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	<title>Flat Flute Divers &#187; Open Water Diver</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>PPB &#8211; Tarierung in Perfektion</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 11:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[PPB]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kurse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir den Nitrox-Kurs in Horka erfolgreich zu End [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir den Nitrox-Kurs in Horka erfolgreich zu Ende gebracht hatten, standen wir nun vor einem neuen Problem: Inzwischen war es Oktober und f&#252;r die Freiwassertauchg&#228;nge in unseren Na&#223;tauchanz&#252;gen war es zu kalt geworden. Wir brauchten also dringend eine Alternative. Bis zum n&#228;chsten Fr&#252;hjahr eine Tauchpause einlegen? Nie im Leben.</p>
<p>Wir unterhielten uns mit Majki, was man am Besten tun k&#246;nnte. Die beste Alternative w&#228;re ein Trockentauchanzug, aber da die Dinger nicht gerade zu Schleuderpreisen zu erstehen sind, kam das f&#252;r uns jetzt erst mal nicht in Frage. Zudem ergibt sich mit den &#8220;Trockis&#8221; gerne noch ein Problem: Die &#8220;Stangenware&#8221; passt h&#228;ufig nicht genau, und das A und O eines Trockis ist der richtige Sitz. Also&#8230; einen Trocki kaufen und &#228;ndern lassen war im Budget nicht drin&#8230; schlie&#223;lich stand ja noch der &#196;gypten-Urlaub an. Zudem &#252;berzeugte uns Majki, dass wir nicht jetzt unbedingt auf Teufel komm raus mit dem Trockentauchen anfangen sollten.</p>
<p>Insofern entschieden wir uns, den PPB-Kurs zu machen. Hier &#252;bt man zumindest erst mal im Schwimmbad, und das kam uns gelegen.</p>
<p><em>Thorsten: &#8220;PPB&#8221; steht f&#252;r &#8220;Peak Performance Buyoancy&#8221;, oder &#8220;Tarieren in Perfektion&#8221;, wie der Kurs auf Deutsch hei&#223;t. Sinn und Zweck ist, solche Dinge wie &#8220;Furchen in den See(Meeres)grund ziehen&#8221; und &#8220;wie ein Korken durch die Wasseroberfl&#228;che schie&#223;en&#8221; zu vermeiden. Um die Verletzungsgefahr zu verringern, &#252;bt man das erst einmal im Pool. </em></p>
<p><strong>Anmerkung der Redaktion: Wie wir noch sehen werden, kann man sich aber auch durchaus im Pool dabei verletzen&#8230;</strong></p>
<p><em>Ich sagte doch &#8220;verringern&#8221;, nicht &#8220;ausschlie&#223;en&#8221;, oder? Au&#223;erdem interessiert bestimmt niemand von den Lesern, ob und wem irgendwelche Missgeschicke passiert sind. Da brauchen wir nicht so drauf rumreiten.</em></p>
<p>Also fuhren wir nach Z&#252;rich, um im dortigen Hallenbad unsere erste PPB-Stunde zu absolvieren. Majki brachte seine Frau Babsi mit, die ebenfalls &#252;ben wollte, denn bei ihr steht in K&#252;rze die Divemasterpr&#252;fung an.</p>
<p>Nach Einweisung in das Hallenbad gings los. Zuerst einmal testen wir, wieviel Blei wir &#252;berhaupt brauchen w&#252;rden. Dann tauchten wir ab, und begannen mit dem &#8220;Pivot&#8221;. Hierzu legt man sich b&#228;uchlings auf den Grund und hebt nur mit Atmen soweit vom Grund ab, bis man auf den Flossenspitzen balancieren kann. Eigentlich eine lustige &#220;bung, WENN auch die Flossen auf dem Grund bleiben w&#252;rden. Ich vermute, dass ich Luft in den Schuhen hatte, jedenfalls ging es so nicht. Majki deutete mir unter Wasser an, dass ich meine Flossen ausziehen und auf den Grund stellen solle &#8211; um zu testen, ob die Flossen von alleine zu viel Auftrieb haben. Er machte es vor und stellte die Flossen auf den Grund. Sie blieben dort, wo sie waren. Also machte ich es nach. <span style="text-decoration: line-through;">Nachdem ich mir beim Ausziehen der Flossen vor lauter Ungelenkigkeit fast einen Bandscheibenvorfall geholt h&#228;tte </span>Ich beugte mich elegant nach vorne und zog meine Flossen aus. Auch sie blieben dort wo sie waren. Hm. Da half nur eins. Ich tauchte auf, holte zwei kleine Bleiplatten und steckte sie in meine F&#252;&#223;linge. Improvisiertes Fu&#223;blei. Somit blieben die Flossen auf dem Grund beim Pivot und es klappte auch. Im Gegensatz zu Thorsten.</p>
<p><em>Annettes Einlage sorgte bei mir kurzfristig f&#252;r Verwirrung, denn ich machte meine &#220;bung mit Babsi. Annette hatte mir den R&#252;cken zugewandt und ich sah nur auf einmal, dass sie rechtsseitig barfu&#223; war. Ich versuchte, mich davon nicht ablenken zu lassen, aber auch ich hatte Probleme, die Flossen auf dem Grund zu lassen. Ich konnte die Beine durchstrecken wie ich wollte, das hielt nur kurz, dann hoben sie ab. Mir wurde geholfen, indem Babsi die Flossenspitzen unten hielt. Dann klappte</em> <em>es&#8230; zumindest kurzfristig.</em></p>
<p>Thorsten meinte wieder mal, besonders toll aussehen zu m&#252;ssen und f&#252;gte in die Pivot&#252;bung noch seitliche Rotationsbewegungen ein. Nicht, dass es nicht beeindruckend ausgesehen h&#228;tte, aber das war nicht der Sinn der &#220;bung. Er stellte sich vorerst auch taub, wenn er kritisiert wurde. Hartn&#228;ckig behielt er die Bewegungen bei. Erst nach gutem Zureden von Majki und unverst&#228;ndlichem Gemurmel &#8220;hatte Luft im Anzug&#8221; stellte er diese Bewegungen ein.</p>
<p><em>Na warte, die frechen Bemerkungen kommen alle in mein goldenes Buch, und dann gibt es dieses Jahr nichts zu Weihnachten. Tats&#228;chlich gelang es mir, durch die Atemtechnik mit dem Oberk&#246;rper vom Boden abzuheben. Aber als ich eine bestimmte H&#246;he erreicht hatte, kippte ich zur Seite. Dadurch bekam die Flasche &#220;bergewicht und zog mich erst recht aus der Lage. Was f&#252;r ein Gl&#252;ck, dass wir keinen Unterwasserfunk hatten, da h&#228;tte ich doch tats&#228;chlich ein paar unfreundliche Worte loslassen m&#252;ssen. Ich sagte es schon mal, die Schwerkraft und ich, wir werden keine guten Freunde mehr. Also gut, nochmal versuchen. Wieder klappte es bis zu einer bestimmten H&#246;he. Doch diesmal achtete ich genau darauf, was nun passieren w&#252;rde und ich merkte, dass etwas unter dem Anzug &#252;ber meine Haut strich. Fast so, als w&#228;re dort ein Frettchen in meinem Neo gefangen. Gut, das mit dem Frettchen konnte ich ausschlie&#223;en, es sei denn, Annette h&#228;tte mir so ein Tier heimlich in den Anzug gesteckt, aber weiter kam ich mit dem Denken nicht: Schon kippte ich wieder zur Seite. Doch diesmal entleerte sich ein Schwarm Luftblasen aus meinem Kragen, so dass ich des R&#228;tsels L&#246;sung hatte &#8211; in meinem Anzug hatte sich Luft gefangen, die sich je nach Lage&#228;nderung hin und her (und rauf und runter) bewegte. Und nachdem die Luft drau&#223;en war, ging es auch wesentlich besser.</em></p>
<p>Gott sei Dank. Ich hab schon bef&#252;rchtet, dass du erkl&#228;ren w&#252;rdest WOHER die Luft in deinem Anzug gekommen war. So &#252;berlassen wir das mal der Fantasie der Leser und mein Geruchsorgan bleibt verschont.</p>
<p>Dann versuchte ich mich am Hovern. Dazu schwebt man nahezu bewegungslos im Schneidersitz im Wasser. Sollte man zumindest. Dummerweise hat man im Hallenbad nicht viel Platz nach oben und unten. Ich versuchte, aus dem Pivot in den Schneidersitz &#252;berzugehen, aber&#8230; nun ja&#8230;wie will ich sagen&#8230; es klappte nicht auf Anhieb. Ja. So ist es vermutlich gut ausgedr&#252;ckt.</p>
<p>W&#228;hrend Babsi nahezu bewegungslos bereits seit STUNDEN neben mir schwebte, bekam ich noch nicht einmal meine Flossenbl&#228;tter zu fassen ( das zum Thema Ungelenkigkeit). Also verschob ich dieses Problem auf sp&#228;ter und versuchte mich erst einmal im sogenannten Klositz. Dazu zog ich die Knie an den K&#246;rper und belies es erst mal dabei. Nach einiger Zeit schaffte ich es immerhin, mal 20 sec in dieser Position zu verharren, ohne entweder sofort durch die Wasseroberfl&#228;che zu brechen oder auf den Grund aufzuschlagen. Ich ging vom &#8220;Klositz&#8221; in die entpannte &#8220;Gammelposition&#8221; mit ausgestreckten Beinen &#252;ber, denn auf Dauer war das auch nichts mit den angezogenen Knien.</p>
<p>Ich warf einen Blick zu Thorsten. Auch er hatte offenbar Probleme mit dem Schneidersitz. Allerdings musste er auch hier wieder &#252;bertreiben, denn er zog die Knie gleich bis zur Nasenspitze an und sank ziemlich bald mit er Flasche zuerst auf den Grund. Alles nicht so einfach. Wir werden noch viel &#252;ben m&#252;ssen.</p>
<p><em>Habe ich schon erw&#228;hnt, dass die Schwerkraft und ich keine gute Freunde mehr werden? Und dass es gut ist, dass wir keinen Unterwasserfunk hatten? Ich versuchte mich also am Schweben. In aufrechter Position mit ausgestreckten Beinen ging es, aber das war ja nicht die Kunst. Als ich die Beine anzog, ging es wieder bis zu einem bestimmten Punkt, dann schien es, als h&#228;tte jemand einen Magneten im Boden des Schwimmbeckens eingeschaltet, der meine Flasche anzog. Ich st&#252;rzte R&#252;cken (Flasche) voran ab. Zwar kam ich dem ganzen ein wenig auf die Spur, aber hingekriegt habe ich es deswegen noch nicht. Offenbar lag das Geheimnis wieder in den Flossen, bzw. in den Stiefeln. Wenn ich diese zu hoch nahm, konnte ich mit meiner K&#246;rperspannung ihrem Auftrieb nicht entgegen wirken. Es zog sie nach oben, dadurch geriet ich in R&#252;ckenlage, und zwar so weit, bis ich von der Flasche nach unten gezogen wurde.</em></p>
<p>Um uns nicht v&#246;llig frustriert nach Hause fahren zu lassen, hatte Majki noch eine nette &#220;bung f&#252;r uns parat. Unter Wasser in der &#8220;Hoverposition&#8221; sollten wir uns mit einem E&#223;l&#246;ffel einen Tischtennisball hin und her reichen. Untern den staunenden Augen anderer Tauchsch&#252;ler praktizierten wir das auch und komischeweise durchstie&#223; hierbei keiner von uns die Oberfl&#228;che. Ob das daran lag, dass wir auf andere Dinge konzentriert waren? Aber es war lustig.</p>
<p><em>Konfuzius sagt: Achte auf Deine Gedanken! Sie sind der Anfang Deiner Taten. Tats&#228;chlich wird beim PPB ja auch vermittelt, dass das Visualisieren der einzelnen &#220;bungen eine gro&#223;e Rolle spielt. M&#246;glicherweise h&#228;ngt man sich zu sehr an Kleinigkeiten auf, wenn man sich in den &#220;bungen zu &#8220;verkopft&#8221;, anstatt einfach &#8220;zu machen&#8221;. Dadurch, dass wir darauf achteten, den Tischtennisball nicht zu verlieren, musste das Schweben &#8220;im Hintergrund&#8221; ablaufen, was es dann auch tat. Und ach ja, die Tauchsch&#252;ler&#8230; das hatte ich ja fast vergessen, neben uns war eine andere Tauchschule t&#228;tig, deren Sch&#252;ler die Pool&#252;bungen vom OWD machten. Und mit unserem Pingpongball-Essl&#246;ffel-Spiel erregten wir ziemliche Aufmerksamkeit. </em></p>
<p>Nach einer Pause wollten wir dann doch noch mal das Hovern und den Pivot &#252;ben. Ich balancierte soeben vorbildlich auf den Flossenspitzen, da kam pl&#246;tzlich Mustersch&#252;ler Thorsten wie ein Stein kopf&#252;ber auf den Grund zu geschossen und schlug sich die Nase an. Warum er das tat, ist bis heute ein Geheimnis. Da es im Schwimmbad zumindest mal keine Plastikhaie gibt, entf&#228;llt die Ausrede, dass er sich sch&#252;tzend vor mich werfen wollte. Aber &#252;berlassen wir doch TomTom das Wort und lassen ihn selber erkl&#228;ren, was diese Showeinlage sollte!</p>
<p><em>Nun, das &#8220;Auf die Nase fallen&#8221; hat eine lange Tradition im Stummfilmgesch&#228;ft, angefangen bei Buster Keaton und Charlie Chaplin&#8230; Verdammt, ich hab mich halt auf die Fresse gelegt und das ganze Schwimmbad damit unterhalten!! (Hab ich das mit Schwerkraft und Unterwasserfunk schon&#8230;?) Okay, ruuuhig. Ich hatte wieder Probleme mit dem Pivot in Form von auftreibenden Flossen. Doch diesmal schien ich es mit K&#246;rperspannung in den Griff zu kriegen. Ich machte eine Aufw&#228;rtsbewegung mit dem Oberk&#246;rper, doch als ich die Abw&#228;rtsbewegung begann, zog es mir die Flossen vom Grund weg nach oben. Das Resultat war eine beschleunigte Abw&#228;rtsbewegung, da nun der Kopf unten und die Flossen oben waren. Dann sprang mit der Boden vom Schwimmbecken ins Gesicht.</em></p>
<p><em>AUTSCH! @*#$§!!!</em></p>
<p><em>Als ich mich wieder aufgerappelt hatte, erkannte ich die Genialit&#228;t in diesem Man&#246;ver. Ich hatte soeben eine neue &#220;bung erfunden, den &#8220;Pivot Situs inversis Totalis&#8221;, kurz &#8220;PST!&#8221; oder auch &#8220;seitenverkehrter Pivot&#8221; genannt. Diesen macht man nicht auf den Flossenspitzen, sondern auf der Taucherbrille und er ist was f&#252;r Fortgeschrittene. Jawohl!</em></p>
<p><em>Andererseits&#8230; vielleicht sollte ich mal &#252;ber Fu&#223;blei nachdenken&#8230;</em></p>
<p>Sah aber gut aus. Muss man sagen. Und du w&#228;rst bestimmt eine Sensation gewesen, wenn du mit gebrochenem Nasenbein ins Krankenhaus gegangen w&#228;rst. Denk nur, was Deine Versicherung gesagt h&#228;tte! Unfallbericht? Nasenbeinbruch beim Tauchen. Jaaa klaaaar&#8230;.  waren Sie das nicht letztens auch mit dem &#8220;verdrehten Knie&#8221; beim Tauchen? Bisschen ungeschickt, was? Lassen Sie das mal besser in Zukunft!  <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /><br />
Alles in Allem waren es sehr lehrreiche Stunden, doch leider konnten wir das Brevet noch nicht beenden, denn zu dem Kurs geh&#246;rt noch ein Freiwassertauchgang. Und eben diesen k&#246;nnen wir noch nicht machen&#8230; denn&#8230; ja genau! Bei dem Temperaturen im Freiwasser? Nass? Brrrr! Und da uns ja vom Trocki abgeraten wurde (an dieser Stelle werfen wir einen strengen Blick aus dem Monitor hier Richtung Majki &#8211; <em>aber nicht zu streng, immerhin geh&#246;rt die Taktik, urspr&#252;nglich mal gefasste Pl&#228;ne komplett &#252;ber den Haufen zu werfen ja mittlerweile zu unserem Standardrepertoire</em>), mussten wir also wieder umplanen. Wir entschieden uns, den Rescue Diver &#252;ber Winter zu machen, denn hier konnte man einige &#220;bungen im Schwimmbad absolvieren und somit h&#228;tten wir den Winter &#252;berbr&#252;ckt. Einen kleinen Haken hatte die Sache allerdings&#8230; wir waren noch OWDs und mussten erst noch den AOWD machen, bevor wir mit dem Rescue Diver beginnen konnten. Aber den hatten wir schon f&#252;r &#196;gypten geplant, und der Tauchurlaub stand jetzt unmittelbar bevor.</p>
<p><em>Welche unglaublichen und haarstr&#228;ubenden Abenteuer werden die FlatFluteDivers unter s&#252;dlicher Sonne wohl erleben? Fortsetzung folgt&#8230;</em></p>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 4</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/01/06/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-4/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 08:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enriched Air Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Crostwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Görlitz]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Unglaublich, aber wahr - schon brach der letzte "Taucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglaublich, aber wahr &#8211; schon brach der letzte &#8220;Tauchtag&#8221; an. Zwar h&#228;tten wir durchaus die M&#246;glichkeit gehabt, auch am n&#228;chsten Tag vor der Heimfahrt noch einen Tauchgang hinzulegen, aber manchmal muss man sich einfach den Tatsachen stellen und zugeben, dass es etwas zu viel ist, vor einer derart langen Reise nochmal ins Wasser zu steigen. Aber was rede ich hier eigentlich? So weit sind wir doch noch gar nicht.</p>
<p>Der erste Tauchgang des Tages war wieder ein Nitrox-Tauchgang. Der Kurs &#8220;Enriched Air Diver&#8221; umfasst eigentlich nur zwei Freiwassertauchg&#228;nge, die auch ausreichend sind (wie bereits erw&#228;hnt ist die Theorie und der Umgang mit dem Atemgas das Wichtigste), aber wir sollten noch eine kleine &#8220;Zulage&#8221; bekommen: ein paar Notfallhandgriffe. Was einem passieren kann, wenn man mit der falschen Mischung zu tief taucht, ist eine Sauerstoffvergiftung. Da Sauerstoff eines der zwei Hauptnahrungsmittel unseres Gehirns ist (das andere ist Zucker), sind die Auswirkungen entsprechend dramatisch: Man kann einen Krampfanfall bekommen. Eigentlich macht man dann aber nichts anderes, wie wenn ein Taucher aus anderen Gr&#252;nden bewusstlos wird. Allerdings lernt man diese Ma&#223;nahmen erst im Rahmen des &#8220;Rescue Diver&#8221;-Kurs, aber Majki wollte uns zur Sicherheit jetzt schon ein paar Handgriffe beibringen. Uns war das recht. Man kann nicht vorbereitet genug sein.</p>
<p>Auf den Tauchgang begleitete uns auch der mittlerweile frisch gebackene AOWD Jonathan, der bei der Demonstration der Ma&#223;nahmen durch Majki als Opfer herhalten sollte. Zuerst machten wir jedoch wieder eine Runde durch den See, was sehr entspannt war. Dann suchten wir eine Plattform, wo wir die &#220;bung machen konnten. Gut, Pedanten sei gesagt, es war nicht wirklich eine &#8220;Plattform&#8221;, wie wir sie beispielsweise im Schluchsee hatten. Es war eine ebene Fl&#228;che, die beim Abbruch der Steine entstanden war, mehr ein Plateau, das gen&#252;gend Platz bot und in Richtung Seemitte zuerst in ein paar Stufen in die Tiefe f&#252;hrte, bevor die Felsen endg&#252;ltig steil nach unten f&#252;hrten. Jonathan lie&#223; alle Luft aus seiner Tarierweste und legte sich auf den Bauch in die Mitte des Plateaus. Er hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, nichts zu machen, sondern sich wie ein Bewusstloser h&#228;ngen zu lassen.</p>
