228;se eigentlich? Ich meine, im Rescue Diver Buch steht, man kann alles werfen, was an der Oberfl&#228;che schwimmt. Somit bek&#228;me der &#8220;fliegende Holl&#228;nder&#8221; eine neue Bedeutung. Ich m&#246;chte mir die Auswirkungen allerdings nicht vorstellen. Die Bild Schlagzeilen:</em></p>
<p><em>&#8220;Tauchlehrer von fliegendem Gouda erschlagen&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Opfer w&#228;hrend der Rettungsaktion mit K&#228;se gef&#252;ttert&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Gallenoperation notwendig nach Rettung eines Tauchers mittels K&#228;selaib&#8221;</em></p>
<p><em>Ist doch alles K&#228;se!<br />
</em></p>
<p>W&#228;hrend Babsi und Annette beruhigend auf Majki einredeten &#8211; obwohl man bei der Distanz eher sagen kann, sie br&#252;llten beruhigend auf ihn ein &#8211; bereitete ich mich auf meinen Wurf vor.</p>
<p><em>Was blieb uns auch anderes &#252;brig? Ich meine, wir k&#246;nnen den armen Majki ja schlie&#223;lich nicht seinem Schicksal &#252;berlassen. Insofern f&#252;hlten wir uns verpflichtet, ihn zu warnen! &#8220;Pa&#223; auf, Majki, pa&#223; auf, Thorsten wirft gleich! Zieh den Kopf ein! Tauch notfalls ab!&#8221;</em></p>
<p>Fr&#252;her am Strand habe ich auch immer Frisbee gespielt, das w&#252;rde ich ja wohl noch hinkriegen. Ich nahm die Boje wie ein griechischer Diskuswerfer, holte Schwung, schleuderte sie davon und&#8230;</p>
<p>&#8230;traf daneben um etwa zehn Meter.  <em>V&#8230;</em>! W&#228;hrend ich die Boje mittels ihres Seils wieder einholte, dachte ich nach. Da hatte ich doch mal was in der Schule gelernt&#8230; vor langer Zeit&#8230; Vor meinem geistigen Auge baute sich ein Bild auf:</p>
<div id="attachment_1082" class="wp-caption aligncenter" style="width: 406px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/Wurfparabel.jpg"><img class="size-full wp-image-1082 " src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/Wurfparabel.jpg" alt="Wurfparabel - Bild: Geof at the German language Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/User:Geof)" width="396" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Wurfparabel - Bild: Geof at the German language Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/User:Geof)</p></div>
<p>Die <strong>Wurfparabel</strong>! Genau! Und der Scheitelpunkt der Wurfparabel wird erreicht, wenn die vertikale  Geschwindigkeitskomponente ihren Nulldurchgang hat, das hei&#223;t, wenn sich  eine zuerst nach oben gerichtete Bewegung in eine nach unten gerichtete  Bewegung umkehrt. Den Scheitel kann man berechnen, da der Wurf eine Parabelform hat, und  der Scheitel somit zwischen den Nullstellen 0 und <em>R</em> liegt:</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1085" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel.png" alt="" width="304" height="47" /></a></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1086" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/wurfparabel_scheitel2.png" alt="" width="127" height="48" /></a>Damit war mir alles klar! Ich wusste nun, was ich zu tun hatte. Ich nahm die Boje, versetzte sie in Schwung, schleuderte sie davon&#8230;</p>
<p>&#8230;und traf ganz exakt! Google! &#196;h&#8230; YAHOO!</p>
<p><em>Ich m&#246;chte hier an der Stelle zweierlei oder auch mehr anmerken!</em></p>
<p><em>Erstens: Wissen die Leser eigentlich, dass du vor Kurzem an einem Mathematik-Quizz teilgenommen hast und dass als Ergebnis ein Bild von Paris Hilton erschien? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Nein, das wissen sie nicht, und das aus gutem Grund: Ich hab es ihnen verheimlicht. Aber Du musst ja alles ausposaunen!</p>
<p><em>Zweitens: Du hast ja wieder mal deinem Quizz Ergebnis alle Ehre gemacht. Du hast zwar mit der Wurfparabel gerechnet, allerdings hast du es dir zu einfach gemacht. Schlie&#223;lich hast du den Luftwiderstand wieder mal au&#223;er Acht gelassen, und somit ist es kein WUnder, dass du dich um 10 m verzielt hast. Den Luftwiderstand muss man nun schon auch miteinbeziehen, n&#228;mlich so:</em></p>
<h2>Wurfparabel  mit Luftwiderstand</h2>
<blockquote><p>Die Luftreibung und ein inhomogenes Schwerefeld nehmen Einfluss auf  die Flugbahn. Dieser Einfluss ist Gegenstand der <a title="Ballistik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ballistik">Ballistik</a>.</p>
<ul>
<li><em>Luftwiderstand</em>: Die Atmosph&#228;re wirkt bremsend; je h&#246;her die  Geschwindigkeit ist, desto st&#228;rker ist die Abweichung – denn der <a title="Luftwiderstand" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> nimmt mit <em>v<sup>2</sup></em> zu, die Bahnkr&#252;mmung (d. h.: die horizontale Streckung der Parabel  durch h&#246;here horizontale Geschwindigkeit) aber nur mit <em>v</em> ab. Die  absteigende Kurve wird deutlicher gek&#252;rzt als die aufsteigende und  verl&#228;uft daher steiler. Die maximale Wurfweite wird nicht mehr bei <img src="http://upload.wikimedia.org/math/1/c/1/1c1b65c812f002df915f1905b027d370.png" alt="\beta = 45^\circ" /> erreicht. Au&#223;erdem muss beachtet werden, dass die Dichte der Luft in  h&#246;heren Lagen geringer ist und damit ist auch der Luftwiderstand im  Scheitelpunkt kleiner als am Boden.</li>
<li><em>Inhomogenit&#228;t des Schwerefelds</em>
<ul>
<li><em>Kugelform der Erde</em>: Die <a title="Lotlinie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lotlinie">Lotlinien</a> sind nicht parallel, sondern laufen im  Erdzentrum zusammen. Daher w&#252;rde auch im <a title="Vakuum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vakuum">Vakuum</a> keine Parabel resultieren, sondern eine <a title="Keplerellipse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keplerellipse">Keplerellipse</a> mit dem <a title="Brennpunkt (Ellipse)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brennpunkt_%28Ellipse%29">Brennpunkt</a> im <a title="Geozentrum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geozentrum">Geozentrum</a>.  Der Unterschied zur Parabel ist zwar bei &#252;blichen Anwendungen nur im  Millimeter-Bereich, w&#228;chst bei <a title="Rakete" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rakete">Raketen</a> aber auf Kilometer an.</li>
<li><em>Lokale Variationen der <a title="Erdschwerebeschleunigung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschwerebeschleunigung">Erdschwerebeschleunigung</a></em>: F&#252;r  Abweichungen der Schwerebeschleunigung auf der Erdoberfl&#228;che vom  Schwerefeld einer idealen Kugel sorgen die <a title="Zentrifugalkraft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrifugalkraft">Zentrifugalkraft</a> der Erdrotation, die <a title="Erdabplattung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdabplattung">Erdabplattung</a> (welche letztendlich eine Folge dieser Zentrifugalkraft ist), das <a title="H&#246;henprofil" href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henprofil">H&#246;henprofil</a> (Gebirge = gro&#223;e Masse, aber auch  gr&#246;&#223;ere Entfernung vom Geozentrum) und die Massenverteilung im  Untergrund (siehe <a title="Gravimetrie (Geophysik)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gravimetrie_%28Geophysik%29">Gravimetrie</a>).  Beispielsweise betr&#228;gt die Schwerebeschleunigung am &#196;quator <img src="http://upload.wikimedia.org/math/2/5/a/25a34408f9160b46be1d07a9369e27f3.png" alt="9{,}780\, \mathrm{m}/\mathrm{s}^2" />,  an den Polen jedoch <img src="http://upload.wikimedia.org/math/e/c/8/ec886eeebbed61485854943c065828e6.png" alt="9{,}832\,\mathrm{m}/\mathrm{s}^2" />.  Findet der Wurf komplett in einem Bereich statt, in dem man die  Schwerebeschleunigung als konstant annehmen kann, wird die Parabelform  (bzw. Ellipsenform) zwar beibehalten, jedoch wird die Parabel durch eine  geringere Schwerebeschleunigung weiter und durch eine h&#246;here  Schwerebeschleunigung enger. Ansonsten ergeben sich Abweichungen von der  Parabelform.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Differentialgleichungen</h3>
