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	<title>Flat Flute Divers &#187; AOWD</title>
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Die Abenteuer der Flat Flute Divers: Was bisher geschah&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Scuba Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor die neue Staffel mit neuen Abenteuern der Flat Flute Divers beginnt, wollen wir kurz zusammenfassen, was bisher geschah:

Am Anfang entstand das Universum. Das wurde allenthalben kritisiert und als ein Schritt in die v&#246;llig falsche Richtung bezeichnet. Dann entstanden die Sonne und die Erde. auf der sich bald schon die Dinosaurier tummelten, bevor sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor die neue Staffel mit neuen Abenteuern der Flat Flute Divers beginnt, wollen wir kurz zusammenfassen, was bisher geschah:</p>
<p>Am Anfang entstand das Universum. Das wurde allenthalben kritisiert und als ein Schritt in die v&#246;llig falsche Richtung bezeichnet. Dann entstanden die Sonne und die Erde. auf der sich bald schon die Dinosaurier tummelten, bevor sie ausstarben. Und dann wurde es so richtig interessant&#8230;</p>
<p>Annette und Thorsten, zwei Humanoide &#228;ffischer Abstammung, wurden geboren. Doch es dauerte noch knapp 20 Jahre, bevor sie sich zum ersten Mal begegneten, und weitere knappe sieben Jahre, bevor sie bemerkten, dass sie eine Leidenschaft verbindet: das Wasser. Und von da an dauerte es nur noch zehn Jahre, bis sie es endlich auf die Reihe brachten, genau dieser Leidenschaft zu fr&#246;nen, indem sie zusammen schwimmen gingen. Nun mag der geneigte Leser der Meinung sein, dass Geschwindigkeit nicht eine St&#228;rke der beiden ist, doch was sie in diesen Jahren an Zeit verloren haben, holten sie danach um so schneller auf.</p>
<p>Die Schwimmtour wurde ausgedehnt auf einen Badeurlaub in El Gouna in &#196;gypten. Die Gr&#252;nde f&#252;r die Auswahl dieses Reiseziels sind vielf&#228;ltig und w&#252;rden an dieser Stelle den Rahmen sprengen, was den Gebr&#228;uchen eines R&#252;ckblicks krass widerspr&#228;che. Ebendort am Roten Meer kamen die beiden in Kontakt mit einer Tauchbasis. Sie lernten das Tauchen in der Ausbildungsstufe Scuba Diver. Doch ihr damaliger Tauchlehrer orakelte, dass das bald nicht mehr reichen wird. Dass sie bald schon eine eigene Ausr&#252;stung anschaffen w&#252;rden. Und dass sie &#252;berrascht w&#228;ren, wie viele tauchende Menschen es in ihrem Freundeskreis g&#228;be.</p>
<p>Annette und Thorsten hingegen orakelten, dass der Tauchlehrer offenbar einmal zu viel Stickstoff bei einem Tauchgang abbekommen hatte. Die Ausbildung weitermachen &#8211; warum? Eine eigene Tauchausr&#252;stung &#8211; wozu? Und Freunde, die auch tauchen &#8211; wer soll das sein?</p>
<p>Bald danach jedoch begannen sich einem Fluch gleich die Prophezeiungen des Tauchlehrers zu erf&#252;llen. Sie schafften sich ihre eigene Ausr&#252;stung an. Sie fanden immer mehr Freunde, die auch Spa&#223; am Tauchen hatten. Und letztlich war es einem anderen Tauchlehrer zu verdanken, dass sie mit dem Tauchen in deutschen Gew&#228;ssern anfingen, so dass sie schlie&#223;lich weitermachten: Open Water Diver, Enriched Air Diver, Advanced Open Water Diver, Peak Performance Buyoancy, Dry Suit und schlie&#223;lich der Rescue Diver.  Damit gab es nur noch den Master Scuba Diver als h&#246;chste Ausbildungsstufe. Es sei denn&#8230;</p>
<p>&#8230;ja, es sei denn, man w&#252;rde den Schritt in die Professionalit&#228;t wagen. Divemaster werden. Ermuntert vom Leiter der Tauchschule, bei der die beiden seit dem OWD ihre Tauchkarriere verfolgten, beschlossen sie, den Schritt zu machen. Noch dazu, da dessen Tauchschule gerade dabei war, sich um die Tauchbasis am Schluchsee zu erweitern.</p>
<p>Als wir unsere Helden das letzte Mal verlie&#223;en, waren sie gerade dabei, sich auf eine weitere Tour an den Tauchsee Horka vorzubereiten. Diesmal allerdings, um einen OWD- und einen AOWD-Kurs als Praktikum zu verfolgen. Auf dem Weg zum Divemaster. Hier geht die Geschichte weiter&#8230;</p>
<p>Oh, vor lauter verga&#223; ich, mich vorzustellen: Ich bin Theo, Theo der Fl&#246;tenfisch. Und &#252;ber meine Klugheit werden Sie bald noch mehr erfahren. Montags werden wir uns allerdings dem weiteren Werdegang der Flat Flute Divers zuwenden, in ganz neuen Abenteuern.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Abenteuer+der+Flat+Flute+Divers%3A+Was+bisher+geschah%E2%80%A6+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1300+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1300&amp;md5=a9eefe99fc93da90cfd7c7449d0383b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade: &#8220;Macht das Web zu einem schlaueren Ort!&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 08:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Blei]]></category>
		<category><![CDATA[Divemaster]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schreiber vom Blog "Karriebibel" haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: "Macht das Web zu einem schlaueren Ort!" Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schreiber vom Blog &#8220;Karriebibel&#8221; haben eine Blogparade f&#252;r den November ins Leben gerufen: &#8220;<a title="Karrierebibel" href="http://karrierebibel.de/mach-das-web-zu-einem-schlaueren-ort-die-blogparade/" target="_blank">Macht das Web zu einem schlaueren Ort!</a>&#8221; Die Idee ist folgende: Wenn man als Betreiber eines Blog die Zugriffsstatistiken aufruft, kann man dort unter anderem einsehen, mit welchen Suchphrasen die Besucher auf die eigene Seite kamen, also was der Leser bei Google, Yahoo oder anderen eingegeben hat, um die Seite zu finden. Viele Menschen geben dabei Fragen ein, auf die sie Antworten suchen. Die Idee von &#8220;Karrierebibel&#8221; ist nun, dass man sich diese Fragen aus der Statistik vornimmt und versucht, sie in einem Blogbeitrag zu beantworten.</p>
<p>Das versuche ich heute mal. Es sind leider nicht sehr viele konkrete Fragen bei den &#8220;Flat Flute Divers&#8221;, aber doch einiges, das einer Antwort bedarf. Und es ist auch interessant zu sehen, mit welchen Suchw&#252;nschen die Leute bei uns landen. Solche Dinge wie &#8220;mit Neopren gefesselt&#8221; hinterlassen eher bei mir eine Frage. Aber beginnen wir mit dem Frage-und-Antwort-Spiel:</p>
<h3>Wieviel Blei beim Tauchen?</h3>
<p>So. Schon die erste Frage ist eine, auf die es keine konkrete Antwort gibt. Oder man k&#246;nnte es mit <a title="Wikipedia: Radio Eriwan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Eriwan" target="_blank">Radio Eriwan</a> halten: &#8220;Im Prinzip ja&#8230;&#8221; Welche Bleimenge man beim Tauchen braucht, h&#228;ngt davon ab, wo man taucht (S&#252;&#223;- oder Salzwasser), welche Ausr&#252;stung man hat (Trockentauchanzug, Halbtrocken oder Nass, und bei den beiden letzteren, wie dick sie sind; beim ersteren, welcher Unterzieher verwendet wird) und wie schwer man selbst ist. Au&#223;erdem muss man ber&#252;cksichtigen, wie gro&#223; die Pressluftflasche ist, mit der man taucht, und ob sie aus Stahl oder Aluminium ist. Wenn man Ver&#228;nderungen an der eigenen Ausr&#252;stung vorgenommen hat oder zum ersten Mal taucht, wird einem der Tipp gegeben, mit etwa 5 bis 10 Prozent des eigenen K&#246;rpergewichts in Blei zu beginnen und bei einer Bleikontrolle vor dem Abtauchen zu &#252;berpr&#252;fen, ob das passt, zu viel oder zu wenig ist. Bei der Bleikontrolle l&#228;sst der Taucher an der Oberfl&#228;che alle Luft aus dem Jacket (und dem Trockentauchanzug, falls er einen tr&#228;gt) und h&#228;lt einen normalen Atemzug an. Der Taucher m&#252;sste bei korrekter Bleimenge so im Wasser treiben, dass die Augen auf H&#246;he der Wasseroberfl&#228;che sind. Schaut er &#252;ber die Wasseroberfl&#228;che, ist es zu wenig Blei, wenn er mit den Augen darunter oder den Kopf ganz unter Wasser hat, ist es zu viel.</p>
<h3>Wie ist die Hintergrundgeschichte vom Tauchsportcenter Divers in Aufkirchen?</h3>
<p>Genau genommen hei&#223;t es &#8220;Diver&#8217;s Indoor Tauchsportzentrum&#8221;. Die Hintergrundgeschichte klingt ein bisschen skurril: Es handelt sich dabei um eine ehemalige Sauerkrautfabrik. In den Becken, in denen heute Taucher tauchen, wurde fr&#252;her Wei&#223;kohl zu Sauerkraut verarbeitet. Davon merkt man aber nichts mehr. <a title="EP-Blog: DIVER'S Indoor Tauchsportzentrum und Hotel Mercure" href="http://www.ep-blog.de/2009/05/28/mercure-airport-hotel-munchen-divers-indoor-tauchsportzentrum/" target="_blank">Mehr &#252;ber das &#8220;Diver&#8217;s&#8221; und das dazu geh&#246;rige Hotel Mercure kann man hier nachlesen</a>.</p>
<h3>Wie taucht man mit Schwimmflossen?</h3>
<p>Sehr gut, m&#246;chte ich sagen. Aber ich glaube, darum geht die Frage nicht. Wahrscheinlich ging es dem Frager um die richtige Technik. Also, der erste Punkt ist, den Flossenschlag langsam durchzuf&#252;hren. Da die Flossenbl&#228;tter nat&#252;rlich einen erh&#246;hten Widerstand im Wasser haben, erm&#252;det man sehr schnell, wenn man die Beine zu schnell bewegt. Auf welche Art man die Flossen bewegt, muss man ausprobieren &#8211; was einem besser liegt. Man kann entweder die Beine auf und ab bewegen (dabei ist wichtig zu beachten, dass die Bewegung aus den H&#252;ftgelenken kommt, und nicht aus den Knien &#8211; hier gelt das Hebelgesetz: je l&#228;nger der Hebel, desto gr&#246;&#223;er die Kraft) oder wie beim Brustschwimmen mit den Beinen einen &#8220;Froschschlag&#8221; (englisch &#8220;frog kick&#8221;) ausf&#252;hren (hier ist zu beachten, dass man beim Tauchen die Arme nicht bewegt, mit Flossen reicht die Beinbewegung, um einen vorw&#228;rts zu bringen).</p>
<h3>Wie ist die Geschichte der Tarierweste beim Tauchen?</h3>
<p>Die ersten Tarierwesten f&#252;r Taucher kamen in den 1960er Jahren auf und waren eigentlich nicht mehr als eine modifizierte Rettungsweste. Das hei&#223;t, es handelte sich um einen Luftschlauch, der um den Hals gelegt wurde. Wegen ihrer Form wurden sie auch &#8220;Klodeckel&#8221; genannt und man benutzte sie nur an der Oberfl&#228;che. Sie hatten einen Schlauch, &#252;ber den der Taucher die Weste mit dem Mund aufblasen musste. Die erste Weiterentwicklung kam noch in den 1960er Jahren mit der von Maurice Fenzy entwickelten &#8220;Fenzy Tarierweste&#8221;, die einen gr&#246;&#223;eren Schlauch hatte, &#252;ber den Luft nicht nur eingelassen, sondern auch einfach wieder abgelassen werden konnte. Damit konnte sie auch unter Wasser verwendet werden. In Deutschland erhielt sie deswegen auch den Namen &#8220;RTW&#8221;, &#8220;Rettungs- und Tarierweste&#8221;. Das AT-Pack in den fr&#252;hen 1970er Jahren kombinierte nun erstmals Auftriebsmittel und Flaschenhalterung in einem (bisher waren diese getrennt). Das &#8220;Jacket Design&#8221;, das grundlage aller nachfolgenden Modelle wurde, wurde jedoch von Scubapro mit dem &#8220;Stabilizing Jacket&#8221; eingef&#252;hrt. Die Luftblase wurde bei den neuen Designs nicht vorne, sondern in den R&#252;ckenteil eingebaut, was die Lage im Wasser stabilisierte. 1984 f&#252;hrte die Firma seaQuest das erste ADV-Jacket vor, kurz darauf kommt Dive Rite mit dem ersten Wing-Jacket auf den Markt. Beide Jacketformen bleiben bis in die Jetztzeit ma&#223;geblich, das Wing-Jacket haupts&#228;chlich bei Tec-Tauchern. 1990 f&#252;hrte wiederum seaQuest eine weitere Neuerung ein: das Blei wurde nicht mehr an einem G&#252;rtel getragen, sondern in separate Taschen im Jacket selbst gegeben, die man im Notfall mit Hilfe eines Schnellverschlusses abwerfen konnte. Die letzte gro&#223;e Neuerung waren die so genannten &#8220;Hybrid-Jackets&#8221;, eine Mischung aus Wing und ADV.</p>
<h3>Wie bekomme ich die Mindestoberfl&#228;chenpause beim Tauchen raus?</h3>
<p>Zwei M&#246;glichkeiten: Entweder man hat eine Tabelle oder einen elektronischen RDP. Ich kann hier leider nur f&#252;r die Modell von PADI sprechen, mit den anderen bin ich nicht vertraut. Bei der Tabelle geht das folgenderma&#223;en: Man muss Tiefe und Zeit des vergangenen Tauchgangs wissen, und welche Tiefe und Grundzeit man bei dem n&#228;chsten Tauchgang machen m&#246;chte. Auf der Vorderseite der Tabelle bestimmt man vom vergangenen Tauchgang die Wiederholungsgruppe, indem man in der Spalte mit der Tiefe bis zur entsprechenden Grundzeit herunterf&#228;hrt (wenn die Tiefe und/oder Zeit nicht exakt dasteht, wird immer die n&#228;chsth&#246;here Tiefe und/oder Zeit genommen). Dann dreht man die Tabelle um. Hier geht man auf die geplante Tiefe des n&#228;chsten Tauchgangs und f&#228;hrt die Spalte entlang, bis man die geplante Grundzeit findet (in der Spalte als &#8220;Restnullzeit&#8221; <em>blau </em>unterlegt). Auch hier kann man einen Buchstaben der Wiederholungsgruppe bestimmen. Dann geht man wieder auf die Vorderseite der Tabelle. Im rechten Teil stehen die verschiedenen Oberfl&#228;chenpausen. In der horizontalen Spalte legt man nun den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des gemachten Tauchgangs an, in der vertikalen Spalte (unten an der Tabelle) den Buchstaben der Wiederholungsgruppe des geplanten Tauchgangs. Und in dem Feld, wo sich beide Spalten kreuzen, steht die Mindestoberfl&#228;chenpause.<br />