<p>Annette und ich beobachteten das Geschehen vom Rand des Plateaus aus. Im Grunde genommen macht man aber unter Wasser auch nichts anderes als &#252;ber Wasser: Man kontrolliert den Bewusstseinszustand (Taucher gesch&#252;ttelt, nicht ger&#252;hrt), ob der Regulator noch im Mund ist, und dann hebt man die Person mit einem speziellen Rettungsgriff hoch. Dann allerdings kam das, was sich dann doch geringf&#252;gig von der &#220;berwasserrettung unterscheidet: den bewusstlosen Taucher an die Oberfl&#228;che bringen. Dazu muss der Retter f&#252;r sich und den Geretteten f&#252;r den n&#246;tigen Auftrieb mittels seiner Tarierweste sorgen. Majki lie&#223; also Luft in seine Weste und stie&#223; sich von dem Plateau ab. Doch anstatt Jonathan nach oben zu ziehen, stoppte die Aufw&#228;rtsbewegung etwa einen halben Meter &#252;ber dem Fels. Von da an schob er ihn in einer horizontalen Linie auf den Rand des Plateaus zu, an dessen Ende beide nach unten st&#252;rzten. Gl&#252;cklicherweise hatte der Fels hier eine Stufe, so dass sie etwa einen halben Meter tiefer wieder Bodenkontakt hatten. Also, einen halben Meter unter dem Niveau des Plateaus, von dem aus sie gestartet waren, also einen Meter tiefer als ihre erreichte Flugh&#246;he  (haben das jetzt alle verstanden?). Jedenfalls hatten Annette und ich dem Schauspiel mit einigem Unglauben zugesehen, wurden wir doch Zeuge einer Neuauff&#252;hrung unseres eigenen spektakul&#228;ren Sturzes in den Torf beim Abschluss des OWD-Kurses im Schluchsee (<a title="FFD: Der OWD - Freiwassertauchgang 4" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/01/der-owd-freiwassertauchgang-4/" target="_blank">wer das schon vergessen hat, hier ist es abgemalt und aufgeschrieben</a>). Wir erkundigten uns sogleich nach dem Zustand der beiden, doch ihnen war zum Gl&#252;ck nichts ernsthaftes passiert.</p>
<p><em>Annette: Wir waren in der Tat leicht irritiert, wie Majki so in der Horizontalen mit Jonathan im Gep&#228;ck &#8220;herumfuhr&#8221;, doch es stellt sich heraus, dass er ein akutes Druckausgleichsproblem im Ohr hatte. Er konnte es aber zum Gl&#252;ck regeln und die &#220;bung dann doch noch mit Demonstrationscharakter zu Ende bringen. Wenn ich das so lese bekomme ich im Nachhinein allerdings ein bisschen Gewissensbisse: Wo waren WIR lieber Thorsten, als die abgest&#252;rzt sind! Wir h&#228;tten uns ja auch mal r&#252;hren k&#246;nnen statt wie die &#214;lg&#246;tzen unter Wasser zuzugucken was da passiert! </em></p>
<p>Ehrlich gesagt konnte ich das in dem Moment nicht fassen und fragte mich, ob ich wohl an einer Sauerstoffvergiftung leide und das, was ich da sehe, nur ein Produkt meiner eigenen, verkorksten Fantasie ist &#8211; so sehr f&#252;hlte ich mich an unser Schluchsee-OWD-Wechselatmung-Sturz-in-den-Torf-Abenteuer erinnert. Und wir sind ja dann gleich aufgesprungen und haben nach ihnen geschaut.</p>
<p><em>Trotzdem hatte die &#220;bung Spa&#223; gemacht. Ich durfte Thorsten an die Oberfl&#228;che &#8220;zerren&#8221;, und es war sehr lehrreich. Er machte sich zwar absichtlich schwer, behinderte mich nach allen Regeln der Kunst, um mich besonders herauszufordern, , aber he! F&#252;r mich doch ein Kinderspiel! Thorsten wurde trotz massiver Gegenwehr dorthin gebracht, wo ich ihn hinbringen sollte. Widerstand zwecklos!</em></p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass Dir das Spa&#223; gemacht hat, und zwar aus folgenden drei Gr&#252;nden:</p>
<p style="text-align: left">
<div id="attachment_714" class="wp-caption aligncenter" style="width: 493px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_01.jpg"><img class="size-full wp-image-714" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_01.jpg" alt="Erstmal kr&#228;ftig durchsch&#252;tteln!" width="483" height="362" /></a><p class="wp-caption-text">1. Erstmal kr&#228;ftig durchsch&#252;tteln!</p></div>
<div id="attachment_715" class="wp-caption aligncenter" style="width: 493px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_02.jpg"><img class="size-full wp-image-715" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_02.jpg" alt="2. Unter dem Deckm&#228;ntelchen der &quot;Rettung&quot; dem Mann ungestraft auf den Hintern starren." width="483" height="362" /></a><p class="wp-caption-text">2. Unter dem Deckm&#228;ntelchen der &quot;Rettung&quot; dem Mann ungestraft auf den Hintern starren.</p></div>
<p><em>(Nicht ganz! Ich kontrolliere hier lediglich <span style="text-decoration: line-through;">dein zus&#228;tzliches Ablassventil </span> </em><em>die N&#228;hte deines Neoprens, denn wie wir aus leidlicher Erfahrung wissen, neigst du dazu, kaputtes Beinkleid zu tragen!)</em></p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption aligncenter" style="width: 493px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_03.jpg"><img class="size-full wp-image-716" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/rettung_03.jpg" alt="3. Das arme Opfer wie einen alten Wischmopp durch den See ziehen." width="483" height="362" /></a><p class="wp-caption-text">3. Das arme Opfer wie einen alten Wischmopp durch den See ziehen.</p></div>
<p style="text-align: left">Dass ich mich absichtlich schwer gemacht habe, stimmt &#252;brigens nicht. Oder h&#228;tte ich vielleicht vorher die Steine aus den Taschen meines Jackets tun sollen? *hust! Jedenfalls kehrten wir zu dem Plateau zur&#252;ck und ich war dran. Eigentlich war ausgemacht, dass ich Annette tats&#228;chlich bis zur Oberfl&#228;che bringe, denn unser Tauchgang war an dieser Stelle sowieso beendet. Also rettete ich Annette nach den Regeln der Kunst.<em> </em></p>
<p style="text-align: left"><em>Beweisfotos? Trauste dich nicht, was? Sonst k&#246;nnte ja jeder sehen, wo du mir ungestraft hingefasst hast!<br />
</em></p>
<p style="text-align: left">Ach, wir wollen also ein Beweisfoto, ja? Na dann:</p>
<p style="text-align: left">
<div id="attachment_729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_rettung_t.jpg"><img class="size-full wp-image-729" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_rettung_t.jpg" alt="Professionelle Profi-Rettung durch einen Profi-Retter" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Professionelle Profi-Rettung durch einen Profi-Retter</p></div>
<p>Jetzt sagst Du aber nichts mehr, was? Wie es sich geh&#246;rt, n&#228;here ich mich vom R&#252;cken her an die Flasche, um diese mit einem sicheren Griff zu packen, damit nichts mehr passieren kann. Allein die entspannte K&#246;rperhaltung von Majki im Hintergrund spricht B&#228;nde.</p>
<p><em>Entspannt?? Er knetet &#228;u&#223;erst nerv&#246;s seine H&#228;nde&#8230;<br />
</em></p>
<p><em>Die Geburtsstunde des ersten &#8220;Flatflute Diver Suchspiels&#8221; ist gekommen, meine Damen und Herren! Die Aufgabe lautet: Findet Annette auf diesem &#8220;Profibild&#8221;. Der erste, der mich eindeutig identifizieren kann, gewinnt einen Preis!</em></p>
<p>Ist nicht meine Schuld. Es GIBT kein anderes Bild als das hier. Offenbar hat unser Fotograf  gedacht, dass es ausreicht. Nun ja, mein Profiblick und Profigriff ist ja dokumentiert. Und das Wichtigste ist auch erkennbar: ICH!</p>
<p><em>Pah! Und wo ist die andere Hand h&#228;?<br />
</em></p>
<p>Da, wo sie hingeh&#246;rt, an <span style="text-decoration: line-through;">Deinem Hin</span> dem unteren Teil der Pressluftflasche. So gesichert nahm ich Annette auf, um sie nach oben zu bringen. Und diesmal hatte ich es geschafft, sie <em>senkrecht </em>mit nach oben zu ziehen. <em>(Danke! Wenn wir nochmal in die Waagerechte gekommen w&#228;ren w&#228;re ich mi&#223;trauisch geworden&#8230;)</em> Wir waren auf dem Weg in die richtige Richtung, wir schwebten zur Oberfl&#228;che. Doch noch bevor ich mich an meiner eigenen Genialit&#228;t berauschen konnte, tippte mir Majki auf die Schulter und gab mir das Zeichen, den Aufstieg abzubrechen. Wassn? Ich bef&#252;rchtete schon, irgendetwas falsch gemacht zu haben, so in der Art, dass ich nach unten statt nach oben geschwommen w&#228;re (&#8230;kein Wunder, dass das so leicht ging&#8230;), aber zum Gl&#252;ck hatte es nur eine Plan&#228;nderung gegeben: Wir beendeten den Tauchgang regelgerecht, indem wir unter Wasser zum Ausstieg zur&#252;ckkehrten, anstatt an der Oberfl&#228;che zu schwimmen.</p>
<p style="text-align: left">Der Nachmittagstauchgang sollte f&#252;r uns ein &#8220;Special&#8221; im Hinblick auf den AOWD werden, einen Schnuppertauchgang. Wir w&#252;rden &#8211; nat&#252;rlich unter Anleitung und Aufsicht! &#8211; einen Tauchgang bis auf den Grund des Sees machen und dabei nahe an 30 m Tiefe kommen. Wir gingen wieder zu viert, Jonathan begleitete uns nochmal. Und wir konnten den Tauchgang jederzeit abbrechen, wenn wir uns dabei unwohl f&#252;hlen w&#252;rden. Dann ging es hinab, zuerst noch auf gewohnte Tiefen, und dann dahin, wo wir die letzten Tage immer nur von oben hingeschaut hatten: die dunkle Mitte des Sees.</p>
<p style="text-align: left">Und wie ist das so? Nun, die ersten paar Meter unterhalb der gewohnten Grenze merkt man eigentlich kaum was. Der Druckunterschied ist auf den ersten 10 m Wassertiefe nun mal am St&#228;rksten. Irgendwann, so empfand ich das zumindest, merkt man, dass das Atmen etwas schwerf&#228;lliger wird. Au&#223;erdem wird es nat&#252;rlich dunkler &#8211; und in diesem See merklich k&#228;lter. Um damit angeben zu k&#246;nnen, wollte ich meinen Tauchcomputer abfotografieren, der mittlerweile 26 m anzeigte. Aber als ich auf das Display meiner Kamera sah, war kaum was zu erkennen. Alles war in einen seltsamen Schleier geh&#252;llt. Als ich meine Kamera umdrehte, merkte ich auch, woran das lag: Auf der Innenseite der wasserdichten H&#252;lle hatte sich Kondenswasser gebildet, das das Trockensalz offenbar nicht aufnehmen konnte. Eine Kontrolle der Temperatur ergab 8 ° Celsius! Das war auch deutlich zu sp&#252;ren. An dieser Stelle des Sees gab es noch ein paar Installationen, so liegt zum Beispiel eine Lore auf dem Grund, mit der fr&#252;her die Steine abtransportiert wurden, ein Fahrrad und ein Motorrad. Leider war die Sicht nicht besser geworden, so dass es in der Tiefe sehr dunkel war und die Bilder wegen des Kondenswassers sowieso nicht so wirklich was wurden. Wir drehten eine kleine Runde und kamen bis auf 28 m, dann kehrten wir wieder nach oben zur&#252;ck. Ich war dankbar, denn das nur ein paar Grad w&#228;rmere Wasser weiter oben f&#252;hlte sich auf dem Gesicht an wie ein warmer Sommerregen nach einem langen Winter&#8230; oder so. Als wir wieder in gewohnten Tiefen waren, fragte uns Majki, ob wir noch mit auf eine weitere Erkundungsrunde mitkommen w&#252;rde. Annette gab Zeichen, dass ihr kalt war und sie den Tauchgang gern beenden w&#252;rde. <span style="text-decoration: line-through;">Mir war das recht, ich habe zwar nicht gefroren, aber angenehm f&#252;hlte sich das auch nicht an, also ging ich mit ihr zur&#252;ck.</span> Was die sich wieder anstellt &#8211; nur weil&#8217;s dann am tiefsten Punkt nur noch 6 ° gehabt hat. Aber Gentlemen wie ich nun mal bin  &#8211; und weil man ja nie allein taucht! &#8211; begleitete ich sie zur&#252;ck zum Ausstieg.</p>
<p style="text-align: left"><em>Ja. Ich muss zugeben, dass ich die &#8220;Bremse&#8221; bei diesem Tauchgang war. Aber als wir dann wirklich &#8220;ganz unten&#8221; waren, merkte ich, wie ich anfing zu zittern. Obwohl ich unter meinem Neopren noch einen Unterzieher hatte war es doch deutlich zu kalt f&#252;r mich. Es tat mir zwar unglaublich leid f&#252;r Jonathan, denn der sollte in der Tiefe nochmal einen Knoten &#252;ben, aber ich hielt es nicht mehr aus. Das macht weder Sinn noch Spa&#223;, wenn es dann doch so kalt ist. Beim h&#246;her tauchen merkte ich zwar, dass es deutlich w&#228;rmer wurde, aber inzwischen war ich so ausgek&#252;hlt, dass selbst das mir nicht mehr helfen konnte. Gezwungenerma&#223;en und &#228;u&#223;erst schlecht gelaunt begleitete mich Thorsten zum Ausstieg zur&#252;ck, um mich hinterher mit Vorw&#252;rfen zu &#252;bersch&#252;tten, was f&#252;r eine Memme ich doch sei. Schn&#252;ff!</em></p>
<p style="text-align: left">Frauen ist doch immer kalt. Mir war nicht kalt. Und meine Superthermo-Anzugheizung hat damit gar nichts zu tun!</p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: left">
<div id="attachment_717" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_fahrrad.jpg"><img class="size-full wp-image-717" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_fahrrad.jpg" alt="Das Horka-Fahrrad" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Das Horka-Fahrrad</p></div>
<p>Am Abend dann konnten wir dann das Bestehen unseres &#8220;Enriched Air Diver&#8221; angemessen begehen: mit einem Grillabend, zu dem die Leute von der Tauchbasis eingeladen hatten. Wie ich schon schilderte, konnte ich keine selbst erlegten Fische beisteuern, aber okay, ich hab sie ja auch nicht vermisst.<em> </em></p>
<p><em>Wenn wir auf die Fische angewiesen gewesen w&#228;ren, die du h&#228;ttest fangen wollen, w&#252;rden wir heute noch da sitzen und auf das Essen warten. </em></p>
<p>P&#252;h! Ich h&#228;tte nur noch ein paar Tarier&#252;bungen machen m&#252;ssen, dann w&#228;ren die ganz von selber gekommen. Aber Du hast mich ja nicht gelassen. Daf&#252;r erfuhren wir, was es mit den zweisprachigen Wegweisern und Ortsschildern auf sich hatte. Wegen der N&#228;he der Grenze h&#228;tte ich die zweite Sprache f&#252;r Tschechisch oder Polnisch gehalten, aber es handelt sich dabei um <a title="Wikipedia: Sorbische Sprachen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sorbische_Sprachen" target="_blank">Sorbisch</a> (manchmal ist es erschreckend, wie wenig man das eigene Heimatland wirklich kennt). Und unser AOWD&#8217;ler erhielt seinen Spitznamen, den Annette bereits erw&#228;hnte: Knoppers. Warum? Nun ja, kennen Sie den Werbespruch &#8220;Morgens, halb zehn in Deutschland&#8221;? W&#228;hrend des Grillabends kam das Gespr&#228;ch darauf, dass Jonathan es nicht immer so einfach hatte mit dem Aufstehen, dann fiel die Uhrzeit &#8220;halb zehn&#8221; &#8211; und schwupps! Schon hei&#223;t man wie eine Milch-Haselnuss-Schnitte von Storck. Andere hingegen bekamen ihren Spitznamen von ihrer Herkunft <em>(aha?) </em>, und wiederum andere hatten Schwierigkeiten, &#252;berhaupt einen Spitznamen zu bekommen.<em> </em></p>
<p><em>Komm, komm&#8230; du kannst den Leuten schon sagen, dass du &#8220;TomTom&#8221; hei&#223;t &#8211; TomTom, das Navigationsger&#228;t unter Wasser&#8230;.</em></p>
<p>TomTom?? Es sollte schon was cooles, passendes sein. Obwohl&#8230; TomTom&#8230;</p>
<p><em>Lieber T&#246;mT&#246;m? Ist das cooler? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p><em>Jupp, der Abend war lustig. Majki stie&#223; mit uns auch auf unseren Erfolg an, ebenfalls Jonathan war den edleren Tropfen gegen sp&#228;ter nicht abgeneigt. Am Anfang noch zur&#252;ckhaltend genemigte er sich den ein oder anderen Drink aus dem Glas, nur um zum Schlu&#223; den Drink gleich aus der Flasche zu nehmen. Auch Majki kam in beschwingte Stimmungslagen und fiel den Leuten der Reihe nach um den Hals (M&#228;nner!), was von manchen Leuten als befremdlich aufgefasst wurde.</em></p>
<p style="text-align: center">
<div id="attachment_737" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/horka_grillen.JPG"><img class="size-full wp-image-737" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/01/horka_grillen.JPG" alt="Grillabend" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Grillabend</p></div>
<p><em>Der Einzige, der offenbar vern&#252;nftig mit Alkohol umgehen kann bin nun eindeutig ICH <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Alkohol ist eine farblose, sich verfl&#252;chtigende Fl&#252;ssigkeit, die beim Verg&#228;hrprozess von Zucker entsteht und auf bestimmte, auf Kohlenstoff basierende Lebensformen giftig wirkt.<em> (g&#228;&#228;&#228;&#228;&#228;&#228;hn&#8230;zzzzzzzz&#8230;weck mich wenn der Vortrag vorbei ist&#8230;) </em>Du magst damit umgehen k&#246;nnen, ich wei&#223; daf&#252;r Bescheid. Aber das Bild&#8230; das ist jetzt Deine Revanche f&#252;r Dein Bild mit der Kopfhaube, was?</p>
<p><em>Ich wei&#223; gar nicht was du willst! Das Bild ist doch nett! Endlich ist mal dokumentiert, dass du nichts freiwillig machst sondern dass man dich zu allem zwingen muss. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><em>Aber Spa&#223; beiseite, es war ein toller Abend und wir waren wirklich &#252;berrascht, wie gro&#223;z&#252;gig und gastfreundlich die Sorben uns Fremden gegen&#252;ber waren. Sie werden es hier wohl nicht lesen&#8230; aber trotzdem noch mal ein herzliches Dankesch&#246;n!<br />
</em></p>