<p>Ein K&#246;rper werde mit der Geschwindigkeit <em>v</em><sub>gesamt</sub> unter dem Winkel <em>β</em> (zur Horizontalen) schr&#228;g nach oben geworfen.  Um den <a title="Luftwiderstand" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> <em>F</em><sub>Reibung</sub> berechnen zu k&#246;nnen, m&#252;ssen im Gegensatz zur idealisierten Wurfparabel  auch Form (<em>C</em><sub>w</sub>-Wert), Masse <em>m</em> und  Querschnittsfl&#228;che <em>A</em> des K&#246;rpers bekannt sein.</p>
<p>Die horizontale und vertikale Komponente der Anfangsgeschwindigkeit  lauten</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/4/7/9/4794d84693b8dd93e86931f4bcfa7180.png" alt="v_x = v_\mathrm{gesamt} \cdot \cos\beta" /></dd>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/0/7/e/07e3c77d3b85d45af60bd6d4e21d12a7.png" alt="v_y = v_\mathrm{gesamt} \cdot \sin\beta" /></dd>
</dl>
<p>Im Laufe des Flugs &#228;ndern sich beide Komponenten der Geschwindigkeit  unter dem Einfluss von Gravitation und Luftreibung. Die Luftreibung ist  proportional zum Quadrat des Betrags der Geschwindigkeit:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/c/4/7/c47a57d8a9f95a83164de93421f85f9a.png" alt="F_\mathrm{Reibung}(t) = 0{,}5 \cdot  \rho_\mathrm{Luft} \cdot C_\mathrm{w} \cdot A \cdot (v_x^2(t) +  v_y^2(t))" /></dd>
</dl>
<p>Diese Reibungskraft bewirkt eine Beschleunigung, die der Bewegung  immer genau entgegengesetzt gerichtet ist. Die Flugrichtung β(<em>t</em>) zum Zeitpunkt <em>t</em> ist:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/5/1/b/51bddfd2457cf705df8a9b3b67815121.png" alt="\begin{align}  \beta(t) &amp; =\arctan (v_y(t)/v_x(t))  \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Damit l&#228;sst sich die Beschleunigung <em>a</em>(<em>t</em>)  in zueinander senkrechte Komponenten zerlegen:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/8/e/b/8ebe1e16647b8a6444c72a2ac68bc20b.png" alt="\begin{align} a_x(t) &amp; = -\cos(\beta(t))\cdot F_\mathrm{Reibung}(t)/m \\ a_y(t) &amp; = -g-\sin(\beta(t))\cdot F_\mathrm{Reibung}(t)/m \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Damit k&#246;nnen aus dem Ort und der Geschwindigkeit zur Zeit <em>t</em> die Geschwindigkeit und Ort zur Zeit <em>t</em> + d<em>t</em> berechnet werden. Dabei ist  d<em>t</em> ein <a title="Differential (Mathematik)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Differential_%28Mathematik%29">Differential</a> der Zeit:</p>
<dl>
<dd><img src="http://upload.wikimedia.org/math/d/c/4/dc4c34328e2646d833d20427a4ae80a1.png" alt="\begin{align} x(t+dt) &amp; = x(t) + v_x(t) \mathrm{d}t \\ y(t+dt) &amp; = y(t) + v_y(t) \mathrm{d}t \\ v_{x}(t+dt) &amp; = v_{x}(t) + a_x(t) \mathrm{d}t \\ v_{y}(t+dt) &amp; = v_{y}(t) + a_y(t) \mathrm{d}t \\ \end{align}" /></dd>
</dl>
<p>Dieses gekoppelte System von <a title="Differentialgleichung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Differentialgleichung">Differentialgleichungen</a> hat keine  geschlossene analytische L&#246;sung. Eine L&#246;sung kann jedoch <a title="Numerische Mathematik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Mathematik">numerisch</a> berechnet werden.</p>
<p><em>Quelle: Wikipedia</em></p></blockquote>
<p><em>Jetzt ist klar, oder? Insofern musst du das oben korrigieren. Du hast den ersten Wurf  mit deiner Rechnung ausgef&#252;hrt und DESHALB hast du dich verworfen. </em></p>
<p><em>Hatte ich erw&#228;hnt, dass ich in dem gleichen Quizz das Ergebnis &#8220;Albert Einstein&#8221; hatte? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Nein, hattest Du nicht. Und warum hast Du es nicht dabei belassen?</p>
<p><em>Um dem allgemeinen Vorurteil, &#8220;Frauen k&#246;nnen nicht rechnen&#8221; etwas entgegensetzen zu k&#246;nnen. Deshalb!</em></p>
<p>Jedenfalls, zu dritt zogen wir dann an dem Seil und holten Majki mit einem Tempo rein, mit dem andere Wasserski fahren k&#246;nnen. Auch diese Aufgabe war damit gel&#246;st&#8230; &#228;h, k&#246;nnte ich bitte eine Fanfare haben?</p>
<p><em>NEIN! Nicht schon wieder!</em></p>
<p>Also guuut&#8230; Ja, und damit war der Rescue Diver abgeschlossen. Ende. Aus. Finito. Bei den Ausbildungsg&#228;ngen von PADI gab es auf der &#8220;Hobby-Seite&#8221; nur noch eine &#8220;Stufe&#8221;, die nicht wirklich eine &#8220;Stufe&#8221; ist &#8211; der &#8220;Master Scuba Diver&#8221;, den man verliehen bekommt, wenn man f&#252;nf Spezialkurse abgeleistet hat. Von der Ausbildung her hatten wir das Ende der Fahnenstange im Hobby-Bereich erreicht.</p>
<p>Wow!</p>
<p>Tja, das war&#8217;s dann wohl. Den &#8220;Deep Diver&#8221; wollten wir noch machen und vielleicht noch den einen oder anderen Spezialkurs, aber sonst&#8230;</p>
<p>Glauben Sie das wirklich, liebe Leserin, lieber Leser? Nein, die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende&#8230;</p>
<p>[Die Texte und Grafiken zur Berechnung der Wurfparabel stammen aus dem Artikel "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wurfparabel" target="_blank">Wurfparabel</a>" der Deutschen Wikipedia und sind unter der Creative Commons Lizenz AttributionSharealike 3.0 Unported (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbestimmungen_Commons_Attribution-ShareAlike_3.0_Unported" target="_blank">CC-by-SA-3.0</a>) verf&#252;gbar. Die Autoren des Textes finden sich <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wurfparabel&amp;action=history" target="_blank">hier</a>.]</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=RESCUE+DIVER%2C+die+Zweite%3A+Uuuuuuuund%E2%80%A6.+ACTION%21+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1080+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1080&amp;md5=81e2e1a070affdea3ac1889937b2fa26" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>RESCUE DIVER: Uuuund… ACTION!</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/09/28/rescue-diver-uuuund-action/</link>
		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2010/09/28/rescue-diver-uuuund-action/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Crostwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon am ersten Tag der Rescue-Diver-Freiwasser-&#220;bungen konnten wir die Annehmlichkeiten des Trockentauchanzugs am eigenen Leib erfahren. Es war zwar Mitte April, aber das Wetter war nicht so &#252;berragend, und das Wasser des Tauchsees hatte um die 6 ° C. W&#228;hrend des Tauchgangs hielt der Trocki w&#228;rmer als sein Nass-Kollege, und f&#252;r den zweiten Tauchgang ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon am ersten Tag der Rescue-Diver-Freiwasser-&#220;bungen konnten wir die Annehmlichkeiten des Trockentauchanzugs am eigenen Leib erfahren. Es war zwar Mitte April, aber das Wetter war nicht so &#252;berragend, und das Wasser des Tauchsees hatte um die 6 ° C. W&#228;hrend des Tauchgangs hielt der Trocki w&#228;rmer als sein Nass-Kollege, und f&#252;r den zweiten Tauchgang mussten wir nicht in die nassen Sachen steigen. Und es mussten mindestens zwei Tauchg&#228;nge pro Tag sein, denn wir hatten ein straffes Programm mit den verschiedenen Notfall-Szenarien, die wir zu bestehen hatten. Teilweise war es zwar eine Wiederholung dessen, was wir schon im Pool gemacht hatten, aber es gibt Dinge, die kann man gar nicht oft genug &#252;ben. Au&#223;erdem war es schon ein wenig anders, im Pool war das Wasser angenehm warm &#8211; hier nicht. Und so retteten wir Taucher in Panik an der Oberfl&#228;che, beatmeten an der Oberfl&#228;che, schleppten, halfen und schoben. Da wurde einem auch warm. Kommen wir zu den Rettungsaktionen, die wir im Pool noch nicht gemacht hatten&#8230;</p>
<ul>
<li>Der vermisste Taucher</li>
</ul>
<p>Das Szenario &#8220;der vermisste Taucher&#8221; ist im Pool deswegen sinnlos, weil der Ort zum einen von seiner Gr&#246;&#223;e her recht &#252;berschaubar ist, zum anderen, weil man im Pool so gut sehen kann, dass man den Taucher bald wiedergefunden hat. Bei dem Szenario im Freiwasser tauchen die Rescue-Diver-Anw&#228;rter los, meistens mit der Ansage, dass sie sich eine Zeit lang nicht zu dem hinter ihnen tauchenden Instructor umdrehen d&#252;rfen. Dieser trennt sich irgendwann von der Gruppe. Ist die angegebene Zeit um, liegt es an den Rescue Divern, ihren verschwundenen Kameraden plangem&#228;&#223; zu suchen.</p>