Mit den elektronischen RDP ist das ganze etwas einfacher: Einschalten, mit &#8220;Mode&#8221; auf &#8220;Surface Interval&#8221; gehen, dann die Daten vom vergangenen und vom geplanten Tauchgang eingeben &#8211; voilà, die Mindestoberfl&#228;chenpause wird als &#8220;MIN SI&#8221; ausgegeben.</p>
<h3>Ist Hurghada von der &#214;lpest betroffen?</h3>
<p>Nein, nicht mehr. Nach Angaben der HEPCA war das Hauptverbreitungsgebiet der &#214;lpest 2010 im Roten Meer El Gouna und n&#246;rdliche Teile Hurghadas, aber mittlerweile sind wohl alle Folgen beseitigt.</p>
<h3>Einengung durch Tarierweste?</h3>
<p>Kommt vor. ADV- und Hybrid-Jackets haben eine Luftblase, die bis in die Seiten des Jackets geht. Wenn man sie aufbl&#228;st, k&#246;nnen sie den Taucher einengen. Bei einem Wing-Jacket befindet sich die Luftblase komplett auf dem R&#252;cken und kann den Taucher nicht einengen.</p>
<h3>Taucher flutet seinen Trockenanzug unter Wasser?</h3>
<p>Das kommt vor und kann zwei Gr&#252;nde haben: Entweder hat der Anzug einen Defekt und es dringt Wasser ein, ohne dass der Taucher das beabsichtigt, oder ein Ventil hat einen Defekt, so dass die Luft aus dem Anzug nicht mehr abgelassen werden kann. In letzterem Fall muss der Taucher, um ein unkontolliertes Aufsteigen zu verhindern, die Luft durch die Manschette an seinem Hals entweichen lassen. Dabei dringt nat&#252;rlich Wasser ein.</p>
<h3>Wie ist die Wassertemperatur vom Aquafun am Schluchsee?</h3>
<p>Gute Frage &#8211; hab ich auch nirgends gefunden.</p>
<h3>Halsmanschette zu eng &#8211; was passiert?</h3>
<p>Wenn die Halsmanschette eines Trockentauchanzugs (oder auch einer Neopren-Kopfhaube) zu eng ist, wird der Hals des Taucher komprimiert. Entweder wird dabei der Druck auf den Kehlkopf so stark, dass der Taucher keine Luft mehr bekommt (wie bei einer Strangulation) oder der Druck geht auf die Halsschlagadern. In den Halsschlagadern sitzen Rezeptoren, die den Druck von au&#223;en als gestiegenen Blutdruck missinterpretieren und als Gegenma&#223;nahme den Blutdruck senken. Durch den abfallenden Blutdruck kann es zu einer Bewusstlosigkeit kommen.</p>
<h3>Gibt es einen Sketch &#252;ber das Tauchen?</h3>
<p>Ja &#8211; <a title="FFD: Herbert G&#246;rgens und seine neue Tauchausr&#252;stung" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/09/07/kleines-geschenk-fuer-annette-herbert-goergens-und-seine-neue-tauchausruestung/" target="_blank">hier zum Beispiel</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das waren die Fragen, soweit ich sie aus der Webseiten-Statistik entnehmen konnte. Vielleicht komme ich mal wieder auf das Thema zur&#252;ck, wenn sich gen&#252;gend neue Fragen angesammelt haben. Die Idee finde ich nicht schlecht.</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Blogparade%3A+%E2%80%9CMacht+das+Web+zu+einem+schlaueren+Ort%21%E2%80%9D+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1145+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1145&amp;md5=df1562bc50c007243ef8c930750bee0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Was in der Zwischenzeit und davor geschah…</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/10/26/was-in-der-zwischenzeit-und-davor-geschah/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Divemaster]]></category>
		<category><![CDATA[Open Water Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Scuba Diver]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir hatten also den Rescue Diver abgeschlossen. Und hier muss ich ein Gest&#228;ndnis machen: Aus purer Absicht haben wir bei den bisherigen Artikeln kleine Details ausgelassen. Meine Motivation dabei war - Dramatik. Ausgelassen haben wir beispielsweise eine Bemerkung beim OWD-Kurs &#252;ber unsere Tauchfertigkeiten und was wir damit noch erreichen k&#246;nnen w&#252;rden, oder Majkis Antwort ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten also den Rescue Diver abgeschlossen. Und hier muss ich ein Gest&#228;ndnis machen: Aus purer Absicht haben wir bei den bisherigen Artikeln kleine Details ausgelassen. Meine Motivation dabei war &#8211; Dramatik. Ausgelassen haben wir beispielsweise eine Bemerkung beim OWD-Kurs &#252;ber unsere Tauchfertigkeiten und was wir damit noch erreichen k&#246;nnen w&#252;rden, oder Majkis Antwort auf die eMail, dass wir den AOWD-Kurs abgeschlossen hatten, die lautete, dass wir uns doch bitte beeilen m&#246;gen mit unserer weiteren Ausbildung (sinngem&#228;&#223; wiedergegeben).</p>
<p><em>Annette: Gehe ich Recht in der Annahme, dass Du diese Kommentare auch weiter verheimlichen willst?</em></p>
<p>Ich m&#246;chte sie zur&#252;ckstellen, um Spannung zu erzeugen und die Leser neugierig zu machen. Ansonsten interessiert sich doch keiner f&#252;r das, was wir schreiben.</p>
<p>Nat&#252;rlich hatten wir uns immer die Frage gestellt, wie weit wir mit dem Tauchen gehen w&#252;rden. Am Anfang wollten wir ja gar nicht mehr haben als den Scuba Diver, irgendwann &#8211; als wir doch weitergemacht hatten &#8211; stand mal der Rescue Diver als Fernziel am Horizont. Dann die &#220;berlegung, &#8220;vielleicht irgendwann mal&#8221; auch noch den Divemaster zu machen. Annette sah das dabei mehr als eine Art Herausforderung an, der sie sich stellen wollte. Ich sah zun&#228;chst keinen Sinn dahinter, Divemaster zu werden, wenn man dann nicht auch etwas in der Richtung machen wollte. Die Divemaster bei PADI assistieren bei der Ausbildung von Tauchsch&#252;lern, f&#252;hren Tauchtouren und &#228;hnliches. Wollten wir sowas wirklich machen?</p>
<p><em>Mich trieb bei der fr&#252;hen Entscheidung, den Divemaster zu machen, etwas anderes an. Wenn ich eins hasse, dann ist es, wenn man etwas erlernt, was stufenweise aufgebaut ist und man immer zu h&#246;ren bzw zu lesen bekommt: Das lernst du dann sp&#228;ter. Nehmen wir doch einmal das praktische Beispiel zur Hand: Ich kann mein Leben lang Scuba Diver bleiben oder OWD, aber schon bei meinen ersten Tauchg&#228;ngen k&#246;nnte ich auf einen leblosen Taucher ober- oder unterhalb des Wassers treffen. Was soll ich nun tun? Dem Taucher zufl&#252;stern: &#8220;Sorry, aber ich bin nur OWD, wie ich dich rette lerne ich erst im n&#228;chsten Kurs.&#8221;??? </em></p>
<p><em>Au&#223;erdem war ich der Meinung, je tiefer ich in die Materie eindringe, desto sicherer k&#246;nnte ich werden. Nat&#252;rlich ist Tauchen vorwiegend praktisch, aber viel Input kann nicht schaden. Denken wir nur mal an die Selbstrettungstechniken. Konfrontation mit unangenehmen Situationen. Einfach das Verstehen war mir wichtig.<br />
</em></p>
<p>Dann geschah etwas, das zumindest ich so nicht sehr h&#228;ufig erfahren hatte: Wir wurden gef&#246;rdert und ermuntert.  Uns wurde nahegelegt, nicht aufzuh&#246;ren und nach dem Rescue Diver keine zu lange Pause zu machen. W&#252;rden wir den Divemaster &#8211; den ersten Schritt zum &#8220;Professional&#8221; &#8211; machen, m&#252;ssten wir auf vieles vom Rescue Diver zur&#252;ckgreifen. Es war also besser, &#8220;drin&#8221; zu bleiben. Der Divemaster w&#252;rde allerdings l&#228;ngere Zeit in Anspruch nehmen, da man hier bei verschiedenen (auch Anf&#228;nger-)Kursen mit dabei sein muss, insgesamt 8 schriftliche Pr&#252;fungen absolvieren und verschiedene Skills demonstrieren musste. Und fast wie von selbst stand auf einmal im Raum, doch auch noch einen Schritt weiter zu gehen &#8211; zum Tauchlehrer. Der Plan sah dann vor, einen Sommer mit viel Tauchen und Kursen zu verbringen, und dabei den Divemaster zu machen. Aber wenn Sie sich durch unsere ganze Geschichte bisher durchgew&#252;hlt haben, werden Sie schon wissen: Pl&#228;ne sind bei uns eine grobe Richtungsangabe, die regelm&#228;&#223;ig umgeworfen werden.</p>
<p><em>Annette: <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Dann allerdings gab es einen kleinen Tiefschlag. Noch bevor wir f&#252;r den Rescue Diver nach Horka fuhren, wurde uns erz&#228;hlt, dass der bisherige Betreiber der Tauchbasis am Schluchsee diese aufgeben w&#252;rde. Zwar w&#252;rde Majkis Tauchschule die Lehrr&#228;ume behalten, aber so einfach tauchen wie bisher, das w&#228;re nicht mehr m&#246;glich gewesen. Au&#223;erdem hatte es uns auf der Basis gefallen. Dass das nicht mehr so sein w&#252;rde, erschien uns irgendwie&#8230; irreal.</p>
<p><em>Das war in der Tat ein Tiefschlag. Zwar waren wir noch nicht lange auf der Basis zu Hause, aber wir hatten uns schon irgendwie dran gew&#246;hnt. Die Leute waren nett, und es war immer sch&#246;n, zwischen zwei Tauchg&#228;ngen mal hinsitzen zu k&#246;nnen um abzutrocknen und zu quatschen. In dem Fall h&#228;tten wir zwar tauchen k&#246;nnen, aber unsere Sachen h&#228;tten wir im Auto lassen m&#252;ssen und zum Aufh&#228;ngen w&#228;re auch keine Alternative da gewesen.</em></p>
<p>Doch nach der Tour nach Horka f&#252;r den Rescue Diver, als wir zum ersten Mal bei einem Kurs bei den Pool-Lektionen dabei waren, hatte sich das wieder ge&#228;ndert: Majkis Tauchschule w&#252;rde die Basis in Zukunft betreiben. Damit w&#252;rde sie im Sommer wieder ge&#246;ffnet sein. Dem Divemaster stand damit nichts mehr im Weg. Nach einigen Poolmodulen war eine weitere Tour nach Horka geplant, wo die Freiwasserlektionen von zwei Kursen stattfinden sollten. Und wir waren mit dabei. Auf dem Weg zum Divemaster! Wer h&#228;tte das gedacht?</p>
<p><em>Ja, wer h&#228;tte das gedacht. Und wer h&#228;tte auch gedacht, dass in Horka eine weitere, &#228;u&#223;erst wichtige Entscheidung getroffen wurde? Hups, hab ich zu viel verraten? </em></p>
<p>Jetzt werden es unsere Leser vor Spannung kaum noch aushalten! Wohlan denn, auf ins n&#228;chste Kapitel unserer gar schr&#246;cklichen Abenteuer!</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Was+in+der+Zwischenzeit+und+davor+geschah%E2%80%A6+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D1103+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=1103&amp;md5=389c3199473d850abc232944cf248888" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#196;gypten 2009 und der AOWD &#8211; Abschluss</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Dezember 2009 kamen wir aus &#196;gypten zur&#252;ck, gerade rechtzeitig, um in die erste strenge K&#228;ltephase dieses Winters zu geraten und den Weg vom Flughafen zur&#252;ck durch einen Schneesturm zu machen. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dieser Schneesturm nur der Anfang von etwas sein sollte, das uns noch ein bisschen Kopfzerbrechen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Dezember 2009 kamen wir aus &#196;gypten zur&#252;ck, gerade rechtzeitig, um in die erste strenge K&#228;ltephase dieses Winters zu geraten und den Weg vom Flughafen zur&#252;ck durch einen Schneesturm zu machen. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dieser Schneesturm nur der Anfang von etwas sein sollte, das uns noch ein bisschen Kopfzerbrechen machen w&#252;rde.</p>
<p>Erstmal galt f&#252;r uns: Der &#8220;Advanced Open Water Diver&#8221; war abgeschlossen. Und wir hatten ein paar wichtige Erfahrungen gemacht und nat&#252;rlich ein paar sch&#246;ne Erinnerungen mitgenommen. Bevor die Geschichte weitergeht, deswegen an dieser Stelle ein kurzer Videofilm mit einigen Eindr&#252;cken aus dem Roten Meer. Viel Vergn&#252;gen!</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VLTEMnRRDPE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VLTEMnRRDPE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%C3%84gypten+2009+und+der+AOWD+%E2%80%93+Abschluss+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D938+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=938&amp;md5=22a3c4cd61262371d90fc53f3eadd909" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Umm Gamar &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer &#8211; und der Tauchgang mit Hindernissen</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Umm Gamar]]></category>

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		<description><![CDATA[Umm Gamar ist eine kleine Insel in der N&#228;he von Hurghada, leicht zu erkennen, denn auf ihr steht ein kleiner Leuchtturm. Es handelt sich um ein langestrecktes Riff, welches an der Ostseite in einen Steilhang &#252;bergeht. Die Tauchboote ankern in der Regel s&#252;dlich, denn dort ist ein kleines Plateau und man kann dann &#252;ber ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Umm Gamar ist eine kleine Insel in der N&#228;he von Hurghada, leicht zu erkennen, denn auf ihr steht ein kleiner Leuchtturm. Es handelt sich um ein langestrecktes Riff, welches an der Ostseite in einen Steilhang &#252;bergeht. Die Tauchboote ankern in der Regel s&#252;dlich, denn dort ist ein kleines Plateau und man kann dann &#252;ber eine Art Riffr&#252;cken zu der Steilwand gelangen. Dort geht es bis zu 60 m tief hinab. Diese Steilwand ist wundersch&#246;n, unz&#228;hlige Fische sieht man hier sowie kleinere und gr&#246;&#223;ere H&#246;hlen, in denen Mur&#228;nen leben. Hans Hass hat hier auch schon Filme gedreht.</p>