<p>Ja, auch von mir ein Dankesch&#246;n. Dieser Abend beendete unseren ersten Besuch am Tauchsee Horka. Wir hatten ein neues Brevet, neue Erfahrungen gemacht und f&#252;hlten uns nun ger&#252;stet f&#252;r den gro&#223;en Urlaub in &#196;gypten, der kommen sollte. Und wir fassten den Entschluss, nach dort zur&#252;ck zu kommen. Unbedingt. Aber bis zum Urlaub sollte es noch ein Weilchen hin sein, trotz allem. Was konnte man in der Zwischenzeit tun?</p>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 3</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 13:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enriched Air Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Der n&#228;chste Tag des Nitrox-Kurses... Mit dem neuen Ana [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der n&#228;chste Tag des Nitrox-Kurses&#8230; Mit dem neuen Analyseger&#228;t waren schlie&#223;lich auch die Messungen korrekt, so dass wir zum morgendlichen Nitrox-Tauchgang aufbrechen konnten. Diesmal machten wir eine kleine Runde durch den See, wieder an den Haien vorbei (ich erspare mir jetzt den Kommentar) und theoretisch &#252;ber das alte Pumpenhaus hinweg. Ich schreibe &#8220;theoretisch&#8221;, weil die Sicht schlechter geworden war. Wir als OWDs waren an die Tiefenbegrenzung von 18 m gebunden, das Pumpenhaus liegt aber wesentlich tiefer. Bei guter Sicht kann man es aber von oben sehen. Das war uns leider nicht verg&#246;nnt, lediglich die Rohre, durch die fr&#252;her, als der Steinbruch noch in Betrieb war, das Wasser vom Pumpenhaus aus dem Talkessel heraus floss, konnten wir bewundern. Auf dem R&#252;ckweg kamen wir noch an einer Biertischgarnitur vorbei. Alles in allem sehr ruhig und entspannt, doch beim Sicherheitsstopp auf 5 m kam es zu einer unfreiwilligen Notfall&#252;bung: Ich sah kurz weg, um mich in Position zu bringen &#8211; und als ich Annette wieder im Blick hatte, war ihr Regulator weg. Er &#8220;schwebte&#8221; quasi &#252;ber ihr, da er abblies und von der ausstr&#246;menden Luft hochgedr&#252;ckt wurde. W&#228;hrend Annette nach ihrem Oktopus griff machte ich einen Satz nach oben und hatte den Regulator mit einem Griff &#8220;eingefangen&#8221;. Ich drehte das Mundst&#252;ck nach unten und zum Gl&#252;ck versiegte der Luftstrom. Erst in dem Moment wurde mir bewusst, was ich gerade gemacht hatte. Ich erinnerte mich daran, wie ich beim zweiten Tauchgang des Scuba-Diver-Kurses an Annettes Pressluftflasche klopfen wollte und sie wegen der Unterwasser-Optik verfehlte &#8211; und jetzt hatte ich den wesentlich kleineren Lungenautomaten sogar aus der Bewegung heraus erwischt. Nachdem klar war, dass die Situation im Griff war, Annette ein paar Atemz&#252;ge aus der alternativen Luftversorgung genommen hatte und dann wieder auf ihren normalen Regulator umstieg, erlaubte ich mir eine kleine verhaltene Freude dar&#252;ber, dass sich so ganz langsam erste Fortschritte zeigten. Zudem war ich beeindruckt, wie ruhig und zielgerichtet Annette reagiert hatte.</p>
<p><em>Annette: Liebe Lesenden!</em></p>
<p><em>Genau an dieser Stelle m&#246;chte ich gerne den sich &#252;ber Alles selbst lobenden Herrn Reimnitz einmal f&#252;r eine kleine Zwischenbemerkung unterbrechen! Und die WAHRE Geschichte ans Licht bringen!</em></p>
<p><em>Es begab sich n&#228;mlich folgende Situation: Wir wollten den Sicherheitsstop machen, und ich passte vermutlich einen Moment nicht auf, jedenfalls kam ich zu dicht an unseren lieben Majki ran. Was sich gleich r&#228;chte, denn der machte einen gem&#252;tlichen Flossenschlag und trat mir (selbstverst&#228;ndlich unabsichtlich) dabei den Regulator aus dem Mund. Fupp &#8211; und das Ding blies ab und war weg. Sch&#246;n! Nun haben wir alle im OWD Kurs das Zeichen &#8220;Ich habe keine Luft mehr&#8221; gelernt, und ich fand, dass ich das GENAU JETZT endlich mal anwenden k&#246;nnte.  Der Zeitpunkt k&#246;nnte nicht besser sein! Und jetzt stellen Sie sich vor, was passiert ist. Als &#8220;Henne im Korb&#8221;, als einzige Frau, umrahmt von zwei starken M&#228;nnern in einer &#8220;Ohne-Luft-Situation&#8221;! Ich warf einen Blick nach rechts, einen nach links, die Hand schon fertig parat am Hals,  doch beide Herren beobachteten seelenruhig die Umgebung und KEINER bemerkt, dass die arme kleine Annette keine Luft mehr hat! Tz! Einsam und verlassen! Auf mich selbst gestellt, &#252;berlegte ich, wie ich dem nassen Tod entrinnen kann, da fiel mir doch die Situation am Schluchsee wieder ein, als ich damals umst&#228;ndlich nach meinem Regulator gesucht hatte statt den Oktopus zu nehmen. Also gut! Selbst ist die Frau! Dann muss es eben ohne dieses &#8220;Keine-Luft-mehr-Zeichen&#8221; gehen. Ich nahm meinen Oktopus, <span style="text-decoration: line-through;">verfluchte meine &#252;beraus aufmerksamen</span> regte mich wieder ab, da bemerkte Thorsten, dass irgendetwas nicht stimmte. Er fing meinen Hauptregulator wieder ein und gab ihn mir zur&#252;ck. Da haben wir`s! Wenn man nicht alles selber macht&#8230;<br />
</em></p>
<p>Das sind die emanzipierten Frauen von heute&#8230; wollen alles selbst machen und so behandelt werden wie jeder andere, aber wehe, sie stehen einmal nicht im Mittelpunkt, dann ist es auch wieder nicht richtig. Seufz, man hat es schon schwer so als Mann in der heutigen Zeit.</p>
<p><em>ICH bin &#252;berhaupt nicht emanzipiert, ja? Also, ich lasse mir gerne die T&#252;r aufhalten, die Koffer tragen, die Tauchausr&#252;stung schleppen, die Flaschen umherwuchten, das Leben retten,  die Wohnung putzen usw. Ich lasse mir vielleicht nicht unbedingt etwas von einem Mann sagen, ich kann eh alles besser als ein Mann, aber emanzipiert? Wie kommst du denn da drauf&#8230;</em></p>
<p>Den zweiten Tauchgang machten wir wieder ohne Begleitung und mit Pressluft. Wir wollten zur&#252;ck zu der Biertischgarnitur. <span style="text-decoration: line-through;">Nach der Navigationskatastrophe vom letzten Mal</span> <span style="text-decoration: line-through;">Weil wir bef&#252;rchten mussten, dass ich wieder falsch navigiere</span> <span style="text-decoration: line-through;">Da mein Umgang mit dem Kompass alles andere als geschickt war</span> <span style="text-decoration: line-through;"><em>(weil du &#252;berhaupt keinen Orientierungssinn besitzt&#8230;.)</em></span> Weil uns die Unterwasserlandschaft so sehr gefiel, beschlossen wir, den bl&#246;den Kompass* diesmal wegzulassen und uns &#8220;visuell&#8221; zu orientieren. Au&#223;erdem wollten wir nicht weit gehen, nur bis zu der Biertischgarnitur, die wir beim ersten Tauchgang gesehen hatten, um ein paar Bilder zu machen. Von da aus ging es wieder zur&#252;ck in den vorderen Bereich des Sees, wo wir uns eine Steinplattform suchten und das Tarieren &#252;bten. <span style="text-decoration: line-through;">Genauer gesagt handelte es sich um einen &#220;bungsversuch, denn bei mir funktionierte es nicht so recht.</span> Wir tarierten, was das Zeug hielt, so gut es ging. Dann bemerkten wir, dass die in dem See heimischen Barsche an unserem &#220;bungsplatz auf Nahrungssuche gingen und schossen noch ein paar Fotos. Die Fische lie&#223;en sich von unserer Anwesenheit nicht beeindrucken. Im Gegenteil, als ich einmal den Grund aufwirbelte, waren sie sofort da und w&#252;hlten nach Essbarem.</p>
<p><em>Dank unserer ungeahnt professionellen Tarierk&#252;nste, bei denen wir <span style="text-decoration: line-through;">fast</span> nie den Boden ber&#252;hrten, (wie es halt auch sein soll), hatten die Barsche ein breites Nahrungsangebot. Besonders die Schneise, die Thorsten in die Steinplattform schnitt als er &#252;ber diese hinweg in die Tiefe rutschte hatte es den Barschen anschlie&#223;end besonders angetan. Drive-in f&#252;r Zackenbarsche!</em></p>
<p>Die Schwerkraft und ich, wir beide werden bestimmt keine guten Freunde mehr. Und die bl&#246;den Fische schienen nur drauf zu warten, dass sowas passierte. &#196;u&#223;erst sympathische Bilder schossen mir durch den Kopf, in denen ich die Barsche auf einem Spie&#223; &#252;ber dem Feuer braten sah. Nicht dass ich Fisch essen w&#252;rde, nein, es ging mir nur darum, daneben zu stehen und zu sagen: &#8220;Ha-ha! Das habt Ihr jetzt davon!&#8221; Und immerhin waren wir f&#252;r den n&#228;chsten Tag von den Leuten der Tauchbasis zum Grillen eingeladen worden, vielleicht k&#246;nnte man damit das Men&#252; ein wenig erweitern. Aber als ich mein neues Tauchermesser z&#252;ckte und mich auf die Lauer begab, haute mir Annette auf die Finger. He, ich bin ein Mann! Die Jagd liegt uns sozusagen im Blut! Aber sie war unerbittlich. Na wartet, Ihr Barsche, diesmal seid Ihr noch davongekommen, aber ich werde wiederkommen&#8230;</p>
<p><em>Als bekennender Tierfreund und auch Fischfreud hab ich dir selbstverst&#228;ndlich auf die Finger gehauen. Die Barsche waren zudem viel zu klein, da h&#228;ttest du den ganzen Tauchsee leerjagen m&#252;ssen, damit die ganze Rasselbande satt geworden w&#228;re. J&#228;ger und Sammler&#8230;pf! Jagen ja, aber Sammeln? Was denn? Blaue Flecken? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Die Barsche hatten einen Festtag bei unseren eher hilflosen Versuchen, auf den Flossenspitzen zu balancieren. Die Zacken standen vor lauter Freude senkrecht in die H&#246;he! G&#246;nnen wir ihnen doch diesen besonderen Tag!<br />
</em></p>
<p>*<em>Randbemerkung: Der Kompass ist nur so bl&#246;d wie sein Besitzer. Oder anders ausgedr&#252;ckt: Anwenderfehler <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Nein, kann gar nicht sein, denn diesen Kompass habe ich gebraucht von einer <em>Frau</em> gekauft, kein Wunder, dass der es nicht so hat mit dem Richtung anzeigen. Aber das treib ich ihm schon noch aus, wirst sehen!</p>
<div id="attachment_686" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_barsch.jpg"><img class="size-full wp-image-686" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/12/horka_barsch.jpg" alt="Ein Flussbarsch im Tauchsee von Horka" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Flussbarsch im Tauchsee von Horka</p></div>
<p>Wir hatten zwar vor unserer Reise nach Horka mal in Betracht gezogen, m&#246;glicherweise noch einen dritten Tauchgang jeden Tag zu machen, doch davon sahen wir ab. Die zwei, die wir machten, reichten uns vollkommen. Und wie sch0n erw&#228;hnt hatten uns die Leute von der Basis f&#252;r den n&#228;chsten Abend zum Grillen eingeladen, also machten wir uns auf den Weg in den n&#228;chsten Ort, um Eink&#228;ufe zu t&#228;tigen. Dabei fielen mir einmal mehr die zweisprachigen Ortsschilder und Wegweiser auf. Der Ort selbst geh&#246;rte zu der Sorte, die Reisejournalisten gerne mit der Vokabel &#8220;pittoresk&#8221; umschreiben, ohne wirklich zu wissen, was das eigentlich bedeutet.<em> (wei&#223;t DU denn, was das bedeutet??) </em>(Ja, klar!)</p>
<p><em>Gott sei Dank! Keine 3 Tauchg&#228;nge! *&#228;chz! Diese Treppen sind eine Katastrophe! Mit der ganzen Ausr&#252;stung! Kann man da nicht mal einen Treppenlift installieren? </em></p>
<p>Also, bei der Geschwindigkeit, mit der sich ein Treppenlift vorw&#228;rtsbewegt, h&#228;tten wir allerh&#246;chstens <em>einen</em> Tauchgang am Tag geschafft, weil wir erst bei Anbruch der Dunkelheit wieder oben angekommen w&#228;ren. <em>(wenigstens ne klitzekleine Plattform, die hoch und runter f&#228;hrt? Muss ja kein Lift am Gel&#228;nder sein&#8230;) </em> Aber a propros &#8220;Anbruch der Dunkelheit&#8221;: F&#252;r Jonathan, den AOWD-Sch&#252;ler, stand an diesem Abend aber noch etwas besonderes an: ein Nachttauchgang. Ich bin mit den beiden an den Einstieg gegangen und habe sie von der Plattform aus beobachtet. Es war faszinierend, die Lichter der Tauchlampen im tieferen Wasser verschwinden zu sehen. In v&#246;lliger Dunkelheit bin ich dann ohne gr&#246;&#223;ere Verletzungen die Treppe zur&#252;ck zur Basis. Und psst! Verraten Sie das ja nicht Annette, aber irgendwie war ich froh, dass wir die Pr&#252;fung schon am Abend zuvor gemacht hatten. <em>(ach, da schau her! Erst die Einrichtung vor lauter Wut zertr&#252;mmern und dann nachher froh sein&#8230;) </em>He! Wer hat ihr das jetzt verraten? Du? Oder Du? Wer war das? Raus damit, ich will es wissen! Ach DU! Abmarsch, zur&#252;ck in die letzte Reihe! Immer das gleiche, einer ist immer dabei, der die Klappe nicht halten kann.<em> (war bestimmt ne Frau! Wir k&#246;nnen nicht navigieren, sind emanzipiert und au&#223;erdem tratschen wir auch noch! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )<br />
</em></p>
<p><em></em>Am Tag darauf sollte noch ein Extra-Nitrox-Tauchgang anstehen, in dem wir ein paar Notfallman&#246;ver erkl&#228;rt bekommen sollten. Mit Sauerstoff angereicherte Luft mindert zwar die Auswirkungen des Stickstoffs, birgt ihrerseits wiederum ein paar Risiken, auf die man vorbereitet sein sollte. Majki war es wichtig, dass wir wenigstens ein paar Man&#246;ver kennenlernen, die man normalerweise erst beim &#8220;Rescue Diver&#8221; lernt. Uns war das recht. Schlie&#223;lich kann man nie genug vorbereitet sein.</p>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[50 % der Flat Flute Divers hatte die erste Nacht in Hor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>50 % der Flat Flute Divers hatte die erste Nacht in Horka damit verbracht, M&#252;cken zu jagen. Die anderen 50 % hatten geringf&#252;gige Einschlafschwierigkeiten aus Gr&#252;nden, die wie immer nicht ausreichend genug erforscht wurden. Wahrscheinlich, weil es so ruhig war im Zimmer.</p>
<p><em>Annette: 50% der Flat Flute Divers schlugen am n&#228;chsten Morgen die Augen auf und sahen auf die unz&#228;hligen Leichen an den W&#228;nden. Erschreckend, dass ein Flat Flute Diver zu so etwas &#252;berhaupt f&#228;hig ist. Das schlechte Gewissen kroch in mir hoch, dass ich so viele Leben in nur einer Nacht ausl&#246;schen musste. Mit dem Vorsatz, meinen Weg nicht mit noch mehr Leichen zu pflastern, stand ich auf und beschloss als Zeichen meines guten Willens nicht auch noch Majki umzubringen f&#252;r sein Geschnarche, sondern ausnahmsweise mal Gnade vor Recht walten zu lassen&#8230;</em></p>
<p>Doch am n&#228;chsten Tag ging es los! Gest&#228;rkt durch ein Selbstversorgerfr&#252;hst&#252;ck machten wir uns an die erste praktische Einweisung des &#8220;Enriched Air Diver&#8221;-Kurs. Muss ich erw&#228;hnen, dass wir beide die Kursunterlagen in den Wochen vor dem Kurs f&#246;rmlich aufgesogen hatten (das Resultat davon sollte sich am gleichen Abend zeigen <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )? &#8220;Nitrox&#8221; oder &#8220;enriched Air&#8221; ist Luft, deren Sauerstoffanteil erh&#246;ht wurde, wodurch der Stickstoffanteil verringert wird. Da es sehr wichtig ist, genau zu wissen, mit was f&#252;r einer Mischung man taucht, ist das erste, was der Taucher macht, die Luft in seiner Flasche zu analysieren. Zwar kann man sich bei einem guten Gasmischer darauf verlassen, dass er keinen Pfusch baut, Kontrolle ist aber trotz allem besser. Und sogleich bekamen wir demonstriert, warum es wichtig ist, ein eigenes Analyseger&#228;t zu haben. Majki hatte eine 32%-Mischung bestellt und es sollte eigentlich auch eine sein. Nachdem das Ger&#228;t auf 21 % kalibriert war, konnte man sehen, wie die Anzeige, sobald es an die Flasche angeschlossen war, stieg: 25 %&#8230; 30 %&#8230; 32 %&#8230; 33 %&#8230; okay, noch innerhalb der Toleranz&#8230; 34%&#8230; h&#228;? In der Tat blieb die Messung erst bei 37 % stehen. Wie sich bei einem Vergleich herausstellte, funktionierte das Ger&#228;t nicht richtig.</p>
<p>Dann machten wir uns daran, unsere Ausr&#252;stung anzulegen. Dabei stellte sich heraus, dass an Annettes Anzug ein Faden hing; eine Naht an der Schulter war aufgegangen. Aus der Spurenlage kombinierte ich folgerichtig, dass der Faden wohl nicht so fest sa&#223; und vom Klett des Nackenverschlusses aufgerissen worden war.</p>
<p>(<em>Also wenn ich dich nicht h&#228;tte&#8230; Sherlock&#8230; dann w&#252;&#223;te ich wirklich nicht, was ich tun sollte. Deine detektivischen F&#228;higkeiten sind unglaublich. Es w&#228;re jedoch praktischer, wenn du dir mal handwerkliche F&#228;higkeiten aneignen w&#252;rdest. Dann h&#228;ttest du den Faden gleich mal wieder ann&#228;hen k&#246;nnen.)</em></p>
<p>Frauen! Mit nichts zufrieden. Immerhin habe ich mich eingebracht.</p>
<p>Dann aber stand die erste Herausforderung an: in voller Montur (die &#252;ber 20 kg wiegt) die Treppe am Steinbruch heruntergehen, um zum Wasser zu gelangen.</p>
<div id="attachment_661" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_aufbruch.jpg"><img class="size-full wp-image-661" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_aufbruch.jpg" alt="Auf dem Weg von der Basis Horka zum Tauchsee" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg von der Basis Horka zum Tauchsee</p></div>
<p>Ein Fr&#252;hsport der besonderen Art, eine Kombination aus Gewichtheben und Hindernis-Gehen. Schlie&#223;lich aber kamen wir unten an. Die Treppe f&#252;hrt bis ins Wasser und dort sogar noch weiter bis in drei Meter Tiefe. Neben der Treppe befindet sich eine Schwimmplattform, die&#8230; &#228;h&#8230; ja&#8230; ganz nett ist, um Sachen drauf abzulegen<em> (bei Bedarf auch fotografierende Schweizer).</em> Und f&#252;r andere n&#252;tzliche Zwecke.</p>
<p>Wir richteten uns, um die Ausr&#252;stung in Position zu bringen und&#8230;</p>
<p><em>&#8220;Geh doch da rein je-hetzt!&#8221;</em></p>
<p>Okay, Madame hatte ihr Blei noch nicht gerichtet. So wurde es zu meiner Aufgabe, mit HANDSCHUHEN (!!!!) <em>(und zwei linken H&#228;nden, hast du vergessen zu erw&#228;hnen) </em>ihr Trimmblei in die entsprechenden Taschen im Jacket zu stecken. Nun, nicht dass nicht gern an ihr rumfummle, wenn man mich schon dazu auffordert, aber die Tatsache, dass ich Handschuhe trug und sie in einem Neoprenanzug steckte, d&#228;mpfte die erotische Komponente erheblich.* Noch dazu, da dieses Hagel-und-Granaten-Blei einfach nicht in die Tasche reinwollte!! Mit Eidgen&#246;ssischer Hilfe in Form des AOWD-Sch&#252;lers Jonathan, der mit an die Plattform gekommen war, schafften wir es aber dann doch, die Gewichte in s&#228;mtlichen Taschen zu verstauen.</p>
<div id="attachment_662" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_trimmbleistopfen.jpg"><img class="size-full wp-image-662" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_trimmbleistopfen.jpg" alt="&quot;$*#@! Bl&#246;des Blei, gehst Du jetzt da rein?&quot;" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;$*#@! Bl&#246;des Blei, gehst Du jetzt da rein?&quot;</p></div>