<p>Wir hatten vorher ausgemacht, dass wir eine Boje an die Oberfl&#228;che starten w&#252;rden. Babsi w&#252;rde dann nach oben gehen und nach Luftblasen Ausschau halten, w&#228;hrend Annette und ich am Ende der Leine in etwa 5 m Tiefe warten. Als n&#228;chstes w&#252;rde Babsi dann in Richtung der gesichteten Blasen schwimmen, wobei es an mir lag, Seil zu geben, bis sie stehenblieb. Dann w&#252;rden wir das Seil wieder aufrollen und ihr somit folgen, bis wir wieder direkt unter ihr w&#228;ren. Auf diese Weise sollten wir uns St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck dem vermissten Taucher n&#228;hern. H&#228;tten wir ihn gefunden, sollten wir mit dem Seil Signal geben und Babsi k&#228;me wieder zu uns. So &#228;hnlich jedenfalls.</p>
<p>Guter Plan! Aber Moment mal&#8230; Boje schie&#223;en? Da war doch was, da war doch was&#8230; ach ja, <a title="FFD: Das Abschie&#223;en einer Boje" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/20/shaab-el-erg-kabir-aegypten-rotes-meer-und-das-abschiessen-einer-boje/" target="_blank">ich erinnere mich</a>! Oje. Mir war klar, dass ich mich vorher mit meiner Boje auseinander setzen musste. Also nahm ich sie zur Seite und meinte zu ihr: &#8220;Boje, wir hatten in der Vergangenheit so unsere Schwierigkeiten. Vielleicht hast Du ab und zu das Gef&#252;hl, dass ich Dich an der kurzen Leine lasse. Aber Du musst auch mal meine Perspektive sehen. Mir kommt es so vor, dass Du ausgerechnet dann, wenn&#8217;s drauf ankommst, Dich aufplusterst und abhaust. Und dann kann nichts Dich halten. Aber diesmal ist es wirklich wichtig. Tu mir den Gefallen und halt Dich an die Abmachungen, okay?&#8221; Damit war alles gesprochen.</p>
<p><em>Annette: Du f&#252;hrst Gespr&#228;che mit einer Boje?  Es reicht ja schon, dass du MICH st&#228;ndig vollschwallst, aber die Boje kann sich ja nicht mal wehren!</em></p>
<p>Eine Boje widerspricht mir auch nicht dauernd, so!</p>
<p>Warum auch immer Majki auf die Idee gekommen ist, <a title="FFD: Die &quot;Ohne Luft&quot;-Situation" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/06/sakwa-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-ohne-luft-situation/">dass mir die Luft nicht reichen k&#246;nnte</a>, <em>(*r&#228;usper) </em> ist mir ein totales Mysterium, jedenfalls bekam ich f&#252;r das F&#252;llen meiner Boje noch eine kleine Pressluftflasche mit, eine so genannte &#8220;Pony Bottle&#8221;. Beh&#228;ngt mit Boje, Reel (Seilwinde) und Flasche sah ich aus wie ein halber Tec Diver&#8230; na gut, vielleicht kein halber, ein viertel vielleicht&#8230; auch nicht wirklich. Sagen wir, ich hatte auf der Tec-Diver-Bewertungsskala einen Wert von 0,1 Nil. Das hei&#223;t, &#8220;sieht zwar cool aus, bricht aber auf dem Weg zum Wasser unter dem Gewicht schier zusammen&#8221;. Immerhin konnte ich auf diese Weise nicht pl&#246;tzlich weggeweht werden, falls Wind aufgekommen w&#228;re.</p>
<p><em>Ich unterbreche nur ungern, wenn du dich selber anschw&#228;rzt, was die Luftknappheit bei dir angeht, aber ich muss dir leider widersprechen. Du bekamst die Pony Flasche nicht aus Gr&#252;nden deines fragw&#252;rdigen Luftverbrauchs sondern weil sich Majki wegen der Wassertemperatur Sorgen machte und bef&#252;rchtete, dass dein Automat abblasen k&#246;nnte wenn du gleichzeitig atmest und die Boje f&#252;llst.</em></p>
<p>Da, schon wieder! Hast Du gesehen, Boje, sie widerspricht mir schon wieder! Und da wundert sie sich, dass ich mich mit Dir unterhalte.</p>
<p><span style="color: #ff9900;">Boje: &#8212;-</span></p>
<p>Was sagst Du, Boje? Ich soll einfach weitererz&#228;hlen? Sch&#246;n, wenigstens eine, die sich f&#252;r meine Heldentaten interessiert. Also, wie gesagt, ich hatte an der Pony Bottle ganz sch&#246;n zu schleppen. <em></em></p>
<p><em>Wirklich? Wieviel wiegt die? 800 Gramm? Oder doch ein ganzes Kilo? </em></p>
<p>Da geht sie fl&#246;ten, meine Reputation. Jetzt wollte ich den &#8220;Coolness-Faktor&#8221; nur etwas erh&#246;hen, aber nein&#8230; Jedenfalls war ich froh, als ich endlich im Wasser war. Kein Gewicht mehr und&#8230; aaaah, diese angenehme K&#252;hle&#8230;</p>
<p><em>Dass du auf der Treppe unter dem Gewicht fast kollabiert w&#228;rst und wir ungef&#228;hr eine dreiviertel Stunde Oberfl&#228;chenpause nach dem Einstieg einlegen mussten, damit du wieder anst&#228;ndig atmen konntest ist dir wohl geflissentlich entfallen, was? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ich habe beim Einstieg lediglich mit Absicht etwas schneller geatmet, um&#8230; meine Lungen zu reinigen. Damit ich den Luftvorrat besser ausnutzen kann. Als ich fertig war, ging&#8217;s los. Wir tauchten die Strecke, die uns links vom Einstieg an den Felsw&#228;nden entlang f&#252;hrte. Dort kamen wir zu dem Felsvorsprung, wo wir eigentlich erwartet h&#228;tten, die Biertischgarnitur vom September zuvor zu finden. Doch da war nichts mehr. Nur noch einzelne Teile, die daran erinnerten, was sich hier einmal befunden hatte.</p>
<p><em>Richtig &#228;rgerlich war es allerdings, weil wir Babsi den Ort eigentlich zeigen wollten. Sie hatte ihn noch nie gesehen und wir erz&#228;hlten ihr im Vorfeld, wie nett sie den Ort hergerichtet hatten. Um so seltsamer war es f&#252;r sie, als sie die &#220;berreste eines rostigen Grills fand und eine Figur sah. Vermutlich dachte sie, wir wollten sie ver&#228;ppeln.</em></p>
<p>Ein gro&#223;es R&#228;tsel Aber gut, wir hatten die Aufgabe, Majki zu finden, nicht die Biertischgarnitur. Obwohl&#8230; vielleicht h&#228;tten wir f&#252;r das Finden der Biertischgarnitur eine Auszeichnung wegen Originellit&#228;t bekommen. Egal, jedenfalls begaben wir uns auf den Vorsprung und ich versuchte, mich hinzuknien. Dummerweise zog die Pony Bottle mich an der rechten Seite immer nach unten. Erst als ich mich hinstellte, war ich stabil genug, um weiterzumachen.</p>
<p><em>*r&#228;usper r&#228;usper!!!!</em></p>
<p><em>VETO!</em></p>
<p><em>Wie war das bitte? Du hast dich hingestellt???! In deiner Fantasie vielleicht, die Realit&#228;t war allerdings ein klein bisschen anders. Nachdem du derart viel Dreck aufgewirbelt hattest, weil du st&#228;ndig drohtest, von dem Felsvorsprung abzurutschen habe ICH mich schlie&#223;lich deiner erbarmt und dir die entscheidende Hilfestellung geleistet. ICH habe dich festgehalten!</em></p>
<p>Ach, deswegen hast Du das gemacht? Ich habe mich schon gefragt, warum Du auf einmal anf&#228;ngst, an mir rumzugrabschen. Ich fand es eigentlich ganz&#8230; angenehm, deswegen wollte ich Dich nicht davon abbringen. Ich musste mich dann schon ziemlich auf die Aufgabe konzentrieren. Babsi half mir freundlicherweise, und es war wieder das gleiche Prozedere wie beim letzten Mal: Boje entfalten und ein bisschen Luft reinblasen. Diesmal ging es einfacher, da ich nicht meinen Oktopus nehmen musste, denn die Pony Bottle hatte nat&#252;rlich ihren eigenen Regulator. Ich gab etwas Seil und Babsi f&#252;llte etwas mehr Luft nach&#8230;</p>
<p>&#8230;und SCHWUPPS! Kam Zug auf die Boje und sie rauschte davon. HE! SO HABEN WIR NICHT GEWETTET! KOMM SOFORT ZUR&#220;CK!</p>
<p>Dann bemerkte ich Babsis Blick, der zu sagen schien: Was hat er denn? Ach, das war okay so? &#196;h, ich meine, nat&#252;rlich war das okay so! Genau, wie wir es zuvor besprochen hatten, hurra. Oder um es mit Hannibal vom A-Team zu sagen:</p>
<p><object width="420" height="261"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/yxryykx-veM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/yxryykx-veM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="261"></embed></object></p>
