Gedanken zur ersten eigenen Ausrüstung – der Lungenautomat

An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich blutjunger Anfänger bin und mir keinesfalls anmaße, über Technik zu sprechen oder Empfehlungen zu Lungenautomaten abgebe. Auch hier erzähle ich lediglich, wie ich zu meinem Automaten gekommen bin.

Der Lungenautomat besteht aus erster Stufe, die den Druck der Flasche auf ungefähr 10 bar reduziert. Daran montiert ist die zweite Stufe, die ihrerseits den Druck auf die jeweilige Umgebung anpasst. Ebenfalls sollte (zumindest beim Kauf) der Oktopus (Ersatz-Zweitstufe) dabei sein. So hatte ich das gelernt und so etwas wollte ich haben. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass ich etwas eigen bin, was Hygiene angeht. Ständig auf einem Mundstück der zweiten Stufe herumzukauen, auf dem schon Hunderte vor mir herum gekaut hatten, bereiteten mir unangenehme Gefühle.

Auch hier sah ich mich  – wie beim Kauf meines Jackets – vielen Angeboten gegenübergestellt. Und auch die Meinungen diverser Artikel im Internet bestätigten meinen Verdacht: Es war wie beim Jacket. Selbst der bestgelobteste Automat hatte irgendwann mal abgeblasen oder ein Besitzer war aus anderen Gründen nicht zufrieden. Mein Tauchbuddy kannte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Instructor, und er fragte ihn um seine Meinung. Die Antwort war wenig hilfreich, wenn auch beruhigend: Alle Automaten wären tauglich, es gäbe keine Automaten, sozusagen keine „schwarzen Schafe“, was díe Sicherheit unter Wasser anbetrifft.  Also war das hier wohl wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Daraufhin brachen wir wieder zu unserem „Tauchshop-hopping“ auf. In verschiedenen Läden wurden uns die unterschiedlichsten Modell erklärt und gezeigt. Doch nur in einem Tauchshop durften wir die Automaten auch ausprobieren. Dazu holte der Besitzer eine Flasche und ließ uns einfach mal atmen. Das war eine wertvolle Erfahrung. Das Luftholen aus den Automaten sollte immer einfach und ohne Widerstand gehen. Das war bei allen Automaten der Fall. Ich persönlich aber spürte an den Apeks Automaten nochmals einen feinen Unterschied. Ich kann es gar nicht genau in Worte fassen, das Atmen erschien mir „flüssiger“. Es lief wie geschmiert. Ich merkte mir das. An dem Tag kaufte ich mir keinen Automaten. Ich wollte mir die Anschaffung nochmals durch den Kopf gehen lassen.

Um einfach mal die Auswahl und Angebote zu testen, ließ ich mir verschiedene Kataloge von Internetanbietern schicken. Hier konnte ich mir auch mal ein Bild über die unterschiedlichen Preisklassen machen. Schließlich stolperte ich über ein „Komplettset“. Der Firma Apeks. Zu einem – wie will ich sagen – Spottpreis. Hastig überlegte ich. Wie konnte das sein, dass dieses Geschäft den Regler für fast die Hälfte weniger anbot als die anderen Geschäfte? Ich brauchte nicht lange zu suchen: Apeks hatte einen nagelneuen Automaten auf den Markt gebracht, und von daher wurden die Vorgängermodelle billiger. So war es auch. Im Laufe der nächsten Wochen stolperte ich immer wieder über die billigere Variante.

In mir arbeitete es. Es ist zwar nicht die feine Art, etwas in einem Geschäft auszuprobieren, um es dann hinterher im Internet zu bestellen, aber das Angebot war zu verlockend. Schließlich „schlug ich zu“.

Seitdem tauche ich mit dem Apeks XTX 200 und dem Oktopus 40. Ein sehr angenehmes Gerät. Und wenn ich den Aussagen der Tauchlehrer trauen darf, die ich seitdem kennen gelernt habe, habe ich ein goldenes Händchen gehabt.

…und hier meine Tips für Euch:

  1. Ich kann mich nur wiederholen: geht in die Geschäfte und probiert die Automaten aus! Es gibt vielleicht von der Sicherheit keine großen Unterschiede, aber von der Form und vom Gewicht her. Probiert die Mundstücke aus. Ihr habt nichts von einer zweiten Stufe, die zu schwer ist oder anatomisch nicht paßt.
  2. Bei der Auswahl sollte man nicht zu sehr aufs Geld schauen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt eben Glück, dass der Automat runtergesetzt war. Ich hätte mich aber vermutlich trotzdem nicht anders entschieden. Ich hätte nur noch ein bisschen länger sparen müssen. Denkt dran: Der Automat da unten ist Eure Lebensversicherung, und das muß einem das Geld wert sein.
  3. Ihr taucht auch in kälteren Gewässern? Dann achtet unbedingt drauf, dass der Automat „kaltwassertauglich“ ist. Zwar schützt das aufgedruckete Wort „kaltwassergeeignet“ nicht vor dem Vereisen, das kann trotzdem passieren, aber zumindest ist das Risiko deutlich geringer.
  4. Achtet darauf, dass Ihr über die zweite Stufe spielend leicht atmen könnt. Das lernt man bereits in der ersten Tauchstunde, dass das das wichtigste Merkmal eines Automaten ist.

Und ganz zum Schluß: Die einwandfreie Funktion und die Sicherheit des Automaten – egal von welcher Firma –  ist letzlich auch eine Frage der Pflege und der Wartung. Dafür sind wir alle selber verantwortlich, nicht die Firma, die den Automaten gebaut hat.  Die Stufen gehören nach jedem Tauchgang gespült, mit  einem moderatem Wasserstrahl, kein „volles Rohr“. Und die regelmäßige Wartung versteht sich von selbst!

Viel Erfolg!

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