<p>*<em>Ich wu&#223;te ja schon immer, dass Du anders bist als alle anderen Menschen. Aber wie man doch auf diesem Bild erkennt, (danke &#252;brigens, ich liebe es, mit dieser bekloppten Kopphaube abgelichtet zu werden) befindet sich das Trimmblei hinten in meinem Jacket. Insofern w&#252;rde ich gerne mal wissen, was daran EROTISCH sein soll! Dein hei&#223;er Atem in meinem Genick? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Nicht mal das funktioniert ja, wenn man die ganze Ausr&#252;stung anhat. Ich sagte es ja. Jedenfalls, dann ging es ab ins Wasser. Beim Abtauchen h&#246;rte ich das Surren eines Motors &#8211; es waren Aquascooter-Fahrer unterwegs. Sowas. Und wir mussten uns mit Muskelkraft fortbewegen.</p>
<p>Der &#8220;Enriched Air Diver&#8221; ist eigentlich &#8211; zumindest f&#252;r den Lehrer &#8211; ein relativ undankbarer Kurs. Wenn man mit Nitrox richtig umgeht, merkt man n&#228;mlich eigentlich keinen Unterschied zu einem anderen Tauchgang. Es ist die Vorbereitung, auf die es ankommt und die aufw&#228;ndiger ist, au&#223;erdem muss man auf die f&#252;r die eigene Mischung geltende Tiefe achten. Aber w&#228;hrend des Tauchens ist eigentlich nichts anders. Den &#8220;Effekt&#8221; von Nitrox kann man nicht vorf&#252;hren, und mal einfach so die Sicherheitstiefe unterschreiten, um dem Sch&#252;ler zu zeigen, wie sich so ein Krampfanfall anf&#252;hlt, ist keine gute Idee. Andererseits ist es auch entspannt, weil man sich auf den Tauchgang konzentrieren kann. Und so erforschten wir den Tauchsee von Horka.</p>
<p>Die Sicht war an diesem Tag gut, aber nicht ganz gut. Nachdem wir ein paar Meter getaucht waren, nahm ich in der Ferne einen Schatten war. Und dann brach er durch die Diese und kam auf uns zu: der K&#246;nig der Meere, Carcharadon carcharias, der &#8220;gro&#223;e wei&#223;e Hai&#8221;, das Maul halb ge&#246;ffnet und seine gewaltigen Z&#228;hne pr&#228;sentierent. Zur Sicherheit bewegte ich mich in eine aufrechte Position, um diesen schnellen J&#228;ger nicht zu provozieren und legte meine linke Hand an mein Tauchermesser, wohlwissend, dass ich diesem Giganten damit nichts entgegenzusetzen hatte, aber es gab mir ein beruhigendes Gef&#252;hl. Ich hatte Gl&#252;ck, es war ein kleines Exemplar, nur ungef&#228;hr zwei bis zweieinhalb Meter lang; sollte es zu einer gef&#228;hrlichen Situation kommen, w&#252;rde ich vielleicht doch eine Chance haben.  Ich positionierte mich vor Annette, um ihr im Notfall Schutz zu geben. Dann achtete ich darauf, ob der Hai Zeichen zeigte, dass er uns aus seinem Revier haben wollte.</p>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_weisserhai.jpg"><img class="size-full wp-image-663" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/11/horka_weisserhai.jpg" alt="Auge in Auge mit dem &quot;R&#228;uber der Meere&quot;" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Auge in Auge mit dem &quot;R&#228;uber der Meere&quot;</p></div>
<p><em>Bereits vor dem Tauchgang erkl&#228;rte uns Majki, dass in dem Tauchsee Haipuppen installiert worden waren, und bei schlechterer Sicht kann man erschrecken, denn sie tauchen urpl&#246;tzlich aus der Dunkelheit auf. Wir tauchten ein Weilchen, bis wir sie erreichten. Aus der Entfernung sahen sie richtig echt aus. Ich lie&#223; mich absinken und begab mich auf Augenh&#246;he, um die Attrappen zu fotografieren, da schoss pl&#246;tzlich Thorsten mit einem Messer bewaffnet an mir vorbei und schlug mir fast die Kamera aus der Hand. Mir war nicht klar, was ihn in diesem Moment gebissen hatte, der Hai konnte es nicht sein, Attrappen bei&#223;en ja nicht. Leider trug sein merkw&#252;rdiges Verhalten dazu bei, dass mir die Bilder verwackelten.</em></p>
<p>He, ich bin ein Held! Bisse von Plastikhaien k&#246;nnen ganz sch&#246;n gef&#228;hrlich sein, weil&#8230; weil&#8230; darum eben! Zur Deiner gepflegten Information, ich habe Dich unter Einsatz meines eigenen Lebens und meiner Gesundheit gerettet! Ich habe die Haie in Schach gehalten, damit Du sie fotografieren konntest. Und weil Du dabei vor Aufregung so gezittert hast, deswegen sind die Bilder verwackelt!</p>
<p><em>Ich habe h&#246;chstens vor Wut gezittert weil die Bilder nichts geworden sind!</em></p>
<p>Dieser Tauchgang war jedenfalls eine ziemliche Abwechslung zum Schluchsee, nicht nur wegen der v&#246;llig anderen Unter-Wasser-Landschaft, auch wegen der Sichtweiten. Nachdem wir unsere erste Erkundungsrunde beendet hatten, durften wir die Stufen wieder nach oben steigen und uns an der Basis unserer Ausr&#252;stung entledigen. Danach wurde der Tauchgang nachbesprochen. Wir legten eine Pause ein, w&#228;hrend Majki sich um seinen AOWD-Sch&#252;ler k&#252;mmerte.</p>
<p>Dann brachen wir zu einem &#8220;normalen&#8221; Tauchgang auf. Die erste &#220;berraschung brachten unsere beiden Tauchcomputer, die sich weigerten, von Nitrox auf Luft zur&#252;ckgestellt zu werden. Wir mussten sie auf &#8220;Nitrox 21 %&#8221; einstellen (21 % = normaler Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft), wie wir erfuhren, ist das Absicht. Dann erkundeten wir den See auf eigene Faust. Es gibt einige Installationen f&#252;r Taucher, die Haie sind nur eine davon. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber es gibt diverse Figuren, in gr&#246;&#223;erer Tiefe auch ein Fahrrad und ein Motorrad. Mal ganz davon abgesehen ist die Umgebung faszinierend, die steil abfallenden W&#228;nde, die gebrochenen Steine, die so daliegen, als h&#228;tte man die Arbeit an dem Steinbruch einfach eingestellt &#8211; und bei genauerer Betrachtung ist ja genau das passiert. Und nat&#252;rlich jede Menge echte Fische, die sich wiederum als sehr geduldig f&#252;r Taucher herausstellten.</p>
<p>Da ich nun endlich meinen Kompass hatte, fiel mir die ehrenhafte Aufgabe zu, die F&#252;hrung zu &#252;bernehmen und zu navigieren. Auf der Basis unseres Nitrox-Tauchgangs hatte ich einen Bogenkurs <em>(WAS? Das ist mir ja das Neueste!)</em> berechnet und geplant, der uns ein St&#252;ck in den See hinein-, und dann wieder in Richtung der Basis zur&#252;ckf&#252;hren sollte. Punktgenau wie ich es berechnet hatte, landeten wir eine Bucht links neben dem Ein- und Ausstieg, ungef&#228;hr f&#252;nfzehn Meter von der Treppe weg.* Das war eine kleine Herausforderung, die ich in meine Kursberechnung mit aufgenommen hatte. Zur&#252;ck zum Ausgangspunkt zu navigieren, das w&#228;re ja einfach gewesen. Ich wollte es etwas schwieriger haben und hab es auch geschafft. Ja-ha, das hab ich wohl.</p>
<div id="attachment_575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/horka_09.jpg"><img class="size-full wp-image-575" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/horka_09.jpg" alt="Tauschee Horka: Einstieg und Schwimmplattform vom Wasser aus gesehen" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Tauschee Horka: Einstieg und Schwimmplattform vom Wasser aus gesehen</p></div>
<p>*<em>So. Dann darf der werte Herr heute mal navigieren. Der Mann, der Bauchkr&#228;mpfe vor Lachen hatte, weil ich im Schluchsee Schwierigkeiten hatte. Der Mann, der keine Gelegenheit ausl&#228;&#223;t, mich mit meinen Schw&#228;chen aufzuziehen. Na dann&#8230; ICH hab Navigationspause! ER hat ja jetzt einen eigenen Kompass. Und kann ja eh alles besser als ich!  Ich schwimme nur deinen Flossen hinterher! Jaja. &#214;hm&#8230; wo sind wir denn jetzt? Das hier kenn ich noch nicht! Aha, und jetzt kommt das Auftauchzeichen. Kenn ich. Hab ich auch immer so gemacht, wenn ich nicht mehr wusste, wo wir waren. Aber, aber&#8230; Herr Supernavigator, was machen wir denn hier in der Bucht NEBEN dem  Ausstieg! Sind wir vom Kurs abgekommen? Und das in einem so begrenzten Gew&#228;sser wie der Tauchsee Horka? Ach nein, oben schriebst du ja was von einem &#8220;Bogenkurs&#8221;. Punktgenaue Berechnung&#8230; ist klar. </em></p>
<p>Sabotage! Ich habe alles genau berechnet! Es muss sich um technisches Versagen handeln! Ja genau, das Eisen in der Treppe am Ein- und Ausstieg hat die Kompassnadel abgelenkt!</p>
<p><em>Bestimmt sogar. Aber es k&#246;nnte auch ein Tauchkollege gewesen sein, der sich zuf&#228;llig in deiner N&#228;he aufhielt und auch noch ein stark eisenhaltiges Mittagessen zu sich genommen hatte. Erbseneintopf zum Beispiel&#8230; Das Leben ist ja richtig gemein zu dir!</em></p>
<p>Ja. *Schluchz!</p>
<p>Am Abend war die Theorie dran. Sie erinnern sich, dass ich was davon schrieb, dass wir die Theorie schon vorher aufgesogen hatten? Wir bekamen einen Vortrag, rechneten Beispiele durch &#8211; und dann machten wir die Pr&#252;fung, die wir mit Bravour bestanden. Hat mich nur ein paar Nerven gekostet, aber mein Gott, jeder Mensch hat 760.000 Kilometer Nervenfasern in seinem K&#246;rper, was bedeuten da schon ein paar weniger? Aber sie war geschafft. Nun mussten wir die Theorie mit Praxis so weit wie m&#246;glich unterf&#252;ttern. Und dazu sollten die n&#228;chsten Tage dienen. Da man uns einen Tauchgang mehr als eigentlich f&#252;r den Kurs vorgesehen war angedeihen lassen wollte, w&#252;rde wir auch Notfallman&#246;ver &#252;ben.</p>
<p><em>Kurzbericht des Notfallman&#246;vers 1: Flat Flute Diver (m&#228;nnlich) in Panik (die gr&#246;&#223;te Anzahl an Tauchunf&#228;llen erfolgt &#220;BER Wasser, Lehrbuch &#8220;Rescue Diver&#8221; Seite sowieso)</em></p>
<p><em>Am Abend diskutierten wir die Theorie. Ich habe gerne Pr&#252;fungen hinter mir, deshalb bestand ich drauf, die Pr&#252;fung sofort zu machen. Der Tag war lang gewesen und anstrengend, und leider war es auf der Basis auch laut. Das lenkte zugegebenerma&#223;en ab, aber ICH, das Konzentrationsgenie, hatte damit keine Probleme. Im Gegensatz zu Thorsten. Von Minute zu Minute sah man seine Stirnadern anschwellen, weil er sich &#8220;verzettelt&#8221; hatte. Leider hatte er den kritischen Punkt bereits &#252;berschritten, in dem er sich durch einen Moment Ruhe h&#228;tte wieder fangen k&#246;nnen. Bei den Diskussionen hallte seine Stimme immer lauter von den W&#228;nden wider, und inwischen sah ich sogar das Mobiliar in Gefahr. Zusammengeballte F&#228;uste, pochende Stirngef&#228;&#223;e, wutverzerrtes Gesicht! GEFAHR! STOPPEN, DENKEN, HANDELN! / Lehrbuch PADI Rescue Diver Seite sowieso).  Da hilft nur eins: Bergen aus der Gefahrenzone, Unterbringung in einer Isozelle (T&#252;r zu!) und Ablenkung. Beruhigende Stimme. Sanfte Worte. Bei Bedarf auch Psychopharmaka, bereits in der Fertigspritze aufgezogen in meiner Hosentasche. Mit Notfallsituationen kenn ich mich aus! Aber dank meiner psychologischen F&#228;higkeiten konnte ich die Situation ohne medikament&#246;se Hilfe in den Griff bekommen. Die T&#252;r wurde wieder ge&#246;ffnet und die Pr&#252;fung war bestanden!</em></p>
<p>Sie erwarten nicht allen Ernstes, dass ich dazu was sage? N&#246;. Tu ich nicht. Ich bin die Ruhe selbst&#8230;. grrrrrrrrrrrrrrrrr&#8230; *Z&#228;hneknirsch</p>
<p><em>Notfallman&#246;ver 2: Flat Flute Diver (weiblich) NICHT in Panik (oder: vorbildliches Verhalten in einer kritischen Situation)(Lehrbuch: Rescue Diver f&#252;r Flat Flute Diver, Seite sowieso)</em></p>
<p><em>Die Situation: Ein M&#228;dchen geht nach erfolgreicher Pr&#252;fung in ihre Schlafunterkunft und wird mit einer Spinne konfrontiert. Gelassen klopft sie an die T&#252;ren der m&#228;nnlichen Mittaucher und bittet einen, die Spinne zu entfernen. Ach, Jonathan&#8230; mein Held! *schmacht</em></p>
<p>An dieser Stelle k&#246;nnte ich mich lang und breit dar&#252;ber echauffieren, dass &#8220;Madame Ungeduld&#8221; es nicht abwarten konnte, bis <em>ich</em> das Problem gel&#246;st h&#228;tte<em> (6 Wochen sp&#228;ter bei deiner &#8220;ausgepr&#228;gten Ruhe&#8230;.&#8221;, bis dahin w&#228;re die Spinne l&#228;ngst von selbst verstorben und ich h&#228;tte eine weitere Leiche in meinem Zimmer gehabt!) </em>, sondern gleich Rotalarm auf der ganzen Basis ausgel&#246;st hat. Ich tu&#8217;s aber nicht, denn ich bin die Ruhe selbst. Denn wissen Sie, wenn Madame dann beim Schreiben aus Versehen ein Bild aus einem Artikel unserer Webseite l&#246;scht (oder so), dann bin ich wieder der Held, der es richten darf. Ja, bin ich. Ich hab ja schlie&#223;lich auch Narben (man beachte die Mehrzahl: Narb<em>en</em>). <em>(von Plastikhaien wohlgemerkt&#8230;)</em></p>
<p>Immerhin, so weit waren wir den Kurs mit Erfolg angegangen. Und zwei Tauchtage warteten noch auf uns. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>HORKA &#8211; Das Tauchparadies in Sachsen Teil 1</title>
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		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2009/11/05/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoreise]]></category>
		<category><![CDATA[Enriched Air Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Die erste Tauchausfahrt unseres Taucherlebens...

Ja, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Tauchausfahrt unseres Taucherlebens&#8230;</p>
<p>Ja, so war es wirklich. Gerade war ich von &#196;gypten wiedergekommen, kaum zwei Tage zu Hause, und schon durfte ich wieder tauchen gehen. Doch dieses Mal war es etwas Besonderes, denn wir &#252;bernachteten auf einer Tauchbasis und durften das erste mal den &#8220;Lifestyle des Tauchens&#8221; hautnah miterleben. Wir waren richtig gespannt.</p>
<p>Da wir eh vor hatten, den Nitrox-Kurs noch vor unserem Tauchurlaub im November zu machen, bot es sich an, ihn in <a title="Tauchgebiete: Horka" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a> zu machen. Doch bevor es soweit war, galt es erst einmal einige andere kleineren Hindernisse zu nehmen.</p>
<p>Zuerst einmal &#8211; Horka liegt um die 700 km von uns entfernt. Das hei&#223;t, Koffer packen, Tauchausr&#252;stung samt Flaschen, und nat&#252;rlich Verpflegung, denn die Basis ist f&#252;r Selbstversorger ausgerichtet.</p>
<p>Thorsten f&#228;hrt einen Lupo, in den zwar erstaunlich viel hereingeht, aber indiskutabel f&#252;r eine Fahrt mitsamt dem halben Hausrat ist. Ich fahre einen Audi, schon besser, aber dank des Stufenhecks brauchte ich auch nicht einmal im Traum dran zu denken, die Gegenst&#228;nde alle unterzubringen. H&#246;chstens mit offenem Dach. Und Thorsten h&#228;tte auch noch auf Koffern sitzen m&#252;ssen. Thorsten? &#196;h&#8230; Thooorsten! Das mit dem offenen Dach war wohl doch keine so gute Idee&#8230;</p>
<p>Da war guter Rat teuer. Aber&#8230; wie es der Zufall so will, sprach mich mein Vater an. Er f&#228;hrt noch einen uralten Passat Kombi. Und den wollte er wegtun, da er selber nicht mehr fahren kann. Wegtun? Ja, war er von allen guten Geistern verlassen? Das PERFEKTE Flat Flute Diver Auto wurde an diesem denkw&#252;rdigen Tag geboren!</p>
<p><em>Thorsten: Auf zum Flat Flute Diver Mobil! Nanana nanana &#8211; Flate Flute!</em></p>
<p>Und Leute, lacht nicht, selbst der Passat Kombi war genagelt voll. Alles nur wegen Thorsten. Ihr macht Euch kein Bild, was der alles mitgeschleppt hat. Mein Gep&#228;ck war dezent&#8230;aber Mr. &#8220;Ich-mu&#223;-immer-&#252;bertreiben&#8221; hatte an (fast) alles gedacht. Und da hei&#223;t es immer, Frauen w&#252;rden so viel Zeug mitschleppen &#8211; weit gefehlt! Meine Augen wurden umgekehrt proportional immer gr&#246;&#223;er zum Platz im Kofferraum&#8230;</p>
<p><em>&#8230;so, jetzt mal schauen, Abendgarderobe f&#252;r Galaempf&#228;nge, Taschenlampe, Ersatztaschenlampe, Taschenlampe als Ersatz, falls die Ersatztaschenlampe ausf&#228;llt, Neoprenreparaturset, N&#228;hmaschine, Dampfb&#252;gelstation, Kuckucksuhr (des Heimatgef&#252;hls wegen; ich wohne zwar nicht im Schwarzwald, aber ist halt ein St&#252;ck St&#252;ddeutschland), Notfallapotheke, Werkzeugkasten, um die Notfallapotheke aufzukriegen, 200 Liter Wasser, falls der See Niederigstand hat&#8230;</em></p>
<p>(du hattest ein Neoprenreparaturset dabei? Und ne N&#228;hmaschine? Wieso sagst du nichts? Dabei hast DU doch festgestellt, dass an meinem Neopren ein Faden aufgegangen ist!)</p>
<p><em>(Dabei ja &#8211; aber leider kenn ich mich mit dem Zeugs nicht aus. H&#228;tte ja sein k&#246;nnen, dass uns ein Schneider &#252;ber den Weg l&#228;uft.)</em></p>
<p>Aber immerhin. Innerhalb kurzer Zeit waren wir startklar (nachdem Herr Reimnitz selbstverst&#228;ndlich 15 Minuten zu sp&#228;t kam&#8230;) und konnten abfahren. &#220;ber Ravensburg Richtung Ulm, weiter Richtung Hof, Dresden, so war die grobe Route vorgesehen. Gl&#252;cklicherweise gibt es heutzutage Navigationssysteme.</p>
<p><em>Bij de rotonde links afslage&#8230; wie bitte?</em></p>
<p>(Wer bitte hat das Navigationssystem auf holl&#228;ndisch eingestellt??)</p>
<p><em>(Das war ich. Noch nie was vom &#8220;fliegenden Holl&#228;nder&#8221; geh&#246;rt? Ich dachte, so kommen wir schneller ans Ziel.)</em></p>
<p>Die Fahrt verlief soweit st&#246;rungsfrei. Thorsten entpuppte sich als schlechter Beifahrer, da er bei jeder Gelegenheit nerv&#246;s zusammenzuckte, entweder mitbremste oder schon die Hand an der T&#252;r zum Aussteigen hatte. Dummerweise verga&#223; er, den Sicherheitsgurt vorher zu l&#246;sen, so konnte er nicht abspringen. H&#228;h&#228;.</p>
<p><em>He, w&#252;rden Sie einer Frau trauen, die mit einem v&#246;llig &#252;berladenen Auto durch die Gegend f&#228;hrt? Und dass ich nicht abgesprungen bin, hat nur einen Grund: Weil Du die Kindersicherung in der T&#252;r aktiviert hattest!</em></p>