<p>Wir wurden in den Tauchplatz eingewiesen. Als ich h&#246;rte, dass es sich um eine Steilwand handelt, war ich mir nicht mehr so sicher, ob ich mit Thorsten das alleine angereifen wollte. Wir waren zwar bis dorthin schon mehrfach alleine im Roten Meer unterwegs gewesen, aber ein Steilhang bereitete mir Sorgen. So ganz ohne was unter sich&#8230;</p>
<p>Aber Thorsten wischte meine Bedenken weg. Er war sich sicher, dass wir das auch ohne Guide schaffen w&#252;rden. Also lie&#223; ich mich &#252;berzeugen aber wir machten aus, besonders vorsichtig zu sein und der Tauchgang sollte nicht tiefer als 20 m sein.</p>
<div id="attachment_951" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar01.jpg"><img class="size-full wp-image-951" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar01.jpg" alt="Der Leuchtturm von Umm Gammar" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Der Leuchtturm von Umm Gammar</p></div>
<p>Also tauchten wir ab. Unter dem Boot war das besagte Plateau bis eine Tiefe von 18 m. Hier passierte es zum ersten Mal, dass ich beim Abstieg ansatzweise eine Art Vertigo versp&#252;rte. Obwohl F&#252;&#223;e voran und nichts besonderes anlag, wurde mir schwindelig. Ich drehte mich in &#8220;Tauchposition&#8221; und tauchte nicht im freien Fall ab. Damit war auch der Vertigo verschwunden.</p>
<p>Wir n&#228;herten uns dem Riffr&#252;cken, mit Korallen bewachsen. In der &#8220;Ferne&#8221; konnten wir bereits den Beginn des Steilhangs erkennen. Ich war pl&#246;tzlich aufgeregt. Bereits aus der Entfernung konnte man den Fischreichtum erkennen. Das k&#246;nnte ja richtig spannend werden. Einziger Pferdefu&#223; war, dass an dem Tag einige Tauchboote zu Besuch bei Umm Gamar waren, und es wimmelte nur so vor Tauchern. St&#228;ndig wurde man &#252;berholt oder Taucher bummelten vor einem her, es war gar nicht so leicht, bei seinem eigenen Buddy zu bleiben.</p>
<div id="attachment_952" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar03.jpg"><img class="size-full wp-image-952" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar03.jpg" alt="Der &quot;Dropoff&quot; bei Umm Gammar" width="460" height="613" /></a><p class="wp-caption-text">Der &quot;Dropoff&quot; bei Umm Gammar</p></div>
<p>Am Steilhang wurde es noch schlimmer. Da selbstverst&#228;ndlich auch noch alle dicht an der Wand blieben, gab es schon mal Gedr&#228;nge. Im Kuddelmuddel entdeckte ich unseren Guide und ich nahm mir vor, ihn immer im Auge zu behalten. Das gab mir ein etwas beruhigenderes Gef&#252;hl.</p>
<p><em>Thorsten: Hmja, ganz sch&#246;n sch&#246;n hier. Aber&#8230; was ist denn das? &#196;h, Annette, da ist etwas, das Du wissen solltest. *auf die Schulter tipp</em></p>
<p>Gerade hatte ich mich an den Rummel gew&#246;hnt und ich geno&#223; den Anblick der Steilwand, da klopfte mir Thorsten auf die Schulter. Ich drehte mich zu ihm. Er zeigte auf seinen Tauchcomputer, ohne ihn mir direkt zu zeigen. Mir war nicht ganz klar, was er wollte, aber er zeigte immer vehementer drauf.</p>
<p><em>Sind wir heute etwas schwer von Begriff? Was mag das wohl bedeuten, wenn ich auf das Ding deute?</em></p>
<p>(kann das sein, dass du mich nicht so ganz ernst nimmst?)</p>
<p>Also warf ich selber mal einen Blick auf meinen Computer und traute meinen Augen nicht. Wir waren auf 23,5 m.</p>
<p><em>Sie hat&#8217;s gemerkt!</em></p>
<p>Hatten wir nicht ausgemacht, dass der Tauchgang nicht tiefer als 20 m gehen sollte?</p>
<p><em>Hatten wir, aber Du wei&#223;t ja, Theorie und Praxis&#8230;</em></p>
<p>Es w&#228;re mir auch bewu&#223;t nicht aufgefallen, dass wir abgesunken w&#228;ren, aber genau das war es auch, wovor ich mich an der Steilwand f&#252;rchtete. Das unbemerkte Absinken. Und da wir auch noch Nitrox dabei hatten, war unser Tiefenlimit eh geringer als mit Pressluft.</p>
<p>Ich gab Thorsten zu verstehen, dass ich kapiert hatte, was er meinte <em>(Gott sei Dank!)</em> und hielt von jetzt an meinen eigenen Computer im Auge. Noch weiter wollte ich nicht absinken. Zwar hatte sich hier noch keine &#8220;Kurzatmigkeit&#8221; eingestellt, aber die 23 m sollten f&#252;r den Anfang doch ausreichen.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar02.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-953" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar02.jpg" alt="Umm Gammar" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Wir tauchten weiter. Inzwischen war unser Guide schon nicht mehr zu sehen, so dass ich mich grob an den anderen vor uns orientierte. Wir bogen um eine Art &#8220;Kurve&#8221; am Steilhang und der Riffr&#252;cken war nun aus der Sichtweite.</p>
<p><em>Ups &#8211; was ist das denn? Oh nein&#8230; &#228;h, Annette, wenn ich nochmal ganz kurz st&#246;ren darf&#8230; *auf die Schulter tipp</em></p>
<p>In dem Moment klopfte mir Thorsten wieder auf die Schulter. Ich erschrak. Schon wieder abgesunken? Ich warf schnell einen Blick auf meinen Computer. Nein. Wir waren auf 21 m. Ich sah ihn an. Er schwebte neben mir und deutete auf seinen Regulator im Mund. Was war das heute? Ich zeig dir meine Ausr&#252;stung? Ich verstand nicht, was er wollte. Offenbar atmete er doch, aber&#8230; mir fiel ehrlich gesagt nicht auf, was er meinte.</p>
<p><em>Ja, ich atme noch, was f&#252;r ein Gl&#252;ck! Aber schau doch mal genauer hin! Was ist falsch an diesem Bild, h&#228;?</em></p>
<p>Ich nickte h&#246;flich und wollter gerade weitertauchen, da hielt er mich zur&#252;ck und deutete wieder auf seinen Regulator. Sch&#246;n! Ich hab auch einen! Ich zuckte die Schultern um ihm zu sagen, dass ich nicht verstand, aber er machte keine Anstalten weiter zu tauchen. Also l&#246;ste ich meinen Oktopus und reichte ihm den mal f&#252;r alle F&#228;lle (ich wu&#223;te wirklich nicht, was er will) aber er sch&#252;ttelte den Kopf.</p>
<p><em>Jetzt komme ich mir langsam vor, wie in einem <a title="Loriot: Ich m&#246;chte einfach nur hier sitzen" href="http://www.youtube.com/watch?v=PgqpJlV1JuI" target="_blank">Sketch von Loriot</a>: </em>(und ich hege doch langsam den Verdacht, dass du mich nicht ernst nimmst!!!)</p>
<blockquote><p><em>Annette: M&#246;chtest Du meinen Oktopus haben?</em></p>
<p><em>Thorsten: Nein, ich m&#246;chte Deinen Oktopus nicht haben.</em></p>
<p><em>Annette: Aber eben wolltest Du doch noch?</em></p>
<p><em>Thorsten: Nein, ich wollte nicht, Du wolltest, dass ich Deinen Oktopus nehme!</em></p>
<p><em>Annette: Ich? Mir ist doch v&#246;llig egal, woher Du Deine Luft kriegst!</em></p>
<p><em>Thorsten: Ich habe aber eigene Luft, das ist nicht das Problem!</em></p>
<p><em>Annette: Will der Herr sich vielleicht bedienen lassen?</em></p></blockquote>
<p><em>Okay, Annette, dann schau doch einfach mal her&#8230;<br />
</em></p>
<p>Dann hob er die andere Hand&#8230; und darin war etwas schwarzes, aus Plastik&#8230;</p>
<p>Ich traute meinen Augen nicht. Thorsten hielt den Blasenabweiser seines Regulators in der Hand.</p>
<p><em>Hurra, jetzt hat sie&#8217;s! Und jetzt alle zusammen: &#8220;<a title="Fischer-Chor: Ode an die Freude (Beethoven)" href="http://www.youtube.com/watch?v=sqtZ_c3cyhE" target="_blank">Freude sch&#246;ner G&#246;tterfunken&#8230;</a>&#8220;</em></p>
<p>Beim genauen Hinsehen verstand ich auch sein Problem. Die ganze Plastikverkleidung des Regulators war weg, und so stiegen die Blasen nat&#252;rlich direkt vor seiner Brille auf und er konnte nicht mehr gut sehen. Ich sah die Membran des Regulators und fing mir an, wirklich Sorgen zu machen. Wie war denn das jetzt bitte passiert?</p>
<p><em>Ein paar Tage zuvor, beim Tauchgang in der Passage hatte ich einen Tritt ins Gesicht bekommen, bei dem es den Blasenabweiser verdreht hatte. Ich hatte ihn damals wieder in Position gedreht, aber offenbar hatte er sich in den vergangenen Tagen immer mehr gel&#246;st. Jetzt, ausgerechnet bei diesem Tauchgang, hatte ich gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Ich tastete meinen Regulator ab &#8211; und auf einmal hielt ich den Blasenabweiser in der Hand.</em></p>
<p>(Geschieht dir nach den obigen Frechheiten v&#246;llig recht, so!)</p>
<p>Thorsten wechstelte auf seinen Oktopus. Dann hatte der Kerl doch die Nerven und versuchte in inzwischen 24 m Tiefe seinen Hauptregulator zu reparieren.</p>
<p><em>Wie hei&#223;t es so sch&#246;n? &#8220;Hast Du unter Wasser ein Problem, versuch, es unter Wasser in den Griff zu kriegen.&#8221; &#196;h, hast Du mir mal &#8216;n Schraubenzieher und einen 17er-Ringgabelschl&#252;ssel? Ein Hammer tut&#8217;s zu Not auch.<br />
</em></p>
<p>Das ging mir dann doch zu weit. Erstens klappte es nicht auf Anhieb, dann stellte ich fest, dass wir in dieser kurzen &#8220;Pause&#8221; schon wieder 3 m abgesunken waren. Ich deutete ihm an, dass wir jetzt erst mal langsam h&#246;her gehen sollten. Das taten wir auch. Als wir die 20 m Marke gut unterschritten hatten, versuchte Thorsten erneut, das Plastikgeh&#228;use wieder auf den Regulator zu kriegen. Es klappte nicht.</p>
<p><em>Hagel und Granaten! @#$§!<br />
</em></p>
<p>So leid es uns tat, aber damit war der Tauchgang am Steilhang f&#252;r uns nach wenigen Metern schon zu Ende. Es war mir einfach zu gef&#228;hrlich. Wenn Thorsten schon seinen Oktopus verwenden musste, dann h&#228;tte er keinen Ersatz mehr. Ich war mir nicht im Klaren dar&#252;ber, was das bedeutet, wenn die Plastikverkleidung des Hauptregulators weg ist. W&#228;re das nur l&#228;stig, wenn dann die Blasen direkt vor einem aufsteigen oder k&#246;nnte das auch gef&#228;hrlich werden? An dem Steilhang herrschte buntes Treiben, und wenn wir uns noch verlieren w&#252;rden, was jederzeit h&#228;tte passieren k&#246;nnen, dann h&#228;tte er f&#252;r den R&#252;ckweg noch nicht mal einen Ersatz.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar04.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-954" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/umm_gammar04.jpg" alt="Umm Gammar" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Also drehten wir um und tauchten zur&#252;ck &#252;ber den Riffr&#252;cken in den Plateaubereich. Wir blieben in der N&#228;he des Bootes f&#252;r den Fall, dass doch noch etwas schief laufen w&#252;rde. Auch wenn wir den Steilhang nicht weiter verfolgen konnten, so haben wir im Plateaubereich auch viel gesehen und Spa&#223; gehabt. Wir bleiben da lieber auf der sicheren Seite.</p>
<p><em>Es war ja eigentlich auch nicht geplant, so tief runter zu gehen. Aber da zudem noch ziemlicher Wellengang war, war die Entscheidung sicher besser. Wir konnten sehen, wie die Boote an den Seilen zerrten, die an diesem Riff an versenkten Betonbl&#246;cken hingen.<br />
</em></p>
<p>Oben auf dem Boot konnte dann ein holl&#228;ndischer Tauchlehrer den Regulator reparieren, so dass wir beim n&#228;chsten Tauchgang wieder bedenkenlos ins Wasser h&#252;pfen konnten.</p>
<p><em>Ja, und der n&#228;chste Tauchgang war schon der letzte f&#252;r diesen Urlaub. Bei der Revision, zu der wir unsere Regulatoren im Anschluss an den Urlaub brachten, wurde mein Blasenabweiser &#252;brigens nicht beanstandet, der Tauchlehrer hat also gute Arbeit geleistet.</em></p>
<p><em>Wir haben in diesem Urlaub wirklich ein paar interessante und aufregende Erfahrungen gemacht und sind in manchen Dingen (hoffentlich) kl&#252;ger geworden. Nach der R&#252;ckkehr nach Deutschland sollte nun fast nahtlos die n&#228;chste Ausbildung folgen &#8211; der &#8220;Rescue Diver&#8221;.<br />
</em></p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.358961,33.918915&amp;spn=0.213444,0.291824&amp;z=11&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.358961,33.918915&amp;spn=0.213444,0.291824&amp;z=11&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Tauchgebiete</a> auf einer gr&#246;&#223;eren Karte anzeigen</small></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Umm+Gamar+%E2%80%93+%C3%84gypten+%E2%80%93+Rotes+Meer+%E2%80%93+und+der+Tauchgang+mit+Hindernissen+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D840+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=840&amp;md5=4dafb055c3c8285fca5e06e4e7eb5ad3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gota Abu Kalawa &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer und die Navigation im offenen Wasser</title>
		<link>http://www.flatflutedivers.de/2010/05/04/gota-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-navigation-im-offenen-wasser/</link>
		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2010/05/04/gota-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-navigation-im-offenen-wasser/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 07:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Gotta Abu Kalawa]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Gota Abu Kalawa geh&#246;rt zu einer Riffgruppe, die allgemein "Abu Kalawa" hei&#223;t. Es gibt eine gr&#246;&#223;ere Riffformation, an denen es die Ankerpl&#228;tze "Ras Abu Kalawa", "Shaab Abu Galawa" und "Marsa Abu Kalawa" gibt. Westlich dieser Formation liegt ein einzelnes Korallenriff, das "Gota Abu Kalawa" genannt wird.