<p>Nun stieg Babsi auf, w&#228;hrend Annette und ich warteten. Irgendwann kam Zug aufs Seil und ich gab die Winde frei. Irgendwann kam das Seil zum Stillstand. Dann fing ich an, das Seil mit der Winde wieder aufzuwickeln, so dass wir Babsi folgen konnten. Mit andern Worten: Ich drehte mir den Wolf, w&#228;hrend Annette an mir dranhing und sich ziehen lie&#223;.</p>
<p><object width="420" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/bGMsAYgoL3Y?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/bGMsAYgoL3Y?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="340"></embed></object></p>
<p><em>W-Wa-Waaaas?? Also da h&#246;rt sich doch alles auf! Ich habe mich ziehen lassen, dass ich nicht lache. Ich hatte die &#252;beraus wichtigere Rolle als du mein Freund. Statt einfach simpel einem Seil hinterherzutauchen trug ich die VERANTWORTUNG! Ich war diejenige, die dich immer wieder aus der Tiefe rei&#223;en musste, da du nur auf das Seil fixiert warst und dabei gar nicht gemerkt hast, dass du st&#228;ndig tiefer kamst. So ist das mit euch Kerlen. Ihr seid einfach nicht in der Lage, zwei Dinge parallel zu machen. </em></p>
<p>Ich hab doch zwei Dinge gleichzeitig gemacht: Ich musste kurbeln und auf das Seil achten, dass es sich nirgends verf&#228;ngt. Der hochdramatische Moment, als das Seil &#252;ber eine scharfe Felsenkante ging und ich zusehen musste, dass es dort nicht versehentlich durchtrennt wird, ist Dir nicht mehr in Erinnerung, oder? Und &#252;berhaupt:  Noch am n&#228;chsten Tag merkte ich meinen rechten Arm, aber habe ich mich beschwert? Nein. Nein, das habe ich nicht.</p>
<p><em>Zur Gen&#252;ge. Ich erinnere nur an den Artikel, als du im Schluchsee mal die Lampe halten musstest. Ein GANZER Artikel nur &#252;ber deine Schmerzen im Arm!</em></p>
<p>Nein, ich habe lediglich auf den leichten Schmerzzustand meines Musculus Biceps Brachii hingewiesen. Und das auch nur deswegen, damit die anderen sich keine Sorgen um meinen Zustand machen.<em></em></p>
<p><em>Sehr heldenhaft von dir. Wenn ich das gewusst h&#228;tte, dann h&#228;tte ich mich selbstverst&#228;ndlich mit meinen bissigen Kommentaren zur&#252;ckgehalten. H&#228;tte ich? Hm&#8230;.. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Schritt f&#252;r Schritt folgten wir so der Spur der Blasen, die Babsi herausfand, <em>(weibliche Intuition!) </em>obwohl mittlerweile auch noch andere Taucher ins Wasser gekommen waren. Schlie&#223;lich hatten wir Majki erreicht. Nun war es an mir, einen Ruck nach oben zu geben, so dass Babsi wieder zu uns sto&#223;en konnte. Der Vermisste war gefunden und gerettet. &#196;hm&#8230; k&#246;nnte ich bitte eine Fanfare haben?</p>
<p><object width="420" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/CgF9kmOhupc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/CgF9kmOhupc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="420" height="340"></embed></object></p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>Mit der bravur&#246;sen L&#246;sung dieses Szenarios waren wir frohgemut. Die anderen Aufgaben konnten nun kommen, aber davon berichte ich das n&#228;chste Mal. Habe ich eigentlich schon erw&#228;hnt, dass mir mein rechter Arm fast nicht wehtut?</p>
<p><em>Zustand&#8230;das Wort gef&#228;llt mir irgendwie nicht. Zumutung find ich passender&#8230;du bist eine Zumutung! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Mir bleibt auch nichts erspart!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=RESCUE+DIVER%3A+Uuuund%E2%80%A6+ACTION%21+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1065+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1065&amp;md5=5a569239e7bb1bb5675e74ac898573cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der erste Tauchgang im Trocki</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/07/13/der-erste-tauchgang-im-trocki/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dry Suit Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Trocki]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Trocki war gekauft. Gott sei Dank rechtzeitig vor dem Horkaaufenthalt, denn wir hatten im Rahmen des Resue Divers noch einige Tauchg&#228;nge vor uns.

F&#252;r unter den Trocki hatte man uns einen mittleren Unterzieher sowie Skiunterw&#228;sche empfohlen. Die Wassertemperatur war noch ziemlich k&#252;hl, denn erst drei Wochen zuvor war ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Trocki war gekauft. Gott sei Dank rechtzeitig vor dem Horkaaufenthalt, denn wir hatten im Rahmen des Resue Divers noch einige Tauchg&#228;nge vor uns.</p>
<p>F&#252;r unter den Trocki hatte man uns einen mittleren Unterzieher sowie Skiunterw&#228;sche empfohlen. Die Wassertemperatur war noch ziemlich k&#252;hl, denn erst drei Wochen zuvor war das Eis vom See weggetaut.</p>
<p>Wie schon das letzte Mal beluden wir unser Auto und machten uns auf den Weg nach Ostdeutschland. Kaum hatten wir &#220;berlingen hinter uns gelassen, fing es an zu regnen. Was sage ich? Es regnete nicht, es sch&#252;ttete. Na klasse. Und kalt war es auch.</p>
<p>Hinter Ulm h&#246;rte es wieder auf und etwas Hoffnung keimte in uns, dass es in Ostdeutschland vielleicht ein bisschen w&#228;rmer war als bei uns, aber leider fing es wieder an zu sch&#252;tten, nachdem wir Dresden erreicht hatten.</p>
<p>Wir erreichten als erste die Basis in Horka. Man lie&#223; uns schon mal hinein, doch da wir die ersten Basisbewohner in dem Jahr waren, war sie noch nicht richtig beheizt. Wir froren ziemlich, trauten uns nicht, die Jacken auszuziehen, und warteten auf Majki. Knapp eine Stunde sp&#228;ter kam er, mit Babsi nebst Hunden. Wir liefen zum See, aber so richtig einladend war es ehrlich gesagt nicht. Wir dachten mit Grauen daran, in das kalte Wasser zu steigen und waren doppelt froh, dass es dieses Mal trocken sein sollte.</p>
<p><em>Thorsten: Ja, da war uns das Gl&#252;ck wirklich hold. Im Nass-Tauchanzug w&#228;re das eine verdammt ungem&#252;tliche Angelegenheit geworden.</em></p>
<p>An dem Abend machten wir nicht mehr viel. Wir gingen essen, dann schlafen. Die Zimmer waren immerhin sch&#246;n warm und es gab keine <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/11/05/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-1/" target="_blank">M&#252;cken</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen war es dann soweit. Nach einer Einweisung in die Anz&#252;ge zogen wir uns das erste Mal komplett trocken an. Bis dahin ging soweit erst mal alles problemlos. Sich ins Jacket zu zwingen erforderte bei mir zumindest etwas Geschick, dann ging es los.</p>
<p><em>Ich werde nie dieses komische Gef&#252;hl vergessen, wenn man den Anzug angelegt hat und in die Knie geht, um s&#228;mtliche Luft herauszupressen. Der Trocki saugt sich dann quasi an einem fest. Das f&#252;hlt sich an wie&#8230; &#228;h&#8230; ja, mir f&#228;llt gerade kein Vergleich ein. Ich sag Bescheid, falls sich das &#228;ndert.</em></p>
<p>Eitler Fatzke! Du bist auch mit nix zufrieden. Mal saugt sich der Trocki an, dann ist man wieder nicht fotogen weil der Rei&#223;verschluss am R&#252;cken einen Buckel vort&#228;uscht&#8230; und da hei&#223;t es immer Frauen seien so eitel&#8230;</p>
<p><em>Hallo?? Ich werde dieses Jahr 40. Ich kriege Falten und verliere meine Haare. Da muss ich doch schauen, dass ich anderweitig gut aussehe.</em></p>
<p>Wir liefen in Richtung Seeeinstieg. Auf dem Weg fiel mir auf, dass ich irgendwie seltsam lief. Man hatte einem zwar beigebracht, aufrecht zu laufen, Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch rein, aber f&#252;r meinen Geschmack hatte ich die Schultern zu weit hinten. Dieser Verdacht best&#228;tigte sich, als ich versuchte, meine Flossen anzuziehen. Hier machte sich der erste Haken des Trilaminat Trockis bemerkbar. Er ist nicht elastisch! Und da die Stiefel direkt an den Hosenbeinen angebracht sind, gestaltete es sich etwas schwierig, im Stehen an die Flossen zu kommen. Knie anziehen ging nur bis zu einem gewissen Grad. Erschwerend kam bei mir die ungew&#246;hnliche &#8220;Schulterzur&#252;ckposition&#8221;, die es mir gar nicht erm&#246;glichte, an die Clipverschl&#252;sse der Flossen zu kommen. Nerv! Schlie&#223;lich gab ich auf und lie&#223; mir helfen.</p>