<p>&#220;berladen? Sag mal gehts noch? Was kann ich daf&#252;r wenn DU den halben Hausrat einpackst?? Ich h&#228;tte doch den Audi nehmen und das Dach offen lassen sollen&#8230;</p>
<p>Nachdem wir ungef&#228;hr dreiviertel der Strecke zur&#252;ckgelegt hatten, erreichte uns ein haarstr&#228;ubender Anruf von Majki. Stolz, p&#252;nktlich weggekommen zu sein, w&#228;hnten wir uns kilometerweise vor ihm, doch es stellte sich heraus, dass ER kilometerweise uns voraus war. Ich konnte mir das nicht erkl&#228;ren. Kann nur an der Zeitverz&#246;gerung wegen dem Beladen des Autos gelegen haben&#8230; tzzzz&#8230;</p>
<p><em>Frauen! &#8220;M&#228;nner sind doch alle gleich&#8221;, hei&#223;t es immer. Und wenn mal einer nicht gleich ist, ist es auch nicht recht. Ha! Daf&#252;r daf&#252;r benutz ich mein Hochleistungsm&#252;ckenradar jetzt allein! So!</em></p>
<p>Kurz vor dem Ziel mussten wir leider nochmal tanken, denn mein Tank lie&#223; uns netterweise 20 km vor Horka im Stich. Dadurch verz&#246;gerte sich unsere Ankunft nochmal, was Mr &#8220;Ungeduld-Majki&#8221; veranlasste, sich noch einmal telefonisch zu erkundigen, ob wir noch leben w&#252;rden. Ich schon&#8230; Thorsten auch, denn er hatte es ja nicht geschafft, aus dem fahrenden Auto zu springen <em>(die Kindersicherung, Sie erinnern sich?)</em>. Aber ich will nicht schimpfen, er hat sich auch n&#252;tzlich gemacht. Als ich getankt habe, reinigte er vorbildlich meine Scheiben. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Reiner Selbstschutz! So viele M&#252;cken und Fliegen und sonstige Insekten, die da von draufklebten&#8230; kein Wunder, dass Du die letzten paar Kilometer</em> <em>schon Schlangenlinien gefahren bist. </em></p>
<p>Endlich da!</p>
<p>Wir begr&#252;&#223;ten uns erst einmal herzlich, dann lernten wir &#8220;Knoppers&#8221; kennen, (zu dem Zeitpunkt hie&#223; er noch Jonathan), der vor lauter Hunger schon fast vom Fleisch gefallen war. Nach einer kurzen Essenspause begannen wir mit dem gem&#252;tlichen Teil des Abends. Schw&#228;tzen, trinken, spielen. Und zwar Karten. Man nennt das Spiel auch &#8220;Arschloch&#8221;. Die Rollen waren bald klar verteilt. ICH war nat&#252;rlich Dauerk&#246;nig, Thorsten und Majki abwechselnd <span style="text-decoration: line-through;">Dauerarschloch (zensiert)</span> die ewigen Verlierer. Der Abend war wirklich lustig, auch wenn wir unseren schweizer Eidgenossen erst mal kaum verstanden haben.</p>
<p><em>&#8220;WIR&#8221;? Ich h&#246;re immer &#8220;wir&#8221;&#8230; DU hast den Eidgenossen nicht verstanden! Ich bin famili&#228;r vorbelastet, was Schwyzerd&#252;&#252;tsch betrifft, mir war jedes Wort so klar wie&#8230; Fischsuppe!</em></p>
<p>Moment mal! Du hast gesagt, du seiest ein Preu&#223;e? Und jetzt dann noch Schweizer? Ich glaub ich spinne! Was bist du denn f&#252;r ein Mischling h&#228;? Hast du ne Steuermarke am Halsband? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Ich hab nicht gesagt, dass ICH Preu&#223;e bin, meine Familie kommt aus dem Eck. Aber das ist schon lang her. Und Schweizer eigentlich auch nicht &#8211; Grenzgebiet Deutschland-Schweiz, aber deutsche Seite. Und au&#223;erdem, wenn Du ein bisschen mehr Interesse f&#252;r unsere s&#252;dlichen Nachbarn zeigen w&#252;rdest, h&#228;ttest Du die Sprache auch lernen k&#246;nnen. Nimm Dir ein Beispiel an mir! Ich bin n&#228;mlich in Rheinland-Pfalz geboren und hab ihn trotzdem verstanden! B&#228;h!<br />
</em></p>
<p>Tu ich doch! Hab ich doch! Hyv&#228;&#228; p&#228;iv&#228;&#228;! Puhutko saksaa? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <em>Kyll&#228;, mutta valitettavasti puhun vain v&#228;h&#228;n suomea. Wij spreken juist van het Zwitserse Duits!</em></p>
<p>Dann bezogen wir unsere &#8220;Zimmer&#8221;. Spartanisch eingerichtet, aber nett und sauber. Nachdem ich erst mal 17   M&#252;cken totgeschlagen hatte, begab ich mich zur Nachtruhe. Wohlig kuschelte ich mich unter die Decke und wollte gerade den Lichtschalter ausmachen, da h&#246;rte ich ein dezentes S&#228;gen in meinem Ohr. WER SCHNARCHT HIER? Das darf echt nicht wahr sein! Thorsten ist das nicht, das wei&#223; ich von good old egypt her, das kann ja nur&#8230; EINER sein. MAJKI! Ich &#252;berlegte. Was tun? W&#252;ste Handzeichen w&#252;rden hier nicht weiterhelfen, aber ich wu&#223;te auch nicht, an welche T&#252;r ich h&#228;mmern sollte. Das Schnarchen schwoll crescendom&#228;&#223;ig an, dann wurde es wieder leiser. So kann ich nicht schlafen. *grummelgrummel. Ich versuchte es mit &#8220;Tauchflaschenz&#228;hlen&#8221;. Nutzte nix. Zudem, welche Flasche springt schon &#252;ber einen Zaun&#8230;dann kam mir die rettende Idee. Ich bezog die leere Bettdecke neben mir, zog sie hoch, so, dass sie &#252;ber meinem Ohr lag. Das S&#228;gen wurde augenblicklich leiser. Sehr gut. So schlief ich dann ein, gespannt auf den n&#228;chsten Tag und mit dem Vorsatz, Majki erst mal am n&#228;chsten Morgen ordentlich den Rost runter zu machen&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Dann bezogen wir unsere &#8220;Zimmer&#8221;. Spartanisch eingerichtet, aber nett und sauber. Nachdem ich keine M&#252;cken erledigen musste, begab ich mich sofort zur Nachtruhe. Wohlig kuschelte ich mich unter die Decke und l&#246;schte das Licht. Dann schlief ich ein, ich hatte einen tiefen, gesunden Schlaf. &#196;TSCH!</em></p>
<p>WER will das wissen??? WO ist der Bus mit den Leuten, die das interessiert? Und zudem konntest du nicht sofort einschlafen, das ist gelogen. Du hast ja immerhin gedacht, dass du auf ner Baustelle mit Presslufthammer schl&#228;fst, weil ich dauernd gegen die Wand geschlagen hab (M&#252;cken&#8230;). Seliger Schlaf&#8230; dass ich nicht lache&#8230;</p>
<p><em>Du g&#246;nnst einem aber auch gar nichts. Ich m&#246;chte wetten, Du hattest gar keine M&#252;cken im Zimmer, Du hast einfach so an die Wand gehauen, weil Du mir den ruhigen Schlaf nicht geg&#246;nnt hast. Deswegen ist auch bei jedem Rumpler ein St&#252;ck Putz von der Wand gefallen. Na, die n&#228;chsten Tage k&#246;nnen ja lustig werden.<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erfahrungen: Noch mehr Freiwassertauchg&#228;nge</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2009/10/29/erfahrungen-noch-mehr-freiwassertauchgaenge/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Schluchsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser erster Tauchgang "ohne Aufpasser" hatte uns (mal  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erster Tauchgang &#8220;ohne Aufpasser&#8221; hatte uns (mal wieder) eins vor Augen gef&#252;hrt: Aller Anfang ist schwer. Immerhin hatten wir schon gesehen, dass wir als Team zumindest in so weit gut zusammen arbeiteten, dass wir uns in grenzwertigen Situationen an das hielten, was abgemacht war und kein Risiko eingingen, wo es nicht zu verantworten war.</p>
<p>F&#252;r den zweiten Tauchgang hatten wir uns dann eine andere Route ausgesucht. Nachdem wir beim ersten unser Ziel glorreich verfehlt hatten, wollten wir eine Stufe zur&#252;ckgehen: Wir wollten einmal quer durch die Bucht bei Seebrugg navigieren. Respektive, das Navigieren sollte Annettes Aufgabe werden. Ich hatte ja noch keinen Kompass. Die Rolle des Chefnavigators &#252;bernahm sie mit gro&#223;er Ernsthaftigkeit und bei diesem Tauchgang lieferte sie gleich zwei Punktlandungen: einmal quer durch die Bucht zur anderen Seite und wieder zur&#252;ck zum Einstieg! Genau wie geplant.  Meine Bewunderung hatte sie damit &#8211; und meinen Neid. Ich wollte auch so toll navigieren*. Nun, dass ich keinen Kompass hatte, habe ich schon erw&#228;hnt, und den von Annette konnte ich nicht nehmen, da sie eine Konsole hat, wo Finimeter, Tauchcomputer und Kompass fest zusammengebaut sind. Ich wollte mir eigentlich dann ein Angebot f&#252;r eine solche Konsole machen lassen, aber &#8211; um hier mal vorzugreifen &#8211; daraus wurde nichts.</p>
<p>*Annette: <em>ich err&#246;te gleich vor Scham! Und das kommt selten bei mir vor! Das kann ja nur ironisch gemeint sein. Ich trau dir nicht&#8230;aber war auch nicht n&#246;tig. Vor lauter Neid wolltest du mir ja erschwerte Bedingungen verschaffen und hast einfach das Licht ausgeknipst. (Flat Flute Adventure Dive No 1: Navigieren in der Dunkelheit!) Sie erinnern sich an die Bilder vom Schluchsee? Thema Nachttauchgang am Tag? Dann k&#246;nnen Sie sich vorstellen, dass Kompasslesen ohne Licht nicht so einfach ist. Ich habe die Situation auf  meine Art gel&#246;st. Eine schallende Ohrfeige sp&#228;ter leuchtete die Funzel wieder <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>HE, normalerweise haut man das Ger&#228;t, das nicht mehr funktioniert, und nicht den, der es tr&#228;gt! So weit ist es gekommen, ich bin der Funzeltr&#228;ger f&#252;r Madame und darf mich auch noch schlagen lassen. Nicht genug damit, dass die Lampe selber einiges Gewicht hatte. Mein armes Handgelenk!</p>
<p>Eine Woche sp&#228;ter war unser n&#228;chster Tauchtag, und wieder musste Annette den Chefnavigator machen. Das Wetter war diesmal wesentlich schlechter und wir erfanden spontan den &#8220;Flat Flute Diver Adventure Dive No. 2: Tauchen im Regen&#8221;. Ich vermute mal, dass sich Annette nach dem Erfolg der Woche zuvor keine Bl&#246;&#223;e geben wollte und war noch konzentrierter, als wir wieder quer durch die Bucht tauchten. Nun ist es so: Auf der Strecke quer durch die Bucht liegt die &#220;bungsplattform der &#246;rtlichen Tauchschule. Diese tauchte pl&#246;tzlich vor uns auf. Ich sah sie rechtzeitig und wich aus, doch Annette war so auf den Kompass konzentriert, dass es zu folgender Situation kam, die auf Video festgehalten ist:</p>
<p><object width="445" height="364"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DAjvmTHfWlg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DAjvmTHfWlg&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"></embed></object></p>
<p><em>So. Dieses Mal genau nach der Nadel schwimmen&#8230;ich werde sie keine Sekunde aus den Augen lassen, damit sie keine Chance hat, sich heimlich in einem schwachen Moment zu verstellen um mich in die Irre zu f&#252;hren&#8230;</em></p>
<p>In letzter Sekunde konnte ich Annette warnen, bevor sie mit dem Kopf genau an die Stahlumrandung der Plattform gerumpelt w&#228;re.</p>
<p><em>W&#228;re ein kurzer Tauchgang geworden. Das jedenfalls steht fest. H&#228;tte sicher eine nette Platzwunde gegeben. Quatratisch in Form des Metalltr&#228;gers. &#8220;Wo hast du die Platzwunde her?&#8221; &#8211; &#8220;Vom Tauchen!&#8221; &#8211; &#8220;Ja klaaaaar&#8230;.&#8221; . Eigentlich m&#252;sste ich dir dankbar sein. Aber mir kommt so spontan eine Frage: Mu&#223;t du eigentlich jeden Schei&#223; filmen? Seltsamerweise bekomme ich immer die Patzer nachher auf Video vorgef&#252;hrt, ich glaube, das besprechen wir nochmal unter 4 Augen Freundchen&#8230;</em></p>
<p>F&#252;rher gab&#8217;s mal so Fernsehsendungen, die haben Geld f&#252;r solche Szenen gezahlt&#8230; &#8220;Pleiten, Pech und Pannen&#8221; und so&#8230; man kann ja nie wissen, wenn die wieder Konjunktur haben, dann werde ich reich&#8230; &#228;h&#8230; ich meine, WIR werden reich.</p>
<p>Davon abgesehen war es aber wieder eine Punktlandung <em>(logisch!).</em> Im str&#246;menden Regen tauchten wir auf der anderen Seite der Bucht auf. Wir besprachen den Weg, dann visierte Annette den Ausstieg an und wir machten uns auf den R&#252;ckweg. Auf dem Weg kamen wir an einem Fisch vorbei, der sich an einem Torfballen versteckt hatte und machten einen Halt f&#252;r Fotos.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/geduldiger_fisch.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-656" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/geduldiger_fisch.jpg" alt="Ein geduldiger Schluchsee-Fisch" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Dabei fiel mir etwas unangenehm auf: So richtig konnte ich die Position nicht halten. Den Fisch st&#246;rte es zum Gl&#252;ck nicht, aber ich hatte nun definitiv das Gef&#252;hl, mit der eigenen Flasche viel zu schwer zu sein.</p>
<p><em>&#8220;Fischus Geduldicus&#8221;. So war die genaue, lateinische Bezeichnung. Diese spezielle Sorte eignet sich definitiv nicht f&#252;r Seebebenwarnungen, denn sie sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Noch nicht mal durch dich! </em></p>
<p>Tarieren in Perfektion sah anders aus. Und dann noch die schwere Lampe dazu, die ich f&#252;r Madame tragen durfte. Doch angespornt von dem Erfolg des &#8220;Quer-durch-die-Bucht-Tauchens&#8221; versuchten wir beim Wiederholungstauchgang nun noch einmal das versunkene Boot zu finden. Um es kurz zu machen &#8211; nein, wir haben es wieder nicht gefunden.</p>
<p><em>Aber die Galerie! Die haben wir gefunden. Auf der Basis fragte man taktvollerweise schon gar nicht mehr nach, ob wir &#8220;DAS BOOT&#8221; gefunden h&#228;tten. &#8220;DAS BOOT&#8221; kann mich langsam mal am&#8230;</em></p>
<p>&#8230;am Seegrund liegen bleiben, wolltest Du wohl sagen, oder? Nun, unsere weiteren Pl&#228;ne standen zu dem Zeitpunkt schon ziemlich fest: Als n&#228;chstes kam der &#8220;Enriched Air Diver&#8221; dran, da wir vorhatten, beim n&#228;chsten Aufenthalt in &#196;gypten, eine ziemliche Anzahl von Tauchg&#228;ngen zu machen und wollten die Stickstoffbelastung etwas reduzieren. Unser Tauchlehrer hatte uns schon beim Pooltauchgang vom OWD zu einer Tauchtour in einen Ort mit Namen &#8220;<a title="Tauchgebiete: Horka in Sachsen" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a>&#8221; eingeladen. Im Rahmen dieser Tour w&#252;rden wir nun den neuen Kurs machen. F&#252;r unseren &#196;gypten-Urlaub stand der &#8220;Advanced Open Water Diver&#8221; fest.</p>
<p><em>Red doch nicht so geschwollen daher! Von wegen, &#8220;wir wollten die Stickstoffbelastung in Grenzen halten&#8230;.*fl&#246;t!&#8221;. Du warst doch nur scharf auf ein K&#228;rtchen von PADI! Damit du, wenn du nach deinem Brevet gefragt wirst, gleich mal ne Palette Karten rausholen kannst&#8230;&#8221;Welches m&#246;chten Sie denn sehen&#8230;?&#8221;</em></p>
<p>Na und? In Amerika brauchst Du ja schlie&#223;lich auch mehr als eine Kreditkarte, und&#8230; he, Moment, was red ich denn da? Nat&#252;rlich lag mir nur Deine Gesundheit am Herzen. Ich rette Dich vor Kopfplatzwunden, bin ein Licht in der Dunkelheit und sorge mich um Deine Stickstoffbelastung &#8211; und wie dankst Du mir das? GAR NICHT! So, b&#228;h!</p>
<p>Au&#223;erdem ist das mit den K&#228;rtchen ganz nett, je mehr Gold im Logbuch ist, desto&#8230;</p>
<p><em>Ich bin ger&#252;hrt, dass Du Dich so sehr um mich sorgst&#8230; mmmhhhhhppppffwuahaha&#8230;.  Nein ehrlich&#8230; buahah&#8230; STOP jetzt. Ich werde ausnahmsweise mal einen Pluspunkt f&#252;r dich in mein &#8220;schwarzes Buch&#8221; notieren&#8230;</em></p>
<p>&#196;HM! Zur&#252;ck zu den wichtigen Dingen: Den n&#228;chsten Tauchgang machten wir wieder mit meinem Kollegen, um uns der als OWD erlaubten Tiefe von 18 Metern etwas mehr zu n&#228;hern. Danach gingen wir getrennt auf Tauchgang &#8211; Annette verbrachte mit einer Freundin einen Kurzurlaub in &#196;gypten und nutzte diesen f&#252;r einen Ausflug.</p>
<p><em>Ja! Ich bin dir entkommen! Und es war trotzdem sch&#246;n. So! Mein Buddy beim ersten Tauchgang hie&#223; Kamel, und der Buddy beim zweiten Tauchgang stellte sich an wie ein Kamel! Wie du siehst, hab ich dich gar nicht vermisst! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ach so?? Pah, ich hab Dich noch mehr nicht vermisst als Du mich, ich ging n&#228;mlich wieder an den Schluchsee und machte diesmal einen Tauchgang mit Babsi, Majkis Frau. Das ehrgeizige Ziel war, diesmal endlich das versunkene Boot zu finden. Okay&#8230; es war Babsis Ziel, ich hatte ja noch immer keinen Kompass (<span style="text-decoration: line-through;">Himmelherrgottnochmal! </span>Zensiert!). Aber was soll ich sagen? Wir fanden die Galerie &#8211; und das Boot!</p>
<p><em>War ja klar! Aber &#8220;DAS BOOT&#8221; ist ja l&#228;cherlich gegen &#8220;<a title="Rotes Meer: Wrack der Giannis D" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/08/shaab-abu-nuhas-wrack-der-giannis-d-rotes-meer-aegypten/" target="_blank">DAS BOOT</a>&#8220;, was ICH in &#196;gypten betaucht habe&#8230;.*angeb <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Wie sie sich aufplustert&#8230; zu Deiner gef&#228;lligen Information, &#8220;DAS BOOT&#8221; hab <a title="Das Wrack der Giannis D - Thorstens Version" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/03/scuba-diver-der-erste-tauchgang-das-wrack-der-ghiannis-d-thorstens-version/" target="_blank">ich auch schon mal betaucht</a>, wie Du Dich vielleicht erinnerst. Aber nur vielleicht.</p>
<p><em>Vielleicht erinnerst DU dich, dass ich zu dem Zeitpunkt <a title="Wrack der Giannis D - Annettes Version" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/03/scuba-diver-der-erste-tauchgang-das-wrack-der-ghiannis-d-annettes-version/" target="_blank">andere Sorgen hatte</a> als darauf zu achten, ob du bei dem BOOT dabei warst oder nicht&#8230;</em></p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/schluchsee_boot_gefunden.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-657" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2009/10/schluchsee_boot_gefunden.jpg" alt="Das ber&#252;hmte &quot;Schluchsee-Boot&quot;." width="460" height="345" /></a></p>
<p>(Das Foto ist leider nicht sehr gut geworden.) <em>(Wen wunderts? Du bist Hobbyjournalist nicht Fotograf.)</em></p>