Bisher waren unsere Tauchg&#228;nge im Roten Meer stets so ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gota Abu Kalawa geh&#246;rt zu einer Riffgruppe, die allgemein &#8220;Abu Kalawa&#8221; hei&#223;t. Es gibt eine gr&#246;&#223;ere Riffformation, an denen es die Ankerpl&#228;tze &#8220;Ras Abu Kalawa&#8221;, &#8220;Shaab Abu Galawa&#8221; und &#8220;Marsa Abu Kalawa&#8221; gibt. Westlich dieser Formation liegt ein einzelnes Korallenriff, das &#8220;Gota Abu Kalawa&#8221; genannt wird.</p>
<p>Bisher waren unsere Tauchg&#228;nge im Roten Meer stets so gewesen, dass wir irgendetwas zur Orientierung hatten, ein Riff oder eine Riffkante, an der man entlang tauchen konnte (einzige Ausnahme bildete der Drifttauchgang, doch hier brauchte man keine Orientierung, da uns das Schiff hinterher wieder abholte). Bei Gota Abu Kalawa allerdings bot das Riff an der Stelle, an der wir ankerten, selbst nicht so viel Sehensw&#252;rdigkeiten. Man machte die Taucher daher aufmerksam auf zwei gr&#246;&#223;e Korallenbl&#246;cke, die sich ein St&#252;ck vom Ankerplatz weg im offenen Wasser befanden. Diese Korallenbl&#246;cke befanden sich sozusagen &#8220;im freien Feld&#8221;, sie ragten nicht aus dem Wasser und es gab in ihrer N&#228;he keine Struktur, der man h&#228;tte folgen k&#246;nnen. Einer der Instructors meinte, es sei ganz einfach, man m&#252;sse nur vom Boot aus &#8220;geradeaus&#8221; schwimmen, und dann von den Bl&#246;cken aus genauso &#8220;geradeaus&#8221; wieder zur&#252;ck. Das hinterlie&#223; bei mir ein mulmiges Gef&#252;hl, denn die Bl&#246;cke waren weiter weg vom Boot, als das Rote Meer an Sichtweite hergab, selbst bei weitester Sicht. Man w&#252;rde sie also beim Boot nicht sehen, und genausowenig w&#252;rde man das Boot von den Bl&#246;cken aus sehen. Insofern war &#8220;geradeaus&#8221; eine ziemlich relative Angabe, ohne Punkt, den man ansteuern und an dem man sich orientieren konnte. Ich beschloss, mich darauf nicht zu verlassen, nahm meinen Kompass zur Hand und peilte die Bl&#246;cke von der Plattform des Bootes aus an.</p>
<div id="attachment_945" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa01.jpg"><img class="size-full wp-image-945" title="Gotta Abu Kalawa: Einer der Bl&#246;cke, umschw&#228;rmt von unz&#228;hligen Fischen" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa01.jpg" alt="Gotta Abu Kalawa: Einer der Bl&#246;cke, umschw&#228;rmt von unz&#228;hligen Fischen" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Gotta Abu Kalawa: Einer der Bl&#246;cke, umschw&#228;rmt von unz&#228;hligen Fischen</p></div>
<p>Wir tauchten in die Richtung, in der die Bl&#246;cke lagen und tats&#228;chlich stie&#223;en wir genau drauf. Die Bl&#246;cke liegen direkt am Anfang eines Korallengartens, man k&#246;nnte von dort aus auch noch weiter tauchen und einen Korallengarten erkunden, hatte man uns auf dem Boot gesagt. Uns jedoch reichten die Bl&#246;cke, die schon einen gro&#223;en Fisch- und Korallenreichtum aufwiesen. Au&#223;erdem wollten wir es nicht riskieren, uns im v&#246;llig offenen Wasser, das hinter den Bl&#246;cken immer tiefer wurde, total zu verfransen. Also tauchten wir mehrmals um die beiden Bl&#246;cke und sahen uns alles genau an, bevor wir beschlossen, den R&#252;ckweg anzutreten.</p>
<div id="attachment_946" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa02.jpg"><img class="size-full wp-image-946" title="Gotta Abu Kalawa" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa02.jpg" alt="Arabischer Kaiserfisch" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Arabischer Kaiserfisch</p></div>
<p>Ich nahm also erneut meinen Kompass zur Hand und stellte den Umkehrkurs ein. Und dem versuchte ich zu folgen. Das war nicht ganz einfach, denn wir hatten eine leichte Str&#246;mung. Ich musste meine Strecke mehrfach korrigieren, da ich immer wieder von der Linie abwich. Gleichzeitig achtete ich darauf, Annette nicht abzuh&#228;ngen. Noch dazu war die Sicht relativ schlecht. Bald schon verschwanden die Bl&#246;cke hinter uns in einem Nebel und es gab nichts, an dem man sich h&#228;tte orientieren k&#246;nnen. Ich wurde ein wenig unruhig. Irgendwann war ich der Meinung, dass wir eigentlich schon am Ziel sein m&#252;ssten, aber das Boot war nicht zu sehen. Wir schwammen weiter &#8211; und hatten auf einmal die Riffwand vor uns.</p>
<div id="attachment_947" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa03.jpg"><img class="size-full wp-image-947" title="Gotta Abu Kalawa: Koralle" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa03.jpg" alt="Gotta Abu Kalawa: Koralle" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Gotta Abu Kalawa: Koralle</p></div>
<p>Das konnte doch nicht wahr sein! Ich war dem Kurs doch so gut gefolgt, wie es ging, das @#$!-Boot musste doch da irgendwo sein! Aber es war nichts zu sehen. Damit hatten wir ein Problem. Zwar h&#228;tten wir nur der Riffwand folgen m&#252;ssen, um schlie&#223;lich irgendwann zum Boot zu kommen, aber in welche Richtung? Wenn ich uns am Boot vorbei navigiert hatte, konnte dies rechts oder links von uns liegen. Ich nahm den Kompass nochmal her. Die Peillinie stimmte doch, also wo lag der Fehler? Annette wollte schon auftauchen und sich an der Oberfl&#228;che einen &#220;berblick verschaffen. Ich blickte nach oben und endlich entdeckte ich ein Seil, das am Riff befestigt war. Die Tauchboote machten an solchen Seilen fest, damit sie nicht Anker werfen mussten. Ich folgte dem Seil mit den Augen. Es ging genau in unsere Richtung an der Wasseroberfl&#228;che, dann verlor es sich aufgrund der schlechten Sicht. Ich sah angestrengt nach oben&#8230;</p>
<p>&#8230;und auf einmal konnte ich senkrecht &#252;ber uns schemenhaft den Bug der ABYDOS 2 ausmachen. Wir waren genau darunter!! Offenbar hatte der Weg, den ich getaucht war, uns in einem leichten Bogen an das Boot herangef&#252;hrt, so dass wir nicht an dessen Heck herausgekommen waren (wo wir das Seil mit der Notfall-Pressluftflasche h&#228;tten sehen m&#252;ssen), sondern weiter vorne. Und die Sicht war so schlecht, dass man aus unserer momentanen Tiefe von etwa 5 m das Boot nicht ohne weiteres erkennen konnte. Ich machte Handzeichen zu Annette, dass sich das Boot direkt &#252;ber uns befand, aber sie verstand mich zun&#228;chst nicht. Oder sie wollte es nicht glauben. Um sie zu &#252;berzeugen, deutete ich ihr an, dass sie mir folgen sollte und schwamm in Richtung des Hecks. Und tats&#228;chlich, da waren pl&#246;tzlich die Seile zu sehen, die dort befestigt waren. Nachdem wir nun wussten, dass wir richtig waren, erkundeten wir noch das Riff und bekamen unter anderem eine wei&#223;e Baby-Mur&#228;ne zu sehen.</p>
<div id="attachment_948" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa04.jpg"><img class="size-full wp-image-948" title="Ein Shrimp, der vor seiner H&#246;hle sitzt" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa04.jpg" alt="Ein Shrimp, der vor seiner H&#246;hle sitzt" width="460" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Shrimp, der vor seiner H&#246;hle sitzt</p></div>
<p><em>Annette: Die Schwierigkeit der Navigation lag darin: Ansonsten hat man immer das Riff als Orientierung gehabt, entweder Riff Schulter rechts auf dem Hinweg und links auf dem R&#252;ckweg oder umgekehrt. Dieses Mal tauchten wir allerdings &#252;ber &#8220;freies Land&#8221;. Alles sah gleich aus. Und die Str&#246;mung war nicht zu untersch&#228;tzen. Hinzu kam die schlechte Sicht. Da ich selber schon schlechte Erfahrungen mit Kurs und Umkehrkurs gemacht hatte war ich mir nicht mehr sicher. Wir h&#228;tten zumindest die Bootsleinen oder den Anker sehen m&#252;ssen. Auf die Idee, dass wir einen Bogen schwimmen, bin ich nicht gekommen. Und pl&#246;tzlich war so eine Art &#8220;Kante&#8221; zu sehen, danach war es deutlich tiefer. Die Stelle kannte ich nicht. Deshalb schwammen wir zur Riffwand.</em></p>
<p><em>Thorsten deutete zwar nach oben, aber das einzige, was ich sah, war ein St&#252;ck abgerissenes Tau, was auf der Wasseroberfl&#228;che am Riff trieb. Sah aus wie ein St&#252;ck Leine, von dem sich ein Boot mal losgerissen hat. Die lange Leine neben dran sah ich nicht. Ich war wirklich nerv&#246;s, denn ich wollte nicht unbedingt im offenen Meer verloren gehen. Gut, wir haben ne Boje, aber das muss nun wirklich nicht sein.</em></p>
<p><em>Thorsten aber blieb vehement bei der Ansicht, dass er richtig war. Er deutete nach oben und mir fuhr der Schreck in die Knochen. Direkt &#252;ber uns war ja das Boot! Man konnte die Umrisse sehen. Und dabei waren wir noch nicht mal tief, maximal 7 Meter w&#252;rde ich sagen. Die Dekoflasche baumelte fast &#252;ber dem Grund. Das war ja der Hammer! Aber die Sicht war wirklich schlecht. Ziemlich diesig.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_949" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><em><em><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa05.jpg"><img class="size-full wp-image-949" title="Wei&#223;e Baby-Mur&#228;ne" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/05/gotta_abu_kalawa05.jpg" alt="Wei&#223;e Baby-Mur&#228;ne" width="460" height="311" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Wei&#223;e Baby-Mur&#228;ne</p></div>
<p><em> </em></p>
<p>Zur&#252;ck an Bord sahen wir uns die Strecke zu den Bl&#246;cken nochmal an. Man konnte sie von der Oberfl&#228;che aus erkennen und nichts deutete darauf hin, dass die Sicht unter Wasser so schlecht war. Eines jedoch hatte ich beim Navigieren festgestellt: Mein Kompass hatte ein Armband, mit dem man ihn am Handgelenk befestigte. Da man ihn zum Navigieren vor dem Gesicht in einer bewegungslosen Position halten musste, musste ich mit angewinkelten linken Arm schwimmen, was auf die Dauer unangenehm war. Daran wollte ich etwas &#228;ndern &#8211; gleich nach der R&#252;ckkehr von &#196;gypten.</p>
<p><em>Memm doch jetzt wegen dem Arm nicht so rum! Dieser Arm war wahrscheinlich unsere Rettung. Der Nachteil der Konsole ist, dass man sie st&#228;ndig grade halten muss. Und wenn man nicht st&#228;ndig drauf achtet, k&#246;nnte ja vielleicht da mein Kursproblem herr&#252;hren. </em><br />
<iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.311994,33.808022&amp;spn=0.106767,0.145912&amp;z=12&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.311994,33.808022&amp;spn=0.106767,0.145912&amp;z=12&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Tauchgebiete</a> auf einer gr&#246;&#223;eren Karte anzeigen</small></p>
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		<title>Dolphin House &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer und der Tauchgang ohne Guide</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Dolphin House]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>

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		<description><![CDATA[Dolphin House ist ein Riff mit mehreren Abschnitten im n&#246;rdlichen Roten Meer und wird gerne zum Tauchen aber auch Schnorcheln angefahren, da hier die Wahrscheinlichkeit, Delfine zu sehen, am h&#246;chsten ist. Unser Tauchplatz am Dolphin House bestand aus einem langen Riff und einem einzeln stehenden riesigen Block. Dadurch entsteht sozusagen eine Art Kanal, durch den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dolphin House ist ein Riff mit mehreren Abschnitten im n&#246;rdlichen Roten Meer und wird gerne zum Tauchen aber auch Schnorcheln angefahren, da hier die Wahrscheinlichkeit, Delfine zu sehen, am h&#246;chsten ist. Unser Tauchplatz am Dolphin House bestand aus einem langen Riff und einem einzeln stehenden riesigen Block. Dadurch entsteht sozusagen eine Art Kanal, durch den man hindurchtaucht um den Block zu umrunden. Die maximale Tiefe hier ist bei etwa 18 m.</p>