<p>Dann: Blei in die Taschen. Bei dem Gedanken an die Bleimenge wurde ich schon kurzluftig. Im Na&#223;tauchanzug brauche ich mit meiner 12 l Flasche maximal 2 kg, hier packte ich schon 8 Kilo ein. Inclusive Fu&#223;blei, denn die F&#252;&#223;e sollen im Trocki unten bleiben. V&#246;llig geschafft vom Anziehen begab ich mich auf die letzte Stufe.</p>
<p><em>Neben dem Fu&#223;blei hatten wir kurz vor der Fahrt nach Horka noch den Tipp bekommen, uns Flossen mit weniger Auftrieb zu besorgen, was wir brav getan hatten.</em></p>
<p>(Korrektur: DEINE Flossen hatten zu viel Auftrieb, meine nicht! Ich hab mir dekanterweise Splitfins geleistet, die weniger Wasserwiderstand haben. Haben sie auch. Wenn man flosselt sp&#252;rt man sie fast nicht. Hach, das geht ja richtig leicht. Angenehm leicht. Sehr leicht. ZU leicht!!!!! Ich hab meine Flosse verloren!!!!!!!!!!!)</p>
<p>Ehrlich gesagt war ich mehr als nerv&#246;s. Man h&#246;rt Geschichten &#252;ber Taucher, die Luft vom Trocki in die Beine bekommen und so unter Wasser einen Kopfstand machen und ungebremst an die Oberfl&#228;che schie&#223;en. Da ich aus leidlicher Erfahrung wei&#223;, dass ich zu solch bl&#246;den Zwischenf&#228;llen besonders am Anfang neige, sah ich es schon kommen, dass ich von der letzten Stufe ins Wasser glitt um sofort Kopf zu stehen.</p>
<p>Es half aber nichts. Den Mutigen geh&#246;rt die Welt. Also wagte ich den Schritt ins Wasser. Hier fiel mir zweierlei auf:</p>
<p>Erstens: Aaaaah&#8230;.kalt. Sehr kaltes Wasser. Igitt!!! Nein, nicht was Sie jetzt denken. Der Anzug war dicht. Aber trotzdem sp&#252;rte ich die umgebende K&#228;lte sehr deutlich. UUhhh! (Memo an mich: f&#252;r solche Aktionen in Zukunft dickere Unterzieher!!!!)</p>
<p><em>Okay, an dieser Stelle schalten wir mal schnell um in die Sendezentrale zum Zentralsender, und zwar zur&#8230;</em></p>
<h1>Hobbythek<em><br />
</em></h1>
<p><em>Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der &#8220;Hobbythek&#8221;, liebe Bastelfreunde! F&#252;r diejeningen unter unseren Lesern, die noch nie einen Trockentauchanzug im Wasser anhatten: Da hab ich mal was vorbereitet! Falls Sie das Gef&#252;hl mal nachvollziehen wollen, dann nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh (zum Beispiel aus dem Verbandskasten),</em> &#8230;</p>
<p>Gute Idee! N&#228;chste Verkehrskontrolle: &#8220;Zeigen Sie mal Ihren Verbandskasten! Wo sind denn die Handschuhe?&#8221; &#8211; &#8220;&#196;h&#8230; ich habe da ein Flat Flute Diver Experiment gemacht&#8230;&#8221; &#8211; &#8220;WAS haben Sie gemacht???&#8221;</p>
<p><em>&#8230; nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh, zur Not tut&#8217;s auch ein Haushaltshandschuh, f&#252;llen Sie ein Waschbecken mit 10 ° C kalten Wasser (zur Not tut&#8217;s auch 10 ° warmes Wasser) und halten Sie die Hand rein, und zwar so, dass kein Wasser in den Handschuh l&#228;uft. Genau so ist das Gef&#252;hl im Trockentauchanzug am ganzen K&#246;rper. Danke f&#252;r die Aufmerksamkeit, zur&#252;ck zu meiner liebreizenden Kollegin. </em></p>
<p>Zweitens: Die praktische Anwendung der Tauchphysik in Bezug auf den Wasserdruck. Wenn wir also im Na&#223;tauchanzug tauchen, merken wir vom Druck au&#223;er an den Ohren nicht wirklich etwas. Auch ein Schwimmer w&#252;rde den Wasserdruck an den Beinen im Wasser nicht merken. Aber! Der Trilaminat-Trockentaucher merkt ihn bereits an der Oberfl&#228;che! Ich trieb wie ein Korken an der Wasseroberfl&#228;che und wartete noch auf Thorsten, da merkte ich bereits, dass der Trockentauchanzug an meinen Beinen  klebte wie ein l&#228;stiger Duschvorhang, der elektrostatisch aufgeladen ist und den arglosen Duscher nervt. Na, das konnte ja heiter werden. Denn bereits an der Oberfl&#228;che bewirkte der klebende Trocki, dass die Bewegungsfreiheit der Beine zum flosseln eingeschr&#228;nkt ist.</p>
<p>Wir tauchten ab. Das erste Mal. Leider war die Sicht sehr milchig, was daran lag, dass es in Horka auch tagelang vorher geregnet hatte. Wir wollten erst mal auf 7 m bleiben und ein bisschen rumtauchen, um erst mal ein Gef&#252;hl f&#252;r den Trocki zu kriegen. Ich tauchte mit Majki, Thorsten mit Babsi. Los gings.</p>
<p>Es war, wie ich bef&#252;rchtet hatte. Je tiefer wir kamen, desto mehr klebte dieser Trocki an den Beinen und desto steifer wurde er. Ich lie&#223; zwar Luft hinein, aber die drang nicht bis zu den Beinen vor. Sollte sie nach M&#246;glichkeit auch nicht. Sie erinnern sich? Kopfstand! Ich ertrug es und tauchte weiter. Inzwischen war ich allerdings tiefer, als ich eigentlich wollte, ein Blick auf meinen Tauchcomputer zeigte mir 16 m an. Das merkte ich daran, dass ich den Eindruck hatte, dass es mir die Schuhsohlen in die Zehenzwischenr&#228;ume ziehen w&#252;rde.</p>
<p><em>Das Gesetz von Boyle besagt, dass das Volumen eines Gases sich umgekehrt proportinal zum Druck verh&#228;lt.</em></p>
<p>Sabbel doch nicht so geschwollen rum. Man k&#246;nnte ja meinen, du h&#228;ttest Physik studiert. Au&#223;erdem hei&#223;t der Typ Boyle-Mariotte nur zur Information!</p>
<p><em>Okay, irgendso ein physikalischer Grundsatz sagt, dass sich irgendwas irgendwie verh&#228;lt, wenn irgendwas passiert. Was genau, das diskutieren wir dann noch aus. In unserer Situation beim Tauchen jedoch galt: je mehr Druck, desto weniger Volumen. Das bekommt man im Trocki sehr deutlich mit. Und ich war sowieso noch sehr vorsichtig, da das Ablassen der Luft aus dem Anzug &#252;ber das Ventil im Oberarm eine sehr ungewohnte Sache war. Es galt nicht nur zu vermeiden, dass Luft in den Beinen daf&#252;r sorgte, dass man sich auf dem Kopf stellte, sondern auch dass die sich beim Aufstieg wieder ausdehnende Luft einen aufpumpte wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bibendum" target="_blank">Michelin-M&#228;nnchen</a> und man mit Impulsgeschwindigkeit gen Oberfl&#228;che schoss. Also lieber nicht zu viel Luft reinlassen und oft ablassen.</em></p>
<p>Insgesamt war es eine interessante Erfahrung, aber ich merkte schnell, dass das Trockentauchen noch sehr viel &#220;bung braucht. Alleine das Tarieren mit dem Anzug ist nicht so leicht, wie man sich das vorstellt. Arm hoch, um Luft aus dem Anzug zu lassen? In der Theorie vielleicht&#8230; Das wollte nicht klappen, und schon stieg ich ungewollt auf. Mit der Zeit lernte ich, dass ich nicht nur den Arm hochnehmen muss, sondern auch den Arm anwinkeln sollte, dann klappt es schon viel besser.</p>
<p><em>Dabei zeigte sich ein Nachteil meines <a href="../2009/07/24/thorstens-gedanken-zur-ersten-eigenen-ausruestung-das-jacket/" target="_blank">Jackets</a>:  es hat keinen Tarierschlauch, sondern einen an der linken Seite  angebrachten Tarierhebel.  Um Luft sowohl aus dem Jacket als auch aus  dem Anzug abzulassen, musste ich zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen machen:  Nach oben, um Luft aus dem Anzug zu lassen, nach unten, um an den  Tarierhebel zu kommen.</em></p>
<p>Verstehe. Zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen &#252;berfordern Dich. Du bist wohl nicht belastbar was? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Es ist nur geringf&#252;gig schwierig, den Arm gleichzeitig hochzunehmen <strong>und</strong> nach unten an den Tarierhebel zu greifen. Das eine schlie&#223;t das andere aus. Das ist fast wie in diesem Gedicht: &#8220;&#8230;drinnen sa&#223;en stehend Leute, schweigend ins Gespr&#228;ch vertieft&#8230;&#8221;</em></p>
<p>L&#228;nger als 30 Minuten war bei dem Tauchgang nicht drin. Es war einfach zu kalt. Wir tauchten wieder auf. Offenbar zog ich ne Schnute, denn Majki merkte gleich, dass ich mit der ersten Trockierfahrung nicht zufrieden war. Er meinte, ich solle mich nicht aufregen, die ersten Male seien nun mal gew&#246;hnungsbed&#252;rftig und nach ein paar Tauchg&#228;ngen w&#252;rde man das Engegef&#252;hl an den Beinen gar nicht mehr merken. Er behielt Recht. Also, nicht dass man es nicht merken w&#252;rde, aber man gew&#246;hnt sich dran.</p>