<p>Auf dem R&#252;ckweg kamen wir wieder an der Galerie vorbei, tauchten ein St&#252;ck weiter und&#8230; kamen wieder an der Galerie vorbei&#8230; h&#228;? Wann bitte sind wir denn die Schleife geschwommen? Visuelle Navigation kann man hier wirklich vergessen. Na ja, macht nichts, dank meiner gro&#223;en Flasche reichte mir die Luft und schlie&#223;lich kamen wir auch beim Ausstieg wieder an &#8211; nach einem Tauchgang von 61 Minuten. Ich hatte bei diesem Tauchgang das Trimmblei weg gelassen und lag wesentlich besser im Wasser. Aber noch nicht so ganz gut.</p>
<p><em>Ich w&#252;rde mal spontan sagen, dass du die Situation wieder mal typisch m&#228;nnlich v&#246;llig missverstanden hast. Babsi hat sich nicht vernavigiert. Sie war lediglich dein ewiges Gejammer leid. &#8220;Ich find noch nicht mal die Galerie&#8230;&#8221; Daraufhin ist sie in einer Endlosschleife um die Galerie getaucht. &#8220;Da ist sie, siehste, DA!&#8221;</em></p>
<p>Das hast Du jetzt typisch weiblich v&#246;llig missverstanden. Ich hab ja nichts von &#8220;vernavigiert&#8221; gesagt. Ich war nur &#252;berrascht, weil mir meine Orientierung wohl auch einen Streich gespielt hatte. Doch damit sollte nun Schluss sein! Denn es stand Horka an. In der Zwischenzeit hatte ich Kontakt zu einer ehemaligen Taucherin gefunden, die Teile ihrer Ausr&#252;stung verkaufte &#8211; darunter eine Schreibtafel und &#8211; ein <strong>Kompass</strong>! Na endlich!</p>
<p><em>DU hast einen Kompass&#8230;wenn&#8217;s hilft&#8230;da bin ich ja mal gespannt&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ja-ha, das hab ich wohl! Muss ich navigieren &#8211; soll ich?</p>
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		<title>Der erste Freiwassertauchgang zu zweit</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
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		<category><![CDATA[See]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte zweier Neulinge auf Exkursion

Einmal  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Geschichte zweier Neulinge auf Exkursion</em></strong></p>
<p>Einmal ist der gro&#223;e Tag gekommen. Als Scubadiver waren wir es gewohnt, nicht ohne Guide tauchen zu gehen. Jetzt waren wir Open Water Diver &#8211; und somit offiziell berechtigt, ohne Tauchlehrer oder Guide auf die Unterwasserwelt losgelassen zu werden.</p>
<p>Da wir die letzte Zeit fast ausschliesslich am Schluchsee getaucht hatten, beschlossen wir, unsere ersten gemeinsamen Erfahrungen auch dort zu sammeln. Im vorderen Bereich des Sees waren wir mehrfach gewesen und trauten uns das auch zu. Und so fassten wir das kommende Wochenende nach dem OWD-Abschluss auch gleich ins Auge.</p>
<p>Zuvor jedoch &#8211; ganz nach der lieben Gewohnheit, stattete dieses Mal Thorsten alleine einem Tauchgesch&#228;ft in Singen einen Besuch ab. Denn was ein richtiger Taucher ist &#8211; der braucht auch seine eigene Flasche. Eigentlich h&#228;tte ich gerne eine 10l-Flasche gehabt, und Thorsten eine 12l-Flasche, der Besitzer des Ladens riet ihm aber zu einer 15l-Flasche und mir zu einer 12l-Flasche. Nun gut. Einen Tag vor unserem gro&#223;en Abenteuer holte Thorsten die Flaschen ab.</p>
<p><em>Thorsten: Preislich machte das nicht so viel aus und irgendwie musste ich ja dem Effekt entgegenwirken, st&#228;ndig wesentlich weniger am Ende des Tauchgangs in der Flasche zu haben. Der Verk&#228;ufer berichtete mir von &#228;hnlichen Erfahrungen mit seiner Freundin, die nach ihm mit dem Tauchen angefangen hatte, zun&#228;chst mehr Luft brauchte als er, ihn mittlerweile aber gnadenlos &#252;berholt hat. Da haben M&#228;nner den Frauen eindeutig einen Nachteil.</em></p>
<p>Auf dem Weg zum Schluchsee am n&#228;chsten Tag kamen uns aber dann Bedenken. Ob das wirklich so eine gute Idee war, v&#246;llig alleine gleich loszuziehen? Zwar wu&#223;ten wir, dass wir uns unter Wasser aufeinander verlassen konnten, aber trotzdem ein komisches Gef&#252;hl. Wir lie&#223;en es auf uns zukommen. Die letztendliche Entscheidung wollten wir vor Ort treffen.</p>
<p>Kaum angekommen wurden wir freundlich wie zwei alte Bekannte begr&#252;&#223;t. Und wir fingen an, uns zu richten. Da kam Michael vorbei, und bot uns an, mit uns tauchen zu gehen. Mittlerweile waren wir uns aber einig geworden, dass wir es doch alleine versuchen wollten. Einmal hin &#8211; und wieder zur&#252;ck, ganz nach der Vorlage von Bilbo Beutlin aus &#8220;Herr der Ringe&#8221;. Doch ganz so einfach war das freilich nicht.</p>
<p><em>Uns war nat&#252;rlich klar, dass wir nicht mit dem Schlachtruf &#8220;Hurra, wir d&#252;rfen!&#8221; ins Wasser h&#252;pfen und als erstes gleich mal auf die nach unserem Brevet erlaubte H&#246;chsttiefe von 18 Meter gehen. Andererseits wollten wir aber auch Erfahrung sammeln, wie wir uns verhalten ohne &#8220;Aufpasser&#8221;. Der eingeschr&#228;nkte Tauchgang in Gebiet, das wir schon kannten, schien uns da genau richtig.</em></p>
<p>Zuerst einmal waren wir ziemlich erschrocken, als wir unsere Flaschen &#8220;schulterten&#8221;. Die waren n&#228;mlich ungew&#246;hnlich schwer. Und zwar gleich so schwer, dass der arme Thorsten schon au&#223;er Atem geriet, bis er &#252;berhaupt im Wasser war. Was nicht zuletzt an der zus&#228;tzlichen Ausr&#252;stung lag, die wir mitschleppen mussten. Kamera, Lampe&#8230; und so weiter.</p>
<p><em>Ich hatte das Gef&#252;hl, wenn ich noch was an mein Jacket h&#228;nge, fall ich um. Nicht weil ich kollabiert w&#228;re, sondern einfach, weil mich das Gewicht zu Boden gezogen h&#228;tte. Und was das betrifft, da kommen wir gleich noch dazu.</em></p>
<p>Ja, sah nett aus. Die &#196;hnlichkeit mit Gollum aus &#8220;Herr der Ringe&#8221; war un&#252;bersehbar&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Zzzz&#8230; mein Schatzzzzzzz&#8230; aber das passt wenigstens zu Bilbo Beutlin.</em></p>
<p>Gerade wollten wir losziehen, da riet man uns, doch entlang des Ufers zur Galerie und dem Boot zu tauchen. Dort waren wir einmal gewesen, beim ersten Tauchgang. Es durchkreuzte zwar unsere Pl&#228;ne, aber wir stimmten zu. Wir meldeten uns ab und zogen los.</p>
<p>Drau&#223;en erwartete uns die n&#228;chste &#220;berraschung. Bisher kannten wir den Schluchsee immer nur von der Schlecht-Wetter-Seite her, doch an diesem Tag war strahlender Sonnenschein. Dementsprechend war eine Menge auf der Wasseroberfl&#228;che los, Schwimmer, Surfer, Tretboote, irgendwo fuhr auch noch eine F&#228;hre herum&#8230; erschwerte Bedingungen also, denn das machte es uns fast unm&#246;glich, mal eben so einfach aufzutauchen.</p>
<p>Wir besprachen die Route, ich peilte den Ausstieg an, und los gings. Das Abtauchen klappte gut, wir sollten mit der rechten Schulter zur B&#246;schung zeigend einfach geradeaus tauchen. An sich nicht schwer. Leider jedoch stie&#223; ich bei jedem Flossenschlag mit den Flossen an die Steinmauer, so zeigte ich Thorsten an, er solle ein St&#252;ckchen weiter links schwimmen. Und schon&#8230; dank der hervorragenden Sicht, hatten wir die B&#246;schung aus den Augen verloren. Wir tauchten ein Weilchen geradeaus, jedoch war nirgendwo die Galerie, geschweige denn das Boot zu sehen. Nach 15 Minuten gab ich Thorsten das Zeichen zum Auftauchen, denn ich war mir nicht mehr sicher, wo genau wir eigentlich hingeraten waren.</p>
<p><em>Das nennt sich auch &#8220;Aufzugtauchen&#8221;. Rauf&#8230;</em></p>
<p>Es stellt sich heraus, dass wir zwar in die richtige Richtung getaucht waren, uns aber zu weit vom Ufer entfernt hatten. Anf&#228;ngerpech. Da ich mich in der Richtung nicht besonders wohl f&#252;hlte, schlug ich vor, wieder zum Ausstieg zur&#252;ckzutauchen und doch unseren urspr&#252;nglichen Plan &#8211; hin, und wieder zur&#252;ck &#8211; umzusetzen. Ich tauchte ab und schwamm nach meinem Kompass.</p>
<p><em>&#8230;runter&#8230;</em></p>
<p>Keine 10 Minuten sp&#228;ter musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir &#252;ber eine Bodenwelle tauchten und pl&#246;tzlich war unter mir alles schwarz. Sogar die Schwebeteichen fehlten. Der Schreck durchfuhr meine Knochen. Hier waren wir aber mal ganz sicher falsch. Die Schw&#228;rze unter mir zeigte mir an, dass es hier verdammt tief sein musste. Ich dachte kurz nach und entschied mich dann, sofort aufzutauchen. Eine etwas unangenehme Situation, denn ich wu&#223;te ja nicht, wo wir waren. Die F&#228;hre kam mir in den Sinn. Wenn wir stark vom Kurs abgewichen waren, dann k&#246;nnten wir in ihren Kurs kommen.</p>
<p><em>&#8230;und wieder rauf&#8230; </em>(ach, halt doch jetzt mal die&#8230;. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p><em>Es kam noch was hinzu: wir kamen selbst immer tiefer. Nun waren wir zwar mit Tiefen um die 12 Meter schon vertraut, aber das wurde auch mir zu unheimlich. Wenn Sie die <a title="Tauchplatzbeschreibung: Schluchsee" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/09/03/tauchgebiete-fuer-fortgeschrittene-und-anfaenger-schluchsee-schwarzwald/" target="_blank">Beschreibung vom Schluchsee</a> aufmerksam gelesen haben, werden Sie &#252;ber die Passage gestolpert sein, dass jeder Tauchgang ab 12 Meter Tiefe unabh&#228;ngig von der Tageszeit wie ein Nachttauchgang ist. Und wir waren gerade dabei, diese Grenze zu durchsto&#223;en. Zwar hatte ich eine Lampe, aber wir beide hatten keine Erfahrung mit solchen Tauchg&#228;ngen. Als Annette andeutete, dass wir auftauchen sollten, widersprach ich nicht. Keine Experimente! So tauchten wir extrem vorsichtig der Oberfl&#228;che entgegen. Das ganze wurde auch auf Video festgehalten und stellte sich so dar:</em></p>
<p><object width="445" height="364"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/oOYPWFlZ4b8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/oOYPWFlZ4b8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"></embed></object></p>
<p>Wir tauchten auf. Und tats&#228;chlich. Wir waren schon ziemlich weit in der Seemitte angekommen. Was war denn nur mit dem verflixten Kompass los? Der wechselte seine Richtung aber auch wie ein F&#228;hnchen im Wind. Thorsten verkniff sich taktvollerweise einen Kommentar, vermutlich merkte er, dass es mir langsam peinlich war, so einen Mist zusammen zu navigieren. Andererseits&#8230;. wer keinen Kompass hat, der darf ja gar nix sagen, also schweige an dieser Stelle! Oder hattest du etwa heimlich etwas magnetisches in deiner Tasche, um mich zu verarschen, h&#228;?</p>
<p><em>Ich hatte an dem Morgen ein stark eisenhaltiges Fr&#252;hst&#252;ck aus Vollkornprodukten und H&#252;lsenfr&#252;chten, daran wird es wohl gelegen haben. Ich war h&#246;chstgradig anziehend an dem Tag. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Wir versuchten es ein drittes Mal. Wir tauchten ab, und &#8230; oh Wunder, wir trafen punktgenau den Ausstieg. Der Kompass hatte anscheinend ein Einsehen mit mir. Oder Thorsten hatte den Magneten verloren.</p>
<p><em>&#8230;und wieder runter&#8230;</em></p>
<p><em>Nein, die H&#252;lsenfr&#252;chte hatten ihre Wirkung getan und der magnetische Effekt verabschiedete sich in einer Flatulenz. Oder hast Du wirklich geglaubt, mein Jacket hat an DER Stelle ein Ablassventil?</em></p>
<p>W-wie? Was? WAAAAS?? Jetzt versteh ich endlich, warum die Fische in unserer N&#228;he alle b&#228;uchlings nach oben getrieben sind&#8230; Sag mal, geht&#8217;s eigentlich noch? Rei&#223; dich doch bitte ein BISSCHEN zusammen&#8230; oder geh&#246;rt das zur Ausbildung des &#8220;Unterwassernaturalisten&#8221; dazu? &#8220;Hom&#246;opathischer Aufstieg&#8221; mit biologisch abbaubaren Gasen?</p>
<p><em>&#8220;Wenn sie schwer im Magen liegen, steh ich auf und lass einen fliegen&#8230;&#8221;, das wusste schon <a title="Wikipedia: Otto Waalkes" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Waalkes" target="_blank">Otto</a> zu berichten. Und dass man manchmal den Notablass bet&#228;tigen muss, haben wir schon in der ersten Stunde im Pool gelernt. </em></p>
<p>Wo issn der B&#228;ndel zum Ziehen f&#252;r den speziellen Ablass? Kenn ich noch gar nich&#8230;. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Also, das geht jetzt etwas zu&#8230; &#228;h&#8230; das diskutieren wir privat weiter! Sagen wir, so gegen 8 Uhr am Abend, bei einem Candlelight-Dinner? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ich koch auch&#8230; vielleicht was mit Erbsen*&#8230;</em></p>
<p>*Nur unter der Bedingung, dass du dann auch die komplette Tauchausr&#252;stung tr&#228;gst&#8230; und ich ne kr&#228;ftige Erk&#228;ltung mit Beeintr&#228;chtigung des Geruchsinns hab&#8230;</p>
<p>Am Ausstieg trafen wir dann zwei liebe Bekannte, den Majki mit der Babsi! Babsi hatte mich offenbar schon an den Flossen erkannt. Wir hielten ein nettes Schw&#228;tzchen, dann stiegen wir aus. Um mehrere Erfahrungen reicher. Erstens: Mein Kompass kann mich nicht leiden, oder aber ich kann einfach nicht navigieren und zweitens: Unsere Flaschen sind einfach zu schwer f&#252;r uns. Nicht unbedingt wegen der Schlepperei an Land, nein, wir durften auf diesem &#8220;technisch anspruchsvollen&#8221; Tauchgang auch noch feststellen, dass wir fast Schneisen in den Grund schlugen. Wir konnten kaum tarieren und mussten Unmengen von Luft in unsere Jackets lassen, um &#252;berhaupt tauchen zu k&#246;nnen. Aber, es dauerte noch einige Zeit, bis wir dahinter kamen, wo das Problem lag&#8230; und wie wir Abhilfe geschafft haben.</p>
<p><em>Ich h&#228;tte noch ein paar von den H&#252;lsenfr&#252;chten mitnehmen sollen, wir h&#228;tten sie in unsere Schneisen eins&#228;en k&#246;nnen. Unterwasserfarming hat Zukunft. Wir sind unserer Zeit einfach voraus&#8230; Mich pers&#246;nlich beschlich so ein Verdacht mit dem Gewicht der Ausr&#252;stung. Mir tat schon das Handgelenk weh vom Lampe halten.</em></p>
<p>Ich werde das n&#228;chste Mal auf dein zus&#228;tzliches Ablassventil achten! Die H&#252;lsenfr&#252;chte machen mir langam Sorgen? Bist du etwa ein Erbsenfetischist?</p>
<p><em>So w&#252;rde ich das nun auch wieder nicht bezeichnen. Ich mag sie nur am liebsten roh, direkt aus der Schote. Hat es nicht im Lehrbuch gehei&#223;en, Taucher sollen auf gesunde Ern&#228;hrung achten? Du wei&#223;t doch, ich befolge solche Sachen immer brav und lerne stets flei&#223;ig.</em></p>
<p>Wieder in der Basis wurden wir schon fast f&#252;r tot erkl&#228;rt, weil wir selbstverst&#228;ndlich verga&#223;en, uns wieder anzumelden. Nachdem wir uns schriftlich wieder angemeldet hatten und somit wieder den Lebensberechtigungsschein besa&#223;en wurden wir von allen Seiten gefragt, wie unser erster Tauchgang so alleine denn war. Leider wu&#223;te aber auch jeder, dass wir eigentlich die Galerie h&#228;tten besuchen sollen, und so drucksten wir herum, um schlie&#223;lich zuzugeben, dass wir offenbar zu bl&#246;d waren, sie zu finden. In der Tat waren einige erstaunt, dass wir noch nicht mal die Galerie gefunden hatten, denn die sei doch quasi nicht zu verfehlen! Ach Leute, wenn ihr w&#252;&#223;tet was man alles so verfehlen kann&#8230; nicht findet, verschweigt&#8230; aber dazu dann das n&#228;chste Mal!</p>
<p><em>&#196;h&#8230; &#228;h&#8230; wir haben uns gar nicht verirrt, selbstverst&#228;ndlich war das alles Absicht. Ich wei&#223; zwar nicht, was wir in der Seemitte wollten, aber es hatte bestimmt einen guten Grund, fallera! Na ja, okay, hilft ja nichts, es abzustreiten, aller Anfang ist schwer. Und ich war in der gl&#252;cklichen Lage, die Ausrede zu haben, dass ich ja die Rolle des Navigators nicht &#252;bernehmen kann, weil ich keinen Kompass habe. Insofern war das f&#252;r mich alles voll locker und easy! Fallera!</em></p>
<p>Du wirst wohl auch kaum mehr die Gelegenheit haben, zu navigieren, jetzt wo ich von deinem zus&#228;tzlichen Ablassventil wei&#223;. Dazu m&#252;sste ich n&#228;mlich etwas hinter dir schwimmen&#8230;vergiss es! Da bekommt doch der PADI-Kurs &#8220;Bubblemaker&#8221; gleich einen neuen Sinn!<br />
<em>Pah, das wirst Du schon noch sehen! Auf jeden Fall wussten wir eins: Jetzt NICHT aufgeben.</em></p>
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		<title>Der OWD &#8211; Freiwassertauchgang 4</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 07:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstauchgang]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten also die Theorie und den einen Freiwassertau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten also die Theorie und den einen Freiwassertauchgang erledigt. Einen Tag sp&#228;ter stand der n&#228;chste an &#8211; der letzte. Danach w&#252;rden wir es geschafft haben. Aber zwischen uns und das &#8220;Open-Water-Diver&#8221;-Brevet hatten die G&#246;tter des Tauchens eine besondere Pr&#252;fung gestellt.</p>