<p>Wir ankerten kurz vor dem Kanal und stiegen ab. F&#252;r Thorsten und mich war es Premiere, denn wir wurden hier zum ersten Mal an einem uns fremden Tauchplatz ausgesetzt und waren, was die Navigation anging, auf uns selber gestellt.  Ziemlich aufregend f&#252;r uns.</p>
<p>Wir tauchten ab. Unter uns war nur wei&#223;er Meeresboden, auf dem zur Orientierung ein gro&#223;es Herz aus Steinen gelegt war. Somit findet man sein Boot auch wieder wenn es im Roten Meer mal tr&#252;be ist.</p>
<p>Wir folgten der Tauchgruppe in Richtung Kanal. Da wir aber noch einige Fotos schossen, verloren wir die Gruppe schon bald. Zuerst ist der Kanal sehr breit, dann kommt man an eine riesige Tischkoralle, und sobald man diese &#252;berschwommen hat befindet man sich im eigentlichen &#8220;Kanal&#8221;. Hier herrschte eine deutliche Str&#246;mung, und wir kamen nur langsam voran. Wir versuchten, uns so dicht wie m&#246;glich am Grund und am Riff zu halten, aber trotzdem war die Str&#246;mung deutlich zu sp&#252;ren.</p>
<div id="attachment_926" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house01.JPG"><img class="size-full wp-image-926" title="Ein Seestern" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house01.JPG" alt="Ein Seestern" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Seestern</p></div>
<p>Wir bewunderten den Fischreichtum hier. Sogar einen kleinen Seestern fanden wir. Trotzdem wollte ich so schnell wie m&#246;glich aus dem Kanal heraus um den Block herum, um die l&#228;stige Str&#246;mung abzuh&#228;ngen. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Neben mir erschien pl&#246;tzlich eine Tauchgruppe. Offenbar handelte es sich hierbei um einen Tauchlehrer mit seinen Sch&#252;lern, 2 M&#228;nnern und einer Frau. Die Frau machte einen sehr unsicheren Eindruck, sie hatte Schwierigkeiten mit der Tarierung und dem Gleichgewicht. Da sie uns unbedingt &#252;berholen wollten, mussten sie ein St&#252;ck weg vom Riff und somit direkt in die Str&#246;umung. Da ich mir vorstellen konnte, dass das als Anf&#228;nger eher sehr anstrengend ist, drehte ich mich zur Seite und wollte Thorsten ein Zeichen geben, dass wir die Gruppe vorbeilassen sollten. Nur&#8230; der Mann neben mir war nicht Thorsten. Verbl&#252;fft drehte ich mich um. Wo war er denn?</p>
<p>Hinter mir stand Thorsten in der Str&#246;mung und fummelte an seinem Regulator rum. Ich hielt an und lie&#223; den Fremdem neben mir vorbeiziehen. Was machte er da nur?</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house02.JPG"><img class="aligncenter size-full wp-image-927" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house02.JPG" alt="" width="460" height="345" /></a></p>
<p><em>Thorsten: Ich hatte die Gruppe nat&#252;rlich auch bemerkt und wie sie an uns vorbei wollten. Auch mir war der Gedanke gekommen, sie vorbei zu lassen. Als ich mich umsah, um zu schauen, wohin wir wohl ausweichen k&#246;nnten, bekam ich von einem der Taucher eine Flosse ins Gesicht, so heftig, dass ich erstmal anhalten musste. Ich hatte den Regulator nicht verloren, weil ich sofort mit der Hand dran war, aber mir tat die Lippe weh. Au&#223;erdem f&#252;hlte sich das auf einmal komisch an. Ich sp&#252;rte ganz deutlich etwas an meiner Unterlippe, das da vorher nicht war. Als ich mit den Fingern meinen Regulator abtastete, stellte ich fest, dass sich der Blasenabweiser durch den Aufprall verschoben hatte. Anstatt parallel zum Mundst&#252;ck war er nun nach links verdreht. Ich versuchte vorsichtig, ob er wohl gebrochen war, aber er lie&#223; sich ohne Probleme in seine eigentliche Position zur&#252;ckschieben. Und er tat noch das, wozu er gedacht war: Blasen abweisen.</em></p>
<p>Ich wartete und drehte mich wieder nach vorne, da bekam ich einen Schlag auf den Kopf. Ich zuckte zusammen  und sah, dass der Herr, der mich eben &#252;berholte und sich als Thorsten ausgegeben hatte, mir soeben mit der Flosse auf den Kopf getreten war. Er merkte es zwar und entschuldigte sich, aber ehrlich gesagt hatte ich nun genug. Ich machte Thorsten das Zeichen, dass wir erst mal warten w&#252;rden bis diese Sch&#252;ler vorbei waren. Er verstand und nach einem Moment konnten wir weiter.</p>
<p>Wir wechselten die Seite des Kanals um den Block zu umrunden. Als wir &#252;ber die Nordspitze kamen, war es deutlich ruhiger. Hier befanden wir uns in einem kleinen Korallengarten und einer enormen Fischvielfalt. Kaiserfische, Zebrafische, Papageienfische, Fl&#246;tenfische, Rotfeuerfische&#8230; alle tummelten sich am Riff. Die Sicht war bombastisch, und so gelangen uns einige sehr sch&#246;ne Bilder.</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house03.JPG"><img class="aligncenter size-full wp-image-928" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house03.JPG" alt="" width="460" height="345" /></a></p>
<p>Weiter ging es um den Block herum. Ich kontrollierte mein Finimeter und stellte fest, dass ich noch 100 bar hatte. Zeit zum Umdrehen? Oder&#8230; doch ganz rum? So langsam schlich sich bei mir ein bisschen Nervosit&#228;t ein. Block umrunden&#8230; sch&#246;n und gut, aber f&#228;nden wir denn auch den &#8220;Anfang&#8221; wieder? Nicht dass wir den Block wieder und wieder umrunden w&#252;rden ohne den Ausstieg zu finden. Ich wurde ehrlich gesagt etwas nerv&#246;s. Gut, es gab an sich keinen Grund, Luft hatte ich genug und wenn mir die Luft ausgehen w&#252;rde, m&#252;sste ich im schlimmsten Falle eben aufsteigen und oben gucken wo wir waren. Aber trotzdem&#8230; ich &#228;rgerte mich, denn ich hatte vergessen, mir einen Markierungspunkt zu merken, den ich wieder erkennen am Anfang des Kanals.</p>
<p>Etwas verbissen tauchte ich weiter. Dem Gef&#252;hl nach h&#228;tte ich gesagt, dass wir inzwischen auf der S&#252;dseite des Blocks angekommen waren, also m&#252;sste man dem Riff nur folgen, dann k&#228;me der Eingang zum Kanal, dort gerade aus weiter und schon w&#228;ren wir am Boot. Klingt doch leicht.</p>
<div id="attachment_929" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house04.JPG"><img class="size-full wp-image-929" title="Ein Fl&#246;tenfisch" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house04.JPG" alt="Ein Fl&#246;tenfisch" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Fl&#246;tenfisch</p></div>
<p>Wir tauchten weiter. Ich guckte auf das Finimeter. 60 bar. Mist. Weit und breit erkannte ich keinen Eingang zum Kanal. Einmal w&#228;re ich fast in eine Schneise getaucht, aber das war eine Sackgasse. Langsam verging mir das Lachen. Ich tauchte voran und legte langsam aber sicher einen Zahn zu. Wo war blo&#223; dieser bl&#246;de Kanal?</p>
<p>Pl&#246;tzlich klopfte mir Thorsten auf die Schulter. Er zeigte an, dass wir umdrehen m&#252;ssten. Umdrehen???</p>
<p><em>Ich habe nat&#252;rlich auch die ganze Umgebung des Blocks nach etwas abgesucht, das mir bekannt vorkam. Beim Eingang in den Kanal war mir aufgefallen, dass dort am Block ein paar einzelne Korallen standen, &#228;hnlich wie Inseln. Als wir bei so einer Struktur vorbeikamen, erwartete ich eigentlich, die andere Seite von dem Kanal zu sehen, aber das war nicht so. Erst als wir wieder drin waren, erkannte ich in der Ferne die andere Wand. Ich tippte Annette an, dass wir in die andere Richtung mussten. Auf ihren ungl&#228;ubigen Blick nahm ich meine Schreibtafel zur Hand und schrieb es auf: &#8220;Wir sind wieder in der Passage.&#8221; Ich &#252;bernahm die F&#252;hrung und wir schwammen den Weg zur&#252;ck, an der anderen Wand entlang.</em></p>
<p>Ich folgte ihm jedoch und flehte zum Himmel, dass er wusste wo wir waren. Und: TomTom wusste es! Er f&#252;hrte uns aus dem Kanal heraus, in den ich eben wieder geschwommen war (das zum Thema den Block x Mal umkreisen&#8230; <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) und f&#252;hrte wie eine eins zum Boot zur&#252;ck. Als ich das steinerne Herz sah, h&#228;tte ich vor Erleichterung jubeln k&#246;nnen. Interessanterweise hatte sich in unserer &#8220;Abwesenheit&#8221; die Sicht deutlich verschlechtert, und wir konnten das Boot, als wir direkt drunter waren, nur noch schemenhaft erkennen. Insofern stellte sich das Herz doch als sehr n&#252;tzlich heraus.</p>
<div id="attachment_930" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house05.JPG"><img class="size-full wp-image-930" title="Das Herz des Ozeans" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/dolphin_house05.JPG" alt="Das Herz des Ozeans... :-)" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Das Herz des Ozeans... <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p><em>Die schlechtere Sicht war es auch, die zun&#228;chst verhindert hat, dass wir die andere Wand vom Kanal sehen konnten. Doch einmal dachte ich, dass ich noch ein Problem h&#228;tte. Wir waren gerade umgedreht, um uns auf den R&#252;ckweg zu machen, da passierten wir eine weitere Gruppe Taucher, angef&#252;hrt von einem der Divemaster von unserem Boot, die uns entgegen kam. Wir gr&#252;&#223;ten freundlich und schwammen weiter. Doch auf einmal sp&#252;rte ich einen Ruck &#8211; und es ging nicht mehr weiter. Was war denn nun los? Ich merkte, dass ich mit meiner rechten Flosse offenbar festhing. Na klasse, dachte ich mir, da hat man uns eingebleut, vorsichtig zu sein, und jetzt hatte ich mir wohl die Flosse irgendwo eingeklemmt und w&#252;rde bei dem Versuch, sie zu befreien, mindestens zehn Jahre Riffgeschichte zerst&#246;ren. Doch als ich mich vorsichtig umwandte, um nachzusehen&#8230; stellte ich fest, dass der Divemaster der anderen Gruppe mich festhielt! Kann mir mal einer erkl&#228;ren, was das Unterwasser-Handzeichen f&#252;r &#8220;Wohl &#8216;n Clown gefr&#252;hst&#252;ckt, Du Komiker!&#8221; ist?</em></p>
<p>Ja, der hatte schon Humor. Einmal hingen wir an der Dekoleine zum Sicherheitsstop da kam er angeschwommen und hatte sich wie ein Walr0&#223; einen Tierknochen zwischen Nasenerker der Taucherbrille und Regulator geklemmt. Versuchen Sie mal dabei nicht Tr&#228;nen zu lachen und dabei den Wassereinbruch in den Regulator zu vermeiden!</p>
<p>Als wir ausgestiegen waren lie&#223; ich mir von Thorsten erkl&#228;ren, was &#8220;nat&#252;rliche&#8221; Navigation ist <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ich werde mich in Zukunft bem&#252;hen es auch zu lernen.</p>
<p>Doch offenbar waren wir nicht die einzigen, die da Probleme hatten. Nachdem wir ausgestiegen waren und uns abtrockneten, erschien ein Kopf an der Meeresoberfl&#228;che, sehr weit vom Boot entfernt. Die Besatzung wurde schon unruhig, da es nur ein Kopf war. Nachdem dieser aber keine Anstalten machte zu winken oder um Hilfe zu rufen war es klar, dass dieser Kopf sich ebenfalls verirrt hatte. 10 min sp&#228;ter erschien der Kopf samt K&#246;rper und Buddy auf dem Boot und auch er gestand, dass er gucken musste wo wer war. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ein Hoch auf Thorsten! Dank ihm blieb uns diese Peinlichkeit erspart! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>So ganz langsam hatte ich den Bogen raus. Und das sollte sich noch als n&#252;tzlich erweisen. (*platzt vor Stolz) </em></p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=23.438049,35.771484&amp;spn=0.88198,1.167297&amp;z=9&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=23.438049,35.771484&amp;spn=0.88198,1.167297&amp;z=9&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Tauchgebiete</a> auf einer gr&#246;&#223;eren Karte anzeigen</small></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Dolphin+House+%E2%80%93+%C3%84gypten+%E2%80%93+Rotes+Meer+und+der+Tauchgang+ohne+Guide+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D819+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=819&amp;md5=cb4bd0b01ca913eb11d6db2b41b6b4df" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Shaab El Erg Kabir &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer und das Abschie&#223;en einer Boje</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Shaab El Erg ist eigentlich ein weitl&#228;ufiges, hufeisenf&#246;rmiges Riff mit der &#214;ffnung nach S&#252;den. In der Mitte des Hufeisens befindet sich eine Lagune, in der man Unmegen von kleinen Riffplattformen, den so genannten "Ergs" finden kann. Shaab El Erg bietet mehrere sehenswerte Unterwasserlandschaften an den verschiedenen Riffkanten oder an einem fast separaten Riff an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Shaab El Erg ist eigentlich ein weitl&#228;ufiges, hufeisenf&#246;rmiges Riff mit der &#214;ffnung nach S&#252;den. In der Mitte des Hufeisens befindet sich eine Lagune, in der man Unmegen von kleinen Riffplattformen, den so genannten &#8220;Ergs&#8221; finden kann. Shaab El Erg bietet mehrere sehenswerte Unterwasserlandschaften an den verschiedenen Riffkanten oder an einem fast separaten Riff an der s&#252;dwestlichen Spitze, genannt &#8220;Gota Shaab El Erg&#8221;. Man kann hier an verschiedenen Punkten mit dem Boot anlanden, aber es gibt noch eine Variante, die das Vergn&#252;gen hier kennenzulernen wir hatten&#8230;</p>