<p><em>Au&#223;erdem w&#252;rde man sich daran gew&#246;hnen, dass man am Anfang immer so eine gewisse Unsicherheit hat: Warum ist es gerade kalt? Ist es einfach nur kalt &#8211; oder hat der Anzug ein Loch, und es ist deswegen kalt, weil man gerade geflutet wird, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tauchzelle" target="_blank">Tauchzelle</a> eines U-Boots?</em></p>
<p>Was sich bei mir noch als Problem herausstellte: Ich hatte halbtrockene Handschuhe an. Der Gr&#246;&#223;e S, jedoch stellte sich heraus, dass ich trotzdem noch einen &#220;berstand von 2 cm an den Fingerkuppen hatte. Somit gestaltete es sich ziemlich schwierig, das Lufteinla&#223;ventil des Trockis zu bedienen. Auch hier m&#252;sste ich in K&#252;rze Abhilfe schaffen, also kam das Problem auf die &#8220;to do Liste for diving&#8221;.</p>
<p>Jetzt hatten wir noch eine Herausforderung vor uns: Der Ausstieg. Dazu in der kompletten, nassen Ausr&#252;stung knapp 100 Treppen hoch. Ich schnaufte aus dem Wasser, und *Trommelwirbel&#8230; schon stand ich wieder da wie das Topmodel* pers&#246;nlich. Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch <span style="text-decoration: line-through;">raus </span>rein. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8-)' class='wp-smiley' />   Da stimmte doch was nicht. Am Abend merkte ich auch sehr deutlich meine Schultergelenke. Inzwischen wei&#223; ich auch, woran das liegt. Mein Jacket ist mir zu gro&#223; und sagen wir eher mal: zu breit. Ich musste k&#252;nftig die Brustschnalle zuerst zumachen und maximal anziehen, bevor ich den Rest schlie&#223;en konnte, dann klappte es auch mit dem Flossenanziehen&#8230;</p>
<p>* = <em>GNTTM, oder wie? &#8220;Germany&#8217;s Next Tauch-Topmodel&#8221; Ich stell mir das schon vor, wir &#228;chzen die Treppen hinauf, und oben steht Heidi Klum und kritisiert unsere Gangart. Die war nat&#252;rlich nicht sonderlich elegant, aber: Alles Gewohnheitssache. Hoffe ich jedenfalls. Denn es stand uns ja noch was bevor: den Abschluss des RESCUE DIVER &#8211; Pr&#252;fung und Freiwassertauchg&#228;nge.</em></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Der+erste+Tauchgang+im+Trocki+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D986+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=986&amp;md5=5c988f168256a3fa5b248ddaeceec438" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>RESCUE DIVER: Die Poollektionen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indoor-Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich-Leimbach]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich mit der Geschichte der Tauchorganisation PADI ein wenig auseinander setzt, stolpert man fr&#252;her oder sp&#228;ter &#252;ber die Anekdote, wie der Grundstein f&#252;r das PADI-Ausbildungssystem gelegt wurde. Es gab da einen Mann, der das OWD-Brevet gemacht hatte und bei Ralph Erickson (einem der beiden Gr&#252;nder von PADI) vorstellig wurde. Er hatte zwar den Kurs absolviert, aber nie Freiwassertauchg&#228;nge gemacht und wollte das nun nachholen. Nachdem er es gemacht hatte, fragte er: &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221; Erickson musste einige Tauchg&#228;nge f&#252;r den AOWD improvisieren. Doch wieder fragte der Mann: &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221; Zweifellos geh&#246;rte er zu der Sorte Mensch, die immer wieder Neues erkunden und ausprobieren wollen. Die mehr wissen wollten.</p>
<p>Als Annette und ich mit dem Tauchen angefangen haben, hatten wir keine Vorstellung, was da alles m&#246;glich ist. Warum auch? Wir hatten ja den Vorsatz gehabt, auf ewig &#8220;Scuba Diver&#8221; zu bleiben und ein bisschen Urlaubstauchen zu betreiben. Doch als uns das &#8220;Tauchfieber&#8221; gepackt hatte, gab es f&#252;r uns kein Halten mehr. Auch wir fragten nun &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221;</p>
<p>Anfang Dezember 2009 kamen wir aus &#196;gypten zur&#252;ck und hatten den <a title="AOWD" href="http://www.flatflutedivers.de/category/ausbildungsstufe/advanced-open-water-diver/" target="_blank">AOWD</a>-Kurs erfolgreich absolviert. Und nun standen wir vor der Ausbildungsstufe, die die letzte &#8220;normale&#8221; Sporttaucherausbildung bei PADI sein w&#252;rde, dem RESCUE DIVER. Danach w&#252;rde es schon in den professionellen Bereich gehen. Wie immer hatte es mal ganz andere Pl&#228;ne gegeben, die wir aber &#8211; wieder mal &#8211; &#252;ber den Haufen warfen. Eigentlich wollten wir den Rescue Diver zu dritt machen, mit einer Kollegin von Annette zusammen. Dazu wollten wir die Pooltauchg&#228;nge den Winter &#252;ber erledigen und im Fr&#252;hjahr tagesweise die Freiwassertauchg&#228;nge machen, sobald das Wetter dies zulie&#223;. Doch bei Annettes Kollegin kamen leider ein paar Unw&#228;gbarkeiten dazwischen, so dass sie den Kurs nicht machen konnte. Au&#223;erdem empfahl uns Majki dringend, die Freiwassertauchg&#228;nge &#8220;am St&#252;ck&#8221; zu erledigen. Zum Beispiel bei einem Aufenthalt in <a title="Tauchgebiete: Horka" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a>. Also machten wir, was wir so gut k&#246;nnen, n&#228;mlich Pl&#228;ne &#252;ber den Haufen zu werfen und neue zu machen. Wir w&#252;rden nun die Pooltauchg&#228;nge trotzdem &#252;ber den Winter hinweg erledigen, um den Kurs dann im April 2010 in Horka abzuschlie&#223;en. Wir hofften, dass bis dahin das Wetter gut genug sein w&#252;rde, um Freiwassertauchg&#228;nge zu machen.</p>
<p>Vom RESCUE-DIVER-Kurs hatte man uns erz&#228;hlt, dass es der k&#246;rperlich anstrengendste sein w&#252;rde, aber auch der, der am meisten Spa&#223; macht und von dem man viel mitnehmen kann. Bei uns kam noch dazu, dass es eine Verbindung von zwei Dingen war, die wir gern machten: Menschen retten und tauchen. Die Poollektionen fanden im Hallenbad in Z&#252;rich-Leimbach statt, das wir schon vom &#8220;Tarieren in Perfektion&#8221;-Kurs kannten. Grob gesagt unterteilt man die &#220;bungen in zwei Arten: Unter Wasser und &#252;ber Wasser. Sinnig, was?</p>
<p><em>Annette: Wie? Was lese ich da? ZWEI Dinge, die wir gerne machen? Tauchen ja, aber retten wir auch gerne Leben? Wirklich? </em></p>
<p>Sie nun wieder&#8230; ich wollte uns nur in einem positiven Licht darstellen. Die Wahrheit muss doch nun wirklich nicht jeder wissen, oder?</p>
<p>Die &#220;bung, die wir komplett erst im Freiwasser machen sollten, war die, wie man einem Taucher von au&#223;erhalb des Wassers hilft. Es hatte wenig Sinn, Schwimmk&#246;rper mit Seilen dran durch die Schwimmhalle zu schleudern und m&#246;glicherweise einen harmlosen Schwimmer zu versenken, der mit den ganzen &#220;bungen nichts zu tun hatte. Also ging wir gleich ins Wasser und begannen mit den ersten &#220;bungen:</p>
<p><strong>Taucher in <span style="color: #ff0000">PANIK</span> an der Oberfl&#228;che</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Der Umschlag gef&#228;llt mir&#8221;, sagte er. &#8220;<em>Keine Panik</em>. Das ist das erste hilfreiche oder vern&#252;nftige Wort, das ich heute gesagt bekomme.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja. Deswegen verkauft es sich so gut&#8221;, sagte Ford.</p>
<p><em>Arthur Dent und Ford Prefect in &#8220;Per Anhalter durch die Galaxis&#8221; von Douglas Adams</em></p></blockquote>
<p>Das Wort &#8220;Panik&#8221; kommt von dem griechischen Gott <em>Pan</em>, von dem die Sage zu berichten wei&#223;, dass er gerne arme, grasende Schafe erschreckte, so dass eine ganze Herde in kopfloser Flucht davonst&#252;rmen konnte.<em></em></p>
<p><em>Wieso kommen mir ausgerechnet jetzt unsere gemeinsamen Abendessen im Hotel in den Sinn? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Du hattest doch gar keine Panfl&#246;te dabei.</em></p>