<p>Die bekannten &#220;bungen liefen eigentlich recht gut, Tarieren, schweben, Maske ausblasen. Dann die Kompassnavigation unter Wassser. Die Idee war, dass Annette bei Majki bleibt, w&#228;hrend ich mit Babsi so weit weg schwimme, dass man gerade noch das Licht der Taucherlampe sehen konnte. Dann sollten Annette und ich abwechselnd das Licht mit dem Kompass anvisieren und ohne aufzusehen hinschwimmen. Die Idee war wie gesagt nicht schlecht, allein die Technik spielte nicht mit. Kaum hatten Babsi und ich den Punkt erreicht, da wir von Majki und Annette nichts mehr sahen, sondern nur noch das Licht von seiner Lampe erkannten, da meinte Babsis Lampe, dass nun der geeignete Moment sei, den Jahresurlaub einzureichen. Zack &#8211; und sie war aus. Drehen, klopfen, Voodoozauber, alles half nichts, sie wollte nicht mehr. Also mussten wir wieder zur&#252;ck. Aus den Gesten, die Babsi machte, schloss ich, dass sie den gleichen Gedanken hatte wie ich: Wenn wir schon zur&#252;ck zu den anderen m&#252;ssen, dann k&#246;nnte ich ja gleich die Navigations&#252;bung machen. Majkis Licht sah ich ja. Und Annette hatte nichts zum Anvisieren. Gesagt (bzw. gedeutet) &#8211; getan. Ich visierte das Licht an und schwamm los. Und schon wieder musste ich davor bewahrt werden, mir den Kopf anzusto&#223;en. Zwar kann man sich im Schluchsee fast nicht visuell orientieren, aber ich wollte trotzdem nicht schummeln und hielt daher den Kompass (geliehen!) fest im Blick, als pl&#246;tzlich eine Metallstange vor mir auftauchte. Das war das Gest&#228;nge der Galerie, die dort versenkt war. Ich hatte also wieder eine Punktlandung hingelegt, aber dummerweise waren Majki und Annette nicht mehr dort. Wir hatten uns also verloren. Daher machten wir das, was Taucher in so einem Fall machen, kurz umsehen, suchen, auftauchen. An der Wasseroberfl&#228;che trafen wir uns dann wieder. Wie sich herausstellte, waren Annette und Majki uns entgegen gekommen und wir hatten uns knapp verfehlt. Aber was hatte Annette eigentlich anvisiert?</p>
<p><em>Annette: Eben, eben. Ich tauchte n&#228;mlich mit Majki los, und da ich nicht wu&#223;te, was ich anpeilen sollte, hab ich einfach mal geradeaus gepeilt. Unsicher, ob das jetzt so richtig ist, blickte ich hoch und da sah ich Euch uns entgegenkommen. Heee! Wohin bitte soll ich denn jetzt&#8230; Majki tauchte hinter mir her, ohne irgendwelche Anstalten zu machen&#8230; ich war irritiert. Jetzt kam aber noch ein Problem dazu. Meine rechte Flosse drohte abhanden  zu kommen. Also wenn ich schon keine M&#246;glichkeit habe, selber abzuhauen, dann wohl meine Flosse. Ich setzte mich auf die Uferb&#246;schung und zog die Flosse fest. Majki gab mir das Zeichen zum Auftauchen. Oben angekommen meinte er, dass seine Frau wohl zu weit weg geschwommen sei, denn er k&#246;nne ihre Lampe nicht mehr sehen. Ich sagte ihm, dass Babsi und Thorsten uns doch entgegen gekommen seien. Er wollte es nicht glauben, aber so war es. Das hatte mich n&#228;mlich komplett verwirrt. Wie soll ich peilen wenn mein Ziel auf mich zu kommt. Nun ja&#8230; Kurze Zeit sp&#228;ter tauchten die beiden dann auf und wir hatten uns alle wieder. </em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun standen noch Notfallman&#246;ver auf dem Plan. Das eine war die so genannte &#8220;Wechselatmung&#8221;, diesmal allerdings mit Aufstieg. Die Wechselatmung braucht man in dem seltenen Fall, wenn ein Taucher keine Luft mehr hat und aus irgendeinem Grund die alternative Luftversorgung seines Buddys ausf&#228;llt. Zwei Taucher teilen sich einen Hauptregulator und m&#252;ssen w&#228;hrendessen nat&#252;rlich auch noch an die Oberfl&#228;che kommen.</p>
<p>Ich sollte der &#8220;Geber&#8221; sein. Wir platzierten uns auf der im See versenkten Plattform und Annette gab mir das Zeichen, keine Luft mehr zu haben. Dann fingen wir mit der Wechselatmung an, und wir hatten recht schnell unseren Rhythmus gefunden, zwei Atemz&#252;ge ich, Regulator an Annette abgeben, zwei Atemz&#252;ge sie, Regulator an mich zur&#252;ck&#8230; und so weiter. Dann das Zeichen: &#8220;Auftauchen!&#8221; Wir hielten uns an einander fest und stie&#223;en uns von der Plattform ab. Ich fing sofort mit Flossenschlag an, hatte allerdings ein Problem: da mein Jacket keinen herk&#246;mmlichen Inflatorschlauch hatte, der &#252;ber die linke Schulter h&#228;ngt, h&#228;tte ich zum Luft einlassen Annette l&#228;nger loslassen m&#252;ssen. Ich musste ja an den Hebel an meiner linken Seite kommen. Da ich nicht wusste, ob sie mir gleich abst&#252;rzt, wenn ich sie loslasse, verzichtete ich aufs Tarieren. Damit hatte ich leider kein Gl&#252;ck &#8211; und dann kam auch noch Pech dazu.</p>
<p>Bei der Wechselatmung ist man so dicht bei einander, dass man nichts weiter sieht, nur das Gesicht des Partners. Und man konzentriert sich nat&#252;rlich auf den Regulator. Deswegen konnte ich nicht erkennen, was schief lief, als Annette pl&#246;tzlich immer mehr in R&#252;ckenlage geriet. Ich fing noch mehr an zu strampeln, was aber die Lage nicht verbesserte, im Gegenteil. Es wurde immer schwieriger, Balance zu halten und gleichzeitig den Regulator weiter zu geben. Auf einmal gab es einen Ruck und reflexartig machte ich eine Ausgleichsbewegung. Dabei riss ich Annette den Regulator aus dem Mund. Sie reagierte, in dem sie auf Abstand von mir ging und nach ihrem eigenen Regulator angelte. Erst als ich sah, dass sie ihn hatte, nahm ich meinen wieder in den Mund. Aber ich h&#228;tte ihr den sowieso nicht zur&#252;ckgeben k&#246;nnen. <em>(In der Tat. Ich hab mir schon vorher den Hals verrenkt, um &#252;berhaupt noch an deinen Regulator dranzukommen.) </em>Ich hing n&#228;mlich fest. Erst jetzt konnte ich die ganze Lage &#252;berblicken: Wir waren in einen Torfballen gest&#252;rzt. Und mein linker Fu&#223; war unter der Umrandung der Plattform eingeklemmt. Mit M&#252;he bekam ich ihn frei. Aber was war passiert?</p>
<p>Nun, die Optik hatte mir einen Streich gespielt. Da man im Schluchsee nicht sonderlich weit sieht, hatte ich keine Ahnung, wie weit hoch wir von der Plattform waren, als wir uns abgesto&#223;en hatten. Ich h&#228;tte schw&#246;ren k&#246;nnen, dass wir mindestens zwei Meter hoch gekommen waren. Waren wir aber nicht, meine Flossenschl&#228;ge hatten uns nicht nach oben, sondern zur Seite bewegt, kaum einen halben Meter &#252;ber der Plattform.<em> ( Tja&#8230; Orientierung ist halt nicht Jedermanns Sache, was&#8230;?) </em>Annette kam deswegen in R&#252;ckenlage, weil ich sie auf den Torfballen, der neben der Plattform lag, schob.<em> (W&#252;stling!) </em>(Ach komm, Du wolltest es doch auch!) Dadurch sind wir offenbar wieder abgesunken und dabei hatte ich mir den Fu&#223; eingeklemmt.</p>
<p><em>Nicht dass ich explizit darauf hinweisen wollte&#8230; aber f&#228;llt dir auf, dass du etwas unfall-lastig bist? Man k&#246;nnte es fast schon als &#8220;ungeschickt&#8221; bezeichnen&#8230; </em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> <em> Na, da bin ich ja mal gespannt, was du in Zukunft noch alles so f&#252;r H&#228;mmer bringst&#8230;</em></p>
<p><em></em></p>
<p>Ich sagte es ja schon beim Schwimmbadtauchgang &#8211; irgendwas muss wohl sein. Aber es hei&#223;t doch, dass man nur dann ein wirklich &#8220;erfahrener&#8221; Taucher wird, wenn man auch ein paar unangenehme Situationen mitmacht. Insofern werde ich wohl irgendwann ein &#8220;verdammt erfahrener&#8221; Taucher sein. Immerhin gab uns beiden der Vorfall eine Lektion und da war ein besonderer Punkt &#8211; wir haben uns selbst geholfen und waren nicht in Panik geraten.</p>
<p><em>Tja. Pech gehabt. Die Chance, mich unter Wasser mit Hilfe eines als Unfall getarnten Man&#246;vers abzuh&#228;ngen hat wohl nicht geklappt was?</em></p>
<p><em>Nein, im Ernst. Das war eine Situation, die gar nicht mal ungef&#228;hrlich war. Ich w&#252;rde durch Analyse dazu tendieren zu behaupten, dass der Wurm von Anfang an drin war. Ich glaube zwar, dass wir beide mit Flossenschlag an die Oberfl&#228;che gekommen w&#228;ren, also auch ohne Luft im Jacket, aber ich denke, du h&#228;ttest Luft ins Jacket lassen m&#252;ssen, als wir noch auf der Plattform waren. So hatte ich es gemacht. Und zudem halte ich mich ja auch noch an dir fest, insofern kann ich nicht abst&#252;rzen.</em></p>
<p>Ja, es zeigt mal wieder eins: Solche Dinge muss man sich vorher im Kopf durchspielen, weil wenn es passiert, hat man nicht die Zeit, das F&#252;r und Wieder einzelner Ma&#223;nahmen abzuw&#228;gen. Ich musste eine Entscheidung treffen und hab mich leider falsch entschieden. Aber daf&#252;r sind solche &#220;bungen da &#8211; um sowas herauszufinden und (hoffentlich) daraus zu lernen.</p>
<p><em>Ich war wohl etwas irritiert &#252;ber die zunehmende horizontale Lage (aufdringlicher Kerl!), aber man ist ja flexibel. Ich erkannte gar nicht, dass hier ein Problem vorliegt. Erst als du mir den Regulator aus dem Mund gerissen hast bevor ich den 2. Atemzug machen konnte vermutete ich, dass hier etwas nicht stimmt. Denn bei allem geb&#252;hrenden Hass f&#252;reinander (</em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <em>), aber das w&#252;rdest du nicht tun. Mir die Luft abschneiden. Oder? Oder? ODER??? </em></p>
<p>Ach, mit wem w&#252;rde ich mich denn dann streiten? My Life would suck without you&#8230;</p>
<p><em>Nachdem das passiert war, merkte sogar die helle Leuchte Annette, dass hier etwas gr&#252;ndlich daneben ging. Da Thorsten mich aber immer noch festhielt, der Gute, musste ich ihn etwas rabiat wegsto&#223;en um ihm zu sagen: &#8221; H&#246;r auf mit der &#220;bung&#8221;. Ich kruschtelte nach meinem Regulator, (Fehler! , denn der Oktopus w&#228;re mit einem Griff in meiner Hand gewesen, zudem hielt mir offenbar Majki seinen Oktopus auch noch hin, den ich glatt &#252;bersah (sowohl den Oktopus wie auch Majki selber&#8230;)), versuchte gleichzeitig einen Druckausgleich, denn wir waren abgest&#252;rzt und meine Ohren zogen ziemlich und ich versuchte krampfhaft dran zu denken, wenn ich den Regulator im Mund habe, die Luftdusche zu dr&#252;cken. Ich hatte n&#228;mlich auch noch wirklich &#8220;keine Luft&#8221; mehr. Und nat&#252;rlich auch noch den Inflatorschlauch, um meinen Fall zu bremsen. Etwas kompliziert, aber ich schaffte es. Dann sah ich Thorsten abgest&#252;rzt weiter unten h&#228;ngen, Majki war bei ihm. Gut, wir hatten zumindest beide keinen Schaden genommen. Und wir waren Majki im Nachhinein unendlich dankbar, dass wir diese Situation durchspielen konnten ohne dass er eingriff. T&#228;tlich eingriff. So konnten wir eine Notsituation unter geordneten Bedingungen &#252;ben.</em></p>
<p>Nachdem die Situation gekl&#228;rt war, wiederholten wir das ganze, diesmal unfallfrei. Die letzte &#220;bung sollte dann der Notaufstieg sein. Notaufstieg bedeutet, ein Taucher hat keine Luft mehr und ist aus irgendeinem Grund zu weit vom Buddy weg, um von dem Luft zu holen. Das sollte nicht passieren, aber wenn es passiert, macht man einen Notaufstieg: durchgehend Luft aus dem Mund lassend strampelt man sich bis an die Oberfl&#228;che. Im Lehrbuch hei&#223;t es sogar: &#8220;Sing ein Lied bis an die Oberfl&#228;che.&#8221;</p>
<p><em>Ich wollte soeben den &#8220;Kammerton A&#8221; anstimmen, da fiel mir ein, dass meine Stimme nicht gerade f&#252;r die &#214;ffentlichkeit tauglich ist. Es gibt bessere. Ich war in Sorge um Majkis Brillengl&#228;ser. Der machte n&#228;mlich den Notaufstieg mit mir zusammen. Zur Sicherheit, falls was schief laufen sollte.  Wie h&#228;tte das denn ausgesehen, wenn sie Risse bekommen h&#228;tten um schlie&#223;lich in 1000 Scherben zu zerspringen&#8230;</em></p>
<p>Na dann&#8230; &#8220;*In a world of illusion and mystery there&#8217;s a secret between you and me, let me be your Oxygen&#8230; let me feel your breath again&#8230; Oxygen!*(1)&#8221;</p>
<p>Da ich den Regulator im Mund behielt, hatte ich ein kleines Problem: Ich konnte die Luft aus meiner Lunge nicht so ganz kontrolliert ablassen, da mein Mund ja sperrangelweit offen stand.  Ich kriegte das erst nach ein, zwei Sekunden hin, und da war schon ein ansehnlicher Anteil meines Lungeninhalts ausgestr&#246;mt. Die Oberfl&#228;che erreichte ich gerade eben noch so (es bestand nat&#252;rlich keine Gefahr, ich h&#228;tte jederzeit wieder einatmen k&#246;nnen), und dann musste ich das Jacket auch noch mit dem Mund aufblasen. Etwas *h&#252;stel au&#223;er Atem machte ich mich daran und kriegte es auch hin.</p>
<p><em>Eigentlich m&#252;ssten deine Lungen ja gut trainiert sein so wie Du immer die Kanne leerschn&#252;ffelst&#8230; </em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> <em> Schade dass du nicht gesungen hast. Da w&#228;ren die Fische sicher im hohen Bogen freiwillig aus dem Wasser gesprungen. </em></p>
<p>Und dann, dann war es geschafft. Als &#8220;Scuba Diver&#8221; waren wir in den See gestiegen, als &#8220;Open Water Diver&#8221; kamen wir wieder heraus. Sinnbildlich gesprochen, denn erst musste die B&#252;rokratie noch erledigt werden. Formulare, Formulare. Aber dann hielten wir das vorl&#228;ufige Brevet in den H&#228;nden, das uns best&#228;tigte, dass wir die Ausbildung bestanden hatten. Von jetzt an brauchten wir nicht mehr unbedingt mit einem TL einen Termin absprechen, wenn wir tauchen gehen wollten &#8211; wir konnten selbst tauchen gehen! Wir waren unheimlich stolz, aber dennoch war es nicht so, dass wir gleich ins n&#228;chste Gew&#228;sser h&#252;pften, um m&#246;glichst schnell auf 18 Meter Tiefe zu gehen. Wir sind vern&#252;nftig genug zu wissen, dass es nicht nur auf den Schein ankommt, sondern auch auf das, was man sich zutraut. Und an die Tiefe wollten wir uns St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck und m&#246;glichst unter Anleitung herantasten.</p>
<p><em></em></p>
<p><em>He! Du  hast vergessen zu sagen, dass wir eine LAOLA-Welle bekommen haben! </em></p>
<p>Richtig! Die Ein-Personen-LAOLA-Welle! Die hatten wir uns aber auch verdient, oder? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Das n&#228;chste Abenteuer sollte also hei&#223;en: Tauchgang ohne TL. Wow!</p>
<p>(1) = DJ Vertigo: &#8220;Oxygen&#8221;</p>
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		<title>Der OWD &#8211; Freiwassertauchgang 3</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich war der Tag gekommen. Die Tage des Scuba Divers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich war der Tag gekommen. Die Tage des Scuba Divers waren nun endg&#252;ltig gez&#228;hlt. Wir fuhren zum Schluchsee &#8211; Freiwassertauchgang 3 und Theorie.</p>
<p>Dort angekommen wartete unser Majki schon auf uns. Er hatte seine Frau mitgebracht, die gerade in der Divemasterausbildung war und uns mit begleiten sollte. Uns war das nur recht.  Je mehr Augen unter Wasser, umso besser. Doch zuerst hatte Majki noch eine kleine &#220;berraschung f&#252;r uns parat. Da in dem OWD Kurs die Kompassnavigation zu erlernen ist, sollten wir das erst mal an Land &#252;ben. Dazu lie&#223; er uns einen beliebigen Punkt anpeilen, h&#228;ngte uns ein Handtuch &#252;ber den Kopf und wir mussten mittels Kompass den Punkt finden. Grob gesehen fanden wir die Punkte auch, nur m&#246;chte ich nicht wissen, was die vielen Spazierg&#228;nger so dachten, als sie eine mit einem Handtuch auf dem Kopf beh&#228;ngte Person sahen, die von zwei anderen in die Mitte genommen wurde. Hinrichtungen sind in unserem Zeitalter ja eigentlich passé.</p>
<p>Einige &#220;bungen sp&#228;ter ging es dann endlich ins Wasser. Hier passierte mir der erste faux-pas. Majki war schon im Wasser (Gott sei gedankt!) , ich war als n&#228;chste dran. Ich lie&#223; etwas Luft in mein Jacket (endlich war es wieder da!!) und wollte elegant ins Wasser gleiten, &#8211; fupp, und weg war ich. Mit Flossenkraft strampelte ich mich an die Oberfl&#228;che zur&#252;ck, dr&#252;ckte meinen Inflatorknopf , aber nichts tat sich. Ich konnte gerade noch h&#246;ren, wie Majki sagte: &#8220;La&#223; doch mal Luft in dein Jacket&#8221;, und schon war ich wieder unter Wasser. Ich kam wieder hoch und erwiderte: &#8220;hab ich doch&#8221;, aber das Sprechen ist mit Luftverlust in der Lunge verbunden, so dass mein einziger &#8220;Tarierk&#246;rper&#8221; wieder leer war und ich wieder auf dem Weg nach unten war. Strampelnd hielt ich mich an der Oberfl&#228;che, ich wu&#223;te gar nicht, was los war, da kam Majki zu mir und hielt mich fest. &#8220;Nimm mal den Automaten in den Mund&#8221;, sagte er ruhig, (sehr gute Idee!!!!), dann bemerkte er, dass es aus dem Inflatorschlauch massiv abblies. Ich sah mein Jacket gedanklich schon wieder in M&#252;nchen, da bemerkte Thorsten &#8211; das Adlerauge &#8211; Reimnitz, dass es nicht aus dem Schlauch, sondern aus dem Ventil abblies. Und hier war der Fehler schnell behoben. Miss &#8220;besonders schnell&#8221; hatte den Schlauch nicht richtig draufgeschraubt.</p>
<p><em>Thorsten: Nun, ich habe das Verhalten von Luft im kompakten Medium &#8211; wie Wasser &#8211; eing&#228;ngig studiert. Die Form der Luftblasen, die aus dem Jacket kamen, hatten Tropfenform, das hei&#223;t, sie wurden eindeutig durch ein Gewinde, das nicht richtig verschlossen war, herausgedr&#252;ckt. Aus diesen Beobachtungen schloss ich rasiermesserscharf&#8230;</em></p>
<p>ZACK!</p>
<p><em>Aua! Nicht immer auf den Oberarm. Ja, ich geb&#8217;s ja zu, die Wahrheit ist wesentlich unspektakul&#228;rer &#8211; mir ist mal das Gleiche passiert. Da man das Jacket ja von Zeit zu Zeit auch von Innen aussp&#252;len soll, hatte ich den Inflatorschlauch von meinem abgeschraubt und nach dem Trocknen wieder festgeschraubt &#8211; zumindest glaubte ich das. Als ich dann im Wasser war, zeigte sich das Gleiche wie bei Annette. Na ja, freut mich, dass ich helfen konnte. </em></p>
<p>Nach diesem kleinen Vorfall verlief der restliche Tauchgang st&#246;rungsfrei. Da wir Aufsichtspersonal vor sowie hinter uns hatten, verzichteten wir auf die &#252;blichen Rangeleien unter Wasser und sogar ich kam das allererste Mal in meinem Leben nicht abhanden. Was rede ich da? Ich betrieb das allererste Mal keine botanischen Studien. *hust hust.</p>