<p>Es war an diesem Tag der zweite Tauchgang, als die uns zugewiesene Divemaster zu uns kam und uns etwas &#252;ber den Tauchgang erz&#228;hlte &#8211; und das vor dem offiziellen Briefing. Das kam mir merkw&#252;rdig vor, doch sehr bald kl&#228;rte sich das auf: Die Divemaster fragte, ob wir eine Boje h&#228;tten. Ja, hatten wir. Die hatte ich zusammen mit meinem Kompass gebraucht (bzw. eher &#8220;nie gebraucht&#8221;) von einer Taucherin gekauft, die das Tauchen aus gesundheitlichen Gr&#252;nden aufgeben musste. Das ist gut, wurde uns erkl&#228;rt, denn der Tauchgang, den wir gleich machen w&#252;rden, sei ein Drifttauchgang. Wir w&#252;rden also vom Boot springen, das Boot w&#252;rde weiterfahren, w&#228;hrend wir unseren Tauchgang machten, vom Riff aus in s&#252;dliche Richtung. Kurz vor Erreichen der Reserve des Luftvorrats sollten wir dann die Boje &#8220;schie&#223;en&#8221;, an deren Seil den Sicherheitsstopp in 5 m Tiefe machen, dann auftauchen und abwarten. Das Boot w&#252;rde Ausschau nach den Tauchern halten und uns dann abholen. Aha.</p>
<div id="attachment_899" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir01.jpg"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir01.jpg" alt="Ein Rotfeuerfisch im offenen Wasser bei Shaab El Erg Kabir." title="Ein Rotfeuerfisch im offenen Wasser bei Shaab El Erg Kabir." width="460" height="345" class="size-full wp-image-899" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Rotfeuerfisch im offenen Wasser bei Shaab El Erg Kabir.</p></div>
<p>Vielleicht sei das aber auch gar nicht n&#246;tig, meinte sie schlie&#223;lich, denn nat&#252;rlich w&#252;rde auch sie eine Boje dabei haben, und wenn unser Luftvorrat so lang reichte wie ihrer, dann w&#252;rden wir den Stopp mit ihr machen und sie w&#252;rde die Boje schie&#223;en. Dann erkl&#228;rte sie uns noch, wie genau man das macht, eine &#8220;Boje schie&#223;en&#8221;. Im Stillen betete ich, dass unsere Luft so lang reichen w&#252;rde wie ihre, denn immerhin hatten wir sowas noch nie gemacht, ja, noch nicht einmal ge&#252;bt. Und dann gleich der Ernstfall? Oje, oje.</p>
<p>Der Tauchgang selber war mal wieder sehr entspannt, wir hatten eine maximale Tiefe von 13,7 m und tauchten &#8220;so ungef&#228;hr&#8221; in Richtung S&#252;den durch das Feld mit den Korallenb&#228;nken. Es gab auch hier wieder sehr viel zu sehen, von Schnecken &#252;ber Rotfeuerfische bis hin zu einer Mur&#228;ne, der einer der anderen Taucher aus unserer Gruppe mit dem Fotoapparat so nahe kam, dass ich schon dachte, gleich kriegt das arme Tier das Objektiv auf die Nase. Die Mur&#228;ne indessen guckte nur emp&#246;rt, so wie Mur&#228;nen das immer machen (sie sind immer schlecht gelaunt, deswegen nennt man sie ja &#8220;Mur(r)&#8221;&#228;nen).</p>
<a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir02.jpg"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir02.jpg" alt="&quot;Na, willst Du mir vielleicht auch Deine Kamera auf die Nase hauen? Komm nur her, Du!&quot; - &quot;&#196;h, nein danke, ich bleib lieber hier!&quot;" title="Eine Mur&#228;ne bei Shaab El Erg Kabir." width="460" height="344" class="size-full wp-image-900" /></a>
<p><em>Annette: Die Mur&#228;ne war keineswegs die einzige, die schlecht gelaunt war. ICH war es ebenfalls. Und zwar genau wegen diesem aufdringlichen Fotografen. Er war urspr&#252;nglich als Buddy des Divemasters eingeteilt worden, nahm aber die Aufgabe nicht sehr ernst. Statt neben ihr zu tauchen, tauchte er&#8230;ja einfach &#252;berall. Links von mir, rechts von mir, &#252;ber mir, UNTER mir (sehr nett, wenn man im Blasenmeer anderer taucht). Ich will es fast nicht &#246;ffentlich sagen, aber der Kerl brachte mich fast so weit, dass ich ihm am liebsten unter Wasser die Flasche zugedreht h&#228;tte. Einen so r&#252;cksichtslosen Taucher hatte ich bis dato noch nie erlebt. </em></p>
<p>Unsere Divemaster erkundigte sich immer nach unserem Luftvorrat, der diesmal bei Annette und mir relativ gleich war &#8211; der gro&#223;eren Flasche auf meinem R&#252;cken sei Dank. Leider bekamen wir nicht mit, wie der Verbrauch unserer Divemaster war. Und leider hatte ich bei meinem Gebet, sie m&#246;ge doch die Boje f&#252;r uns schie&#223;en, eins vergessen: Die Divemaster tauchten alle mit einer 15-Liter-Flasche. Und sie war eine Frau und im Tauchen erfahren, das hei&#223;t, ihr Verbrauch war sowieso niedriger als unserer. So kam es schlie&#223;lich, dass wir das Zeichen bekamen, die Boje zu schie&#223;en und aufzutauchen. Die Divemaster f&#252;hrte w&#228;hrendessen die Gruppe weiter.</p>
<p>Okay, dann also galt&#8217;s. Nun denn! Sind wir M&#228;nner oder ein Karton Chicken Nuggets?<em></em></p>
<p><em>He! Ich war auch dabei! Wenn auch nicht wirklich n&#252;tzlich, aber falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: ICH BIN WEIBLICH!!</em></p>
<p>Mensch, Du g&#246;nnst einem aber auch gar nichts. Nicht mal &#252;bertriebenen Pathos. Also gut, ein neuer, heroischer Spruch&#8230; Noch nie hatten so viele so vieles so wenigen zu verdanken! &#8230;ne, das passt nicht. F&#252;r Krone und K&#246;nigreich! &#8230;ne, auch nicht. Wie w&#228;r&#8217;s damit: VIEL GL&#220;CK!</p>
<div id="attachment_902" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir03.jpg"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir03.jpg" alt="Fischreichtum (Zebrafische) vor Shaab El Erg Kabir." title="Fischreichtum (Zebrafische) vor Shaab El Erg Kabir." width="460" height="345" class="size-full wp-image-902" /></a><p class="wp-caption-text">Fischreichtum (Zebrafische) vor Shaab El Erg Kabir.</p></div>
<p>Zuerst mal auf etwa 5 m Tiefe gehen und schwebend die Boje entrollen (es handelte sich dabei um eine der l&#228;nglichen Bojen, mit denen Taucher an der Oberfl&#228;che auf sich aufmerksam machen k&#246;nnen). Dann die daran befestigte Leine in die Hand nehmen und etwas Luft in die Boje lassen mit Hilfe des Oktopus. Der Plan sah dann vor, die Boje an der Leine zu halten, so dass sie sich entfalten konnte, um sie anschlie&#223;end mit noch mehr Luft zu f&#252;llen und sie dann langsam zur Oberfl&#228;che steigen zu lassen. Aber andererseits sah mein Plan auch vor, mit 39 l&#228;ngst reich zu sein und nicht mehr arbeiten gehen zu m&#252;ssen. Die beiden Pl&#228;ne hatten eins gemeinsam: Sie funktionierten nicht. Nun gut, reich kann ich immer noch werden, aber das mit der Boje war so eine Sache. Denn kaum hatte sie sich ganz entfaltet, zog sie zur Oberfl&#228;che. Und nach dem Motto &#8220;Reisende soll man nicht aufhalten&#8221; beschloss ich, sie gehen zu lassen. Ich hatte genug M&#252;he, das Seil schnell genug abzuwickeln. So erreichte sie die Wasseroberfl&#228;che. Und h&#228;tte ich die M&#246;glichkeit gehabt, sie richtig mit Luft zu f&#252;llen, h&#228;tte sie dort senkrecht aus dem Wasser geragt und unsere Position damit angezeigt. Doch so knickte sie auf ungef&#228;hr der H&#228;lfte ab, weil ihr die Stabilit&#228;t fehlte. Was f&#252;r ein Gl&#252;ck, dass nicht &#8220;<a title="Wikipedia: Viagra" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viagra" target="_blank">Viagra</a>&#8221; draufstand &#8211; Pfizer h&#228;tte mich f&#252;r diese Art Anti-Werbung verklagt.</p>
<p>Nun gut, wir hingen also unter einer nicht ganz aufgeblasenen Boje in 5 m Tiefe und machten unseren Sicherheitsstopp. Das gr&#246;&#223;te Abenteuer w&#252;rde uns ja noch bevorstehen: Zur&#252;ck an Bord der ABYDOS 2 zu kommen. Wie w&#252;rde das wohl funktionieren? Nachdem wir den Sicherheitsstopp erledigt hatten, tauchten wir auf. An der Oberfl&#228;che hielten wir Ausschau nach unserem Boot, w&#228;hrend ich unsere Boje so weit mit Luft f&#252;llte, dass sie nun weithin sichtbar war (und Pfizer stolz gemacht h&#228;tte, mal nebenbei bemerkt).</p>
<p>Das Boot war ein ganzes St&#252;ck weg von uns. Wir fragten uns, ob die uns wohl sahen und woran wir sehen w&#252;rden, dass sie uns sahen. Denn irgendwie war auf dem Boot kein Mensch zu erkennen. Dann hatte ich das Gef&#252;hl, dass es sich bewegte. Tats&#228;chlich, nach ein paar weiteren Sekunden konnte man deutlich sehen, dass das Boot n&#228;her kam. Ja, &#228;h&#8230; aber hatte der uns jetzt gesehen, oder fuhr er nur zuf&#228;llig in unsere Richtung? Aber nein, man hatte uns gesehen, denn das Boot drehte bei, als es nahe bei uns war, so dass wir in Richtung des Hecks schwimmen konnten. Dort warf man uns eine Str&#246;mungsleine mit Boje zu. Ich dachte, dass nun Muskelarbeit gefragt war und wollte mich schon an der Leine entlang hangeln, doch da rief man uns von der Besatzung zu: &#8220;<a title="Frankie Goes To Hollywood: Relay" href="http://campaign.musicmyne.com/frankie-goes-to-hollywood-relax" target="_blank">Relax</a>!&#8221; Sch&#246;n, dass man die Klassiker von &#8220;Frankie Goes To Hollywood&#8221; auch in &#196;gypten kennt, dachte ich mir, als ein Ruck durch die Leine ging und wir bis zu den Leitern am Heck des Bootes gezogen wurden. Nur aus dem Wasser raussteigen, das mussten wir noch selbst.</p>
<p><em>Dazu kann ich noch folgendes erw&#228;hnen: Als wir so an der Wasseroberfl&#228;che trieben und uns &#252;berlegten, ob uns das Boot denn auch sehen kann, &#252;berkam mich schon ein seltsames Gef&#252;hl. Wo man auch hinsah: Nur Wasser. Keine kleine Insel in Sicht, gar nichts. Ist schon merkw&#252;rdig. Man kommt sich fast vor wie ein Schiffsbr&#252;chiger. Ich hatte Sorge, dass wir auseinandergetrieben w&#252;rden, daher hielt ich mich hinten an Thorstens Flasche fest. Gleichzeitig versuchte ich mit Gewalt, die Melodie vom &#8220;<a title="Theme from &quot;JAWS&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=XLAYvjaGGqM" target="_blank">Wei&#223;en Hai</a>&#8221; aus dem Kopf zu bekommen. Im Geiste sah ich schon mehrere dreieckige Flossen auftauchen, die in immer enger werdenen Kreisen um uns herumschwammen. Aber dann kam das Boot auf uns zu und ich stellte mir vor, dass das die Haie verscheuchen w&#252;rde. Aber die &#196;ngste waren nicht wie weggeblasen&#8230; das Boot kam direkt auf uns zu und ich f&#252;rchtete schon, dass es &#252;ber uns dr&#252;ber rauschen w&#252;rde. Aber es drehte ja bei und warf die Str&#246;mungsleine aus. Wir waren angewiesen worden, dieses Mal MIT Flossen die Leiter hochzusteigen da das Boot die Motoren laufen lie&#223; (blo&#223; nicht an die Schraube dicht zu meinen F&#252;&#223;en denken&#8230; nein nein&#8230; jetzt aber flott hoch die Leiter&#8230;.). </em></p>