<p>Und wer schon mal von Panfl&#246;ten-Spielern terrorisiert wurde, kann es den armen Schafen durchaus nachempfinden. Und schon haben wir einen der Punkte, der bei einem Taucher Panik ausl&#246;sen kann: etwas oder eine Situation, die f&#252;r gef&#228;hrlich gehalten wird, obwohl sie es nicht ist (zum Beispiel ein kleiner, fliegender griechischer Gott mit Panfl&#246;te)<em>(die Vorstellung, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/01/scuba-diver-zwischen-pool-und-meer-thorstens-version/" target="_blank">von einer Tauchbootplattform springen zu m&#252;ssen</a>, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/01/scuba-diver-zwischen-pool-und-meer-annettes-version/" target="_blank">ein Wrack</a>, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/06/scuba-diver-oberflaechenpause-und-zweiter-tauchgang-annettes-version/" target="_blank">eine Niesattacke unter Wasser</a>&#8230; es gibt X Beispiele&#8230;) </em>, oder eine tats&#228;chliche Gefahr. In beiden F&#228;llen ist die Reaktion irrational, der Taucher f&#228;ngt an, wild um sich zu schlagen und sich irgendwie in Sicherheit zu bringen. Das Problem f&#252;r einen Retter ist, dass der Taucher in Panik so schnell wie m&#246;glich aus dem Wasser raus will und dabei auf alles klettert, was sich ihm bietet, egal wie unratsam das ist, eine Eisscholle, der R&#252;cken eines wei&#223;en Hais, eine Seemine aus dem Zweiten Weltkrieg &#8211; oder auch der R&#252;cken des netten Tauchers von nebenan, der nur helfen wollte. Und Schwupps! Schon ger&#228;t der Helfer selbst in Gefahr. Das hat man nun davon. Bl&#246;de Wohlt&#228;ter!</p>
<p>Doch nicht verzagen! Es gibt eine L&#246;sung, indem man sich dem Taucher n&#228;hert und dabei die Beine vorstreckt, so dass man sich im Ernstfall mit ein paar Flossenschl&#228;gen wieder von dem Opfer entfernen kann, falls es den Retter als Kletterboje missbrauchen m&#246;chte. Und wenn man sich schlie&#223;lich n&#228;hert, greift man den Arm des Opfers, dreht es um und klemmt die Pressluftflasche zwischen den Knien ein. Damit hat man das Opfer sozusagen festgenagelt, w&#228;hrend man sich um alles weitere k&#252;mmern kann. Und irgendwann ist das Opfer m&#252;de und gibt sein sinnloses Gestrampel auf. Dann kann man es gem&#252;tlich abschleppen und an Land bringen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Oh, FlatFluteDiver, Du hast mich gerettet! Danke!&#8221;, sagte die junge und &#252;beraus attraktive Blondine, als sie matt ins Gras der Uferbegr&#252;nung sank, noch v&#246;llig au&#223;er Atem von dem Abenteuer, das sie eben erlebt hatte.</p>
<p>&#8220;Aber nicht doch!&#8221;, erwiderte Thorsten mit einer Stimme, deren Klang zu sagen schien: &#8220;Ich bin so cool, wenn ich aufs Klo gehe, kommen unten Eisw&#252;rfel raus.&#8221; Er schob die rechte Augenbraue um anderthalb Zentimeter nach oben, w&#228;hrend er hinzuf&#252;gte: &#8220;Das ist nichts besonderes f&#252;r einen FlatFluteDiver. Gefahr ist mein Gesch&#228;ft. Und jetzt gehe ich los und halte den Klimawandel auf.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Offenbar hast du dir bei dem Kurs &#8220;Tarieren in Perfektion&#8221; im Z&#252;richer Hallenbad nicht nur die Nase, sondern auch die Birne am Grund angeschlagen. Mit nachhaltiger Wirkung! Zudem spielt Pamela Anderson bei Baywatch, und nicht in einer Tauchdoku!<br />
</em></p>
<p><em></em>&#196;h, naja, soweit die Theorie. Die Praxis sah mal wieder ganz anders aus. Zum einen ist es verdammt anstrengend, Opfer zu sein. Das Problem ist, sobald man anf&#228;ngt, wie bl&#246;d um sein Leben zu strampeln, verausgabt man sich derart, dass schon vor Eintreffen des Retters zu m&#252;de ist, um noch nennenswerte Gegenwehr zu leisten. Richtige Opfer halten das nur deswegen so lange durch, weil sie aufgrund ihrer Panik unter Adrenalin stehen. Und es steht schon in der Bibel: &#8220;Adrenalin versetzt Berge.&#8221; Bei der &#220;bung sah das letztlich so aus, dass man sagte: &#8220;Ich bin jetzt in Panik.&#8221;, und nur ein bisschen strampelte. Erst wenn der Retter n&#228;her gekommen war, fing man an, ganz aufzudrehen.</p>
<p>Entsprechend ist die Rolle des Retters auch nicht ohne. In einer der ersten &#220;bungen n&#228;herte ich mich Annette, die sich vorstellte, ein Wrack zu sehen und dann die Panik kaum noch spielen musste. <em></em></p>
<p><em>Ich verbitte mir derartige Unterstellungen! Ich hab DICH auf mich zukommen sehen, das hat v&#246;llig als Grund ausgereicht in Panik zu geraten!</em></p>
<p><em> </em> Pah! Und das, wo ich so heldenhaft war! Ich umging s&#228;mtliche <a title="Duden: Obstakel" href="http://www.duden.de/definition/obstakel_stern_" target="_blank">Obstakel</a> mit der Schl&#228;ue eines Fuches, der Gewandtheit eines <a title="Wikipedia: Nutria" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nutria" target="_blank">Nutrias</a> und hatte die Situation stets im Blick, wie ein Adler seine Beute. Ja, die Situation rief f&#246;rmlich nach einem komplizierten Satz mit ein paar Fremdw&#246;rtern. Dann packte ich beherzt zu! Ich griff Annettes Arm und drehte sie, so dass sie mir den R&#252;cken zuwandte und ich ihre Flasche zwischen meine Knie klemmen konnte. Um sie drehen zu k&#246;nnen, versuchte ich, mit meinen Flossen eine Gegenbewegung zu machen, und mitten in der Drehung&#8230;</p>
<p>&#8230;bekam ich einen Krampf in der Wade&#8230;</p>
<p>Nicht schon wieder! Doch es half nichts, auf H&#228;lfte der Drehung lie&#223; ich Annettes Arm los und kreuzte meine Unterarme, um anzuzeigen, dass ich die &#220;bung abbrach. Reden konnte ich nicht viel, bei der Ann&#228;herung nimmt man zur Sicherheit den Regulator in den Mund, auf dessen Mundst&#252;ck ich nun vor Schmerz biss. Und der Schmerzensschrei, der mir in dem Moment entfuhr, verlor sich zwischen Mundst&#252;ck und Blasenabweiser irgendwo im Innern der Zweiten Stufe. So wurde ich vom Retter zum Geretteten, der sich seinen Wadenkrampf behandeln lassen musste.</p>
<blockquote><p><em> &#8220;Danke&#8221;, st&#246;hnte der Flat Flute Diver und sank v&#246;llig ersch&#246;pft am Beckenrand zusammen, nachdem endlich der Schmerz in der Wade nachlie&#223;.<br />
</em></p>
<p><em> &#8220;Gerne geschehen&#8221;, sagte ein engelsgleiches schwarzhaariges Wesen mit sanfter Stimme, &#8221; Ich bin zwar &#252;beraus attraktiv und jung, aber nicht blond! Ich bin es, die zu danken hat, dass ich Dir gro&#223;en Flat Flute Diver &#252;berhaupt helfen durfte! Deine st&#228;hlernde Wade zu massieren bereitete mir &#252;beraus gro&#223;es Vergn&#252;gen!&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Manchmal, Nachts, wenn ich ganz allein bin, m&#246;chte ich nur noch weinen. Und in diesen schweren Stunden denke ich dann an Annette und&#8230; m&#246;chte noch mehr weinen. Aber der Doktor sagt, wenn ich weiterhin die kleinen, gelben Pillen nehme, wird das bald wieder gut sein. Jedenfalls, im zweiten Anlauf klappte es dann. Hurra.</p>
<p><em>Aber warum denn&#8230; wer wird denn gleich weinen? Wenn Du Dich ein klein wenig anstrengst, kannst Du doch genauso engelsgleich und gro&#223;herzig wie ich werden!</em></p>
<p>Das sagst Du doch jetzt nur, um mich zum Lachen zu bringen, oder? Egal, weiter geht&#8217;s&#8230;</p>
<p><strong>Bewusstlosen Taucher an die Oberfl&#228;che holen</strong></p>
<p>Diese Lektion hatten wir schon beim <a href="http://www.flatflutedivers.de/2010/01/06/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-4/" target="_blank">Nitrox-Kurs in Horka</a> gemacht. Majki hatte sie uns damals geg&#246;nnt, weil es besser ist, schon hier Bescheid zu wissen, was man mit einem bewusstlosen Buddy macht. Nun wurde es also Ernst, sie f&#252;r den Rescue Diver zu wiederholen. Nun denn, ist ja kein Problem. Annette legte sich b&#228;uchlings auf den Grund und ich n&#228;herte mich ihr von der linken Seite.</p>
<p><em>Man darf gespannt sein. Die Rolle des Opfers ist interessant. Wie stellt sich der Retter denn an? Geschickt? Z&#252;gig? T&#246;lpelhaft? Unsittlich? <span style="text-decoration: line-through;">Bekommt er vielleicht gar einen Wadenkrampf?</span><br />
</em></p>