<p><em>(Nicht lachen&#8230; nicht lachen&#8230; NICHT LACHEN&#8230; pfffffffffmmmmhahahahahahahahahahahahahahahaha *hust *hust) Genau. Wir viel zu besch&#228;ftigt mit den &#220;bungen f&#252;r *hust botanische Studien.</em></p>
<p>Wir tauchten ein Weilchen, dann &#252;bten wir Tarieren. Dieses Mal klappte es bei mir wesentlich besser. Thorsten kippte etwas nach rechts ab. Offenbar wollte er noch eleganter wirken als ich. Alter Angeber!</p>
<p><em>He, das war nur der Ausgleich f&#252;r den nicht gemachten &#8220;Fernsehsessel&#8221; vom Schwimmbadtauchgang. Hurra, ich schwebe&#8230;</em></p>
<p>Ja, wohin schweben wir denn? Ziemlich z&#252;gig und ohne Unterbrechung Richtung Oberfl&#228;che&#8230;wa? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>W&#228;w&#228;w&#228;&#228;&#228;&#228;!</em></p>
<p>Wir &#252;bten sowohl die &#8220;alten Sachen&#8221; vom Scuba Diver wie auch die neuen. Beim Kompassschwimmen passierte mir dann der 2. faux-pas, denn ich schwamm 180° in die falsche Richtung. Es stellte sich aber heraus, dass mein Kompass h&#228;ngen geblieben war. Gar nicht meine Schuld. Thorsten brachte den Oberhammer, indem er gleich mal seinen geliehenen (ich wiederhole: g e l i e h e n e n) Kompass verlor.</p>
<p><em>Ich hab ihn gar nicht verloren. Kaum waren wir an Land, da kam auch schon ein anderer Taucher und brachte ihn wieder zur&#252;ck. Ich habe den Kompass nur kurzfristig auf dem Seegrund deponiert. Ich wusste *hust, dass ihn jemand anderes wiederbringen wird. &#220;berhaupt w&#228;re das alles nicht passiert, wenn ich endlich meine Konsole mit eigenem Kompass h&#228;tte. Gar nicht meine Schuld, so! Aber na ja, so muss ich schon nicht navigieren. </em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> <em> </em></p>
<p>Wird auch besser so sein. Dass du nicht navigierst meine ich. Wer wei&#223;, wo wir sonst gelandet w&#228;ren. Bei deinem Orientierungssinn&#8230; und dann noch ohne Brille und Kontaktlinsen&#8230;</p>
<p><em>Also, w&#228;hrend Du eine 180°-Kehre aufs Ufer zu gemacht hast beim Navigieren &#8211; anstatt zu den Bojen von der Plattform &#8211; , musste man bei mir aufpassen, dass ich mir nicht den Kopf am angepeilten Ziel ansto&#223;e &#8211; so exakt habe ich es bei der &#220;bung getroffen. Ja-ha, das hab ich wohl!</em></p>
<p>Offenbar HAST du dir den Kopf angeschlagen und es wieder vergessen&#8230; kann vorkommen. Aber ob das an der Boje war&#8230;</p>
<p><em>Tz! Den Kopf angesto&#223;en, ich doch nicht&#8230; was denkst Du eigentlich, Anna&#8230; Amalie? Anja? Antje? Verdammt, es war irgendwas mit &#8220;A&#8221;. Andrea&#8230; Anastasia&#8230; Andromeda&#8230;</em></p>
<p>Aus dem Wasser raus brauchten wir erst mal eine Pause. Dann begaben wir uns in den Unterrichtsraum, wiederholten noch einmal die Theorie und mussten dann die Pr&#252;fung schreiben. Majkis Frau Babsi schrieb mit uns, wenn auch nicht die OWD-Pr&#252;fung nat&#252;rlich, sondern Tauchphysik. Darum hab ich sie nicht beneidet. Ich als nat&#252;rliches Physikgenie, das Physik in der Schule gleich mal nach der 10. Klasse abgew&#228;hlt hat (wer braucht schon Physik&#8230;) werde mir in Zukunft an dieser Pr&#252;fung wohl auch die Z&#228;hne ausbei&#223;en.</p>
<p><em>&#8230;hmmm, also, das wird mir nicht passieren. </em> <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>&#8230;</em>nat&#252;rlich nicht. Weil ich wieder n&#228;chtelang durchpauke und du alles von mir abschreibst&#8230;</p>
<p><em>He &#8211; mein mittleres Initial ist &#8220;P&#8221;. &#8220;P&#8221; wie &#8220;Physik&#8221;, Du verstehst?</em></p>
<p>N&#246;. Ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil &#252;berzeugen. Dann kann ich ja mal bei dir abschreiben <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jedenfalls haben wir es alle geschafft! Juchuuu. Der OWD war nur noch ein Tauchgang von uns entfernt!</p>
<p><em>Ja! Hurra! Und wir waren gar nicht mal schlecht. Aber uns standen noch ein paar Abenteuer bevor&#8230; der zweite Freiwasser-Tauchgang der OWD-Ausbildung und&#8230; der erste Tauchgang ohne Aufpasser. </em></p>
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		<title>Der OWD &#8211; der Schwimmbadtauchgang</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildungsstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Pooltauchgang]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten also den Plan geschmiedet. Der OWD ("Open Wa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten also den Plan geschmiedet. Der OWD (&#8220;Open Water Diver&#8221;). F&#252;r diese Entscheidung brauchte ich sicher nicht lange. Ich hatte bereits vor Monaten &#8220;Blut geleckt&#8221; und war mir zu dem Zeitpunkt auch durchaus schon bewu&#223;t, in welche Richtung mich meine Taucherkarriere eines Tages mal bringen wird. Und so buchten wir gedanklich einfach um, statt den OWD in &#196;gypten fertig zu machen w&#252;rden wir eben dort dann den AOWD machen.</p>
<p>Bei Thorsten musste ich auch nicht lange &#220;berzeugungsarbeit leisten. Im Gegenteil. Jetzt wurde es spannend. Jeder kruschtelte sein OWD Buch hervor und las auf Teufel komm raus. Unser neuer TL sollte sich telefonisch melden, und es dauerte nicht lange, da tat er das auch. Und wir vereinbarten einen Termin f&#252;r den noch fehlenden Schwimmbadtauchgang in Lauchringen.</p>
<p><em>Thorsten: So, heute mal umgekehrt, Annette erz&#228;hlt, ich kommentiere. Und sie musste wirklich keine &#220;berzeugungsarbeit leisten. Im Gegenteil, sie rannte offene T&#252;ren ein. Das ist uns nun schon mehr als einmal passiert. Irgendwie scheint es keinen Sinn zu haben, auf lange Sicht zu planen, wir schmei&#223;en sowieso wieder alles &#252;ber den Haufen. Das Telefonat mit dem neuen TL hatte eine sehr nette Komponente, aber davon wird Annette noch berichten. </em></p>
<p>Nun passierte aber Folgendes: Eine Woche, bevor wir den OWD-Schwimmbadtauchgang machen sollten, waren wir nochmals mit Thorstens Kollege Martin  tauchen. Bei diesem Tauchgang stellte ich fest, dass irgendwo an meinem Inflatorschlauch eine Undichtigkeit sein musste&#8230; kleine Luftbl&#228;schen waren zu sehen. Martin riet mir, den Schlauch zur Revision zu bringen. Gut und sch&#246;n. Leider&#8230; leider hatte ich das Jacket in M&#252;nchen gekauft, und das war jetzt nicht so einfach, &#8220;kurz mal den Schlauch zur Revision&#8221; zu bringen.</p>
<p>Ergo tyrannisierte ich den Besitzer des Tauchgesch&#228;ftes mit diversen eMails sowie Telefonanrufen und ich schickte ihm den Schlauch per Eilpaket. Er versprach mir, dass der Schlauch rechtzeitig wieder da sein sollte, war er aber leider nicht. So musste unser neuer TL ein Jacket f&#252;r mich mitbringen. Das bereitete mir etwas Magenschmerzen. Ich hab zwar noch nicht viele Tauchg&#228;nge, aber ich hatte bereits mein Jacket lieb gewonnen und wollte nur ungern drauf verzichten.</p>
<p>Heulen und Z&#228;hneklappern half nichts, der Schlauch war nicht da, und insofern musste ich mich ohne mein geliebtes Jacket auf den Weg machen. Wir sollten unseren TL vor dem Schwimmbad treffen. Den Weg sch&#228;tzen wir l&#228;nger ein, als er war, denn wir kamen eine glatte halbe Stunde zu fr&#252;h an. Nun, was jetzt tun? Wir kurvten auf dem Parkplatz herum, zum drau&#223;en hinsetzten eigenete sich das Wetter nicht, also &#252;berlegten wir, ob wir noch schnell in der Wirtschaft um die Ecke was trinken sollten. Die hatte aber zu.</p>
<p>So sa&#223;en wir im Auto. Nun ja. Ich machte dann den Vorschlag, vielleicht einfach mal zum Eingang zu gehen um zu schauen, wo der &#252;berhaupt ist. Wir liefen also auf den Eingang zu, da stand er. Unser Majki. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Unser TL (<a title="Tauchschule AQUAplus Wehr" href="http://www.aquaplus-wehr.de/" target="_blank">und seine Tauchschule mit einem Klick hier</a> oder in der Linkliste an der Seite). Vom Sehen kannte ich ihn zumindest schon, ob er sich an uns erinnerte war ich mir nicht sicher, deshalb winkte ich ihm erst mal zu. Er winkte zur&#252;ck, die erste H&#252;rde war erfolgreich &#252;berwunden. Innerlich grinste ich. War ja wieder mal typisch. W&#228;ren wir doch glatt eine halbe Stunde im Auto gesessen und der arme Majki eine halbe Stunde vor dem Eingang gestanden.</p>
<p>Hier m&#246;chte ich an der Stelle noch etwas loswerden. Zumindest von meiner Seite aus war es Sympathie auf den ersten Blick. Und dar&#252;ber war ich froh. Sehr sogar. Wenn man in einer solchen Sportart unterrichtet wird, ist es ungemein wichtig, dass man Vertrauen zu seinem Lehrer hat. Und Vertrauen hat auch was mit Sympathie zu tun. Ich sah ihn und ahnte, dass ich mich unter Wasser wohl f&#252;hlen w&#252;rde.</p>
<p><em>So lasset mich denn der sch&#246;nen Sitte pflegen, der Dame nach dem Mund zu reden&#8230; Nein, im Ernst, ich kann da nur zustimmen. Und ich bin dankbar, dass Annette unseren TL auf die Entfernung erkannt hat. Ich habe beim Tauchen meine Kontaktlinsen nicht drin und zu dem Zeitpunkt auch keine Brille auf. Ich sah nur, dass da jemand stand &#8211; aber das h&#228;tte jeder sein k&#246;nnen.</em></p>
<p>Nur zur Information: Es gibt f&#252;r solche F&#228;lle gelbe Binden f&#252;r den Arm, da sind 3 gro&#223;e schwarze Punkte drauf&#8230;</p>
<p><em>Hach, ist sie nicht lieb?&#8230; Ja, sie ist NICHT LIEB! Immerhin sehe ich daf&#252;r unter Wasser umso besser. H&#228;tte mir noch ein Hinweis sein sollen, das Tauchen fr&#252;her anzufangen.</em></p>
<p>Nach einem kleinen &#8220;Kennenlernen&#8221; besprachen wir das weitere Vorgehen. Sehr angenehm war die Tatsache, dass man uns anbot, bei Unsicherheiten unbegrenzt im Freibad &#252;ben zu k&#246;nnen, ohne dass man etwas dazu zahlen m&#252;sse. Das best&#228;tigte unseren ersten Eindruck, n&#228;mlich dass es Majki wirklich dran gelegen war, dass wir unsere Technik beherrschen, und dass er uns nicht &#8220;einfach so durchpauken&#8221; wollte. Und: Majki l&#228;utete eine NEUE &#196;ra ein: Wir waren es bisher gewohnt, gefragt zu werden: &#8220;Habt Ihr&#8230;&#8221; und wir mussten antworten: &#8220;Nein, haben wir nicht&#8221;. Nun kam die &#196;ra: &#8220;Ach, habt Ihr schon&#8230; wieso das, hey! Ihr seid doch Sch&#252;ler!&#8221;</p>
<p><em>Das war die nette Komponente im Telefonat, die ich oben meinte. Majki wollte n&#228;mlich eigentlich, dass ich ihm noch unsere Konfektionsgr&#246;&#223;en durchgebe, damit er uns die Ausr&#252;stung mitbringen kann. Ich habe mich fast daf&#252;r entschuldigt, dass er das nicht braucht. Ja, wir sind eben sehr strebsame Sch&#252;ler. Wir stecken unsere Nasen nicht nur in B&#252;cher, wir sind auch praktisch veranlagt.</em></p>
<p>Dann ging das gro&#223;e Umziehen los. Leider hatte mich Majki etwas &#252;bersch&#228;tzt, was die Gr&#246;&#223;en anging. Das Jacket, das er mir mitgebracht hatte, war deutlich zu gro&#223;. Aber ich bin es ja gewohnt. In &#196;gypten steckte man mich in einen Anzug, der drei Nummern gr&#246;&#223;er war als der von Thorsten, dabei sind wir ungef&#228;hr gleich gro&#223; und ich war zu dem Zeitpunkt knapp 10 kg leichter als er. Hier stellt man sich nat&#252;rlich die Frage, wie wirkt man und wie will man wirken. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Und los gings zum Pool. Majki machte uns nochmal den Einstieg vor, der gro&#223;e Schritt. Ich folgte ihm gleich, aber seltsamerweise kann ich einfach nicht nur einen Schritt machen, ich muss immer dabei h&#252;pfen. Das war in &#196;gypten beim Tauchboot auch schon so. Der Himmel wei&#223; wieso. Vermutlich bin ich so beschwingt. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Selbst PPB (Plattform Problem oder auch Panic Buddy) Thorsten kam ziemlich schnell hinterher.</p>
<p><em>Ja, und keiner hat mich beachtet&#8230; zum Gl&#252;ck! So hat n&#228;mlich auch keiner gesehen, dass es mich fast auf die Schnauze geschlagen hat. Als ich meinen gro&#223;en Schritt machte, rutschte ich n&#228;mlich mit dem einen Fu&#223; am Beckenrand ab und anstatt senkrecht bin ich mehr schr&#228;g eingetaucht. Zum Gl&#252;ck ist es nur Wasser. Nein, mir ging es gut, danke der Nachfrage! Aber irgendwas muss wohl immer sein.</em></p>
<p>Wirklich? Also ich fasse es nicht. Hast du mir gar nicht erz&#228;hlt! Insofern w&#228;re Flossen-H&#252;rdenlauf auch nicht der richtige Sport f&#252;r dich! Aber gut. Machen wir weiter:</p>
<p>Dann &#252;bten wir den 5-Punkte-Abstieg. Ich warf einen Blick ins Becken. Oh weh. Ich ahnte es schon. Ein mulmiges Gef&#252;hl stieg in mir auf. Ich bef&#252;rchtete, dass es mir im Schwimmbad schlecht werden w&#252;rde. Das Problem hatte ich in M&#252;nchen bei den Divers ja schon gehabt. Die Kacheln, das Wasser, die Vergr&#246;&#223;erung&#8230; ich hoffte, dass mir das jetzt nicht wieder passieren w&#252;rde.</p>
<p>Unter Wasser begannen wir mit den &#220;bungen. Sie klappten eigentlich problemlos. Und f&#252;r unseren Geschmack schon wieder zu gut. Was uns allerdings noch Schwierigkeiten machte waren die Tarier&#252;bungen. Pivotieren, also auf den Flossenspitzen zu balancieren, ging bei mir fast gar nicht. Gut, das Jacket war viel zu gro&#223; und die Flasche schwankte hin un her, das mag schon ein Grund gewesen sein, aber ich bekam noch nicht einmal die Flossen auf den Grund. Thorsten hatte &#228;hnliche Schwierigkeiten. Das Hovern (der &#8220;Fernsehsessel&#8221;) ging auch nicht besser. Damit hatten wir in M&#252;nchen auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, da wollte es auch nicht klappen. Trotz der Beteuerungen, dass das mit der Zeit noch k&#228;me, &#228;rgerte es mich doch schon ein bisschen. Ich hatte da wohl etwas mehr von mir erwartet.</p>
<p><em>Zur Erkl&#228;rung f&#252;r die, die&#8217;s m&#246;glicherweise nicht wissen: der &#8220;Fernsehsessel&#8221; ist eine &#220;bung, bei der der Taucher im Wasser schwebt, und zwar so, als w&#252;rde er in einem Sessel sitzen. Ich hab ihn auch nicht hingekriegt, was prim&#228;r daran lag, dass ich es nicht versucht habe. Mir war nicht klar, dass der &#8220;Sessel&#8221; gefragt war. Mir sagt ja keiner was.</em></p>
<p>Ich hatte dir beim letzten Mal ja schon angeboten, dir die Ohren zu putzen. Das Angebot steht noch. Ich bin entsetzt wie wenig du zuh&#246;rst! K&#246;nnte mir nicht passieren!</p>
<p><em>*Pruuuuuuust! Hust! Hust!&#8230; Musst Du sowas sagen, wenn ich gerade das Glas angesetzt habe? Jetzt habe ich mir die Nase mit Cola gesp&#252;lt&#8230; j&#228;rgs&#8230; sehr angenehm. *Schneuz! &#8220;K&#246;nnte mir nicht passieren&#8221; &#8211; und das sagt sie, ohne rot zu werden! </em></p>
<p>Ich wei&#223; jetzt gar nicht, wovon du sprichst&#8230; aber falls es genehm ist k&#246;nnen wir das Ohrenputzen gerne um eine professionelle Nasensp&#252;lung erweitern&#8230;</p>
<p>Zwischenrein schwammen wir noch ein paar Runden, was auch gut klappte, wenn ich Thorsten nicht st&#228;ndig abgedr&#228;ngt h&#228;tte. Ich bin eben ein sehr einnehmendes Wesen <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Wechselatmungs&#252;bungen, Schwimmen ohne Brille, diese Dinge bereiteten uns erst mal keine Schwierigkeiten. Jacket an der Oberfl&#228;che an und ausziehen auch nicht, schlie&#223;lich waren wir fertig.</p>
<p><em>Einnehmendes Wesen, oh ja. Dass Du so kuschelbed&#252;rftig bist, h&#228;tte ich jetzt auch nicht gedacht. Da ich &#8220;Au&#223;enbahn&#8221; geschwommen bin, hatte ich also nicht nur die weitere Strecke zur&#252;ckzulegen, sondern sah hin und wieder die Beckenwand bedrohlich nahe kommen. Von solchen Kleinigkeiten (h&#252;stel) abgesehen, lief es aber ganz gut. Wir haben sogar in unseren Geheimzeichen kommuniziert.</em></p>
<p>(Das hast du v&#246;llig missverstanden. Ich hab dich absichtlich abgedr&#228;ngt. Weil du so fies gelacht hast, als mich beim letzten Schluchseetauchgang der TLA in einen Torfberg abgedr&#228;ngt hat aus dem ich fast nicht wieder rauskam. Ich hab das hier nur so formuliert, damit ich nicht als b&#246;se Hexe da stehe.)</p>
<p><em>(Ich soll gelacht haben? Du wei&#223;t doch, ich lache nie bei sowas, ich schmunzle h&#246;chstens. Und in Deinem ganz speziellen Fall habe ich eine altbekannte Weise vor mich hingetr&#228;llert&#8230; &#8220;Rut mit&#8217;n Torf &#8211; hau rinn und hol rut, dat matscht so sch&#246;n und tut so gut&#8230;&#8221;*)</em></p>
<p>Da Majki Urlaub hatte, bot er uns an, wenn wir es f&#252;r n&#246;tig halten w&#252;rden, dann w&#252;rde er gerne mit uns nochmal ins Bad gehen, aber wir fieberten nat&#252;rlich dem Wochenende entgegen. Da sollten n&#228;mlich die Freiwassertauchg&#228;nge stattfinden, am Schluchsee, und die Pr&#252;fung geschrieben werden. Ich f&#252;rchte, wir haben dem Wochenende noch nie so entgegengefiebert wie da. Obwohl wir beide die Woche frei hatten, konnte sie nicht schnell genug um sein.</p>
<p><em>Mein Lehrbuch hat seit &#196;gypten schon leiden m&#252;ssen, weil ich st&#228;ndig drin gelesen habe. Aber in der Woche hat es besonders leiden m&#252;ssen. Zurzeit steht es bei mir im Regal, immer griffbereit, falls ich was nachlesen m&#246;chte. Aber ich glaube, es zuckt schon zusammen, wenn ich mich nur dem Regal n&#228;here. Es begleitete mich n&#228;mlich an viele Orte, wurde ge&#246;ffnet, geknickt, durchgebogen, beschriftet&#8230; Und dann war es tats&#228;chlich so weit. Der erste von unseren zwei Abschlusstagen vom OWD brach heran (hier heroische Fanfare denken). Unsere Tage als &#8220;Scuba Diver&#8221; w&#252;rden gez&#228;hlt sein.</em></p>
<p>* = Torfrock: &#8220;Rut mit&#8217;n Torf&#8221;</p>
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