<div id="attachment_903" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir04.jpg"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/04/shaab_el_erg_kabir04.jpg" alt="Abendstimmung auf dem R&#252;ckweg." title="Abendstimmung auf dem R&#252;ckweg." width="460" height="345" class="size-full wp-image-903" /></a><p class="wp-caption-text">Abendstimmung auf dem R&#252;ckweg.</p></div>
<p>Als wir zur&#252;ck an Bord waren und uns der nassen Sachen entledigten, erschienen die Taucher einer nach dem anderen an der Oberfl&#228;che und wurden ebenfalls von der ABYDOS 2 aufgenommen. Und wir hatten ein weiteres Abenteuer erlebt. Oder sagen wir: eine Herausforderung gemeistert. Nehmen Sie das &#8220;gemeistert&#8221; jetzt nicht w&#246;rtlich, es war keine Spitzenvorstellung, aber he &#8211; wir waren wieder an Bord zur&#252;ck und um eine Erfahrung reicher. Und der Urlaub war noch lange nicht beendet.</p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.386401,33.878403&amp;spn=0.213391,0.291824&amp;z=11&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.386401,33.878403&amp;spn=0.213391,0.291824&amp;z=11&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Tauchgebiete</a> auf einer gr&#246;&#223;eren Karte anzeigen</small></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Shaab+El+Erg+Kabir+%E2%80%93+%C3%84gypten+%E2%80%93+Rotes+Meer+und+das+Abschie%C3%9Fen+einer+Boje+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D855+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=855&amp;md5=f4716c80a1ea593a1ee300d49911b917" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Shaab Abu Nuhas  &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer und das Problem mit der Luft</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Giannis D]]></category>
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		<description><![CDATA[Unser allererster Tauchgang im Freiwasser &#252;berhaupt fand seinerzeit an Shaab Abu Nuhas statt, am Wrack der Giannis D. &#220;ber das Riff und das Wrack hat Annette an anderer Stelle in diesem Blog schon einiges geschrieben. Als wir im November 2009 wieder nach &#196;gypten kamen, waren wir entsprechend gespannt darauf, dieses Tauchgebiet wiederzusehen, diesmal als ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser allererster Tauchgang im Freiwasser &#252;berhaupt fand seinerzeit an Shaab Abu Nuhas statt, am Wrack der Giannis D. &#220;ber das Riff und das Wrack hat Annette <a title="FFD: Shaab Abu Nuhas - Wrack der Giannis D." href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/08/shaab-abu-nuhas-wrack-der-giannis-d-rotes-meer-aegypten/" target="_blank">an anderer Stelle in diesem Blog schon einiges geschrieben</a>. Als wir im November 2009 wieder nach &#196;gypten kamen, waren wir entsprechend gespannt darauf, dieses Tauchgebiet wiederzusehen, diesmal als AOWD, die nun auch bis zur tiefsten Stelle des Wracks durften (ca. 20 &#8211; 25 m), und nicht als Tauchsch&#252;ler, die gezwungen waren, zehn Meter dar&#252;ber zu schweben. Leider machte uns einige Zeit das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es windete sehr stark, so dass Shaab Abu Nuhas nicht angefahren wurde. Doch endlich war es so weit, das Wetter wurde besser und die Giannis D. angesteuert. Nur waren wir nicht allein, nat&#252;rlich war es allen Tauchbooten gleich gegangen. Und der erste Tag, an dem der Wind schw&#228;cher war, wurde von allen genutzt, so dass es am Tauchgebiet entsprechend voll war.</p>
<p>Da Annette in dem anderen Artikel schon so sch&#246;n &#252;ber die Giannis D. geschrieben hat, wollen wir stattdessen an dieser Stelle das erste l&#228;ngere FlatFluteDivers-Video pr&#228;sentieren: Tauchgang an der Giannis D. im November 2009.</p>
<p><object width="445" height="364"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Ulm6N7hH6ac&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Ulm6N7hH6ac&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"></embed></object></p>
<p>Es war ein sch&#246;ner Tauchgang, allerdings zeigte er nach dem Erlebnis mit der <a title="FFD: Die &quot;Ohne Luft&quot;-Situation" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/06/sakwa-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-ohne-luft-situation/" target="_blank">&#8220;Ohne-Luft&#8221;-Situation</a> nochmal auf, dass ich ein regelrechtes Problem mit der 12-Liter-Flasche hatte. W&#228;hrend Annette immer noch einen guten Luftvorrat &#252;brig hatte, ging er bei mir regelm&#228;&#223;ig zur Neige. Bei diesem Tauchgang musste ich deswegen sogar fr&#252;her auftauchen als Annette, was mir gar nicht gefiel (deswegen ist leider das Video auch nicht sehr ausf&#252;hrlich). Unser Divemaster empfahl mir, zuk&#252;nftig eine 15-Liter-Flasche zu nehmen. Anders gesagt: wie zu Hause. Das tat ich dann auch gleich ab dem n&#228;chsten Tauchgang, und siehe da: Luftprobleme geh&#246;rten der Vergangenheit an. Damit musste ich zwar ein bisschen mehr zahlen f&#252;r die Tauchausfl&#252;ge, aber daf&#252;r waren die Tauchg&#228;nge nun viel entspannter.</p>
<p><em>Annette: Das Leben k&#246;nnte so sch&#246;n sein&#8230; mit den richtigen Leuten.</em></p>
<p><em>Wie Thorsten schon sagte, wir waren beide schon die ganze Woche davor hibbelig gewesen, denn wir wollten unbedingt nochmal zu dem Wrack. Schlie&#223;lich wollten wir dort unser 1-j&#228;hriges Tauchjubil&#228;um feiern, denn dort hatte alles begonnen.</em></p>
<p><em>Als wir dann endlich Shaab Abu Nuhas ansteuerten war die Vorfreude entsprechend gro&#223;. An dem Tag war allerdings die H&#246;lle los, und es ankerten viele Tauchboote dort. Unser Guide teilte uns in Gruppen ein, und hier war schon der erste Wurm drin: Die Gruppe war ziemlich gro&#223;.</em></p>
<p><em>Wir tauchten ab. Entgegen den sonstigen Tauchg&#228;ngen tauchten Thorsten und ich dieses Mal als letztes Buddyteam. DAS war das Letzte! Ich kann gar nicht sagen, ob ich je eine so derart chaotische Gruppe erlebt habe. Von Formation keine Spur, die Leute tauchten gerade so wie es ihnen passte und Thorsten und ich hatten M&#252;he, unsere Gruppe von anderen Gruppen zu unterscheiden. Hinzu kam, dass sich in der Gruppe einige Anf&#228;nger befanden. Nichs gegen Anf&#228;nger, sicher nicht, aber etwas umsichtiger h&#228;tten sie sein k&#246;nnen. Die Kunst des Tauchens liegt nun mal im langsamen Tauchen, was eine entsprechende Tarierung erfordert. Nicht, dass wir da so perfekt w&#228;ren, aber es war unglaublich schwierig, den winkenden und strampelnden Tauchern vor uns aus dem Weg zu gehen, der ab und zu von spitzen Wrackteilen sehr beengt war. Unser Guide f&#252;hrte sehr langsam, und wir ganz hinten hatten damit wirklich Probleme. Ich musste mich total auf den Vordermann konzentrieren um nicht st&#228;ndig dessen Flosse ins Gesicht zu bekommen.</em></p>
<p>Es war einfach extrem voll. Das Jahr zuvor hatte unser Instructor kein Problem damit, uns &#8220;Ersttauchgangs-Sch&#252;ler&#8221; von den anderen Tauchern fernzuhalten, so dass wir niemandem in die Quere kamen. Das war diesmal ein Ding der Unm&#246;glichkeit.</p>
<p><em>Schlie&#223;lich ging Thorsten auch noch die Luft aus und er musste mit ein paar Tauchern zum Boot zur&#252;ck. Unser Guide packte mich kurzerhand mit einem anderen Taucher zusammen und verabschiedete sich, um die anderen um Boot zu bringen.  Da war der n&#228;chste Wurm geboren.</em></p>
<p><em>Erst mal war mir das gar nicht recht, denn ich hatte den Typ vorher nie gesehen und wusste nicht, ob ich mich auf ihn verlassen konnte. Zudem wissen Thorsten und ich, was wir uns zutrauen k&#246;nnen und was nicht. Das war ein v&#246;llig Fremder f&#252;r mich.</em></p>
<p><em>Und es stellte sich auch nicht als Gl&#252;cksgriff raus. Ich hatte noch 100 bar in der Flasche, und so tauchten wir erst mal weiter um das Wrack herum. Kaum um die erste Kurve, war mein Buddy verschwunden. Super! Grad war er noch da, und es gab an der Stelle nicht viele M&#246;glichkeiten, wo er h&#228;tte hin verschwinden k&#246;nnen&#8230; au&#223;er INS WRACK HINEIN vielleicht. Ich drehte um und schwamm zu der Stelle zur&#252;ck, wo ich ihn das letzte Mal gesehen hatte &#8211; nix. Unbehagen breitete sich bei mir aus. Erstens wollte ich da unten nicht alleine tauchen, zweitens&#8230; ich musste ihn jetzt zwei Minuten suchen und dann auftauchen, um der Besatzung Bescheid zu sagen. Aber&#8230; dank des Chaos am Anfang hatte ich mir die Stelle nicht gemerkt, an der wir abgetaucht waren. Au&#223;erdem waren wir ja urspr&#252;nglich mit Guide unterwegs gewesen&#8230; Kurz bevor ich einfach auftauchen wollte kam mein werter Herr Buddy von irgendwo her und tat so, als ob nix gewesen w&#228;re.</em></p>
<p><em>Das war mir zuviel. Ich wollte in die N&#228;he unseres Bootes zur&#252;ck damit ich notfalls alleine auftauchen konnte und deutete ihm an, dass ich zur&#252;ckschwimmen wollte. Er war einverstanden. Nach f&#252;nf Minuten fragte ich ihn, ob er w&#252;sste, wo das Boot sei. Er f&#252;hrte so selbstverst&#228;ndlich. Aber er zuckte nur die Schultern.</em></p>
<p><em>Fein. Mit einem unzuverl&#228;ssigen Buddy ohne zu wissen, wo man ist&#8230; der Traum eines jeden Tauchers. Kurz beovr ich wirklich panisch wurde kehrte jedoch ZUM GL&#220;CK unser Guide zur&#252;ck und sammelt uns wieder ein. So froh war ich glaub ich schon lange nicht mehr. Wir waren noch zu dritt. Wo der dritte im Bunde bei meinem kleinen Ausflug geblieben war ist mir bis heute noch ein R&#228;tsel.</em></p>
<p><em>Nachdem wir das Wrack komplett umrundet hatten, war es f&#252;r uns alle Zeit zum Auftauchen. Es klappte problemlos</em></p>
<p><em>An Bord traf ich auf einen &#228;u&#223;erst schlecht gelaunten Thorsten.</em></p>
<p>Ich? Schlechte Laune? Nicht doch! Man wird doch wohl noch mal was an die Wand schmei&#223;en d&#252;rfen!</p>
<p><em>Schon&#8230;da sagt ja auch keiner was, aber muss es denn gleich die ganze Flaschenbank inklusive Flaschen sein? Zum Gl&#252;ck konnte ich &#8220;Gut Wetter&#8221; machen sonst h&#228;tten wir noch Schiffsverbot bekommen!</em></p>
<p><em>Ich berichtete ihm von meiner Pleite und wir sprachen den Guide an, dass wir in Zukunft nicht mehr getrennt werden wollten. Falls einem von uns die Luft ausgehen w&#252;rde, w&#252;rde der andere mit aufsteigen. Nie wieder mit einem fremden Buddy. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Und au&#223;erdem: Unglaubliche Abenteuer erleben Annette und ich auch ohne dass mir die Luft ausgeht&#8230;</p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Shaab+Abu+Nuhas+%E2%80%93+%C3%84gypten+%E2%80%93+Rotes+Meer+und+das+Problem+mit+der+Luft+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D853+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=853&amp;md5=e30cc25ffe4138c2d4b7dfaa29b2fed9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sakwa Abu Kalawa &#8211; &#196;gypten &#8211; Rotes Meer &#8211; und die &#8220;Ohne Luft&#8221; Situation</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 07:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[AOWD]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[El Gouna]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Sakwa Abu Kalawa]]></category>

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		<description><![CDATA[Sakwa - oder auch hin und wieder Sagua Abu Kalawa - ist ein wundersch&#246;nes kleines Riff im n&#246;rdlichen Roten Meer zwischen El Gouna und Hurghada gelegen. Mit seinen 16 m Tiefe ist es ebenfalls sehr gut von Anf&#228;ngern betauchbar. Str&#246;mungen kommen &#252;blicherweise von Norden und waren an unserem Tauchtag nicht besonders stark.