<p>In dem Moment kamen ein paar Taucher des Wegs, die zu einer anderen Gruppe geh&#246;rten und uns passierten. H&#246;flich, wie ich nun mal bin, lie&#223; ich sie zuerst vor&#252;berziehen. Au&#223;erdem wusste ich nicht, wieviel Platz ich brauchen w&#252;rde, wenn ich Annette vom Grund aufhob. Also, erstmal abwarten&#8230; ja, Hallo, Tag auch. Alles okay? Alles okay.</p>
<p><em>WIEVIEL PLATZ DU BRAUCHEN W&#220;RDEST, UM MICH AUFZUHEBEN???  WAS soll DAS denn hei&#223;en? Ich hab doch keinen Wendekreis eines Panzers! Hast du ein Ma&#223;band in der Tasche? Mir fehlen die Worte. Und zudem warte ich immer noch auf meinen Retter. Und zwar auf denjenigen, dem mein Wendekreis egal ist. So!<br />
</em></p>
<p>He, das ist Rettung unter Ber&#252;cksichtigung der Umgebung! Wie w&#252;rde es Dir gefallen, wenn ich Dich im Rahmen der Rettung gegen die Wand klopfen w&#252;rde oder so?</p>
<p><em>Also, das w&#228;re ja in der Tat mal was ganz Neues. &#220;blicherweise verletzt Du Dich gerne selber beim Tauchen, das w&#228;re Premiere gewesen, wenn Du mich verletzt h&#228;ttest. Insofern seh ich das nach. Soweit k&#228;m es ja noch&#8230;.</em></p>
<p>Okay, neuer Versuch&#8230; &#228;rgs, was ist DAS denn? Da schwimmt ja ein Kaugummi! Ist ja e-kel-haft! Was spucken die Leute nur alle ins Becken? Da will ich mich aber nicht hinknien! Ich erzeugte eine Str&#246;mung mit den H&#228;nden, wodurch das Teil davongetragen wurde.</p>
<p><em>Ich fasse es nicht. WIE BITTE? Kann das sein, dass Du vielleicht ein KLEIN WENIG leicht ablenkbar bist? Ich k&#246;nnte bereits TOT sein, und Du machst Dir Gedanken um einen Kaugummi?? ICH bin schlie&#223;lich todesmutig an dich herangetaucht durch ein Meer von Haarkn&#228;uln, Rotz, undefinierbarer andere Sachen, von denen ich lieber nicht wissen will was das war, und DU??!<br />
</em></p>
<p>Nein, &#228;h, das verstehst Du ganz miss. Ich wollte&#8230; ich dachte&#8230; ich hatte&#8230; als ich diesen Kaugummi sah&#8230; die Idee&#8230; damit eine Luftblase zu erzeugen, um Dich zu retten, so war&#8217;s, genau! Weil ich bin n&#228;mlich genauso gewieft wie dieser Herr hier:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3hfzlQKKqVU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/3hfzlQKKqVU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Ich konnte meinen Plan nur leider nicht ausf&#252;hren, weil&#8230; weil&#8230; weil ich kein Gummiband und keine Kugelschreibermine zur Hand hatte, um eine Rettungsboje zu basteln.</p>
<p>Okay, n&#228;chster Versuch&#8230; n&#228;hern, sch&#252;tteln, Regulator kontrollieren. Alles gut. Jetzt den Taucher vom Grund aufnehmen. Dazu musste ich bei Annette etwas Auftrieb herstellen. Wo war nochmal der Tarierschlauch? Ah, linke Schulter, ich hab ihn. Jetzt ziehe ich ihn vorsichtig hoch&#8230; das f&#252;hlt sich aber komisch an&#8230; ach je. Annette, willst Du mal lachen? Jetzt h&#228;tt ich den Schlauch fast ausgef&#228;delt.</p>
<p><em>Wundert mich gar nicht. Wirklich nicht. Wenn ich das oben lese, bin ich erstaunt, dass Du das &#252;berhaupt hingekriegt hast und nicht in Panik wegen eines vorbeischwimmenden Haares ausgebrochen bist.</em></p>
<p>Was, da schwimmen Haare rum??? Wo sind wir denn da gelandet, um Himmels Willen? Also, nichts wie hoch an die Oberfl&#228;che! Ist es ein Delfin? Ein T&#252;mmler? Oder ein besonders eleganter Zackenbarsch? Nein, es ist der FlatFluteDiver! Ta-dah! Sicher wieder nach oben gebracht! Bin ich gut? Ich <em>bin </em>gut!</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich muss Ihnen meine Bewunderung ausdr&#252;cken&#8221;, sagte der Bundespr&#228;sident, w&#228;hrend er sich von einem Mitarbeiter einen kleinen, schwarzen Kasten reichen lie&#223;. &#8220;Ihr Heldentum ist Vorbild und Inspiration f&#252;r uns alle. Ich w&#252;nsche mir, dass es mehr Menschen gibt wie Sie. Lassen Sie mich Ihnen diesen Orden anheften!&#8221;</p>
<p>Doch Thorsten winkte dankend ab: &#8220;Nicht n&#246;tig, Herr Pr&#228;sident. Das ist doch die t&#228;gliche Arbeit der FlatFluteDivers. Das L&#228;cheln dieser Holden, die ich erretten durfte, ist mir Belohnung genug&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Da h&#228;tte ich noch eine Kleinigkeit anzubringen. Hier habe ich eine kleine Szene in meinem Repertoire, die zeigt, wie sowas aussehen k&#246;nnte! Also, wie Du, lieber stolzer Flatflutediver, an mir vorbeistolzierst, mich links liegen l&#228;&#223;t, um mir Deine Verachtung zu zeigen, denn schlie&#223;lich hast DU den Orden bekommen&#8230; nicht ich. Schauen wir doch mal zu, was passiert!</em></p>
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<p>He, wo hast Du denn das her?? Das kann doch alles nicht wahr sein. Herr Bundespr&#228;sident, jetzt sagen Sie doch auch mal was!</p>
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<p>Auch das noch! Hier bleibt einem aber auch nichts erspart. Wie war das mit dem, der den Schaden hat und f&#252;r den Spott nicht zu sorgen braucht? Doch beachten wir diese vollkommen uninteressanten Einw&#228;nde der Dame nicht weiter, denn  mit dem an die Oberfl&#228;che bringen war es nicht getan. Mehr Heldentaten standen an! Fast nahtlos fuhren wir fort:</p>
<p><strong>Beatmen eines Tauchers an der Oberfl&#228;che und ans Ufer bringen</strong></p>
<p>Gut, in Ermangelung eines Ufers mussten wir den Beckenrand nehmen, aber das ging auch. Bei dieser &#220;bung &#246;ffnet man sowohl die Tarierweste des Opfers als auch die eigene, noch w&#228;hrend man das Opfer zum Ufer schleppt und gleichzeitig beatmet. Das Ablegen der Weste w&#228;hrend des Schleppens soll Zeit sparen, denn sp&#228;testens am Ufer muss man diese ausziehen. Und abschleppen, alle 5 Sekunden &#252;ber eine Maske beatmen und gleichzeitig die Weste ablegen, das kann schon anstrengend sein. Hab ich gelesen. F&#252;r mich nat&#252;rlich nicht. Es klappte alles reibungslos, schleppen, beatmen, die Schnallen vom Jacket &#246;ffnen, beatmen, noch mehr Schnallen &#246;ffnen &#8211; und so weiter. Schlie&#223;lich konnte ich mein Jacket ablegen und treiben lassen.</p>
<p>Doch w&#228;hrend ich mich dem Beckenrand n&#228;herte, beschlich mich ein komisches Gef&#252;hl. So als ob ich verfolgt w&#252;rde&#8230; ja, in der Tat wurde ich verfolgt! Von meinem eigenen Jacket! Es schwamm quasi hinter mir her. Wie sich herausstellte, hatte sich mein Lungenautomat bei Annette verfangen, und so zog ich die Tarierweste hinter uns her.</p>
<p><em>Da ich, als kameraerfahrene Schauspielerin, meine Rolle als Opfer sehr ernst nahm, entging mir nat&#252;rlich die Dramatik der aufkeimenden Situation. Ich kann von Gl&#252;ck sagen, dass es nur Dein Jacket war, was dich verfolgt hat. Ich m&#246;chte mir nicht ausmalen, was passiert w&#228;re, wenn es ein l&#228;stiges fremdes Haar gewesen w&#228;re. Ich als Opfer w&#228;re sicher als Kletterboje missbraucht worden!</em></p>
<p>Dann der letzte Akt! Am Beckenrand angekommen legte ich Annette mit dem Oberk&#246;rper dort ab, kletterte gewandt aus dem Wasser <em>(war das da, als du dir das Knie am Beckenrand angeschlagen hast? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</em> und zog sie ganz heraus. Ja-ha, wieder mal geschafft! Komm ich jetzt im Fernseh&#8217;n?</p>
<p><em>Nein! Zur&#252;ck zu den FlatFluteDivern!<br />
</em></p>
<p>Du immer! Dann erz&#228;hl doch mal, wie Du Dich angestellt hast, na?</p>
<p><em>Ich wei&#223; gar nicht, was Du meinst. Bei mir hat alles reibungslos geklappt.<br />
</em></p>
<p>Ach ja? Wie war das denn, als Du mich bei der einen &#220;bung vom Grund an die Oberl&#228;che bringen solltest, und Probleme mit meinem Tarierhebel hattest?</p>
<p><em>Also, &#252;ber Deinen&#8230; Tarierhebel reden wir ein andermal. Es gab ja noch andere Probleme zu &#252;berwinden, bevor wir uns auf den Weg nach Horka machen konnten. Zum Beispiel, dass wir im April gehen w&#252;rden, es kalt sein k&#246;nnte und wir einen Trockentauchanzug brauchen w&#252;rden. Aber davon berichte ICH das n&#228;chste Mal.</em></p>
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