Wir ankerten gegen&#252;ber einer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sakwa &#8211; oder auch hin und wieder Sagua Abu Kalawa &#8211; ist ein wundersch&#246;nes kleines Riff im n&#246;rdlichen Roten Meer zwischen El Gouna und Hurghada gelegen. Mit seinen 16 m Tiefe ist es ebenfalls sehr gut von Anf&#228;ngern betauchbar. Str&#246;mungen kommen &#252;blicherweise von Norden und waren an unserem Tauchtag nicht besonders stark.</p>
<p>Wir ankerten gegen&#252;ber einer kleinen Lagune, die 6 &#8211; 7 m tief ist. Dann erfolgte der Abstieg.</p>
<p><em>Thorsten: Dabei hatten wir die erste technische Schwierigkeit zu &#252;berwinden. Als wir abstiegen, fiel mir auf, dass von Annettes Flasche kleine Luftbl&#228;schen aufstiegen. Ich sah mir das n&#228;her an und stellte fest, dass sie aus der Stelle am Flaschenhals kamen, an der das Ventil in die Flasche reingeht. Ich signalisierte dem Guide, dass wir ein Problem hatten und er zeigte an, dass wir wieder aufsteigen sollten. Annette bekam eine neue Flasche, wir stiegen erneut ab, und diesmal war alles gut. Wir ahnten nicht, dass das nur der Anfang war&#8230;</em></p>
<p>Unser Guide f&#252;hrte uns an einem geraden, langestreckten St&#252;ck Riff entlang. Wundersch&#246;n mit Korallen bewachsen findet man hier massenhaft gro&#223;e und kleine Fische, angefangen von Napoleon-Babys bis hin zu Kaiserfischen. Ab und zu sollte man aber auch immer einen Blick in&#8217;s &#8220;Deep Blue&#8221; werfen, denn hier kommt gelegentlich auch etwas &#8220;Gro&#223;es&#8221; vorbei. Wie zum Beispiel ein Manta. Leider hielten die sich aber bei unserem Tauchgang gut versteckt.</p>
<div id="attachment_811" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_tote_wand.jpg"><img class="size-full wp-image-811" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_tote_wand.jpg" alt="Die &quot;tote&quot; Wand an Sakwa Abu Kalawa" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Die &quot;tote&quot; Wand an Sakwa Abu Kalawa</p></div>
<p>Folgt man dem Riff ein Weilchen erschrickt man fast. Pl&#246;tzlich, fast ohne &#220;bergang, erscheint das Riff pl&#246;tzlich wie tot. Der Korallenbewuchs ist verschwunden, vereinzelt scheinen sich ein paar Fische dorthin verirrt zu haben. Aber davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Auch wenn das Riff tot erscheint &#8211; auch hier existiert beim n&#228;heren Hinsehen sehr wohl Leben. Lauter kleine H&#246;hlen hat es dort, und wenn man Gl&#252;ck hat, so wie wir, dann schauen aus den H&#246;hlen auch die Mur&#228;nen heraus.</p>
<div id="attachment_812" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_muraene.jpg"><img class="size-full wp-image-812" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_muraene.jpg" alt="Mur&#228;ne" width="460" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">Mur&#228;ne</p></div>
<p>Genauso pl&#246;tzlich, wie das Riff &#8220;gestorben&#8221; ist, erwacht es wieder zum Leben. Folgt man ihm noch ein St&#252;ckchen, dann wird man mit dem eigentlichen Highlight dieses Tauchganges belohnt. Am Ende m&#252;ndet das Riff in eine Art Rondell, in dessen Mitte ein gewaltiger Block steht. Schwimmt man in das Rondell, bemerkt man bereits, dass es hier deutlich flacher ist, ich vermute mal 7 &#8211; 8 m. Hier ist es taghell, und man kommt sich vor, als ob man in ein Aquarium geschwommen ist. Man sollte sich die Zeit nehmen, einfach mal ein paar Minuten dem bunten Treiben zuzusehen. Dieser einzelne Block in der Mitte des Rondells ist voller Leben. Tausende von Fischen s&#228;mtlicher Arten und Gr&#246;&#223;en wirbeln hier herum, ziehen in Schw&#228;rmen vorbei oder legen an dem Block ein P&#228;uschen ein. Feuerfische mit sorgenvollen Mienen schwimmen umher. Und wenn man ganz viel Gl&#252;ck hat, dann kann man hier auch Schildkr&#246;ten antreffen. Aber genau wie die Mantas hielten die sich leider sehr versteckt.</p>
<div id="attachment_813" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_aquarium.jpg"><img class="size-full wp-image-813" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_aquarium.jpg" alt="Fischreichtum bei Sakwa Abu Kalawa" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Fischreichtum bei Sakwa Abu Kalawa</p></div>
<p>Auf dem R&#252;ckweg schwammen wir mit der Str&#246;mung und kamen so gut und schnell voran. Abgemacht war, dass wir noch einen Abstecher in die Lagune machen wollten um dort unseren Sicherheitsstop auf 5 m f&#252;r 3 min zu machen.</p>
<div id="attachment_814" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_rotfeuerfisch.jpg"><img class="size-full wp-image-814" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_rotfeuerfisch.jpg" alt="Rotfeuerfisch" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Rotfeuerfisch</p></div>
<p>Wir bogen also um die Ecke, um in die Lagune zu schwimmen, da zeigte Thorsten unserem Guide an, dass er nur noch 50 bar in seiner Flasche hatte. Dieser gab ein Zeichen, dass er verstanden hatte und es ging in die Lagune hinein. Insgeheim wunderte ich mich, denn wir hatten mal gelernt, dass man bei 50 bar mit dem Aufstieg beginnen sollten, aber gut. Zu unserem Entsetzen schwammen wir aber richtig weit in die Lagune hinein.</p>
<div id="attachment_815" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_lagune.jpg"><img class="size-full wp-image-815" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_lagune.jpg" alt="Die Lagune von Sakwa Abu Kalawa" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lagune von Sakwa Abu Kalawa</p></div>
<p><em>Prinzipiell spricht ja nichts dagegen, den Sicherheitsstopp f&#252;r eine kleine Erkundung zu nutzen, anstatt an einem Seil rumzuh&#228;ngen. Aber wir hatten den R&#252;ckweg zum Boot von der Lagune aus ja auch noch vor uns</em>.</p>
<p>Mir wurde langsam unwohl bei dem Gedanken und ich fragte Thorsten, wieviel Luft er noch hatte. An seinem Blick merkte ich bereits, dass es wohl ernst war&#8230; und dann zeigte er mir an: 30 bar!</p>
<p><em>Da ist mir in der Tat erstmal das Gesicht runtergefallen. Und es war klar: zur&#252;ck! JETZT! SOFORT!</em></p>
<p>Wir informierten den Guide, der nickte und kehrte um. Weit waren wir nicht vom Boot entfernt, wir konnten es quasi sehen, aber trotzdem&#8230; wir schwammen also Richtung Boot. So langsam wurde es mir immer mulmiger zu Mute, ich kenne doch unseren &#8220;Staubsauger-Thorsten&#8221; und sein Luftverbauch&#8230; ich rechnete mit allem. Daher l&#246;ste ich bereits meinen Oktopus aus seiner Halterug und hielt ihn in der Hand&#8230; sicher ist sicher wenn es schnell gehen muss. Und dann&#8230;</p>
<p>&#8230;kam die Situation. Die, vor der wir alle Angst haben auch wenn wir sie schon x Mal ge&#252;bt haben. Dein Tauchpartner klopft dir auf die Schulter und zeigt dir an, dass er keine Luft mehr hat.</p>
<p><em>In Ruhe und im Nachhinein betrachtet gab es in dem Moment keine Ideall&#246;sung. Ich versuchte, normal weiter zu atmen, konnte aber nat&#252;rlich nicht verhindern, dass mein Herz anfing, schneller zu schlagen. Au&#223;erdem war es nicht zu entscheiden, was besser war: W&#252;rde ich langsam schwimmen, um den Grundumsatz und damit den Luftverbrauch zu senken, w&#252;rde ich l&#228;nger brauchen bis zum Boot. W&#252;rde ich schneller schwimmen, damit wir das Boot schneller erreichen, w&#252;rde das meinen Luftverbrauch steigern. Ja, und dann&#8230; Beim &#8220;Scuba Diver&#8221; (und dementsprechend auch beim &#8220;Open Water Diver&#8221;) gibt es bei den Poollektionen eine spezielle &#220;bung, die man genau f&#252;r so einen Fall macht. Dabei setzt sich der Tauchsch&#252;ler auf den Grund des Pools und der Instructor dreht ihm die Flasche zu. So sp&#252;rt der Sch&#252;ler, wie es sich anf&#252;hlt, wenn die Flasche leer geht, damit er in einer solchen Situation sich nicht erstmal fragen muss: &#8220;Was ist denn jetzt los?&#8221; Ich hatte schon seit ich festgestellt hatte, dass ich auf 30 bar war, mein Finimeter fast pausenlos im Blick und so beobachtet, wie die Nadel immer weiter fiel. Dann sah ich das Boot schemenhaft auftauchen. Die Nadel hatte gerade die 10-bar-Markierung passiert und ich erlaubte mir eine kleine Erleichterung. Wir w&#252;rden gleich da sein. Doch da merkte ich mit einem Mal, wie ich st&#228;rker &#8220;ziehen&#8221; musste, um Luft zu kriegen. Das Boot in Sichtweite &#8211; aber es war zu sp&#228;t. Die Zeit f&#252;r Experimente war vorbei. Ich wollte sofort umsteigen und tippte Annette an.</em></p>
<p>Diesen Adrenalinsto&#223; werde ich nie vergessen.</p>
<p>Auch wenn ich eigentlich damit schon gerechnet hatte. Ich dr&#252;ckte ihm sofort den Oktopus in die Hand&#8230; er nahm seinen Regulator aus dem Mund und ich schickte ein Sto&#223;gebet zum Himmel. &#8220;Bitte la&#223; ihn gen&#252;gend Luft haben, dass er den Oktopus ausbl&#228;st, oder lass ihn wenigstens daran denken, die Luftdusche zu bet&#228;tigen, sonst haben wir ein Problem!!!&#8221;.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, WAS er von beidem machte, aber er machte es. Zum Gl&#252;ck.</p>
<p><em>Ich wei&#223; es selber nicht mehr. Ich nahm Annettes Oktopus in Empfang und dann fehlt mir ein St&#252;ck. Das n&#228;chste, das mir in Erinnerung ist, wie ich den ersten Atemzug daraus nehme und alles in Ordnung ist. Ich hielt mich an ihr fest und gleichzeitig gaben wir uns gegenseitig das Zeichen zum Aufsteigen. Kein Risiko! Und den Sicherheitsstopp hatten wir schon in der Lagune gemacht.</em></p>
<p>Nachdem mir Thorsten das Zeichen gegeben hatte, dass alles ok war, stiegen wir auf. Wir kamen am Nachbarboot hoch. L&#228;cherliche 10 m w&#228;ren wir noch von unserem Boot entfernt gewesen.</p>
<p><em>Als wir an der Obefl&#228;che ankamen, zog ich an meinem Tarierhebel und lie&#223; den letzten Rest aus meiner Flasche ins Jacket. Es zischte ungef&#228;hr zwei Sekunden lang, dann tat sich gar nichts mehr. Die Flasche war nun wirklich LEER.</em></p>
<p>Unser Guide hatte die Situation beobachtet und uns nachher erkl&#228;rt, dass wir problemlos auch zusammen an einer Flasche h&#228;ngend h&#228;tten zur&#252;ckschwimmen k&#246;nnen. Wir h&#228;tten nicht unbedingt aufsteigen m&#252;ssen. Das hat uns etwas verwirrt. Wir diskutierten dies hinterher intensiv, und kamen zu dem Schluss, dass wir &#8211; falls nochmal so eine Situation eintreten w&#252;rde, &#8211; wieder so handeln w&#252;rden wie wir. Man darf nicht vergessen, dass dort Str&#246;mungen herrschen, und zudem war der Tauchplatz gut besucht. W&#252;rden wir also durch eine Str&#246;mungswelle pl&#246;tzlich getrennt werden oder sonst irgendwas passieren&#8230; das war uns zu unsicher.</p>
<p>Es stellte sich auch im Nachhinein heraus, dass Thorsten sehr &#252;berlegt gehandelt hatte. Er hatte auf seinem Finimeter noch 10 bar, als er mir das Zeichen gab, und er meinte, dass er den ersten, schwereren Atemzug sp&#252;ren w&#252;rde. Statt die Flasche komplett leer zu atmen gab er so rechtzeitig das Zeichen, so dass er noch gen&#252;gend Luft an der Oberfl&#228;che hatte, um sein Jacket aufzublasen.</p>
<p><em>Es war nicht mehr viel Luft, aber sie reichte, um mir einen stabilen Auftrieb zu verschaffen. Dar&#252;ber hatte ich mir mal Gedanken gemacht, nachdem wir im OWD-Kurs die Notaufstiegs&#252;bung gemacht hatten. Ich kam v&#246;llig au&#223;er Atem an der Obefl&#228;che an, musste strampeln, um an der Oberfl&#228;che zu bleiben und dann auch noch das Jacket mit dem Mund aufblasen. Wenigstens noch ein bisschen Luft aus der Flasche w&#252;rde die Sache einfacher machen. Und dass wir nicht unter Wasser an einer Flasche h&#228;ngend zum Boot zur&#252;ck sind, sondern gleich aufgestiegen, war auch f&#252;r mich v&#246;llig in Ordnung. Es war sicherer, weil ich nicht mehr von Annettes Oktopus abh&#228;ngig war. </em></p>
<p>Alles in Allem war das keine ungef&#228;hrliche Situation und wir mussten zum ersten Mal zeigen, ob wir wirklich unter Wasser harmonieren oder ob einer von uns die Nerven verlieren w&#252;rde. Wir haben es gemeistert, und das gibt uns auch f&#252;r die Zukunft ein gutes Gef&#252;hl.</p>
<div id="attachment_816" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_wimmelbild.jpg"><img class="size-full wp-image-816" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/sakwa_abu_kalawa_wimmelbild.jpg" alt="Sakwa Abu Kalawa - Wimmelbild" width="460" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Sakwa Abu Kalawa - Wimmelbild</p></div>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.278433,33.834457&amp;spn=0.213599,0.291824&amp;z=11&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;msa=0&amp;msid=106613310653362084478.00046f3a6adc1f75667f9&amp;ll=27.278433,33.834457&amp;spn=0.213599,0.291824&amp;z=11&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Tauchgebiete</a> auf einer gr&#246;&#223;eren Karte anzeigen</small></p>
<div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Sakwa+Abu+Kalawa+%E2%80%93+%C3%84gypten+%E2%80%93+Rotes+Meer+%E2%80%93+und+die+%E2%80%9COhne+Luft%E2%80%9D+Situation+http%3A%2F%2Fflatflutedivers.de%2F%3Fp%3D800+%23FlatFluteDivers" title="Bei Twitter veroeffentlichen"><img class="nothumb" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a></p></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.flatflutedivers.de/?flattrss_redirect&amp;id=800&amp;md5=c9e085ccfeae569ea19d3231ac9227d6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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